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Druckübersetzer für pneumatische oder hydrau-
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lische Antriebe, insbesondere für Kraftfahrzeuge Die Erfindung betrifft
einen Druckübersetzer für pneumatische oder hydraulische Antriebe, insbesondere
für Kraftfahrzeuge, mit einem durch einen variablen Primärdruck beeinflußbaren Betätigungshubglied,
mit einem durch das Betätigungshubglied betätigbaren und gegen einen Sekundärdruck
arbeitenden Krafthubglied, mit einer die beiden Hubglieder wirkungsmäßig miteinander
verbindenden Kraftübersetzungsvorrichtung und mit einer durch die Kraftübersetzungsvorrichtung
steuerbaren Ventileinrichtung mit zwei Ventilen, von denen über das eine ein in
einem Druck raum des einen Hubgliedes Druck erzeugendes Fluid steuerbar ist.
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Ein Druckübersetzer der vorbeschriebenen Art ist bereits bekannt (DE-AS
26 46 286). Dieser ist als Baueinheit für lastabhängige Druckluftbremsen von Schienenfahrzeugen
konzipiert, wobei das Übersetzungsverhältnis der zwischen beide Hubglieder zwischengeschalteten
Kraftübersetzungsvorrichtung der jeweiligen Wagenbeladung angeglichen wird, indem
hierzu das Auflager eines zweiarmigen Hebels über ein Gestänge entsprechend verschoben
wird.
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Mit Hilfe dieses bekannten Druckübersetzers läßt sich zu Beginn von
Steuerungsvorgängen auch bei kleinen Steuerdrücken eine ausreichend große Stellkraft
zur Aktivierung einer Druckluftbremse erzielen.
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Die Erfindung verfolgt ein anderes Ziel.
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Es liegt ihr die Aufgabe zugrunde, einen Druckübersetzer zu schaffen,
der in der Lage ist, einen insbesonders gleichbleibenden Über- bzw. Unterdruck auch
dann zu erzeugen, wenn der zu verstärkende Primärdruck variabel und gegebenenfalls
sehr gering ist. Es soll insbsondere möglich sein, am Verbrennungsmotor auftretende
Druckdifferenzen vom Saugsystem und Auspuff zum Umgebungsdruck zu nutzen, um den
erzeugten Druck zum Antrieb von Nebenaggregaten, wie Zentralverriegelung, Luftfederung,
Zentralhydraulik zur Betätigung von Fensterhebern, Überdruckservobremse und anderen
Einrichtungen, nutzbar zu machen.
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Zur Lösung dieser Aufgabe benutzt die Erfindung einen Druckübersetzer
mit den Merkmalen der eingangs erläuterten Konstruktion , der erfindungsgemäß dadurch
gekennzeichnet ist, daß das andere Ventil dem Betätigungshubglied primärdruckseitig
vorgeschaltet ist, und das durch das weitere Ventil steuerbare Fluid zum Primärdruck
entgegengesetzt wirkt, daß beide Ventile mit dem gleichen Druckraum des Betätigungshubgliedes
verbunden sind, daß die Kraftübersetzung zu Beginn des Krafthubes am größten ist
und daß beide Ventile der Ventileinrichtung in Abhängigkeit von der Intensität des
Primärdruckes zum wechselweisen Schließen und Öffnen durch eine Steuereinrichtung
betätigbar sind, die das Schaltintervall analog schwächer werdendem Primärdruck
verkürzt.
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Durch die Kraftübersetzungsvorrichtung ist zu Beginn des Arbeitshubes
des Betätigungshubgliedes eine Kraftübersetzung gegeben, durch die auch die schwächsten
im System auftretenden Primärdrücke noch in der Lage sind, das Betätigungshubglied
samt Krafthubglied in Bewe-
gung zu setzen. Die Steuereinrichtung
ist hierbei so ausgelegt, daß durch sie der Druckraum des Betätigungshubgliedes
über das eine Ventil in einem Zeitpunkt mit einer Druckquelle oder der Atmosphäre
verbunden, und deshalb der Druckübersetzer wieder umgesteuert wird, in welchem dieser,
infolge der sich vollziehenden Änderung der Kraftübersetzung noch nicht zum Stillstand
gekommen und dadurch eine Umsteuerung noch möglich ist.
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Je größer durch den wirksamen Primärdruck der Arbeitshub des Betätigungshubgliedes
ausfällt, desto stärker verringert sich die Kraftübersetzung zwischen Betätigungshubglied
und Krafthubglied. Demgemäß ändert sich die Hubfrequenz des Druckübersetzers in
Abhängigkeit von der Größe des wirksamen Förderdruckes. Die Hubfrequenz ist deshalb
bei schwachem Förderdruck höher als bei höherem Förderdruck.
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Hat das Betätigungshubglied nach einem Doppelhub seine Ausgangsstellung
erreicht, so wird durch entsprechende Ansteuerung des primärdruckseitig vorgeschalteten
Ventils das erläuterte Arbeitsspiel von neuem wiederholt.
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In den Unteransprüchen sind vorteilhafte Weiterbildungen des Anmeldungsgegenstandes
aufgeführt. Dabei ist es günstig, den Druckübersetzer so zu konzipieren, daß nur
solange Energie verbraucht wird, solange durch einen Verbraucher Druck abgebaut
wird. Eine solche Steuerung des Druckübersetzers läßt sich in einfacher Weise durch
ein dem Betätigungshubglied primärdruckseitig vorgeschaltetes, durch den Sekundärdruck
steuerbares Abregelventil bewerkstelligen.
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Die in Abhängigkeit vom Primärdruck eines Fluides arbeitende Steuereinrichtung
kann vielgestaltig ausgebildet sein. Sie kann beispielsweise elektromechanisch oder
elektronisch arbeiten. Bevorzugt kommt eine mechanische Konstruktion zur Anwendung,
die sich dadurch auszeichnet, daß die Ventile durch jeweils einen Schenkel einer
um eine Schwenkachse verschwenkbaren U-förmigen Schaltschwinge betätigbar sind,
zwischen deren in Richtung ihres freien Endes ihren gegenseitigen Abstand stufenlos
vergrößernden Schenkeln ein durch das Betätigungshubglied in wechselnden Richtungen
bewegbares Steuerglied eingreift, daß die Schaltschwinge in Längsrichtung ihrer
Schenkel durch einen Regler relativ zum Steuerglied linear verstellbar ist und daß
die mit den Ventilen zusammenwirkenden Schenkelkanten in der jeweiligen Schaltstellung
der Schalt schwinge sich im wesentlichen parallel zu der Verstellrichtung erstrecken.
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Auch für die Kraftübersetzungsvorrichtung sind verschiedene Konstruktionsformen
denkbar. So kann diese einen die sich ständig ändernde Kraftübersetzung bewerkstelligenden
Hebel aufweisen, an welchem eine Hubstange des Krafthubgliedes angelenkt ist und
durch den das einen in wechselnden Richtungen verschwenkbaren Schwenkhebel bildende
Steuerglied betätigbar ist. Zur Kraftübersetzung ist beispielsweise ein Schwenkhebel
geeignet, an dem im Abstand von seiner Schwenkachse die Hubstange des Krafthubgliedes
angelenkt und auf dessen Schwenkwelle der Schwenkhebel drehfest angeordnet ist.
Des weiteren kann der Hebel doppelarmig ausgebildet sein und mindestens der Anlenkpunkt
der Hubstange des Krafthubgliedes in Abhängigkeit vom Primärdruck am Hebel stufenlos
verstellbar sein.
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Schließlich kann die Kraftübersetzungsvorrichtung auch in das Betätigungshubglied
integriert oder von einem Teil desselben gebildet sein, sofern dieses beispielsweise
als konischer Rollbalg ausgebildet ist. In diesem Falle kann das Krafthubglied im
Innern des Rollbalges untergebracht sein, wobei das Steuerglied zum Umsteuern der
Steuereinrichtung durch das Krafthubglied mitgenommen werden und dementsprechend
anstatt einer Schwenkbewegung eine Linearbewegung ausführen kann.
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Es ist klar, daß Betätigungshubglied und Krafthubglied anstatt durch
Bälge auch durch Hubkolben und Membranen gebildet sein können. Es ist ebenso ainleuchtend,
daß als Primärdruck ein Unter- oder Überdruck dienen kann.
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Ebenso kann als Sekundärdruck Unter- oder Überdruck erzeugt werden,
wobei das Krafthubglied nur in einer Richtung oder in beiden Richtungen fördern
kann, um auf der einen Seite Überdruck und auf der anderen Seite Unterdruck zu erzeugen.
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In seiner Zweckbestimmung ist der erfindungsgemäße Druckübersetzer
mit einer bisher im Automobilbau zur Druckerzeugung eingesetzten, keilriemen-getriebenen
Druckpumpe vergleichbar. Zum Betrieb solcher Druckpumpen war jedoch ein spezieller
Antrieb notwendig,weshalb diese an den Motor angebaut und während seines Laufes
ständig in Betriebe gehalten werden mußten.
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Gegenüber diesen herkömmlichen Druckpumpen sind die wesentlichen Vorteile
des erfindungsgemäßen Druckübersetzers darin zu sehen, daß dieser zu seinem Antrieb
Energien nutzt, die sonst ohnehin verloren gehen, in einem Fahrzeug an beliebiger
Stelle montiert werden kann; eine leichte Bauweise ermöglicht, indem dieser aus
Blechteilen billig
herstellbar ist, da keine Präzisionsteile benötigt
werden und überdies wartungsfrei oder wartungsarm arbeitet.
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Weitere Merkmale und Einzelheiten der Erfindung sind in der sich anschließenden
Beschreibung von in der Zeichnung gezeigten Ausführungsbeispielen der Erfindung
und/oder in den Ansprüchen erläutert. In der Zeichnung zeigen in schematischer Darstellung:
Figur 1 ein erstes Ausführungsbeispiel eines Druckübersezters, mit zwei voneinander
getrennt angeordneten Hubgliedern, Figur 2 einen Längsschnitt durch eine Anordnung
der Hubglieder eines zweiten Ausführungsbeispieles eines Druckübersetzers, wobei
auf die Darstellung der Steuereinrichtung, der Ventileinrichtung und anderer Komponenten
verzichtet worden ist.
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Es sei angenommen, daß mit Hilfe des Druckübersetzers gemäß Figur
1 aus variablem Unterdruck ein hoher Überdruck erzeugt werden soll. Das Hochdruckfluid,
beispielsweise Druckluft, soll in einen Druckspeicher 10 eines Kraftfahrzeugs gefördert
werden, das beispielsweise mit einem Otto-Motor betrieben wird, wobei der in dessen
Saugrohr herrschende Unterdruck als Arbeitsdruck zur Erzeugung des gleichbleibend
hohen Überdruckes im Druckspeicher ge nutzt wird. Bekanntlich unterliegt der Unterdruck
im Saugrohr beispielsweise eines Otto-Motors erheblichen Schwankungen. So herrscht
im Leerlauf hinter der geschlos-
senen Drosselklappe bei geringem
Volumendurchsatz ein hoher Saugrohrunterdruck, während sich bei Vollast mit großem
Volumendurchsatz ein entsprechend niedriger Unterdruck einstellt.
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Dem Druckspeicher 90 wird die Druckluft über eine Hochdruckleitung
12 zugeführt, die an einem Auslaßventil 14 eines Arbeitshubgliedes 16 angeschlossen
ist, das beispielsweise durch einen Rollbalg gebildet ist. 18 bezeichnet eine an
einem Einlaßventil 20 angeschlossene Niederdruckleitung.
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Zum Antrieb des Arbeitshubgliedes 16 dient ein als Ganzes mit 22 bezeichnetes,
vorzugsweise gleichfalls durch einen Rollbalg gebildetes Betätigungshubglied, dessen
Druckraum 24 über eine Unterdruckleitung 26 hinter der Drosselklappe des Vergasers
angeschlossen ist. Am Druckraum 24 ist eine weitere Zuführleitung 28 angeschlossen,
über welche der Druckraum beispielsweise mit der Atmosphäre verbindbar ist. Der
Rollbalg arbeitet vorzugsweise noch gegen eine im Druckraum angeordnete Rückstellfeder
30.
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Die Verbindung des Druckraumes 24 mit der Unterdruckquelle bzw. mit
der Atmosphäre wird durch eine Ventileinrichtung gesteuert, die mit zwei Durchlaßventilen
32, 34 ausgestattet ist, von denen das Durchlaßventil 32 in die Unterdruckleitung
26 und das Durchlaßventil 34 in die Zuführleitung 28 zwischengeschaltet ist.
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Beide Durchlaßventile werden zum wechselweisen Schließen und Öffnen
der Leitungen 26, 28 durch eine als Ganzes mit 36 bezeichnete Steuereinrichtung
derart gesteuert,
daß sich das Schaltintervall bei größer werdendem
Unterdruck entsprechend verkürzt bzw. bei abfallendem Unterdruck entsprechend verlängert.
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Die Antriebsverbindung zwischen Betätigungshubglied 22 und Arbeitshubglied
16 ist durch eine als Ganzes mit 38 bezeichnete Kraftübersetzungsvorrichtung bewerkstelligt,
die so konzipiert ist, daß einerseits auch bei schwächsten im System auftretenden
Unterdrücken das Arbeitshub glied gegen den im Druckspeicher 10 herrschenden Überdruck
anzuarbeiten vermag und andererseits,bei möglichen stärkeren Unterdrücken,ein deren
Intensität entsprechend größerer Arbeitshub des Krafthubgliedes bewirkt wird. Durch
die Steuereinrichtung 36 wird hierbei eine Umschaltung des Betätigungshubgliedes
auf Rückhub eingeleitet, bevor beide Hubglieder 16, 22 durch zu starke Änderung
der Kraftübersetzung zum Stillstand kommen.
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Beim gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Kraftübersetzungsvorrichtung
38 mit einem durch zwei einarmige Hebel 42, 44 gebildeten Kniehebel ausgestattet,
wobei das Hebelknie mit 46 bezeichnet ist. Der Hebel 42 ist hierbei drehfest auf
einer Steuerwelle 48 und demgemäß verschwenkbar angeordnet und im Bereich seines
freien Endes mit einer Hubstange 50 des Betätigungshubgliedes 22 schwenkbar verbunden,
während der Hebel 44 zugleich eine Hubstange des Krafthubgliedes 16 bildet. Durch
die Zuordnung des Hebelknies 46 im Radialabstand zur Steuerwelle 48, sowie durch
die in der Ausgangsstellung beider Hubglieder 16, 22 im wesentlichen parallele Zuordnung
der beiden Hebel 42, 44 ist die vorstehend erläuterte
Übersetzung
bei zunehmendem Arbeitshub des Betätigungshubgliedes bzw. bei stärker werdendem
Unterdruck sichergestellt.
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In Abwandlung der beschriebenen Kraftübersetzungsvorrichtung könnte
auch der Anlenkpunkt 46 des Hebels 44 in Abhängigkeit vom bzw. durch den wirksamen
Unterdruck am Hebel 42 stufenlos verstellt werden.
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Eine weitere, mit Vorteil zu gebrauchende Konstruktionsvariante könnte
auch in einer achsparallelen Zuordnung der beiden Hubglieder 16, 22 bestehan, wobei
in diesem Falle die Antriebsverbindung und Kraftübersetzung beispielsweise mit einem
Waagebalken bewerkstelligt werden könnte, dessen Auflager zur Erzielung der gewünschten
Kraftübersetzung beispielsweise durch den wirksamen Unterdruck in Längsrichtung
dieses Waagebalkens entsprechend verschoben werden könnte.
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Zur abwechselnden Betätigung der beiden Durchlaßventile 32, 34 ist
die Steuereinrichtung 36 mit einer zwischen den beiden Ventilen angeordneten Schaltschwinge
52 ausgestattet, die um eine am Stellglied 54 eines Reglers 56 angeordnete Schwenkachse
58 zwischen zwei Schaltstellungen hin und her verschwenkbar ist, wobei z.B. eine
Federspange 60 oder ein anderes geeignetes Federglied dafür sorgt, daß die Schaltschwinge
nach Passieren ihrer Totpunktstellung in jeder Schaltrichtung in einer stabilen
Schaltstellung verharrt, in der sie das betreffende Durchlaßventil 32 bzw. 34 in
seiner Offen- bzw. Durchlaßstellung hält, während das freigegebene Durchlaßventil
selbsttätig schließt.
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Die länglich ausgebildete Schaltschwinge ist U-förmig gestaltet, wobei
deren Schwingenschenkel 62, 64 in Richtung ihres freien Endes sich derart spitzkeilförmig
verjüngen, daß sich ihr gegenseitiger Abstand in dieser Richtung stufenlos vergrößert.
Zwischen beide Schwingenschenkel ragt ein Steuerglied in Form eines auf der Steuerwelle
48 drehfest angeordneten Steuerhebels66 hinein. Dieser wirkt zum Umschalten der
Schaltschwinge mit jeweils einer der inneren Schenkelkanten 68 zusammen. Die äußere
Schenkelkante 70 wirkt mit jeweils einem der Durchlaßventile 32 bzw. 34 zusammen,
wobei der durch die Kanten 68, 70 jeweils eingeschlossene spitze Winkel derart gewählt
ist, daß sich in den Schaltstellungen jeweils eine der äußeren Schenkelkanten 70
im wesentlichen parallel zur Richtung einer durch den Regler 56 durchführbaren Verstellung
der Schaltschwinge in Längsrichtung ihrer Schwingenschenkel erstreckt, so daß in
jeder Schwingenstellung auch während deren Verstellung eine einwandfreie Ventilbetätigung
gewährleistet ist.
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Die erwähnte Verschiebung der Schaltschwinge relativ zum Steuerhebel
66 erfolgt in Abhängigkeit vom wirksamen Unterdruck, wozu der Regler 56 beim vorliegenden
Ausführungsbeispiel einen in einem Zylinder 72 gegen die Wirkung einer Druckfeder
74 verschiebbaren Kolben 76 aufweist, dessen Kolbenstange das die Schaltschwinge
tragende Stellglied 54 bildet. Selbstverständlich kann der Regler auch anders aufgebaut
sein. Außerdem kann durch den Regler 56 auch die Kraftübersetzungsvorrichtung 38
angesteuert werden, indem beispielsweise der Anlenkpunkt eines Hebelmechanismus
stufenlos verlagert wird. Schließlich ist in die Unterdruckleitung noch.ein durch
die Druckluft angesteuer-
tes Abregelventil 78 zwischengeschaltet,
durch welches der Regler 56 und damit der Druckübersetzer stillgelegt wird, sobald
ein.bestimmter Überdruck erreicht ist.
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Der Regler kann zusätzlich zum Unterdruck auch durch den in der Leitung
18 herrschenden Niederdruck und/oder durch den in der Hochdruckleitung 12 herrschenden
Hochdruck beaufschlag werden.
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Der beschriebene Druckübersetzer arbeitet wie folgt: Es sei angenommen,
daß die Schaltschwinge 52, wie gezeigt, in ihre das Durchlaßventil 32 öffnende Schaltstellung
gesteuert und entsprechend dem herrschenden Unterdruck in der Unterdruckleitung
26 durch den Regler 56 in eine hierzu adäquate Relativstellung zum Steuerhebel 66
gebracht worden ist. Demgemäß ist die Zuführleitung 28 geschlossen.
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Durch die zu Beginn eines Arbeitshubes des Betätigungshubgliedes große
Kraftübersetzung am Kniehebel 42, 44 kann auch bei außerordentlich schwachem Unterdruck
(Primärdruck) das Krafthubglied betätigt und die zuvor über die Niederdruckleitung
18 angesaugte Luft in die Hochdruckleitung 12 eingespeist werden. Beim Arbeitshub
des Betätigungshubgliedes 22 erfolgt zugleich über den Hebel 42 der Kraftübersetzungsvorrichtung
38 eine Verdrehung der Steuerwelle 48 in einer solchen Richtung, daß schließlich
der Steuerhebel 66 auf die innere Schenkelkante 68 desjenigen Schenkels 62 bzw.
64 der Schaltschwinge auftrifft, der das ihm zugeordnete Durchlaßventil nicht betätigt.
Im Verlaufe der Schwenkbewegung des Steuerhebels wird die
Schaltschwinge
52 in ihre andere Schalt stellung überführt, wobei die Relativstellung der miteinander
zusammenwirkenden Teile 52, 66 durch den Regler 56 so gewählt wird, daß die Schalt
schwinge in einem Zeitpunkt in ihre andere Schalt stellung überführt wird, in dem
die beiden Hubglieder 16, 22 noch nicht zum Stillstand gekommen sind. Dabei wird
das Durchlaßventil 32 zum selbsttätigen Schließen freigegeben, jedoch das Durchlaßventil
34 geöffnet, so daß atmosphärischer Druck in den Druckraum 24 des Betätigungshubgliedes
22 einströmen und dasselbe, unterstützt von der Rückstellfeder 30, in seine Ausgangsstellung
zurückgesteuert werden kann, wobei über die Niederdruckleitung 18 in den Druckraum
des Krafthubgliedes 16 Luft nachfließen und der dabei im Krafthubglied wirksam werdende
Luftdruck die Rückstellung des Betätigungshubgliedes noch unterstützen kann. Im
Verlaufe der Rückstellbewegung wird die Schalt schwinge 52 durch den Steuerhebel
66 wiederum in die andere Schaltstellung überführt, wobei Durchlaßventil 32 geöffnet
wird und Durchlaßventil 34 selbsttätig schließt. Damit kann der in der Unterdruckleitung
26 wirksame Unterdruck ein neues Arbeitsspiel einleiten.
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Das Betätigungshubglied kann zur Durchführung seines Arbeitshubes
bei entsprechender Ausbildung gleichzeitig sowohl mit Überdruck als auch Unterdruck
betätigt werden.
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Des weiteren kann auch der über die Niederdruckleitung 18 am Krafthubglied
wirksam werdende Nachfülldruck allein zur Rückstellung des Betätigungshubgliedes
in seine Nulllage ausreichen.
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Figur 2 zeigt eine mögliche Konstruktionsvariante der beiden Hubglieder
und des Steuermechanismus der -Schaltschwinge. Hierbei ist das als Ganzes mit 116
bezeichnete Krafthubglied in das mit 122 bezeichnete Betätigungshubglied integriert.
Letzteres ist als konischer Rollbalg ausgebildet, während das Krafthubglied 116
vorzugsweise als Zylinderkolbenaggregat gestaltet ist, dessen Zylinder 118 sich
zentral vom Boden des Hollbalges in dessen Druckraum 124 erstreckt. Im Zylinder
118 ist ein Kolben 126 verschiebbar geführt, dessen Kolbenstange 128 den Rollbalg
122 in seinem mittleren Bereich durchdringt.
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An dem aus dem Rollbalg ragenden Kolbenstangenende ist ein Steuerhebel
166 starr befestigt, der mit einer Schaltschwinge 152 zum Schalten von in Leitungen
126 und 128 zwischengeschalteten Ventilen in der oben erläuterten Art und Weise
zusammenwirkt. Die beiden Leitungen sind am Druckraum 124 des Rollbalgs 122 angeschlossen,
während am Boden des Zylinders 118 des Krafthubgliedes 116 über ein Auslaßventil
114 eine Hochdruckleitung 112 sowie über ein Einlaßventil 120 eine Niederdruckleitung
119 angeschlossen sind. Anstelle des Zylinderkolbenaggregates 118, 126 könnte das
Krafthubglied 116 auch durch einen Rollbalg gebildet sein, der seinen wirksamen
Querschnitt beim Abrollen so ändert, daß die kraftübersetzende Wirkung nur durch
ihn oder durch diesen und den primärseitigen R911baig erreicht wird.
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Diese Konstruktion bietet den Vorteil,daß auf eine spezielle KrartbeTsetzungsvori
chtung einen einen Schwenkantrieb des Steuerhebels 166 verzichtet werden kann, indem
zum Überführen der SchaltschwisgeSin ihre. Schaltstellungen der Steuerhebel durch
den Kolben 126 und die Kolbenstange 128 bei Evakuieren und Füllen des Druckraumes
124 linear bewegt wird.
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Die erforderliche Kraftübersetzung wird vom Rollbalg selbst bewirkt.
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Es ist klar, daß die in Figur 2 nicht dargestellten Komponenten der
Steuereinrichtung grundsätzlich denjenigen der Steuereinrichtung 36 gemäß Figur
1 gleichen können, wobei an deren Stelle noch andere vorteilhaft arbeitende Konstruktionsvarianten
treten können, die noch platzsparender und funktionssicherer arbeiten.
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So kann der Schaltweg' zur Veränderung des Schaltintervalls beispielsweise
über ein Potentiometer, einen Dehnmeßstreifen oder kapazitiv, induktiv oder optisch
aufgenommen und dann elektrisch weiterverarbeitet werden, um damit Magnetventile
bzw. die Durchlaßventile 32, 34 anzusteuern.
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Anstelle einer mechanischen Betätigung der Durchlaßventile durch die
Schaltschwinge können durch diese auch elektrische Kontakte zur Ansteuerung entsprechender
Magnetventi le betätigbar sein. Dabei kann die Konstruktion noch so vereinfacht
werden, daß anstelle der Schalt schwinge ein bistabiler Federkontakt (Knackfrosch)
betätigt wird.
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Der Weg kann auch pneumatisch über eine von einer Düse angeblasene
Fläche gemessen werden (Prinzip der pneumatischen Wegmessung).
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Bei Verschieben der Fläche auf die Düse zu oder von ihr weg (auch
schiefwinklig) ändert sich der Rückstau in der Düsenleitung. Dieser Druck kann als
Meßsignal pneumatisch, elektrisch und/oder mechanisch weiterverarbeitet werden.
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Eine besonders einfache Anordnung ergibt sich bei Verwendung des Primärdruckes
als Düsenförderdruck, weil in diesem Falle der Rückstaudruck direkt zur Betätigung
des Umschaltventils verwendet werden kann.
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