DE3219663C2 - - Google Patents
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B03—SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
- B03C—MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
- B03C3/00—Separating dispersed particles from gases or vapour, e.g. air, by electrostatic effect
- B03C3/34—Constructional details or accessories or operation thereof
- B03C3/66—Applications of electricity supply techniques
- B03C3/68—Control systems therefor
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Automation & Control Theory (AREA)
- Electrostatic Separation (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Erfassung
von Durchschlägen bei einem Elektroabscheider, der über einen
Gleichrichter, einen Hochspannungstransformator und ein
Stellglied aus einem Wechselspannungsnetz gespeist wird,
durch Vergleich eines Spannungswertes mit einem Referenzwert,
wobei eine Abweichung vom Referenzwert zur Ansteuerung
des Stellgliedes benutzt wird.
Ein derartiges Verfahren ist aus der DE-OS 25 40 084 bekanntgeworden.
Dabei werden bestimmte phasengleiche Spannungswerte
aufeinanderfolgender Halbwellen miteinander
verglichen und Abweichungen, die ein fest vorgegebenes Maß
überschreiten, als Kriterium für einen Durchschlag benutzt.
Es wird also nach folgender Formel verfahren:
U i(n) - U i(n-1) Δ U R → Durchschlag.
U i(n) ist der Spannungswert zu einem bestimmten Zeitpunkt
i (Phasenlage) der Halbwelle n, während U i(n-1)
der Spannungswert zum entsprechenden Zeitpunkt i (gleiche
Phasenlage) der vorausgehenden Halbwelle (n-1) ist.
Δ U R ist ein fest vorgegebener Referenzwert.
Bei diesem Verfahren wird als nachteilig angesehen, daß es
nicht über den ganzen Spannungsbereich anwendbar ist, weil
es nicht möglich ist, einen gleichbleibenden, für den ganzen
Bereich geltenden Referenzwert Δ U R vorzugeben. In
der DE-OS 29 49 752 wird deshalb vorgeschlagen, daß als
Δ U R ein fester Teilbetrag der jeweils gemessenen Spannung
benutzt wird: Δ U R = x · U i(n) , mit x im Bereich
von 0,05 bis 0,20, d. h. 5 bis 20% der durch die
Phasenlage i bestimmten Spannung der jeweils zu überwachenden
Halbwelle n. Das Verfahren läßt sich mit dem
bereits angegebenen System der Indizierung wie folgt als
Formel schreiben:
U i(n) - U i(n-1) x · U i(n) → Durchschlag.
Der Wert X wird bei der Inbetriebnahme einer Anlage bestimmt,
wobei sich bei einem ausgeführten Elektroabscheider
ein Wert von 0,125 als geeignet erwiesen hat.
Für eine differenzierte Erfassung von Durchschlägen und
eine entsprechend abgestimmte Ansteuerung des Stellgliedes
der Regeleinrichtung, wird diese Art der Vorgabe des Referenzwertes
aber als noch zu grob und unelastisch angesehen.
Insbesondere lassen sich auf diese Weise nicht alle
Veränderungen im Verlauf der Halbwellen berücksichtigen,
die beim Betrieb eines Elektroabscheiders durch verschiedene
Einflüsse hervorgerufen werden können.
Es besteht somit die Aufgabe, das zuletzt erwähnte Verfahren
weiter zu verbessern, d. h. die Erfassung von Durchschlägen
noch zu verfeinern und regeltechnisch noch empfindlicher
darauf zu reagieren. Insbesondere sollen auch
solche Spannungsänderungen, die nicht auf Durchschlägen
beruhen, besser identifiziert und ihr Einfluß auf die
Spannungsregelung ausgeschaltet werden.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Verfahren der eingangs
genannten Art vorgeschlagen, das dadurch gekennzeichnet
ist, daß als Spannungswert der absolute Betrag einer
Spannungsdifferenz Δ U j = U i+1 - U i aus zwei aufeinanderfolgenden
Messungen des Zeitintervalls Δ t j und
als Referenzwert der absolute Betrag einer Spannungsdifferenz
Δ U j-1 = U i - U i-1 aus zwei aufeinanderfolgenden
Messungen des voraufgegangenen Zeitintervalls
Δ t j-1 benutzt werden und der absolute Betrag des
Unterschiedes zwischen Spannungswert und Referenzwert bei
Überschreiten eines vorgegebenen Wertes x als Durchschlag
gewertet und zur Ansteuerung der Regelung benutzt wird.
Als Formel geschrieben lautet das Durchschlagskriterium:
U i+1 - U i | - | U i - U i-1 x → Durchschlag.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn man anhand einer repräsentativen,
durchschlagsfreien Halbwelle mit der Bedingung
Δ U = konstant ein Zeitraster mit
Δ t₁ . . . Δ t j . . . Δ t m ermittelt und dieses Zeitraster mit phasengleichem Beginn für alle nachfolgenden Messungen der Spannungswerte benutzt.
Δ U = konstant ein Zeitraster mit
Δ t₁ . . . Δ t j . . . Δ t m ermittelt und dieses Zeitraster mit phasengleichem Beginn für alle nachfolgenden Messungen der Spannungswerte benutzt.
Das Verfahren kann in analoger Weise auch auf die Strom-
Halbwellen angewendet und zur Durchschlagserfassung herangezogen
werden.
Die Erfindung beruht auf der Überlegung, daß die pulsierende
Gleichspannung, mit der ein Elektroabscheider beaufschlagt
wird, einen stetigen Verlauf aufweist und daß lediglich
im Falle von Durchschlägen Unstetigkeitsstellen in
der Spannungskurve zu verzeichnen sind.
Mittels moderner Meß- und Rechengeräte ist es nun möglich,
- wie auch bei den bekannten Verfahren - innerhalb des
auf- und absteigenden Astes der Spannungskurve eine Mehrzahl
von Messungen und Vergleichen durchzuführen und bei
Durchschlägen entsprechend schnell zu reagieren und die
Spannungsregelung zu beeinflussen. Bei den bisher vorgeschlagenen
Verfahren hat man für die Referenzwerte jeweils
auf die voraufgegangene (ungestörte) Halbwelle zurückgegriffen,
wozu entsprechend der Anzahl der Messungen pro
Halbwelle eine gleichgroße Zahl von Vergleichswerten gespeichert
werden mußte. Außerdem haben die bekanntgewordenen
Verfahren noch den Nachteil, daß man zur Festlegung
der Ansprechempfindlichkeit Werte vorgeben muß, die zwar
korrigierbar sind, letztlich aber doch einen willkürlichen
Eingriff in ein im übrigen selbsttätig funktionierendes
Verfahren darstellt.
Gemäß der Erfindung entfällt die Notwendigkeit der Speicherung
mehrerer Referenzwerte. Als Vergleich muß nur die
jeweils letzte gemessene Spannungsdifferenz zur Verfügung
stehen.
Bei einem Zeitraster mit festem Δ t, kann man anhand einer
ungestörten Referenzkurve und in Abhängigkeit von der
realisierten Anzahl von Messungen pro Halbwelle leicht
feststellen, welche maximalen Unterschiede zweier aufeinanderfolgenden
Spannungsdifferenzen auftreten können
und dementsprechend den Wert x, ggf. mit einem kleinen
Sicherheitszuschlag festlegen. Je größer die Anzahl der
pro Halbwelle möglichen Messungen ist, um so kleiner kann x
festgelegt werden.
Eine weitere wesentliche Verbesserung ergibt sich, wenn
man von einem Zeitraster mit festgelegtem Δ t abgehen
kann und stattdessen eine repräsentative Spannungskurve
mit einem Raster mit gleichbleibendem Δ U überdeckt und
daraus die zugehörigen Zeitabstände für die einzelnen
Messungen ableitet.
Da sich die Frequenz der Spannungshalbwellen nicht ändert
und auch der charakteristische Verlauf der Spannungskurve
eines Elektroabscheiders - abgesehen von der Änderung der
Amplitudenwerte - praktisch gleichbleibend ist, ergeben
die Vergleiche aufeinanderfolgender Spannungsdifferenzen
mit diesem Zeitraster für die Messungen stets 0, solange
kein Durchschlag stattfindet.
Auf diese Weise kann demnach eine ideale Stetigkeitsprüfung
der Spannungskurve eines Elektroabscheiders meß- und
rechentechnisch durchgeführt wrden. Theoretisch kann der
Wert x dabei zu 0 angenommen werden, praktisch wird man
zur Stabilisierung des Regelsystems für x einen kleinen,
endlichen Wert vorgeben, der entweder als Konstante gespeichert
ist oder in an sich bekannter Weise mit einem
anderen charakteristischen Wert gekoppelt ist, z. B. mit
der maximalen Spannungsdifferenz der vorausgegangenen
Halbwelle.
Weitere Einzelheiten werden anhand der Fig. 1 und 2 erläutert.
Dargestellt ist der Verlauf der Abscheiderspannung U
über die Zeit T. Da sich die Abscheiderspannung periodisch mit
doppelter Netzfrequenz ändert, wird eine volle Schwingung
der Abscheiderspannung auch als Halbwelle (der Netzspannung)
bezeichnet. Im vorliegenden Fall ist die Abscheiderspannung
vereinfacht als reine Sinusschwingung dargestellt. In der
Praxis weicht die Abscheiderspannung mehr oder weniger von einer
Sinusschwingung ab. Für die folgenden Erläuterungen
ist dies jedoch ohne Bedeutung.
Die Abscheiderspannung ändert sich periodisch zwischen U min
und U max , d. h. mit der Amplitude A. Dargestellt sind
zwei Halbwellen mit den zugehörigen Zeitabschnitten bzw.
Perioden n - 1 und n. Der Spannungsverlauf zwischen U min
und U max ist in aufeinanderfolgenden Perioden oder Halbwellen
nahezu identisch, wenn keine Durchschläge erfolgen.
Gemäß der Erfindung werden aufeinanderfolgende Spannungsdifferenzen
miteinander verglichen, wobei nach Fig. 1 ein
Zeitraster mit äquidistanten Abständen zugrundegelegt wird
(Δ t = const.). Bei stetigem Verlauf der Spannungskurve
und ausreichend schneller Meßfolge, unterscheiden sich die
aufeinanderfolgenden Spannungsdifferenzen nur sehr wenig
voneinander, so daß ein sehr kleiner Wert x gewählt bzw.
die Ansprechempfindlichkeit sehr fein eingestellt werden
kann. Für die Durchschlagserfassung in der Halbwelle n muß
nicht mehr auf gespeicherte Referenzwerte der vorhergehenden
Halbwelle n - 1 zurückgegriffen werden.
In Fig. 2 ist eine weitere Verbesserung des erfindungsgemäßen
Verfahrens dargestellt. Eine ungestörte Halbwelle
n - 1 wird zunächst mit einem Raster Δ U = const.
analysiert, um ein Zeitraster für die Spannungsmessungen
zu gewinnen, bei dem Δ t nicht mehr konstant sein kann.
Dieses Zeitraster ist typisch für den Verlauf der
Spannungskurve eines bestimmten Elektroabscheiders und kann in
der Folgezeit für die Durchschlagserfassung beibehalten
werden. Bei phasengleicher Anwendung des Zeitrasters auf
nachfolgende Halbwellen (hier n), ergeben sich so zwangsläufig
gleichgroße Spannungsdifferenzen, so daß der Wert x
zu Null gewählt werden kann. In der Praxis wird man allerdings
einen von Null verschiedenen Wert x wählen, damit
die Regelung nicht instabil wird. Wie klein der Wert x bei
diesem Verfahren gewählt werden kann, muß beim Einfahren
eines Elektroabscheiders ermittelt werden.
Claims (3)
1. Verfahren zur Erfassung von Durchschlägen bei einem
Elektroabscheider, der über einen Gleichrichter, einen
Hochspannungstransformator und ein Stellglied aus einem
Wechselspannungsnetz gespeist wird, durch Vergleich eines
Spannungswertes mit einem Referenzwert, wobei eine
Abweichung vom Referenzwert zur Ansteuerung des Stellgliedes
benutzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß als
Spannungswert der absolute Betrag einer Spannungsdifferenz
Δ U j = U i+1 - U i aus zwei aufeinanderfolgenden
Messungen des Zeitintervalls Δ t j und als
Referenzwert der absolute Betrag einer Spannungsdifferenz
Δ U j-1 = U i - U i-1 aus zwei aufeinanderfolgenden
Messungen des voraufgegangenen Zeitintervalls
Δ t j-1 benutzt werden und der absolute Betrag des
Unterschiedes zwischen Spannungswert und Referenzwert
bei Überschreiten eines vorgegebenen Wertes x als
Durchschlag gewertet und zur Ansteuerung der Regelung
benutzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
anhand einer repräsentativen, durchschlagsfreien Halbwelle
mit der Bedingung Δ U = konstant, ein Zeitraster
mit Δ t₁ . . . Δ t j . . . Δ t m ermittelt wird und daß
dieses Zeitraster mit phasengleichem Beginn für alle
nachfolgenden Messungen der Spannungswerte benutzt
wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß in analoger Weise die Strom-Halbwellen
zur Durchschlagserfassung herangezogen werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19823219663 DE3219663A1 (de) | 1982-05-26 | 1982-05-26 | Verfahren zur erfassung von durschlaegen bei einem elektrofilter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19823219663 DE3219663A1 (de) | 1982-05-26 | 1982-05-26 | Verfahren zur erfassung von durschlaegen bei einem elektrofilter |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3219663A1 DE3219663A1 (de) | 1983-12-01 |
| DE3219663C2 true DE3219663C2 (de) | 1989-11-23 |
Family
ID=6164469
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19823219663 Granted DE3219663A1 (de) | 1982-05-26 | 1982-05-26 | Verfahren zur erfassung von durschlaegen bei einem elektrofilter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3219663A1 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3343563A1 (de) * | 1983-12-01 | 1985-06-13 | Metallgesellschaft Ag, 6000 Frankfurt | Verfahren zum erfassen von durchschlaegen bei einem elektrofilter |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| HU167880B (de) * | 1972-04-22 | 1975-12-25 | ||
| DE2540084C2 (de) * | 1975-09-09 | 1983-08-25 | Metallgesellschaft Ag, 6000 Frankfurt | Einrichtung zum hochspannungsseitigen Erfassen von Überschlägen bei einem Elektroabscheider |
| DE3007364A1 (de) * | 1980-02-27 | 1981-09-10 | Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München | Steuerung fuer ein elektrofilter |
-
1982
- 1982-05-26 DE DE19823219663 patent/DE3219663A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3219663A1 (de) | 1983-12-01 |
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