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Verteileraggregat für mit einem strömungs-
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fähigen Wärmeträgermedium arbeitende tleizungs-und/oder Kühlanlagen
Die Erfindung betrifft ein Verteileraggregat für mit einem strömungsfähigen Wärmeträgermedium
arbeitende Heizungs-und/oder Kühlanlagen zum Anschluß einer Mehrzahl Zweigleitungen
an Haupt-, Vor- und -Rücklaufleitungen, mit einer Mehrzahl gleicher Baueinheiten,
die in Nebeneinanderanordnugn zusammengefaßt von einer Wärmeisolation umgeben sind.
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Bei wärmetechnischen Energieversorgungsanlagen, durch die ein Medienstrom
geleitet wird, werden im allgemeinen zur Teilung dieses Volumenstromes horizontal
gelegene, aus Rundrohren hergestellte Verteilerstöcke gebaut. Solche horizontal
gelegenen Verteilerstöcke dienen der Aufgabe, vorlauf-und rücklaufseitig durchfließende
Medien in Einzelgruppen senkrecht nach oben zu teilen. Diese senkrecht zum Verteilerstock
angeordneten Einzelgruppen bestehen ebenfalls aus Rundrohren zwischen die durch
Gewinde- oder Flanschverbindungen Pumpen, Absperrventile sowie Steuer-, Meß- und
Reglerkörper eingebaut sind.
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Aufgabe dieser Einzel- Vor- und -Rücklaufgruppen ist es, das hindurchfließende
Medium, den Anforderungen entsprechend geregelt und gesteuert, den Verbrauchereinheiten
zuzuführen. Bei wärmetechnischen Anlagen, wie z.B. Zentralheizungen besteht die
Forderung, die erzeugte Wärme möglichst rasch und ohne Verluste an den Wärmeabnehmer
weiterzuleiten.
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Die Verteilerstöcke und die senkrechten Einzelgruppen, die z.B. bei
Zentralheizungsanlagen im Kesselraum untergebracht sind, müssen nach Normvorschrift
eine Rohrisolierung gegen Wärmeverluste erhalten. Fast ausschließlich nur in Großanlagen
werden hier auch die Ventile, Pumpenkörper, Reglerkörper sowie Flansche und Muffen
gegen Wärmeverluste isoliert. Bei kleineren wärmetechnischen Anlagen wird aus wirtschaftlichen
Gründen und aus Gründen der schwierig anzubringenden Gesamtwärmedämmung über alle
Armaturen hinweg auf diese so wichtige Isolierung grundsätzlich verzichtet.
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Aus den vorbeschriebenen Schwierigkeiten werden heute Wärmeverteilungsanlagen
nur rohrseitig, nicht aber - wie das jetzt in der Bundesrepublik Deutschland gesetzlich
vorgeschrieben ist- auch ventilkörperseitig isoliert Zwischen Wärmeerzeugung und
Warmeabgabe ist ein sehr wesentliches wärmeführendes Zwischenglied in Form von Wärmeverteilungsanlagen
eingeschaltet, das bei bekannten Anlagen nicht den heutigen Anforderungen zur Einsparung
von Wärmeenergie entspricht. Es ist auch nicht möglich, mit herkömmlichen Werkstoffen
und Aufbauten an der Baustelle die gestellten Forderungen zu erfüllen.
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Um welche Größenordnungen an Gesamtwärmeverlusten es in der Bundesrepublik
Deutschland bei diesen Anlagen in Zentralheizungsanlagen geht, zeigen nachfolgende
Zahlen: In der Bundesrepublik Deutschland werden zur Zeit 4,8 Millionen ölbefeuerte
Ablagen überwacht und auf ihre Abgasverluste überprüft. Nimmt man diese nur kleine
Anzahl der in Wirklichkeit betriebenen Zentralheizungsanlagen in Deutschland als
Grundlage, so ergibt sich folgendes Bild: Auf der Basis einer mittleren Warmwasser-ifeizungsvorlauftemperatur
von 50"C, über den ganzen Tag gerechnet, und einer Umgebungstemperatur von 20"C
gibt ein nicht isolierter Ventilkörper mit der Nennweite DN 50 ca. 90 Watt pro
Stunde
an Wärme ab.
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In der Regelgruppe einer mittleren Warmwaseer-Zentralheizungsanlage
sind eingebaut: 2 Vorlaufventile, 2 Rücklaufventile, 1 Regelventil, 1 Umwälzpumpe,
insgesamt 6 Ventile für jede Regelgruppe. Im Durchschnitt hat jede Zentralheizungsanlage
jedoch zwei Regelgruppen mit 12 Ventilkörpern, die zu einem Wärmeverlust von 1080
Watt h führen (mit nicht isolierten Ventilkörpern).
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Bei einem 24-Stunden-Betrieb ergibt das einen Wärmeverlust von ca.
26.000 Watt h/Tag = 26 kWh/Tag. Setzt man eine Heizperiode von ca. 210 Ileiztagen
in Rechnung, so ergibt das 26 x 210 = ca. 5460 kWh/Jahr, bei den eingangs erwähnten
4,8 Millionen z.Zt. überwachten Zentralheizungsanlagen ergibt sich so ein Wärmeverlustvolumen
von ca. 26,2 Millionen hllnrh = 26.200 GtVh.
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Ausgehend von dem eingangs genannten Verteileraggregat liegt der Erfindung
die Aufgabe zu Grunde, dieses Aggregat so weiterzubilden, daß bei vereinfachter
und verbilligter Fertigung die Strömungsvorgänge verbessert und die Verluste an
Wärmeenergie wesentlich herabgesetzt werden.
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Zur Lösung dieser Aufgabe werden wenigstens einige der Verteilereinheiten
als mit integriert eingebauten Armaturen einer Regelstrecke wie Absperr-, Drossel-,
Regel- und Umlenkelementen, Förderpumpen und dgl. versehene und zu einem Paneel
zusammengefaßte quaderförmige 1ohlsäulen ausgebildet, die durch eine in ihrer Längsrichtung
verlaufende Trennwand jeweils unterteilt sind in eine Vorlaufkammer und eine Rücklaufkammer.
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Durch die Ausbildung als geschlossenes Paneel ist das ganze Verteileraggregat
außergewöhnlich kompakt mit geringem Volumen und entsprechend kleiner Außenfläche
auszuführen, daher auf einfache Weise auch als Ganzes nach außen hin zu isolieren.
Die Wärme abgebenden Flächen sind ferner dadurch
gemindert, daß
nahezu die gesamten für die unterschiedlichen Steuerungs- und Regelvorgänge benötigten
Armaturen innerhalb der Wandungen der einzelnen llohlsäulen untergebracht sind,
selbst also keinerlei Wärme nach außen abgeben können.
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Es sind daher auch keine Verbindungsleitungen zwischen die unmittelbar
aneinandergrenzenden Säulenkammern einzuziehen.
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un Da Vorlauf- und Rücklaufkammer ,Elittelbar aneinandergrenzen,
tritt dort nur die ohnehin in den jeweiligen Strömungskreisen notwendige Wärmeverschiebung
durch Anheben der Rücklauftemperatur vor der Einleitung in den Kessel ein.
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Durch die Paneel-Ausführung läßt sich das ganze Aggregat durch Anstoßen
an der Decke exakt ausrichten, so daß sich auch die Rohranschlüsse am Verteileraggregat
und am Gebäude einander genau in der vorgegebenen Ilöhe zuordnen lassen. tfan kann
also bereits verlegen, bevor das Aggregat geliefert und eingebaut ist. Dessen Herstellung
wird wiederum durch die kompakte Anordnung unabhängig davon vereinfacht, wie es
aufgebaut und gesteuert wird. Man kann das ganze Aggregat leicht mit einer dichten
wärmedämmenden Umhüllung versehen und auch gegen Wärmeverluste geschützt im Gebäude
einbauen.
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Die Wärmedämmung kann im Prinzip nach Fertigstellung des Paneels vorgenommen
werden, grundsätzlich auch an der Baustelle, vorzugsweise jedoch bei der Vormontage,
und gerade bei dem letzten Verfahren empfiehlt es sich, die Hohlsäulen wenigstens
an den Paneel-Außenflächen mit einer vorgefertigten, fest an ihrer Wandung angebrachten
Wärmedämmlage mit Durchbrechungen nur für den notwendigen Anschluß von Anzeige-
und Bedienungselementen zu versehen.
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Die einzelnen Hohlsäulen bzw. Vierkantrohre, die auch waagerecht orientiert
sein können, lassen sich grundsätzlich einstückig in eine gemeinsame Hohlplatte
einordnen, die durch zahlreiche Trennwände in einzelne, nebeneinanderliegende Strömungskanäle
unterteilt ist. Dabei können allerdings Wärmeübertragungen zwischen eingeschalteten
und abgeschal-
teten Stromkreisen entstehen. Aus diesem Grunde
werden zweckmäßigerweise die jedem Strömungskreis zugeordneten Doppelkammer-Hohlsäulen
unter Zwischenabständen voneinander vorgesehen und gegeneinander, insbesondere unter
fest auf ihren Seitenflächen angebrachte Wärmedämmeschichten isoliert.
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Grundsätzlich kann somit jede Hohlsäule umfangsschlüssig mit einer
Isolierschale umhüllt sein, welche die Wärmeabgabe praktisch nach allen Richtungen
herabsetzt.
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An Kopf- oder Fußenden der llohlsaulen werden zweckmäßigerweise quaderförmige
Querverteiler für Gesamt- Vor- und -Rücklauf angeschlossen. Auch derartige Querverteiler
lassen sich vorfertigen und ggf. mit Klemmverbindungen an entsprechenden Übergangsöffnungen
in den Mohlsäulen anschliessen. Ein solcher Querverteiler kann stirnseitig am oberen,
ein anderer stirnseitig am unteren Ende angebracht sein, sich also vollständig in
Rechteckform des Paneels einordnen lassen.
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Das Paneel sollte wenigstens eine in seiner Ebene längs der Einzel-Verteilungssäulen
angeordnete Haupt-Versorgungssäule zum Durchleiten des gesamten Wärmeträgermediums
für alle anzuschließenden Zweigleitungen aufweisen. Auf diese Weise ist eine Voreinstellung
bzw. Einregelung im gesamten Wärme- bzw. Kältekreislauf der Anlage möglich, ohne
daß dies bemerkenswerte Wärmeverluste verursacht bzw. nach außen störend in Erscheinung
tritt. Wenn auch normalerweise gleiche Querschnitte für die einzelnen Ilohlsäulen
und deren Kammern angestrebt werden, so lassen sich doch diese Kammern innerhalb
des Paneels unterschiedlich breit ausbilden und damit dem Volumen der strömenden
Medien anpassen.
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In den Hohlsäulen läßt sich jeweils eine thermostatisch steuerbare
Förderpumpe anbringen, deren Verbindungsteile für den außen angebrachten Antriebsmotor
durch die Frontisolierung hindurchgeführt sind. Man kann so die einzelnen Strtimungskrt
j# nach lVllrmobodarS aktvtoren bzw. die Temperaturen der strömenden Medien beeinflussen.
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Aus der tragenden Wandung der Hohlsäulen lassen sich Anschlußrohrstutzen
durch die Isolierhüllse nach außen führen und vorzugsweise mit einem angeformten
lsoliermantelstutzen umgeben. Man braucht dann nach llerstellen der Rohranschlüsse
die Isolierung nur mit Abstand von der Hohlsäule zu vervollständigen.
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Jeder Hohlsäule lassen sich Wärmeübertragungsmittel zum Übertragen
von Wärme von einer Säulenkammer durch die Ebene der Trennwand hindurch in die benachbarte
Säulenkammer zuordnen.
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Während dies bisher gesonderte, meist freiliegende Leitungsverbindungen
notwendig machte, bildet hier die Trennwand die einzige,leicht zu überwindende Barriere,
etwa beim Anheben der Rücklauftemperatur vor Einleitung in den Kessel.
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So läßt sich in der Trennwand im Einwirkungsbereich der Förderpumpe
wenigstens eine Durchbrechung vorsehen, und dieser können Verstellmittel zur Einstellung
dder Regelung der durch diese Durchbrechung hindurchgeführten Strömung zugeordnet
sein.
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Es lassen sich ferner der Durchbrechung Strömungs-Leitmittel zum Leiten
der Strömung in der der Durchbrechung nachgeschalteten Säulenkammer zuordnen. BeispidLsweise
können diese Leitmittel in der nachgeschalteten Säulenkammer stromaufwärts der Durchbrechung
vorgesehene, längs der Trennwand ausgerichtete Leitelemente zum weitgehend laminaren
Einleiten der Hauptströmung und stromabwärts der Durchbrechung zur Trennwandebene
unterschiedlich geneigte Wirbel- und/ oder Mischer-Leitelemente aufweisen. So lassen
sich einmal die beiden Teilströmungen in der jeweils gewünschten Weise zusammen-
und ineinanderführen und dann gründlich mischen, damit man mit nur geringem Abstand
von den Mischelementen und daher in Sekundenschnelle schon die u.U. für weitere
Rgelvorgänge benötigte Temperatur messen kann. Auf diese Weise läßt sich auch die
Länge der Regelstrecke bzw.
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der Säulen verkürzen.
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Der Durchbrechung oder einer weiteren Durchbrechung der Trennwand
wird vorzugsweise ein thermostatisch regelbares Mischventil zugeordnet, das die
Leitströmung selbsttätig nach einer ertasteten Temperatur einstellt.
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Als besonders zweckmäßig hat es sich erwiesen, wenigstens in der Hauptversorgungssäule
die Wärmeübertragungsmittel in abgeteilten Längsschächten beider Kammern der Hohlsäule
anzuordnen. Mindestens in dem abgeteilten Längsschacht einer der beiden Säulenkammern
läßt sich dann die bzw. eine Förderpumpe anbringen, die saug- oder druckseitig an
ihrem Schacht angeordnet sein kann.
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Es lassen sich auch die beiden Längs schächte an einem Ende durch
einen die Durchbrechung begrenzenden gemeinsamen Endbogen abschließen. Man kann
daher durch Einschalten der Pumpe eine Umkehrsteuerung in Gang setzen, die auf einer
U-förmigen Schleife einen Teil der Strömung aus der Vorlaufkammer in die Rücklaufkammer
überführt. Am auslaßseitigen Ende des stromabwärts liegenden Längsschachtes sollte
dann möglichst wieder eine Mischeinrichtung zum Durchmischen der Schacht strömung
mit der restlichen Kammerströmung vorgesehen sein.
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Eine weitere Ausführungsform der Erfindung ist gekennzeichnet durch
die Ausbildung der Wärmeübertragungsmittel als die Trennwand im wesentlichen strömungsmitteldicht
durchsetzende Wärmeübertragungselemente mit großen Wärmetauscherflächen in beiden
Längsschächten. Solche Wärmeübertragungsmittel sind an sich bekannt und bedürfen
keiner gesonderten Energiezufuhr, um den Wärmeübergang ZU verbessern, sie lassen
sich aber durch Einschalten einer Pumpe auf awenigstens einer Seite aktivieren,
da auf diese Weise das Wärmegefälle und damit der Wärmedurchgangsstrom vergrößert
wird. Man braucht jedenfalls so nicht das Wärmeträgermedium aus der einen Kammer
in die andere umzuleiten, sondern nur durch die Trennwand hindurch aufzuheizen (oder
abzukühlon).
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So lassen sich Wärmeübertragungselemente einsetzen, die nach Art von
"heat pipe" jeweils einen rohrförmigen Hohlkörper aufweisen, der mit einem strömungsfähigen
Kältemittel gefüllt ist, dessen Kondensationstemperatur etwas über der Temperatur
der Rücklaufkammer liegt. Es bildet sich dann eine Strömung im oberen Teil entgegengesetzt
zur Strömung im unteren Teil des querligenden Hohlkörpers aus, wobei das zunächst
dampfförmige Kältemittel in der Rücklaufkammer kondensiett, in die Vorlaufkammer
zurückfließt und dort durch Erwärmung bei der höheren Temperatur wieder verdampft.
Solche Vorrichtungen sind u.a. bekannt durch "Gesundheits-Ingenieur, 1976, S. 164-167"
und bedürfen keiner weiteren Erläuterung.
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Die einzelnen Hohlsäulen lassen sich mit insbesondere durch eine Dämmschicht
hindurch an einer tragenden Wand zu befestigenden Halteschiene versehen, die vorzugsweise
* seitlich vorspringende Anschlußflansche gebildet sind und dann zum Beispiel mit
solchem Abstand vom Korpus der Hohlsäule abgewinkelt sein können, daß sie den Rand
einer Wärmedämmlage umgreifen und diese halten. * durch Es können auch die Wärmedämmlagen
benachbarter Hohl säulen einen Abstand für einen Zwischenraum zur Aufnahme zusätzlicher
Einrichtungen wie elektrische Leitungen und Installationsteile haben. Diese Räume
müssen in der Regel nicht abisoliert sein, sondern können auf einfache Weise mit
einem Deckstreifen nach außen abgeschlossen sein.
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Dabei werden zweckmäßigerweise die Anschlußflansche Z-förmig mit einander
übergreifenden Randteilen ausgebildet. Für benachbarte Säulen kann man dann die
gleichen Schrauben verwenden. An den Halteschienen bzw. Anschlußflanschen. werden
insbesondere U-förmige Führungsschienen für herausnehmbare einzufügende Geräteteile
vorgesehen, die sich dadurch leicht und schnell befestigen und ggf. auswechseln
lassen.
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Der Paneel-Anordnung angepaßt ist ferner eine mit gleicher
Höhe
(bzw. Länge) und Tiefe seitlich an das Paneel anschliessend, insbesondere in dieses
integriert, eine Steuer- und Regelsäule mit einzeln herausnehmbaren Einschüben für
Meß-, Steuer- und Regelgruppen. Wenigstens zun Paneel hin kann auch diese Säule
durch eine Wärmedämmlage abgeschirmt sein.
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In der die Erfindung beispielsweise wiedergebenden Zeichnung zeigen
Fig. 1 eine räumliche Ansicht eines erfindungsgemäßen Verteileraggregates mit zum
oberen Ende hin geschnittenen Hohlsäulen, Fig. 2 einen Schnitt durch eine solche
flohlsäule längs der Linie II/II in Fig. 1, Fig. 3 einen Schnitt durch diese Säule
nach der Linie 111/111 in Fig. 2, Fig. 4 einen Schnitt durch zwei benachbarte Hohlsäulen
gemäß Linie IV/IV in Fig. 2, Fig. 5 in vergrößertem Maßstab die Stelle V aus Fig.
4, Fig. 6 eine schematische Frontansicht des Verteileraggregates, teilweise dicht
unter den Frontplatten geschnitten, Fig. 7 einen Schnitt durch dieses Verteileraggregat
nach der Linie VII/VII in Fig. 6, Fig. 8 einen solchen Schnitt nach der Linie VIII/VIII
in Fig. 6, Fig. 9 eine der Fig. 6 entsprechende Darstellung eines im Bereich der
Hauptverteilungssäulen abgewandelten Verteileraggregates und die Fig. 10 und 11
den Fig, 7 und 8 entsprechende Darstellungen dieser Abwandlung.
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Das in den Fig. 1 bis 8 aufgezeigte Verteileraggregat ist im wesentlichen
gebildet aus einer Hauptversorgungssäule 1 zwei Einzel- Verteilungssäulen 2, 3 und
einem an deren Fußende angebrachten Querverteiler 4. Die Teilsäulen 1 bis 3 sind,
wie sich hinsichtlich der Einzel-Verteilersäulen 2, 3 am besten anhand den Fig.
2 bis 5 erläutern läßt, quaderförmig bzw. als Vierkant-Hohlrohre ausgebildet, deren
Korpus
eine Vorderwand 5, eine Rückwand 6 und zwei Seitenwände 7, 8 aufweist.
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Durch eine längs im Säulenkorpus eingezogene Trennwand 9 werden die
Hohlsäulen unterteilt in zwei gleichgroße Teilkammern, eine Vorlaufkammer 11 und
eine Rücklaufkammer 12.
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In gleicher Weise ist der Korpus des ebenfalls quaderförmigen Querverteilers
4 durch eine Trennwand 13 unterteilt in zwei Verteilerkammern, eine obere Vorlaufkammer
14 und eine untere Rücklaufkammer 15. Diese Kammer stehen mit den Kammern der einzelnen
Hohlsäulen, mit den Vorlaufkammern durch Uffnungen 16 und mit den Rücklaufkammern
durch Offnungen 17 in Ver-binduns.
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Der Querverteiler 4 kann wahlweise am unteren oder oberen Ende der
Hohlsäulen angepaßt sein. Es läßt sich auch eine Kammer oben, die andere unten anbringen,
auf diese Weise ergibt sich eine bessere Einordnung in die Paneel-Ebene.
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Anstatt die beiden Teilkammern 11, 12 nebeneinander anzubringen, lassen
sie sich grundsätzlich auch hintereinander anordnen, jedenfalls aber mit größerer
Tiefe ausbilden als zunächs-t vorgesehen.
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Vom Querverteiler 4 einmal abgesehen, können jedenfalls die Hohlsäulen
1> 2, 3 in später noch zu beschreibender Weise zu einem geschlossenen Plattenkörper,
einem Paneel, zusammengefaßt werden, das sich als Ganzes etwa auf Konsolen 18 so
an einer Gebäudewand 19 anbringen läßt, daß das obere Ende des Paneels 20 mit der
Raumdecke 21 bündig abschließt.
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Im Prinzip können natürlich auch die Säulen bzw. Vierkantrohre waagerecht
und der Querverteiler senkrecht angeordnet werden.
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In jeder der beiden Teilkammern 11, 12 ist jeweils unten ein Absperrventil
22, oben ein ebensolches Absperrventil 23 angebracht. Am unteren Ende ist ein Ablaßstutzen
24, am oberen ein Entlüftungsstutzen 25 vorgesehen. Dicht unter
diesem
ragt von der Vorderwand ein Rohrstutzen 26 zum. Anschluß der verschiedenen Leitungen
27.
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28 ist eine Einsatzöffnung für ein Thermometer*, 29 eine in der Vorlaufkammer
11 angeordnete Förderpumpe und 30 ein in der Rücklaufkammer 12 angeordnetes Rückschlagventil.
*281 In der Trennwand 9 ist unterhalb der Förderpumpe 29 eine erste Durchbrechung
31 angebracht, die ein mittels eines Knebels von außen voreinstellbares Einstellorgan
32 zugeordnet ist. Dieses Einstellorgan begrenzt einmal mittels eines Zylindersegmentes
33 die freie Oeffnung der Durchbrechung 31 und leitet zudem je nach Einstellung
eine mehr oder weniger große Strömungsmenge aus der Rücklaufkammer 12 durch die
Durchbrechung hindurch in die Vorlaufkammer 11.
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In dieser sind dicht an und außerhalb der Bahn des Zylindersegmentes
33 erste parallel zur Trennwand 9 angeordnete Leitschaufeln 34 stromaufwärts und
zur Trennwand unterschiedlich geneigter Mischelemente 35 stromabwärts angebracht.
Durch die Leitschaufel 34 hindurch wird zunächst ein Teil der Vorlaufströmung quer
in die aus der Rücklaufströmung in die Vorlaufkammer abgezweigte Strömung eingeleitet,
und diese Mischströmung wird durch die Mischelemente 35 innig vermischt, damit schon
am Thermometer 281 die Mischtemperatur exakt ertastet und angezeigt werden kann.
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Unterhalb der Durchbrechung 31 ist eine weitere Durchbrechung 40 angebracht,
die mit einem thermostatisch regelbaren A1ischventil 36 besetzt ist, dessen Absperrsegment
37 in der Betriebsstellung Fig. 3 den Ablauf der Rücklaufkammer absperrt, also die
ganze in der Rücklaufkammer zurückgeführte Strömung wieder in die Vorlaufkammer
einleitet. Die Steuerung kann von in der Säule, neben dieser oder auch on entfernt
angeordneten Steuer- und Regelvorrichtungen, insbesondere aus Informationen der
Thermometer 281 beider Säulenkammern beeinfluß sein.
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In der Hauptversorgungssäule 1 sind nach der Darstellung in den Fig.
6 bis 8 durch eine Zwischenwand 38 an der Vorderwand 5 in beiden Säulenkammern 71,
81 oberhalb der nur im vorderen Teil angebrachten Durchbrechung 311 zwei Längsschächte
39, 41 abgeteilt. Die Förderpumpe 291 ist dabei nur im Längsschacht 39 der Vorlaufkammer
71 angeordnet. Beide Kammern sind ebenso wie die Durchbrechung 311 durch einen gekrümmten
Endbogen 42 begrenzt. Im Längsschacht 41 der Rücklaufkammer 81 ist zudem das nur
auf diesen Teil abgestellte Rückschlagventil 301 angebracht und am Austrittsende
des Schachtes eine Mischereinrichtung 60, die wiederum die Durchmischung der beiden
Teilströme in der Rücklaufkammer 81 bewirkt. Die als Beimshpumpe wirkende Förderpumpe
291 wird dabei durch einen Thermostaten 67 in der Rücklaufkammer gesteuert.
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Wie vor allem aus Fig. 5 zu ersehen, sind an der Rückwand 6 der einzelnen
Säulen seitlich überstehende Z-förmige Randstreifen 50 angeformt, deren Zwischensteg
59 einen vorgegebenen Abstand a von der jeweiligen Seitenwand 7 bis 8 hat, welcher
der Dicke einer auf dem ganzen Umfang um den Korpus der Säule angepaßten Wärmedämmlage
n3 entspricht, die gebildet wird durch eine U-förmige Schale 44 und einen Plattenteil
45, der auf beiden Seiten eine in die Köpfung vorragende Nasenleiste 46 bildet.
Auf diese Weise wird eine formschlüssige Ausrichtung des Plattenteiles 45 zum Säulenkorpus
erzielt. Es kann auch die Schraubenbefestigung an der Wand oder einem geeigneten
Zwischenträger von den Flanschenden 47 her erfolgen.
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Je nachdem, wie breit der zwischen den Wärmedämmlagen benachbarter
Säulen gewünschte Zwischenraum 48 werden soll, kann man die Flanschränder seitlich
nebeneinander anordnen oder einander übergreifen lassen. Zu diesem Zweck kann auch
der eine Steg 59 etwas kürzer als der andere bemessen sein.
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Dabei läßt sich eine der beiden Nasenleisten 46 an der Stoßstelle
49 abtrennen.
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An den Flanschenden 47 kann zusätzlich eine C-förmige Elalteschiene
51 befestigt werden, in die sich mittels Fußanker 52 verschiedene Geräteteile, evtl.
auch eine Zwischenplatte 53 einhängen lassen, die beispielsweise dort hochgeführte
elektrische Leitungen 54 abschirmt, während sie darüber beispielsweise das Anbringen
von Druckluft-Steuerleitungen o.dgl. 54 ermöglichen. Nach außen wird dann der Raum
48 durch einen Streifendeckel 55 abgeschlossen.
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Wie Fig. 1 zeigt, läßt sich seitlich neben dem Paneel 10 oder auc
teilweise in dieses integriert eine Steuer- und Regel säule 56 einfügen, in deren
Einschüben 57 die unterschiedlichsten Steuer-, Mess- und Regelgeräte unterzubringen
sind. Aus der Säule 56 heraus können dann die einzelnen Anschlüsse zu den verschiedenen
Hohlsäulen nach Bedarf unter, über oder in der Wärmedämmlage eingeführt werden,
wobei sich ftjr die Hochführung ebenfalls die Räume 48 empfehlen.
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Anstatt die verschiedenen Hohlsäulen gesondert an der Wand zu befestigen,
können sie auch an einem oder mehreren Zwischenträgern, etwa an am oberen oder unteren
Ende von rückseitig angebrachten Querstäben befestigt werden, die ggf.
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aus einem tragfähigen und wärmedämmenden Kunststoff bestehen und an
der Wand befestigt sind. Auch gegenüber den Konsolen 18 kann das Paneel wärmedämmend
abgeschirmt werden.
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Eine Wärmedämmlage kann ebenso wie am ganzen Umfang einer jeden Hohlsäule
auch an deren Stirnflächen und an den Aussenflächen des Querverteilers angebracht
Werden. Damit sind alle das Wärmeträgermedium führenden Teile des Verteileraggregates
an ihrer Außenfläche abisoliert. Die innerhalb der Hohlsäulen angebrachten Armaturen
sind z.T. mit dünnen Verbindungselementen durch die auf der Vorderwand 5 angebrachte
Wärmedämmlage hindurch an die außen liegenden Teile angeschlossen. Dies gilt auch
für den rotor 292 der Pumpe 29. Zudem ist dem Rohrstutzen 26 jeweils ein Außenstutzen
261 zugeordnet, der das Einstecken einer Isolierstoffhülle 58 ermöglicht. Durch
das Anstoßen des Paneels an der Raum-
decke lassen sich auch zu
dieser die verschiedenen Anschlußleitungen 27 ausrichten, bevor das Paneel eingebaut
ist.
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Von der bisherigen Ausführung abweichend entfällt gemäß den Fig. 9
bis 11 die in der Trennwand 9 bisher vorgesehene Durchbrechung 311 mit dem Endbogen
42. Es ist vielmehr in einem Teilstück zwischen den beiden etwa gleichlangen Längsschächten
61, 62 in der Trennwand ein Wärmeübertragungsaggregat 63 mit einer Vielzahl einzelner
Wärmeübertragungsrohre 64 angebracht.
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Die Wärmeübertragungsrohre 64 sind mit einem auf den jeweiligen Temperaturbereich
abgestimmten Kältemittel gefüllt, das im Längsschacht 61 der Vorlaufkammer 81 verdampft
wird, wobei der Dampf längs der oberen Wand des Rohres zum Längsschacht 62 der Rücklaufkammer
-81 hin wandert und dort kondensiert. Nach Rückfluß des Kondensats zum Längsschacht
61 beginnt der Kreislauf von neuem. Dabei läßt sich die Intensität der Wärmeübertragung
durch einfache motorbetätigte Klappenventile 65, 66 steuern, welche die Strömung
in den beiden Längsschächten hemmen oder freigeben.
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Auch dort kann selbstverständlich eine Förderpumpe 291 nach Fig. 6
eingesetzt werden, wenn die Intensität des Wärmeübergangs stärker beeinflußt werden
soll.