DE3211052A1 - Katalysator und verfahren zur polymerisation von olefinen - Google Patents
Katalysator und verfahren zur polymerisation von olefinenInfo
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Description
SCHIFF v.FÜNER STRE^l" "S'cHÜ'ÖEl'-HOPF "EBBINGHAUS FINCK
MANIAHILFFU ATZ O Λ 3, MCINCHCN BO
POSTADRESSE: POSTFACH QB OI 6O, D-8000 MÖNCHEN SB
ALSO PROFESSIONAL REPRESENTATIVES ν I/ BEFORE THE EUROPEAN PATENT OFFICE
■ KARL LUDWIG SCHIFF (1Θ64-197Β)
Katalysator und Verfahren zur Polymerisation von Olefinen
Die Erfindung betrifft einen neuen Katalysator zur Polymerisation von Olefinen und ein Verfahren zur Polymerisation
von Olefinen unter Verwendung dieses Katalysators.
Auf diesem Fachgebiet sind bereits verschiedene Katalysatoren bekannt, die aus festen anorganischen Magnesiumverbindungen,
wie Magnesiumhalogeniden, Magnesiumoxid und Magnesiumhydroxid, als Träger und auf diese aufgetragenen
Übergangsmetallverbindungen, wie Titanverbindungen und Vanadinverbindungen, bestehen. Wenn jedoch Olefine unter
Verwendung dieser bekannten Katalysatoren polymerisiert werden, ist die Schüttdichte des gebildeten Polymeren im allgemeinen
niedrig, die durchschnittliche Korngröße relativ klein und die Korngrößenverteilung im allgemeinen breit,
so daß das Polymere zu einem ziemlich großen Anteil aus einem feinteiligen Material besteht, wodurch schwerwiegende
Nachteile im Hinblick auf die Produktionsleistung und
Handhabung des Polymeren verursacht werden. Wenn das
so erhaltene Polymere verformt wird, treten weiterhin
Schwierigkeiten, wie Staubbildung und eine Verminderung
der Wirksamkeit des Verformungsvorgangs ein. Man ist
daher stark bestrebt, bei der Herstellung eines Polymeren die Schüttdichte zu erhöhen und den feinteiligen
Anteil zu vermindern. Darüber hinaus ist in jüngerer
Zeit in steigendem Umfang die Anwendung einer Verarbeitungsmethode erwünscht, bei der die Pelletisierungsstufe weggelassen wird und das pulverförmige Polymere direkt
in die Verarbeitungsvorrichtung eingeführt wird. Es
wird jedoch anerkannt, daß zur Durchführung dieser Methode weitere Verbesserungen notwendig sind.
Handhabung des Polymeren verursacht werden. Wenn das
so erhaltene Polymere verformt wird, treten weiterhin
Schwierigkeiten, wie Staubbildung und eine Verminderung
der Wirksamkeit des Verformungsvorgangs ein. Man ist
daher stark bestrebt, bei der Herstellung eines Polymeren die Schüttdichte zu erhöhen und den feinteiligen
Anteil zu vermindern. Darüber hinaus ist in jüngerer
Zeit in steigendem Umfang die Anwendung einer Verarbeitungsmethode erwünscht, bei der die Pelletisierungsstufe weggelassen wird und das pulverförmige Polymere direkt
in die Verarbeitungsvorrichtung eingeführt wird. Es
wird jedoch anerkannt, daß zur Durchführung dieser Methode weitere Verbesserungen notwendig sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die vorstehend erläuterten Nachteile der bekannten Verfahren zu beseitigen,
Aufgabe der Erfindung ist es, einen neuen Polymerisationskatalysator zur Verfügung zu stellen, mit dessen Hilfe Olefinpolymere
mit hoher Schüttdichte, großer durchschnittlicher Korngröße, schmaler Korngrößenverteilung und
mit einem bemerkenswert geringen Anteil eines feinteiligen Materials hergestellt werden können.
Andere Gegenstände und Vorteile der Erfindung sind aus
der nachstehenden Beschreibung ersichtlich.
Andere Gegenstände und Vorteile der Erfindung sind aus
der nachstehenden Beschreibung ersichtlich.
Es wurde gefunden, daß die vorstehend erläuterte Aufgabe mit Hilfe eines Katalysators für die Polymerisation von
Olefinen gelöst werden kann, der eine feste Katalysatorkomponente und eine Organometallverbindung umfaßt, wobei die feste Katalysatorkomponente eine Substanz darstellt, welche erhältlich ist, indem die nachstehenden Verbindungen miteinander in Berührung gebracht und umgesetzt
werden :
Olefinen gelöst werden kann, der eine feste Katalysatorkomponente und eine Organometallverbindung umfaßt, wobei die feste Katalysatorkomponente eine Substanz darstellt, welche erhältlich ist, indem die nachstehenden Verbindungen miteinander in Berührung gebracht und umgesetzt
werden :
(1) ein Siliciumoxid und/oder ein Aluminiumoxid,
(2) ein Magnesiumhalogenid,
(3) eine Verbindung der allgemeinen Formel
Me(OR) X , worin Me ein Element der η z-n
Gruppen I bis IV des Periodensystems der Elemente, ζ die Wertigkeit des Elements Me,
η einen Wert entsprechend O < η = ζ, Χ
ein Halogenatom und R einen Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen
bedeuten,
(4) eine Titanverbindung und/oder eine Vanadinverbindung, und
(5) eine Verbindung der allgemeinen Formel R1^Si(ORM1nX4-1J1-11, worin R' und R" jeweils
einen Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 24
Kohlenstoffatomen, X ein Halogenatom, η eine Zahl entsprechend der Beziehung
0 = η < 4 und m einen Wert entsprechend der Beziehung 0 < m = 4 bedeuten, unter der
Bedingung, daß 0 < m + η = 4,und/oder ein
Polysiloxan.
Gegenstand der Erfindung ist außerdem ein Verfahren zur katalytisehen Polymerisation oder Copolymerisation
von Olefinen, die in Gegenwart von Ziegler-Katalysatoren polymerisierbar sind, das dadurch gekennzeichnet ist,
daß man die Polymerisation in Gegenwart des vorstehend definierten Katalysators durchführt.
Das für die Zwecke der Erfindung verwendete Siliciumoxid ist Siliciumdioxid oder ein Doppeloxid des SiIiciums
mit mindestens einem anderen Metall der Gruppen bis VIII des Periodensystems der Elemente.
on ·«*« β«
- 9-
Als Aluminiumoxid wird für die Zwecke der Erfindung Aluminiumtrioxid oder ein Doppeloxid von Aluminium
und mindestens einem anderen Metall der Gruppen I bis VIII des Periodensystems der Elemente verwendet.
Als Doppeloxid des Siliciums oder Aluminium mit mindestens einem anderen Metall der Gruppen I bis VIII
des Periodensystems der Elemente können verschiedene natürliche und synthetische Doppeloxide angewendet werden.
Typische Beispiele für solche Verbindungen sind u.a. Al2O3-MgO, Al2O3-CaO, Al2O3-SiO2, Al2O3-MgO.CaO,
Al2O3 .MgO. SiO2 , Al2O3-CuO, Al2O3-Fe2O3, Al2O3-NiO und
SiO2.MgO. Diese Formeln stellen keine Molekülformeln
dar, sondern sollen nur die Zusammensetzung wiedergeben. Die Struktur und das Verhältnis der Komponenten
der Doppeloxide, die erfindungsgemäß eingesetzt werden
können, unterliegen keiner speziellen Beschränkung. Natürlich können die erfindungsgemäß eingesetzen Siliciumoxide
und/oder Aluminiumoxide eine geringe Menge an Feuchtigkeit adsorbieren und können geringe Mengen
an Verunreinigungen enthalten.
Als erfindungsgemäß verwendete Magnesiumhalogenide können im wesentlichen wasserfreie Magnesiumhalogenide
eingesetzt werden, beispielsweise Magnesiumfluorid, Magnesiumchlorid, Magnesiumbromid und Magnesiumjodid,
wobei Magnesiumchlorid besonders bevorzugt ist.
Gemäß der Erfindung können diese Magnesiumhalogenide mit einem Elektronendonor, wie einem Alkohol, einem
Ester, einem Keton, einer Carbonsäure, einem Ether, einem Amin oder einem Phosphin, vorbehandelt worden sein.
Als erfindungsgemäß eingesetzte Verbindung der allgemeinen
Formel Me(OR) X , worin Me ein Elemente der Gruppen I η z-n rir
bis IV des Periodensystems der Elemente, wie Na, Mg, Ca, Zn, Cd, B oder Al, ζ die Wertigkeit des Elements Me,
η einen Wert entsprechend O < η = ζ, X ein Halogenatom
bedeuten und R für gleiche oder verschiedene Reste stehen kann und einen Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis
20 Kohlenstoffatomen, wie eine Alkyl-, Aryl- oder Aralkylgruppe darstellt, können verschiedene Verbindungen
eingesetzt werden. Zu geeigneten Beispielen gehören Verbindungen der folgenden Formeln : NaOR, Mg(OR)2, Mg(OR)X,
Ca(OR)2, Zn(OR)2, Cd(OR)2, B(OR)3 Al(OR)3,
Al(OR)2X, Al(OR)X2. Besonders bevorzugt werden die folgenden
Verbindungen : Mg(OC2H5J2, Mg(OC2H5)Cl, A1(OCH3)3,
A1(OC2H5)3, Al (On-CjH7)3, Al(Oi-C3H7)3 , Al(On-C4H9)3,
Al(OSeC-C4Hg)3, Al(Ot-C4Hg)3, A1(OCH3)2C1, Al(OC2H5J2Cl,
Al(OC2H5)Cl2, Al(Oi-C3H7J2Cl, Al(Oi-C3H7)Cl2.
Zu erfindungsgemäß geeigneten Beispielen für die Titanverbindung und/oder Vanadinverbindung gehören Halogenide,
Alkoxyhalogenide, Alkoxide und halogenierte Oxide des Titans und/oder Vanadins. Bevorzugte Titanverbindungen
sind vierwertige und dreiwertige Titanverbindungen und bevorzugte vierwertige Titanverbindungen sind Verbindungen
der allgemeinen Formel Ti(OR) X4_n, in der R eine
Alkylgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe mit 6 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Aralkylgruppe
mit 7 bis 20 Kohlenstoffatomen, X ein Ilalogenatom und η einen Wert entsprechend 0 = η = 4 bedeuten. Zu
Beispielen für diese Verbindungen gehören Titantetrachlorid, Titantetrabromid, Titantetrajodid, Monomethoxytrichlortitan,
Dimethoxydichlortitan, Trimethoxymonochlortitan, Tetramethoxytitan, Monoethoxytrichlortitan,
Diethoxydichlortitan, Triethoxymonochlortitan, Tetraethoxytitan, Monoisopropoxytrichlortitan, Diisopropoxydichlortitan,
Triisopropoxymonochlortitan, Tetraisopropoxytitan, Monobutoxytrichlortitan, Dibutoxydichlortitan,
Monopentoxytrichlortitan, Monophenoxytrichlortitan,
Diphenoxydichlortitan, Triphenoxymonochlortitan und
Tetraphenoxytitan-
Zu Beispielen für dreiwertige Titanverbindungen gehören Titantrihalogenide, die durch Reduktion von Titantetrahalogeniden,
wie Titantetrachlorid, Titantctrabromid,
mit Wasserstoff, Aluminium, Titan oder einer Organometallverbindung eines Metalls der Gruppen I bis III
des Periodensystems der Elemente erhalten werden, sowie dreiwertige Titanverbindungen, die durch Reduktion von
vierwertigen Alkoxytitanhalogeniden der allgemeinen Formel Ti(OR) X._ mit einer Organometallverbindung eines
Metalls der Gruppen I bis III des Periodensystems erhalten werden, wobei in der zuletzt angegebenen Formel R
eine Alkyl-, Aryl- oder Aralkylgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen (bzw. 6 bis 20 Kohlenstoffatomen bei
Arylgruppen und 7 bis 20 Kohlenstoffatomen bei Aralkylgruppen), X ein Halogenatom und m eine Zahl entsprechend
der Beziehung 0 < m < 4 bedeuten. Zu Beispielen für die Vana,dinverbindung gehören vierwertige Vanadinverbindungen,
wie Vanadintetrachlorid, Vanadintetrabromid, Vanadintetrajodid und Tetraethoxyvanadin, fünfwertige Vanadinverbindungen,
wie Vanadinoxytrichlorid, Ethoxydichlorvanadyl, Triethoxyvanadyl und Tributoxyvanadyl, sowie dreiwertige
Vanadinverbindungen, wie Vanadintrichlorid und Vanadintriethoxid.
Um den erfindungsgemäJäen Katalysator wirksamer zu machen,
werden häiufig die Titanverbindung und die Vanadinverbindung gemeinsam eingesetzt und in diesem Fall liegt das Atomverhältnis
V/Ti vorzugsweise im Bereich von 2 : 1 bis 0,01 :
Als erfindungsgemäß geeignete Verbindung der allgemeinen
Formel R"nSi (OR' )Itl X4_in_n' in der R' und R" jeweils einen
Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, wie
eine Alkyl-, Aryl- oder Aralkylgruppe, X ein Halogenatom,
η einen Wert entsprechend O = η < 4, m einen Wert entsprechend
O < m = 4 bedeuten und η und m der Beziehung O
< η + m = 4 genügen, können beispielsweise folgende Verbindungen verwendet werden : Monomethyltrimethoxysilan,
Monomethyltriethoxysilan, Monomethyltri-n-butoxysilan,
Monomethyltri-sec.-butoxysilan, Monomethyltriisopropoxysilan,
Monomethyltripentoxysilan, Monomethyltrioctoxysilan, Monomethyltristearoxysilan, Monomethyltriphenoxysilan,
Dimethyldimethoxysilan, Dimethyldiethoxysilan,
Dimethyldiisopropoxysilan, Dimethyldiphenoxysilan, Trimethylmonomethoxysilan,
Trimethylmonoethoxysilan, Trimethylmonoisopropoxysilan,
Trimethylmonophenoxysilan, Monomethyldimethoxymonochlorsilan,
Monomethyldiethoxymonochlorsilan,
Monomethylmonoethoxydichlorsilan, Monomethyldiethoxymonochlorsilan,
Monomethyldiethoxymonobromsilan, Monomethyldiphenoxymonochlorsilan,
Dimethylmonoethoxymonochlorsilan, Monoethyltrimethoxysilan,
Monoethyltriethoxysilan, Monoethyltriisopropoxysilan,
Monoethyltriphenoxysilan, Diethyldimethoxysilan, Diethyldiethoxysilan, Diethyldiphenoxysilan, Triethylmonomethoxysilan,
Triethylmonoethoxysilan, Triethylmonophenoxysilan,
Monoethyldimethoxymonochlorsilan, Monoethyldiethoxymonochlorsilan,
Monoethyldiphenoxymonochlorsilan, Monoisoproyltrimethoxysilan, Mono-n-butyltrimethoxysilan,
Mono-n-butyltriethoxysilan, Mono-sec.-butyltriethoxysilan,
Monophenyltriethoxysilan, Diphenyldiethoxysilan,
Diphenylmonoethoxymonochlorsilan, Monoinethoxytrichlorsilan,
Monoethoxytrichlorsilan, Monoisopropoxytrichlorsilan,
Mono-n-butoxytrichlorsilan, Monopentoxytrichlorsilan,
Monooctoxytrichlorsilan, Monostearoxytrichlorsilan,
Monophenoxytrichlorsilan, Mono-p-methylphenoxytrichlorsilan,
Dimethoxydichlorsilan, Diethoxydichlorsilan, Diisopropoxydichlorsilan, Di-n-butoxydichlorsilan, Dioctoxydichlorsilan,
Trimethoxymonochlorsilan, Triethoxymonochlorsilan, Triisopropoxymonochlorsilan, Tri-n-butoxymonochlorsilan,
Tri-sec-butoxymonochlorsilan, Tetraethoxysilan und
Tetraisopropoxysilan.
Erfindungsgemäß können auch kettenförmige oder cyclische
Polysiloxane, die durch Kondensation der vorstehend erwähnten Verbindungen erhältlich sind und wiederkehrende
Einheiten der Formel Y aufweisen,
—(— Si - O-)—
ι
Z
Z
worin die Reste Y und Z für R", (OR') oder Halogenatome
stehen, eingesetzt werden.
Für die Zwecke der Erfindung besonders bevorzugt werden
Verbindungen der allgemeinen Formel Si(OR') X* .
Die Reihenfolge und Methode, gemäß der die Komponenten
(1) bis (5) gemäß der Erfindung miteinander in Berührung
gebracht und umgesetzt werden, unterliegen keinen speziellen Beschränkungen. Es ist jedoch zu bevorzugen, daß zuerst
die Komponenten (1), (2), (3) und (4) miteinander umgesetzt werden und danach das erhaltene Produkt mit der
Komponente (5) umgesetzt wird, oder daß die Komponente (4) mit dem Reaktionsprodukt aus den Komponenten (1), (2) ,
(3) und (5) umgesetzt wird.
Bei der zuerst-genannten Methode, gemäß der die Komponente
(5) mit dem Reaktionsprodukt aus den Komponenten (1), (2),
(3) und (4) umgesetzt wird, ist die Reihenfolge und die Methode, nach der die Umsetzung zwischen den Komponenten
(1), (2), (3) und (4) durchgeführt wird, nicht speziell beschränkt. So kann beispielsweise die Reaktion in der
Weise durchgeführt werden, daß die Komponenten (1) und (2) miteinander in Berührung gebracht werden, daß danach die
Komponente (3) (oder Komponente (4)) mit dem gebildeten Produkt in Berührung gebracht wird und schließlich die
noch verbliebene Komponente mit dem erhaltenen Reaktionsprodukt umgesetzt wird. Vorzugsweise werden die Komponenten
(2) und (3) zuerst miteinander umgesetzt und das so erhaltene Reaktionsprodukt anstelle der Komponenten (2) und
(3) eingesetzt? Gemäß einer speziellen Methode werden das
Siliciumoxid und/oder Aluminiumoxid (1), das Reaktionsprodukt (nachstehend auch als Komponente (2-3) bezeichnet)
aus dem Magnesxumhalogenid (2) mit der Verbindung
(3) der allgemeinen Formel Me(OR) X , worin Me ein
η z-n
Element der Gruppen I bis IV des Periodensystems der Elemente, ζ die Wertigkeit des Elements Me, η eine Zahl
entsprechend 0 < η = z, X ein Halogenatom und R einen Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen bedeuten,
und die Titanverbindung und/oder die Vanadinverbindung (4) miteinander in Berührung gebracht und umgesetzt.
Was die Reihenfolge betrifft, in der die einzelnen Komponenten miteinander in Berührung gebracht werden, so kann
die vorstehend angegebene Methode des Inberuhrungbringens in der Weise durchgeführt werden, daß zuerst die Komponente
(1) und die Komponente (2-3) miteinander in Kontakt gebracht werden und danach Komponente (4) mit dem gebildeten
Produkt in Berührung gebracht wird oder daß zuerst die Komponenten (1) und (4) miteinander in Berührung gebracht
werden und danach die Komponente (2-3) mit dem' gebildeten Produkt in Berührung gebracht wird, oder daß zuerst die
Komponente (2-3) und die Komponente (4) miteinander in Berührung gebracht werden und schließlich die Komponente
(1) mit dem erhaltenen Produkt in Berührung gebracht wird.
Vorzugsweise werden die Komponenten (1) und (2-3) miteinander in Berührung gebracht und dann die Komponente (4)
mit dem gebildeten Produkt in Berührung gebracht.
Die Methode, gemäß der die einzelnen Komponenten miteinander in Berührung gebracht werden, unterliegt keiner
speziellen Beschränkung und es können übliche bekannte Methoden angewendet werden. Wenn die Komponenten (1) und
(2-3) miteinander in Berührung gebracht werden, oder wenn die Komponente (2-3) mit dem durch Kontakt der Komponente
(1) mit der Komponente (4) gebildeten Produkt in Berührung gebracht wird, oder wenn die Komponente (1) mit
dem durch Kontakt der Komponenten(2-3) und (4) gebildeten Produkt in Berührung gebracht wird, kann eine sogenannte
Copulverisations-Behandlung (d.h. eine Behandlung der gemeinsamen Pulverisation) bei einer Temperatur von
O bis 2OO°C während einer Dauer im Bereich von 0,5 bis
50 Stunden angewendet werden oder kann ein Mischen und Erhitzen während einer Minute bis 48 Stunden auf 50
bis 300°C in einem organischen Lösungsmittel, wie einem
inerten Kohlenwasserstoff, einem Alkohol, Ether, Keton
oder Ester durchgeführt werden, wonach die Entfernung
des Lösungsmittels erfolgt. Darüber hinaus kann zum Inberührungbringen der Komponenten (1) und (4) miteinander oder im Fall des Kontakts der Komponente (4) mit dem
des Lösungsmittels erfolgt. Darüber hinaus kann zum Inberührungbringen der Komponenten (1) und (4) miteinander oder im Fall des Kontakts der Komponente (4) mit dem
Produkt, das durch Kontakt der Komponenten (1) und (2-3) erhalten wird, oder im Fall des Inberührungbrxngens der
Komponenten (2-3) und (4) miteinander die sogenannte
Copulverisationsbehandlung bei einer Temperatur von 0
Copulverisationsbehandlung bei einer Temperatur von 0
bis 200°C während einer Dauer von 0,5 bis 50 Stunden
durchgeführt werden oder das Vermischen und Erhitzen auf 50 bis 300°C während 5 Minuten bis 10 Stunden in Gegenwart
oder Abwesenheit eines inerten Lösungsmittels durchgeführt werden, wonach nichtumgesetzte Titanverbindung und/oder
Vanadinverbindung durch Auswaschen mit einem inerten Lösungsmittel entfernt wird.
Die Methode, gemäß der das Magnesiumhalogenid und die Ver·=-
bindung der allgemeinen Formel Me(OR) X _ miteinander umgesetzt werden, unterliegt keiner speziellen Beschränkung.
Beide Verbindungen können durch Vermischen und Erhitzen während 5 Minuten bis 10 Stunden bei.einer Temperatur im
Bereich von 20 bis 400°C, vorzugsweise 50 bis 300°C, in
einem organischen Lösungsmittel, wie einem inerten Kohlenwasserstoff,
einem Alkohol, einem Ether, einem Keton oder
einem Ester, umgesetzt werden. Gemäß einer Alternativmethode
können beide Verbindungen durch eine gemeinsame Pulverisationsbehandlung umgesetzt werden.
Die Anwendung einer gemeinsamen Pulverisationsbehandlung wird erfindungsgemäß besonders bevorzugt. Die für diese
gemeinsame Pulverisationsbehandlung anzuwendende Vorrichtung unterliegt keiner speziellen Beschränkung, normalerweise
werden dazu jedoch Kugelmühlen, Vibrationsmühlen, Stabmühlen oder Schlagmühlen eingesetzt. Die Bedingungen
für die Copulverisationsbehandlung, wie die Copulverisations-Temperatur
und -Dauer können durch den Fachmann in einfacher Weise in Abhängigkeit von dem anzuwendenden
Copulverisationssystem festgelegt werden. Im allgemeinen
liegt die Temperatur der gemeinsamen Pulverisation im Bereich von O bis 200°C, vorzugsweise 20 bis 100°C, und
die Dauer der gemeinsamen Pulverisation im Bereich von 0,5 bis 50 Stunden, vorzugsweise 1 bis 30 Stunden. Es ist
selbstverständlich, daß dieser Verfahrensschritt in einer Inertgasatmosphäre durchgeführt werden sollte und daß
Feuchtigkeit soweit wie möglich ausgeschlossen werden muß.
Das Reaktionsverhältnis von Magnesiumhalogenid zu der
Verbindung der allgemeinen Formel Me(OR) X liegt im Bereich von 1 : 0,01 bis 1 : 10, vorzugsweise 1 : 0,1 bis
1:5, angegeben als Verhältnis Mg : Me (Molverhältnis bzw. Atomverhältnis).
Der Anteil der erfindungsgemäß eingesetzten Komponente (2-3) liegt im Bereich von 0,1 bis 5 g, vorzugsweise 0,1
bis 2 g pro g der Komponente (1). Es ist wünschenswert, die Menge der Komponente (4) so einzustellen, daß der
Titan- und/oder Vanadingehalt der gebildeten festen Komponente
im Bereich von 0,5 bis 20 Gew.-% liegt, wobei eine Menge im Bereich von 1 bis 10 Gew.-% besonders bevorzugt
wird, um eine wohlausgewogene Aktivität pro Titan und/oder
"75-
Vanadin und pro Feststoff zu erreichen.
Die am stärksten bevorzugte Reihenfolge und Methode, nach der die Komponenten (1), (2-3) und (4) gemäß der
Erfindung miteinander in Berührung gebracht werden, wird nachstehend beschrieben.
Zuerst werden die Komponente (2-3), die das Reaktionsprodukt aus dem Magnesiumhalogenid und der Verbindung
der allgemeinen Formel Me(OR) X darstellt, und die
η ζ—η
Komponente (1) miteinander bei einer Temperatur von
TO 0 bis 300°C, vorzugsweise 10 bis 2O0°C, und insbesondere
20 bis 100°C während einer Minute bis 48 Stunden, vorzugsweise 2 Minuten bis 10 Stunden in einem Lösungsmittel
umgesetzt, das die Komponente (2-3) löst. Zu Beispielen für geeignete Lösungsmittel gehören Alkohole,
Ether, Ketone und Amine. Zu bevorzugten Beispielen für solche Lösungsmittel gehören Methanol, Ethanol, Isopropanol,
Butanol/ Pentanol, Hexanol, Octanol, Benzylalkohol,
Methylcellosolve, Ethylcellosolve, Methylformiat, Ethylformiat,
Methylacetat, Ethylacetat, Butylacetat, Vinylacetat,
Methylacrylat, Methylmethacrylat, Octylbutyrat, Ethyllaurat, Octyllaurat, Methylbenzoat, Ethylbenzoat,
Octyl-para-hydroxybenzoat, Dibutylphthalat, Dioctylphthalat,
Dimethylmalonat, Dimethylmaleat, Diethylmaleat, Dimethylether, Diethylether, Diisopropylether, Dibutylether,
Diarylether, Tetrahydrofuran, Dioxan, Anisol, Aceton/ Methylethylketon/ Methylisobutylketon, Ethylbutylketon,
Dihexylketon, Acetophenon, Diphenylketon, Cyclohexanon, Diethylamin, Triethylamin, Tetramethylendiamin, Anilin,
N,N-Dimethylanilin und Pyridin. Ethanol, Tetrahydrofuran und Ethylacetat werden stärker bevorzugt. In diesem Fall
werden die Komponenten (1) und (2-3) miteinander in einem Verhältnis, wie 0,01 bis 5 g, vorzugsweise 0,1 bis 2 g
der Komponente (2-3) pro g der Komponente (1) in Berührung gebracht.
Nach der Reaktion wird das Lösungsmittel entfernt und das Reaktionsprodukt der Komponenten (1) und (2-3) erhalten.
Danach wird die Komponente (4), d.h. die Titanverbindung und/oder die Vanadinverbindung, unter Erhitzen mit dem
vorstehend erwähnten Reaktionsprodukt aus den Komponenten (1) und (2-3) bei einer Temperatur von 20 bis 3OO°C, vorzugsweise
50 bis 150°C, während 5 Minuten bis 10 Stunden in Gegenwart oder Abwesenheit eines inerten Lösungsmittels,
wie Hexan oder Heptan, vermischt, um die Titanverbindung und/oder die Vanadinverbindung auf das Reaktionsprodukt
aus den Komponenten (1) und (2-3) aufzutragen. In diesem Fall wird der Anteil der Komponente (4) so eingestellt,
daß der Gehalt an Titanverbindung und/oder Vanadinverbindung in der gebildeten festen Komponente im Bereich von 0,5 bis
20 Gew.-%, vorzugsweise 1 bis 10 Gew.-%, liegt. Nach der Reaktion wird nichtumgesetzte Titanverbindung und/oder
Vanadinverbindung durch mehrfaches Auswaschen mit einem gegenüber Ziegler-Katalysatoren inerten Lösungsmittel
entfernt, wonach ein Eindampfen unter vermindertem Druck erfolgt, so daß ein festes Pulver erhalten wird.
Das gebildete Reaktionsprodukt (nachstehend einfach als Komponente [I] bezeichnet) aus den Komponenten (1), (2-3)
und (4) wird danach mit der Komponente (5) der allgemeinen Formel R" Si(OR) X4___ umgesetzt, wobei die erfindungsgemäße
feste Katalysatorkomponente erhalten wird.
Die Methode der Umsetzung zwischen der Komponente [I] und
der Komponente (5) unterliegt keiner speziellen Beschränkung. Beide Komponenten können durch die Copulverisationsbehandlung
miteinander umgesetzt werden oder können in Gegenwart oder Abwesenheit eines inerten Lösungsmittels
bei einer Temperatur von 20 bis 4000C, vorzugsweise von
50 bis 300°C, während 5 Minuten bis 20 Stunden umgesetzt werden.
Die Komponenten [I] und (5) werden in einem Reaktionsverhältnis, wie 0,05 bis 50 g, vorzugsweise 0,1 bis 30 g,
der Komponente (5) pro 100 g der Komponente [I] miteinander umgesetzt.
Im Fall der Umsetzung der Komponente (4) mit dem Reaktionsprodukt aus den Komponenten (1), (2), (3) und (5) unterliegen
die Reihenfolge und Methode der Reaktion zwischen den Komponenten (1), (2), (3) und (5) keiner speziellen Beschränkung,
vorzugsweise werden jedoch die Komponenten (2) und (3) oder die Komponenten (2) und (5) oder die
Komponenten (2), (3) und (5) vorher miteinander umgesetzt.
Gemäß einer konkreteren Ausführungsform kann die Reaktion durchgeführt werden, indem das Reaktionsprodukt aus den
Komponenten (2) und (3) mit der Komponente (1) in Berührung gebracht wird und danach die Komponente (5) mit dem
erhaltenen Produkt in Berührung gebracht wird, oder indem das Reaktionsprodukt aus den Komponenten (2) und (5)
mit der Komponente (1) in Kontakt gebracht wird und schließlich die Komponente (3) mit dem gebildeten Produkt
in Berührung gebracht wird, oder indem die Komponente (1) mit dem Reaktionsprodukt aus den Komponenten (2), (3)
und (5) in Berührung gebracht wird.
Der Kontakt zwischen den Komponenten (2) und (3), zwischen den Komponenten (2) und (5) oder zwischen den Komponenten
(2), (3) und (5) kann in einem.· organischen Lösungsmittel, wie einem inerten Kohlenwasserstoff, einem Alkohol, einem
Ether, einem Keton oder einem Ester durchgeführt werden; vorzugsweise wird er jedoch durch die gemeinsame Pulverisationsbehandlung
bewirkt.
Die Kontaktbehandlung der Komponente (1) mit dem Reaktionsprodukt aus den Komponenten (2) und (3), mit dem Reaktionsprodukt der Komponenten (2) und (5), oder mit dem Reaktionsprodukt der Komponenten (2), (3) und (5) kann durch die Co-
pulverisationsbehandlung bzw. gemeinsame Pulverisationsbehandlung
erfolgen, wird jedoch vorzugsweise in einem organischen Lösungsmittel, wie in einem inerten Kohlenwasserstoff,
einem Alkohol, einem Ether, einem Keton oder ein€*m Ester, bei einer Temperatur von 50 bis 300°C während
einer Minute bis 48 Stunden durchgeführt.
Bei der Ausführungsform, nach der die Komponente (5) mit dem Produkt in Berührung gebracht wird, welches durch den
Kontakt des Reaktionsprodukts aus den Komponenten (2) und
(3) mit der Komponente (1) gebildet wurde oder bei der die Komponente (3) mit dem Produkt aus dem Kontakt des Reaktionsprodukts
der Komponenten (2) und (5) mit der Komponente (1) erhalten wurde, kann die Reaktion durch die gemeinsame
Pulverisationsbehandlung oder durch Umsetzung in Gegenwart oder Anwesenheit eines inerten Lösungsmittels
durchgeführt werden.
Die Komponenten (1), (2), (3) und (5) können in einem bestimmten Molverhältnis miteinander in Berührung gebracht
werden. Dabei liegt das Molverhältnis der Komponente (1) zu der Komponente (2) im Bereich von 1 : 0,01 bis 1:5,
vorzugsweise 1 : 0,1 bis 1:2, das der Komponente (2) zu der Komponente (3) im Bereich von 1 : 0,01 bis 1 : 10,
vorzugsweise 1 : 0,1 bis 1:5, und das der Komponente (2) zu der Komponente (5) im Bereich von 1 : 0,01 bis 1 : 10,
vorzugsweise 1 : 0,1 bis 1:5.
Die Kontaktbehandlung der Komponente (4) mit dem Reaktionsprodukt aus den Komponenten (1), (2), (3) und (5) kann
durch die Copulverisationsbehandlung durchgeführt werden, vorzugsweise wird jedoch die Komponente (4) in Gegenwart
oder Abwesenheit eines inerten Lösungsmittels, wie Hexan oder Heptan, mit dem Reaktionsprodukt aus den Komponenten
(1), (2), (3) und (5) vermischt und die Reaktion während
5 bis 10 Stunden bei einer Temperatur von 20 bis 300 C durchgeführt. Die Menge der Komponente (4)
wird so eingestellt, daß ihr Anteil in der gebildeten festen Komponente im Bereich von 0,5 bis 20 Gew.-%,
vorzugsweise 1 bis 10 Gew.-%, liegt.
Als erfindungsgemäß einzusetzende Organometallverbindung
kann eine Organometallverbindung von Metallen der Gruppen I bis IV des Periodensystems der Elemente verwendet
werden, die als eine Komponente eines Ziegler-Katalysators bekannt ist, wobei Organoaluminiumverbindungen
und Organozinkverbindungen besonders bevorzugt werden. Dazu gehören beispielsweise Organoaluminiumverbindungen
der allgemeinen Formeln R3Al, R3AlX,
RAlX2, R2AlOR, RAl(OR)X und R3Al2X3, worin R eine Alkyl-
oder Arylgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen bedeutet und die Reste R gleich oder verschieden sein
können, und X ein Halogenatom darstellt, sowie Organo-.· zinkverbindungen der allgemeinen Formel R2Zn, worin
die Reste R gleich oder verschieden sind und für Alkylgruppen mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen stehen, wie
Triethy!aluminium, Triisopropylaluminium, Triisobutylaluminium,
Tri-sec.-buty!aluminium, Tri-tert-butylaluminium,
Trihexylaluminium,
Triocty!aluminium, Diethylaluminiumchlorid, Diisopropylaluminiumchlorid, Ethylaluminiumsesquichlorid, Diethylzink und Gemische solcher Verbindungen. Die Menge der Organometallverbindung unterliegt keiner speziellen Beschränkung, normalerweise kann jedoch die Organometallverbindung in einer Menge von 0,1 bis 1000 Mol der Titanverbindung und/oder der Vanadinverbindung verwendet werden.
Triocty!aluminium, Diethylaluminiumchlorid, Diisopropylaluminiumchlorid, Ethylaluminiumsesquichlorid, Diethylzink und Gemische solcher Verbindungen. Die Menge der Organometallverbindung unterliegt keiner speziellen Beschränkung, normalerweise kann jedoch die Organometallverbindung in einer Menge von 0,1 bis 1000 Mol der Titanverbindung und/oder der Vanadinverbindung verwendet werden.
Erfindungsgemäß wird darüber hinaus bevorzugt, die
als Komponente einzusetzende Organometallverbindung
-ir-
' ΙΟ'
in Form eines Gemisches oder einer Additionsverbindung der vorstehend erläuterten Organometallverbindung mit
einem Ester einer organischen Säure einzusetzen.
Falls die Organometallverbindung und der Ester der organischen
Säure als Gemisch verwendet werden, liegt der Ester der organischen Säure normalerweise in einer Menge
von 0,1 bis 1 Mol, vorzugsweise 0,2 bis 0,5 Mol, pro Mol der Organometallverbindung vor. Wenn die Organometallverbindung
und der Ester der organischen Säure in Form einer Additionsverbindung eingesetzt werden,
beträgt das Molverhältnis von Organometallverbindung zu dem Ester der organischen Säure vorzugsweise 2 : 1
bis 1:2.
Der Ester der organischen Säure ist ein Ester einer gesättigten oder ungesättigten ein- oder zweibasischen
organischen Carbonsäure mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen mit einem Alkohol mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen.
Zu Beispielen für solche Ester von organischen Säuren gehören Methylformiat, Ethylacetat, Amylacetat, Phenylacetatf
Octylacetat, Methylmethacrylat, Ethylstearat,
Methylbenzoat, Ethylbenzoat, n-Propylbenzoat, Isopropylbenzoat,
Butylbenzoat, Hexylbenzoat, Cyclopentylbenzoat, Cyclohexylbenzoat, Phenylbenzoat, Benzoesäureester von p-T-olylcarbinol
(benzoic acid-4-tolyl), Methylsalicylat, Ethylsalicylat, Methyl-p-hydroxybenzoat, Ethyl-p-hydroxybenzoat,
Phenylsalicylat, Cyclohexyl-p-hydroxybenzoat,
Benzylsalicylat, Ethyl-a-resorcinat, Methylanisat,
Ethylanisat, Phenylanisat, Benzylanisat, Ethyl-o-methoxybenzoat, Methyl-p-ethoxybenzoat, Methyl-p-r-toluylat, Ethylp-toluylat,
Phenyl-p-toluylat, Ethyl-o-toluylat, Ethyl-mtoluylat,
Methyl-p-aminobenzoat, Ethyl-p-aminobenzoat,
Vinylbenzoat, Allylbenzoat, Benzylbenzoat,.Methylnaphthenat
-JS-
-U-
und Ethylnaphthenat. Besonders bevorzugt werden Alkylester,
insbesondere Methyl- und Ethylester, der Benzoesäure, ο- oder p-Toluylsäure und p-Anissäure.
Die Olefin-Polymerisation unter Verwendung des erfindungsgemäßen Katalysators kann in Form einer Suspensionspolymerisation,
Lösungspolymerisation oder Dampfphasenpolymerisation durchgeführt werden. Der erfindungsgemäße
Katalysator ist besonders geeignet für die Dampfphasenpolymerisation. Die Polymerisationsreaktion wird
in gleicher Weise wie die übliche Olefin-Polymerisationsreaktion
unter Verwendung eines Ziegler-Katalysators durchgeführt; d. h., die Reaktion wird unter im wesentlichen
sauerstoff- und wasserfreien Bedingungen sowie in Gegenwart oder in Abwesenheit eines inerten Kohlen-Wasserstoffes,
vorgenommen. Zu Bedingungen für die Olefinpolymerisation gehören Temperaturen im Bereich von
20 bis 120 0C, vorzugsweise 50 bis 100 0C, und ein
Druck im Bereich von Atmosphärendruck bis 70 bar, vorzugsweise von 2 bis 60 bar. Die Einstellung des MoIekulargewichts
kann' in gewissem Umfang durch Veränderung der Polymerisationsbedingungen, wie der Polymerisationstemperatur,
und des Molverhältnisses des Katalysators, erfolgeny die Zugabe von Wasserstoff zu dem Polymerisationssystem
ist jedoch zu diesem Zweck wirksamer.
Natürlich können auch zwei- oder mehrstufige Polymerisationsreaktionen
mit unterschiedlichen Polymerisationsbedingungen, wie verschiedenen Wasserstoff-Konzentrationen
und.verschiedenen Polymerisationstemperaturen, ohne Schwierigkeiten bei Verwendung des erfindurigsgemäßen
Katalysators durchgeführt werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich zur Polymerisation aller Olefine anwenden, die mit Hilfe von
Ziegler-Katalysatoren polymerisierbar sind, vorzugsweise jedoch zur Polymerisation von a-Olefinen mit 2 bis
12 Kohlenstoffatomen. So eignet sich das erfindungsgemäße
Verfahren beispielsweise zur Homopolymerisation solcher a-Olefine, wie Ethylen, Propylen, Buten-1,
Hexen-1 und 4-Methylpenten-1, zur Copolymerisation von
ot-Olefinen untereinander, wie von Ethylen und Propylen,
Ethylen und Buten-1, Ethylen und Hexen-1, oder Propylen
und Buten-1, und zur Copolymerisation von Ethylen mit 2 oder mehr anderen a-Olefinen.
Eine bevorzugte Polymerisation ist auch die Copolymerisation von Olefinen,, insbesondere a-Olefinen, mit Dienen,
um modifizierte Polyolefine herzustellen. Zu Beispielen für geeignete Diene gehören Butadien, Hexadien-1,4,
Ethylidennorbornen und Dicyclopentadien.
Durch Anwendung des erfindungsgemäßen Katalysators wird
bei hoher Aktivität ein Polyolefin mit einer großen durchschnittlichen Teilchengröße, schmaler Korngrößenverteilung
und vermindertem Anteil an feinteiligem Material sowie mit hoher Schüttdichte erzielt, was sehr
vorteilhaft für die Durchführung des Polymerisations-Prozesses ist. Das so erhaltene Polyolefin.kann nicht
nur in Form von Pellets, sondern auch direkt als Pulver, Formvorgängen unterworfen werden, wobei praktisch keine
Schwierigkeiten beim Verformen auftreten. Erfindungsgemäß werden daher Polyolefine in sehr vorteilhafter
Weise hergestellt.
Für das erfindungsgemäß und unter Verwendung des erfindungsgemäßen
Katalysators erhaltene Polymere ist es ferner charakteristisch, daß die Molekulargewichtsverteilung sehr schmal ist und daß niedrigeres Polymeres
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nur in sehr geringem Umfang gebildet wird, was durch
einen geringen Wert der Hexanextraktion zum Ausdruck kommt. Wenn daher das mit Hilfe des erfindungsgemäßen
Katalysators erhaltene Polyolefin mit schmaler MoIekulargewichtsverteilung
zur Herstellung von Filmen und Folien verwendet wird, besitzen die erhaltenen Filme
zahlreiche Vorteile, beispielsweise hohe Festigkeit,
hohe Transparenz und überlegene Antiblocking- und Heißsiegeluhgseigenschaften.
Erfindungsgemäß wird ein neues Katalysatorsystem und ein Verfahren zur Polymerisation von Olefinen zur Verfügung
gestellt, das charakteristische Merkmale besitzt, mit deren Hilfe die vorstehend erläuterten Nachteile
des Standes der Technik beseitigt werden können. Im Vergleich mit dem Stand der Technik ist der durch Anwendung
des erfindungsgemäßen Katalysators erzielte technische Fortschritt überraschend.
Die Erf inching wird durch die nachstehenden Beispiele erläutert, ohne daß sie auf diese beschränkt sein soll.
(a) Herstellung der festen Katalysatorkomponente
10 g handelsübliches wasserfreies Magnesiumchlorid und 4,2 g Aluminiumtriethoxid wurden in ein Mühlengefäß aus
rostfreiem Stahl mit einem Fassungsvermögen von 400 ml gegeben, das 25 Kugeln aus rostfreiem Stahl mit einem
Durchmesser von 1,27 cm enthielt ^ und das Mahlen in der Kugelmüle erfolgte 16 Stunden lang bei Raumtemperatur
unter einer Stickstoffatmosphäre, wobei das Reaktionsprodukt erhalten wurde.
Danach wurde ein mit Rührer und Rückflußkühler versehener
Dreihalskolben mit Stickstoff gespült und der Kolben wurde mit 5 g des vorstehend erhaltenen Reaktionsprodukts und 5 g SiO2 (Fuji-Davison, Nr. 952), das bei
6000C kalziniert worden war, beschickt, wonach 100 ml Tetrahydrofuran zugesetzt wurden und die Reaktion bei
600C 2 Stunden lang ablaufen gelassen wurde. Danach wurde bei 1200C unter vermindertem Druck getrocknet, um
Tetrahydrofuran zu entfernen. Nach der Zugabe von 50 ml Hexan und darauffolgendem Rühren wurden 1,1 ml Titantetrachlorid
zugesetzt und die Reaktion 2 Stunden unter Rückfluß von Hexan durchgeführt, wobei ein festes Pulver
(A) erhalten wurde, welches 40mg Titan pro g enthielt. Das erhaltene feste Pulver (A) wurde in 50 ml Hexan gegeben,
wonach 1 ml Tetraethoxysilan zugesetzt wurde und die Reaktion 2 Stunden lang unter Hexanrückfluß durchgeführt
wurde, um eine feste Katalysatorkomponente herzustellen.
(b) Dampf phasen-Polymerisation
Als Vorrichtung für die Dampfphasenpolymerisation wurde
ein Autoklav aus rostfreiem Stahl verwendet, der in eine durch ein Gebläse, eine Strömungs-Regelvorrichtung und ein
Trockenzyklon gebildete Reaktionsschleife eingefügt wurde. Die Temperatur des Autoklaven wurde durch Leiten von warmem
Wasser durch den Mantel eingestellt.
In den bei 80°C gehaltenen Autoklaven wurden die vorstehend
beschriebene feste Katalysatorkomponente in einer Rate von 250 mg/h und Triethylaluminium in einer Rate von 50 mMol/h
eingeleitet und Buten-1, Ethylen und Wasserstoff wurden so zugeführt, daß das Molverhältnis von Buten-1/Ethylen in
der Dampfphase in dem Autoklaven 0,27 betrug und die Wasser-
stoffkonzentration würde auf 17 % des Gesamtdruckes
eingeregelt. Die Polymerisation wurde durchgeführt, während die Gase innerhalb des Systems mit Hilfe des
Gebläses im Kreislauf geführt wurden. Das gebildete Ethylen-Copolymere war ein Pulver mit einer durchschnittlichen
Korngröße von 750 μτη, das keine Teilchen einer Größe von weniger als 150 μπι enthielt und eine Schüttdichte
von 0,42, einen Schmelzindex MI von 1,0 und eine Dichte von 0,9208 hat. Die Katalysatoraktivität betrug
100 000 g Copolymeres/g Ti.
Der F.R.-Wert (F.R. = MI, -g/MI- ), der ausgedrückt wird
durch das Verhältnis des Schmelzindex (MI) des Copolymeren bei 2,16, bestimmt unter einer Belastung von 2,16 kg,
zu dem Schmelzindex (MI) bei 10 unter einer Belastung von 10 kg (in beiden Fällen bei 190°C)gemäß der Methode nach
ASTM-D1238-65T, betrüg 7,2, was einen sehr schmalen Bereich
der Molekulargewichtsverteilung zeigt.
Aus diesem Copolymeren wurde ein Film hergestellt, der 10 Stunden lang in siedendem Hexan extrahiert wurde. Diese
Extraktion zeigte, daß nur 0,8 Gew.-%, d.h. ein sehr geringer Anteil, extrahierbar war.
Die nachstehend beschriebene Dampfphasenpolymerisation wurde unter Verwendung der in Beispiel 1 beschriebenen
Vorrichtung durchgeführt.
Der bei 80°C gehaltene Autoklav wurde mit dem in Beispiel 1
erhaltenen festen Pulver (A) in einer Rate von 250 mg/h und Triethylaluminium in einer Rate von 50 mMol/h beschickt
und dann wurden Buten-1, Ethylen und gasförmiger Wasserstoff in der Weise zugeleitet, daß das Molverhältnis
Buten-1 zu Ethylen in dor Dampfphase im Autoklaven 0,25
und die Wasserstoffkonzentration 15 % des Gesamtdruckes
betrug,und die Polymerisation wurde unter einem Gesamtdruck
von 10 bar (10 kg/cm2) durchgeführt, während die im Inneren des Systems befindlichen Gase durch das Gebläse
im Kreislauf geführt wurden. Das gebildete Ethylen-Copolymere war ein Pulver mit einer durchschnittlichen
Teilchengröße von 700 pm, das keine Teilchen einer Größe
unter 150 μΐη hatte und das eine Schüttdichte von 0,41,
einen Schmelzindex (MI) von 1,20 und eine Dichte von
0,9210 hatte. Die Katalysatoraktivität betrug 112 000 g Copolymeres/g Ti.
Der F.R.-Wert dieses Copolymeren betrug 7,6, d.h., daß
die Molekulargewichtsverteilung breiter als in Beispiel 1 war.
Aus diesen Copolymeren wurde ein Film hergestellt, der dann 10 Stunden lang in siedendem Hexan extrahiert wurde.
Dabei zeigte sich, daß der Hexanextrakt 1,1 Gew.-% Betrug.
(a) Herstellung einer festen Katalysatorkomponente
10 g wasserfreies Magnesiumchlorid und 4,2g Tetraethoxysilan
wurden in das gleiche Mühlengefäß wie in Beispiel 1 gegeben und 16 Stunden lang bei Raumtemperatur unter einer
Stickstoffatmosphäre in der Kugelmühle gemahlen, so daß ein Roaktionsprodukt. erhalten wurde. Danach wurden 5 g
dieses Reaktionsprodukts und 5 g SiO2, das bei 600°C kalziniert
worden war, in den gleichen Dreihalskolben wie in Beispiel 1 gegeben, schließlich wurden 100 ml Tetrahydrofuran
zugesetzt und die Reaktion 2 Stunden lang bei 60°C durchgeführt, wonach bei 120°C unter vermindertem Druck
getrocknet wurde, um Tetrahydrofuran zu entfernen. Nach der Zugabe von 50 ml Hexan und -dem anschließenden Rühren
wurden 1,1 ml Titantetrachlorid zugesetzt und die Reaktion
wurde 2 Stunden lang unter Hexan-Rückfluß durchgeführt,
wobei eine feste pulverförmige Substanz (B) erhalten wurde, die 40 mg Titan pro g des festen Pulvers (B)
enthielt.
Die feste pulverförmige Substanz (B) wurde in 50 ml Hexan gegeben, dann wurde 1 ml Tetraethoxysilan zugesetzt und
die Reaktion wurde 2 Stunden lang unter Hexan-Rückfluß durchgeführt, bis schließlich die feste Katalysatorkomponente
erhalten wurde.
(b) Dampfphasen-Polymerisation
Die nachstehend beschriebene Dampfphasen-Polymerisation wurde unter Verwendung der in Beispiel T beschriebenen
Vorrichtung durchgeführt.
Der bei 80°C gehaltene Autoklav wurde mit der vorstehend hergestellten festen Katalysatorkomponente in einer Rate von 250 mg/h und mit Triethylaluminium in einer Rate von 50 mMol/h beschickt und Buten-1, Ethylen und gasförmiger "Wasserstoff wurden so zugeleitet, daß das Molverhältnis von Buten-1/Ethylen in der Dampfphase im Autoklaven 0,28 betrug und die Wasserstoffkonzentration 17 % des Gesamtdruckes ausmachte. Die Polymerisation wurde durchgeführt, während die im System befindlichen Gase durch das Gebläse im Kreislauf geführt wurden. Das gebildete Ethylen-Copolymere war ein Pulver mit einer durchschnittlichen Korngröße von 750 um, das keine Teilchen von weniger als 150 um enthielt und eine Schüttdichte von 0,38, einen Schmelzindex (MI) von 1,1 und eine Dichte von 0,9250 hatte. Die Katalysatoraktivität betrug 100 000 g Copolymeres/g Ti.
Der bei 80°C gehaltene Autoklav wurde mit der vorstehend hergestellten festen Katalysatorkomponente in einer Rate von 250 mg/h und mit Triethylaluminium in einer Rate von 50 mMol/h beschickt und Buten-1, Ethylen und gasförmiger "Wasserstoff wurden so zugeleitet, daß das Molverhältnis von Buten-1/Ethylen in der Dampfphase im Autoklaven 0,28 betrug und die Wasserstoffkonzentration 17 % des Gesamtdruckes ausmachte. Die Polymerisation wurde durchgeführt, während die im System befindlichen Gase durch das Gebläse im Kreislauf geführt wurden. Das gebildete Ethylen-Copolymere war ein Pulver mit einer durchschnittlichen Korngröße von 750 um, das keine Teilchen von weniger als 150 um enthielt und eine Schüttdichte von 0,38, einen Schmelzindex (MI) von 1,1 und eine Dichte von 0,9250 hatte. Die Katalysatoraktivität betrug 100 000 g Copolymeres/g Ti.
Der F.R.-Wert des Copolymeren betrug 7,2. Wenn ein Film
aus diesem Copolymeren hergestellt wurde und 10 Stunden
wobei das Mengenverhältnis so eingestellt wurde, daß ein Molverhältnis Buten-1/Ethylen von 0,27 in der Dampfphase
im Autoklaven und eine Wasserstoffkonzentration entsprechend 17 % des Gesamtdruckes erreicht wurde, und die
Polymerisation wurde unter Kreislaufführung der im System befindlichen Gase durch das Gebläse vorgenommen. Das erhaltene
Ethylen-Copolymere war ein pulverförmiges Material mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von 600 μπι,
das keine Teilchen einer Größe von weniger als 150 um enthielt
und eine Schüttdichte von 0,39, einen Schmelzindex (MI) von 1,5 und eine Dichte von 0,9200 hatte. Die Katalysatoraktivität
betrug 90 000 g Copolymeres/g Ti.
Der P.R.-Wert des Copolymeren betrug 7,5. Ein Film wurde
aus diesem Copolymeren hergestellt und in siedendem Hexan 10 Stunden lang extrahiert. Dabei wurde gefunden, daß
der Hexan-Extrakt 0,9 Gew.-% betrug.
(a) Herstellung einer festen Katalysatorkomponente
10 g wasserfreies Magnesiumchlorid und 4,1 g Triethoxybor
wurden in das in Beispiel 1 beschriebene Kugelmühlengefäß
gegeben und 16 Stunden lang bei Raumtemperatur unter einer Stickstoffatmosphäre in der Kugelmühle gemahlen,
wobei ein Reaktionsprodukt erhalten wurde. 5 g dieses Reaktionsprodukts und 5 g SiO2, das bei 6000C kalziniert
worden war, wurden in den in Beispiel·1 beschriebenen Dreihalskolben gegeben, wonach 100 ml Tetrahydrofuran
zugesetzt wurden und die Reaktion 2 Stunden lang bei 600C durchgeführt wurde. Danach wurde bei 120°C unter vermindertem
Druck getrocknet, um das Tetrahydrofuran zu entfernen. Nach der Zugabe von 50 ml Hexan und anschliessendem
Rühren wurden 1,1 ml Titantetrachlorid zugesetzt
• * I« · · ft-
und die Reaktion wurde 2 Stunden lang unter Rückfluß von Hexan durchgeführt, wobei ein festes pulverförmiges Material
(D) erhalten wurde, welches 40 mg Titan pro g enthielt.
Das feste pulverförmige Material (D) wurde in 50 ml Hexan
gegeben, dann wurde 1 ml Tetrasilan zugesetzt und die Reaktion wurde 2 Stunden unter Rückfluß von Hexan durchgeführt,
wobei eine feste Katalysatorkomponente erhalten wurde.
(b) Dampfphasen-Polymerisation
Die nachstehend beschriebene Dampfphasen-Polymerisation wurde unter Verwendung der in Beispiel 1 beschriebenen
Vorrichtung durchgeführt.
Die vorstehend hergestellte feste Katalysatorkomponente und Triethylaluminium wurden in einer Rate von 250 mg/h bzw. 50 mMol/h in den bei 80°C gehaltenen Autoklaven eingeleitet. Buten-1, Ethylen und Wasserstoff wurden in Gasform zugeführt, wobei die Mengen so eingestellt wurden, daß ein Molverhältnis von Buten-1/Ethylen in der
Die vorstehend hergestellte feste Katalysatorkomponente und Triethylaluminium wurden in einer Rate von 250 mg/h bzw. 50 mMol/h in den bei 80°C gehaltenen Autoklaven eingeleitet. Buten-1, Ethylen und Wasserstoff wurden in Gasform zugeführt, wobei die Mengen so eingestellt wurden, daß ein Molverhältnis von Buten-1/Ethylen in der
2Q Dampfphase im Autoklaven von 0,27 erreicht wurde und die
Wasserstoffkonzentration 17 % des Gesamtdruckes entsprach. Die Polymerisation wurde durchgeführt, während die Gase
im System durch das Gebläse im Kreislauf geführt wurden. Das erhaltene Ethylen-Copolymere war ein Pulver mit einer
durchschnittlichen Teilchengröße von 500 μπι, das keine
Teilchen einer Größe von weniger als 44 μπι enthielt und
eine Schüttdichte von 0,42, einen Schmelzindex (MI) von
1,3 und eine Dichte von 0,9205 hatte. Die Katalysatoraktivität entsprach 70 000 g Copolymeres/g Ti.
Der F.R.-Wert des Copolymeren betrug 7,4. Ein Film wurde
aus diesem Copolymeren hergestellt und in siedendem Hexan 10 Stunden lang extrahiert. Dabei wurde gefunden, daß der
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Hexan-Extrakt 0,9 Gew.-% betrug.
(a) Herstellung einer festen Katalysatorkomponente
10 g wasserfreies Magnesiumchlorid und 4,2 g Diethoxymagnesium
wurden in das in Beispiel 1 beschriebene Kugelmühlengefäß gegeben und 16 Stunden bei Raumtemperatur
unter einer Stickstoffatmosphäre in der Kugelmühle gemahlen, um ein .Reaktionsprodukt zu erhalten. 5 g dieses
Reaktionsprodukts und 5 g SiO2, das bei 6000C kalziniert
worden war, wurden in den in Beispiel 1 beschriebenen Dreihalskolben gegeben, wonach 100 ml Tetrahydrofuran
zugesetzt wurden. Die Reaktion wurde 2 Stunden lang bei 60°C durchgeführt und dann wurde bei 120°C unter vermindertem
Druck getrocknet, um das Tetrahydrofuran zu entfernen. Nach der Zugabe von 50 ml Hexan und dem anschliessenden
Rühren wurden 1,1 ml Titantetrachlorid zugesetzt und die Reaktion wurde 2 Stunden unter Rückfluß von Hexan
durchgeführt, wobei ein festes pulverförmiges Material (E) erhalten wurde, welches 40 mg Titan pro g enthielt.
Das feste pulverförmige Material (E) wurde zu 50 ml Hexan gegeben, dann wurde 1 ml Tetraethoxysilan zugesetzt und
die Reaktion wurde 2 Stunden unter Rückfluß von Hexan durchgeführt, wobei eine feste Katalysatorkomponente gebildet
wurde.
(b) Dampfphasen-Polymerisation
Die nachstehend beschriebene Dampfphasen-Polymerisation
wurde unter Verwendung der in Beispiel 1 beschriebenen Vorrichtung durchgeführt.
Die vorstehend erhaltene feste Katalysatorkomponente
Die vorstehend erhaltene feste Katalysatorkomponente
wurde in einer Rate von 250 mg/h und Triethylaluminium wurde in einer Rate von 50 mMol/h in den bei 800C gehaltenen
Autoklaven geleitet und gasförmiges Buten-1, Ethylen und Wasserstoff wurden in der Weise zugeleitet,
daß in der Dampfphase im Autoklaven ein Molverhältnis Buten-1/Ethylen von 0,27 und eine Wasserstoffkonzentration
entsprechend 17 % des Gesamtdruckes erreicht wurde·.· Die
Polymerisation wurde durchgeführt, während die im System
befindlichen Gase mit Hilfe des Gebläses im Kreislauf geführt wurden. Das erhaltene Ethylen-Copolymere war ein
pulverförmiges Material mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von 600 μπι, das keine Teilchen einer Größe
von weniger als 100 μΐη enthielt und eine Schüttdichte
von 0,40, einen Schmelzindex (MI) von 0,5 und eine Dichte von 0,9250 hatte. Die Katalysatoraktivität entsprach
100 000 g Copolymeres/g Ti.
Der F.R.-Wert des Copolymeren betrug 7,5. Aus diesem Copolymeren
wurde ein Film hergestellt und 10 Stunden lang in siedendem Hexan extrahiert. Dabei wurde gefunden,
daß der Hexan-Extrakt 0,4 Gew.-% betrug.
(a) Herstellung einer festen Katalysatorkomponente
10 g handelsübliches wasserfreies Magnesiumchlorid und 4,2 g Aluminiumtriethoxid wurden in ein Gefäß aus rostfreiem
Stahl mit einem Fassungsvermögen von 400ml gegeben, das 25 Kugeln aus rostfreiem Stahl mit einem Durchmesser
von jeweils 1,27 cm enthielt, und in der Kugelmühle 16 Stunden lang bei Raumtemperatur unter einer
Stickstoffatmosphäre gemahlen, um ein Reaktionsprodukt zu erhalten. Dann wurde ein mit einem Rührer und Rückflußkühler
versehener Dreihalskolben mit Stickstoff gespült und 5 g des vorstehend beschriebenen Reaktionspro-
_ ·3Λ _
dukts und 5 g SiO2 (Fuji-Davison, Nr. 952) , das bei 6000C
kalziniert worden war, in den Kolben gegeben. Schließlich wurden 100 ml Tetrahydrofuran zugesetzt und die Reaktion
wurde 2 Stunden bei 60°C durchgeführt, wonach unter vermindertem Druck bei 120°C getrocknet wurde, um das Tetrahydrofuran
zu entfernen. Dann wurden 50 ml Hexan und 2 ml Tetraethoxysilan zugesetzt und die Reaktion wurde 2 Stunden
bei 50°C durchgeführt, wonach 1,1 ml Titantetrachlorid zugegeben wurden und die Reaktion zwei Stunden unter
Rückfluß von Hexan vorgenommen wurde, wobei eine feste Katalysatorkomponente gebildet wurde, die 38 mg Titan
pro g enthielt.
(b) Dampfphasen-Polymerisation
Die Dampfphasen-Polymerisation wurde in der nachstehend beschriebenen Weise unter Verwendung der in Beispiel 1
beschriebenen Vorrichtung durchgeführt.
In den bei 80°C gehaltenen Autoklaven wurden die wie vorstehend hergestellte feste Katalysatorkomponente in einer
Rate von 250 mg/h und Triethylaluminium in einer Rate von
50 mMol/h eingeleitet und gasförmiges Buten-1, Ethylen und Wasserstoff wurden so zugeleitet,
daß in der Dampfphase in dem Autoklaven ein Molverhältnis von Buten-1 zu Ethylen von 0,28 und eine Wasserstoffkonzentration
entsprechend 17 % des Gesamtdruckes eingestellt wurde. Die Polymerisation wurde durchgeführt, während die
im System befindlichen Gase mit Hilfe des Gebläses im Kreislauf geführt wurden. Das gebildete Ethyleh-Copolymere
war ein pulverförmiges Polymeres mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von 730 μπι, das keine Teilchen einer
Größe von weniger als 150 um enthielt und eine Schüttdichte
von 0,40, einen Schmelzindex (MI) von 1,0 und eine Dichte von 0,9221 hatte. Die Katalysatoraktivität betrug 135 000 g
Copolymeres/g Ti.
- 32 -
'35-
Der F.R.-Wert des Copolymeren betrug 7,2. Aus diesem
Copolymeren wurde ein Film hergestellt und 10 Stunden
lang in siedendem Hexan extrahiert. Dabei betrug der
Hexan-Extrakt 0,8 Gew.-%.
(a) Herstellung einer festen Katalysatorkomponente
10 g handelsübliches wasserfreies Magnesiumchlorid, 4,2g Aluminiumtriethoxid und 3 g Monomethyltriethoxysilan
wurden in ein Gefäß aus rostfreiem Stahl mit einem Fassungsvermögen von 400 ml, das 25 Kugeln aus rostfreiem
Stahl mit einem Durchmesser von je 1,27 cm enthielt, gegeben und in der Kugelmühle bei Raumtemperatur unter einer
Stickstoffatmosphäre 16 Stunden lang gemahlen, um das
Reaktionsprodukt zu erhalten. Dann wurde ein mit einem Rührer und Rückflußkühler ausgestatteter Dreihalskolben
mit Stickstoff gespült, in den Kolben wurden 5 g des vorstehend erhaltenen Reaktionsprodukts und 5 g bei
600°C kalziniertes SiO2 (Fuji-Davison Nr. 952) und schließlich 100 ml Tetrahydrofuran gegeben und die
Reaktion wurde 2 Stunden bei 600C durchgeführt, wonach
eine Trocknung bei 120°C unter vermindertem Druck zur Entfernung von Tetrahydrofuran erfolgte. Nach der Zugabe
von 50 ml Hexan und dem anschließenden Rühren wurden dann 1,1 ml Titantetrachlorid zugesetzt und die Reaktion wurde
2 Stunden unter Hexan-Rückfluß durchgeführt, wobei ein
festes pulverförmiges Material (A) erhalten wurde, das 40 mg Titan pro g enthielt.
(b) Dampfphasen-Polymerisation
Ein Autoklav aus rostfreiem Stahl wurde als Vorrichtung für die Dampfphasen-Polymerisation verwendet und der Autoklav
wurde in eine Reaktionsschleife aus einem Gebläse,
einer Strömungsreglervorrichtung und einem Trockenzyklon
eingebaut. Die Temperatur des Autoklaven wurde durch Leiten von warmem Wasser durch den Mantel eingestellt.
In den bei 8O°C gehaltenen Autoklaven wurden die vorstehend
beschriebene feste Katalysatorkomponente in einer Rate von 250 mg/h und Triethylaluminium in einer Rate
von 50 mMol/h eingeführt und gasförmiges Buten-1, Ethylen
und Wasserstoff wurden so zugeleitet, daß in der Dampfphase des Autoklaven ein Molverhältnis Buten-1/Ethylen
von 0,27 und eine Wasserstoffkonzentration entsprechend
17 % des Gesamtdruckes eingehalten wurde. Die Polymerisation wurde durchgeführt, während die Gase im Inneren des Systems
mit Hilfe des Gebläses im Kreislauf geführt wurden. Das gebildete Ethylen-Copolymere war eine pulverförmige
Substanz mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von 710 μπι, die keine Teilchen einer Größe von weniger
als 150 um enthielt und die eine Schüttdichte von 0,40,
einen Schmelzindex (MI) von 0,8 und eine Dichte von
0,9210 hatte. Die Katalysatoraktivität betrug 130 000 g Copolymeres/g Ti.
Der F.R.-Wert betrug 7,1. Ein Film wurde aus diesem Copolymeren
hergestellt und 10 Stunden lang in siedendem Hexan extrahiert. Dabei wurde gefunden, daß der Hexan-Extrakt
0,8 Gew.-% betrug.
Claims (11)
- 3211Ο52SCHIFF ν. FÜNER STREHL "sCH Ü*BEL-HOPf" EBBI NG H AUS FINCKMARIAHILFPLATZ 2 A 3, MÖNCHEN SO POSTADRESSE: POSTFACH Θ5 O1 SO, D-800O MÜNCHEN 95AUSO PROFESSIONAL REPRESENTATIVES BEFORE THE EUROPEAN PATENT OFFICEKARL LUDWIG SCHIFF (1964-1O78)DIPL. CHEM. DR. ALEXANDER V. FÜNERDIPL. ING. PETER STREHLDIPL. CHEM. DR. URSULA SCHÜSEL-HOPFDIPL. INQ. DIETER EBBINSHWSDR. INQ. DIETER FINCKTELEFON (O8B) 48 QO 04TELEX 6-Ο3ΒΘΒ AURO DTELEGRAMME AUROMARCPAT MÜNCHENDEA-13 661PATENTANSPRÜCHE(i-y Katalysator für die Polymerisation von Olefinen, der eine feste Katalysatorkomponente und eine Organometallverbindung umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß die feste Katalysatorkomponente das Reaktionsprodukt darstellt, das durch Inberührungbringen und Umsetzung der folgenden Verbindungen erhältlich ist:(1) mindestens einer Verbindung aus der Gruppe der Siliciumoxide und Aluminiumoxide,(2) einem Magnesiumhalogenid,(3) einer Verbindung der allgemeinen FormelMe(OR)_X_ _, in der Me ein Element der Gruppen bis IV des Periodensystems der Elemente, ζ die Wertigkeit des Elements Me, η eine Zahl entsprechend O < η = z, X ein Halogenatom und R einen Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen bedeuten,(4) mindestens einer Verbindung aus der Gruppe der Titanverbindungen und Vanadinverbindungen, und(5) mindestens einer Verbindung aus der Gruppe der Ver-01-ζ-bindungen der allgemeinen Formel R" Si(OR') X4 , in der R' und R" Kohlenwasserstoffrestemit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, X ein Halogenatom, η eine Zahl entsprechend der Beziehung O = η < 4 und m eine Zahl entsprechend der Beziehung 0 < m = 4 bedeuten, wobei die Beziehung 0 < m + η = 4 gilt,
und der Polysiloxane. - 2. Katalysator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß das Siliciumoxid Siliciumdioxid ist.
- 3. Katalysator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Aluminiumoxid Al2O3 ist.
- 4. Katalysator nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Magnesiumhalogenid Magnesiumchlorid ist.
- 5. Katalysator nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet , daß Me für Na, Mg, Ca, Zn, Cd, B oder Al steht.
- 6· Katalysator nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet , daß die Titanverbindung eine Verbindung des vierwertigen Titans der allgemeinen Formel Ti(OR) X4 , in der R eine Alkyl-, Aryl- oder Aralkylgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, X ein Halogenatom und η eine Zahl entsprechend 0 = η = 4 bedeuten, oder eine dreiwertige Titanverbindung ist, die durch Reduktion dieser vierwertigen Titanverbindung erhalten wurde.
- 7. Katalysator nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die feste Katalysatorkomponente erhalten wird, indem die Komponenten (2) und (3) zuerst miteinander umgesetzt und danach das gebildeteReaktionsprodukt in beliebiger Reihenfolge mit den Komponenten (1), (4) und (5) in Berührung gebracht und umgesetzt wird.
- 8. Katalysator nach ein.em der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzei chnet, daß das Reaktionsverhältnis der Komponente (1) zu der Komponente (2), angegeben als Molverhältnis, 1 : 0,01 bis 1 : 5 beträgt.
- 9. Katalysator nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet , daß das Reaktionsverhältnis der Komponente (2) zu der Komponente (3), angegeben als Molverhältnis, im Bereich von 1 : 0,01 bis 1 : 10 liegt,
- 10. Katalysator nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Reaktionsverhältnis der Komponente (2) zu der Komponente (5), angegeben als Molverhältnis,.im Bereich von 1 : 0,01 bis 1 : 10 liegt.
- 11..Verfahren zur Polymerisation oder Copolymerisation von Olefinen in Gegenwart eines Katalysators, der eine feste Katalysatorkomponente und eine Organometallverbindung umfaßt, dadurch gekennzeichnet , daß ein Katalysator gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10 verwendet wird.03
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Legal Events
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| 8128 | New person/name/address of the agent |
Representative=s name: STREHL, P., DIPL.-ING. DIPL.-WIRTSCH.-ING. SCHUEBE |
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