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Kabelgarnitur zur Aufnahme von Lichtwellenleiterspleißen
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Die Erfindung betrifft eine Kabelgarnitur zur Aufnahme mindestens
eines eine Vielzahl von Lichtwellenleitern enthaltenden Fernmeldekabels, dessen
Aufspleißung und Weiterführung, wobei eine Aufteil- und Trägerplatte mit Kabelabfangvorrichtungen
versehen ist und wobei die Lichtwellenleiter in der Umgebung ihrer Verspleißung
in Schleifen gelegt und durch Haltemittel fixiert sind. Eine solche Kabelgarnitur
ist bekannt (DE-OS 26 21 852).
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Diese bekannte Kabelgarnitur eignet sich jedoch nicht zur Aufnahme
einer sehr großen Zahl von Lichtwellenleiterspleißen. Alle Schleifen müssen dort
um Zylinder gelegt werden, deren Aufnahmekapazität beschränkt ist. Auch ist der
Zugang zu den Einzelspleißen für eventuelle Wartungsarbeiten sehr erschwert.
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Aus der DE-OS 27 35 106 ist eine Kabelgarnitur bekannt, bei der die
Schleifen zwischen Ständern übereinander gestapelt
abgelegt werden.
Diese Unterbringung der Schleifen erlaubt keine hohe Packungsdichte und erschwert
ebenfalls die Zugänglichkeit bei Reparaturarbeiten.
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Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Kabelgarnitur gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1 anzugeben, die eine hohe Packungsdichte der unter zubring
enden Verspleißungen erlaubt und gleichzeitig eine gute Zugänglichkeit zu diesen
Verspleißungen gewährleistet.
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Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs
1 gelöst.
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In den Unteransprüchen sind vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung
angegeben.
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Vorteile ergeben sich bei der Erfindung dadurch, daß alle Schleifen
aus den Spleißkassetten frei nach oben herausziehbar und dadurch für Reparaturarbeiten
leicht zugänglich sind. Durch diese Maßnahme ist es möglich, die Spleißkassetten
dicht neben- bzw. hintereinander anzuordnen. Es braucht auf der Aufteil- und Trägerplatte
somit kein Raum vorhanden zu sein, der es gestatten würde, die Spleißtaschen nach
Art eines Buches aufschlagen zu können, um darin bei Reparaturarbeiten blättern
zu können.
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Bildet man die Spleißkassette aus einem offenen Rahmen mit U-förmigem
Innenprofil, lassen sich die Spleißtaschen besonders leicht nach oben herausziehen.
Gleichzeitig sind die in den Spleißtaschen untergebrachten Lichtwellenleiterschleifen
geschützt untergebracht.
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Wenn die Spleißkassette an ihrer auf die Aufteil- und Trägerplatte
aufgesetzten Unterseite Bohrungen aufweist, die mit jenen Bohrungen der Aufteil-
und Trägenplatte fluchten, durch die die freien Lichtwellenleiterenden steckbar
sind, erhält
man definierte Abstände für die Durchführung, was das
Auswech seln von Spleißkassetten erleichert und dafür sorgt, daß die Schleifen ähnliche
Gestalt und Endpositionen aufweisen.
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Bildet man die Spleißkassette mit Haltebügeln an ihrer Unterseite
aus, die beim Aufsetzen auf die Aufteil- und Trägerplat in dafür vorgesehene Schlitze
einrasten, so kann das Aufsetze der Spleißkassetten ohne besondere Haltemittel erfolgen.
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Sind in den Bohrungen von Aufteil- und Trägerplatte sowie in den Bohrungen
der Spleißkassette Führungsbuchsen fixiert zur Aufnahme der Schutzschläuche von
zu verspleißenden Gruppe von freien Lichtwellenleiterenden, so lassen sich die Lichtwellenleiterenden
ohne Beschädigung hindurchführen, fixieren und senkrecht ausrichten.
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Besitzt die Spleißkassette auf den Innenseiten Anschläge für die Spleißtaschen,
so befinden sich die Spleißtaschen beim Einschieben immer in der gleichen Lage.
Eine Gefahr der Verletzung der Lichtwellenleiter durch zu tiefes Einschieben de
Schleifen in die Spleißkassetten besteht dann nicht mehr.
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Zum Montieren ist es vorteilhaft, die Spleißbeutel im nach oben gezogenen
Zustand mittels eines Montagewinkels zu fixie ren und dabei den Montagewinkel über
jene Bohrungen an der Aufteil- und Trägerplatte zu befestigen, auf die noch keine
Spleißkassetten aufgesetzt sind.
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Damit die Spleißtaschen bei dichter Packung leicht in die Spleißkassetten
einführbar sind, können sie durch elastische Bänder mit der Spleißkassette verbunden
werden.
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Als Knickschutz für die Lichtwellenleiterenden bzw. deren Schutzschläuche
können auf der den Spleißkassetten abgekehrten Seite der Aufteil- und Trägerplatte
im Bereich der BohrL gen Führungsmittel vorgesehen sein.
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Anhand der Zeichnungen wird die Erfindung nun näher erläutert.
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Es zeigen: Fig. 1 eine Spleißkassette im Einbauzustand, Fig. 2 eine
Aufsicht auf die Aufteil- und Trägerplatte, Fig. 3 die Befestigung der Lichtwellenleiterkabel
an der Aufteil- und Trägerplatte, Fig. 4 die Aufteilung der Lichtwellenleiter, Fig.
5 mehrere Ansichten der Spleißkassette, Fig. 6 Ausführungsformen von Führungsbuchsen,
Fig. 7 Ansichten einer Spleißkassette mit Führungsbuchsenfortsätzen, Fig. 8 eine
Ansicht einer Spleißtasche, Fig. 9 eine Schnittdarstellung der Aufteil- und Trägerplatte
mit Führungsmitteln für Knickschutz, Fig. 10 den auf die Aufteil- und Trägerplatte
aufgesetzten Montagewinkel und Fig. 11 die in die Spleißtasche eingelegte Schleife
im Montagezustand.
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In Fig. 1 ist eine Spleißkassette 1 dargestellt, die aus einem oben
offenen Rahmen besteht. Die Spleißkassette 1 ist auf einer Aufteil- und Trägerplatte
2 aufgesetzt. Fixiert wird die Spleißkassette 1 dadurch, daß der die beiden Schenkel
des offenen Rahmens verbindende Steg an seiner Unterseite 3 über Haltebügel 4 mit
der Aufteil- und Trägerplatte 2 verbunden ist. Unter der Aufteil- und Trägerplatte
2 sind die zu verspleißenden in Schutzschläuchen 5 untergebrachten Lichtwellenleiter
6 abgelegt. Die freien Lichtwellenleiterenden 7 und die sie umgebenden Kabelschläuche
5 ragen durch Bohrungen 11 der Träger- und Aufteilplatte 2 sowie durch die fluchtend
darüber angebrachten Bohrungen 12 der Spleißkassette 1.
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Die freien Lichtwellenleiterenden sind paarweise miteinander verspleißt
und in der Umgebung des Spleißes 8 zur Unterbringung der Vorratslängen in Schleifen
9 gelegt. Jeder Spleiß 8 mitsamt der Schleifen ist in eine Spleißtasche 10 eingelegt.
Die
Spleißkassette 1 weist ein U-förmiges Profil 13, vgl. Fig. 5, auf, das zur Führung
mehrerer hintereinander liegender Spleißtaschen 10 beim Herausziehen bzw. Einschieben
dient. In die Bohrungen 11 und 12 sind Führungsbuchsen 18 zur Aufnahme der Schutzschläuche
5 fixiert. Unter der Aufteil- und Trägerplatte 2 sind im Bereich der Schlitze 14,
in die die Haltebügel 4 einrasten, Führungsmittel 16 als Knickschutz für die freien
Lichtwellenleiterenden, bzw.
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deren Schutzschläuche 5 vorgesehen. Die Spleißkassetten 1 besitzen
an den Innenseiten Anschläge 17 für die Spleißtaschen 10.
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Anhand der weiteren Figuren werden die Einzelheiten der Kabelgarnitur
sowie die Montage näher beschrieben.
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In Fig. 2 ist die Aufteil- und Trägerplatte 2 in der Aufsicht dargestellt.
Sie weist Bohrungen 11 zur Djrchführung der Schutzschläuche 5 auf. Zwischen je zwei
ovalen Bohrungen.
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11 zur Aufnahme von zu verspleißenden Paaren von Lichtwellenleiterenden
befindet sich ein rechteckiger Schlitz 14 in den die Haltebügel 4 der Spleißkassette
1 einrasten können.
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Die Bohrungen 11 und die Schlitze 14 sind so angeordnet, daß die Spleißkassetten
1 dicht nebeneinander zeilen- und spaltenweise aufgesetzt werden können um senkrecht
auf der Platte zu stehen. Die Ecken der Aufteil- und Trägerplatte 2 sind abgeschrägt
- 20 - zur besseren Einbringung in das die Kabelgarnitur umgebende Muffengehäuse,
bzw. zur leichteren Aufschrumpfung eines Schrumpfschlauches.
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In Fig. 3 ist schematisch dargestellt, wie die Lichtwellenleiterkabel
21 an der Aufteil- und Trägerplatte 2 befestigt sind. Die Kabelaußenmäntel der Lichtwellenleiterkabel
21 sind über je zwei Kabelschellen 22 an der Aufteil- und Trägerplatte 2 befestigt.
Beispielsweise sind in einem Lichtwellenleiterkabel 200 Schutzschläuche 5 zu je
10 Lichtwellenleitern untergebracht. Die Enden der Lichtwellenleiterkabel 21 werden
nach Anbringung der Kabelschellen abgesetzt und zwar
so, daß eine
ausreichende Vorratslänge für die VerspleiRung vorhanden ist Die Schutzschläuche
5 werden dann durch die Bohrungen 11 der Aufteil- und Trägerplatte 2 gefädelt nach
dem in Fig. 4 gezeigten Schema. Jede Bohrung 11 ist zur Aufnahme von zwei Schutzschläuchen
5 vorgesehen. Die Zählweise der Schutzschläuche 5 im Kabel wird von der Mitte ausgehend
nach außen vorgenommen. In der Mittelspalte der Aufteil- und Trägerplatte 2 werden
die Schutzschläuche 1/2 bis 39/140 durchgefädelt. Die weiteren Schutzschläuche werden
spaltenweise alternierend zur Mittelspalte durchgefädelt. Nach dem Durchfädeln sämtlicher
Schutzschläuche 5 werden diese in den Führungsbuchsen 18 fixiert. Die Schutzschläuche
5 werden nun abgesetzt und die freien Lichtwellenleiterenden 7 durch die Bohrungen
12 der Spleißkassetten 1 - vgl. Fig. 1 und Fig. 5 -geführt. Die Spleißkassetten
1 werden dann mittels der Haltebügel 4 auf der Aufteil- und Trägerplatte 2 fixiert.
Zur Verspleißung und Verpackung wird ein Montagewinkel 33 - vgl.
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Fig. 10 - auf der Aufteil- und Trägerplatte 2 angebracht.
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In Fig. 5 ist eine einzelne Spleißkassette 1 in mehreren Ansichten
dargestellt. Sie besteht aus zwei oben offenen Schenkeln 23 mit U-förmigem Innenprofil
13 und einem die beiden Schenkel 23 verbindenden Steg 24. Aus der Unterseite des
Steges 24 werden die Haltebügel 4 ausgestanzt und so nach unten gebogen, daß sie
federnd in die Schlitze 14 der Aufteil- und Trägerplatte 2 einrasten kann Damit
die Spleißtaschen 10 beim Einschieben immer die gleiche Endlage aufweisen, sind
im unteren Drittel der Schenkel 23 auf den Innenseiten Anschläge 17 angebracht.
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Fig. 6 zeigt zwei verschiedene Ausführungsformen von Führungsbuchsen
18 zur Senkrechtstellung der Schutzschläuche 5. Sie bestehen aus Kunststoffhülsen
mit Langlöchern 25 zum Durchstecken von je zwei Schutzschläuchen 5 und weisen im
unteren Bereich Absätze 26 auf. Ab diesen Absätzen 26 sind die Kunststoffhülsen
in ihrem Außendurchmesser derart verringert, daß sie durch die Bohrungen 11 der
Aufteil- und Trägerplatte steckbar sind.
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Rastnasen 27 im Bereich des verringerten Außendurchmessers sorgen
für eine feste Verankerung und Verdrehsicherheit der Kunststoffhülsen in der Aufteil-
und Trägerplatte 2. Eine erste Ausführungsform I der Führungsbuchsen 18 weist gleiche
Wandstärke auf. Die Außenkontur hat daher die Form wie die Langlöcher 25. Eine zweite
Ausführungsform II weist eine rechteckige Außenkontur auf. Für die zweite Ausführungsform
müssen natürlich die Bohrungen 11 und 12 entsprechend ausgebildet sein.
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Fig. 7 zeigt Ansichten einer modifizierten Spleißkassette 1.
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Diese Spleißkassette 1 weist im unteren Bereich Fortsätze 28 auf,
die wie die Führungsbuchsen 18 der zuvor vorgestellten Ausführungsbeispiele ausgebildet
sein können und deren Funktion übernehmen. Sie weisen deshalb auch Absätze 26 und
Rastnasen 27 auf. Diese Art der Ausbildung ist geeignet als einstückiges Kunststoff-Spritzgußteil
ausgeführt zu werden.
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Fig. 8 zeigt eine Spleißtasche 10. Die Spleißtasche 10 besteht aus
einem ringsherum verschweißten Beutel aus Polyäthylen geeigneter Steifigkeit. An
der Unterseite sind beidseitig Einschnitte 29 vorgesehen zur Einführung der Schutzschläuche
5. Im Mittenbereich der Deckschicht der Spleißtasche 10 befindet sich ein rechteckiger
Durchgriff 30 zum Einlegen des Spleißvorrats. Mehrere dieser Spleißtaschen 10 werden
durch die Spleißkassette 1 senkrecht stehend zusammengehalten.
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In Fig. 9 ist die Aufteil- und Trägerplatte 2 im Schnitt dargestellt.
Unter der Platte 2 sind Führungsmittel 15 als Knickschutz der in den Schutzschläuchen
5 untergebrachten freien Lichtwellenleiterenden 7 angebracht. Sie bestehen aus einem
unterhalb der Schlitze 14 waagrecht zur Platte 2 verlaufenden Profilblech, welches
an den Enden viertelkreisförmig in Richtung auf die Bohrungen 11 zugeneigt ist.
Die waagrecht unterhalb des Formblechs ankommenden Schutzschläuche 5 schmie-
gen
sich um die Viertelkreise der Führungsmittel 15, um dann ohne Stetigkeitssprung
durch die Bohrungen 11 zu gelangen.
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Der Krümmungsradius der Viertelkreise ist auf den verwendeten Schutzschlauch,
bzw. die darin befindlichen freien Lichtwellenleiterenden 7 abgestimmt. Man wählt
ihn so, daß er mindestens dem minimalen Biegeradius der Schutzschläuche 5 oder der
Lichtwellenleiterenden entspricht. Zur Befestigung der Führungsmittel 16 an der
Unterseite der Platte 2 befindet sich am Ende jedes Viertelkreises eine Abwinkelung
nach innen, die nach einer Stufe 31 in einen Streifen 32 parallel zur Unterseite
der Platte 2 übergeht. Die Streifen 32 werden an der Platte 2 festgeklebt, angelötet
oder mit Verbundelementen an der Platte 2 befestigt.
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Anhand der Fig. 10 und 11 wird nun die Spleißung zweier Lichtwellenleiterenden
7 näher erläutert. Die Schutzschläuche 5 der Lichtwellenleiter 6 werden durch die
Bohrungen von Platte 2 und Spleißkassette 1 durchgeführt. Die beiden freien Lichtwellenleiterenden
7 werden dann in die darüberhängende Spleißtasche 10 eingefädelt und verspleißt
(symbolisch dargestellt durch die beiden aufeinandergerichteten Pfeile).
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Zur Positionierung der Spleißtaschen 10 über der Spleißkassette 1
werden die Spleißtaschen 10 von einem Montagewinkel 33 gehalten. Der Montagewinkel
33 ist über Halteschrauben 34 an der Platte 2 befestigt. Für die Anbringung der
Halteschrauben 34 werden zweckmäßigerweise jene Bohrung 11 oder Schlitze 14 der
Platte 2 verwendet auf die noch keine Spleißkassetten 1 aufgesetzt sind. Für die
am Rand der Platte 2 aufsetzbaren Spleißkassetten müssen dann natürlich zusätzliche
Bohrungen vorhanden sein.
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Fig. 11 zeigt die Lage der in die Spleißtasche 10 eingelegten Schleife
9 nach der Verspleißung. Die Schleife 9 wird unter Berücksichtigung des minimalen
Krümmungsradius möglichst eng gewickelt und durch den Durchgriff 30 in die
in
die Spleißtasche 10 so eingelegt daß sich der Steiß 3 im unteren Teil der Spleißtasche
10 befindet. Die Spleißtasche 10 wird dann vom Montagewinkel 33 genommen und in
die Spleißkassette 1 von oben eingeführt. Dabei erfolgt eine Durchmesservergrößerung
der Schleife 9. Die Spleißtasche 10 kann im unteren Bereich durch elastische Bänder
19 mit der Spleißkassette 1 verbunden sein. Es wird dadurch erreicht, daß sich die
Spleißtasche 10 nach dem Abnehmen vom Montagewinkel 33 von selbst in die Spleißkassette
1 bis zum Anschlag 17 zieht.
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Dies ist besonders vorteilhaft, wenn mehrere Spleißtaschen 10 dicht
nebeneinander in der Spleißkassette 1 stehen. Den Ein bauzustand der Spleißtaschen
10 gibt Fig. 1 wieder.
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