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SCHLAUCHFnRMIGE VERPACKUNGSHÜLLE AUS ZWEILAGIGEM
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FOLIENLAMINAT Die Erfindung betrifft einen als Verpackungshülle,
insbesondere als künstliche Wursthülle, verwendbaren Schlauch aus zweilagigem Kunststoffolienlaminat,
bei dem die dieses bildenden Kunststoffolien jeweils Polyamid umfassen, wobei die
die Schlauchinnenseite bildende Laminatlage aus Polymerisatgemenge besteht, das
Polyamid-6 und bis zu zwei thermoplastische Polymerisate, von denen eines ionisches
thermoplastisches Polymerisat ist, umfaßt, sowie Verfahren zur Herstellung derartiger
Schläuche.
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Es sind als Verpackungshüllen verwendbare Schläuche aus zweilagigem
Kunststoffolienlaminat beschrieben (DE-OS 27 24 252), bei denen die Lage des Folienlaminats,
die die Innenseite des Schlauchs bildet, aus Polyamid-6 und Polyolefin und bei dem
die die Schlauchaußenseite bildende Lage aus einem Polymerisatgemenge, umfassend
Polyamid-6, und vinylischem Copolymerisat, das freie OH-Gruppen aufweist, besteht.
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Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen als Verpackungshülle,
bevorzugt als Wursthülle verwendbaren Schlauch aus zweilagigem Kunststoffolienlaminat
vorzuschlagen, dessen Lagen jeweils aus Kunststoffolie bestehen, die Polyamid umfassen,
bei dem die die Schlauchinnenseite bildende Lage des Folienlaminats bei
radialer
Dehnung des Schlauchs von ca. 1 bis 5 % (quer zur Mascbinenlängsrichtung) praktisch
spieißneigungsfrel sowie praktisch kohäsionsbruchfrei ist und der bei Befüllen mit
Wurstmasse sowie in mit dieser gefülltem Zustand auch oberhalb Raumtemperatur seine
Abmessungen praktisch beibehält, d.h. unter den genannten Bedingungen praktisch
formstabil ist.
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Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird durch ein Erzeugnis
der im Anspruch 1 angegebenen Ausbildung gelöst; vorteilhafte We terbiidunqen der
Erfindung sind in den auf Anspruch 1 riickbezogenen Unteransprüchen konkretisiert.
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Unter einer aus chemisch untet-schledlichen Polymerisaten aufgebauten
Laminatlage, in der die sie bildenden Polymerisate statistisch verteilt vorliegen,
soll definitionsgemäß eine solche verstanden werden, die bezüglich ihres chemisch-stofflichen
Aufbaus heterogen aufgebaut ist, die bezüglich ihres physikalisch- bzw.
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baulich-strukturellen Aufbaus homogen ausgebildet. ist und annähernd
isotrope physikalische Kennwerte besitzt. Für eine Laminatlage, deren chemische
Ausbildung bzw. deren physikalischer Aufbau vorgenannten Bedingungen entspricht,
wird definitionsgemän der Ausdruck "Laminatlage aus Polymerisatgemenge" verwendet;
die gewichtsprozentualen Angaben zur qualitativen chemischen Charakterisierung des
stofflichen Aufbaus der stofflich mehrkomponentigen Laminatlaqe beziehen sich dabei
jeweils auf das Gesamtgewicht der Lage.
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Der erfindungsgemäße Schlauch ist aus zweilagigem Foiieniaminat aufgebaut,
wobei die die Außenseite des Schlauchs bildende Lage aus Polyamid-6,6 besteht und
die die Innenseite des Schlauchs bildende Laminatlage aus einem Polymerisatgemenge
besteht, das Polyamid-6 und bis zu zwei olefinische Polymerisate, von denen eines
ein ionisches thermoplastisches Polymerisat ist, umfaßt; sofern das Polymerisatgemenge
außer Polyamid-6 zwei chemisch unterschIedliche olefinische Polymerisate umfaßt,
von denen eins ionisches Polymerisat ist, besteht das zweite aus Polyethylen oder
Polypropylen. Die Schlauchinnenseite wird demnach durch eine Lage des den Schlauch
bildenden zweilagigen Folienlaminats gebildet, die entweder aus Polyamid-6 und ionischem
thermoplastischem Polymerisat oder aus Polyamid-6, ionischem thermoplastischem Polymerisat
und/oder Polyethylen oder Polypropylen aufgebaut ist.
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Die chemisch wie angegeben ausgebildete, die Schlauchinnenseite bildende
Lage des zweilagigen Folienlaminats, aus dem der Schlauch besteht, ist zu 20 bis
70 Gew.%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Lage, aus Polyamid-6 und zu insgesamt
30 bis 80 Gew.%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Lage, aus olefinischem Polymerisat
derart aufgebaut, daß entweder die gesamte Menge desselben aus ionischem thermoplastischem
Polymerisat besteht, oder die Gesamtmenge zu mengenmäßig überwiegendem Anteil aus
ionischem thermoplastischem Polymerisat und zu mengenmäßig geringerem Anteil aus
Polyethylen oder Polypropylen besteht.
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In den die Innenseiten der Schläuche bildenden Lagen liegen die diese
jeweils aufbauenden angegebenen Polymerisate jeweils in statistischer Verteilung
vor.
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Unter der Bezeichnung "ionisches thermoplastisches Polymerisat" sollen
definitionsgemäß thermoplastIsche synthetische Polymerisate verstanden werden, die
aus makromolekularen Kohlenwasserstoffketten aufgebaut sind, die Carboxylgruppen
aufweisen, wobei diese entweder praktisch vollständig oder teilweise mit Metallionen-,
insbesondere Natrium-, Maqnesium- oder quaLternären Ammonlumionen, ganz bevorzugt
mit Zinkionen, neutra'isiert sind.
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Als ionische thermoplastische Polymerisate sind im Rahmen der gegenständlichen
Erfindung insbesondere solche geeignet, die durch Copolymerisation von olefinischen
Monomeren, insbesondere von Ethylen, mit ionisierbaren olefinischen Monomeren, wie
bspw. Acrylsäure, besonders vorteilhaft mit Methacrylsäure, herstellbar sind, wobei
die in den durch die bezeichnete Copolymerisation gebildeten Copolymerisatketten
vorhandenen Carboxylqruppen praktisch vollst.indiq oder teilweise durch die vorstehend
bezeichneten Ionen neutralisiert sind. Im Rahmen der gegenständlichen Erfindung
besonders geeignete ionische Copolymerisate, die durch Copolymerisation von Ethylen
mit Methacrylsäure herstellbar sind, und in ihren Carboxylgruppen, bevorzugt mit
Zinkionen, praktisch vollständig neutralisiert sind, enthalten in der Molekülkette
vorteilhaft ca. 10 MoiR ionisches polymerisiertes Comonomeeres.
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Bevorzugt enthält die die Schlauch innenseite bildende Lage des den
Schlauch aufbauenden Folienlaminats als ionisches thermoplastisches Polymerisat
ein solches, das durch Copolymerisation von Ethylen mit Methacrylsäure herstellbar
ist, wobei dessen Carboxylgruppen durch Zinkionen praktisch vollständig neutralisiert
sind, wobei das Copolymerisat bevorzugt durch sphärolytische Kristallinität charakterisiert
ist.
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Die vorstehend konkretisierten, im Rahmen der Erfindung besonders
vorteilhaften ionischen olefinischen Polymerisate, insbesondere die besonders bevorzugten
angegebenen ethylenischen CopoLymerisate, bei denen eine Polymerisatkomponente Carboxylgruppen
aufweist, die praktisch vollständig durch Zink ionen neutralisiert sind, sind durch
einen Schmelzindex (MFI 190 ob/2,16 kg) im Bereich von 1 bis 5 charakterisiert.
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Die Herstellung ionischer thermoplastischer Polymerisate ist in der
Literatur, bspw. in den GB-PS'en 1 063 436, 1 011 981, 1 029 035 und 1 034 260 beschrieben.
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Es ist auch möglich, daß die die Schlauchinnenseite bildende Lage
des zweilagigen Folienlaminats, aus dem der Schlauch besteht, außer Poiyamid-6 und
ionischem thermoplastischem Polymerisat, sowohl Polyethylen als auch Polypropylen
enthält. Bei diesem qualitativen Aufbau der Laminatlage befindet sich das Polyethylen
in dieser in mengenmäßigem Überschuß zum in der Laminatlage enthaltenen Polypropylen.
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Nachfolgend werden beispielhaft bevorzugte qualitative und quantitative
chemische Ausbildungen von jeweils Innenseiten erfindungsgemäßer Schläuche bildenden
Lagen vorstehend angegebener Folienlaminate genannt: 1. Die Innenseite des Schlauchs
besteht aus einer Lage, die zu 40 bis 80, insbesondere 60 Gew.% Polyamid-6 und zu
20 bis 60, insbesondere 40 Gew.% ionischem thermoplastischem Polymerisat, insbesondere
ionischem thermoplastischem Copolymerisat, das durch Copolymerisation von Ethylen
und Methacrylsäure herstellbar ist und dessen Carboxylgruppen praktisch vollständig
mit Zinkionen neutralisiert sind.
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2. Die Innenseite des Schlauchs besteht aus einer Lage, die zu 55
Gew.% aus Polyamid-6 und zu 45 Gew.% ionischem thermoplastischem Polymerisat, insbesondere
ionischem thermoplastischem Copolymerisat, das durch Copolymerisation von Ethylen
und Methacrylsäure herstellbar ist und dessen Carboxylgruppen praktisch vollständig
mit Zinkionen neutralisiert sind.
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3. Die die Innenseite des Schlauchs bildende Lage besteht zu 60 Gew.%,
bezogen auf ihr Gesamtgewicht, aus Polyamid-6, zu 30 Gew.%, bezogen auf däs Gesamtgewicht
der Lage, aus ionischem thermoplastischem Polymerisat, insbesondere solchem, das
durch Copolymerisation von Ethylen mit Methacrylsäure herstellbar ist, wobei dessen
Carboxylgruppen praktisch vollständig mit Zinkionen neutralisiert sind, und zu 10
Gew.%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Lage, aus Polyethylen.
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4. Die die Innenseite des Schlauchs bildende Lage besteht zu 58 Ges,,
bezogen auf das Gesamtgewicht derselben, aus Polyamid-6, zu 32 Gew.%, bezogen auf
das Gesamtgewicht der Lage, aus ionischem thermoplastischein Polymerisat, das durch
Copolymerisation von Ethylen mit Methacrylsäure herstellbar ist und dessen Carboxylgruppen
praktisch vollständig mit Zinkionen neutralisiert sind, sowie zu 10 Gew.%, bezogen
auf das Gesamtgewicht der Lage, aus Polypropylen.
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5. Die die Innenseite des Schlauchs bildende Lage besteht zu 55 Gew.4
aus Polyamid-6, zu 25 Gew.% aus ionischem Polymerisat, das durch Copolymerisation
von Ethylen mit Methacrylsäure herstellbar ist und dessen Carboxylgruppen praktisch
vollständig mit Zink ionen neutralisiert sind, und zu 20 Gew.%, bezogen auf das
Gesamtgewicht der Lage, aus Polyethylen.
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Sofern die die Schlauchinnenseite bildende Lage des den Schlauch aufbauenden
Folienlaminats Polyethylen umfaßt, hat dieses eine Dichte im Bereich von 0,920 bis
0,924; Polyethylene mit Dichten unterhalb oder oberhalb der angegebenen Grenzwerte
eignen sich weniger gut als Stoffkomponente im Rahmen der gegenständlichen Erfindung.
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Sofern die die Innenseite des Schlauchs bildende Folienlaminatlage
Polypropylen umfaßt, hat dieses eine Dichte von kleiner als 0,91.
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Das bezeichnete Polyethylen hat jeweils ein Molekulargewicht entsprechend
einem nach DIN 53753 gemessenen
Schmelzindex (MFI; 190 °C/2,16
kg) im Bereich von 0,3 bis 5; das bezeichnete Polypropylen hat jeweils ein Molekulargewicht
entsprechend einem nach DIN 53753 gemessenen Schmelzindex (MFI; 230 °C/5 kg) im
Bereich von 3 bis 12.
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Das im Folienlaminat, in dessen die Innenseite des Schlauchs bildenden
Lage vorhandene Polyamid-6 ist durch folgende physikalische Kennwerte charakterisiert:
1. Viskositätszahl (gemessen nach DIN 53727): 150 bis 320 ml/g 2. mittleres Molekulargewicht
M: 20.000 bis 40.000 3. Schmelzviskosität (230 OC; y = 1000 s 1) : 300 bis 1200
Pa . s Die die Außenseite des Schlauches bildende Lage aus Polyamid-6,6 ist durch
folgende physikalische Kennwerte charakterisiert: 1. Viskositätszahl (gemessen nach
DIN 53727): 200 bis 320 ml/g 2. mittleres Molekulargewicht M: 20.000 bis 50.000
3. Schmelzviskosität (275 OC; y = 1000 s s-1) : 300 bis 1000 Pa . s
Eine
besondere Eigenschaft des erfindungsgemäßen Schlauches ist es, daß die beiden Lagen
des ihn bildenden Foleniaminats fest miteinander in Verbindung stehen. Die Verbindunfl
der beiden Lagen miteinander qilt definItIonsgemäß als fest, wenn die zu ihter Auftrennung
In zwei Lagen erforderliche Kraft zur Uberwindung der Adhäsionskraft zwischen den
Lagen - gemessen nach der T-peel-Methode - größer oder gleich 30 mN/mm bei Raumtemperatur
ist. Die Haftfestigkeitsprüfung nach der T-peel-Methode wird in der Weise durchgeführt,
daß man von einem originären zweilagigen Laminatstreifen rechteckigen Forrnats ausgeht,
ihn an einer Schmalseite durch Auseinanderziehen der ihn bildenden Lagen partiell
derart delaminiert, daß dabei ein oriqinäres, zweilagiges Streifenstück erhalten
bleibt und zwei jeweils gleichlange, jeweils einlagige Streifen entstehen. Man bringt
die einlagiqen Streifen dann jeweils in eine Lage derart, daß sie in einer gemeinsamen
Ebene verlaufen, zu der die Ebene, in der sich das zweilagige originäre Streifenstück
erstreckt, einen rechten Winkel bildet und die Schmalseite der einlagigen Streifenstücke
voneinander wegweisen.
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Es wird dann die Zugkraft ermittelt, die erforderlich ist, um das
originäre zweilagige Streifenstück zu delaminieren, indem man in den zuvor gebildeten
einlagigen Streifenstücken jeweils in entgegengesetzter Richtung zieht.
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Der Schlauch ist bei radj.ater Dehnbeanspruchung in einem Temperaturbereich
zwischen Raumtemperatur und 90 °C im
Bereich von 1 bis 5 %, bezogen
auf seine Ausgangsabmesungen, praktisch spleißfrei (spleíßneiqungsErei), d.h.
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es treten bei dieser Beanspruchung des Schlauches in der inneren Lage
des ihn bildenden Folienlaminats praktisch keine Risse auf. Sofern unter den genannten
Bedingungen überhaupt Risse eintreten, sind diese bezüglich ihrer Anzahl und ihrer
Größe jeweils vernachlässigbar gering, so daß sie praktisch keinen Einfluß auf die
angestrebten Eigenschaften des Schlauches haben.
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Als Maß für die Spleißneiqungsfteihelt des den Schlauch bildenden
Folienlaminats gilt definitionsgemäß die Weiterreißfestigkeit des Laminats; das
Laminat gilt definitionsgemäß als praktisch spleiß(neigungs)frei, wenn bei Raumtemperatur
der an einem rechteckigem Laminatzuschnitt ermittelte Mittelwert der Weiterreißfestigkeit
größer als 5 N/mm ist.
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Die Weiterreißfestigkeit des Folienlaminats wird an diesem ermittelt,
indem man am Rand des rechteckigen Folienlaminatzuschnitts eine Kerbe anbringt,
die jeweils gleichen Abstand von den benachbarten Ecken des Laminatzuschnitts hat
und deren Spitze in Maschinenrichtung des Laminats weist.
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Man spannt dann den mit der Kerbe versehenen Folienlaminatzuschnitt
derart in eine Reißmaschine ein, daß der Teil des Zuschnittes auf der linken Seite
der Kerbe in die obere Klemme, der Teil auf der rechten Seite der Kerbe in die untere
Kiemme eingespannt wird.
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Es wird dann die Reißkraft ermittelt, bei der die Folie an der Korbe
einzureißen beginnt und die erforderlich ist, das V -reiPen der Folie fortzusetzen.
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Der erfindungsgemäße Schlauch ist weiterhin dadurch charakterisiert,
daß die seine Innenseite bildende- zweite Lage des de Schlauch aufbauenden zweilagigen
Folienlaminats praktisch kohäsionsbruchfrei ist, d.h. daß bei scharfkantigem nicken
des Schlauchs im Bereich der Knickkante, in der diese Schlauchinnenseite bildenden
Lage keine Vakuolen entstehen, so daß die ursprüngliche Transluzenz des Schlauchs
bzw. die der steine Innenseite bildenden Lage auch nach Knicken des- bzw. derselben
praktisch erhalten bleiben.
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Der erfindungsgemäße Schlauch ist ferner dadurch charakterisiert,
daß er formstabil ist. Die Bezeichnunq "formstabil" soll definitionsgemäß bedeuten,
daß der Schlauch bei 80 °C eine Zugfestigkeit gleich oder größer 40 N/mm² (Dehung
# = 5 %) besitzt.
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Der erfindungsgemäße Schlauch ist ferner praktisch schrumpffrei, d.h.
er behält auch bei Erwärmen auf Temperaturen bis 200 °C seine ursprünglichen Abmessungen
ptaktisch unveränmdert bei, d.h. seine Schrumpfung ist innerhalb des angegeben Temperaturbereiches
kleiner als 1 %, bezogen auf die Ausgangsabmessungen, die der Schlauch bei Raumtemperatur
besitzt.
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Dimensionsänderungen des Schlauches, die bei Erwärmung
desselben
auf eine Temperatur im angegebenen Bereich -wenn überhaupt - auftreten, sind demnach
für praktische Zwecke vernachlässigbar gering.
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Die wie vorstehend definierte Schrumpffreiheit des Schlauches ist
Folge seiner Hersteliungsweise.
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Die gegenständliche Erfindung wird durch eine zwei Figuren umfassende
Zeichnung beispielhaft erläutert.
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In den Figuren I und II werden erfindungsqemäße Schläuche im Querschnitt
und in schematischer Darstellung gezeigt.
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Figur I stellt einen Schlauch dar, bei dem die seine Außenseite bildende
Lage aus Polyamid-6,6 und die seine Innenseite bildende Lage aus Polyamid-6 und
ionische Polymerisat besteht.
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Bei dem in Figur II gezeiqten Schlauch besteht die dessen Außenseite
bildende Lage aus Polyamid-6,6 und die seine Innenseite bildende Lage aus Polyamid-6,
ionischem Polymerisat und Polyolefin.
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In der Figur I bedeutet 1 den Schlauch in seiner Gesamtheit, 2 seine
Außenseite und 3 die seine Innenseite bildende Lage.
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In der Figur II bedeutet 4 den Schlauch in seiner Gesamtheit, 5 die
seine Außenseite und 6 die seine Innenseite bildende Lage.
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Nachfolgend wird die Herstellung erfindungsgemäßer Schläuche beispielhaft
erläutert.
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Beispiel 1 Herstellung eines Schlauchs, bei dem die seine Außenseite
bildende Lage aus Polyamid-6,6 und die seine Innenseite bildende aus Polyamid-6
und ionischem Polymerisat besteht, Ein zur Herstellung zweilagiger Folienlaminatschläuche
geeignet ausgebildeter Blaskopf mit Ringschlitzspalt wird zugleich mit zwei chemisch
verschiedenen Kunststoffschmelzeströmen heschickt, wobei der eine aus Polyamid-6,6
und der andere aus Polyamid-6- und ionischem Polymerisat besteht. Der aus Polyamid-6,6
bestehende Kunststoffschmelzestrom wird dem Blaskopf von einem ersten Extruder,
der mit Polyamid-6,6 beschickt ist, zugeführt. Der aus Polyamid-6 und ionischem
Polymerisat bestehende Kunststoffschmelzestrom wird dem Blaskopf von einem zweiten,
mit einem Gemenge aus 58 Teilen Polyamid-6 und 42 Teilen ionischem Polymerisat,
bspw. einem Copolymerisat aus Ethylen mit Methacrylsäure, bei dem praktisch sämtliche
Carboxylgruppen des Copolymerisats durch Zinkionen neutralisiert sind, beschickten
Extruder zugeführt. Das dem Blaskopf vom zweiten Extruder zugeführt genannte Stoffgemenge
ist sorgfältig gemischt, die es bildenden Poiymerisatpartikel liegen in statistischer
Verteilung in diesem vor.
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Die im Ringschlitzspalt des Blaskopfes aus den bezeichneten Kunststoffschmeizeströmen
jeweils gebildeten indi-
viduellen Schläuche in schmelzflüssigem
Zustand werden vor ihrem Austritt aus dem Biaskopf koaxial miteinander zu einem
zweilagigen Laminatschlauch vereint.
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Die bezeichneten Kunststoffschmelzeströme werden detn Blaskopf dabei
gleichzeitiq derart zugeführt, daß die Außenseite des den Ringschlitzspalt des Biaskopfes
verlassenden zweilagigen Folienschlauchs aus Polyamid-6,6 und die Innenseite desselben
aus Polyamid-6 und dem bezeichneten ionischen Polymerisat besteht.
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Unmittelbar nach Austritt des Schlauches aus dem Ringschlitzspalt
des Blaskopfes wird der sich noch in warmformbarem Zustand befindliche Schlauch
durch Einführen von Luft in seinen Hohlraum fortlaufend aufgeblasen und dabei in
seiner Abmessunq vergrößert, und zwar derart, daß IQ = 3,3 (IQ = rs/rd; rs = Schlauchhaibmesser
des fertigen Schlauches, rD = Ringschlitzspalt-Radius) und 1L = 3,6 (IL = v2/v1;
v2 = Abzugsgeschwindigkeit der Folie, vl = Fließgeschwindigkeit der Kunststoffschmelze
im Ringschlitzspalt des Düsenkörpers; vl ist dabei m/ p.f, wobei m der Mengenstrom
(g/min), p die Dichte der Schmelze bei Austr;ittstemperatur derselben aus dem Ringspalt
und f der Ringspaltquerschnitt ist.
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bedeutet Aufblasverhältnis und IL bedeutet Verzugsverhältnis. Der
Quotient aus IQ/IL wird definitionsgemäß als Folienverzug bezeichnet und liegt bei
erfindungsqemäßen Schlauchen im Bereich von 0,8 bis 1,2.
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Der zweilagige Schlauch hat einen Außendurchmesser von bspw. 83 mm
und eine Gesamtwanddicke von 60 /um, wobei
die seine Außenseite
bildende Lage eine Dicke von 35 /um und die seine Innenseite bildende Lage eine
Dicke von 25 /um besitzt.
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Der Schlauch hat unmittelbar nach Austritt aus dem Ringschlitzspalt
des Blaskopfes eine Temperatur im Bereich von 220 bis 270 OC.
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Der Schlauch wird dann auf Raumtemperatur abgekühlt, beispielsweise
indem man ihn durch eine wassergekühlte Flachlegung führt.
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Der aus dem Schlitz des Blaskopfes ausgetretene, in warmformbarem
Zustand wie angegeben aufgeblasene und danach auf Raumtemperatur ahgekühlte Schlauch
hat eine Gesamtwanddicke von 60 /um, wobei die seine Außenseite bildende Lage eine
Dicke von 35 /um und die seine Innenseite bildende Lage eine Dicke von 25 /um hat.
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Beispiel 2 Wie Beispiel 1, jedoch mit dem Unterschied, daß derjenige
Kunststoffschmelzestrom, der dessen Innenseite bildet, aus Polyamid-6, ionischem
Polymerisat und Polyethylen besteht. Der den letztgenannten Kunststoffschmelzestrom
liefernde Extruder ist dabei mit einem Gemenge aus Polyamid-6, ionischem Polymerisat,
entsprechend Beispiel 1, und Polyethylen beschickt.
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Das aus drei chemisch unterschiedlichen Polymerisaten bestehende Polymerisatgemenge
besteht aus 60 Teilen Polyamid-6 und 25 Teilen des in Beispiel 1 genannten ionischen
Polymerisates sowie 15 Teilen Polyethylen.
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Die bezeichneten Polymerisate liegen im bezeichneten Polymerisatgemenge
in diesem sorgfältig gemischt in statistischer Verteilung vor.
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In Beispiel 1 und Beispiel 2 hat der kreisförmige Austrittsspalt des
Blaskopfes einen Durchmesser von 25 mm.
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Die gesamte Wanddicke des abgekühlten zweilagigen Schlauches beträgt
60 /um; die seine Außenseite bildende Lage hat eine Dicke von 35 /um, die seine
Innenseite bildende Lage eine Dicke von 25 /um.