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DE3212103A1 - Verfahren und anordnung zur analog/digital-umsetzung - Google Patents

Verfahren und anordnung zur analog/digital-umsetzung

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DE3212103A1
DE3212103A1 DE19823212103 DE3212103A DE3212103A1 DE 3212103 A1 DE3212103 A1 DE 3212103A1 DE 19823212103 DE19823212103 DE 19823212103 DE 3212103 A DE3212103 A DE 3212103A DE 3212103 A1 DE3212103 A1 DE 3212103A1
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DE
Germany
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signal
analog
digital
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clock
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Application number
DE19823212103
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English (en)
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DE3212103C2 (de
Inventor
Manfred Dipl Ing Zimmer
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Telefunken Systemtechnik AG
Original Assignee
Licentia Patent Verwaltungs GmbH
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Publication date
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Publication of DE3212103A1 publication Critical patent/DE3212103A1/de
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Granted legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03MCODING; DECODING; CODE CONVERSION IN GENERAL
    • H03M1/00Analogue/digital conversion; Digital/analogue conversion
    • H03M1/12Analogue/digital converters
    • H03M1/124Sampling or signal conditioning arrangements specially adapted for A/D converters

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Theoretical Computer Science (AREA)
  • Analogue/Digital Conversion (AREA)

Description

  • Verfahren und Anordnung zur Analog/Digital-Umsetzung
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Analog/Digital-Umsetzung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 und eine Anordnung zur Durchführung des Verfahrens.
  • Der starke Trend, der eines Tages zur vollständigen Digitalisierung der Signalverarbeitung bis in den GHz-Bereich führen wird, erfordert immer schnellere und zugleich erheblich genauere A/D-Umsetzer (abgekürzt: ADU) bei abnehmendem technischen Aufwand. Doch den A/D-Umsetzern sind heute vor allem technologisch bedingte enge Grenzer. gesetzt. So sind auf dem Markt gegenwärtig noch keine A/D-Umsetzer erhältlich, die bei einer Umsetzungsfrequenz von größer 20 MHz eine Auflösung von mehr als 10 Bit bieten können.
  • Ein allgemein bekanntes und häufig angewendetes Verfahren zur Steigerung der Auflösung ist die N-fache Überabtastung (ganzzahliges Vielfaches der Nyquistfrequenz fs = 2B) eines umzusetzenden Signals mit digitaler Tiefpaßfilterung nach der A/D-Umsetzung und entsprechender Abtastratenreduktion 1/N. Hierbei nutzt man den sogenannten "Processing Gain", der Filterung aus, wobei eo die Quantisierungsrauschleistungen ohne und Per mit Abtastratenreduktion darstellen. Damit ergibt sich ein Auflösungsgewinn G pro Oktave Überabtastung von maximal 3 dB. Durch weitere systembedingte Maßnahmen ist dieses Grundverfahren erweiterbar, um damit maximal 6 dB pro Oktave an Auflösung gewinnen zu können. Doch nimmt man in der Regel dadurch Nachteile, wie z. B. nur eine bandbegrenzte, dynamische Zunahme der Aussteuerbarkeit, großer schaltungstechnischer Aufwand und komplizierte Zeitabläufe, in Kauf.
  • Rekursive Verfahren zur Steigerung der Auflösung sind unter anderem durch die Veröffentlichungen: S., K., Tewksbury, R., W., Hallock, "Oversampled, Linear Predictive and Noise-Sharping Coder of Order N - 1", IEEE Transactions on Circuits and Systems, Vol. Cas-25, No. 7, Juli 1978, S. 436 - 447, und R.J. Karwoski, "Predictive coding improves ADC performance", EDN, Oktober 5, 1979, S. 137 - 143, bekannt.
  • Sie beruhen alle auf einer zusätzlichen, additiven Regelung (Offsetverschiebung) des Aussteuerbereiches des A/D-Umsetzers, derart, daß die Momentanamplituden im zeitlichen Mittel unabhängig von ihrer Größe immer im Aussteuerbereich des ADUs zu liegen kommen. Je nach Art der Bildung der Regelabweichung (Schätzwerte bzw. Signaldifferenzen) wird zwischen einem "Predictive Coder" und einem "Noise-Sharping Coder" unterschieden. Beide Methoden sind aber sehr zeitintensiv und technisch aufwendig, da eine oder mehrere Signalrückführungen mit Filterung vom digitalen ADU-Ausgang zum analogen ADU-Eingang bestehen müssen. Zur Amplitudenwiederherstellung ist beim "Predictive Coder" auf der ADU-Ausgangsseite eine umfangreiche Signalentzerrung durch digitale Filter notwendig. Die Übertragungsfunktion g(i) des Entzerrungsfilters muß der inversen Übertragungsfunktion f(&) der Regel schleife gemäß der Bedingung f(X) g(K) = 1 genügen.
  • Damit sind bei der technischen Realisierung vor allem für die analogen Übertragungsglieder große Verarbeitungsbandbreiten bei zugleich voller Systemgenauigkeit erforderlich. Diese Nachteile stehen heute einer breiten Anwendung der Verfahren entgegen.
  • Verfahren zur Steigerung der dynamischen ADU- und DAU-Auflösung, die ohne Signalrückführungen auskommen, sind in der Regel nicht so zeitintensiv und deshalb gegenüber den rekursiven Methoden breitbandiger zu realisieren. Solche Methoden sind bekannt durch die Veröffentlichung: T., M., Claasen, W., G., Mecklenbräuker, J., H., Peek, N., van Hurck, "Signal Processing Method for Improving the Dynamic Range of A/D and D/A Converter", IEEE Transactions on Acoustics, Speech, and Signal Processing, Vol ASSP-28, No. 5, Okt. 1980, S. 529 - 538.
  • Hier wird durch eine analoge, aber nichtlineare Vorverzerrung mit der Funktion f() das umzusetzende Signal x(oC) einer Dynamikkompression derart unterzogen, daß der nachfolgende ADU im Zeitmittel nicht übersteuert wird. Die Aussteuerungsregelungen der rekursiven Methoden werden hier also durch geeignete Amplitudensteuerung ersetzt. Mit einer digitalen Nachentzerrung mit der Funktion g(g), die zur Funktion f(K) genau invers sein muß, wird die analoge Vorverzerrung des Eingangssignals x(t) dann wieder aufgehoben. Für die technische Anwendung hat sich dabei als günstig eine einfache Analogintegration y(t) zum Verzerren f(oC) des Signals x(t) gezeigt. Vor der anschließenden Tiefpaßfilterung mit Abtastratenreduktion des Digitalsignals Z(n) muß dann aber eine Digitaldifferentiation (Differenzbildung) von erster Ordnung =(n) = z(n) - z(n-1) erfolgen.
  • Daraus ist ersichtlich, daß diese Integrations-/Differentationsmethode große Signalverarbeitungsbandbreiten ermöglichen sollte, wobei der technische Aufwand dazu relativ gering sein kann. Dem stehen aber einige entscheidende Nachteile gegenüber. Die analogen und zugleich nichtlinearen Übertragungsglieder müssen die volle Systemgenauigkeit und Übertragungslinearität (zumindest abschnittsweise) über die gesamte Signalaussteuerung und Bandbreite erbringen. Dies ist in vielen Fällen mit den gegenwärtig verfügbaren technischen Mitteln nicht oder sehr schwer erreichbar.
  • Außerdem ist der Auflösungsgewinn G nicht über das gesamte Signalnutzband B = f5 /2 konstant (dynamische Auflösung). Bei tiefen sowie hohen Signalfrequenzen geht der Gewinn G durch das Verfahren weitgehend verloren. Auch ist der ADU vor momentanen Signalübersteuerungen durch den Analogintegrator nur schwer zu schützen. Infolge seiner Signalakkumulation liefert iedes integrierende Filter bzw. Integrator am Ausgang einen vergrößerten dynamischen Bereich, der hier von dem ADU nur näherungsweise abgedeckt werden kann.
  • Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Verfahren und eine Anordnung zur Analog/Digital-Umsetzung anzugeben, welche mit geringem technischen Aufwand eine Steigerung der Auflösung und Genauigkeit von schnellen Analog/Digital-Umsetzern geringer Auflösung erlauben.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ist im Patentanspruch 1 beschrieben, die erfindungsgemäße Anordnung im Patentanspruch 2. Die weiteren Ansprüche beinhalten vorteilhafte Ausbildungen und Weiterbildungen der Erfindung.
  • Die technisch physikalischen Mängel bei den herkömmlichen Verfahren, ungenügende Bandbreiten und Genauigkeiten bestimmter Systemkomponenten, Aussteuerungs- und Frequenzabhängigkeit der Systemauflösung und oft zu großer schaltungstechnischer Aufwand, werden bei dem erfindungsgemäßen Verfahren weitgehend vermieden.
  • Die Erfindung wird im folgenden anhand der Figuren näher erläutert.
  • FIG. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Anordnung. Diese umfaßt einen bzw. zwei Abtasthaltekreise AHK am Eingang'zur Hauptabtastung des Signals x(t) mit dem Abtasttakt TA = l/fA, einen Offsetsignalgenerator zur Signalpegelverschiebung b(t) mit dem Wiederholtakt T5, eine Signalsummationsstelle am ADU-Eingang, einen entsprechend schnellen A/D-Umsetzer von geringer Auflösung, der mit dem höherfrequenten Takt TU = TA/N gleichzeitig digital das pegelverschobene Signal s(t) N-fach überabtastet und quantisiert, und einen digitalen Tiefpaß TP als Mittelwertbildner mit anschließender Abtastratenreduktion.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren beruht auf einer (linearen) Interpolation von Digitalwerten. Die groben ADU-Pegelwerte z(i) mit K Bit-Auflösung werden in feinere Systempegelwerte x(n) mit L Bit-Auflösung unterteilt. Hierbei führt der digitale Mittelwertbildner am ADU-Ausgang die eigentliche Interpolationsfunktion durch. Da das System intern mit N-facher Überabtastung arbeitet, muß nach der digitalen Tiefpaßfilterung eine Abtastratenreduktion von 1/N vorgenommen werden. Eine entscheidende Voraussetzung muß aber hier der ADU erfüllen. Trotz seiner für die Umsetzung wirksamen geringen Auflösung von K Bit, muß seine tatsächliche Genauigkeit bezüglich der differentiellen Linearität (Kantenschärfe der Umsetzpegel! ? der höheren Systemauflösung von L Bit genügen. Es sind deshalb nur ADUs mit einer Genauigkeitsreserve qR C q/2 (1/2 LSB) an differentieller Linearität und thermischem Rauschen (ausgenommen Jitter der Abtastung!) sinnvoll einzusetzen.
  • Doch stellt dies für den technischen Einsatz heute kein nennenswertes Hindernis mehr dar. Es befinden sich gegenwärtig mehrere monolythische Parallelumsetzertypen auf dem Markt, die diese Voraussetzungen erfüllen.
  • Wenn zwei Abtasthaltekreise AHK1 und AHK2 verwendet werden, so tasten diese das Eingangssignal x(t) abwechselnd ab. FIG. 3 zeigt ein Impulsschema für eine Anordnung mit einem Abtasthaltekreis, FIG. 4 ein Impulsschema für eine Anordnung mit zwei AHK.
  • Durch den bzw. die Abtasthaltekreise wird das analoge Eingangssignal x(t) einer Hauptabtastung mit Hilfe der Folge von Diracstößen und der Abtastfrequenz fA = 1/TA, unterzogen. Infolge der Addition eines geeigneten Offsetsignals b(t) beliebiger Wellenform, wie Rampen-, Sägezahn-, Treppen-, Sinussignal oder statistisches Signal mit vorgegebener Amplitudengleichverteilung (Pseudo-Random-Signal) wird das abgetastete Signal Yn yi innerhalb des Hauptabtastintervalls TA N.M-fach pegelverschoben. FIG. 2 zeigt den Einfluß eines Sägezahn-Offsetsignals auf einen ADU-Pegel mit zugehörigem Kodewort z. Dabei muß das Offsetsignal b(t) die Amplitude q/2 (q = Auflösung des internen ADUs) und die Signalwiederholfrequenz fs = 1 /es = M (M a 1, ganzzahliger Faktor, N = Faktor der internen Überabtastung) aufweisen.
  • Eine Erhöhung der Offsetsignalwiederholfrequenz, fs > (M > 1) bringt keine Verbesserung der Systemauflösung durch Mittelung, kann aber systembedingte, interne Rauscheffekte, wie thermisches Rauschen und Umsetzungsjitter des ADU verringern. Entsprechend damit ist eine Steigerung der internen Überabtastung verbunden, also statt N-fache eine N.M-fache Überabtastung.
  • Es liegen also während des Intervalls TA am ADU-Eingang zeitlich nacheinander N.M verschiedene Zwischenpegel des Signales sn an. Das Signal yn wird dadurch am ADU gerade um maximal 2q additiv ausgesteuert und überstreicht dabei immer gerade zwei Schaltschwellen q1 und qi+1 des AD-Umsetzers, vgl. FIG. 2. Damit ergibt sich im Intervall TA und zum Zeitpunkt tn und ti der Summenpegel s(nTA) = sn = yn + bn,i = yn + bi oder mit den Kennlinienfunktionen A(x) = Q(s) = 1 gesetzt Sn = x + bi mit bi max = q/2, wobei für X(nT) = X geschrieben wird (Quasi statisches Verhalten der AHKs in der Haltephase). Vom ADU werden nun ebenfalls im Intervall TA die Summenpegel genau N.M mal abgetastet und umgesetzt (N.M-fache interne Signalabtastung). Damit läßt sich die A/D-Umsetzung im Umsetzungsintervall TU mit der Abtastfrequenz fU = 1/TU = N.M.fA zum Zeitpunkt tn und ti angeben, Zn,i = zi = int 1/q (x + bi), wobei für alle weiteren Formeln M = 1 angenommen wird. Der nachfolgende Mittelwertbildner (digitaler Tiefpaß) führt dann genau eine N-schrittige Mittelung von ADU-Kodeworten z. aus.
  • Die Art der Mittelung, ob linear oder gewichtet, hängt von der Wellenform des Offsetsignales b(t) ab. Bei linearen Rampen, Sägezähnen und Treppensignalen kann die Mittelung über das Abtastintervall TA linear erfolgen.
  • Zur weiteren Auswertung obiger Mittelungsformel wird X = Zi q + r gesetzt, wobei r < q den Quantisierungsrest von x darstellt.
  • Damit kann für die Mittelung geschrieben werden. Da der Ausdruck int (1 .zi.q) bei der q Summation keinen Fehlerbeitrag durch die int-Rundung liefern kann, vereinfacht sich die Formel zu: Mit der Bedingung für den Mittelwert bi des Offsetsignals bi kann man die Summationen auflösen und schreiben - + 1 N.r 1 1 Xn = Zn + N int ( q oder xn = int x/q + 1/N int (N.r/q + ½) Diese Formel ist identisch mit Xn = int (Nqx) = int die besagt, daß am Systemausgang eine wirksame Quantisierung qN mit qN = 1/N . q vorliegt. Damit ergibt sich ein Auflösungsgewinn G für das erfindungsgemäße System bei N-facher interner Überabtastung von G = q = N, bzw. G # 6#(N-1) in dB qN oder pro Oktave Überabtastung eine Dynamiksteigerung von 6 dB.
  • Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist, daß sich nicht nur der Quantisierungsrest r = x -der internen A/D-Umsetzung um den Faktor 1 verringert, N sondern daß auch die Quantisierungsrauschleistung P (f) des Systems (Pe(f) = Quantisierungsrauschleistung des ADUs) im Signalnutzband B (0 # B < fA/2) nahezu konstant und damit frequenzunabhängig bleibt. Anhand des Parsevalschen Theorems (Engergiesatz) der Fouriertransformation, das besagt, daß die Signalenergie Et im Zeitbereich gleich der Signalenergie Ef im Spektralbereich sein muß, läßt sich dies beweisen. Da der interne A/D-Umsetzer eine höhere Quantisierungsrauschenergie liefert als diejenige, welche im Signalnutzband B des Systems erscheint, muß die Quantisierungsrauschleistung P (f) in der Abtastlücke zwischen f fA/2 und fU ~ pa/2 ein Maximum aufweisen, d. h. in diesem Bereich ist Ps(f) nicht konstant. Diese in der Abtastlücke erhöhte spektrale Quantisierungsleistung ist aber nach außen nicht wirksam, da sie vollkommen außerhalb des Signalverarbeitungsbandes B liegt. Doch ist damit das erfindungsgemäße Verfahren zu der Klasse der nichtrekursiven "Noise-Sharping-Coder" zu rechnen.
  • Bei der technischen Realisierung des Verfahrens nach FIG.
  • 1 mit einem Abtasthaltekreis tritt die Schwierigkeit der optimalen zeitlichen Steuerung des Systems auf. Während der Verst.-Phase ("Tracking-Phase") innerhalb der Abtastperiode TA des AHKs, vgl. FIG. 3, muß die Umsetzung durch den ADU unterbrochen werden und damit verbunden der Umsetztakt TU ruhen. Diese Zeit, die hier zu TA/2 angenommen wird, geht für die nutzbare Signalbandbreite B verloren. Das bedeutet, daß, um die volle Nutzsignalbandbreite B zu gewährleisten, eine interne Überabtastung f ~ 2-N-fA vorgenommen werden muß. Damit verdoppelt sich die Geschwindigkeitsanforderung an den ADU und an die nachfolgenden Systemkomponenten. Mit zwei Abtasthaltekreisen AHK1 und AHK2, die vorzugsweise im Duplexbetrieb arbeiten, und zusätzlich einem analogen Wechselschalter kann dieser Nachteil vermieden werden. Innerhalb der entsprechenden Halte-Phasen der AHKs, vgl. FIG. 4, wird hierbei im Rhythmus von TA bzw. TA das Ausgangssignal y1(t) von AHK1 oder y2(t) von AHK2 abwechselnd an die Summationsstelle gelegt. Damit wird für die interne weitere Verbindung ein unterbrechungsfreier Betrieb erreicht. Die voll nutzbare Signalbandbreite B bei N-facher interner Überabtastung ist somit ohne Einschränkung wirksam und es sind keine zusätzlichen Geschwindigkeitsanforderungen an die einzelnen Systemkomponenten zu stellen.
  • Zur Erzeugung der notwendigen Offsetsignale b(t) mit verschiedenen Wellenformen sind eine Fülle von Schaltungskonzepten geeignet. Besonders vorteilhaft für das Interpolationsverfahren sind lineare, treppenförmige Offsetsignale, die mit dem Umsetztakt TU synchron laufen.
  • Hierbei braucht der interne ADU nicht als "digitaler Abtaster" zu arbeiten, denn während der Umsetzzeit TU liegt jeweils ein konstanter Summenpegel si als Treppensignal vor. Damit wird eine "quasistatische Signalumsetzung" erreicht und hierfür sind nicht nur getaktete Parallelumsetzer, die grundsätzlich ohne Abtasthaltekreise auskommen, sondern auch alle anderen Umsetzungsverfahren (z. B. sukzessive Approximation) prinzipiell einsetzbar.
  • Einen solchen bevorzugten Treppensignalgenerator zur Offsetverschiebung von xi zeigt FIG. 5. Der (Binär-) Zähler, der mit T5 = TA/N getaktet wird, liefert eine kontinuierliche Zahlenfolge bi an einen schnellen, glitcharmen D/A-Umsetzer mit der geringen Auflösung von ld N Bit. Dieser D/A-Umsetzer erzeugt aus der bi-ertfolge dann die erforderliche Treppenform des Offsetsigna-les b(t). Eine nachfolgende Glättung durch einen Tiefpaß darf hier nicht erfolgen! Die richtige Amplitude von q/2 des Treppensignales ist dann durch das nachgeschaltete passive Dämpfungsglied genau einstellbar.
  • Die Mittelwertbildung kann grundsätzlich mit rekursiven Filtern, FIG. 6, oder mit transversalen Filtern erfolgen.
  • Beim rekursiven Filter, das als einfacher Akkumulator vom Grad 1 mit vorgeschalteter Skalierung Cs = 1/N arbeiten kann, ist bei linear ansteigenden bzw. abfallenden Offsetverschiebungssignalen b(t) der Filterkoeffizient CF = 1 zu setzen. Außerdem muß bei einer solchen nichtkonvergierenden Mittelung der Registerinhalt von Register 1 zu Beginn jedes neuen Mittelungsablaufes mit TRes et auf Null gesetzt werden. Bei andersartigen Offsetsignalen, z. B. sinusförmigen Signalen, die eine gewichtete Mittelung erfordern, ist der Filterkoeffizient CF nicht konstant und deshalb schaltbar zu halten.
  • Wird ein transversales Filter verwendet, so entfallen diese Nachteile der Rücksetzung und der schaltbaren Filterkoeffizienten. Dagegen muß hier der Filtergrad gleich N, der über N-Werte zu mittelnden Zahlenfolge Zi' werden. Das heißt, es sind N Registerzellen sowie N+1 Filterkoeffizienten Ci einzusetzen. Nur im Falle der linearen Mittelung sind alle Filterkoeffizienten Ci = 1/(N+1) gleich und konstant zu wählen. In diesem Falle können sie auch Ci = 1 gesetzt werden; wenn vor der Filterung eine Skalierung Cs = 1/(N+1) der Datenfolge zerfolgt.
  • Die anschließende Abtastratenreduktion für die Datenfolge Xn ist sehr einfach und in beiden Fällen durch ein weiteres Register (Register 2 in FIG. 6) am Filterausgang zu realisieren. Dieses ist mit dem Takt TA = N-Tu zu betreiben. Damit wird die interne Signalüberabtastung wieder rückgängig gemacht. Für die Signalvearbeitung außerhalb des Systems ist deshalb nur der Abtasttakt TA und damit die Verarbeitungsbandbreite B = 1/(2pa) wirksam.

Claims (7)

  1. Patentansprüche öl. Verfahren zur Analog/Digital-Umsetzung mit N-facher Überabtastung eines umzusetzenden analogen Eingangssignals, dadurch gekennzeichnet, - daß das Eingangssignal x(t) mit einem Takt TA abgetastet und gehalten wird, - mit einem Offsetsignal b(t) beliebiger Wellenform N-M-fach, M = Integer > 1, im Pegel verschoben wird, wobei das Offsetsignal b(t) mit einem Takt Ts = TA/M periodisch ist und eine Amplitude von q/2 aufweist, q = Auflösung des eigentlichen Analog/Digital-Umsetzers, - daß das im Pegel verschobene Signal im Takt TU = TA/N.M mit einem schnellen Analog/Digital-Umsetzer geringer Auflösung digitalisiert wird, - und daß das digitalisierte Signal z(i) einer Mittelwertbildung mit anschließender Abtastratenreduktion von 1/N unterzogen wird.
  2. 2. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch folgenden Aufbau: - das analoge Eingangssignal x(t) ist einem Abtasthaltekreis (AHK) zugeführt, welcher mit dem Takt TA abgetastete Signale y(t) ausgibt, - ein Offsetsignalgenerator erzeugt das Offsetsignal b(t); dieses wird in einer Signalsummationsstelle dem abgetasteten Signal y(t) aufaddiert zum pegelverschobenen Signal s(t), - das pegelverschobene Signal s(t) ist einem schnellen Analog/Digital-Umsetzer (A/D) von geringer Auflösung zugeführt, welcher das Signal im Takt TU überabtastet, quantisiert und als digitalen Wert z(i) mit K Bit-Auflösung ausgibt, - der digitale Wert z(i) ist einem als Mittelwertbildner ausgelegten digitalen Tiefpaß (TP) mit anschließender Abtastratenreduktion zugeführt (FIG. 1).
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein zweiter Abtasthaltekreis vorgesehen ist sowie ein analoger Wechselschalter zum wechselweisen Anschalten des Ausgangs der beiden Abtasthaltekreise an die Signalsummationsstelle, und daß die beiden Abtasthaltekreise (AHK1, AHK2) wechselweise das analoge Eingangssignal x(t) abtasten (FIG. 4).
  4. 4. Anordnung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Offsetsignalgenerator ein lineares, treppenförmiges Offsetsignal b(t) abgibt, welches mit dem Umsetztakt Tu synchron läuft.
  5. 5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Offsetsignalgenerator aus der Hintereinanderschaltung eines Binärzählers, der mit T5 = TA/N getaktet ist, eines schnellen Digital/Analog-Umsetzers mit der Auflösung ld N Bit und eines einstellbaren Dämpfungsgliedes besteht (FIG. 5).
  6. 6. Anordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der digitale Tiefpaß ein rekursives Filter ist, und daß er als Akkumulator vom Grad 1 mit vorgeschalteter Skalierung C5 = 1/N ausgebildet ist (FIG. 6).
  7. 7. Anordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der digitale Tiefpaß ein transversales Filter vom Filtergrad N ist.
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