DE3220572A1 - Fliehkraftkupplung fuer motorfahrzeuge - Google Patents
Fliehkraftkupplung fuer motorfahrzeugeInfo
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Description
DIPL.-ING. K. FOCHSLE . DR. RER. NAT. B. HANSEN ARABELLASTRASSE 4 · D-8000 MO NCHEN 81 · TELEFON (089) 911087 · TELEX 05-29619 (PATHE)
36 947 p/hl
AB Volvo,
Göteborg / Schweden
Fliehkraftkupplung für Motorfahrzeuge
Die Erfindung bezieht sich auf eine Reibungskupplung, insbesondere für Motorfahrzeuge, mit einem angetriebenen
Kupplungselement in Form von zumindest einer Scheibe mit einem Reibbelag, welche gegen eine Reibfläche eines angetriebenen
Kupplungselements, beispielsweise ein Schwungrad, durch eine Druckplatte drückbar ist, welche Druckplatte
nicht drehbar, jedoch axial verschiebbar mit dem angetriebenen Kupplungselement verbunden ist, mit einem starr mit
dem angetriebenen Element verbundenen Kupplungsdeckel, mit zwischen dem Kupplungsdeckel und der Druckplatte angeordneten
Fliehkraftgewichten, die mit der Druckplatte zusammenwirken, um ihre Druckkraft gegen die Scheibe in Er-
• widerung auf die Drehzahl zu ändern, um mit einem Lösemecha-
• nismus, welcher zwischen dem Kupplungsdeckel und der
Druckplatte wirkt, welcher bei seiner Betätigung eine axiale
Verschiebung der Druckplatte in Richtung weg von der Scheibe erlaubt.
Fliehkraftkupplungen dieser Art werden zusammen mit
manuell verschobenen Transmissionen und automatischen
Transmissionen verwendet, beispielsweise mit solchen, die entsprechend denselben Prinzipien konstruiert sind,
wie eine herkömmliche manuelle Transmission, bei der
jedoch das Verschieben stattdessen elektromagnetisch erfolgt. Bei einer herkömmlichen Fliehkraftkupplung
der zuvor beschriebenen Art werden die Fliehkraftgewichte
von schwenkbar im Kupplungsdeckel befestigten Hebeln getragen und gegen eine zurückgezogene Lage federvorgespannt.
Wenn die Drehzahl des Motors zunimmt, werden diese Hebel nach außen geschwungen und bewegen
die Druckplatte näher und näher an die Scheibe und drücken die Scheibe fest gegen das Schwungrad, wenn die
Betriebsdrehzahl erreicht wird. Zum Verschieben wird eine Löselagerung gegen die Kupplungshebel gedrückt, wobei
die Druckplatte von der Kupplungsscheibe weg gezogen wird.
Eine Fliehkraftkupplung dieser Konstruktion und dieser Funktion bringt eine Anzahl von bezeichnenden Nachteilen
mit sich. Sie sieht eine volle Kupplungskraft nur nach
dem Erreichen einer Drehzahl von nahezu 1500 UpM vor, welche es unmöglich macht, eine niedrige Motordrehzahl
zu verwenden, welche andererseits jedoch einen Wirtschaftliehen
Brennstoffverbrauch zur Folge hat. Bei höheren Motordrehzahlen werden sehr große Lösekräfte erforderlich,
da das Lösen gegen die Eingriffskraft der Fliehkraftgewichte
erfolgt. Schließlich wird ein spezieller Blockierungsmechanismus erforderlich, mit dem es möglich sein
soll, ein Schiebeanfahren des Motors zu bewirken.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Reibungskupplung der einleitend beschriebenen Art zu schaffen,
· .
bei der die Nachteile der vorgenannten Konstruktionen beseitigt sind und die darüber hinaus weitere Vorteile hat.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
die Fliehkraftgewichte in Form von radial verschiebbaren Elementen vorgesehen sind, die in radial äußeren Verengungsräumen
angeordnet sind, die mit axial verschiebbaren, in Richtung auf die Druckplatte gerichteten Wandelementen versehen
sind, welche in Richtung auf die Druckplatte federvorgespannt sind und welche mittels des Lösemechanismus
in entgegengesetzter Richtung verschiebbar sind.
Die Konstruktion entsprechend der erfindungsgemäßen Lösung sieht ein Lösen bei hoher Motordrehzahl vor, indem die
Räume für die Fliehkraftgewichte geweitet werden, so daß der schmälste Abschnitte der Räume breiter ist als die
Gewichte. Dadurch wird die Eingriffskraft von den Gewichten beseitigt. Das Lösen wird durch Versetzen der federvorgespannten
Wandelemente weg von der Druckplatte bewirkt, was bedeutet, daß die Lösekraft nur die Federkraft überwinden
muß. Dies ist vollständig unabhängig von der Motordrehzahl, Der Eingriff mit der konstanten Federkraft, unabhängig
von der Motordrehzahl, kann auf umgekehrte Weise dadurch
erzielt werden, daß die Wandelemente sich so weit in entgegengesetzter Richtung bewegen können, daß der weiteste
Abschnitt der Räume gleich der Breite der Gewichte ist, oder so, daß Anschläge, die starr mit den Wandelementen
verbunden sind, in direkter Berührung mit der Druckplatte sind. Dies sieht eine vollständige Eingriffskraft vor, wenn
ein Betrieb bei niedriger Motordrehzahl erfolgt und elimi-•
niert das Erfordernis besonderer Blockierungsmittel für die Ermöglichung eines Schiebestartes des Motors.
Wenn die Wandelemente in einer Lage zwischen den genannten äußeren Lagen gebracht werden, wird ein Eingriff durch
Wirkung der Fliehkraftgewichte erzielt, da sie graduell
mit zunehmender Motordrehzahl nach außen in die Verengungsräume gedruckt werden.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der in den
Zeichnungen rein schematisch dargestellten Ausführungsbeispiele. Es zeigt:
Fig. 1 eine Endansicht einer Kupplung gemäß der Erfindung,
10
Fig. 2.. einenliängsschnitt entlang der Linie II-II in Fig. 1
mit der Darstellung des Lösemechanismus in einer ersten Lage,
Fig. 3 einen Längsschnitt entsprechend Fig. 2, jedoch mit der Darstellung des Lösemechanismus in einer zweiten
Lage,
Fig. 4 einen Längsschnitt entsprechend Fig. 3 mit der Darstellung des Lösemechanismus in einer dritten Lage
und
Fig. 5 einen Längsschnitt entsprechend Fig. 2 mit der Darstellung einer ein wenig abgeänderten Kupplung
entsprechend der Erfindung.
In Fig. 1 bezeichnet das Bezugszeichen 1 ein Motorschwungrad,
welches mit einem Starterrand 2 versehen ist. Ein Kupplungsdeckel 3 ist sicher auf das Schwungrad geschraubt.
Eine herkömmliche Scheibe 4 mit einem Reibbelag 5 liegt
zwischen einer Reibfläche 6 auf dem Schwungrad 1 und einer Reibfläche 7 auf einer Druckplatte 8, welche nicht drehbar,
jedoch axial verschiebbar mit dem Schwungrad 1 verbunden ist.
. ' .
Die Druckplatte 8 wird durch Federn 9 vom Schwungrad weg vorgespannt. Die Scheibe 4 ist mit einer Nabe 10 versehen,
welche über Keile mit der Eingangswelle 11 eines Getriebes
verbunden ist.
Zwischen dem Kupplungsdeckel 3 und der Druckplatte. 8 befindet
sich eine Platte 12, die an drei Kupplungsarmen 13 hängt,
welche ihrerseits schwenkbar auf bekannte Weise mit dem Kupplungsdeckel 3 verbunden sind. Die Schwenkachsen 14
der Arme 13 sind mit Muttern 16 an Einstellschrauben 15 befestigt. Druckfedern 17 sind zwischen dem Kupplungsdeckel
3 und der Platte 12 befestigt und drücken letztere in Richtung
auf die Druckplatte 8. Ein Versetzen der Platte 12 gegen
die Kraft der Federn 17 in Richtung auf den Kupplungsdeckel 3 wird durch Verschwenken der Kupplungsarme 3 im Gegenuhrzeigersinn
erzielt (bei Betrachtung von Fig. 2-4), was durch eine axiale Verschiebung einer herkömmlichen Hülsen-montierten
Löselagerung 18 erfolgt (Fig. 3 und 4), welche mit einer Kupplungsgabel 19 zusammenwirkt.
In den Räumen zwischen der Druckplatte 8 und der Platte 12 befinden sich Fliehkraftgewichte 21, welche radial beweglich
sind. Die Gewichte 21 bestehen aus einem ersten Metallzylinder 22 und einem zweiten Metallzylinder 23, welcher kürzer
25- ist als der erstgenannte Zylinder und drehbar auf Nadellagern
desselben gelagert ist. Der Zylinder 23 liegt in einer Nut 24 der Druckplatte. Der Zylinder 22 sieht Schaftenden
für den Zylinder 23 vor und ruht auf den Rändern der Nut 24. Die Tiefe der Nut ist hier größer als der Unter- .
schied zwischen den Radien der Zylinder, so daß der Außenzylinder
frei drehen kann. Wenn er sich in den Räumen 20 bewegt, kann er gegen das Wandelement 25 der Platte 12
rollen. Die Platte 12 hat äußere Grenzwände 26, welche an einer Anschlagfläche 27 enden. ' .
·
Mittels eines BetätigungsZylinders 28, der in Fig. 3 und
4 dargestellt ist, kann die Kupplungsgabel 19 so gesteuert werden, daß die Kupplung in drei verschiedenen Betriebszuständen
eingestellt werden kann. In einem ersten Zustand, welcher in Fig, 2 dargestellt ist, werden die Kupplungsarme 13 nicht durch die Löselagerung (nicht dargestellt)
beeinträchtigt, und zwar mit dem Resultat, daß die Federn 17 über die Platte 12 mit ihrem Anschlag 27 die Druckplatte
8 gegen die Scheibe drücken. In dieser Lage funktioniert
die Kupplung als eine herkömmliche Einzelscheiben-Trockenscheibenkupplung mit konstantem Druck auf der Druckplatte.
Fig. 3 zeigt die Kupplung in einer Lage, in der die Kupplungsarme 13 ein wenig aus der Lage gemäß Fig. 4 im Gegen-Uhrzeigersinn
verschwenkt sind. In dieser nun von der Platte 12 eingenommenen Lage ist der Abstand zwischen den Wand-.
elementen 25 und der Druckplatte 8 so, daß die Federn 9 zwischen dem Schwungrad und der Druckplatte die letztere
bei Leerlaufgeschwindigkeiten außer Eingriff mit der Scheibe drücken kann, wenn die Fliehkraftgewichte 21 sich in
ihrer radial inneren Lage befinden. Wenn die Drehzahl zunimmt, werden die Fliehkraftgewichte 21 graduell nach außen gedrückt,
und durch Zusammenwirkung mit den Wandelementen 25 drückt die Druckplatte 8 gegen die Scheibe. Wenn die
Betriebsgeschwindigkeit und der volle Eingriff erreicht worden sind, wird die Maximalkraft auf die Druckplatte
durch die Federn 17 bestimmt. In diesem Fall sollte ein
Spalt einerseits zwischen den Gewichten 21 und der Wand 26 und andererseits dem Anschlag 27 und der Druckplatte 8 .
vorhanden sein, wie dies in Fig. 3 durch die Buchstaben a und b angegeben ist, bevor der volle Eingriff erreicht
wird. So wirkt gemäß Fig. 3 die Kupplung als Fliehkraftkupplung .
. '
In Fig. 4 sind die Lösearme ein wenig weiter im Gegenuhrzeigersinn
aus der Lage gemäß Fig. 3 verschwenkt. In dieser Lage stößt die Platte 12 gegen den Kupplungsdeckel 3,
die kleinste Breite der Räume 20 ist größer als die aktive Breite der Gewichte, d.h. es befindet sich ein Spiel c
zwischen den Gewichten 21 und den Wandelementen 25, wenn die Gewichte sich in ihrer radial äußersten Lage befinden.
Hier funktioniert die Kupplung als eine herkömmliche Kupplung mit gelöster Scheibe, wobei die Lösekraft von den Federn 17
unabhängig ist.
In Fig. 5 ist die Kupplung in ein wenig geänderter Form dargestellt, und zwar im Betriebszustand der Fig. 2.
Hier hat die Platte 12 kein Gegenstück zur Wand 26 der zuvor beschriebenen Ausführungsform. Stattdessen wird der Kupplungsdeckel
3 so radial nach innen abgebogen, daß dessen Wandabschnitt 50 als begrenzende Anlagefläche für die Zentrifugalgewichte
in ihrer radial äußersten Lage dient, d.h.
die Lage entsprechend Fig. 4. In der Lage der Fig. 5 stoßen die äußeren Abschnitte 51 zwischen den Gewichten direkt
gegen die Druckplatte 8. Die äußeren Abschnitte 51 haben so dieselbe Funktion wie die Anschlagflächen 27 der zuvor beschriebenen
Ausführungsformen. Alternativ kann die Druckkraft von der Platte 12 auf die Druckplatte 8 über die Gewichte
in einerradial innersten Lage übertragen werden, um den Betriebszustand
gemäß Fig. 2 zu erreichen. Der Vorteil der in Fig. 5 dargestellten Ausführungsform gegenüber der in
Fig. 1-^-4 dargestellten Ausführungsform besteht darin, daß
die Kupplung leichter auszugleichen ist, wenn der Kupplungsdeckel als eine äußere Begrenzungsanschlagfläche verwendet
wird, da der Deckel 3 mit dem Schwungrad 1 fest verbunden ist und nicht federaufgehangen ist wie die Platte 12.
Leerseite
Claims (5)
1. Reibungskupplung, insbesondere für Motorfahrzeuge, mit einem angetriebenen Kupplungselement in Form von
zumindest einer Scheibe mit einem Reibbelag, welche gegen eine Reibfläche eines angetriebenen Kupplungselements,
beispielsweise ein Schwungrad, durch eine Druckplatte drückbar ist, welche Druckplatte nicht
drehbar, jedoch axial verschiebbar mit dem angetriebenen Kupplungselement verbunden ist, mit einem starr
mit dem angetriebenen Element verbundenen Kupplungsdeckel, mit zwischen dem Kupplungsdeckel und der Druckplatte
angeordneten Fliehkraftgewichten, die mit der Druckplatte zusammenwirken, um ihre Druckkraft gegen
die Scheibe in Erwiderung auf die Drehzahl zu ändern-, um mit einem Lösemechanismus, welcher zwischen dem
Kupplungsdeckel und der Druckplatte wirkt, welcher bei
seiner Betätigung eine axiale Verschiebung der Druckplatte in Richtung weg von der Scheibe erlaubt, dadurch
gekennzeichnet, daß die Fliehkraftgewichte in Form von radial verschiebbaren Elementen
(21) vorgesehen sind, die in radial äußeren Verengungsräumen (20) angeordnet sind, die mit axial verschiebbaren,
in Richtung auf die Druckplatte gerichteten Wandelementen (25) versehen sind, welche in Richtung auf
die Druckplatte (8) federvorgespannt sind und welche mittels des Lösemechanismus (13) in entgegengesetzter
Richtung verschiebbar sind.
2. Kupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Wandelemente (25) Abschnitte einer Zwischenplatte (12) bilden, die zwischen der Druckplatte
(8) und dem Kupplungsdeckel (3) angeordnet ist, daß die Wandelemente (25) in Richtung auf die Druckplatte
geneigt verlaufen, und daß die Fliehkraftgewichte (21) in den Räumen (20) zwischen den Wandelementen und der
Druckplatte angeordnet sind.
3. Kupplung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich net, daß jedes Fliehkraftgewicht (21) aus zwei
konzentrisch angeordneten Zylinderelementen (22, 23) besteht, die relativ zueinander drehbar sind und von
denen das innere Zylinderelement (22) eine größere axiale Dimension hat als das äußere Zylinderelement (23) und
auf den Rändern bzw. Kanten einer Radialnut (24) der Druckplatte ruht, wobei die Tiefe der Nut größer ist
als der Unterschied zwischen den Radien der Zylinderelemente, und wobei das äußere Zylinderelement direkt
vor dem genannten Wandelement (25) angeordnet ist.
4. Kupplung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet , daß die Zwischenplatte (12) Anschlagflächen
(27) hat, die auf die Druckplatte (8) weisen, und mittels eines Lösemechanismus (13) zwischen einer
ersten Lage, in der Druckfedern (17), die zwischen dem Kupplungsdeckel (3) und der Zwischenplatte (12) angeordnet
sind, über Anschlagflächen der Druckplatte gegen die Scheibe (4) drücken; einer zweiten Lage, in der
die Druckfedern über die Wandelemente (25) und die Fliehkraftgewichte
(21) die Druckplatte gegen die Scheibe drücken und einer dritten Lage, in der die Wandelemente
so weit von den Fliehkraftgewichten weg verschoben sind, daß die Druckplatte unabhängig von der Drehzahl von der
Scheibe weg geschoben werden kann, axial verschiebbar ist,
5. Kupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet , daß der Kupplungsdeckel (3) einen Grenzanschlag bildet, welcher die radial
äußerste Lage der Fliehkraftgewichte (21) bestimmt.
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|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
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