DE3217033C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine auf metallische Objekte
ansprechende Detektoreinrichtung mit einem Spulensystem
aus einer Geberspule zum Erzeugen eines elektromagneti
schen Feldes und einer Empfängerspule, die derart ange
ordnet ist, daß ein Signal bzw. eine elektromotorische
Kraft in der Spule induziert wird, wenn die Spule von dem
von einem Metallobjekt erzeugten Feld und dem direkt von
der Geberspule erzeugten Feld beeinflußt wird.
Auf Metallobjekte ansprechende Detektoreinrichtungen
dieser Art können z. B. verwendet werden in Geräten zum
Auffinden bzw. Lokalisieren von Metallgegenständen oder
Metallansammlungen in der Erde, z. B. bei geophysikalischen
Erkundungen. Eine andere Anwendung sind Annäherungszünder
zum Zünden der Ladung eines Explosivkörpers, z. B. einem
Geschoß, einer Granate, einer Rakete od. dgl., wenn diese
in bestimmten Abstand an einem Metallobjekt vorbeifliegt.
Bei beiden Anwendungen sind Signalverarbeitungsmittel vor
gesehen, die ein aktives Ausgangssignal erzeugen in Ab
hängigkeit von der elektromotorischen Störkraft, die in
der Empfängerspule durch das metallische Objekt erzeugt
wird.
In der schwedischen Patentanmeldung 77 06 158-8 ist
eine Detektoreinrichtung für Metallobjekte der genannten
Art beschrieben zur Verwendung in einem elektromagnetischen
Annäherungszünder zum Zünden der Explosivladung eines La
dungsträgers, wenn dieser sich in einem bestimmten Ab
stand, vorzugsweise einem kleinen Abstand von 0,5-1,5 m,
von einem Metallobjekt befindet. Der Vorteil der Erzeugung
eines elektromagnetischen Feldes zur Verwendung in einem
Annäherungszünder besteht darin, daß der Zünder, im Gegen
satz zu vorher bekannten magnetischen Annäherungszündern,
unabhängig vom Erdmagnetfeld und auch unabhängig davon,
ob das Zielobjekt aus Eisen besteht, arbeitet.
Dieser vorbekannte Annäherungszünder ist im wesent
lichen dadurch gekennzeichnet, daß die Empfängerspule in
einem bestimmten Abstand vor der Geberspule, vorzugsweise
in der Spitze des Geschosses od. dgl. Ladungsträgers an
geordnet ist, so daß in der Empfängerspule zusätzlich zu
der vom Zielobjekt induzierten elektromotorischen Stör
kraft auch eine elektromotorische Kraft unter dem direk
ten Einfluß des von der Geberspule erzeugten elektroma
gnetischen Feldes induziert wird. Die Signalverarbeitungs
mittel sind so ausgebildet, daß sie die elektromotorische
Störkraft von der direkt induzierten elektromotorischen
Kraft trennen und ein aktives Ausgangssignal an Zünd
mittel zum Zünden der Ladung abgeben.
Bei geophysikalischen Anwendungen sowie auch in An
näherungszündern ist es erwünscht, die Amplitude des er
zeugten elektromagnetischen Feldes konstant zu halten, d. h.
unabhängig von der Frequenz, der Temperatur sowie ver
schiedenen Störfaktoren, die auf die Detektoreinrichtung
einwirken können. Es ist deshalb erwünscht, die Geberein
heit so auszubilden, daß das Erfordernis einer konstanten
Amplitude des Feldes besser als bisher erfüllt werden kann.
Dies ist auch von Vorteil in bezug auf die Herstellung der
Detektoreinrichtung, da die Toleranzforderungen z. B. für
die Geberspule herabgesetzt werden können.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde,
eine Detektoreinrichtung zu schaffen, bei der die Ampli
tude des von der Geberspule erzeugten elektromagnetischen
Feldes auf einfache Weise konstant gehalten werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch
eine Anordnung mit einem Oszillator zum Erzeugen eines
sinusförmigen Signals für die Geberspule, Mittel zum
Steuern der Amplitude des sinusförmigen Signals, eine
Rückkopplungsschaltung mit Mitteln zum Gleichrichten
eines von dem Spulensystem ausgesendeten Signals und
einer Einrichtung zum Vergleichen des gleichgerichteten
Signals mit einer Bezugsspannung und zur Abgabe eines
von dem Vergleichsergebnis abhängigen Ausgangssignals
zu den Mitteln zum Steuern der Amplitude des sinusförmi
gen Signals. Bei einer Ausführungsform der Erfindung wird
das von der Empfängerspule aufgrund der darin direkt in
duzierten elektromotorischen Kraft ausgesendete Signal
als Rückkopplungssignal verwendet. In einer anderen Aus
führungsform der Erfindung wird das von der Geberspule
ausgesandte Signal als Rückkopplungssignal verwendet.
Ausführungsformen der Erfindung werden im folgenden
anhand der Zeichnungen näher erläutert.
Fig. 1 zeigt ein Blockschaltbild einer ersten Ausfüh
rungsform der Erfindung.
Fig. 2 zeigt ein Blockschaltbild einer zweiten Ausfüh
rungsform.
Das Blockschaltbild gemäß Fig. 1 erläutert die
grundsätzliche Wirkungsweise der Detektoreinrichtung ge
mäß der Erfindung. Die Detektoreinrichtung kann z. B. ver
wendet werden in einem Metalldetektor für geopphysikali
sche Erkundungen, z. B. der Suche nach Bodenschätzen, oder
in einem Annäherungszünder zum Zünden einer Explosivladung
in der Nähe eines metallischen Zielobjektes. In beiden
Fällen ist ein Spulensystem vorgesehen mit einer Geber
einheit in Form einer Geberspule zum Erzeugen eines elek
tromagnetischen Feldes, welches sich nach bekannten physi
kalischen Gesetzen im Raum ausbreitet, und einer Empfänger
einheit in Form einer Empfängerspule, die derart angeord
net ist, daß sie von dem von dem metallischen Objekt er
zeugten elektromagnetischen Feld beeinflußt wird, wobei
in der Spule eine elektromotorische Störkraft induziert
wird. Die Empfängerspule ist auch so angeordnet, daß ein
Teil des von der Geberspule erzeugten elektromagnetischen
Feldes direkt auf die Empfängerspule trifft und eine di
rekt induzierte elektromotorische Kraft in der Spule er
zeugt. Durch Signalverarbeitungsmittel wird die elektro
motorische Störkraft von der direkt induzierten
elektromotorischen Kraft getrennt und ein ledig
lich von der elektromotorischen Störkraft abhängi
ges Ausgangssignal erzeugt.
Die Signalverarbeitung der elektromotorischen
Störkraft ist nicht Teil der vorliegenden Erfindung
und wird daher nicht im einzelnen beschrieben. In
soweit wird auf die schwedische Patentanmeldung
77 06 158-8 Bezug genommen. Die Erfindung bezieht sich
auf die Gebereinheit der Detektoreinrichtung und um
faßt eine Rückkopplungsschaltung, die es ermöglicht,
die Amplitude des von der Geberspule erzeugten elektro
magnetischen Feldes konstant zu halten.
Das Blockschaltbild gemäß Fig. 1 umfaßt einen
Oszillator 1 zum Erzeugen eines sinusförmigen Signals X
von bestimmter Frequenz und Amplitude. Dieses Signal
wird über einen variablen Dämpfungs- oder Verstärker
kreis 2 einem abgestimmten Kreis zugeführt, der einen
stromrückgekoppelten Verstärker 3, einen Kondensator C,
eine Treiberschaltung 4 und eine Geber- oder Sender
spule 5 umfaßt. Der Verstärker 3 und die Treiberschal
tung 4 liefern den erforderlichen Strom IS für die Geber
spule 5. Die Geberspule erzeugt dann ein elektroma
gnetisches Feld mit der gleichen Frequenz wie das sinus
förmige Signal X. Dieses Feld breitet sich nach be
kannten physikalischen Gesetzen im Raum aus, und ein
Teil des Feldes auch auf einer Empfängerspule 6 fällt,
die nahe der Geberspule 5 in einem bestimmten, von der
jeweiligen Anwendung abhängenden Abstand von dieser an
geordnet ist. Hierdurch wird eine elektromotorische
Kraft in der Empfängerspule 6 induziert und verursacht
ein Empfangssignal Im, welches einem Integrator 7 und
einem Gleichrichter 8 zugeführt wird, in denen das Si
gnal integriert und gleichgerichtet wird. Danach wird
das Signal mit einer Bezugsspannung Uref verglichen, und
wenn die Summe des gleichgerichteten Signals und der Be
zugsspannung von Null abweicht, wird ein Fehlersignal
erhalten, welches durch einen Integrator 9 integriert
wird, wonach das so erhaltene Signal Y zur Steuerung des
variablen Dämpfungs- oder Verstärkungskreises 2 für das
sinusförmige Signal X verwendet wird.
Das Blockschaltbild gemäß Fig. 2 ist ähnlich dem
nach Fig. 1, jedoch wird bei dieser zweiten Ausführungs
form das Spannungssignal IS′ der Geberspule rückgekoppelt
und durch den Gleichrichter 8 gleichgerichtet. Dabei
ist die Rückkopplungsschleife mit dem Anschlußpunkt 11
zwischen dem Kondensator C und der Geberspule 5 des ab
gestimmten Kreises verbunden. Die Empfängerspule ist in
der Zeichnung nicht dargestellt.
Ein weiterer Unterschied zwischen der ersten und
zweiten Ausführungsform bezieht sich auf den variablen
Dämpfungs- oder Verstärkungskreis 2. In der Ausführungs
form nach Fig. 2 besteht dieser Kreis aus einer Oszillator-
Rückkopplungsschaltung, jedoch wird auch hier, wie bei der
ersten Ausführungsform, der variable Dämpfungs- oder Ver
stärkungskreis durch das integrierte Fehlersignal Y ge
steuert.
Es ist nicht immer erforderlich, einen Integrator 7
in der Rückkopplungsschaltung anzuordnen, und Fig. 2 zeigt
ein Beispiel, bei dem ein solcher Integrator in der Schleife
fehlt.
Die Vorteile der dargestellten Schaltungen bestehen
unter anderem darin, daß der Toleranzbereich der Frequen
zen des Oszillators 1 und des abgestimmten Kreises ver
größert ist. Außerdem haben mögliche Schwankungen der
Verlustwiderstände der Geber- oder Senderspule oder Tem
peraturschwankungen des Kondensators C des abgestimmten
Kreises keinen Einfluß auf die Amplitude des von der Ge
berspule 5 erzeugten elektromagnetischen Feldes. Auf
grund der Gleichrichtung des rückgekoppelten Signals
bzw. des Empfangssignals ist die Detektoreinrichtung
auch unempfindlich gegenüber Phasenverschiebungen in den
Spulen und der Treiberschaltung 4. Die Amplitude des
elektromagnetischen Feldes kann leicht mittels der Re
ferenzgleichspannung Uref gesteuert werden.
Claims (5)
1. Auf Metallobjekte ansprechende Detektoreinrichtung
mit einem Spulensystem aus einer Sender- oder Geberspule
zum Erzeugen eines elektromagnetischen Feldes und einer
Empfängerspule, die so angeordnet ist, daß darin eine
elektromotorische Kraft induziert wird, wenn die Spule von
dem von einem Metallobjekt erzeugten Feld und von dem di
rekt von der Geberspule übertragenen Feld beeinflußt wird,
gekennzeichnet durch eine Einrichtung zum
Konstanthalten der Amplitude des von der Geberspule erzeug
ten elektromagnetischen Feldes, bestehend aus einem Oszilla
tor (1) zum Erzeugen eines sinusförmigen Signals für die
Geberspule (5), einer Steuereinrichtung (2) zum Steuern
der Amplitude des sinusförmigen Signals, einer Rück
kopplungsschaltung (8) zum Gleichrichten eines von dem
Spulensystem abgegebenen Signals (Im, Is′) und Mitteln
(10) zum Vergleichen des gleichgerichteten Signals mit
einer Bezugsspannung (Uref) sowie zum vergleichsabhän
gigen Erzeugen eines Ausgangssignals an die Steuerein
richtung (2) zum Steuern der Amplitude des sinusförmigen
Signals.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeich
net durch einen Integrator (7) und Gleichrichter (8) zum
Integrieren und Gleichrichten des von dem Spulensystem ab
gegebenen Signals.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, gekennzeich
net durch einen weiteren Integrator (9) zum Integrieren
des von der Vergleichseinrichtung (10) erzeugten Signals.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das rückgekoppelte Signal das von der
Empfängerspule (6) aufgrund der darin direkt von der Geber
spule induzierten elektromotorischen Kraft erzeugte Signal
(Im) ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß das rückgekoppelte Signal
ein von der Sender- oder Geberspule (5) abgegebenes
Signal (Is′) ist.
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