-
-
Verfahren zur Herstellung von abgepackten Fleischwaren
-
und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
-
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von abgepackten
Fleischwaren von der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art sowie auf eine
Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
-
Unter abgepackten Fleischwaren sind Würste oder in schlauchförmigen
Hüllen komprimiertes Fleisch, wie Schinkenstücke, zu verstehen.
-
Es wurde bereits ein Verfahren zum Füllen von Schläuchen aus endlosen
Därmen mit Wurstmasse beschrieben (US-PS 3,777,331), bei dem der Darm von einer
Vorschubeinrichtung mit Greif- und Halteelementen auf ein Wurstfüllrohr aufgeschoben
und dort von weiteren Greif- und Halteelementen festgehalten wird. Danach kehrt
die Vorschubeinrichtung in ihre Ausgangslage zurück, wo sie die zum erneuten Vorschub
erforderliche Position einnimmt.
-
Durch das Wurstfüllrohr wird die Wurstmasse in den Darm gepreßt und
die fertige Wurst abgebunden und abgeschnitten. Bei dieser bekannten Vorrichtung
erfolgt das Abbinden und Abschneiden der Enden der Packung offenbar von Hand. Nach
dem Abschneiden wird die endlose Hülle ebenfalls von Hand vorwärts gezogen.
-
Es ist auch eine gegenüber diesem Stand der Technik weiter entwickelte
Vorrichtung zur Herstellung von abgepackten Fleischwaren bekannt (US-PS 3,919,739),
bei
der ebenfalls eine endlose schlauchförmige Hülle über einen
Forizikolben zur Fülldüse eines Fleischextruders gezogen wird. Für diese Bewegung
dient der Formkolben und ein Außenzylinder, die beide längs eines Führungsrahmens
hin und her bewegbar sind und Ivlemmeinrichtungen zur Mitnahme der Hülle aufweisen.
An der Außenseite der Fülldüse unmittelbar an ihrer oeffnung befindet sich eine
Greifeinrichtung für das aufgeschobene Hüllenende. Bei dieser Vorrichtung sind automatisch
arbeitende Einrichtungen zum Abbinden und Abschneiden der Hülle sowie eine Einrichtung
zum Zurückziehen der Hülle vorgesehen. Ein Wasserbehälter dient zur Befeuchtung
der Hülle vor dem Füllen.
-
Diese bekannte Vorrichtung ist nur für solche Schläuche verwendbar,
deren Durchmesser kleiner ist als der Füllrohrdurchmesser und zeigt den Nachteil,
daß sie einen relativ aufwendigen Mechanismus zum Transport der Hülle erfordert.
Ferner bestehen Probleme beim Einfüllen der Fleischwaren, da die in der Hülle ursprünglich
vorhandie Luft kaum entweichen kann, so daß diese Vorrichtung im wesentlichen nur
für perforierte Hüllen verwendet werden kann. Außerdem besteht Gefahr, daß die Hülle
beim Aufziehen auf den Formkolben ungleichmäßig verdehnt wird, so daß die resultierende
schlauchförmige Verpackung einen ungleichmäßigen Querschnitt aufweist. Ein Aufweiten
der Hülle über den Umfang des Füllrohrs hinaus ist mit dieser Vorrichtung nicht
vorgesehen, was daran liegt, daß der Hüllenumfang bei dieser Vorrichtung kleiner
sein muß als der Füllrohrumfang.
-
Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der Erfindung,
ein Verfahren von der im OberbegrifE des Anspruchs 1 genannten Gattung und eine
Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens anzugeben, welche insbesondere für
im wesentlichen luftundurchlässige Schläuche aus faserverstärkter regenerierter
Cellulose geeignet sind, deren Umfang wesentlich größer ist als der Füllrohrumfang.
Die Vorrichtung soll ferner einen weniger aufwendigen Transport der Hülle ermöglichen
und auf einfache gleise die Entfernung von Luft aus der Hülle während des Füllvorgangs
gestatten. Die Erfindung soll auch einen Weg aufzeigen, wie man von einer Rolle
abgewickelt Schlauchabschnitte, deren Umfang im Vergleich zum Füllrohrumfang wesentlich
größer ist, mit Fleischwaren füllt, ohne daß der Schlauch überfüllt wird und somit
zum Aufplatzen neigt und ohne daß der gefüllte Schlauch wegen zu geringer Füllung
eine faltige Oberfläche zeigt. Die gefüllten Schlauchabschnitte sollen vielmehr
einen möglichst gleichmäßig Durchmesser aufweisen.
-
Diese Aufgabe wird gelöst durch das Verfahren mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Anspruchs 1 und die im Anspruch 4 angegebene Vorrichtung.
-
Die schlauchförmige Hülle besteht aus einem beispielsweise zur Herstellung
von Würsten üblichen Material, wie Cellulosehydrat, Kollagen oder Kunststoff wie
z.B, Polyamid oder Polyester, und ist gegebenenfalls faserverstärkt, insbesondere
mit einer Papiereinlage. Sie zeigt
gegebenenfalls auf ihrer äußeren
und/oder inneren Oberfläche eine übliche Beschichtung, z.B. aus einem wasserdampf-
und sauerstoffundurchlässigen Material, welche beispielsweise mit einem üblichen
die Haftung verbessernden Mittel, z.B. einen kationischen Harz, auf der Schlauchoberfläche
verankert wird. Bei Verwendung einer Hülle aus Cellulosehydrat kann diese einen
üblichen Wassergehalt von z.B. 6 bis 15%, aber auch einen sehr hohen Wassergehalt
besitzen, z.B. größer als 25, so daß sie vor dem Befüllen nicht gewässert werden
muß. Cellulosehydrathüllen werden gewöhnlich durch oagulation von Viskose und Regenerierung
der Cellulose hergestellt und enthalten bis zu 35 Gew.-% Weichmacher wie Glycerin.
-
Das Verfahren und die Vorrichtung zeigen den Vorteil, daß sie für
relativ luftdichte Hüllen aus faserverstärkter regenerierter Cellulose besonders
geeignet sind. Die Aufspreizstufe vor dem Aufbringen der Hülle auf das Füllrohr,
bei der die Hülle aufgeweitet wird, ist nicht yergleichbar mit dem Formen der Hülle
nach dem Stand der Technik, bei dem die Hülle nur ganz geringfügig aufgeweitet wird,
um den aufgeweiteten Hüllenanfang auf die Füllrohröffnung aufschieben zu können.
Durch das Spreizen der Hülle nach der Erfindung wird eine wesentlich stärkere Dehnung
des üllnumfangs erreicht, wobei als bevorzugte Werte für die Dehnung 5 bis 30%,
bezogen auf den Schlauchumfang vor der Aufspreizstufe, zu nennen sind. Die nach
dem vorliegenden Verfahren bzw. nach der Vorrichtung hergestellte mit Fleischwaren
gefüllte Hülle
zeigt einen weitgehend konstanten im wesentlichen
kreisförmigen Querschnitt. Sie ist gleichmäßig gefüllt und zeigt eine glatte, faltenfreie
Oberfläche. Es wird somit für die Herstellung von Hüllen, deren Durchmesser wesentlich
größer ist als der Füllrohrdurchmesser, ein Verfahren und eine Vorrichtung angegeben,
die ein problemloses Füllen von Hüllenabschnitten, die von der aufgewickelten, flachgelegten
Hülle abgetrennt werden, ermöglichen.
-
Eine weitere Besonderheit des Verfahrens besteht darin, daß während
des Einpressens der Fleischwaren, wie Schinkenstücke oder Wurstmasse, in den einseitig
verschlossenen Hüllenabschnitt das Füllrohr oder die gesamte Füllvorrichtung mit
dem Füllrohr entgegen der Fließrichtung des Füllgutes bewegt werden kann. Diese
Bewegung wird dabei in der Weise gesteuert, daß sie im wesentlichen der Füllgeschwindigkeit
entspricht. Auf diese Weise wird der Hüllenabschnitt gleichmäßig gestopft und der
Hüllenabschnitt, der auf einer Unterlage aufliegt, verändert seine Lage kaum. In
weiterer Ausführungsform wird auch die Unterlage, auf der der Hüllenabschnitt aufliegt,
in Gegenrichtung zur Fließrichtung des Füllgutes bewegt, wobei diese Bewegung im
Vergleich zur Bewegung des Füllrohrs auf einen kurzen Weg beschränkt ist, der so
bemessen ist, daß der Hüllenabschnitt im Bereich seiner Abbindung bzw. seines Clips
aus dem die Abbindung bzw.
-
den Clip anbringenden Vorrichtungsteil entfernt wird.
-
Anstelle des Füllrohres kann auch nur die gefüllte Hülle mit zunehmender
Füllungsmenge in Fließrichtung des Füll-
gutes von der Füllrohröffnung
wegbewegt werden.
-
Das Befeuchten der Hülle erfolgt auf an sich bekannte Weise, z.B.
indem man die Hülle durch ein Wasserbad hindurchzieht oder durch Besprühen. Der
Transport der Hülle von der Rolle, auf der sie aufgewickelt ist, bis zum Füllrohr
sowie das Aufziehen auf das Füllrohr erfolgt mit üblichen mechanischen fiitteln
wie angetriebenen Quetschwalzen, mit Mitnahmeeinrichtungen, wie sie in der US-PS
3,919,739 beschrieben sind, mit angetriebenen Förderrollen oder Förderbändern, welche
die Hülle gegen ein Widerlager, z.B. gegen den Außenumfang der Aufspreizeinrichtung
oder gegen die äußere Oberfläche des Füllrohrs, andrücken und durch Rotation transportieren
(AT-PS 350 930) oder mit Abziehzangen (DE-OS 23 12 200).
-
Quetschwalzen, Förderrollen und Förderbänder liegen an der Hülle eng
an, so daß die Hülle infolge der Reibungskraft mitgenommen wird. Sie bestehen vorzugsweise
aus elastischem Material, welches ein nachgiebiges Anpressen unter Eindrücken dieses
Materials ermöglicht. Damit ist ene sichere und beschädigungsfreie Mitnahme der
Hülle gewährleistet.
-
Das erfindungswesentliche Merkmal besteht insbesondere darin, daß
beim Öffnen der flachgelegten Hülle, d.h. zum Aufspreizen der Hülle zur Herstellung
eines im wesentlichen kreisförmigen Querschnitts, eine Aufspreizung der Hülle erfolgt,
die wesentlich über die bisher bekannte Aufweitung hinausgeht. Im Gegensatz zum
bisherigen Verfahren, bei dem das Aufspreizen nur zum öffnen der
flachgelegten
Hülle dient und nur bis zu einem Hüllenquerschnitt erfolgt, der ausreichend groß
bemessen ist, um die Hülle mit ihrer öffnung auf das Füllrohr im Bereich der Füllrohröffnung
aufzuziehen, wird die Hülle nach der vorliegenden Erfindung in einem weit größen
Ausmaß aufgeweitet, wobei ihr Umfang im gespreizten Zustand vorzugsweise 5 bis 30%
größer ist als vor dem Spreizen.
-
Die Einrichtung zur Durchführung des Aufspreizvorgangs ist ein kugelförmiger,
zylinderförmiger oder scheibenförmiger Körper, wie er in seinem prinzipiellen Aufbau
bereits bekannt ist. So ist beispielsweise ein zylinderförmiger Formkolben (US-PS
3,919,739) oder ein scheibenförmiger Spreizring, wie er auf Füllrohren zum Aufspreizen
von gerafften Schläuchen beim Füllvorgang (US-PS 4,077,090) bekannt ist, geeignet,
die Hülle vor dem Aufbringen auf das Füllrohr weit aufzuspreizen. Besonders vorteilhaft
werden Aufspreizeinrichtungen verwendet, deren Außendurchmesser variierbar ist (US-PS
4,202,075).
-
Ih besonderer Ausführungsform zeigt die Einrichtung zum Aufspreizen
der Hülle kugelförmige Gestalt, die z.B. mit Druckluft auf den gewünschten Umfang
aufgeblasen werden kann.
-
Zum überziehen des Schlauches über die Spreizeinrichtung und über
das Füllrohr befinden sich vorteilhaft Greifeinrichtungen vor der Spreizeinrichtung
bzw. vor dem Füllrohr, z.B. in Form von Saugfingern, welche die flachgelegte Hülle
in eine im wesentlichen kreisförmige
Querschnittsform überführen.
-
Nach Durchlaufen der Spreizeinrichtung(en) wird der Schlauch durch
Walzen oder Bänder oder ein Kugellager auf einen kleineren Durchmesser verengt,
wobei er eine im wesentlichen ovale oder runde Querschnittsform erhält. Mit dieser
Maßnahme wird verhindert, daß die im Innern der Hülle angeordnete Spreizeinrichtung
durch die Reibung an der Hülleninnenseite in Transportrichtung der Hülle mitgenommen
wird.
-
Die auf das Füllrohr aufgebrachte Hüllenlänge entspricht etwa der
Länge des bzw. der mit Fleischware gefüllten Hüllenabschnitts bzw. -abschnitte.
Die Hüllenlänge wird an ihrem offenen Ende auf dem Füllrohr in der Weise befestigt,
daß beim Füllen des Hüllenabschnitts eine Relativbewegung des Füllrohrs und des
Hüllenabschnitts voneinander weg und auch ein Entweichen der eingeschlossenen Luft
möglich ist.
-
Danach wird die Hülle in der Nähe der Füllrohröffnung verschlossen,
z.B. durch Aufbringen eines Clips und/oder durch Abbinden, und der auf das Füllrohr
aufgebrachte Hüllenabschnitt wird von der Hülle abgeschnitten. Anschließend erfolgt
das Einpressen des Füllgutes in die Hülle, welche abschließend an ihrem offenen
Ende ebenfalls mit einem Clip oder einer Abbindung verschlossen wird. Es können
auch mehrere Füllrohre verwendet werden, die an einem Revolverkopf befestigt sind.
Nach dem Aufschieben eines Hüllenabschnitts auf ein Füllrohr wird
dieses
Füllrohr in die Füll-Lage gedreht, d.h. in eine Position, in der das Füllgut aus
dem Innern der Füllvorrichtung in das Füllrohr eintreten kann. Gleichzeitig wird
mit dieser Drehbewegung ein zweites Füllrohr in die vorherige Lage des ersten Füllrohres
gebracht und mit einem Hüllenabschnitt versehen.
-
Der schlauchförmige Hüllenabschnitt wird während des Füllens mit der
aus dem Füllrohr austretenden und in das Innere der Hülle eingepreßten fließfähigen
lasse vom Füllrohr abgezogen. Die Hülle gleitet hierbei mit ihrer inneren Oberfläche
über die äußere Oberfläche des Füllrohrs und wird vorzugsweise durch auf ihre innere
Oberfläche einwirkende ringförmige Elemente geglättet und abgebremst und gegebenenfalls
nochmals gespreizt.
-
Bei dieser bevorzugten Ausführungsform befindet sich auf dem Füllrohr
in der Nähe der Füllrohröffnung eine ringartige Einrichtung mit im wesentlichen
kreisförmigen Querschnitt, über welche die Hülle beim Aufbringen auf das Füllrohr
und/oder beim Abziehen vom Füllrohr während des Einfüllvorgangs gezogen wird. Diese
Einrichtung zeigt je nach Größe ihres Außenumfangs eine glättende, spreizende oder
sogar abbremsende Wirkung auf die mit ihrer inneren Oberfläche darüber hinweggezogene
Hülle.
-
Solche Einrichtungen, die entweder Teil des Füllrohres oder selbständige
Einheiten sind, die auf das Füllrohr aufgeschoben und lösbar mit dem Füllrohr verbunden
sind, wurden bisher beim Füllen von gerafften Schläuchen, die sich auf dem Füllrohr
befinden, verwendet (US-PSen
2,871,508, 3,264,679, 3,457,588, 4,077,090,
4,202,075).
-
Hierbei wurde der geraffte Schlauch durch diese Einheit entfältelt.
-
Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung anhand
der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt Fig. 1 die Gesamtansicht der Vorrichtung,
Fig. 2 die Einheit zum Aufspreizen der Hülle der Fig. 1 im vergrößerten Maßstab,
Fig. 3a und 3b das Aufbringen der Hülle auf das Füllrohr, Fig. 4a und 4b das Abtrennen
eines Hüllenabschnitts, Fig. 5a den gefüllten Hüllenabschnitt, der in Fließrichtung
vom Füllrohr wegbewegt wurde, Fig. 5b den gefüllten Hüllenabschnitt, wobei alternativ
zu der in Fig. 5a gezeigten Verfahrensweise das Füllrohr während des Füllvorgangs
zurückgezogen wurde, Fig. 6 das Verschließen des offenen Endes des gefüllten Hüllenabschnitts,
Fig. 7 die Füllvorrichtung mit verdrehbaren Füllrohren.
-
Für gleiche Vorrichtungsteile werden gleiche Bezugsziffern verwendet.
-
Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung wird die von der Wickelrolle 1 abgerollte, flachgelegte Hülle 2 mit
einem üblichen Druckwerk 3, bestehend aus die Druckfarbe übertragenden Walzen 4
und einer Druckfarbe enthaltenden Wanne 5, mit einem Muster bedruckt, anschließend
durch Sprühdüsen 6 mit Wasser befeuchtet, welches beispielsweise ein antibakterielles
oder fungicides Mittel enthält. Mit 7 sind Umlenkrollen bezeichnet. Ein Abstreifer
9 streift überschüssiges Wasser von der Hülle ab. Die Verweilzeit der Hülle in der
Sprühtorrichtung beträgt gewöhnlich 1 bis 60 Sekunden und hängt von der Füllgeschwindigkeit
ab. Bei einer Wassertemperatur von beispielsweise 90"C ist eine Verweilzeit von
1 bis 10 Sekunden ausreichend, die durch Zusatz von rJetzmitteln im Wasser noch
reduziert werden kann. Durch die Befeuchtung der Hülle ist eine ausreichende Dehnbarkeit
der Hülle im nachfolgenden Aufspreizvorgang gewährleistet. Der Wassergehalt der
Hülle liegt im optimalen Fall bei 20 bis 50 Gew.-% und wird beim Verlassen der Sprühvorrichtung
mit einer üblichen nicht dargestellten Vorrichtung gemessen und überwacht. Anstelle
der Sprühvorrichtung kann auch ein Wasserbad verwendet werden. Die angetriebenen
Quetschwalzenpaare 14, 22 und 23 dienen zum Transport der Hülle.
-
Die in der ig. 1 (3ezeigte W;isserung der Hülle entfällt1
wenn
eine vorgewässerte Hülle verwendet wird. Diese muß allerdings bei ihrer Lagerung
mit einer wasserdichten Umhüllung versehen werden.
-
Die nachfolgende Einheit zum Aufspreizen der Hülle besteht aus einem
Quetschwalzenpaar 10 und einem Kugellager 11 ohne Innenlaufring und einem dazwischen
angeordneten kugelförmigen Rörper 12, der mit einem Ventil 26 versehen ist und mit
Druckluft auf den gewünschten Umfang aufgeblasen ist.
-
Nach dem Kugellager 11 folgt eine Tänzerwalze 8 zur Spannungskonstanthaltung
und eine Greifeinrichtung 13, welche die Hülle durch Ansaugen mit ihrem ringförmigen
Teil öffnet und durch Bewegung in Richtung der Hüllenfortbewegung taktweise in Abschnitten
auf das Füllrohr 15 einer Füllvorrichtung 16 aufbringt. Die Öffnung der Hülle wird
mit der Halterung 17 auf dem Füllrohr 15 festgehalten, indem die Halterung das Hüllenende
gegen den Umfang des Füllrohres andrückt. Die Rille 21 am Füllrohr 15 ermöglicht
das Entweichen von Luft aus dem Hüllenabschnitt, die beim Füllvorgang von dem einströmenden
Füllgut verdrängt wird. Diese Rille ist allerdings nicht unbedingt erforderlich,
da durch den Bereich der Halterung 17 Luft entweichen kann. Mit 18 ist eine Schneide-
und mit 19 eine Clipstation bezeichnet, mit welcher Hüllenabschnitte von der Hülle
abgeschnitten und mit einem Clip verschlossen werden. In der Nähe der Füllrohröffnung
ist eine mehrteilige ringartige Bremse 20 angeordnet, welche die Hülle beim Abziehen
vom
Füllrohr gegen das Füllrohr andrückt und ihren Ablauf dadurch
abbremst. Die Auflage 25 dient zur Stützung des gefüllten Hüllenabschnitts. Mit
27 sind Saugöffnungen zum Ansaugen der Hülle mit dem ringförmigen Teil 13 bezeichnet.
-
Die in Fig. 3a bis Fig. 6 gezeigten Ausschnitte der in der Fig. 1
dargestellten Vorrichtung erläutern das taktweise Aufbringen und Befestigen der
Hülle auf dem Füllrohr (Fig. 3a und 3b), das nachfolgende Abtrennen des auf das
Füllrohr aufgebrachten Hüllenabschnitts, das Verschließen mit einem Clip und das
Zurückziehen der Greifeinrichtung 13 (Fig. 4a und 4b), den eigentlichen Füllvorgang
(Fig. 5a und Sb) und das Verschließen des Endes des Hüllenabschnitts (Fig. 6).
-
Die in Fig. 5b gezeigte Alternative besteht aus einem bewegbaren Füllrohr
15, das beim Füllvorgang entgegen der Fließrichtung des Füllgutes zurückgezogen
wird und nach Entfernen des gefüllten Hüllenabschnitts in die Auslängslage zurückkehrt,
wobei seine Länge etwa der Länge des zu füllenden Hüllenabschnitts ist. In dieser
Ausführungsform ist eine zweite Clipstation 24 vorhanden, welche den gefüllten Hüllenabschnitt
mit einem Clip verschließt. Es ist auch-möglich, anstelle der Verwendung einer zweiten
Clipstation 24 die erste Clipstation 19 in Richtung der Füllrohrbewegung zu bewegen
und in der Position oer gezeigten Clipstation 24 einen Clip an den gefüllten Hüllenabschnitt
anzubringen. Diese Ausführungsform der Vorrichtung ist besonders raumsparend.
-
In der Fig. 7 ist eine Ausführungsform der Füllvorrichtung mit zwei
Füllrohren 15a und 15b dargestellt, die beide an einem Revolverkopf 28 in Pfeilrichtung
drehbar angeordnet sind. Hierbei befindet sich beispielsweise das Füllrohr 15b in
der Füllposition und das Füllrohr 15a in der Position zum Aufbringen der Hüllenabschnitte.
Mit 29 sind Klammern zum Festhalten der Hüllenabschnitte auf dem Füllrohr bezeichnet.
Leerseite