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DE3214018A1 - Verfahren zur herstellung von abgepackten fleischwaren und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens - Google Patents

Verfahren zur herstellung von abgepackten fleischwaren und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens

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Publication number
DE3214018A1
DE3214018A1 DE19823214018 DE3214018A DE3214018A1 DE 3214018 A1 DE3214018 A1 DE 3214018A1 DE 19823214018 DE19823214018 DE 19823214018 DE 3214018 A DE3214018 A DE 3214018A DE 3214018 A1 DE3214018 A1 DE 3214018A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
casing
filling
filling tube
section
envelope
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19823214018
Other languages
English (en)
Inventor
Reinhold Dr. Becker
Wolfgang 6200 Wiesbaden Michel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoechst AG filed Critical Hoechst AG
Priority to DE19823214018 priority Critical patent/DE3214018A1/de
Publication of DE3214018A1 publication Critical patent/DE3214018A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A22BUTCHERING; MEAT TREATMENT; PROCESSING POULTRY OR FISH
    • A22CPROCESSING MEAT, POULTRY, OR FISH
    • A22C11/00Sausage making ; Apparatus for handling or conveying sausage products during manufacture
    • A22C11/02Sausage filling or stuffing machines
    • A22C11/0227Supplying casings to the stuffing device

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Processing Of Meat And Fish (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von abgepackten Fleischwaren
  • und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von abgepackten Fleischwaren von der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art sowie auf eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
  • Unter abgepackten Fleischwaren sind Würste oder in schlauchförmigen Hüllen komprimiertes Fleisch, wie Schinkenstücke, zu verstehen.
  • Es wurde bereits ein Verfahren zum Füllen von Schläuchen aus endlosen Därmen mit Wurstmasse beschrieben (US-PS 3,777,331), bei dem der Darm von einer Vorschubeinrichtung mit Greif- und Halteelementen auf ein Wurstfüllrohr aufgeschoben und dort von weiteren Greif- und Halteelementen festgehalten wird. Danach kehrt die Vorschubeinrichtung in ihre Ausgangslage zurück, wo sie die zum erneuten Vorschub erforderliche Position einnimmt.
  • Durch das Wurstfüllrohr wird die Wurstmasse in den Darm gepreßt und die fertige Wurst abgebunden und abgeschnitten. Bei dieser bekannten Vorrichtung erfolgt das Abbinden und Abschneiden der Enden der Packung offenbar von Hand. Nach dem Abschneiden wird die endlose Hülle ebenfalls von Hand vorwärts gezogen.
  • Es ist auch eine gegenüber diesem Stand der Technik weiter entwickelte Vorrichtung zur Herstellung von abgepackten Fleischwaren bekannt (US-PS 3,919,739), bei der ebenfalls eine endlose schlauchförmige Hülle über einen Forizikolben zur Fülldüse eines Fleischextruders gezogen wird. Für diese Bewegung dient der Formkolben und ein Außenzylinder, die beide längs eines Führungsrahmens hin und her bewegbar sind und Ivlemmeinrichtungen zur Mitnahme der Hülle aufweisen. An der Außenseite der Fülldüse unmittelbar an ihrer oeffnung befindet sich eine Greifeinrichtung für das aufgeschobene Hüllenende. Bei dieser Vorrichtung sind automatisch arbeitende Einrichtungen zum Abbinden und Abschneiden der Hülle sowie eine Einrichtung zum Zurückziehen der Hülle vorgesehen. Ein Wasserbehälter dient zur Befeuchtung der Hülle vor dem Füllen.
  • Diese bekannte Vorrichtung ist nur für solche Schläuche verwendbar, deren Durchmesser kleiner ist als der Füllrohrdurchmesser und zeigt den Nachteil, daß sie einen relativ aufwendigen Mechanismus zum Transport der Hülle erfordert. Ferner bestehen Probleme beim Einfüllen der Fleischwaren, da die in der Hülle ursprünglich vorhandie Luft kaum entweichen kann, so daß diese Vorrichtung im wesentlichen nur für perforierte Hüllen verwendet werden kann. Außerdem besteht Gefahr, daß die Hülle beim Aufziehen auf den Formkolben ungleichmäßig verdehnt wird, so daß die resultierende schlauchförmige Verpackung einen ungleichmäßigen Querschnitt aufweist. Ein Aufweiten der Hülle über den Umfang des Füllrohrs hinaus ist mit dieser Vorrichtung nicht vorgesehen, was daran liegt, daß der Hüllenumfang bei dieser Vorrichtung kleiner sein muß als der Füllrohrumfang.
  • Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren von der im OberbegrifE des Anspruchs 1 genannten Gattung und eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens anzugeben, welche insbesondere für im wesentlichen luftundurchlässige Schläuche aus faserverstärkter regenerierter Cellulose geeignet sind, deren Umfang wesentlich größer ist als der Füllrohrumfang. Die Vorrichtung soll ferner einen weniger aufwendigen Transport der Hülle ermöglichen und auf einfache gleise die Entfernung von Luft aus der Hülle während des Füllvorgangs gestatten. Die Erfindung soll auch einen Weg aufzeigen, wie man von einer Rolle abgewickelt Schlauchabschnitte, deren Umfang im Vergleich zum Füllrohrumfang wesentlich größer ist, mit Fleischwaren füllt, ohne daß der Schlauch überfüllt wird und somit zum Aufplatzen neigt und ohne daß der gefüllte Schlauch wegen zu geringer Füllung eine faltige Oberfläche zeigt. Die gefüllten Schlauchabschnitte sollen vielmehr einen möglichst gleichmäßig Durchmesser aufweisen.
  • Diese Aufgabe wird gelöst durch das Verfahren mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 und die im Anspruch 4 angegebene Vorrichtung.
  • Die schlauchförmige Hülle besteht aus einem beispielsweise zur Herstellung von Würsten üblichen Material, wie Cellulosehydrat, Kollagen oder Kunststoff wie z.B, Polyamid oder Polyester, und ist gegebenenfalls faserverstärkt, insbesondere mit einer Papiereinlage. Sie zeigt gegebenenfalls auf ihrer äußeren und/oder inneren Oberfläche eine übliche Beschichtung, z.B. aus einem wasserdampf- und sauerstoffundurchlässigen Material, welche beispielsweise mit einem üblichen die Haftung verbessernden Mittel, z.B. einen kationischen Harz, auf der Schlauchoberfläche verankert wird. Bei Verwendung einer Hülle aus Cellulosehydrat kann diese einen üblichen Wassergehalt von z.B. 6 bis 15%, aber auch einen sehr hohen Wassergehalt besitzen, z.B. größer als 25, so daß sie vor dem Befüllen nicht gewässert werden muß. Cellulosehydrathüllen werden gewöhnlich durch oagulation von Viskose und Regenerierung der Cellulose hergestellt und enthalten bis zu 35 Gew.-% Weichmacher wie Glycerin.
  • Das Verfahren und die Vorrichtung zeigen den Vorteil, daß sie für relativ luftdichte Hüllen aus faserverstärkter regenerierter Cellulose besonders geeignet sind. Die Aufspreizstufe vor dem Aufbringen der Hülle auf das Füllrohr, bei der die Hülle aufgeweitet wird, ist nicht yergleichbar mit dem Formen der Hülle nach dem Stand der Technik, bei dem die Hülle nur ganz geringfügig aufgeweitet wird, um den aufgeweiteten Hüllenanfang auf die Füllrohröffnung aufschieben zu können. Durch das Spreizen der Hülle nach der Erfindung wird eine wesentlich stärkere Dehnung des üllnumfangs erreicht, wobei als bevorzugte Werte für die Dehnung 5 bis 30%, bezogen auf den Schlauchumfang vor der Aufspreizstufe, zu nennen sind. Die nach dem vorliegenden Verfahren bzw. nach der Vorrichtung hergestellte mit Fleischwaren gefüllte Hülle zeigt einen weitgehend konstanten im wesentlichen kreisförmigen Querschnitt. Sie ist gleichmäßig gefüllt und zeigt eine glatte, faltenfreie Oberfläche. Es wird somit für die Herstellung von Hüllen, deren Durchmesser wesentlich größer ist als der Füllrohrdurchmesser, ein Verfahren und eine Vorrichtung angegeben, die ein problemloses Füllen von Hüllenabschnitten, die von der aufgewickelten, flachgelegten Hülle abgetrennt werden, ermöglichen.
  • Eine weitere Besonderheit des Verfahrens besteht darin, daß während des Einpressens der Fleischwaren, wie Schinkenstücke oder Wurstmasse, in den einseitig verschlossenen Hüllenabschnitt das Füllrohr oder die gesamte Füllvorrichtung mit dem Füllrohr entgegen der Fließrichtung des Füllgutes bewegt werden kann. Diese Bewegung wird dabei in der Weise gesteuert, daß sie im wesentlichen der Füllgeschwindigkeit entspricht. Auf diese Weise wird der Hüllenabschnitt gleichmäßig gestopft und der Hüllenabschnitt, der auf einer Unterlage aufliegt, verändert seine Lage kaum. In weiterer Ausführungsform wird auch die Unterlage, auf der der Hüllenabschnitt aufliegt, in Gegenrichtung zur Fließrichtung des Füllgutes bewegt, wobei diese Bewegung im Vergleich zur Bewegung des Füllrohrs auf einen kurzen Weg beschränkt ist, der so bemessen ist, daß der Hüllenabschnitt im Bereich seiner Abbindung bzw. seines Clips aus dem die Abbindung bzw.
  • den Clip anbringenden Vorrichtungsteil entfernt wird.
  • Anstelle des Füllrohres kann auch nur die gefüllte Hülle mit zunehmender Füllungsmenge in Fließrichtung des Füll- gutes von der Füllrohröffnung wegbewegt werden.
  • Das Befeuchten der Hülle erfolgt auf an sich bekannte Weise, z.B. indem man die Hülle durch ein Wasserbad hindurchzieht oder durch Besprühen. Der Transport der Hülle von der Rolle, auf der sie aufgewickelt ist, bis zum Füllrohr sowie das Aufziehen auf das Füllrohr erfolgt mit üblichen mechanischen fiitteln wie angetriebenen Quetschwalzen, mit Mitnahmeeinrichtungen, wie sie in der US-PS 3,919,739 beschrieben sind, mit angetriebenen Förderrollen oder Förderbändern, welche die Hülle gegen ein Widerlager, z.B. gegen den Außenumfang der Aufspreizeinrichtung oder gegen die äußere Oberfläche des Füllrohrs, andrücken und durch Rotation transportieren (AT-PS 350 930) oder mit Abziehzangen (DE-OS 23 12 200).
  • Quetschwalzen, Förderrollen und Förderbänder liegen an der Hülle eng an, so daß die Hülle infolge der Reibungskraft mitgenommen wird. Sie bestehen vorzugsweise aus elastischem Material, welches ein nachgiebiges Anpressen unter Eindrücken dieses Materials ermöglicht. Damit ist ene sichere und beschädigungsfreie Mitnahme der Hülle gewährleistet.
  • Das erfindungswesentliche Merkmal besteht insbesondere darin, daß beim Öffnen der flachgelegten Hülle, d.h. zum Aufspreizen der Hülle zur Herstellung eines im wesentlichen kreisförmigen Querschnitts, eine Aufspreizung der Hülle erfolgt, die wesentlich über die bisher bekannte Aufweitung hinausgeht. Im Gegensatz zum bisherigen Verfahren, bei dem das Aufspreizen nur zum öffnen der flachgelegten Hülle dient und nur bis zu einem Hüllenquerschnitt erfolgt, der ausreichend groß bemessen ist, um die Hülle mit ihrer öffnung auf das Füllrohr im Bereich der Füllrohröffnung aufzuziehen, wird die Hülle nach der vorliegenden Erfindung in einem weit größen Ausmaß aufgeweitet, wobei ihr Umfang im gespreizten Zustand vorzugsweise 5 bis 30% größer ist als vor dem Spreizen.
  • Die Einrichtung zur Durchführung des Aufspreizvorgangs ist ein kugelförmiger, zylinderförmiger oder scheibenförmiger Körper, wie er in seinem prinzipiellen Aufbau bereits bekannt ist. So ist beispielsweise ein zylinderförmiger Formkolben (US-PS 3,919,739) oder ein scheibenförmiger Spreizring, wie er auf Füllrohren zum Aufspreizen von gerafften Schläuchen beim Füllvorgang (US-PS 4,077,090) bekannt ist, geeignet, die Hülle vor dem Aufbringen auf das Füllrohr weit aufzuspreizen. Besonders vorteilhaft werden Aufspreizeinrichtungen verwendet, deren Außendurchmesser variierbar ist (US-PS 4,202,075).
  • Ih besonderer Ausführungsform zeigt die Einrichtung zum Aufspreizen der Hülle kugelförmige Gestalt, die z.B. mit Druckluft auf den gewünschten Umfang aufgeblasen werden kann.
  • Zum überziehen des Schlauches über die Spreizeinrichtung und über das Füllrohr befinden sich vorteilhaft Greifeinrichtungen vor der Spreizeinrichtung bzw. vor dem Füllrohr, z.B. in Form von Saugfingern, welche die flachgelegte Hülle in eine im wesentlichen kreisförmige Querschnittsform überführen.
  • Nach Durchlaufen der Spreizeinrichtung(en) wird der Schlauch durch Walzen oder Bänder oder ein Kugellager auf einen kleineren Durchmesser verengt, wobei er eine im wesentlichen ovale oder runde Querschnittsform erhält. Mit dieser Maßnahme wird verhindert, daß die im Innern der Hülle angeordnete Spreizeinrichtung durch die Reibung an der Hülleninnenseite in Transportrichtung der Hülle mitgenommen wird.
  • Die auf das Füllrohr aufgebrachte Hüllenlänge entspricht etwa der Länge des bzw. der mit Fleischware gefüllten Hüllenabschnitts bzw. -abschnitte. Die Hüllenlänge wird an ihrem offenen Ende auf dem Füllrohr in der Weise befestigt, daß beim Füllen des Hüllenabschnitts eine Relativbewegung des Füllrohrs und des Hüllenabschnitts voneinander weg und auch ein Entweichen der eingeschlossenen Luft möglich ist.
  • Danach wird die Hülle in der Nähe der Füllrohröffnung verschlossen, z.B. durch Aufbringen eines Clips und/oder durch Abbinden, und der auf das Füllrohr aufgebrachte Hüllenabschnitt wird von der Hülle abgeschnitten. Anschließend erfolgt das Einpressen des Füllgutes in die Hülle, welche abschließend an ihrem offenen Ende ebenfalls mit einem Clip oder einer Abbindung verschlossen wird. Es können auch mehrere Füllrohre verwendet werden, die an einem Revolverkopf befestigt sind. Nach dem Aufschieben eines Hüllenabschnitts auf ein Füllrohr wird dieses Füllrohr in die Füll-Lage gedreht, d.h. in eine Position, in der das Füllgut aus dem Innern der Füllvorrichtung in das Füllrohr eintreten kann. Gleichzeitig wird mit dieser Drehbewegung ein zweites Füllrohr in die vorherige Lage des ersten Füllrohres gebracht und mit einem Hüllenabschnitt versehen.
  • Der schlauchförmige Hüllenabschnitt wird während des Füllens mit der aus dem Füllrohr austretenden und in das Innere der Hülle eingepreßten fließfähigen lasse vom Füllrohr abgezogen. Die Hülle gleitet hierbei mit ihrer inneren Oberfläche über die äußere Oberfläche des Füllrohrs und wird vorzugsweise durch auf ihre innere Oberfläche einwirkende ringförmige Elemente geglättet und abgebremst und gegebenenfalls nochmals gespreizt.
  • Bei dieser bevorzugten Ausführungsform befindet sich auf dem Füllrohr in der Nähe der Füllrohröffnung eine ringartige Einrichtung mit im wesentlichen kreisförmigen Querschnitt, über welche die Hülle beim Aufbringen auf das Füllrohr und/oder beim Abziehen vom Füllrohr während des Einfüllvorgangs gezogen wird. Diese Einrichtung zeigt je nach Größe ihres Außenumfangs eine glättende, spreizende oder sogar abbremsende Wirkung auf die mit ihrer inneren Oberfläche darüber hinweggezogene Hülle.
  • Solche Einrichtungen, die entweder Teil des Füllrohres oder selbständige Einheiten sind, die auf das Füllrohr aufgeschoben und lösbar mit dem Füllrohr verbunden sind, wurden bisher beim Füllen von gerafften Schläuchen, die sich auf dem Füllrohr befinden, verwendet (US-PSen 2,871,508, 3,264,679, 3,457,588, 4,077,090, 4,202,075).
  • Hierbei wurde der geraffte Schlauch durch diese Einheit entfältelt.
  • Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt Fig. 1 die Gesamtansicht der Vorrichtung, Fig. 2 die Einheit zum Aufspreizen der Hülle der Fig. 1 im vergrößerten Maßstab, Fig. 3a und 3b das Aufbringen der Hülle auf das Füllrohr, Fig. 4a und 4b das Abtrennen eines Hüllenabschnitts, Fig. 5a den gefüllten Hüllenabschnitt, der in Fließrichtung vom Füllrohr wegbewegt wurde, Fig. 5b den gefüllten Hüllenabschnitt, wobei alternativ zu der in Fig. 5a gezeigten Verfahrensweise das Füllrohr während des Füllvorgangs zurückgezogen wurde, Fig. 6 das Verschließen des offenen Endes des gefüllten Hüllenabschnitts, Fig. 7 die Füllvorrichtung mit verdrehbaren Füllrohren.
  • Für gleiche Vorrichtungsteile werden gleiche Bezugsziffern verwendet.
  • Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung wird die von der Wickelrolle 1 abgerollte, flachgelegte Hülle 2 mit einem üblichen Druckwerk 3, bestehend aus die Druckfarbe übertragenden Walzen 4 und einer Druckfarbe enthaltenden Wanne 5, mit einem Muster bedruckt, anschließend durch Sprühdüsen 6 mit Wasser befeuchtet, welches beispielsweise ein antibakterielles oder fungicides Mittel enthält. Mit 7 sind Umlenkrollen bezeichnet. Ein Abstreifer 9 streift überschüssiges Wasser von der Hülle ab. Die Verweilzeit der Hülle in der Sprühtorrichtung beträgt gewöhnlich 1 bis 60 Sekunden und hängt von der Füllgeschwindigkeit ab. Bei einer Wassertemperatur von beispielsweise 90"C ist eine Verweilzeit von 1 bis 10 Sekunden ausreichend, die durch Zusatz von rJetzmitteln im Wasser noch reduziert werden kann. Durch die Befeuchtung der Hülle ist eine ausreichende Dehnbarkeit der Hülle im nachfolgenden Aufspreizvorgang gewährleistet. Der Wassergehalt der Hülle liegt im optimalen Fall bei 20 bis 50 Gew.-% und wird beim Verlassen der Sprühvorrichtung mit einer üblichen nicht dargestellten Vorrichtung gemessen und überwacht. Anstelle der Sprühvorrichtung kann auch ein Wasserbad verwendet werden. Die angetriebenen Quetschwalzenpaare 14, 22 und 23 dienen zum Transport der Hülle.
  • Die in der ig. 1 (3ezeigte W;isserung der Hülle entfällt1 wenn eine vorgewässerte Hülle verwendet wird. Diese muß allerdings bei ihrer Lagerung mit einer wasserdichten Umhüllung versehen werden.
  • Die nachfolgende Einheit zum Aufspreizen der Hülle besteht aus einem Quetschwalzenpaar 10 und einem Kugellager 11 ohne Innenlaufring und einem dazwischen angeordneten kugelförmigen Rörper 12, der mit einem Ventil 26 versehen ist und mit Druckluft auf den gewünschten Umfang aufgeblasen ist.
  • Nach dem Kugellager 11 folgt eine Tänzerwalze 8 zur Spannungskonstanthaltung und eine Greifeinrichtung 13, welche die Hülle durch Ansaugen mit ihrem ringförmigen Teil öffnet und durch Bewegung in Richtung der Hüllenfortbewegung taktweise in Abschnitten auf das Füllrohr 15 einer Füllvorrichtung 16 aufbringt. Die Öffnung der Hülle wird mit der Halterung 17 auf dem Füllrohr 15 festgehalten, indem die Halterung das Hüllenende gegen den Umfang des Füllrohres andrückt. Die Rille 21 am Füllrohr 15 ermöglicht das Entweichen von Luft aus dem Hüllenabschnitt, die beim Füllvorgang von dem einströmenden Füllgut verdrängt wird. Diese Rille ist allerdings nicht unbedingt erforderlich, da durch den Bereich der Halterung 17 Luft entweichen kann. Mit 18 ist eine Schneide- und mit 19 eine Clipstation bezeichnet, mit welcher Hüllenabschnitte von der Hülle abgeschnitten und mit einem Clip verschlossen werden. In der Nähe der Füllrohröffnung ist eine mehrteilige ringartige Bremse 20 angeordnet, welche die Hülle beim Abziehen vom Füllrohr gegen das Füllrohr andrückt und ihren Ablauf dadurch abbremst. Die Auflage 25 dient zur Stützung des gefüllten Hüllenabschnitts. Mit 27 sind Saugöffnungen zum Ansaugen der Hülle mit dem ringförmigen Teil 13 bezeichnet.
  • Die in Fig. 3a bis Fig. 6 gezeigten Ausschnitte der in der Fig. 1 dargestellten Vorrichtung erläutern das taktweise Aufbringen und Befestigen der Hülle auf dem Füllrohr (Fig. 3a und 3b), das nachfolgende Abtrennen des auf das Füllrohr aufgebrachten Hüllenabschnitts, das Verschließen mit einem Clip und das Zurückziehen der Greifeinrichtung 13 (Fig. 4a und 4b), den eigentlichen Füllvorgang (Fig. 5a und Sb) und das Verschließen des Endes des Hüllenabschnitts (Fig. 6).
  • Die in Fig. 5b gezeigte Alternative besteht aus einem bewegbaren Füllrohr 15, das beim Füllvorgang entgegen der Fließrichtung des Füllgutes zurückgezogen wird und nach Entfernen des gefüllten Hüllenabschnitts in die Auslängslage zurückkehrt, wobei seine Länge etwa der Länge des zu füllenden Hüllenabschnitts ist. In dieser Ausführungsform ist eine zweite Clipstation 24 vorhanden, welche den gefüllten Hüllenabschnitt mit einem Clip verschließt. Es ist auch-möglich, anstelle der Verwendung einer zweiten Clipstation 24 die erste Clipstation 19 in Richtung der Füllrohrbewegung zu bewegen und in der Position oer gezeigten Clipstation 24 einen Clip an den gefüllten Hüllenabschnitt anzubringen. Diese Ausführungsform der Vorrichtung ist besonders raumsparend.
  • In der Fig. 7 ist eine Ausführungsform der Füllvorrichtung mit zwei Füllrohren 15a und 15b dargestellt, die beide an einem Revolverkopf 28 in Pfeilrichtung drehbar angeordnet sind. Hierbei befindet sich beispielsweise das Füllrohr 15b in der Füllposition und das Füllrohr 15a in der Position zum Aufbringen der Hüllenabschnitte. Mit 29 sind Klammern zum Festhalten der Hüllenabschnitte auf dem Füllrohr bezeichnet. Leerseite

Claims (8)

  1. PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zur Herstellung von abgepackten Fleischwaren, insbesondere von Würsten, bei dem man eine flachgelegte schlauchförmige Hülle mit einem bestimmten Umfang, insbesondere aus faserverstärkter regenerierter Cellulose, von einer Rolle abzieht, die flachgelegte Hülle gegebenenfalls befeuchtet und danach aufspreizt, sie mit ihrem offenen Ende auf ein Füllrohr mit einem bestimmten Außenumfang einer Füllvorrichtung aufschiebt und sie am Füllrohr festhält, im Abstand zur Füllrohr öffnung die Hülle verschließt und den einseitig verschlossenen Hüllenabschnitt von der Hülle abtrennt, durch das Füllrohr in den Hüllenabschnitt Fleischwaren, insbesondere Wurstmasse, einpreßt und den gefüllten Hüllenabschnitt am offenen Ende verschließt, dadurch gekennzeichnet, daß der Umfang der befeuchteten Hülle größer ist als der Außenumfang des Füllrohrs, daß man die befeuchtete Hülle vor dem Aufbringen auf das Füllrohr einem Aufspreizvorgang unterwirft, bei dem die Hülle auf einen im wesentlichen kreisförmigen Querschnitt aufgeweitet wird und während des Aufweitens einen um 5 bis 30% größeren Umfang als vor der Aufweitung erhält, die Hülle mit ihrem offenen Ende auf das Füllrohr aufschiebt, wobei die aufgeschobene Hüllenlänge im wesentlichen der Länge eines oder mehrerer Schlauchabschnitte entspricht, der bzw. die mit Fleischware gefüllt wird bzw. werden, die besagte Hüllenlänge zumindest in der Nähe ihrer öffnung an die Füllrohroberfläche unter Reibkontakt anlegt und die Hüllenlänge in der Nähe der Füllrohröffnung und im Bereich, der über das Füllrohr hinausragt, verschließt, die verschlossene Hüllenlänge von der übrigen Hülle als Hüllenabschnitt abtrennt, die Fleischware in den Hüllenabschnitt oder in einen Teil des Hüllenabschnitts einpreßt, während des Einpressens das Füllrohr und/oder den Hüllenabschnitt parallel zur Fließrichtung der Fleischware mit der Füllgeschwindigkeit voneinander wegbewegt, wobei sich der Hüllenabschnitt über das Füllrohr in Richtung zur Füllrohröffnung bewegt, und den gefüllten Hüllenabschnitt oder den gefüllten Teil des Hüllenabschnitts verschließt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man den Hüllenabschnitt während'er mit Fleischwaren gefüllt wird, über den Außenumfang einer in der Nähe der Füllrohröffnung angeordneten, ringartigen Einrichtung führt, wobei der Hüllenabschnitt geglättet sowie gegebenenfalls gespreizt und/oder abgebremst wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die von der Rolle ablaufende Hülle vor oder nach der Befeuchtung mit Wasser bedruckt.
  4. 4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, umfassend eine Füllvorrichtung (16) mit einem Füllrohr (15) mit bestimmtem Außendurchmesser, geeignet zum Einpressen von Fleischwaren, insbesondere Wurstmasse oder Schinkenstücke, in eine schlauchförmige Hülle (2) mit einem bestimmten Durchmesser, der größer ist als der Außendurchmesser des Füllrohrs (15), um- fassend Mittel (14,22,23) zum Abziehen der auf eine Rolle (1) aufgewickelten, -flachgelegten schlauchförmigen Hülle (2), gegebenenfalls eine Einrichtung (6) zum Befeuchten der Hülle (2), eine nachfolgende scheibenförmige, zylinderförmige oder kugelförmige Einrichtung (12) mit im wesentlichen kreisförmigem Querschnitt zum Aufweiten der flachgelegten Hülle (2) auf den im wesentlichen kreisförmigen Querschnitt dieser Einrichtung (12), wobei der besagte Querschnitt größer ist als der Querschnitt der Hülle (2) vor dem Aufweiten, Mittel (13,14) zum Zuführen und Aufschieben der aufgeweiteten Hülle (2) mit ihrem offenen Ende auf das Füllrohr (15) der Füllvorrichtung (16), Mittel (17) zum Befestigen der auf das Füllrohr (15) aufgeschobenen Hüllenlänge, eine in der Nähe der Füllrohröffnung angeordnete Einrichtung (18) zum Abtrennen der Hüllenlänge von der Hülle und Einrichtungen (19,24) zum Verschließen der Hüllenlänge.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittel zum Zuführen und Aufschieben der Hülle (2) auf das Füllrohr (15) aus einem Quetschwalzenpaar (14) und einer die Außenseite der Hülle ansaugenden, insbesondere ringförmigen, Einrichtung (13) besteht.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß vor und nach der Einrichtung (12) zum Aufweiten der Hülle (2) jeweils ein Mittel (10,11) zum Einschnüren der Hülle angeordnet ist.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß sich auf dem Füllrohr (15) in der Nähe der Füllrohröffnung eine ringförmige Einrichtung (20) zum Glätten, Spreizen und/oder Bremsen der Hülle beim Füllvorgang befindet.
  8. 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllvorrichtung (16) mindestens zwei Füllrohre (15a, 15b) aufweist, die an einem Revolverkopf (28) drehbar befestigt sind, wobei jedes Füllrohr in die Position des anderen gedreht werden kann, wodurch das in der einen Position mit einem Hüllenabschnitt versehene Füllrohr in die zweite Position zum Einpressen der Fleischwaren gebracht wird.
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WO2004082387A1 (de) * 2003-03-21 2004-09-30 Kalle Gmbh Wurst im textildarm und verfahren zu deren automatisierter herstellung

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