DE3218567A1 - Schutzvorrichtung fuer aus metall, insbesondere leichtmetall, hergestellte bauteile gegen mechanische einwirkungen - Google Patents
Schutzvorrichtung fuer aus metall, insbesondere leichtmetall, hergestellte bauteile gegen mechanische einwirkungenInfo
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Description
-
- Schutzvorrichtung für aus Metall, insbesondere
- Leichtmetall, hergestellte Bauteile regen mechanische Einwirlxngen Die Erfindung betrifft eine Schutzvorrichtung für aus Metall, insbesondere Leichtmetall, hergestellte Bauteile gegen mechanische Einwirkungen, um die bei solchen Einwirkungen auftretende Funkenbildung zu vermeiden.
- Die Schutzvorrichtung wird in erster Linie in explosionsgefährdeten Gebieten, insbesondere in Bergwerken, eingesetzt, wobei sie zumindest einen Teil der äußeren Oberfläche des aus Metall hergestellten Bauteils als Gehäuse bedeckt.
- Im Bergbau können wegen ihres niedrigen Gewichts vorteilhaft anwendbare Leichtmetallbauteile, wie hydraulische Grubenstempel, Hangendkappen usw. in schlagwetter-und explosionsgefährdeten Grubengebieten nur unter Verwendung entsprechender Schutzgeräte eingesetzt werden, da durch mechanische Einwirkungen, wie Schläge, eine Explosion hervorrufende iMnken entstehen können.
- Aus der hU-OS T/18 424 ist es bekannt, zur Unterbindung der Funkenbildung Alumini.umgrotcnstempel mit unterschiedlichen galvanischen, cher,ni..ichen oder anodischen Überzügen zu versehen. Dabei kann die Funkenbildung jedoch nicht sicher verhindert werden; außerdem reicht die mechanische Widerstandsfähigkeit der Stempel nämlich nicht aus, um ernstere Schläge ohne Beschädigung zu ertragen. Die gleiche Erfahrung wurde mit Kunststoffüberzügen gemacht. Als Alternative wird die Veruzendung eines schlagfesten, aus einem nicht funkenbildenden Material hergestellten Mantels mit niedriger Wandstärke beschrieben, in den eine Isolierung eingefügt ist. Als Material für den Mantel wird Stahl, zweckmäßigerweise verzinkter oder legierter Strahl, vorgeschlagen. Das Aufbringen des Mantels kann durch Kleben, Aufwickeln, Auft walzen, Schrumpfen oder Schweissen erfolgen.
- Diese bekannten Maßnahmen sind sehr kompliziert und aufwendig. Auf der anderen Seite muß, um die notwendige Sicherheit zu erreichen, ein relativ dicker Mantel verwendet werden, was eine Gewichtszunahme bedeutet. Ein weiterer Mangel, der auch für die anderen bekannten Überzüge gilt, ist, daß entweder jedes Stück mit dem Überzug versehen werden muß, so daß die Verbraucher Mehrkosten zahlen müssen, deren Bergwerke nicht explosionsgefährdet sind, oder daß jeder Typ in zwei Varianten hergestellt werden muß, was sich ebenfalls kostensteigernd auswirkt.
- Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine billige, austauschbare, bzw. je nach Bedarf anwendbare oder weglaßbare Schutzvorrichtung zu schaffen, die für jedes vorhandene, aus Metall hergestellte Bauteil ohne Umgestaltung verwendet bzw. bei Verschleiß und Beschädigung leicht und schnell ausgetauscht werden kann, gleichzeitig aber das Gewicht des Bauteils nur in unbedeutendem Maße erhöht.
- Diese Aufgabe wird bei der Schutzvorrichtung der eingangs genannten Art erfindungsgemäß durch einen zumindest teilweise aus Tex-tilmaterial hergestellten, das zu schützende Bauteil umschließenden, sich an dessen äußere Oberfläche anpassenden flexiblen Strumpf gelöst, der lösbar an dem zu schützenden Bauteil befestigt ist.
- Bei einer vorteilhaften Ausführungsform ist der Strumpf an einem Ende geschlossen.
- Bei einer anderen vorteilhaften Ausführungsform ist der Strumpf am offenen Ende mit einer Neftschnur zusammengefaßt und an dem zu schützenden Bauteil befestigt.
- Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn das geschlossene Ende des Strumpfes ein aus einem dichten Stoff, beispielsweise Kunststoff, hergestelltes und das eine Ende des zu schützenden Bauteils umfassendes Endstück ist-Bei einer anderen vorteilhaften Ausführungsform besteht der Strumpf aus mehreren, einander zweckmäßig überlappenden Strumpfteilen. Der Strumpf kann mit einem zweckmäßigerweise als Gurt ausgebildeten Fangelement versehen sein.
- Der Strumpf kann aus einem aus Fäden mit einer Stärke von mindestens 0,5 mm hergestellten Textilmaterial bestehen, wobei der Abstand zwischen den Fäden im Ruhezustand höchstens 0,5 mm beträgt.
- Schließlich kann der Strumpf durch Rundstricken hergestellt sein.
- Die erfindungsgemäße Schutzvorrichtung übt ihre Funktion mit zweifacher Wirkung aus: einerseits zehrt sie infolge ihrer Materialstärke und ihrer Flexibilität die Stoßenergie so sehr auf, daß eine -Funkenbildung selbst bei ihrer Beschädigung nicht auftreten kann, andererseits verhindert sie infolge ihres Isolierstoffes auch die sich aus dem statischen Aufladen ergebende Funkenbildung-.
- Die Erfindung wird anhand der beiliegenden Zeichnung beispielsweise naher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 in einer Seitenansicht einen hydraulischen Grubenstempel mit der Schutzvorrichtung in ausge- rücktem Zustand, Fig. 2 den Stempel von Fig. 1 in eingezogenem Zustand; Fig. 3 in einer Seitenansicht einen durch eine andere Ausfuhrungsform geschützten Stempel und Fig. 4 eine Variante des unteren Endes der Schutzvorrichtung.
- Bei der Ausführung nach Fig. 1 und 2 ist das zu schützende Bauteil 10 ein aus einer Aluminiumlegierung hergestellter hydraulischer Grubenstempel, der einen Unterteil 12 und einen darin ausziehbar geführten Schaft 14 besitzt. Das obere Ende des Schaftes 14 trägt einen Kopf 16.
- Auf das Bauteil 10 ist ein an einem Ende geschlossener Strumpf 20 aufgezogen, um eine sich aus Stößen ergebende Funkenbildung zu verhindern. Das obere Ende des Strumpfes 20 ist am Kopf 16 befestigt, z.B. durch einen nicht dargestellten Klemmbügel, eine Schnur, durch Kleben oder auf andere geeignete Weise. Gemäß Fig. 1 schmiegt sich der Strumpf 20 in seiner ganzen Länge an das Bauteil 10, im eingezogenen Zustand von Fig. 2 hingegen biegt er sich um das obere Ende des Unterteils 12 wie ein Kragen zurück.
- Bei der Ausführung nach Fig. 3 besteht der Strumpf aus einem oberen Strumpfteil 22 und einem unteren Strumpfteil 24, deren beide Enden offen, mit einer Heftschnur 30 zusammengefaßt und an dem zu schützenden Bauteil 10 befestigt sind. Die Länge des unteren Strumpfteils 24 ist in diesem Fall identisch mit der des Unterteils 12.
- Dieser Teil ist an dessen oberem und unteren Ende befestigt. Die Länge des oberen Strumpfteils 22 hingegen en-tspricht der ausgezogenen Länge des Schaftes 14. Dieser Teil ist am Kopf 16 bzw. an dem oberen Ende des Unterteils 12 befestigt und zwar ebenfalls mit Hilfe der Heftsclmur 30. Das untere Ende des oberen Strumpfteils 22 überdeckt das obere Ende des unteren Strumpfteils 24.
- In diesem Fall ändert sich beim Ausziehen bzw. Einziehen des Schaftes 14 nur die Länge des oberen Strumpf teils 22, der sich wie ein Faltbalg dehnt oder zusammengedrückt wird.
- Die Ausführung von Fig. 4 weicht nur insoweit von der von Fig. 3 ab, daß des untere Ende des unteren Strumpf teils 24 mit einem aus Kunststoff hergestellten Endstück 32 versehen tt, das geschlossen das untere Ende bzw. den Fuß des Unterteils 12 umfaßt und der Inanspruchnahme beim Schleppen des Grubens-tempels widersteht.
- Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 ist der untere Strumpfteil 24 mit einem aus einem Textilgurt bestehenden Fangelement 40 versehen, das einen aus Metall hergestellten Handgriff überflüssig macht und beim Transport oder Rauben eine Greifmöglichkeit sichert. Der Strumpf 20 bzw. die Strumpfteile 22, 24 können aus praktisch jedem üblichen Faden (Zwirn, Garn, Schnur usw.) rundgestrickt, aber auch aus gewebtem Stoff, der an der Linie zusammengenäht wird, hergestellt werden. Rundweben ist ebenfalls vorteilhaft.
- Die Stärke der Fäden des gestrickten, gewirkten, gewebten usw. Textilstoffes beträgt mindestens 0,5 mm. Der Abstand zwischen den Fäden im Ruhezustand ist, ohne die Textilien zu dehnen, höchstens 0,5 mm. Die verwendeten Fäden oder Garne können aus natürlichem Material, wie Leinen, Hanf usw. und aus Fasern aus Kunststoff, wie Polypropylen, Polyester, Polyamid usw. bzw. auch aus unterschiedlichen Mischstoffen bestehen.
Claims (9)
- PATEIiTANSPRÜCHE 1. Schutzvorrichtung für aus Metall, insbesondere aus Leichtmetall hergestellte Bauteile gegen mechanische funkenerzeugende Einwirkungen, zum Einsatz in explosionsgefährdeten Gebieten, wie Bergwerken, welche zumindest einen Teil der äußeren Oberfläche des Bauteils als Gehäuse bedeckt, g e k e n n z e i c h n e t durch einen zumindest teilweise aus Textilmaterial hergestellten, das zu schützende Bauteil (10) umschließenden, sich an dessen äußere Oberfläche anpassenden flexiblen Strumpf (20), der lösbar an dem zu schützenden Bauteil (io) befestigt ist.
- 2. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch g e -k e n n z e i c h ne t , daß er Strumpf (20) an einem Ende geschlossen ist.
- 3. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß (las offene Ende des Strumpfes (20) mit einer Heftschnur (30) zusammengefaßt und an dem u schützenden bauteil (10) befestigt ist.
- ls. Schutzvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch g e k e n n z e i c h n et , daß das zea geschlossene Ende des Strumpfes (20) ein aus dichtem Iaterial, wie Kunststoff, hergestelltes und das eine Ende des zu schützenden Bauteils (10) aufnehmendes Endstück (32) ist.
- 5. Schutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, g e k e n n z e i c h n e t durch mehrere, einander überlappende Strumpfteile (22, 24).
- 6. Schutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, g e k e n n z e i c h n e t durch ein als Gurt ausgebildetes Fangelement (40).
- 7. Schutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch g e k e n n z e 1 c h n e t , daß der Strumpf (20) aus einem Textilmaterial besteht, das aus Fäden mit einer Stärke von mindestens 0,5 mm hergestellt ist.
- 8. Schutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß in dem Textilmaterial der Abstand zwischen den Fäden im Ruhezustand mindestens 0,5 mm beträgt.
- 9. SchutzvoIrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch g e k e n n z e i c hn e t , daß der Strumpf (20) rundgestrickt ist.
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3431512C1 (de) * | 1984-08-28 | 1985-10-10 | Klöckner-Becorit GmbH, 4620 Castrop-Rauxel | Stempel für den untertägigen hydraulischen Grubenausbau |
| DE8616747U1 (de) * | 1986-06-24 | 1986-10-23 | Zeißig, Ortwin M., 4330 Mülheim | Verschließbare Schürze für Grubenstempel |
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1982
- 1982-05-17 DE DE19823218567 patent/DE3218567A1/de not_active Withdrawn
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Also Published As
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| YU106682A (en) | 1985-08-31 |
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