DE3211550A1 - Gleichstrommeldeanlage - Google Patents
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- G08B25/00—Alarm systems in which the location of the alarm condition is signalled to a central station, e.g. fire or police telegraphic systems
- G08B25/01—Alarm systems in which the location of the alarm condition is signalled to a central station, e.g. fire or police telegraphic systems characterised by the transmission medium
- G08B25/018—Sensor coding by detecting magnitude of an electrical parameter, e.g. resistance
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Description
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT Unser Zeichen: Berlin und München VPA
82 P 1 2 3 7 DE
Gleichstrommeldeanlage
Die Erfindung betrifft eine Gleichstrommeldeanlage mit mindestens einer von einer Zentrale ausgehenden, mit
einem Endglied abgeschlossenen Meldelinie, an die jeweils mehrere Melder angeschlossen sind, deren jeweiliger
Widerstandswert durch je einen Meldeschalter sprunghaft
veränderbar ist, wobei in der Zentrale zur Ermittlung des augenblicklichen Widerstandswertes der jeweiligen
Meldelinie eine Meßeinrichtung und dieser nachgeschaltet eine Auswerteeinrichtung vorgesehen sind.
Gleichstrommeldeanlagen für Brandschutz, Notruf oder andere Gefahrenüberwachungseinrichtungen, wie beispielsweise
Intrusionsschutz, sind weit verbreitet, da sie nur einen geringen Aufwand erfordern. Dabei sind an jeder
Meldelinie, die im allgemeinen aus einer Zwei-Draht-Leitung besteht und auch" als Meldeschleife bezeichnet
wird, jeweils mehrere Melder parallel angeschlossen. Die Meldelinie ist mit einem Endglied, z.B. einem Widerstand,
abgeschlossen. Der Abschlußwiderstand sorgt für einen Ruhestrom, über den die Leitung überwacht wird.
Im Alarmfall ändert der alarmgebende Melder seinen Widerstand und damit den Gesamtwiderstand der Leitung.
Der sich erhöhende oder auch erniedrigende Strom gilt als Alarmkriterium. In der Zentrale ist jedoch bei den
bekannten Anlagen im allgemeinen nicht feststellbar, welcher Melder der Melderlinie den Alarm ausgelöst
hat.
En 1 Wt / 25.3.1982
-Z- VPA 82 ρ t 2 3 7 OE
Es sind Meldeanlagen bekannt, bei denen die einzelnen
Melder einer Melderlinie identifizierbar sind« Allerdings ist dies nicht häufig bei Gleichstrommeldeanlagen
üblich. Wenn dies der Fall ist, ist ein erheblich höherer Schaltungsaufwand für die Anlage und für die einzelnen
Melder erforderlich. Aufgabe der Erfindung ist es* eine
Gleichstrommeldeanlage, insbesondere ein Einbruchmeldeanlage, zu schaffen, bei der die einzelnen Melder
einer Meldelinie bei Alarmauslösung id©ntifizierbar
ΐο sind.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einer Anlage der eingangs erwähnten Art dadurch gelöst, daß jeder Melder
einen in Reihe in die Meldelinie geschalteten Widerstand und einen parallel zur Meldelinie angeordneten, im Ruhezustand
offenen Meldeschalter aufweists und daß die
Auswerteeinrichtung aus dem Widerstandswert der jeweiligen
Meldelinie die Anzahl der augenblicklich an die jeweilige Meldelinie angeschlossenen Melder ermittelt und
bei Abweichung von einem Widerstands-Sollwert, der der
Anzahl sämtlicher Melder der jeweiligen Meldelinie entspricht, in einer nachgeordneten Anzeigeeinrichtung den
alarmauslösenden Melder bzw. eine Störung anzeigt.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung der einzelnen Melder mit einem Widerstand, der in Reihe in die Meldelinie
geschaltet ist, und einem parallel zur Meldelinie angeordneten Schaltelement, das im Alarmfall geschlossen
wird, bildet die Meldelinie eine Leiterschleife mit festen, in Reihe geschalteten Widerständen. Die jeweilige
Meldelinie weist einen bestimmten Gesamtwiderstand auf, der im wesentlichen von der Summe der angeschalteten
Melder bzw. deren Widerstände gebildet ist"» Das Ansprechen eines oder mehrerer Melder bewirkt eine Änderung
des Gesamtwiderstandes der Meldelinie» Das Ansprechen
eines bestimmten Melders ergibt eise ganz bestimmte
Widerstandsänderung, denn der bestiimte Melder schließt die Meldelinie kurz, so daß nur noch die Melder zwischen
der Zentrale und dem bestimmten Melder zum momentanen Gesamtwiderstand der Leitung, d.h. der Meldelinie, beitragen.
Von der Zentrale aus wird jede Meldelinie auf seinen momentanen Widerstandswert überwacht. Eine Meßeinrichtung,
1odie z.B. direkt den Meldelinienwiderstand mißt oder
über eine Strom- oder Spannungsmessung den Widerstandswert indirekt ermittelt, stellt den augenblicklichen
Widerstandswert der Meldelinie fest. Weicht der augenblickliche Widerstandswert der Meldelinie vom Widerstandswert
der Meldelinie, der der Anzahl sämtlicher an die Meldelinie angeschlossenen Melder entspricht,
also einem Widerstands-Sollwert ab, so wird ein Alarm gegeben und aus dem gemessenen Meldelinien-Widerstandswert
die Anzahl der noch angeschlossenen Melder und daraus der alarmauslösende Melder ermittelt.
Gerade bei Intrusionsanlagen, wo bis zu 20 Melder an eine Linie angeschlossen werden dürfen, lassen sich
gemäß der Erfindung einfache, preisgünstige und dennoch zuverlässige Meldeanlagen aufbauen. Mit den heutigen
Meßeinrichtungen ist es bei bis zu 20 Meldern an einer Linie möglich, den einzelnen, alarmauslösenden Melder
zu identifizieren und in der Zentrale anzuzeigen. Dabei kann der Meldeschalter, der im einfachsten Fall ein
Schließkontakt sein kann, von der Zentrale aus gesehen vor oder nach dem Widerstand des einzelnen Melders angeordnet
sein. Ist er nach dem Melderwiderstand angeordnet, so ist als Endglied ein Abschlußwiderstand nach dem letzten
Melder in der Meldelinie vorzusehen. Im anderen Fall ist die Meldelinie am Ende nur kurzuschließen, so daß ein
zusätzlicher Abschlußwiderstand entfällt.
-tf- VPA
82 P 1 2 3 7 DE
Zweckmäßigerweise können die einzelnen Melder gleiche
Bauelemente, z.B. gleichwertige Widerstände aufweisen. Dadurch können sehr preiswerte Melder installiert
werden, deren Anordnung in der Meldelinie beliebig sein kann, weil bei keinem Melder eine spezielle
Codierung für eine Identifizierung erforderlich ist.
Die Erfindung wird nachfolgend an Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung näher erläutert«
Ίο.
Es zeigen
Fig. 1 die Schaltung mehrerer Melder^ die mit einer
Meldelinie an einer Zentrale angeschlossen sind,
"1^ Fig. 3 eine Abwandlung der Melderschaltung gegenüber
Fig.1,
Fig. 3 ein Prinzipschaltbild der Zentrale und
Fig. k ein Prinzipschaltbild für die Auswerteeinrichtung
mit Diskriminatoren.
In Fig. 1 ist an die Zentrale Z eine Meldelinie ML angeschlossen. An die Meldelinie ML sind die einzelnen
Melder M1 bis Mn angeschaltet. Dabei ist der Widerstand R des einzelnen Melders in Reihe in die Meldelinie geschaltet.
Der Meldeschalter S ist hier als einfacher Schaltkontakt dargestellt. Er ist parallel zur Meldelinie
angeordnet und bei Ruhe geöffnet. Der Meldeschalter ist von der Zentrale Z aus gesehen in diesem
Fall vor dem Melderwiderstand R angeordnet, so daß die
Meldeleitung am Ende mit einem Kurzschluß EG abgeschlossen ist.
-Z- VPA 82 P 1 2 3 7 DE
In Fig.2 ist eine abgewandelte Melderschaltung dargestellt.
Die Meldelinie ML ist an der Zentrale Z angeschlossen. An die Meldelinie ML sind mehrere Melder M1
bis Mn angeschlossen. Der Melderwiderstand R ist wieder wie in Fig.1 in Reihe in die Meldelinie geschaltet.
Der Melderschalter S hingegen ist nach dem Melderwiderstand
R parallel zur Meldelinie ML angeordnet. Hierbei ist die Meldelinie mit einem Abschlußwiderstand RL als
Endglied abgeschlossen. Spricht ein Melder, beispielsweise der Melder M2, an, so wird der Meldeschalter S
geschlossen. Dadurch wird die Meldelinie nach dem Melderwiderstand R des Melders 2 kurzgeschlossen. Die
dahinter befindlichen Melder sind damit wirkungslos. Dadurch wird der Gesamtwiderstand der Meldeleitung
sprunghaft verändert, in diesem Fall verringert, und der augenblickliche, entsprechend dem Schaltbeispiel der
durch die Melder M1 und M2 gebildete Gesamtwiderstand der Meldeleitung ermittelt. Aus diesem Widerstandswert
läßt sich der Melder identifizieren, der angesprochen hat.
In Fig.3 ist die Zentrale Z angedeutet, von der die
Meldelinien abgehen. In der Fig.3 ist nur eine Meldelinie
ML dargestellt. In der Zentrale befindet sich die Meldelinienüberwachung, die beispielsweise periodisch an
die jeweilige Meldelinie angeschaltet werden kann. An der Meldelinie ML ist eine Meßeinrichtung ME, die
den augenblicklichen Widerstandswert der Meldelinie ermittelt, angeschlossen. Diese Meßeinrichtung ME ist
mit einer Auswerteeinrichtung AW verbunden, die ihrerseits
nachgeordnet eine Anzeigeeinrichtung ANZ aufweist, an der der Melder (z.B. M1) angezeigt (LD1)
wird, der den Alarm ausgelöst hat. Eine Störung, z.B. wenn auf der Leitung ein Kurzschluß oder eine Leitungsunterbrechung
auftritt, wird ebenfalls angezeigt (LDS).
-*■ VPA 82P 123 7DE
Zur Auswertung der augenblick gemessenen Meldelinien-Meßwerte können eine Reihe von Fensterdiskriminatoren
vorgesehen sein.
In Fig.4 ist eine mögliche Anordnung für die Messung (ME)
und Auswertung (AW) der alarmauslösenden Melder mit Fensterdiskriminatoren (Ό0 bis Dn) angedeutet» Dabei
führt eine Meldelinie ML auf den Eingang einer Reihe von Diskriminatoren Ό0 bis Dn. Die Anzahl der Diskriminatoren
ist um eins höher als die entsprechende Anzahl der Melder, die an einer Linie angeschlossen sind«, Mit Hilfe
dieser Kette aus an sich bekannten Fensterdiskriminatoren kann das Ansprechen des einzelnen Melders (ANZ M1 bis
ANZ Mn) ermittelt oder eine sonstige Störung (ANZ ST) erkannt werden.
Leerseite
Claims (5)
1./ Gleichstrommeldeanlage mit mindestens einer von einer ^ Zentrale (Z) ausgehenden, mit einem Endglied (EG)
abgeschlossenen Meldelinie (ML), an die jeweils mehrere Melder (M1 bis Mn) angeschlossen sind,
deren jeweiliger Widerstandswert durch je einen Meldeschalter (S) sprunghaft veränderbar ist, wobei
in der Zentrale (Z) zur Ermittlung des augenblicklichen Widerstandswertes der jeweiligen Meldelinie (ML)
eine Meßeinrichtung (ME) und dieser nachgeschaltet eine Auswerteeinrichtung (AW) vorgesehen sind,
dadurch gekennzeichnet, daß jeder Melder (M1 bis Mn) einen in Reihe in die Meldelinie
(ML) geschalteten Widerstand (R) und einen parallel zur Meldelinie (ML) angeordneten, im Ruhezustand
offenen Meldeschalter (S) aufweist, und daß die Auswerteeinrichtung (AW) aus dem Widerstandswert der
jeweiligen Meldelinie (ML) die Anzahl der augenblicklich an die jeweilige Meldelinie (ML) angeschlossenen
Melder (M1 bis Mn) ermittelt und bei Abweichung von einem Widerstands-Sollwert, der der
Anzahl sämtlicher Melder der jeweiligen Meldelinie entspricht, in einer nachgeordneten Anzeigeeinrichtung
(ANZ) den alarmauslösenden Melder bzw. eine Störung (ST) anzeigt.
2. Gleichstrommeldeanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im einzelnen Melder (M1 bis Mn)
von der Zentrale (Z) aus gesehen die Meldeschalter (S) vor dem Widerstand (R) angeordnet und das Endglied
(EG) jeder Meldelinie (IiL) ein Kurzschluß ist.
,rf- VPA 82 P 1 2 3 7 DE
3. Gleichstrommeldeanlage nach'Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß im einzelnen Melder (M1 bis Mh) von der Zentrale (Z) aus gesehen der Meldeschalter
(S) hinter dem Widerstand (R) angeordnet und das Endglied (EG) jeder Meldelinie (ML) ein Abschlußwiderstand
(RL) ist.
4. Gleichstrommeldeanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Melder (M1 bis Mn)
gleiche Bauelemente (R,S) mit gleichen Werten aufweist.
5. Gleichstrommeldeanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswerteeinrichtung (AW) eine
Kette von an sich bekannten Fensterdiskriminatoren (D0 bis Dn) aufweist.
Priority Applications (3)
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