DE3220697A1 - Bivalent betriebene heizanlage - Google Patents
Bivalent betriebene heizanlageInfo
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Description
Bivalent betriebene Heizanlage
Die Erfindung bezieht sich auf eine bivalent betriebene Heizanlage mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Patentanspruch
1 .
Derartige Heizanlagen sind bekannt. Gegenüber dem monovalenten Betrieb wird beim Bivalenzbetrieb unterhalb
einer gewissen Außentemperatur, unterhalb der die Nutzung beispielsweise durch eine Wärmepumpe nicht mehr
sinnvoll ist, die Wärmeerzeugung von einem konventionellen Heizkessel übernommen. Neben der Wärmepumpe
oder einem Kaminkessel und dem Heizkessel weisen die " bivalent betriebenen Heizanlagen häufig auch einen Pufferspeicher
auf. Dieser Pufferspeicher ist insbesondere für Wärmepumpenanlagen zweckmäßig, weil sich die Leistungsabgabe
einer Wärmepumpe nur nach den Betriebsbedingungen (Wärmequellen- und Nutzwärme-Temperatur)
richtet und darüberhinaus nicht regelbar ist. Diese Eigenschaft einer Wärmepumpenanlage hat zur Folge, daß
insbesondere bei Luft-Wasser-Wärmepumpen in der Übergangszeit mit gemäßigter Lufttemperatur oftmals sehr
hohe Wärmepumpen-Heizleistungen erreicht werden zu einem Zeitpunkt, wo nur ein geringer Teil dieser Leistung
gebraucht wird. Dies führt zum sogenannten "Takten" der Wärmepumpe, d.h. zu einem kurzfristigen An- und Ausschalten
der Wärmepumpe, um durch kurze Lauf- und lange Stillstands-Zeiten dem verminderten Wärmebedarf gerecht
zu werden. Dieses Takten beansprucht den Kompressor übermäßig, so daß es bereits nach relativ kurzen
Betriebszeiten zu einem Ausfall des Kompressors kommen kann. Durch Einschalten des Pufferspeichers und
der damit einhergehenden Vergrößerung des Anlagenvolumens läßt sich ein gleichmäßigerer Temperaturverlauf
erreichen, so daß das Takten der Wärmepumpe vermieden wird.
Pufferspeicher werden aber auch deswegen angewendet,
um die Sperrezeiten der Elektrizitäts-Versorgungsunternehmen zu überwinden. Um Spitzen im Stromverbrauch auszugleichen,
geben diese Versorgungsunternehmen den Wärmepumpen-Betreibern häufig Stillstandszeiten vor, an
denen die Wärmepumpe nicht betrieben werden darf. Diese Zeiträume können durch einen Pufferspeicher überbrückt
werden.
Wird anstelle einer Wärmepumpe ein Kamin- oder anderer Festbrennstoffkessel verwendet, so kann die bei Kesselbetrieb
übermäßig anfallende Wärme, die ansonsten nutzlos verpufft, in einem Pufferspeicher aufgefangen werden,
was eine Brennstoffeinsparung mit sich bringt.
Durch den Einsatz eines Pufferspeichers erhöht sich allerdings
der Verrohrungsaufwand und wird damit auch die
Installation entsprechend erschwert. Zwangsläufig ist der erhöhte Verrohrungsaufwand auch mit entsprechenden
Wärmeverlusten verbunden.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine bivalent betriebene
Heizanlage zu schaffen, welche kompakt aufgebaut und einfach montierbar ist sowie eine erhebliche Verringerung
des Verrohrungsaufwands mit sich bringt.
Nach Maßgabe der Erfindung wird diese Aufgabe durch die im kennzeichnenden Teil von Patentanspruch 1 angegebenen
Maßnahmen gelöst, wobei zweckmäßige Ausgestaltungen in den Unteransprüchen angegeben sind.
Nach Maßgabe der Erfindung wird der Brenner in den Pufferspeicher integriert, wodurch der Heizkessel entfallen
kann bzw. Heizkessel und Pufferspeicher zu einer
Baueinheit integriert werden. Durch Zusammenfassung
dieser beiden Geräte, also Pufferspeicher und Heizkessel,
vereinfacht sich der Verrohrungsaufwand und die Installation erheblich. Zugleich vereinfacht sich auch
die Regelung der Heizanlage und werden Wärmeverluste minimiert. Gegenüber den konventionellen Heizanlagen
spart man sich beispielsweise bei einem Wärmepumpenbetrieb ein Ausdehnungsgefäß einschließlich Sicherheitsventil,
sowie die üblichen Dreiwege-Magnetventile. Zugleich resultiert aus dem Einbau des Brenners in den
Pufferspeicher ein außerordentlich kompakter Aufbau der Heizanlage.
Zweckmäßigerweise ist lediglich die Brennkammer des Brenners in den Pufferkessel eingebaut, wohingegen der
Brennervorbau von außen am Pufferkessel befestigt ist. Zweckmäßig ist weiter die Anordnung des Brenners
am unteren Ende des Pufferkessels und die Ummantelung der Baueinheit durch eine isolierte Stahlblechverkleidung.
Für den Wirkungsgrad der Heizanlage wirkt es sich günstig aus, daß der Rauchgasabzug des Brenners den Pufferkessel
durchsetzt. In diesem Zusammenhang ist es zweckmäßig, einen Zugregler insbesondere in Form einer
selbsttätig zugregelnden Klappe vorzusehen.
Sehr vorteilhaft ist es schließlich, am oberen Ende des Pufferkessels einen Flansch vorzusehen, um einen
Wärmetauscher für eine Wärmepumpe oder eine Wärmerückgewinnungsanlage zu befestigen. Hierzu können übliche
Brauchwasser-Wärmepumpenaggregate angeschlossen werden, eventuell mit erhöhter Heizleistung. Das Aggregat erwärmt
direkt das Heizungswasser. Diese Zuschaltung dient aber nur für kühle Sommerabende und in der gemäßigten
<η
Übergangszeit.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen
Fig. 1 ein Schaltbild einer konventionellen bivalent
betriebenen Heizanlage,
Fig. 2 eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Pufferkessels,
Fig. 3 ein Schaltbild einer Heizungsanlage unter Verwendung des Pufferkessels sowie
Fig. 4 ein Schaltbild einer Heizungsanlage mit zugeschaltetem
-Brauchwasser speicher .
Die in Fig. 1 dargestellte konventionelle bivalent betriebene Heizanlage umfaßt eine Wärmepumpe 1, einen der
Wärmepumpe nachgeschalteten Pufferspeicher 2 und einen unabhängig vom Pufferspeicher 2 geschalteten Heizkessel
3. Der Vorlauf und der Rücklauf der"Wärmepumpe 1 münden
im Pufferspeicher 2, wobei die Zuladung des Pufferspeichers
über eine Ladepumpe 4 erfolgt. An den Pufferspeicher 2 ist ein Heizkreis 6 mit einem Mischer 5 angeschlossen.
Hinter dem Pufferspeicher 2 münden in die Heizkreisleitungen auch die entsprechenden Leitungen
für den Vorlauf und Rücklauf des Heizkessels 3. Im Heizkreis 6 ist schließlich noch eine Heizungs-Umwälzpumpe
7 vorgesehen. Über die Steuerungseinheit 8 erfolgt die Umsteuerung von Wärmepumpenbetrieb auf Heizkesselbetrieb
und umgekehrt. Ferner ist für die Wärmepumpe 1 ein eigenes Ausdehnungsgefäß 9 mit einem Sicherheitsventil
10 vorgesehen. Anstelle der Wärmepumpe 1 kann · auch dem Pufferspeicher 2 ein Kamin- oder anderer Festbrennstoff
kessel zugeschaltet sein.
Bei dem in Fig. 2 dargestellten Pufferkessel 11 sind
nun der konventionelle Heizkessel 3 und der konventionelle Pufferspeicher 2 durch Einbau des Brenners in den
Pufferspeicher zu einer Baueinheit integriert. I_n seiner
einfachsten Ausführungsform umfaßt der Pufferkessel 11 einen Speicherbehälter 12, der über
Füße 2M- am Boden abgestützt ist. Im unteren Bereich und
zwar zweckmäßigerweise am unteren Ende des Speicherbehälters 12 ist der schematisch mit dem Bezugszeichen
13 gekennzeichnete Brenner angeordnet. Wie aus Fig. 2 hervorgeht, befindet sich die Brennkammer- 14 innerhalb
des Speicherbehälters 12f so daß die Brennkammer
durch das Heizungswasser umgeben ist. Im übrigen ist der Brenner am Außenmantel des Speicherbehälters 12 angeordnet.
Von der Brennkammer' 14 erstreckt sich ein Rauchgasabzug 15 durch den Speicherbehälter 12. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel erstreckt sich der Rauchgasabzug 15 schräg nach oben und mündet etwa mittig im
Mantel des Speicherbehälters 12. Eine Zugregelung 16
ist vorgesehen, die zweckmäßigerweise durch eine in Fig. 2 nur schematisch dargestellte selbsttätig zugregelnde
Klappe 17 gebildet ist.
Aus Fig. 2 gehen auch die übereinander und am oberen Speicherende angeordneten Anschlüsse für den Vorlauf bzw.
Rücklauf des in Fig. 2 nicht dargestellten Heizkreises und der Wärmepumpe bzw. des Kaminkessels hervor. Diese
Anschlüsse 18 befinden sich im dargestellten Ausführungsbeispiel auf der.Rückseite des Speicherbehälters 12, sind
also dem Brenner 13 gegenüberliegend angeordnet.
Wahlweise kann im oberen Bereich des Speicherbehälters 12 ein Wärmetauscher 19 für eine Wärmepumpe oder eine
Wärmerückgewinnungsanlage angeschlossen werden. Hierzu ist im oberen Bereich des Speicherbehälters 12 ein
Flansch 20 vorgesehen, um ein entsprechendes auch nachträgliches Anflanschen eines Zusatzgeräts zu ermöglichen.
I V ♦
Wie aus Fig. 2 weiter hervorgeht, ist der Pufferkessel,
der etwa 300 1 faßt, durch eine isolierte Verkleidung 21 umgeben, die auch den Brenner 13 einschließt. Zweckmäßig
wird die isolierte Verkleidung 21 durch einen isolierten Stahlblech-Mantel gebildet.
Aus dem Schaltbild gemäß Fig. 3 ist der Anschluß des Heizkreises 5 sowie der Wärmepumpe 1 an den Pufferkessel
11 über die vier Anschlüsse 18 ersichtlich. Der Brenner mit der innerhalb des Pufferkessels angeordneten
Brennkammer 14 ist wiederum mit 13 dargestellt.
Die Steuerungseinheit 8 ist mit der Wärmepumpe 1, dem Brenner 13, .dem Mischer 5 und dem Pufferkessel 11 verbunden,
um einerseits die für die Steuerung wesentlichen Werte aufzunehmen und die Aggregate entsprechend
ein- bzw. abzuschalten.
Wie der Darstellung in Fig. 3 ohne weiteres zu entnehmen ist, vereinfacht sich die Verrohrung der Heizanlage
wesentlich. Beispielsweise entfällt im Vergleich zum Schaltbild in Fig. 1 unter anderem das Ausdehnungsgefäß
9, das Sicherheitsventil 10 und ein Dreiwege-Magnetventil. Durch die Zusammenfassung des Heizkessels 3
und des Pufferspeichers 2 zu einem einzigen Gerät bzw.
Baueinheit resultiert ein außerordentlich kompakter Aufbau der Heizanlage. «
Es versteht sich, daß anstelle der Wärmepumpe 1 auch ein nicht dargestellter Kamin- oder anderer Festbrennstoffkessel
an den Pufferspeicher 2 angeschlossen werden kann. Bei Bedarf ist auch die gleichzeitige Verwendung
einer Wärmepumpe 1 und eines Festbrennstoffkessels möglich.
Fig. 4 zeigt ein weiteres Schaltbild mit dem Pufferkessel 11, wobei im Vergleich zum Schaltbild in Fig. 3
ein Brauchwasserspeicher 22 dazugeschaltet ist. Da es sich beim Brauchwasserspeicher 22 um eine konventionelle
Baueinheit handelt, bedarf es hierzu keiner näheren Beschreibung.
Der Übersichtlichkeit halber sind die entsprechenden Anschlüsse für die Fühler und die Entlüftung in den
Figuren nicht gezeigt, da deren Anordnung nicht kritisch ist. Lediglich beispielshalber ist in den Fig. 3 und 4
der mit der Steuerungseinheit 8 gekoppelte Thermostat 23 dargestellt, der dem Pufferkessel 11 zugeordnet ist.
Claims (13)
- - Patentansprüche -Bivalent betriebene Heizanlage mit einem durch einen Brenner betriebenen Heizkessel und einem Pufferspeicher, dem eine Heizungs-Wärmepumpe und/oder ein Kamin- oder Festbrennstoffkessel zugeschaltet sind, dadurch gekennzeichnet, daß durch Einbau des Brenners (13) in den durch die Wärmepumpe (1) und/oder den Kamin- oder Festbrennstoffkessel beaufschlagten Pufferspeicher (2) der Heizkessel (3) und der Pufferspeicher (2) der Heizanlage zu einem Pufferkessel (11) integriert sind.
- 2. Heizanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nur die Brennkammer (14) des Brenners (13) im Pufferkessel (11), im übrigen der Brenner (13) außen am Mantel des Pufferkessels (11) angeordnet sind.
- 3. Heizanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß der Brenner (13) im unteren Bereich des Pufferkessels (11) angeordnet ist.GRAMKOW ROTERMUNO 7000 STUTTGART 50 (BAD CANNSTATT) SEELBERGSTR 23/25 TEL (0711) 567261 ZENTRALKASSEBAYERVOLKSBANKEN MUNCHFN ■ KONTf)Ni IMMFB τ »70 pnfrwuPMf· ui iu^Mciu ·»■»<»··> ·»>«■
- 4. Heizanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet , daß der Rauchgasabzug (15) des Brenners (13) den Pufferkessel (11) durchsetzt.
- 5. Heizanlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Rauchgasabzug (15) ein Zugregler (16) angeordnet ist.
- 6. Heizanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Zugregler (16) durch eine selbsttätig zugregelnde Klappe (17) gebildet ist.
- 7. Heizanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß der Pufferkessel (11) auf ein Behältervolumen von 300 1 ausgelegt ist.
- 8. Heizanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch g e „-kennzeichnet , daß der Pufferkessel (11) an seiner Rückseite und oben fünf Anschlüsse (18) für die Zuschaltung des Heizkreises (6) und der Wärmepumpe (1) bzw. des Kessels aufweist.
- 9. Heizanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet , daß im oberen und/oder mittleren Bereich des Pufferkessels (11) ein Wärmetauscher (19) für eine Wärmepumpe oder eine Wärmerückgewinnungsanlage (bei 20) angeflanscht ist.
- 10. Heizanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet-, daß die Reihenfolge der Anordnung von Wärmetauschern und/oder Wärmequellen von unten und oben vertauscht sein kann.
- 11. Heizanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet , daß an der Heizanlage, insbesondere am Pufferkessel (11) Anschlüsse für Temperaturfühler, Thermostat (23) und Entlüftung vorgesehen sind.
- 12. Heizanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet , daß der Pufferkessel (11) einschließlich Brenner (13) und daran angeflanschten Wärmetauscher (19) durch eine isolierte Stahlblechverkleidung (2.1) ummantelt ist.
- 13. Heizanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß dem Pufferkessel (11) ein Brauchwasserspeicher (22) nachgeschaltet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19823220697 DE3220697A1 (de) | 1982-06-02 | 1982-06-02 | Bivalent betriebene heizanlage |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19823220697 DE3220697A1 (de) | 1982-06-02 | 1982-06-02 | Bivalent betriebene heizanlage |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3220697A1 true DE3220697A1 (de) | 1983-12-08 |
Family
ID=6165061
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19823220697 Withdrawn DE3220697A1 (de) | 1982-06-02 | 1982-06-02 | Bivalent betriebene heizanlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3220697A1 (de) |
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