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DE3207013C2 - Kugelgelenk - Google Patents

Kugelgelenk

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DE3207013C2
DE3207013C2 DE19823207013 DE3207013A DE3207013C2 DE 3207013 C2 DE3207013 C2 DE 3207013C2 DE 19823207013 DE19823207013 DE 19823207013 DE 3207013 A DE3207013 A DE 3207013A DE 3207013 C2 DE3207013 C2 DE 3207013C2
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ball
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bearing surface
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Joseph E Smith
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Gulf and Western Manufacturing Co
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Gulf and Western Manufacturing Co
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    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16CSHAFTS; FLEXIBLE SHAFTS; ELEMENTS OR CRANKSHAFT MECHANISMS; ROTARY BODIES OTHER THAN GEARING ELEMENTS; BEARINGS
    • F16C11/00Pivots; Pivotal connections
    • F16C11/04Pivotal connections
    • F16C11/06Ball-joints; Other joints having more than one degree of angular freedom, i.e. universal joints
    • F16C11/0661Ball-joints; Other joints having more than one degree of angular freedom, i.e. universal joints the two co-operative parts each having both convex and concave interfaces
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B3/00Engines characterised by air compression and subsequent fuel addition
    • F02B3/06Engines characterised by air compression and subsequent fuel addition with compression ignition

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

Die Erfindung betrifft ein Kugelgelenk mit halbkugelförmiger Gelenkkugel und zwei zueinander konzentrisch angeordneten, sphärischen Lagerflächen.
Kugelgelenke werden üblicherweise in Lenkgestängen von Kraftfahrzeugen, in Mitnehmerverbindungen, Wellen und ähnlichen Bauteilen verwendet, bei denen eine Kraft von einem Teil auf ein anderes übertragen werden muß, während das eine Teil relativ zu dem anderen verschwenkbar ist.
Derartige Kugelgelenke mit einer Gelenkkugel und einem Gelenkgehäuse umfassen im allgemeinen einen Gelenkzapfen mit einem sich anschließenden Kugelabschnitt, der innerhalb des Gehäuses angeordnet ist und darin an sphärischen Lagerflächen des Gehäuses gleiten und insgesamt schwenken kann. Die eingreifenden Flächen der Gelenkkugel und des Gehäuses werden oftmals gegeneinander vorgespannt, so daß kein Spiel vorhanden und Klapperfreiheit gegeben ist sowie automatisch der Verschleiß der Lageroberflächen kompensiert wird (DE Pat. anm. E 3353 vom 29.5.52).
Bei einem weiteren bekannten Kugelgelenk (US 3 007 728, Fig. 17) ist die innere Lagerfläche am Gehäusedeckel angebracht und weist Schmiermittelaustrittsbohrungen auf, denen über einen vorstehenden Schmiernippel Fett, Öl oder dergleichen zugeführt werden kann. Der Schwenkausschlag des Gelenkes ist relativ klein.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine vergleichsweise große Auslenkung des Kugelgelenks aus der Nullage zu ermöglichen, gute Schmiermöglichkeit zu bieten und das Gelenk wenig störanfällig sowie mit selbsttätigem Verschleißausgleich zu gestalten.
Die gestellte Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Das neue Kugelgelenk ist bekannten Vollkugel-Gehäuse- Gelenken mechanisch gleichwertig, weist jedoch geringeres Gewicht auf. Das erfindungsgemäße Kugelgelenk besitzt ferner relativ wenige Einzelteile im Vergleich zu hochbeanspruchten Gelenken bei LKW- oder Traktor-Verbindungsstangen, Mitnehmerverbindungen, Wellen und dergleichen.
Im einzelnen weist das Kugelgelenk einen Gelenkzapfen auf, der in der integrierten, hohlen, halbkugelförmigen Gelenkkugel endigt, dessen sphärische Umfangsoberfläche im Eingriff mit einer entsprechenden konkaven, sphärischen Oberfläche des zugehörigen Gehäuses steht, wobei die Gelenkkugel einen im wesentlichen halbkugelförmigen, konkaven Hohlraum besitzt, in den ein wenigstens halbkugelförmiges, konvexes, becherförmiges Befestigungsteil eingreift, welches die Umfangsoberfläche der Gelenkkugel bezüglich der sphärischen Lageroberfläche des Gehäuses gleiten und damit den Gelenkzapfen schwenken läßt. Die Vorspannung der eingreifenden Lageroberflächen wird in einer Ausführungsform durch einen elastischen Ring erzielt, der das becherförmige Befestigungsteil zum halbkugelförmigen Hohlraum in der Gelenkkugel drängt, oder in einer alternativen Ausführungsform wird ein Segment der sphärischen Oberfläche des Gehäuses in Anlage an der sphärischen Umfangsoberfläche der Gelenkkugel vorgespannt.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Kugelgelenks, teilweise geschnitten, gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel,
Fig. 2 das Kugelgelenk nach Fig. 1 in auseinandergezogener Darstellung vor dem Zusammenbau der Einzelteile,
Fig. 3 eine zweite Ausführungsform des Kugelgelenks,
Fig. 4 eine dritte Ausführungsform,
Fig. 5 eine vierte Ausführungsform und
Fig. 6 das Kugelgelenk nach Fig. 1 in ausgelenkter Stellung.
Mit Bezug auf Fig. 1 und 2 enthält das Kugelgelenk 10 einen Gelenkzapfen 12, der an dem einen Ende mit einer einstückigen, kaltangeköpften Gelenkkugel 14 versehen ist, welche eine konvexe, sphärische Lagerfläche 16 und eine Lageraussparung 18 aufweist, die eine konkave, sphärische Lagerfläche 20 besitzt. Im zusammengebauten Zustand liegt die Gelenkkugel 14 des Zapfens in einem Gelenkgehäuse 22, das einen Schaft 24 aufweist, der dem Umfang des Gehäuses auf beliebige Weise verbunden ist, beispielsweise durch Reibungsverschweißung. Das Gehäuse 22 weist eine Bohrung 26 und eine Öffnung 56 auf, aus der der Zapfen 12 hervorsteht. Die konvexe, sphärische Fläche 16 der Gelenkkugel 14 liegt gleitend an der inneren, konkaven, sphärischen Lagerfläche 28 des Gehäuses 22 an und kann zu diesem geschwenkt werden. Ein becherförmiges Befestigungsteil 30 ist mit einer konvexen, sphärischen Lagerfläche 32 versehen, die dimensionsmäßig der konkaven, sphärischen Lagerfläche 20 der Lageraussparung 18 in der Gelenkkugel 14 entspricht. Das Befestigungsteil 30 ist innerhalb der Lageraussparung 18 derart angeordnet, daß die einander entsprechenden, halbkugeligen Lagerflächen 20 und 32 aufeinander gleiten und sich drehen können. Die sphärische Lagerfläche 32 des becherförmigen Befestigungsteils 30 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel mit einer Vielzahl von Schmierungsnuten 34 versehen, die längs der Meridiane der sphärischen Lagerfläche 32 ausgebildet und mit einer zentral angeordneten, axialen Öffnung 36 verbunden sind (Fig. 1), wobei ein Schmiernippel 38 eingepaßt ist. Infolge der Becherform des Befestigungsteils 30 ist der Schmiernippel 38 im gezeigten Ausführungsbeispiel auf dem Boden eines Hohlraums 40 angeordnet und somit vor Stößen durch Kiesel, Steine und dergleichen geschützt, wenn das erfindungsgemäße Kugelgelenk 10 im Steuer- oder Antriebsmechanismus eines Kraftfahrzeugs großer Leistung, eines in der Landwirtschaft verwendeten Traktors oder dergleichen eingebaut ist. Sofern dies gewünscht ist, kann eine entfernbare Staubkappe auf dem offenen Ende des Hohlraums 40 befestigt sein, um den Schmiernippel 38 zu schützen. Der Schmiernippel kann auch in abgedichteten, selbstschmierenden Lagerverbindungskonstruktionen oder alternativ in Konstruktionen weggelassen sein, die Lagereinsätze aus vorgeschmiertem, porösem Metall, Stoff oder Kunststoff verwenden oder Kunststoff oder andere Lagereinsätze benutzen, die keine Schmierung erfordern.
Das becherförmige Befestigungsteil 30 besitzt einen ringförmigen Flansch 42, der radial nach außen um das offene Ende der Lageraussparung 40 vorsteht, wobei der Umfangsrand des ringförmigen Flansches 42 eine zylindrische Fläche 44 bestimmt, die in den zylindrischen Abschnitt der Bohrung 26 im Gehäuse 22 paßt. Das becherförmige Befestigungsteil 30 wird in der halbkugeligen Lageraussparung 18 der Gelenkkugel 14 mit Hilfe einer torusförmigen, elastischen Ringdichtung 49 eingespannt gehalten, die aus einem geeigneten elastomeren Material gefertigt ist. Dabei wird die Ringdichtung 46 zusammengedrückt und gegen die ringförmige Endfläche 48 des Flansches 42 des becherförmigen Befestigungsteils 30 gepreßt, wenn nach Zusammenbau der Einzelteile gemäß Fig. 1 die Elemente in richtiger Stellung zueinander durch Gesenkumbiegen des Flanschrandes (Fig. 2) des Gehäuses 22 in radialer Richtung gehalten werden, wie dies bei 52 in Fig. 1 gezeigt ist.
Sämtliche sphärischen Oberflächen der das Kugelgelenk 10 bildenden Elemente sind konzentrisch zueinander angeordnet, so die sphärische Lagerfläche 28 des Gehäuses, die äußere Lagerfläche 16 der Gelenkkugel, die innere Lagerfläche 20 der Gelenkkugel sowie die sphärische Lagerfläche 32 des Befestigungsteils. Die innere sphärische Lagerfläche 20 der Gelenkkugel ist an ihrem Rand mit einer kurzen Schrägkante 54 versehen, um genügend Freiraum für extreme Abwinkelungen zwischen dem Schaft 24 und dem Zapfen 12 zu schaffen. Die zulässige Abwinklung der Gelenkkugel 14 in bezug auf eine diametrale Ebene des Gehäuses 22 wird im allgemeinen dadurch begrenzt, daß ein Abschnitt der Umfangsoberfläche des Zapfens in nächster Nähe zur Gelenkkugel 14 an einem abgeschrägten Rand der Öffnung 56 (Fig. 1) des Gehäuses 22 anschlägt und/oder die ringförmige Endfläche 58 der Gelenkkugel 14 an einer ringförmigen Fläche 60 des Flansches 42 des Befestigungsteils 30 zur Anlage kommt. Ein in Fig. 1 dargestellter, flexibler Balg 62 schirmt den Umfangsabschnitt des Zapfens 12 vor Schmutz ab, welcher der Gelenkkugel 14 benachbart ist, sowie den freiliegenden Abschnitt der sphärischen Lagerfläche 16 der Gelenkkugel, während sich der Zapfen 12 bezüglich des Schaftes 24 in der Ruhestellung oder in einer Winkelstellung befindet.
Wenn am Ende des Zusammenbaus der verschiedenen Bauteile des Gelenks 10 der Flanschrand 50 (Fig. 2) des Gehäusesockels 20 über die torusförmige, elastische Ringdichtung 46 durch Gesenkumbiegen umgeschlagen wird, wird die Ringdichtung 46 zusammengedrückt und seitlich ausgedehnt, so daß eine wirkungsvolle Abdichtung ausgebildet wird, die das Eindringen von Schmutz durch das offene Ende der Gehäusebohrung 26 verhindert. Gleichzeitig wirkt die zusammengedrückte elastische Ringdichtung 46 als eine Vorspanneinrichtung, die eine Kraft auf die ringförmige Endoberfläche 48 des Befestigungsteils 30 ausübt, wobei diese Vorspannkraft sorgfältig bemessen wird und von der Größe der auf den Flanschrand 50 während des Bördelns ausgeübte Biegung vom Krümmungsradius, der Größe, der Form sowie der elastomeren Eigenschaften des Materials der Ringdichtung 46 abhängt. Die durch die zusammengedrückte Ringdichtung 46 erzeugte Vorspannkraft drängt die konzentrischen, sphärischen Lagerflächen der verschiedenen Einzelteile in Berührung miteinander, wodurch Klappern, Lockerheit oder Spiel zwischen den Teilen verhindert und automatisch das Einlaufen und der Verschleiß im Betrieb kompensiert werden.
Wie bereits erwähnt, sind der Zapfen 12 sowie die Gelenkkugel 14 kalt angeköpft, und es ist - wenn überhaupt - eine nur sehr geringe maschinelle Bearbeitung der äußeren sphärischen Lagerfläche 16 der Gelenkkugel oder der inneren, konkaven, sphärischen Lagerfläche 18 erforderlich. Das Gehäuse 22 ist vorzugsweise ein kaltgezogenes Teil und erfordert lediglich an seinem inneren Oberflächenabschnitt eine maschinelle Bearbeitung, welcher mit einer konkaven, sphärischen Lagerfläche 20 versehen ist. Das becherförmige Befestigungsteil 30 kann aus einem kaltgezogenen oder einem formgestanzten oder geprägten Teil bestehen. Es wird Stahl in Leichtbauweise verwendet, da sämtliche Einzelteile einschließlich der Gelenkkugel 14 hohl sind und möglichst dünne Wände aufweisen können entsprechend der zulässigen, durch das Gelenk zu übertragenden Last.
In Fig. 3 ist ein anderes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Kugelgelenks 11 dargestellt, das einen Gelenkzapfen 12 umfaßt, welcher mit einer hohlen Gelenkkugel 14 versehen ist, wobei beide Teile in Form und Aufbau im wesentlichen den entsprechenden Teilen des ersten Ausführungsbeispiels entsprechen. Das Gehäuse 22 weist einen einstückigen, mittig angeordneten Abschnitt 64 in Form einer umgekehrten Kuppel mit einer sphärischen Lagerfläche 32 auf, die in einem Eingriff mit der konkaven, sphärischen Lagerfläche 18 der Gelenkkugel 14 steht. Ein sphärischer, ringsegmentförmiger Lagereinsatz 66 wird in der Bohrung 26 des Gehäuses 22 gehalten und besitzt eine konkave, sphärische Lagerfläche 28, welche verschieblich an der sphärischen Lagerfläche 16 der Halbkugel 14 anliegt. Der Lagereinsatz 66 weist ferner eine ringförmige, schräge Oberfläche 68 auf, die im Eingriff mit einer zusammengedrückten, elastischen Ringdichtung 46 steht, welche gegen die Schrägfläche 68 durch den umgebördelten Flanschrand 52 der Gehäusebohrung 26 zusammengedrückt gehalten wird. Die Bohrung 26 des Gehäuses 22 umfaßt bevorzugt eine ringförmige Schulter 70, die zwischen einem Bohrungsabschnitt größeren Durchmessers und einem Bohrungsabschnitt 72 kleineren Durchmessers ausgebildet ist. Die ringförmige Schulter 70 trägt zur Begrenzung der zulässigen Bewegung des Lagereinsatzes 66 bei. Der Bohrungsabschnitt 72 mit dem verringerten Durchmesser kann etwas hinterschnitten sein, so daß die ringförmige Endfläche 58 der Halbkugel 14 ohne Beeinträchtigung während der extremen Abwinkelung des Gelenkzapfens 12 zum Gehäuseschaft 24 eindringen kann, oder es kann der Abschnitt allgemein konvex sphärisch geformt sein, wie dies dargestellt ist. Vorteilhafterweise, jedoch nicht notwendigerweise ist der umgekehrte Kuppelabschnitt 64 des Gehäuses 22 mit einem Hohlraum 40′ wegen geringeren Gewichts und leichteren Tiefziehens versehen. Ein Schmiernippel 38 ist zweckmäßigerweise auf dem Boden des Hohlraums 40′ wegen des Schutzes in Konstruktionen angeordnet, bei denen es erwünscht ist, eine gelegentliche Schmierung des Gelenks vorzunehmen.
Bei einem Kugelgelenk 11 gemäß Fig. 3 drängt die durch Zusammendrückung der Ringdichtung 46 ausgeübte Vorspannung sämtliche konzentrischen, sphärischen Lagerflächen in Anlage zueinander, was eine im wesentlichen dicht anliegende Anordnung schafft, die den Verschleiß der Lagerflächen bei Verschwenken und Gleiten automatisch kompensiert.
Es können andere Mittel als die elastische Ringdichtung verwendet werden, um die sphärischen Lagerflächen in Anlage zueinander vorzuspannen. In Fig. 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Kugelgelenks 10 gemäß der Erfindung gezeigt, das im Aufbau dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 identisch ist, mit Ausnahme der elastischen Ringdichtung, die durch mehrere übereinanderliegende Tellerfedern 74 ersetzt ist, wobei die Tellerfedern 74 zwischen der ringförmigen Endfläche 48 des halbkugelförmigen Befestigungsteils 30 und eines Halterings 76 in zusammengedrückter Weise angeordnet sind, welcher in seiner Stellung am offenen Ende der Gehäusebohrung 26 durch Umbördeln oder Gesenkumbiegen, wie bei 52 gezeigt, oder durch andere Mittel, wie Preßeinpassung, Verschraubung oder dergleichen, gehalten wird. Da der Haltering 76 und die Tellerfedern 74 entsprechende ausgerichtete zentrale Öffnungen 78 und 80 besitzen, wird der Zugang zum Schmiernippel 38 in Konstruktionen geschaffen, bei denen eine Schmierung des Kugelgelenks vorgesehen ist. Eine (nicht dargestellte) Staubkappe kann für das hermetische Abschließen der Öffnung 78 im Haltering 76 vorgesehen sein.
In Fig. 5 ist ein vereinfachtes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Kugelgelenks 10 dargestellt, bei dem das halbkugelförmige Befestigungsteil 30 in Form eines relativ dünnen Bechers 90 ausgebildet ist, der einen einstückigen, nach außen sich erstreckenden, kegelstumpfförmigen oder schlüsselartigen Flansch 92 besitzt. Der Becher 90 einschließlich des einstückigen Flansches 92 ist bevorzugt ein Stanz- oder Tiefziehteil, das aus Blech gezogen worden ist, und besitzt eine halbkugelförmige Lagerfläche 32, die mit der konkaven, halbkugelförmigen Lagerfläche 20 der Halbkugel 14 in Eingriff steht. Während des Zusammenbaus des Gelenks 10 ist der Becher 90 in der auf der rechten Seite der Fig. 5 gezeigten Stellung angeordnet, wobei sich der schüsselartige Flansch 92 in einen erweiterten Bereich 94 der Gehäusebohrung 26 erstreckt. Zwischen Bohrung 26 und erweitertem Bereich 94 der Bohrung befindet sich eine ringförmige Stufe 96. Nach dem Gesenkumbiegen des Flanschrandes 50 des Gehäuses 22, wie bei 52 auf der linken Seite der Fig. 5 gezeigt, gelangt die untere Oberfläche 98 des Flansches 92 in der Nähe seines Randes in Auflage auf die Stufe 96, wodurch der schüsselartige Flansch 92 im wesentlichen ebenflächig, wie bei 100 gezeigt, abgeflacht wird und dadurch die halbkugelförmige Lagerfläche 32 des Bechers 90 in feste Anlage an die entsprechende konkave, halbkugelförmige Lagerfläche 20 der Lageraussparung 18 gelangt. Die Größe der Vorspannung der konzentrischen, sphärischen, in Anlage miteinander stehenden Lagerflächen ist eine Funktion der Federcharakteristik des Materials, aus dem der Becher 90 gezogen worden ist, der Wanddicke des Bechers 90 und des Flansches 92 sowie der Größe der Abbiegung des schüsselartigen Flansches 92, wenn dieser in seinen im wesentlichen gleichflächigen Zustand, wie bei 100 gezeigt, während des Gesenkumbiegens des Gehäuserandes 50 in den Zustand gemäß 52 abgeflacht wird.
Das erfindungsgemäße Kugelgelenk besitzt gegenüber bekannten Halbkugel-Gehäuse-Verbindungen den Vorteil, daß eine sehr große Kraft vom Zapfen auf den Schaft und umgekehrt übertragen werden kann, selbst bei großer Winkellstellung zwischen den beiden Teilen, wie dies beispielsweise in Fig. 6 gezeigt ist. Selbst bei extremer Winkelstellung und bei Ausübung einer Kraft längs der Achse des Schaftes 24, wie beispielsweise durch den Pfeil F gezeigt, sowie bei Nichteingreifen des Bereichs A der Gehäuselagerfläche 28 mit der Lagerfläche 16 der Halbkugel 14 wird die Kraft zur Umfangsoberfläche 44 des Flansches 42 des Befestigungsteils 30 übertragen, wo diese an der Bohrungswand 26 im Gehäuse 22 anliegt, wie dies durch den Pfeil B gezeigt ist. Die Kraft wird ferner von der halbkugelförmigen Lagerfläche 32 des Befestigungsteils 30 zur inneren, konkaven, halbkugelförmigen Lagerfläche 18 der Halbkugel 14 übertragen, wie dies durch die Pfeile C und D veranschaulicht wird.
Ersichtlich weist das Kugelgelenk 11 nach Fig. 3 ebenfalls die Eigenschaft auf, d. h. daß beträchtliche Kräfte bei extremen Winkelstellungen übertragen werden können, wenn die auf den Schaft 24 ausgeübte Last direkt auf das einstückige, umgekehrte, kuppelförmige Teil 64 übertragen wird.

Claims (8)

1. Kugelgelenk mit folgenden Merkmalen: an einem Gelenkzapfen (12) ist integral eine halbkugelförmige Gelenkkugel (14) angebracht, die eine Lageraussparung (18) aufweist, so daß an der Gelenkkugel (14) zwei zueinander konzentrisch angeordnete, sphärische Lagerflächen (16, 20) ausgebildet sind;
ein Gelenkgehäuse (22) ist zur Lagerung der Gelenkkugel (14) an deren sphärischen Flächen (16, 20) ausgebildet, wozu eine konkave, sphärische Lagerfläche (28) und eine konvexe, sphärische Lagerfläche (32) vorgesehen sind, welche an den sphärischen Flächen (16, 20) der Gelenkkugel (14) mit Vorspannung anliegen, wobei die konvexe, sphärische Lagerfläche (32) des Gelenkgehäuses (22) von einer wenigstens eine Halbkugel bildenden Wandung eines becherförmigen Befestigungsteils (30) gebildet wird, der einen zum Gehäuse äußeren Hohlraum (40) aufweist, und
wobei eine Schmieröffnung (36) zentral in der die konvexe Lagerfläche (32) bildenden Wand des Befestigungsteils (30) angeordnet ist, um die konkave, sphärische Lagerfläche (20) des Gelenkzapfens und die konvexe, sphärische Lagerfläche (32) des Befestigungsteils (30) direkt zu schmieren.
2. Kugelgelenk nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das becherförmige Befestigungsteil (30) an seinem offenen Ende einen Ringflansch (42) und das Gelenkgehäuse (22) einen Gehäuseflansch (50) aufweisen und
daß zwischen Ringflansch (42) und Gehäuseflansch (50) eine elastische Ringdichtung (46) gefügt ist, die zur Erzeugung der Vorspannung zwischen den sphärischen Flächen (16, 20, 28, 32) durch Gesenk-Umbiegen (bei 52) des Gehäuseflansches (50) zusammengepreßt gehalten wird (Fig. 1).
3. Kugelgelenk nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das becherförmige Befestigungsteil (30) mit dem Gelenkgehäuse (22) über einen integralen Ringflansch (64) verbunden ist,
daß zwischen dem gelenkzapfenseitigen Rand des Gelenkgehäuses (22) und der konvexen, sphärischen Lagerfläche (16) der Gelenkkugel (14) und dem Gehäuseflansch (50) ein Lagereinsatz (66) und eine elastische Ringdichtung (46) gefügt sind, die zur Erzeugung der Vorspannung zwischen den sphärischen Flächen (16, 20, 28, 32) durch Gesenk- Umbiegen (bei 52) des gelenkzapfenseitigen Randes zusammengepreßt gehalten werden (Fig. 3).
4. Kugelgelenk nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das becherförmige Befestigungsteil (30) an seinem offenen Ende einen radial nach außen weisenden Ringflansch (42) und das Gelenkgehäuse (22) an seinem den Gelenkzapfen gegenüberliegenden Ende einen Gehäuseflansch (50) aufweisen und
daß zwischen Ringflansch (42) und Gehäuseflansch (50) Tellerfedern (74) gefügt sind, die zur Erzeugung der Vorspannung zwischen den sphärischen Lagerflächen (16, 20, 28, 32) durch Gesenkumbiegen (bei 52) des Gehäuseflansches (50) zusammengepreßt gehalten werden (Fig. 4).
5. Kugelgelenk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das becherförmige Befestigungsteil (30) als dünnwandiges Metallteil (90) ausgebildet ist und einen radial nach außen gerichteten Ringflansch (92) besitzt, der aus einer quer zur Gelenkachse gewonnenen Ebene unter einem Winkel absteht und zur Erzeugung der Vorspannung zwischen den sphärischen Lagerflächen (16, 20, 28, 32) in diese Ebene abgebogen (100) in dem Gelenkgehäuse (22) befestigt ist (Fig. 5).
6. Kugelgelenk nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Gelenkkugel (14) eine Halbkugel bildet,
daß das Gelenkgehäuse (22) eine so große Zapfendurchtrittsöffnung (56) aufweist, daß bei extremem Ausschlag des Gelenkzapfens der freie Rand der Gelenkkugel (14) bereichsweise außer Eingriff mit der konkaven, sphärischen Lagerfläche (28) des Gelenkgehäuses (22) kommt, und
daß das becherförmige Befestigungsteil (30) einen ausreichend starken Ringflansch (42) aufweist, über den die dann auftretenden Kräfte zwischen Gelenkkugel (14) und Gelenkgehäuse (22) übertragen werden können (Fig. 6).
7. Kugelgelenk nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß Schmiernuten (34) zur Verteilung des Schmiermittels in den Lagerflächen (16, 32) vorgesehen sind.
8. Kugelgelenk nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine balgförmige Staubabdichtung (62) am Gelenkgehäuse (22) befestigt ist und den Gelenkzapfen (12) umgreift.
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