DE321994C - Verfahren und Vorrichtung zur Beseitigung oder Daempfung von Massenschwingungen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Beseitigung oder Daempfung von MassenschwingungenInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16F—SPRINGS; SHOCK-ABSORBERS; MEANS FOR DAMPING VIBRATION
- F16F15/00—Suppression of vibrations in systems; Means or arrangements for avoiding or reducing out-of-balance forces, e.g. due to motion
- F16F15/10—Suppression of vibrations in rotating systems by making use of members moving with the system
- F16F15/12—Suppression of vibrations in rotating systems by making use of members moving with the system using elastic members or friction-damping members, e.g. between a rotating shaft and a gyratory mass mounted thereon
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zur Beseitigung oder Dämpfung von Massenschwingungen, Die Erfindung hat den Zweck, die bei Massensystemen auftretenden Schwingungen zu beseitigen oder zu dämpfen und besteht darin, daß die konstanten Werte, also der eine oder der andere mechanische Grundwert, z. B. die Masse oder die Federung usw., des schwingenden Systems oder auch mehrere oder alle mechanischen Grundwerte zugleich und somit das System selbst in regelmäßiger Wiederholung geändert werden.
- Gemäß der Erfindung wird der sich einstellenden Schwingung eines Systems nicht Zeit genug gelassen, um das System dauernd in Schwingungen von bestimmtem, gleichbleibendem Wert zu versetzen, denn die Schwingungen werden durch Änderung des Systems wieder aufgehoben, ehe sie das System beherrschen und sich z, B. zu kritischen Schwingungen ausbilden können, welche letzten besonders starken Einfluß auf den molekularen Zusammenhang des im System angeordneten Baustoffes ausüben und daher - zu Brüchen des Baustoffes führen. Da das System in der kritischen Lage rascher gestört wird; als es imstande ist, seine Schwingungen bis zur vollen Größe der Amplitude auszubilden, zu welcher Ausbildung eine im Verhältnis zur Eigenschwingungsdauer lange Zeit gehört, entstehen keine oder nur ganz geringe Schwingungen. Hierdurch ist es möglich, vollständige oder nahezu vollständige Stoßfreiheit bei der Änderung zu erzielen.
- Zur Ausführung des Verfahrens können z. B. die Auflager oder Massen des Systems verschoben werden, oder Massen in ihrer Größe verändert werden. Die Stellen, an denen die Änderungen stattfinden, liegen mit Vorteil. möglichst weit ab von den Schwingungsknoten des Systems. In besonders einfacher ünd wirksamer Weise läßt sich das Verfahren mit Hilfe einer losen Masse ausführen, die abwechselnd mit der Masse des Systems fest vereinigt und wieder losgelassen wird. Der Takt, in welchem das Festhalten und Wiederfreilassen der losen Masse erfolgt, ist dabei ganz unabhängig von der Eigenschwingung der Masse. Der Takt richtet sich nur nach der Ausbildungszeit, die das System braucht, um von der Schwingungsruhe bei gegebenen Kräften bis zu einer bestimmten, praktisch zulässigen Schwingung zu gelängen.
- Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, das sich für eine Schiffswellenleitung eignet.
- Es bedeuten i die Welle, 2, 3 Wellenkupplungen, 4 ein Spurlager, 3, 6 Motoren; 7, 8 Hilfsmaschinen. An dem freien Ende der Welle i ist das Polrad 9 befestigt, dessen Pole io durch einen von den Schleifringen i i ;lach den Wicklungen 12 geleiteten und durch einen auf der Zeichnung nicht dargestellten Unterbrecher fortwährend unterbrochenen elektrischen Strom abwechselnd erregt und wieder stromlos gemacht werden, so daß der lose auf der Welle i angeordnete Anker 13 bald angezogen und also fest mit der Welle i verbunden, bald wieder losgelassen wird.
- Der Anker 13 kann durch Federn mit dem Polrade 9 verbunden und auf Kugeln gelagert sein, sofern die Reibung zwischen Welle und Anker nicht genügen sollte, um dem Anker eine solche Drehgeschwindigkeit zu erteilen, daß allzu große Beschleunigungen.bei seiner Verbindung mit dem Polrad nicht auftreten können.
- Statt des Polrades 9 und des Ankers 13 könnten auch z. B. nur ein schwerer Ring oder ein teleskopartig ausziehbares Wellenstück vorhanden sein, die gegen Verdrehung gegenüber der Welle gesichert sind und sich mittels Kurvennut und Zapfen achsial hin und her schieben lassen. Auch könnte z. B. eine der Kupplungen 2, 3 als Polrad ausgebildet oder der Rotor des Motors 5 oder ein Wellenlager achsial verschiebbar sein, um die Konstanten des Systems zu ändern.
- Bei feststehenden Systemen können ebenfalls Massen abwechselnd verschoben oder zugefügt und weggelassen oder die Lage der Unterstützungspunkte geändert werden.
Claims (1)
- PATENT-ANsPRÜcHE: i. Verfahren zur Beseitigung oder Dämpfung von Massenschwingungen, dadurch gekennzeichnet, daß der eine oder andere Grundwert des schwingenden Systems, wie z. B. die Masse, die Federung oder auch mehrere oder alle Grundwerte zugleich wiederholt geändert werden. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflagerstellen oder die Massen des Systems oder beide zugleich verschoben werden. 3. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Änderungen in möglichst großer Entfernung von den Schwingungsknoten stattfinden. q.. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i an einer Welle, gekennzeichnet durch eine lose auf der Welle (i) angeordnete Masse (i3), die abwechselnd mit der ständig umlaufenden Welle (i) fest verbunden und wieder losgelassen wird. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch ein auf der Welie (i) festes, durch einen Unterbrecher abwechselnd erregtes und wieder stromloses Polrad (9, io), welches die lose Masse (i3) anzieht und wieder loßläßt. 6. Vorrichtung nach Anspruch q., dadurch gekennzeichnet, daß die lose Masse (i3) zur Vermeidung allzu starker Beschleunigungen im Drehsinne der Welle (i) umläuft. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die lose Masse (i3) federnd mit der Welle (i) verbunden ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE321994T | 1918-03-29 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE321994C true DE321994C (de) | 1920-06-15 |
Family
ID=6164626
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1918321994D Expired DE321994C (de) | 1918-03-29 | 1918-03-29 | Verfahren und Vorrichtung zur Beseitigung oder Daempfung von Massenschwingungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE321994C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2951955A (en) * | 1954-12-24 | 1960-09-06 | Crowder John Hardin | Vibration dampeners for machine tools |
| DE3639009A1 (de) * | 1986-11-14 | 1988-05-26 | Kuesters Eduard Maschf | Walze fuer die druckbehandlung von warenbahnen |
-
1918
- 1918-03-29 DE DE1918321994D patent/DE321994C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2951955A (en) * | 1954-12-24 | 1960-09-06 | Crowder John Hardin | Vibration dampeners for machine tools |
| DE3639009A1 (de) * | 1986-11-14 | 1988-05-26 | Kuesters Eduard Maschf | Walze fuer die druckbehandlung von warenbahnen |
| US4910842A (en) * | 1986-11-14 | 1990-03-27 | Eduard Kusters Maschinenfabrik Gmbh & Co. Kg | Roll for the pressure treatment of webs of material |
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