DE3218592A1 - Verfahren und vorrichtung zum ablenken eines ionenstrahls bei einem ionenimplantator zu einem ionen absorbierenden auffaenger - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum ablenken eines ionenstrahls bei einem ionenimplantator zu einem ionen absorbierenden auffaengerInfo
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum Ablenken eines Ionenstrahls bei einem Ionenimplantator zu einem Ionen absorbierenden
Auffänger
Die Erfindung bezieht sich allgemein auf Verfahren und Vorrichtungen
zum Implantieren von Ionen und betrifft insbesondere Verfahren und Vorrichtungen zum Implantieren von Ionen
mit Hilfe von Strahlen dadurch, daß ein Ionenstrahl in vorbestimmten entgegengesetzten Richtungen jeweils um den gleichen
Winkel abgelenkt wird, wobei der Strahl auf einen plättchenförmigen Auffänger trifft, in den Ionen implantiert werden
sollen, bzw. auf einen zweiten Ionen absorbierenden Auffänger,
Es sind bereits zahlreiche Vorrichtungen zum Implantieren von Ionen in plättchenförmige Auffänger aus Halbleitermaterialien
entwickelt worden. Zu einer solchen Vorrichtung gehören gewöhnlich eine Ionenquelle, eine Einrichtung zum Beschleunigen
von Ionen, ein Ionenstrahlanalysator, mittels dessen Ionen einer bestimmten Art ausgewählt werden, die von
der Ionenquelle abgegeben werden, sowie eine Linse zum Regeln des Durchmessers des Ionenstrahls. Stromabwärts der Linse ist
ein Ablenksystem für den Strahl angeordnet, der sich in Richtung einer Längsachse geradlinig bewegt. Bei manchen dieser
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Vorrichtungen gehören zu dem Ablenksystem paarweise angeordnete elektrostatische X- und Y-Ablenkplatten, wobei längs
des Ionenstrahlfortpflanzungsweges das eine Paar stromabwärts des anderen Paares angeordnet ist. Die stromabwärtigen Ablenkplatten,
und zwar gewöhnlich die X-Ablenkplatten, lenken den
Strahl gegenüber der geradlinigen Bahn jeweils um einen vorbestimmten
Winkel ab, der gewöhnlich 5° bis 7° beträgt, um aus dem Strahl, mit dem der plättchenförmige Auffänger bestrahlt
wird, die neutralen Ionen zu entfernen, die nicht von der gewünschten Art sind. Ferner wird das Ablenksystem durch
periodische Signale betätigt, die den Strahl veranlassen, den plättchenförmigen Auffänger zu überstreichen. Stromabwärts
des Ablenksystems ist eine unter einer Vorspannung stehende Platte angeordnet, die dazu dient, Sekundarelektronen zu unterdrücken,
wie sie möglicherweise durch das Plättchen oder andere Teile erzeugt werden, welche von dem Ionenstrahl getroffen
werden.
Es ist erforderlich, den Strahl von Zeit zu Zeit von dem .•plättchenförmigen
Auffänger abzukoppeln, d.h. ihn auszublenden.Zu diesem Zweck wurden bereits verschiedene Verfahren entwickelt·
Zu diesen Verfahren gehören ein mechanisches Blockieren des Strahls, ein elektrostatisches Abstoßen des Strahls gegenüber
dem plättchenförmigen Auffänger sowie ein Ablenken des Strahls
gegenüber dem Auffänger mit Hilfe magnetischer oder elektrostatischer AtJerksysterne. Aus verschiedenen Gründen wird in
großem Umfang von einem elektrostatischen Ablenksystem Gebrauch gemacht, um den Strahl zu steuern und ihn von dem
plättchenförmigen Auffänger fernzuhalten. Bei einem bestimmten elektrostatischen Strahl-Steuersystem werden die Y-Achsen-Ablenkplatten
benutzt, die dazu dienen, den Strahl zu veranlassen, den Auffänger zu überstreichen. Diese Platten sind stromaufwärts
der X-Achsen-Platte angeordnet, mittels welcher der Strahl gegenüber seiner geradlinigen Bahn abgelenkt wird, um
die neutralen Ionen aus dem Strahl zu entfernen, mittels dessen der Auffänger bestrahlt wird. Während der Strahl auf diese
.9
Weise ausgeblendet w„ird, wird er· gewöhnlich so abgelenkt,,daß
er in einer den Strahl enthaltenden evakuierten Umschließung auf einen Strahlausblend- oder Abfall-Auffänger aus Metall
fällt.
Da es erforderlich ist, den Auffänger mit Ionen von verschiedenen Arten zu bestrahlen, weisen die durch das Ablenksystem
abgelenkten Ionenstrahlen unterschiedliche Energien und Ströme auf. Somit werden aus verschiedenen Arten von Ionen bestehende
Strahlen während des Strahlausblendens um unterschiedliche Winkel abgelenkt, so daß während der Strahlausblendung der
Strahl verschiedene Teile in der den Strahl enthaltenden evakuierten Umschließung trifft; dies kann infolge einer Erhitzung
oder einer Sprühwirkung zu einer Beschädigung von aus Metall bestehenden Teilen des lonenstrahl-Ausblends^stems führen,
wobei auch Sekundarelektronen erzeugt werden können. In manchen Fällen treffen Sekundarelektronen auf die Ablenkplattend
den plättchenförmigen Auffänger oder andere Gegenstände auf, was zu schädlichen Wirkungen führt. Bei manchen bekannten
Vorrichtungen steht innerhalb der Umschließung kein ausreichender Raum zur Unterbringung eines Abfal!strahlauffängers
und/oder einer Meßeinrichtung zur Verfugung, mittels welcher festgestellt werden kann, ob der Strahl in der richtigen Weise
so gesteuert wird, daß er nicht auf den plättchenförmigen Auffänger trifft. Um die gewünschte Ausblendung zu erzielen,
werden häufig relativ komplizierte elektronische Schaltungen verwendet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, verbesserte Verfahren und Vorrichtungen zu schaffen, die es ermöglichen, lonenstrahlen
so abzulenken, daß sie auf einen Abf al lauf fänger gerichtet werden .Ferner soll die Erzeugung von
Sekundarelektronen möglichst weitgehend verhindert werden,während
der Strahl eines Ionenimplantators in Richtung auf einen Abfallauffänger abgelenkt wird. Schließlich soll es ermöglicht wenden
auf zuverlässige und nur relativ geringe Kosten verursachende Weise Ionenstrahlen, die verschiedenen Arten von Ionen züge-
• *
-A-
• /0·
ordnet sind und daher unterschiedliche Energien und/oder Ströme aufweisen, mit geringem Aufwand und hoher Genauigkeit
so abzulenken, daß sie auf einen Abfallauffänger auftreffen.
Außerdem soll ein verbesserter Ionenimplantator geschaffen werden, bei dem genügend Raum zur Verfugung steht, um einen
Abfallauffänger mit einer relativ großen Fläche unterzubringen, so daß sich der Vorteil ergibt, daß man den Strahl den
Abfallauffärrer überstreichen lassen und gleichzeitig das
Ausmaß der Erhitzung des Auffängers verringern kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird gemäß der Erfindung ein aus geladenen Teilchen bestehender Strahl, der normalerweise in
einer vorbestimmten ersten Richtung um einen vorbestimmten Winkel gegenüber einer geradlinigen Bahn abgelenkt wird, so
daß er auf einen Hauptauffänger auftrifft, um den vorbestimmten
Winkel gegenüber der geradlinigen Bahn in einer Richtung abgelenkt, die der zuerst genannten Richtung entgegengesetzt
ist, so daß der Strahl auf einen Ausblend- oder Abfallauffänger fällt, durch den der Strahl absorbiert wird. Der Strahl
wird in der entgegengesetzten Richtung vorzugsweise dadurch abgelenkt, daß an elektrostatische Ablenkplatten Versetzungsgleichspannungen von gleich großer Amplitude, jedoch entgegengesetzter
Polarität angelegt werden. Ein erster Satz von elektrostatischen Ablenkplatten ist stromabwärts eines zweiten
Satzes elektrostatischer Ablenkplatten angeordnet. Der stromabwärts angeordnete Satz von Ablenkplatten spricht auf Versetzungsspannungen
von gleicher Amplitude und entgegengesetzter Polarität an. Die elektrostatischen Ablenkplatten lenken
den Strahl periodisch dadurch ab, daß sie zueinander rechtwinklige, jedoch gleich hohe Spannungen an die ersten und zweiten
Ablenkplatten anlegen, damit der Strahl beide Auffänger überstreicht. Eine-Erhitzung der Auffänger ist dabei un-■schädlich.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird vorzugsweise bei einer
Vorrichtung angewendet, die dazu dient, durch eine Ionenquelle
φ*
erzeugte positive Ionen in plättchenförmige Auffänger oder
Halbleiterchips zu implantieren. Die von der Ionenquelle kommenden Ionen werden beschleunigt, so daß sie einen Strahl
bilden, der einen Abschnitt mit einer Längsachse aufweist. Die elektrostatischen Ablenkplatten lenken den geradlinigen
Abschnitt des Strahls längs einer ersten bzw. einer zweiten Achse im rechten Wibkel zur Längsachse des Strahls ab. Stromabwärts
der Ablenkplatten ist eine Einrichtung zum Abstoßen von Sekundärelektronen angeordnet, zu der Öffnungen gehören,
die es dem durch die elektrostatischen Platten gegenüber der Längsachse in Richtung der genannten ersten Achse abgelenkten
Strahl ermöglichen, sowohl auf den plättchenförmigen Auffänger als auch auf den Abf a-11-Ionenstrahl-Auf fänger auf zutreffen. Die
Einrichtung zum Abstoßen von Sekundärelektronen ist zwischen dem Abfallstrahlauffänger und den Ablenkplatten in einem geringen
Abstand von dem Auffänger angeordnet. Diese Einrichtung wird so vorgespannt, daß sie Sekundärelektronen abstößt, die
von dem Abf all strahlauf fänger abgegeben werden, wenn der Abfallstrahlauffänger
von dem Strahl getroffen wird, um die Erzeugung von Sekundärelektronen möglichst weitgehend zu vermeiden. Die
Erzeugung von Sekundärelektronen wird ferner dadurch verringert, daß der Abfall-Auffänger, die Sekundärelektroden abstoßende
Einrichtung, die Ablenkeinrichtung und andere Teile in einer evakuierten Umschließung, die den Implantator enthält, aus
isotropem Graphit bestehen. Das Anstauen von Wärme in der Vorrichtung wird ferner dadurch weitgehend verringert, daß mit
dem Elektronen absorbierenden Auffänger eine Kühleinrichtung in mechanischer Verbindung steht.
Die Erfindung wird im folgenden anhand schematischer Zeichnungen
an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine teilweise als Axialschnitt gezeichnete Darstellung einer bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Ionenimplantators; und
Fig. 2 ein Blockschaltbild des bei dem Implantator nach
Fig. 1 verwendeten Ablenksystems.
Gemäß Fig. 1 gehört zu der insgesamt mit 11 bezeichneten evakuierten Ionenimplantatorkonstruktion eine Ionenquelle 12,
der mit Hilfe eines Vorbeschleunigers 13 ein Ionenstrahl entnommen wird, welcher nach seinem Austreten aus dem Beschleuniger
mit Hilfe eines magnetischen Ionensortenwahlers 14 umgebogen wird, der in der üblichen Weise als Massenanalysator
ausgebildet ist. Das Magnetfeld des Selektors 14 wird so variiert, daß die Ionen der gewünschten Sorte einer gekrümmten
Bahn folgen und um den gewünschten Wibkel abgelenkt werden, damit sie eine Auflösungsöffnung 15 in einer Platte 16 durchlaufen
und einen Strahl bilden, der mittels eines Nachbeschleunigers 18 in Richtung auf eine Vierpol-'.Bublettlinse 17 beschleunigt
wird. Die Beschleuniger 13 und 18, der Wähler 14 und die Linse 17 sind an die üblichen, nicht dargestellten Spannungsquellen angeschlossen.
Die Strahlabgabelinse 17 weist eine geradlinige Bahn 20 auf, die sich entlang einer Achse erstreckt, welche mit der Längsachse
der aus Metall hergestellten, geerdeten evakuierten Umschließung 19 zusammenfällt. Die Linse 17 umschließt geladene
Ionen der gewählten Sorte sowie neutrale, d.h. ungeladene Ionen einer anderen Sorte. In der Umschließung bzw. Röhre 19
vorhandene unterschiedliche Strahlen haben unterschiedliche Energien als Funktion der Gesamtbeschleunigungsspannungen der
Beschleuniger 13 und 18 sowie entsprechend der gewählten Art.
Die Strahlabgabelinse 17 erstreckt sich durch ein elektrostatisches
Ablenksystem 21, mittels dessen der Strahl längs einer ersten und einer zweiten Achse im rechten Winkel zueinander
sowie zur Längsachse des Strahls abgelenkt wird. Zu dem Ablenksystem 21 gehören aus Graphit bestehende Y-Achsen-Umlenkplatten
22 und ebenfalls aus Graphit bestehende X-Achsen-Ablenkplatten 23, zwischen denen eine geerdete Platte 24 aus
Graphit angeordnet ist, die eine Öffnung aufweist, welche
von dem Strahl durchlaufen wird. Die Platten 23 sind stromabwärts der Platten 22 angeordnet, um das Umlenken geladener
Teilchen in dem Strahl zu ermöglichen.
Die Platten 22 und 23 sind an eine Ablenkspannungsquelle 26 angeschlossen, die Spannungen zum periodischen Auslenken des
Strahls erzeugt. Die Quelle 26 dient auch dazu, die geladenen Teilchen in dem Strahl längs der X-Achse zu einem Strahlenweg
25 von den neutralen Teilchen in dem Strahl weg abzulenken, während sich die neutralen Teilchen weiter längs einer mit
der Bahn 20 gleichachsigen Bahn bewegen. Die Spannungsquelle
26 dient ferner dazu, den Strahl von Zeit zu Zeit längs der X-Achse in einer Richtung abzulenken, die der Richtung der
Bahn 25 entgegengesetzt ist, d.h. in Richtung auf einen Strahlenweg 27; die Strahlenwege 25 und 27 verlaufen gegenüber der
Achse der Bahn 20 in entgegengesetzten Richtungen unter gleich großen Winkeln. Wegen dieser Anordnung läßt sich die Ablenkung
des Strahls von der einen Bahn zur anderen auf einfache Weise dadurch bewirken, daß man die Polarität der an die Platten
bzw. Elektroden 23 angelegten Versetzungsspannungen umkehrt. Wenn man die richtige Spannung für die Ablenkung eines Ionenstrahls
festlegt, der eine bestimmte Energie und einen bestimmten Strom aufweist j um eine Ablenkung zu der Bahn 25 zu bewirken,
wird somit die Höhe der richtigen Spannung zum Ablenken des gleichen Ionenstrahls zu der Bahn 27 festgelegt. Wie noch er-
-wird,
läutert /läßt sich natürlich die Umkehrung der Polarität der die Ablenkung bewirkenden Versetzungsspannung leicht durchführen.
läutert /läßt sich natürlich die Umkehrung der Polarität der die Ablenkung bewirkenden Versetzungsspannung leicht durchführen.
Stromabwärts der Ablenkplatten 23 ist eine Einrichtung 31 zum Unterdrücken von Sekundärelektronen angeordnet, zu der eine
geerdete Platte 32 sowie Platten 33 und 34 gehören, welche durch die Spannungsquelle 40 auf einer geeigneten negativen
Gleichspannung von z.B. -2 kV gehalten werden. Die Platten 32, 33 und 34 liegen in zueinander parallelen Ebenen, und jede
Platte weist eine Öffnung auf, deren Größe ausreicht, um
die sich längs der Bahnen 25 und 27 fortpflanzenden Strahlen
durchzulassen. Die Platten bestehen vorzugsweise aus isotropem Graphit, damit die Emission von Sekundärelektronen
möglichst weitgehend verhindert wird und damit sie gegebenenfalls auftreffende Ionen absorbieren, ohne daß Material oder
Sekundärelektronen freigegeben werden. Die Platten 33 und 34 sind aneinander mit Hilfe von Säulenteilen 35 aus Metall befestigt,
so daß eine relativ große Fläche mit einem gleichmäßigen Potential vorhanden ist, die eine hohe Leitfähigkeit
aufweist. Die Platte 33 ist mit der Platte 32 durch isolierende Säulenteile 36 verbunden, um diese Platten elektrisch gegeneinander
zu isolieren. Da an die Platten 33 und 34 eine hohe negative Spannung angelegt wird, stoßen sie Sekundärelektronen
ab, die in der Umschließung erzeugt werden könnten.
Stromabwärts der Platte 34 ist eine geerdete Metallplatte 37 angeordnet, die auf einer Seite einen Überzug 38 aus Graphit
mit einer relativ großen Fläche aufweist, um den zu der Bahn 2 7 abgelenkten Strahl abzufangen. Der Überzug 38 bildet somit
einen Abfallauffänger für den sich längs der Bahn 27 fortpflanzenden
Strahl. Der Überzug 38 besteht aus dem gleichen Material wie die Platten 32, 33 und 34, und er hat die gleichen Eigenschaften
wie diese; er dient dazu, in dem Strahl vorhandene Ionen zu absorbieren und die Emission von Sekundärelektronen
auf ein Minimum zu verringern. Alle Sekundärelektronen, die von dem Überzug 38 abgegeben werden, werden durch die Platte
34 abgestoßen und in der Gegenrichtung zu der Platte 37 beschleunigt. Um das Aufstauen von Warme in der Platte 37 möglichst
zu verhindern, weist die Platte eine relativ große Fläche auf und ist mechanisch mit einer Wärmeableitung 39
verbunden, die ein flüssiges Kühlmittel enthält und auf der Außenseite der Umschließung 19 angeordnet ist. Der sich längs
der Bahn 27 fortpflanzende Ionenstrahl wird mit Hilfe der Ablenkspannungsquelle
26 so gesteuert, daß kein Teil des Überzugs 38 einer ständigen Bestrahlung ausgesetzt ist; hierdurch
wird die Lebensdauer des Überzugs verlängert.
.45.
Die Platte 37 weist eine Öffnung 41 auf, durch die der Strahlenweg
25 abgegrenzt wird, damit der sich längs der Bahn 25 fortpflanzende Strahl auf den plättchenförmigen Auffänger 42
aus Halbleitermaterial auftreffen kann, der in einer Austrittskammer 43 so angeordnet ist, daß sich seine der Strahlung ausgesetzte
Fläche im rechten Winkel zu der Bahn 25 erstreckt; das Plättchen 42 besteht gewöhnlich aus Silizium. Die Ionen,
mit denen das Plättchen 42 bestrahlt wird, werden in das Plättchen implantiert. Der Ionenstrahl zum Bestrahlen des plättchenförmigen
Auffängers 42 wird in einem typischen Fall längs der X- und Y-Achsen periodisch um relativ kleine Winkel von z.B.
+2,5° abgelenkt, wobei eine Ablenkung von +7° zwischen den Achsen der Wege 20 und 25 längs der X-Achse stattfindet. Da
bei der Ablenkspannung für den auf den Abfallauffänger 37 auftreffenden Strahl lediglich die Polarität gegenüber der
Ablenkspannung für den auf den Auffänger 42 auftreffenden
Strahl umgekehrt wird, ist zwischen den Achsen der Bahnen 20 und 27 eine Ablenkung um -7° längs der X-Achse vorhanden,
während eine periodische Überstreichung des Abfallau'ffängers
im Bereich von +2,5° erfolgt.
Im Fig. 2 ist die Schaltung der Ablenkspannungsquelle 26 dargestellt,
zu der eine Quelle 51 für eine periodische Wellenform gehört, mittels welcher zueinander orthogonale Dreieckspannungswellenformen
52 und 53 mit dem Mittelwert Null erzeugt werden, die verarbeitet und den X- und Y-Ablenkplatten
22 und 23 zugeführt werden. Die Amplitude der Spannung der Quelle 51 wird in Abhängigkeit von der Energie und dem
Strom in dem Ionenstrahl eingestellt. Die Welle 52 wird den
Y-Platten 22 über Umkehrungsverstärker 54 und 55 zugeführt, die Optoisolatoren 56 und 57 Dreieckswellen von umgekehrter
Polarität zuführen. Die Optoisolatoren 56 und 57 geben dreieckige
Eingangssignale von entgegengesetzter Polarität an Hochspannungstreiber 58 und 59 ab, die an die symmetrisch
angeordneten Y-Ablenkplatten 22 angeschlossen sind.
Die Schaltung zum Zuführen komplementärer Spannungen zu den symmetrisch angeordneten X-Ablenkplatten 23 ist ähnlich ausgebildet
wie die beschriebene Schaltung für die Ablenkplatten 22, abgesehen davon, daß Maßnahmen getroffen sind, um die
Polarität der Spannungen umzukehren, um den Strahl von der Bahn 25 zu der Bahn 27 umzulenken. Zu diesem Zweck weist die
X-AbIenkschaltung eine Quelle 61 für eine positive Versetzungsgleichspannung auf, deren Amplitude mit Hilfe eines nicht dargestellten
Potentiometers in Abhängigkeit von der Energie und dem Strom des Strahls unter Vermittlung durch eine mechanische
Kopplung (nicht dargestellt) eingestellt wird, die mit einem Potentiometer für die Amplitude der Quelle 51 verbundenist.
Die Spannung der Quelle 61 wird einem Inverter 62 zugeführt, der eine negative Gleichspannung abgibt, welche die gleiche
Amplitude hat wie die von der Quelle 61 abgegebene positive Spannung. Die durch die Quelle 61 und den Inverter 62 abgegebenen
Gleichspannungen werden den Klemmen 63 und 64 eines Relais 65 zugeführt, zu dem ein Kontakt 66 gehört, der in
Abhängigkeit von der an die Relaisspule 67 angelegten Spannung zur Anlage an einer der beiden Klemmen gebracht wird.
Wenn der Ionenstrahl um +7 zu der Bahn 25 umgelenkt werden soll, wird an die Relaisspule 67 eine positive Spannung angelegt,
um den Kontakt 66 zur Anlage an der Klemme 63 zu bringen, so daß die positive Gleichspannung der Quelle 61 dieser Klemme
zugeführt wird. Soll sich der Ionenstrahl längs der Bahn 27 fortpflanzen, wird die Spule 67 geerdet, so daß sich der Kontakt
66 an die Klemme 64 anlegt und dem Kontakt 66 eine negative Gleichspannung zugeführt wird, die gleich der positiven
Spannung der Quelle 61 ist.
Die positive oder negative Gleichspannung an dem Kontakt 66 wird in einem analogen Summierungsverstarker 68 linear mit
der Horizontal- bzw. X-Abtastspannungswellenform 53 kombiniert, die der Dreieckswellenquelle 51 entnommen wird. Da die
Welle 53 den Mittelwert Null hat, gleichen die an dem Kontakt 66 erscheinenden positiven und negativen Spannungen von glei-
eher Amplitude die Ablenkwirkungen der VJeIle 53 um entgegengesetzt
gleiche Beträge aus. Der Summierungsverstarker 68 erzeugt ein Ausgangssignal, das den X-Ablenkplatten 23 über
Umkehrverstärker 74 und 75 zugeführt wird, an die Optoisolatoren
76 und 77 angeschlossen sind, denen Versetzungsdreiecks wellen von entgegengesetzter Polarität zugeführt werden. Die
Optoisolatoren 76 und 77 geben Ausgangssignale in .Form von Dreieckswellen entgegengesetzter Polarität an Hochspannungstreiber
78 und 79 ab, die mit den symmetrisch angeordneten X-Achsen-Ablenkplatten 23 verbunden sind.
Claims (16)
- Verfahren und Vorrichtung zum Ablenken eines Ionenstrahls bei einem Ionenimplantator zu einem Ionen absorbierendenAuffängerAnsprüche[ii Verfahren zum Ablenken eines aus geladenen Teilchen bestehenden Strahls, der normalerweise um einen vorbestimmten Wihkel in einer vorbestimmten ersten Richtung gegenüber einer geradlinigen Bahn abgelenkt wird, um auf einen Hauptäuffänger aufzutreffen, dadurch gekennzeichnet, daß der Strahl gegenüber der geradlinigen Bahn um den vorbestimmten Winkel in einer vorbestimmten zweiten Richtung abgelenkt wird, die der ersten Richtung entgegengesetzt ist, so daß der Strahl auf einen Abfallauffänger fällt, durch den der Strahl absorbiert wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Strahl in der ersten und der zweiten Richtung dadurch abgelenkt wird, daß an elektrostatische Ablenkplatten Versetzungs-Gleichspannungen von gleicher Amplitude, jedoch entgegengesetzter Polarität angelegt werden.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Strahl in der ersten und der zweiten Richtung dadurch abge-. lenkt wird, daß Gleichspannungen von gleicher Amplitude, jedoch entgegengesetzter Polarität an einen ersten Satz.3·von elektrostatischen Ablenkplatten angelegt werden, der stromabwärts eines zweiten Satzes von elektrostatischen Ablenkplatten angeordnet ist, und daß der Strahl periodisch dadurch abgelenkt wird, daß zueinander orthogonale, jedoch die gleiche Amplitude aufweisende Spannungen an die ersten und zweiten Platten angelegt werden.
- 4. Vorrichtung zum Implantieren von durch eine Ionenquelle erzeugten positiven Ionen in einen plättchenförmigen Auffänger aus einem Halbleitermaterial, gekennzeichnet durch eine Einrichtung (13) zum Beschleunigen von durch die Ionenquelle (12) erzeugten Ionen derart, daß ein Strahl entsteht, der einen geradlinigen Abschnitt mit einer Längsachse aufweist, elektrostatische Ablenkplatten (22, 23) zum Ablenken des Strahlabschnitts längs einer ersten Achse und einer zweiten Achse im rechten Winkel zu der Längsachse, stromabwärts der Ablenkplatten angeordnete Einrichtungen (33, 34) zum Abstoßen etwa vorhandener Sekundärelektronen, wobei diese Einrichtungen Öffnungen aufweisen, damit der durch die elektrostatischen Ablenkplatten längs der ersten Achse gegenüber der Längsachse abgelenkte Strahl eine Bestrahlung eines plättchenförmigen Auffängers (42) bewirken kann, einen Abfall-Ionenstrahl-Auffänger (38) sowie eine Ablenkspannungsquelle (26) für die Ablenkplatten mit einer Einrichtung zum Erzeugen von Ablenkspannungen zum selektiven Ablenken des Strahls in entgegengesetzten Richtungen um vorbestimmte Winkel längs der ersten Achse gegenüber der Strahlachse derart, daß der Strahl durch die genannten Öffnungen auf einen plättchenförmigen Auffänger bzw. den Abfallauffänger fällt.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zu der selektiven Ablenkeinrichtung eine Einrichtung gehört, die dazu dient, die Polarität der Ablenkspannungen umzukehren, während die Amplitude der Ablenkspannungen konstant gehalten wird, so daß der Strahl in Richtung auf den platt-·: Χ·: !:".·Χ/ 3219592chenförraigen Auffänger und den Abfallauffänger längs der ersten Achse in entgegengesetzten Richtungen um gleich große Winkel abgelenkt wird.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zu der Ablenkspannungsquelle eine Einrichtung gehört, die es ermöglicht, den Strahl zu veranlassen, eine periodische Abtastbewegung längs der ersten und der zweiten Achse auszuführen, während der Strahl den plättchenförmigen Auffänger bzw. den Abfallauffänger bestrahlt.
- 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Abfallauffänger aus Graphit besteht.
- 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Abfallauffänger aus Graphit besteht, daß die Einrichtungen zum Abstoßen von Sekundärelektronen zwischen dem Abfallauffänger und den Ablenkplatten sowie in einem geringen Abstand von dem plättchenförmigen Auffänger angeordnet sind und daß eine Einrichtung vorhanden ist, die es ermöglicht, die Abstoßungseinrichgungen so vorzuspannen, daß sie Sekundärelektronen abstoßen, die von dem Abfallauffänger abgegeben werden, wenn dieser mit dem Strahl bestrahlt wird.
- 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektronen absorbierende Auffänger und die Abstoßungsexnrichtungen aus Graphit bestehen und zwischen dem Abfallauffänger und den Ablenkplatten sowie in einem geringen Abstand von dem plättchenförmigen Auffänger angeordnet sind, und daß eine Einrichtung vorhanden ist, die es ermöglicht, die Abstoßungseinrichtungen■ so vorzuspannen, daß sie Sekundärelektronen abstoßen, die von dem . Abfallauffänger abgegeben werden, wenn dieser mit dem Strahl bestrahlt wird.:· · I----"- .·· 3215592 •V·
- 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Abführungsauffänger aus Graphit besteht und daß mit dem Elektronen absorbierenden Auffänger (38) eine Wärmeableitung (39) mechanisch verbunden· ist.
- 11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zu den elektrostatischen Ablenkplatten ein erster Satz von Platten (23) gehört, mittels welcher der Strahl längs einer ersten Achse abgelenkt wird, sowie ein zweiter Satz von Platten (22), mittels welcher der Strahl längs der zweiten Achse abgelenkt wird, wobei die Platten des ersten Satzes stromabwärts der Platten des zweiten Satzes und in einem geringen Abstand von den Abstoßungseinrichtungen (33, 34) angeordnet sind.
- 12. Vorrichtung zum Implantieren von durch eine Ionenquelle erzeugten positiven Ionen in einen plättchenförmigen Auffänger aus einem Halbleitermaterial, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zum Beschleunigen der von der Ionenquelle abgegebenen Ionen derart, daß ein Ionenstrahl entsteht, der einen Abschnitt mit einer Längsachse aufweist, elektrostatische Ablenkplatten zum Ablenken des Strahlabschnitts längs einer ersten und einer zweiten Achse im rechten Winkel zu der Längsachse, einen Ionenstrahl- Abfallauf fänger, eine Ablenkspannungsquelle für die Ablenkplatten, wobei zu der Ablenkspannungsquelle Einrichtungen gehören, die es ermöglichen, Ablenkspannungen zum selektiven Ablenken des Strahls in entgegengesetzten Richtungen um vorbestimmte Winkel längs der ersten Achse gegenüber der Strahlachse zu erzeugen, damit der Strahl auf einen plättchenförmigen Auffänger bzw. den .Abfallauffänger fällt.
- 13. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß zu den elektrostatischen Ablenkplatten ein erster Satz von Platten gehört, mittels welcher der Strahl längs der ersten Achse abgelenkt wird, sowie ein zweiter Satz von Platten zumS-Ablenken des Strahls längs der zweiten Achse, wobei die Platten des ersten Satzes stromabwärts der Platten des zweiten Satzes angeordnet sind, und daß die Einrichtung (26) zum selektiven Ablenken des Strahls in entgegengesetzten Richtungen um vorbestimmte Winkel längs der ersten Achse an die Platten des ersten Satzes angeschlossen ist.
- 14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die in entgegengesetzten Richtungen gemessenen vorbestimmten Winkel die gleiche Größe haben.
- 15. Vorrichtung zum Implantieren von durch eine Ionenquelle 'erzeugten positiven Ionen in plättchenförmige Auffänger aus einem Halbleitermaterial, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zum Beschleunigen von durch die Ionenquelle erzeugten Ionen derart, daß ein Strahl entsteht, zu dem ein geradliniger Abschnitt mit einer Längsachse gehört, elektrostatische Ablenkplatten zum Ablenken des Strahlabschnitts längs einer ersten und einer zweiten Achse im rechten Winkel zu der Längsachse, einen Ionenstrahl-Abfallauffänger , der stromabwärts der Ablenkplatten angeordnet ist und eine Fläche zum Abfangen von Ionen aus dem Strahl aufweist, die gegenüber der Längsachse in einer ersten Richtung um einen vorbestimmten Winkel abgelenkt worden sind, sowie einen Halter (43) für einen plättchenförmigen Auffänger, der so angeordnet ist, daß er das Plättchen in einer solchen Lage hält, daß sich eine mit Hilfe des Strahls bestrahlte Fläche des Plättchens im rechten Winkel zu einem Strahlenweg erstreckt-, welcher gegenüber der Längsachse entlang der ersten Achse in einer der ersten Richtung entgegengesetzten Richtung um einen vorbestimmten Winkel versetzt ist.
- 16. Vorrichtung nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch eine stromabwärts- der Ablenkplatten angeordnete Einrichtung zum Abstoßen von Sekundärelektronen mit Öffnungen, die6.3215532es dem durch die elektrostatischen Ablenkplatten gegenüber der Längsachse entlang der ersten Achse abgelenkten Strahl ermöglichen, den plattchenformigen Auffänger bzw. den Abfallauffänger zu bestrahlen.
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