DE3209982A1 - Zustelleinrichtung fuer die schleifbearbeitung von planen oder sphaerischen flaechen - Google Patents
Zustelleinrichtung fuer die schleifbearbeitung von planen oder sphaerischen flaechenInfo
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Grinding Of Cylindrical And Plane Surfaces (AREA)
- Constituent Portions Of Griding Lathes, Driving, Sensing And Control (AREA)
Description
STRASSE & STOFFREGEN
Dipl.-Ing. Joachim Strasee, München · Dipl.-Phy». Dr. Hans-Herbert Stoffregen, Hanau
ZweibrückonatraUe 18 · D-SOOO München 2 (Gegenüber dem Patentamt) · Telefon (ΟΘΘ) 22 28 θβ . Telex 6 22 0B4
Maschinenbau Grieshaber GmbH & Co.München, 18. März 1-982
7620 Wolfach/Schwarzwald str-sh 12 372
"Vorrichtung für das Feinschleifen
von planen oder sphärischen Flächen"
von planen oder sphärischen Flächen"
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung für die Schleifbearbeitung von planen oder spärischen Flächen mittels
einer axial gegen ein Werkstück beweglichen Topfoder Segmentschleifscheibe mit einer auf eine festlegbare
Relativverschiebung zwischen einem Schleifkopf und einem Schleifkopfhalter reagierenden Einrichtung, die durch Führungselemente
betätigbare Signalgeber aufweist, die am Schleifkopfhalter verstellbar befestigt sind, an dem
Spannvorrichtungen vorgesehen sind, die auf die Führungselemente wirken und den Schleifkopfhalter mit dem Schleifkopf
verspannen, wobei eine Kupplung vorgesehen ist,' welche den Antriebsmotor von der Zustellspindel abkuppelt
und diese an eine Vorrichtung für die schrittweise Zustellung ankuppelt. Eine derartige Vorrichtung ist aus der
DE-OS 28 18 940 bekannt.
Bei dieser bekannten Vorrichtung trifft der Schleifkopf mit Eilgangsgeschwindigkeit auf das Werkstück auf. Die
beim Auftreffen des Schleifkopfs zwischen Schleifscheibe und Werkstück entstehenden Kräfte hängen vom Gewicht des
Schleifkopfs und der beim Abbremsen des Schleifkopfs erzeugten Trägheitskraft ab. Da der Scleifkopf an Federn
aufgehängt ist, leisten die Federn im Augenblick der Berührung von Schleifscheibe und Werkstück noch keinen
Beitrag zu der zwischen Schleifscheibe und Werkstück wirkenden Kraft, Der Schleifkopf wird durch das Werkstück in
einer Endlage gehalten, während ein als Spindelgehäuse ausgebildeter Schleifkopfhalter noch in Richtung des Werk-
-2-
Ol stücks bewegt wird. Dabei drückt das Spindelgehäuse die
Federn zusammen. Über die Federn wird daher ein allmählich zunehmender Druck auf den Schleifkopf und das Werkstück
ausgeübt. Wenn ein festlegbarer Druck erreicht ist, wird die axiale Bewegung des Spindelgehäuses beendet.
Anschließend wird das Spindelgehäuse starr mit dem Schleifkopf verbunden. Mit einer solchen Maßnahme wird
die Totzeit vermindert, da ein Schleifgang entfällt, in dem der Schleifkopf mit langsamer Geschwindigkeit auf das
Werkstück zubewegt wird.
Bei Werkstücken mit großen Abmessungen werden für die Bearbeitung größere Schleifscheiben und größere Schleifköpfe
benötigt. Diese Schleifscheiben und Schleifköpfe
haben größere Gewichte und größere Massen. Aufgrund dieser Gewichte und Massen können beim Auftreffen der
Schleifscheibe auf das Werkstück bei hohen Absenkgeschwindigkeiten
unerwünscht größere Kräfte entstehen. Zwar können die beim Aufsetzen der Schleifscheibe auf das Werkstück
auftretenden Kräfte durch eine Verminderung der Absenkgeschwindigkeit auf relativ einfache Weise vermindert
werden, jedoch wird für eine möglichst wirtschaftliche
Fertigung eine hohe Absenkgeschwindigkeit angestrebt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs erläuterten Gattung derart weiterzuentwickeln,
daß mit möglichst einfachem Aufbau auch bei großen Gewichten und großen Massen der aus Schleifkopf
und Schleifscheibe bestehenden Einheit große Absenkgeschwindigkeiten
ohne die Erzeugung kritischer Kräfte bei der Berührung von Schleifscheibe und Werkstück möglich
sind.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Werkzeughalter für die Topf- oder Segmentschleifscheibe
—3—
an einer drehbaren Schleifspindel befestigt ist, die im
Schleifkopf in ihrer axialen Richtung nicht verschiebbar angeordnet ist, daß mindestens ein mit dem Schleifkopf
verbundener Kolben in einem am Schleifkopfhalter angeordneten
Zylinder verschiebbar gelagert ist, und daß der Kolben durch ein dem Zylinder zugeführtes Druckmedium mit
einer Druckkraft beaufschlagt ist, die in die entgegengesetzte Richtung wirkt wie das Gewicht des Schleifkopfs
und der Schleifscheibe nebst Werkzeughalter und die wenigstens teilweise das Gewicht des Schleifkopfs, des Werkzeughalters
und der Schleifscheibe kompensiert. Beim Verzögern der aus dem Schleifkopf und der Schleifscheibe
bestehenden Einheit während des Aufsetzens der Schleifscheibe auf dem Werkstück treten somit Trägheitskräfte
und die Differenz zwischen dem Gewicht und der Kompensationskraft auf. Der vom Gewicht herrührende Anteil läßt
sich durch eine entsprechende Abstimmung der Kompensationskraft auf einen unbedeutend kleinen Beitrag vermindern.
Die gesamte Beanspruchung zwischen Schleifscheibe und Werkstück bleibt daher während der Verzögerung des
Schleifkopfs trotz hoher Absenkgeschwindigkeiten innerhalb zulässiger Grenzen. Damit läßt sich auch bei der
Bearbeitung großer Werkstücke eine sehr wirtschaftliche Arbeitsweise erreichen. Ein weiterer Vorteil ist in dem
sehr einfachen Aufbau des Schleifkopfs zu sehen. Eine
axiale Kugelführung für den Schleifkopf ist nicht mehr erforderlich. Weiterhin entfällt die Federvorspannung zwischen
Schleifkopf und Schleifspindel. Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, daß der Zylinder achsparallel
zur Schleifspindel angeordnet 1st, und daß der unterhalb des Kolbens liegende Zylinderraum mit dem Druckmedium
beaufschlagt und der oberhalb des Kolbens liegende Zylinderraum zur umgebendenk Atmosphäre hin offen ist. Es
ist bei dieser Anordnung nur eine der beiden durch den
-A-
Ol Kolben voneinander getrennten Zylinderkammern an das Druckmedium anzuschließen. Zu dem Zylinder muß daher nur
eine Druckmediumsleitung verlegt werden. Der konstruktive Aufwand ist deshalb gering.
05
Vorzugsweise ist der Zylinder an eine Zuleitung für das Druckmedium angeschlossen, in deren Leitungszug ein einstellbares
Druckregelventil angeordnet ist. Das Druckregelventil sorgt dafür, daß in der vom Druckmedium beaufschlagten
Zylinderkammer ein konstanter Druck herrscht. Dieser Druck bleibt auch dann erhalten, wenn sich das
"1^ Volumen der Zylinderkammer verändert.
Es ist zweckmäßig, den Druck im Zylinder so hoch einzustellen, daß die dem Gewicht des Schleif kopf s und der
Schleifscheibe nebst Werkzeughalter. entgegenwirkende Druckkraft und die zu Beginn der Absenkbewegung hervorgerufene
Trägheitskraft zusammen kleiner als das Gewicht von Schleifkopf, Werkzeughalter und Schleifscheibe sind.
Mit dieser Maßnahme wird zu Beginn der Abwärtsbewegung eine Relativbewegung zwischen dem Schleifkopfhalter und
dem Schleifkopf vermieden.
Eine günstige Ausführungsform besteht darin, daß die nahe an den Enden des Schleifkopfs in Wälzlagern angeordnete
Schleifspindel als Hohlwelle mit Längsnuten ausgebildet ist und daß eine im Maschinenständer gelagerte, mit Längskeilen
versehene Antriebswelle an einem Ende in der Hohlwelle längsverschiebbar befestigt ist. Diese Ausführungsform
zeichnet sich durch ihren einfachen Aufbau aus.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand eines in einer Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert,
aus dem sich weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile ergeben.
-5-
Ol Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnit einer Vorrichtung für die Schleifbearbeitung von planen oder sphärischen
Flächen,
Fig. 2 einen Querschnitt längs der Linien I-I der in
Fig. 1 gezeigten Vorrichtung.
Ein Maschinenständer 10 trägt mit Hilfe von Führungen 14 einen Schleifkopfhalter 12 sowie den hierzu relativ zu
diesem beweglichen Schleifkopf. Die Führungen 14 sind am Maschinenständer 10 in senkrechter Richtung angeordnet.
Der Schleifkopfhalter 12 setzt sich ·aus einem zwischen den Führungen 14 gehaltenen Teil 16 und zwei vom Teil 16
nach den Seiten vorspringenden Armen 18 zusammen. Zwischen den Armen 18 ragt eine Antriebswelle 46 nach unten,
deren oberes zylindrisches Ende 26 im Maschinenständer 10 drehbar gelagert ist. Das untere, mit keilförmigen Längsvorsprüngen
versehene Ende 28 der Antriebswelle 46 greift längsverschiebbar in das Innere einer Schleifspindel 30
ein, die als Hohlwelle mit Längsnuten ausgebildet ist. Am unteren Ende der Schleifspindel 30 befindet sich eine
Schleifscheibenaufnahme bzw. ein Werkzeughalter 20, an dem eine. Schleifscheibe 22 befestigt ist. Die Schleifspindel
30 ist in einem Schleifkopf 24 drehbar und gegen axiale Verschiebung gesichert gelagert. Der Schleifkopf
24 ist, wie bereits oben beschrieben, in gleicher Weise wie der Schleifkopfhalter (12) in den Führungen (14)
geführt. Die Schleifspindel 30 ist im Schleifkopf 24 zentrisch angeordnet. Nahe am oberen Ende des Schleifkopfs
24 sind an zwei diametral einander gegenüberliegend£*en
Stellen nach außen ragende Vorsprünge 32 vorhanden, die nicht näher bezeichnete Ausnehmungen enthalten, in
denen die Enden von senkrechten Klemmstücken 36 befestigt
-6-
Ol sind. In Fig. 1 ist ein Klemmstück 36 um 90° versetzt gezeichnet. Die Klemmstücke 36 ragen von den Vorsprüngen
32 nach oben und greifen in Öffnungen 38 des Schleifkopfhalters 12 ein. Der Schleifkopf 24 weist als zusätzliche
Führungsmittel zwei achsparallele Seitenplatten 34 auf, die mit nicht näher dargestellten Führungsbahnen versehen
sind, die in den Führungen 14 gleiten können. Ein Endschalter oder ein berührungsloser Sensor 76 ist am
Schleifkopfhalter 12 befestigt und überwacht die Stellung der Klemmstücke 36 gegenüber dem Schleifkopfhalter 12.
Senkrecht zu den Öffnungen 38 sind druckmittelbeaufschlagbare
Spanneinheiten 40 angebracht, deren Kolben mit vorzugsweise abgeflachten Teilen der Klemmstücke 36 in Kontakt
kommen. Eine am Ständer 10 drehbar angeordnete Riemenscheibe 42 wird über Riemen 17 von einem nicht dargestellten
Motor angetrieben und überträgt die Drehbewegung über die Antriebswelle 46 auf die Schleifspindel 30.
Nahe am oberen Ende enthält der Schleifkopf 24 einen weiteren, nicht näher bezeichneten Vorsprung, der sich
zwischen den Seitenplatten 34 erstreckt. An diesem Vorsprung ist das Ende einer Kolbenstange 80 befestigt, die
vom Schleifkopf 30 nach oben in das Teil 16 des Schleifkopfhalters 12 hineinragt. Das Teil 16 enthält eine nicht
näher bezeichnete Ausnehmung für die Kolbenstange 80. Weiterhin ist im Teil 16 des Schleifkopfhalters 12 ein
Zylinderraum 82 vorgesehen, der achsparallel zu der Schleifspindel 30 verläuft. Die den Kolben (86) tragende
Kolbenstange 80 ragt in den Zylinderraum 82 hinein.
30
30
Die Zustellbewegung im Eilgang geschieht durch einen Getriebemotor
48, der über eine Hülse 50 eine Gewindespindel 52 antreibt, die in einer mit dem Schleifkopfhalter
12 verbundenen Mutter 54 gelagert ist. Auf der Hülse 50 ist drehbar ein Zahnrad 56 gelagert, welches mit einem
— 7—
Ol Zahnrad 58 kämmt, das.seinerseits mit einem Klinkenrad 60
fest verbunden ist. Ferner ist auf der Hülse 50 ein Rotor 62 einer Magnetkupplung verschiebbar gelagert, welcher
zwischen den Polen 64 des Zahnrades 56 und einer felderzeugenden Spule 68 umläuft. In den Zähnen des Klinkenrades
60 greift eine Klinke ein, die durch einen mit Druckmedium beaufschlagbaren Kolben oder durch einen Hubmagneten
oder ähnliche Mittel betätigt wird, während eine weitere Klinke eine Sicherung gegen ein Zurückdrehen des
Klinkenrades 60 darstellt.
Die Kolbenstange 80 ist zweckmäßigerweise mit ihrem unteren Ende in den Schleifkopf 24 eingeschraubt. Am oberen
Ende der Kolbenstange 80 ist ein Kolben 86 befestigt. Für die Befestigung des Kolbens kann das Ende der Führungssäule
80 mit einem Gewinde versehen sein, auf das zwei nicht näher bezeichnete Muttern aufgeschraubt werden, zwischen
denen der mit einer Durchgangsbohrung für die Führungssäule 80 versehene Kolben 86 eingespannt wird. Der Kolben 86
ist zur Wand des Zylinderraums 82 hin abgedichtet. Der starr mit der Führungssäule 80 verbundene Kolben 86 führt
mit dieser Verschiebebewegungen aus und bewegt sich dabei im Zylinder 82, der durch den Kolben 86 in eine obere
Kammer 88 und eine untere Kammer 90 geteilt wird. Die obere Kammer 88 steht über eine Öffnung 92 mit der
Atmosphäre in Verbindung. Die untere Kammer 90 ist über eine nicht näher bezeichnete Öffnung an eine Leitung 94
angeschlossen, über.die ein Druckmedium, z.B. Druckluft, eingespeist wird. Im Zuge der Leitung 94 ist ein einstellbares
Druckregelventil 96 angeordnet, das in der Zeichnung schematisch dargestellt ist. Das Druckregelventil 96
sorgt dafür, daß der eingestellte Druck unabhängig von der Lage des Kolbens 86 im Zylinderraum, d.h. unabhängig
von der dem gerade vorhandenen Volumen der unteren Kammer go, in dieser konstant gehalten wird. Es sind einstellba-
-8-
* * to W * w Mt«» β «
WV WW -mm w-w w τ ■— "
Ol re Druckregelventile kommerziell verfügbar, die eine genaue Einstellung des ausgangsseitig erzeugten Druckes und
eine hohe Regelgenauigkeit bei guter Regelstabilität aufweisen.
Wenn die untere Kammer 90 unter dem Einfluß des Druckmediums steht, wird eine Druckkraft auf den Kolben 86
ausgeübt, die nach oben gerichtet ist. Diese Kraft wird vom Kolben 86 auf die Kolbenstange 80 übertragen, die am
Schleifkopf befestigt ist. Zu diesem Schleifkopf 24 gehören die Schleifspindel 30 sowie Wälzlager 98, 100, die
jeweils nahe am oberen und unteren Ende des Schleifkopfs 24 angeordnet sind. In den Wälzlagern 98, 100 ist die
Schleifspindel 30 drehbar gelagert. Die Wälzlager 98, 100 sind mittels Deckeln 102, 104 gegen axiale Verschiebung
gesichert. Die Deckel 102, 104, die jeweils nicht näher bezeichnete Durchlaßöffnungen für die Schleifspindel 30
enthalten, verschließen die obere und untere Öffnung des Schleifkopfs 24. Neben den Wälzlagern 98, 100 bilden auch
die Deckel 102, 104, die Seitenplatten 34 sowie die Führungssäulen 36, 80 und der Kolben 86 mit dem Schleifkopf
24 eine Einheit, die gegenüber der Schleifkopfhalterung 12 axial verschiebbar ist. Unter Schleifkopf sind
demnach alle diejenigen Teile' zu verstehen, die ebenso wie der Werkzeughalter 10 und die Schleifscheibe 22 gegenüber
der Schleifkopfhalterung 12 axial verschiebbar angeordnet sind.
Die vom Kolben 86 ausgehende Kraft übt daher ihre Wirkung auf den Schleifkopf und die diesem verbundenen Teile des
Schleifkopfs aus. Diese Kraft hat die entgegengesetzte Richtung wie das Gewicht des Schleifkopfs. Über eine
entsprechende Einstellung des Druckes in der unteren Kammer 90 wird die Kraft so auf das Gewicht des Schleifkopfs
abgestimmt, daß sie einen Teil des Gewichts kompensiert.
-9-
*■· ♦ ♦ · *# ι
Ol Die Zustellung der Schleifscheibe 22 läuft folgendermaßen
ab: Der Getriebemotor 48 dreht die Spindel 52, so daß der Schleifkopf 24 und die mit ihm fest verbundenen Teile 30,
20, 22, 98, 100, 102, 104, 96, 80 86 im Eilgang gegen das Werkstück fahren. Wenn die Schleifscheibe 22 auf das
nicht näher dargestellte Werkstück auftrifft, wirkt zwischen
Schleifscheibe 22 und Werkstück eine Kraft, die auf
der Verzögerung des Schleifkopfs nebst ihm starr verbundenen Teile und der Schleifscheibe 22 und auf der Differenz
zwischen dem Gewicht von Schleifscheibe und Schleifkopf
^ und der vom Kolben 86 hervorgerufenen Kompensationskraft
beruht. Die Kompensationskraft ist vorzugsweise so hoch eingestellt, daß sie den wesentlichen Teil des Gewichts
des Schleifkopfs 24, der Teile 30, 20, 98, 100, 102, 104,
36, 80, 86 und der Schleifscheibe 22 aufhebt. Die Beanspruchung zwischen Schleifscheibe 22 und Werkstück geht
daher beim Berühren überwiegend auf die bei der. Verzögerung der Massen entstehenden Trägheitskräfte zurück.
Durch die Entlastung von Gewichtskräften werden die Beanspruchungen erheblich vermindert. Es ist daher auch bei
Schleifköpfen und Schleifscheiben mit größeren Abmessungen und entsprechend größeren Massen möglich, die Vorrichtung
mit hoher Absenkgeschwindigkeit zu betreiben, ohne ■/** daß die Beanspruchung beim Auftreffen der Schleifscheibe
auf das Werkstück unzulässig groß werden. Nach Auftreffender
Schleifscheibe 22 entsteht zwischen dem Schleifkopf 24, den Teilen 30, 20, 98, 100, 102, 104, 36, 80, 86 und
der Schleifkopfhalterung 12 eine Relativbewegung, die zu einer Volumenvergrößerung der unteren Zylinderkammer 90
führt. Da das Regelventil 96 den Druck in der Kammer 90 konstant hält, ändert sich an der Größe der vom Kolben 86
erzeugten Kompensationskraft nichts. Sobald die Klemmstücke
36 in den vom Sensor 76 überwachten Bereich gelangen, gibt der Sensor 76 ein Signal an ein Steuerglied,
welches die Zylinder 40 mit einem Druckmedium beauf-
-10-
Ol schlagt und dadurch den Schleifkopf 20 gegenüber dem Schleifkopfhalter 12 in axialer Richtung blockiert.
Gleichzeitig wird der Bremsmotor 48 stillgesetzt und die Magnetkupplung 62, 64, 68 betätigt, so daß nunmehr die
Zustellung über die Klinke, das Klinkenrad 60 und über die Zahnräder 58 und 56 und die Magnetkupplung 62, 64 68
und die Spindel 52 erfolgt. Die Betätigung der Klinke kann in festgelegten Zeitintervallen oder in Abhängigkeit
von der aufgenommenen Leistung des Antriebsmotors für die Schleifspindel erfolgen. Es ist auch möglich, über eine
Meßsteuerung die Zustellung einzustellen und einen Ausfe-'**■»'■
derungsvorgang einzuleiten.
Zu Beginn der Absenkbewegung werden der Schleifkopf 24 nebst den Teilen 30, 20, 98, 100, 102, 104, 36, 80, 86
und die Schleifscheibe 22 beschleunigt. Um zu Beginn der
Absenkbewegung Relativbewegungen zwischen dem Schleifkopfhalter 12 und dem Schleifkopf sowie den mit diesem verbundenen
Teilen zu vermeiden, wird vorzugsweise ein Druck in der unteren Kammer 90 eingestellt, bei dem die dem Gewicht
entgegenwirkende Druckkraft und die zu Beginn der Absenkbewegung entstehende Trägheitskraft zusammen kleiner
als das Gewicht sind. Dann greift auch während der Beschleunigung am Schleifkopf und an der Schleifscheibe
22 eine nach unten wirkende Kraft an. Diese Teile folgen daher der Abwärtsbewegung des Schleifkopfhalters 12.
Die Öffnung 92 der Zylinderkammer 88 zu umgebenden Athmosphäre ist vorzugsweise als Drosselstelle ausgebildet. Dadurch
wird auf die Bewegung des Schleifkopfs 24 und der mit ihm starr verbundenen Teile beim Auftreffen der
Schleifscheibe 22 auf das Werkstück eine gewisse Dämpfung ausgeübt,
35
-11-
• ·♦ ····»♦ ·» ti
Ol Ein besonderer Vorteil der oben beschriebenen Vorrichtung ist in der gegen Beanspruchungen festen Lagerung der
Schleifspindel 30 zu sehen. Es läßt sich eine axiale Halterung mit großer Steifigkeit erreichen, die zur Ver-
05 besserung der Genaugikeit der Bearbeitung beiträgt.
-IV-
Claims (1)
- STRASSB & STOFPRBGB1NPatentanwälte · European Patent AttorneysDipl.-Ing. Joachim Stresse, München ■ Dipl.-Phye. Dr. Hans-Herbert Stoffregen, Hanau ZwelbrückunstralSe 15 ■ D-80O0 München S (Gegenüber dem Patentamt) · Telefon (080)22 23 96 ■ Telex β 22 054Maschinenbau Grieshaber GmbH & Co.München, 18. März 1982Wolfach/Schwarzwald str-sh 12 372"Vorrichtung für das Feinschleifenvon planen oder sphäischen Flächen"Patentansprüchef 1Γ\ Vorrichtung für die Schleifbearbeitung von .planen oder —' sphärischen Flächen mittels einer axial gegen ein Werkstück beweglichen Topf- oder Segmentschleifscheibe mit einer auf eine festlegbare Relativverschiebung zwisehen einem Werkzeughalter und einem Schleifkopfhalter reagierenden Einrichtung, die durch Führungselemente betätigbare Signalgeber aufweist, die am Schleifkopfhalter verstellbar befestigt sind, an dem Spannvorrichtungen vorgesehen sind, die auf die Führungselemente wirken und den Schleifkopfhalter mit dem Schleifkopf verspannen, wobei eine Kupplung vorgesehen ist, welche den Antriebsmotor von der Zustellspindel abkuppelt und diese an eine Vorrichtung für die schrittweise Zustellung ankuppelt,dadurch gekennzeichnet,daß der Werkzeughalter (20) für die Topf- oder Segmentschleifscheibe (22) an einer drehbaren Schleifspindel (30) befestigt ist, die im Schleifkopf (24) in ihrer axialen Richtung nicht verschiebbar angeordnet ist, daß mindestens ein mit dem Schleifkopf (24) verbundener Kolben (86) in einem am Schleifkopfhalter (12) angeordneten Zylinder (82) verschiebbar gelagtert ist, und daß der Kolben (86) durch ein dem Zylinder (82)-13-Ol zugeführtes Druckmedium mit einer Druckkraft beaufschlagt ist, die in die entgegengesetzte Richtung • wirkt wie das Gewicht des Schleif kopf s (24) und der Schleifscheibe (22) nebst Werkzeughalter (20) und die wenigstens teilweise das Gewicht des Schleifkopfs (24), des Werkzeughalters (20) und der Schleifscheibe (22) kompensiert.Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,daß der Kolben (86) an einer mit dem Schleifkopf (24) verbundenen Kolbenstange (80) befestigt ist.3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,dadurch gekennzeichnet,daß der Zylinder (82) achsparallel zur Schleifspindel (30) angeordnet ist, und daß der unterhalb des Kolbens (86) liegende Zylinderkammer (90) mit dem Druckmedium beaufschlagt und die oberhalb des Kolbens (86) liegende Zylinderkammer (88) zur umgebenden Atmosphäre hin offen ist.4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der. folgenden Ansprüche,dadurch gekennzeichnet,daß der Zylinder (82) an eine Zuleitung (94) für das Druckmedium angeschlossen ist, in deren Leitungszug ein einstellbares Druckregelventil (96) angeordnet ist5. Vorrichtung nach Anspruch 4,dadurch gekennzeichnet,
daß der Druck im Zylinder (82) so hoch eingestellt ist, daß die dem Gewicht des Schleifkopfs (24) und der Schleifscheibe (22) nebst Werkzeughalter (20) entgegenwirkende Druckkraft und die zu Beginn der Absenkbewe--14-Ol gung hervorgerufene Trägheitskraft zusammen kleiner als das Gewicht von Schleifkopf (24), Werkzeughalter (20) und Schleifscheibe (22) sind.6. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden Ansprüche,dadurch gekennzeichnet,
daß die nahe an den Enden des Schleif kopf s (24) in Wälzlagern (98,100) angeordnete Schleifspindel (30) als Hohlwelle mit Längsnuten ausgebildet ist und daß eine im Maschinenständer (10) gelagerte, mit Längskeilen versehene Antriebswelle (26) an einem Ende in der Hohlwelle längsverschiebbar befestigt ist.7. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden Ansprüche,dadurch gekennzeichnet,
daß zwei, an diametral einander gegenüberliegenden Stellen des Schleifkopfhalters (12) angeordnete Klemmstücke (36) mittels Spannvorrichtungen (40) festklemmbar sind.8. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder einem der folgenden Ansprüche,dadurch gekennzeichnet,daß die Öffnung (92) der Zylinderkammer (88) zur umgebenden Atmosphäre als Drosselstelle ausgebildet ist.9. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden Ansprüche,dadurch gekennzeichnet,
daß sowohl der Schleifkopfhalter (12) als auch der Schleifkopf (24) an einer gemeinsamen, im Maschinenständer (10) befestigten Führung (14) geführt sind, 35-is-Ol relativ zueinander jedoch axial beweglich sind, so daß eine Relativverschiebung der Klemmstücke (36) gegenüber dem Druckzylinder (40) sowie der Kolbenstange (80) mit Kolben (86) gegenüber dem Ausgleichzylinder05 (90) ermöglicht wird.
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| DE3209982C2 DE3209982C2 (de) | 1983-12-29 |
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