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Kleinpresse
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Beschreibung: Die Erfindung bezieht sich auf eine Kleinpresse bzw.
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eine kleine Druckbearbeitungsmaschine, bei der eine kleine Preß- oder
Schneidwerkzeuganordnung, wie eine Werkzeuganordnung zum Anbringen von Klemmen bzw.
Anschlußklemmen an Leitungsdrähten unter Druckeinwirkung zum Zuschneiden von Stangen
oder elektrischen Drähten, und zum Einstemmen von Nieten, zur Anwendung kommt.
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Bisher ist keine handliche und leistungsstarke Kraftübertragung für
eine kleine Presse oder Schneidpresse verfügbar.
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Die Erfindung zielt darauf ab, eine leistungsstarke, kleine und gewichtsmäßig
leichte Presse zu schaffen, die ein kleines Antriebsaggregat wie einen Elektromotor,
einen Pneumatikmotor oder einen Hydraulikmotor als Antriebseinrichtung verwendet.
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Die Kleinpresse nach der Erfindung ist so beschaffen und ausgelegt,
daß das kleine Antriebsaggregat der zuvor beschriebenen Art als Antriebseinrichtung
zum Einsatz kommt, ein Reduktionsgetriebe oder dergleichen verwendet wird, um ein
gewünschtes Drehmoment zu erhalten, ein sich hin- und hergehender bewegender Hebel
auf einer Welle angebracht ist, die auf einem stationären Hebel angebracht ist,
und ein Kraftübertragungsabschnitt (der hintere Endabschnitt des hin- und hergehend
bewegbaren Hebels) gleitbeweglich in Berührung mit einer Nockenscheibe ist, die
vom Antriebsaggregat
angetrieben wird, um eine exzentrische Rotationsbeweaung
auszuführen, so daß die Drehbewegung der Kurvenscheibe in eine hin- und hergehende
Bewegung des hin-und hergehenden beweglichen Hebels umgewandelt wird, um hierdurch
eine Preß- oder Schneidwerkzeuganordnung anzutreiben, die über Achsen bzw. Wellen
mit den vorderen Endabschnitten des hin- und hergehend beweglichen Hebels und des
stationären Hebels verbunden ist.
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Um nach der Erfindung den Gleitwiderstand zwischen dem hin- und hergehend
beweglichen Hebel und der Nockenscheibe zu verringern, kann eine Gleitplatte zwischen
dem Kraftübertragungsabschnitt des hin- und hergehend beweglichen Hebels und der
Kurvenscheibe derart angeordnet sein, daß sich der hin- und hergehend bewegliche
Hebel linear hin- und hergehend bewegt, wenn sich die Nockenscheibe dreht. Eine
Berührungsrolle kann drehbeweglich mit dem Kraftübertragungsabschnitt des hin-und
hergehend beweglichen Hebels verbunden sein und die exzentrische zylindrische Nockenscheibe,
auf der sich ein Gleitring bzw. ein Gleitstein befindet, ist mit einem dazwischenliegenden
tagerelement versehen.
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Bei einer Weiterbildung nach der Erfindung ist die Exzentrizität der
exzentrischen Bewegung der Kurvenscheibe derart eingestellt, daß die Eingriffsabschnitte
der Werkzeuganordnung geschlossen sind, bevor der Kraftübertragungsabschnitt des
hin- und hergehend beweglichen Hebels den oberen Totpunkt der Nockenscheibe erreicht.
Bei der zusätzlichen Bewegung des Kraftübertragungsabschnittes bis zum Erreichen
des oberen Totpunktes wird wenigstens ein Teil der Werkzeuganordnung, des stationären
Hebels und des hin- und hergehend beweglichen Hebels gebogen.
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Um nach der Erfindung die Belastungsverteilung zu verbessern und eine
genaue Ausrichtung der Elemente zueinander zu erreichen, kann der stationäre Hebel
fest mit dem Antriebsaggregat oder dem Antriebsmotorgehäuse dadurch verbunden sein,
daß der untere Teil mit dem Antriebsaggregatgehäuse über eine Befestigungsachse
bzw. eine Positionierachse verbunden ist, die parallel zur Dreh- bzw. Gelenkachse
und am vorderen Ende des Gehäuses vorgesehen ist, und daß der obere Abschnitt des
stationären Hebels mit dem Gehäuse mit Hilfe von Schrauben verbunden ist, die in
dasselbe senkrecht zu der Drehwelle eingeschraubt sind. Die unteren und oberen Abschnitte
des stationären Hebels befinden sich jeweils unter und über der Drehwelle.
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Zur Betriebssicherheit schließlich kann der hin- und hergehend bewegliche
Hebel mittels einer Feder derart vorbelastet sein, daß die Eingriffsabschnitte der
Werkzeuganordnung geschlossen sind und es kann ein Gestänge bzw. eine Schubstange
vorgesehen sein, die den Kraftübertragungsabschnitt des hin- und hergehend beweglichen
Hebels in Richtung auf die Nockenscheibe drückt. Nur wenn ein zu pressendes oder
zu schneidendes Material zwischen die Eingriffsabschnitte der Werkzeuganordnung
eingeführt ist, wird die Schubstange betätigt, um die Eingriffsabschnitte zu öffnen.
Nachdem das Material zwischen die Eingriffsabschnitte eingeführt worden ist, wird
die Werkzeuganordnung mit Hilfe der Feder geschlossen. Dann wird das Material gepreßt
oder zugeschnitten, indem das Antriebsaggregat betrieben wird. Durch diese Anordnung
wird ein Unfall vermieden, so daß die Finger einer Bedienungsperson nicht von der
Werkzeuganordnung eingeklemmt werden können.
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Ferner befaßt sich die Erfindung auch mit einer Steuereinrichtung
für eine Kleinpresse bzw. eine kleine Druckbearbeitungsmaschine zum Antreiben einer
Preß-
oder Schneidwerkzeuganordnung, wie eine Werkzeuganordnung
zum Anbringen von Klemmen bzw. Anschlußklemmen an Leitungsdrähten unter Druckeinwirkung,
zum Schneiden von Stangen oder elektrischen Drähten oder zum Einstemmen von Nieten.
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Bisher ist keine handliche und leistungsstarke Kraftübertragungseinrichtung
für eine kleine Druckbearbeitungsmaschine oder eine Schneidpresse verfügbar.
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Die Erfindung zielt daher darauf ab, eine kleine, gewichtsmäßig leichte
und zuverlässig sowie sicher arbeitende Presse zu schaffen, die einen sehr kleinen
Elektromotor als Antriebseinrichtung verwendet und nach der Erfindung soll hierfür
eine steuereinrichtung geschaffen werden. So schlägt die Erfindung insbesondere
eine Kleinpresse vor, bei der ein kleiner Elektromotor als Antriebseinrichtung verwendet
wird, ein Reduktionsgetriebe oder dergleichen zum Erreichen eines gewünschten Drehmoments
verwendet wird, um eine exzentrische Nockenscheibe drehanzutreiben, einen hin- und
hergehend beweglichen Hebel vorsieht, der hin- und hergehend beweglich an einer
Drehwelle angebracht ist, die sich von einem stationären Hebel wegerstreckt, wobei
der hintere Endabschnitt des hin- und hergehend beweglichen Hebels mit einem Kraftübertragungsabschnitt
ausgebildet ist, der in Gleitberührung mit der Nockenscheibe ist,- so daß die Drehbewegung
der Nockenscheibe in eine hin- und hergehende Bewegung des Hebels zum öffnen und
Schliessen einer Preß- oder Schneidwerkzeuganordnung umgewandelt wird. Hierbei werden
die Eingriffsabschnitte der Preß- oder Schneidwerkzeuganordnung zum Pressen oder
Schneiden eines zu verarbeitenden Gegenstandes zusammengedrückt. Nach der Erfindung
sind ferner vorgesehen: (a) ein Überstromdetektor, der den Hauptschalter dann nicht
ausschaltet, wenn während eines kurzen Zeitraums
ein großer Strom
fließt, innerhalb dem ein Anlaufstrom fließt, bis der Motor nach dem Einschalten
des Hauptschalters des Motors angelaufen ist; wenn aber der Anlaufstrom kleiner
wird, ermittelt der Überstromdetektor einen zu großen Strom, der größer als ein
vorbestimmter Wert ist und auf eine Drehmomentabnahme des Motors zurückzuführen
ist, die auftritt, wenn von der Kleinpresse eine außergewöhnlich große Belastung
gefordert wird; dann kann der Hauptschalter ausaeschaltet werden, wenn die Kleinpresse
überlastet ist; (b) ein Positionsdetektor auf oder in der Nähe der Nockenscheibe,
der betätigt wird, wenn die Nockenscheibe eine vollständige exzentrische Drehbewegung
ausgeführt hat, um den Hauptschalter des Motors auszuschalten; (c) eine Einrichtung,
die die Presse stillsetzt, wenn die Drehzahl des Motors abnimmt, was beispielsweise
beim anormalen Arbeiten der elektrischen Energiequelle oder einer Störung des Motors
der Fall ist, wobei diese Einrichtung ermittelt, wenn die für einen Arbeitszyklus
der Nockenscheibe erforderliche Zeit größer als ein vorbestimmter Wert ist, so daß
der Hauptschalter des Motors betätigt werden kann, um die Stromzufuhr zu unterbrechen,
und (d) eine Ermittlungseinrichtung,'Idie das Ende eines vollständigen Arbeitszyklus
der Nockenscheibe ermittelt, so daß der Hauptschalter des Motors zur Stromunterbrechung
betätigt wird und gleichzeitig den Motor kurzschließt, um ein schnelles Bremsen
des Motors zu erreichen.
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Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben
sich aus der nachstehenden Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen unter
Bezugnahme
auf die beigefügte Zeichnung. Darin zeigt: Figur 1 eine
Schnittansicht einer ersten Ausführungsform nach der Erfindung, Figuren 2 und 3
abgewandelte Ausführungsformen der Vorrichtung nach Figur 1, Figur 4 eine dritte
Ausführungsform einer Presse, Figur 5 ein Druckdiagramm zur Verdeutlichung der Arbeitsweise
der Ausführungsform der Presse nach Figur 4, Figur 6 eine schematische Ansicht einer
vierten Ausführungsform, Figur 7 eine Ausführungsform einer Presse mit einer zusätzlichen
Sicherheitseinrichtung, und Figur 8 eine Schnittansicht einer weiteren Ausführungsform
nach der Erfindung mit einer erfindungsgemäßen Steuereinrichtung.
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In Figur 1 ist mit 1 ein Elektromotor bezeichnet, dessen Abtriebswelle
mit einem Reduktionsgetriebe 2 verbunden ist. Daher wird ein Antriebszahnrad 3 über
das Reduktionsgetriebe 2 durch den Motor 1 in Drehung versetzt. Das Antriebszahnrad
3 ist in Eingriff mit einem Kraftübertragungszahnrad 4. Während die Drehzahl des
Motors um ein geeignetes Reduktionsverhältnis durch das Reduktionsgetriebe 2 reduziert
wird, wird das Drehmoment des Motors 1 über das Antriebszahnrad 3 auf das Kraftübertragungszahnrad
4 übertragen. Ein Seitenabschnitt des Kraftübertragungszahnrads 4 ist mit einer
exzentrischen zylindrischen Nockenscheibe 4' ausgebildet, die sich exzentrisch dreht,
wenn sich das Zahnrad
4 dreht. Ferner ist in Figur 1 mit 5 ein
hin- und hergehend beweglicher Hebel bezeichnet, dessen hinterer Abschnitt als ein
Kraftübertragungsabschnitt 5' dient.
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Der Kraftübertragungsabschnitt 52 ist in Berührung mit der exzentrischen
zylindrischen Nockenscheibe 4' und der hin- und hergehend bewegliche Hebel 5 ist
auf einer Drehwelle 6 angebracht, die in einen stationären Hebel 7 eingelassen ist,
der fest mit dem Antriebsaggregatgehäuse 8 verbunden ist, so daß sich der hin-und
hergehend bewegliche Hebel 5 um die Welle 6 hin-und hergehend bewegt, wenn sich
die Nockenscheibe dreht.
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Ein Endabschnitt einer der beiden Werkzeugteile, die eine Werkzeuganordnung
12 zum Anbringen einer Klemme bzw. einer Anschlußklemme an einen Leitungsdraht unter
Druckeinwirkung bilden, ist über eine Welle 9 mit dem vorderen Endabschnitt des
hin- und hergehend beweglichen Hebels verbunden, der dem hinteren Endabschnitt oder
dem Kraftübertragungsabschnitt 5' auf der exzentrischen zylindrischen Nockenscheibe
4' gegenüberliegt.
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Ähnlich ist ein Endabschnitt des anderen Werkzeugteils über eine Welle
9' mit dem vorderen Endabschnitt des stationären Hebels 7 verbunden, der zur Lagerung
des hin- und hergehend beweglichen Hebels dient. Mit 10 ist ein Paar von Fixierachsen
bzw. positionierachsen bezeichnet, die die Hebelabschnitte der Formteile 12 fixieren.
Insbesondere halten die Fixierachsen 10 in Zusammenwirken mit einer Fixierplatte
11 zwangsweise den Positionierabstand zwischen den Hebelabschnitten der Formteile
12 aufrecht, obgleich eine relative hin-und hergehende Bewegung zugelassen wird.
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Wenn ein Hauptschalter (nicht gezeigt) eingeschaltet wird, wird der
Elektromotor 1 drehangetrieben und das Antriebszahnrad 3 dreht sich über das Reduktionsgetriebe
2.
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Da das Antriebszahnrad 3 in Eingriff mit dem Kraft-
übertragungszahnrad
4 ist, dreht sich auch das letztere und daher dreht sich auch die exzentrische zylindrische
Nockenscheibe 4', die auf der Seite des Zahnrads 4 ausgebildet ist. Der hin- und
hergehend bewegliche Hebel 5 bewegt sich entsprechend dem Umriß der exzentrischen
zylindrischen Nockenscheibe 4'. Die Nockenscheibe dreht sich vom unteren Totpunkt
in Richtung auf den oberen Totpunkt. Daher bewegt sich der hin- und hergehend bewegliche
Hebel 15 hin- und hergehend um die Drehwelle 6. Wenn der hin- und hergehend bewegliche
Hebel 5 in dieser Form hin- und hergehend bewegt wird, werden die Werkzeugteile
der Werkzeuganordnung 12, die über die Achsen 9 und 9' mit dem vorderen Endabschnitt
des hin-und hergehend beweglichen Hebels und dem vorderen Endabschnitt des stationären
Hebels 7 jeweils verbunden sind, um die Fixierachsen 10 jeweils gedreht, so daß
die Werkzeugteile miteinander unter Druckausübung zusammenarbeiten. Wenn der hin-
und hergehend bewegliche Hebel 5 einstückig über die Drehwelle 6 mit dem stationären
Hebel 7 verbunden ist, ist die Reibung des hin-und hergehend beweglichen Hebels
5 gering und daher kann der hin- und hergehend bewegliche Hebel 5 wirksam die Kraft
bzw. das Drehmoment oder die Energie übertragen. Da der stationäre Hebel fest mit
dem Antriebsaggregatgehäuse 8 verbunden ist und die Drehwelle 6 auf dem stationären
Hebel angeordnet ist, arbeitet der hin- und hergehend bewegliche Hebel auf dem Stützteil,
das die Achse des Kraftübertragungszahnrads 4 in dem Antriebsaggregatgehäuse 8 trägt.
Wenn daher die Abstützung und die Drehwelle auf dem stationären Hebel derart gefertigt
sind, daß eine genaue Zuordnung dieser Teile untereinander erreicht wird, dann läßt
sich eine gewisse Zuordnung beim Zusammenbau erreichen und es läßt sich auf einfache
Art und Weise jederzeit ein Mechanismus mit hoher Genauigkeit montieren. Nur wenn
die exzentrische zylindrische Nockenscheibe 4' sich vom unteren Totpunkt zum oberen
Totpunkt bewegt, ist der
hin- und hergehend bewegliche Hebel 5
durch die exzentrische zylindrische Nockenscheibe 4', die Drehwelle 6 und die stationären
Wellen oder Achsen der Schneid- oder Preßwerkzeuganordnung festgelegt. Wenn sich
die exzentrische zylindrische Nockenscheibe 4' im Bereich ihres unteren Totpunkts
befindet, ist der Kraftübertragungsabschnitt 5' des sich hin- und hergehend beweglichen
Hebels 5 ein freier Endabschnitt, der durch die exzentrische zylindrische Nockenscheibe
4' nicht begrenzt ist. Daher kann in diesem Zustand der hin-und hergehend bewegliche
Hebel 5 leicht nach außen bewegt werden, so daß sich die Werkzeuganordnung leicht
öffnen oder schließen läßt. Bei der Ausführungsform nach Figur 2 ist ein Gleitring
26 gleitbeweglich auf der exzentrischen zylindrischen Nockenscheibe 4' unter Zwischenschaltung
eines Nadellagerteils 25 angeordnet.
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Ferner ist in Figur 2 mit 27 eine Gleitplatte bezeichnet, die sich
zwischen dem oberen und den. unteren Totpunkt hin- und herbewegt, wenn sich der
Gleitring 26 exzentrisch dreht. Die Gleitplatte 27 ist als eine gestürzt L-förmig
ausgebildete Platte ausgebildet, wobei der obere horizontale Plattenabschnitt in
Berührung mit dem Gleitring 26 ist, und ein unterer verlängerter Plattenabschnitt
ein vertikales Langloch im Mittelteil hat, in das die Drehwelle des Kraftübertragungszahnrads
lose eingelegt ist. Beide Seitenabschnitte der Gleitplatte 27 sind mit Gleitführungen
in Eingriff, die in dem Motorgehäuse 8 ausgebildet sind und die zwischen dem Lager
des Kraftübertragungszahnrads 4 und der Endfläche der exzentrischen zylindrischen
Kurvenscheibe 4' eingelegt sind. Daher ist die Gleitplatte 27 derart beschaffen
und ausgelegt, daß sich die Gleitplatte 27 linear nach oben und unten unter Beibehaltung
der horizontalen Ausrichtung des horizontalen Plattenabschnittes selbst dann bewegt,
wenn sich die Kontaktstelle zwischen der unteren Fläche des horizontalen Plattenabschnitts
und des Gleitrings 26 bei der exzen-
trischen Drehbewegung der
Nockenscheibe 4' horizontal verschiebt.
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Der stationäre Hebel ist fest mit dem vorderen Ende des Antriebsaggregatgehäuses
8 verbunden und die Drehwelle 6 erstreckt sich senkrecht zu der Welle des Kraftübertragungszahnrads
4. Der hintere Kraft übertragende Endabschnitt des hin- und hergehend beweglichen
Hebels 5 ist mit einer Kontaktrolle 22 über eine Welle derart verbunden, daß die
Kontaktrolle 22 in Berührung mit der Gleitplatte 27 ist. Wenn sich daher die Gleitplatte
durch die exzentrische Drehbewegung der Nockenscheibe 4' nach oben bewegt, bewegt
sich auch die Kontaktrolle 22 nach oben und daher wird der Kraftübertragungsabschnitt
des hin- und hergehend beweglichen Hebels um die Drehwelle nach oben gedreht. Bei
dieser Arbeitsweise bewegt sich die Kontaktrolle nach rückwärts unter Ausführung
einer Drehbewegung infolge der horizontalen Verschiebung des Mittelpunkts der Gleitrolle.
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Wenn der Elektromotor 1 an die elektrische Energiequelle angeschlossen
ist, wird das Drehmoment des Motors über das Reduktionsgetriebe 2 auf die exzentrische
zylindrische Nockenscheibe 4' übertragen, so daß die letztere eine Drehbewegung
ausführt. Wenn sich die Nockenscheibe 4' dreht, dreht sich auch der Gleitring 26,
der sich auf der Nockenscheibe 4' unter Zwischenschaltung eines relativ dünnen Nadellagerteils
25 befindet, in Form einer exzentrischen Bewegung, so daß sich die Gleitplatte 27
zwischen dem oberen und dem unteren Totpunkt längs den im Antriebsaggregatgehäuse
8 ausgebildeten Gleitführungen hin- und hergehend bewegt. Auch wird die durch den
hin- und hergehend beweglichen Hebel auf die Gleitplatte 7 ausgeübte Belastung auf
die exzentrische zylindrische Nockenscheibe einwirken gelassen. Der zwischen der
exzentrischen zylindrischen Nockenscheibe 4' und dem Gleitring 6 in-
folge
der Belastung auftretende Reibungsverlust wird durch die Drehbewegung des Nadellagertells
25 herabgesetzt, das zwischen der Nockenscheibe 4' und dem Gleitring 26 angeordnet
ist. Die Gleitplatte 27 bewegt sich zwischen dem oberen und unteren Totpunkt der
exzentrischen zylindrischen Nockenscheibe 4' linear hin und her und ist durch die
Gleitführungen in dem Gehäuse 8 hinsichtlich der Bewegung begrenzt. Der mechanische
Verlust, der auftritt, wenn sich der Gleitring 26 über das Nadellagerteil 25 dreht,
findet daher nur beim Seitendruck Berücksichtigung, der durch die Gleitpaltte 27
auf die Gleitführungen ausgeübt wird. Die von der exzentrischen zylindrischen Nockenscheibe
4' erzeugte Energie wird auf die obere Fläche der Gleitplatte 27 übertragen. Ferner
wird die Energie als eine einheitliche Belastung auf die Kontaktrolle 12 des hin-
und hergehend beweqlichen Hebels übertragen. Daher wirkt auf den hin- und hergehend
beweglichen Hebel keine exzentrische Belastung ein.
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Der Kraftübertragungsteil des hin- und hergehend beweglichen Hebels
ist in Berührung mit der oberen Fläche der Gleitplatte 27, wie dies zuvor beschrieben
worden ist. Wenn sich daher die Gleitplatte 27 durch die exzentrische Bewegung der
exzentrischen zylindrischen Nockenscheibe 4' in Richtung auf den oberen Totpunkt
bewegt, dreht sich der hin- und hergehend bewegliche Hebel um die Drehwelle 6 etwa
um eine Schaukelbewegung.
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Bei dieser Arbeitsweise wird der Kontaktpunkt des Kraftübertragungsteils
des hin- und hergehend beweglichen Hebels, der in Berührung mit der Gleitplatte
27 ist, auf der oberen Fläche der Gleitplatte 27 in horizontaler Richtung in einer
solchen Weise verschoben, die durch den Drehwinkel des hin- und hergehend beweglichen
Arms bestimmt ist. Dies bedeutet, daß der Kontaktpunkt auf der Gleitplatte 27 wandert
bzw. gleitet oder reibt.
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Da jedoch die Kontaktrolle 22 drehbeweglich mit dem Kraft-
übertragungsteil
des hin- und hergehend beweglichen Hebels gekoppelt ist, der über die Kontaktrolle
22 mit der Gleitplatte in Berührung ist, wenn die exzentrische zylindrische Nockenscheibe
4' die Kontaktrolle 32 in Richtung auf den oberen Totpunkt drückt, wird die Kontaktrolle
um einen Winkel gedreht, der dem horizontalen Abstand, bestimmt durch den Drehwinkel
des hin- und hergehend beweglichen Hebels entspricht, so daß die mechanischen Verluste
weitgehend vermindert werden.
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Nach den Figuren 4 und 5 haben die Stücke 40a und 40b Eingriffsabschnitte
44, die geschlossen werden, wenn die Werkzeugteile um die Werkzeugachsen 10 bei
der hin- und hergehenden Bewegung des hin- und hergehend beweglichen Hebels gedreht
werden. Preßvorsprünge 45 erstrecken sich von einem der Eingriffsabschnitte 44,
um eine Klemme bzw. eine Anschlußklemme (nicht gezeigt) hierbei zusammenzupressen,
und Ausnehmungen 46 sind in dem anderen Eingriffsabschnitt 44 ausgebildet. Die Vorsprünge
45 und die Ausnehmungen 46 sind derart beschaffen, daß sie unter Einhaltung eines
Zwischenraums einander gegenüberliegen, der der Dicke der zu pressenden Klemme entspricht,
wenn diese eingelegt ist (bei der Erfindung sind unterschiedliche Vorsprünge und
unterschiedliche Ausnehmungen vorgesehen, so daß Klemmen bzw. Anschlußklemmen mit
verschiedenen Abmessungen gepreßt werden können).
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Nachstehend wird die Auslegung der Presse näher beschrieben. Bevor
der Kraftübertragungsabschnitt 5' des hin- und hergehend beweglichen Hebels, der
gleitbeweglich in Berührung mit der Nockenscheibe ist, den oberen Totpunkt der Nockenscheibe
erreicht, sind die Eingriffsabschnitte 44 der Werkzeuganordnung geschlossen. Der
obere Totpunkt der Nockenscheibe ist derart vorbestimmt, daß nach dem Pressen einer
Klemme mit Hilfe des Vorsprungs 45 und der Ausnehmung 46 der
Kraftübertragungsabschnitt
des hin- und hergehend beweglichen Hebels (oder der Kontaktpunkt des Kraftübertragunsabschnittes,
an dem der letztgenannte in Berührung mit der Nockenscheibe ist) sich um 0,3 bis
2,5 mm weiter hebt. Durch diese zusätzliche Bewegung des Kraftübertragungsabschnittes,
die bewirkt wird, wenn die Nockenscheibe den oberen Totpunkt nach Schliessen der
Eingriffsabschnitte 44 erreicht, werden wenigstens ein Teil des hin- und hergehend
beweglichen Hebels 5, des stationären Hebels 7 oder der Werkzeuganordnung 12 gebogen,
wie dies in gebrochener Linie in Figur 4 eingetragen ist. Diese Verformung wird
aufaehoben, d.h. diese Teile stellen sich elastisch zurück, wenn der maximale exzentrische
Punkt der Nockenscheibe sich in Richtung des unteren Totpunkts nach Durchlaufen
des oberen Totpunkts dreht.
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Nachdem das zu pressende Material zwischen die Eingriffs abschnitte
44 der Werkzeuganordnung eingeführt ist, wird der Motor 1 eingeschaltet und dreht
sich.
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Wenn sich der Motor 1 dreht, wird das Kraftübertragungszahnrad über
das Reduktionsgetriebe 2 und das Antriebszahnrad 3 gedreht,so daß die Nockenscheibe
eine exzentrische Drehbewegung ausführt. Durch die exzentrische Drehbewegung der
Nockenscheibe schwenkt sich der hin- und hergehend bewegliche Hebel wm die Drehwelle,
so daß das Material durch die Werkzeugteile der Werkzeuganordnung 12 gepreßt wird,
die mit den vorderen Endabschnitten des hin- und hergehend beweglichen Hebels und
des stationären Hebels 7 verbunden sind.
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Figur 2 zeigt den Zusammenhang zwischen dem Druck und der Bewegung
des Kontaktpunktes des Kraftübertragungsabschnittes des hin- und hergehend beweglichen
Hebels auf der Nockenscheibe, wenn die Werkzeuganordnung ein zwischen die Eingriffsabschnitte
der Werkzeuganordnung eingelegtes Teil preßt. In Figur 5 bezeichnet die Linie O-a,
daß das in die Eingriffsabschnitte der Werkzeug-
anordnung eingeführte
Teil gepreßt wird. Am Punkt a ist der Preßvorgang beendet und die Eingriffsabschnitte
14 werden geschlossen. Die Linie a-b gibt wieder, daß nach dem Ende des Preßvorgangs
des Teils die Eingriffsabschnitte der Werkzeuganordnung geschlossen werden und sich
der hin- und hergehend bewegliche Hebel weiter bewegt. Während dieses Zeitraums
wird der Druck auf die Eingriffsabschnitte der Werkzeuganordnung ausgeübt und die
Bewegungsgröße wird aufgenommen, wenn sich der hin- und hergehend bewegliche Hebel,
der stationäre Hebel und die Werkzeuganordnung biegen. Am Punkt b erreicht der maximale
exzentrische Punkt der Nockenscheibe den oberen Totpunkt und dreht sich in Richtung
auf den unteren Totpunkt, wobei sich der Kraftübertragungsabschnitt des hin- und
hergehend beweglichen Hebels nach unten zu bewegen beginnt. Am Punkt c wird die
Verformung des hin- und hergehend beweglichen Hebels und dergleichen aufgehoben,
d.h. die Teile stellen sich elastisch zurück. Nach dem Punkt c nimmt der Druck auf
Null ab.
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Wenn im allgemeinen eine mechanische Einrichtung lange Zeit unter
Belastung betrieben wird, treten Verschleiß und ständige Verformungen auf. Daher
sind die Bauteile der Presse nach der Erfindung, wie die Nockenscheibe, der hin-
und hergehend bewegliche Hebel, der stationäre Hebel und die Wellen ebenfalls dem
Verschleiß und Verformungen ausgesetzt, wenn die Kleinpresse über lange Zeit hinweg
in Betrieb ist. Es ist jedoch erwünscht, die Kleinpresse derart auszulegen, daß
die Preßkraft der Werkzeuganordnung unverändert selbst dann erhalten bleibt, wenn
die Bauteile dem Verschleiß oder ständigen Verformungen ausgesetzt sind. Bei der
Presse nach der Erfindung sind die Nockenscheibe und der hin- und hergehend bewegliche
Hebel derart angeordnet, daß nach dem Schließen der Eingriffs abschnitte der Werkzeuganordnung
der hin- und hergehend bewegliche Hebel weiter be-
wegt, jedoch
die Größe dieser zusätzlichen Bewegung durch den hin- und hergehend beweglichen
Hebel usw.
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aufgenommen wird. Daher kann die Preßkraft der Werkzeuganordnung über
lange Zeit hinweg unverändert konstant gehalten werden. Aufgrund der zusätzlichen
Bewegung des hin- und hergehend beweglichen Hebels bei der Kleinpresse nach der
Erfindung läßt sich die Preßzeit der Werkzeuganordnung durch das Zeitintervall vergrößern,
das zwischen dem Zeitpunkt liegt, zu dem sich der hin- und hergehend bewegliche
Hebel usw. biegen und dem Zeitpunkt, zu dem sich diese Teile zurückstellen. Daher
wird das eingelegte Teil nach Beendigung des Preßvorgangs eine zeitlang im zusammengepreßten
Zustand gehalten. Wenn daher die Kleinpresse als eine Einrichtung zum Anbringen
von Klemmen bzw. Anschlußklemmen an Drähten unter Druckbeaufschlagung verwendet
wird, kann das Zurückschnellen des zu pressenden Materials verhindert werden, das
seine Ursache darin hat, daß unmittelbar nach der plastischen Verrormung des Materials
der Druck aufgeboben wird. Daher bleibt die Form des gepreßten Materials stabil.
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Bei der Ausführungsform der Presse nach Figur 6 erstreckt sich ein
Paar von Wellenhaltevorsprüngen 66 von dem unteren Abschnitt des vorderen Endes
des Antriebsaggregatgehäuses 8. Eine Positionierwelle 6 ist zwischen den Vorsprüngen
66 derart verbunden, daß sie parallel zu der Drehwelle auf dem stationären Hebel
ist und daß sie durch den unteren Abschnitt des stationären Hebels zum Halten desselben
verlängert ist. Der obere Abschnitt des stationären Hebels ist fest mit jenem Teil
des Gehäuses 8 verbunden, der über der Drehwelle 6 liegt, wozu Schrauben 61 vorgesehen
sind, die senkrecht zu der Drehwelle in das Gehäuse 8 eingesbhraubt sind.
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Der stationäre Hebel ist daher mit dem Gehäuse 8 über die Positionierwelle
60 verbunden, die unterhalb der Drehwelle und parallel zu dieser verläuft. Ferner
ist der stationäre Hebel mit dem Antriebsaggregatgehäuse 8 mit Hilfe der Schrauben
61 verbunden, die oberhalb der Drehwelle und senkrecht zu der Drehwelle in das Gehäuse
8 eingeschraubt sind. Beim Zusammenbau der Kleinpresse kann daher der stationäre
Hebel durch die Positionierwelle 60 positioniert werden, die auf dem unteren Abschnitt
des vorderen Endes des Antriebsag-regatgehäuses vorgesehen ist, so daß die lagemäßige
Zuordnung der verschiedenen Bauteile,wie der Nockenscheibe 4', des stationären Hebels
7 und des hin- und hergehend beweglichen Hebels 5 in bezug zu dem Gehäuse 8 genau
eingehalten werden kann Daher läßt sich die Kleinpresse jederzeit mit hoher Genauigkeit
zusammenbauen.
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Auf den stationären Hebel 7 wird über die Drehwelle 6 und die Kopplungswellen
9, 9' der Werkzeuganordnung durch den hin- und hergehend beweglichen Hebel eine
Reaktionskraft ausgeübt, wenn die Werkzeuganordnung ein Teil preßt. Die Reaktionskraft
versucht lediglich den stationären Hebel um die Positionierwelle 10 in Gegenuhrzeigerrichtung
zu drehen und bewirkt eine Zugbeanspruchung auf die Schrauben, die den oberen Abschnitt
des stationären Hebels mit dem Gehäuse verbinden. Daher ist die Verteilung der Belastung
auf das Gehäuse einfach, so daß sich die Belastung leicht bei der Auslegung des
Gehäuses im Hinblick auf die mechanische Festigkeit berücksichtigen läßt. Bei der
Ausführungsform nach Figur 7 ist eine Spiralfeder 75 zwischen dem vorderen Endabschnitt
des hin- und hergehend beweglichen Hebels 5 und dem unteren Endabschnitt des stationären
Hebels 7 als Verbindung vorgesehen, um den vorderen Endabschnitt des hin- und hergehend
beweglichen Hebels 5 nach unten zu ziehen, so daß die Eingriffsabschnitte der Werkzeuganordnung
im Grundzustand geschlossen sind. Die Kleinpresse weist ferner eine Schub-
stange
76 auf, die gleitbeweglich in die obere Wandung des Antriebsaggregatgehäuses 8 eindringt.
Die Schubstange 76 wird verwendet, um den Kraftübertragungsabschnitt 5' des hin-
und hergehend beweglichen Hebels gegen die Nockenscheibe 4' zu drücken, um die Werkzeuganordnung
zu öffnen. Das untere Ende der Schubstange 76 ist ständig in Berührung mit der oberen
Fläche des Kraftübertragungsabschnitts 5'. Die Schubstange 76 hat einen Anschlag
77, der verhindert, daß die Schubstange 76 aus dem Gehäuse 8 austritt.
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Anstelle der zuvor beschriebenen Spiralfeder kann irgendeine andere
Feder verwendet werden, die den hin- und hergehend beweglichen Hebel in Figur 7
in Gegenuhrzeigerrichtung federnd nachgiebig drückt. Beispielsweise kann eine Schraubenfeder
bzw. Spiralfeder um die Drehwelle angeordnet werden oder es kann eine Feder zwischen
der inneren Wandung des Gehäuses und dem Kraftübertragungsabschnitt angeordnet werden,
so daß der Kraftübertragungsabschnitt nach oben gezogen wird. Anstelle der Schubstange
kann ferner auch irgendeine andere Einrichtung verwendet werden, wenn diese ermöglicht,
daß mit der Hand der Kraftübertragungsabschnitt des hin- und hergehend beweglichen
Hebels nach unten gedrückt wird. Beispielsweise kann eine Schubstange mit der Seite
des Kraftübertragungsabschnitts verbunden sein und ein vertikaler länglicher Schlitz
kann in die Seitenwandung des Antriebsaggregatgehäuses eingeschnitten sein, so daß
die Schubstange durch den Schlitz nach außen ragt.
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Die Stärke der Feder ist derart eingestellt, daß beim Niederdrücken
der Schubstange mit dem Finger der hin-und hergehend bewegliche Hebel leicht zum
öffnen der Werkzeuganordnung verschwenkt werden kann. Wenn die Schubstange losgelassen
wird, bleibt die Werkzeuganordnung geschlossen, solange keine äußere Kraft ein-
wirkt.
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Wenn bei der beschriebenen Ausführungsform die Nockenscheibe im Bereich
des unteren Totpunkts ist, ist der Kraftübertragungsabschnitt 5' des hin- und hergehend
beweglichen Hebels 5 frei und er ist durch die Nockenscheibe nicht hinsichtlich
der Bewegung begrenzt. Da jedoch der hin- und hergehend bewegliche Hebel durch die
Feder 75 elastisch bzw. federnd nachgiebig gezogen wird, bleiben die Eingriffsabschnitte
der Werkzeuganordnung geschlossen. Nach Ausführung des Preßvorgangs kann daher das
gepreßte Material durch Betätigen der Schubstange 16 bzw. 76 ausgetragen werden.
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Wenn die Eingriffsabschnitte der Werkzeuganordnung in der Kleinpresse
nach der Erfindung geschlossen gehalten sind, wird die Gefahr verhindert, daß sich
Fremdstoffe oder der Finger einer Bedienungsperson in der Werkzeuganordnung einklemmen
können. Hierdurch wird die Arbeitssicherheit durch Vorsehen eines einfachen Mechanismus
verbessert.
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Bei den zuvor beschriebenen Ausführungsformen nach der Erfindung wird
eine exzentrische zylindrische Nockenscheibe verwendet. Es kann jedoch auch eine
Nockenscheibe in Eiform oder mit eliptischem Querschnitt verwendet werden. Wie in
der Beschreibungseinleitung angegeben ist, können als Antriebsaggregate Elektromotore,
pneumatische Motore oder Hydraulikmotore Verwendung finden.
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Wenn ferner anstelle der Preßwerkzeuganordnung eine Schneidwerkzeuganordnung
verwendet wird, dann kann die Kleinpresse zum Durchtrennen eines Stabmaterials oder
von elektrischen Drähten genutzt werden. Wenn ein Einstemmwerkzeug mit der Kleinpresse
verbunden ist, dann kann die Kleinpresse als Einstemmeinrichtung
für
Nieten verwendet werden. Daher kann die Kleinpresse vielseitig als ein Druckbearbeitungswerkzeug
genutzt werden.
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Wie sich aus der vorstehenden Beschreibung ergibt, hat die Kleinpresse
nach der Erfindung eine kleine Anzahl von Bauteilen und eine kleine Anzahl von Kraftübertragungsstufen,
so daß sie daher im allgemeinen nur geringe mechanische Verluste hat. Ferner ist
die Presse nach der Erfindung in ihren Abmessungen klein, hat ein geringes Gewicht
und ist handlich.
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Anhand von Figur 8 der Zeichnung soll eine weitere Ausführungsform
nach der Erfindung mit einer Steuereinrichtung erläutert werden. Die Abtriebswelle
eines Elektromotors 1 ist über ein Reduktionsgetriebe 2 mit einem Antriebszahnrad
gekoppelt, das in Eingriff mit einem Kraftübertragunaszahnrad 4 ist. Während die
Drehzahl des Motors 1 durch ein geeignetes Reduktionsverhältnis durch das Reduktionsgetriebe
2 vermindert wird, wird das Drehmoment des Motors 1 über das Reduktionsgetriebe
2 und das Antriebszahnrad 3 auf das Kraftübertragungszahnrad 4 übertragen. Das Kraftübertragungszahnrad
4 ist mit einer exzentrischen zylindrischen Nockenscheibe 4' an seiner Seite versehen,
die der Seite gegenüberliegt, an der der Motor 1 vorgesehen ist. Die Nockenscheibe
4' dreht sich daher exzentrisch, wenn der Motor 1 läuft. Ein Gleitring 6 ist drehbeweglich
durch die exzentrische zylindrische Nockenscheibe 4' unter Zwischenschaltung eines
Lagerelements 5 gelagert. Mit 7 ist eine Gleitplatte bezeichnet, die sich hin- und
hergehend zwischen dem oberen Totpunkt und dem unteren Totpunkt bewegt, wenn sich
der Gleitring 6 auf der exzentrischen zylindrischen Nockenscheibe 4' exzentrisch
dreht. Die Gleitplatte 7 hat eine gestürzt L-förmige Gestalt und einen oberen horizontalen
Plattenabschnitt, der in Berührung mit dem Gleitring 6
ist, sowie
einen nach unten verlängerten Plattenabschnitt, der ein vertikales Langloch im Mittelteil
hat, in das die Drehwelle des Kraftübertragungszahnrads lose eingesetzt ist. Beide
Seitenabschnitte der Gleitplatte 7 sind in Eingriff mit Gleitführungen, die in dem
Motorgehäuse 8 ausgebildet sind und zwischen dem Lager des Kraftübertragungszahnrads
4 und der Endfläche der exzentrischen zylindrischen Nockenscheibe 4' eingesetzt
sind. Die Gleitplatte 7 ist daher derart beschaffen, daß sich die Gleitplatte 7
nur linear nach oben und unten unter Aufrechterhaltung der horizontalen Ausrichtung
des horizontalen Plattenabschnittes selbst dann bewegt, wenn sich die Kontaktstelle
zwischen der unteren Fläche des horizontalen Plattenabschnitts und des Gleitrings
6 bei der exzentrischen Drehbewegung der Nockenscheibe in horizontaler Richtung
verschiebt.
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Ein stationärer Hebel 9 ist fest mit dem vorderen Ende des Antriebsaggregatgehäuses
8 verbunden und hat eine Drehwelle 11, die sich senkrecht zu der Welle des Kraftübertragungszahnrads
4 erstreckt. Ein hin- und hergehend beweglicher Hebel 10 ist auf der Drehwelle 11
hin- und hergehend beweglich angebracht.
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Der hintere Endabschnitt des hin- und hergehend beweglichen Hebels
10 ist als ein Kraftübertragungsabschnitt ausgebildet, mit dem eine Kontaktrolle
über eine Welle derart gekoppelt ist, daß die Kontaktrolle 12 in Berührung mit der
Gleitplatte 7 ist. Wenn sich daher die Gleitplatte durch die exzentrische Drehbewegung
der Nockenscheibe 4' nach oben bewegt, bewegt sich auch die Kontaktrolle 12 nach
oben und daher wird der Kraftübertragungsabschnitt des hin- und hergehend beweglichen
Hebels 10 um die Drehwelle 11 nach oben gedreht. Bei dieser Arbeitsweise wird die
Kontaktrolle unter Ausführung einer Drehbewegung durch die Größe der horizontalen
Verschiebung des Mittelpunkts der Kontaktrolle nach
rückwärts bewegt,
die durch die Drehbewegung des hin-und hergehend beweglichen Hebels um die Drehwelle
11 verursacht wird.
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Eine Preß- oder Schneidwerkzeuganordnung 14 ist über Wellen 13 mit
den vorderen Endabschnitten des hin- und hergehend beweglichen Hebels 10 und des
stationären Hebels 9 verbunden. Die Werkzeuganordnung weist zwei Werkzeugteile mit
Eingriffsabschnitten auf. Die Werkzeugteile werden um die Achsen bzw. Wellen 15
durch die hin- und hergehende Bewegung des hin- und hergehend beweglichen Hebels
gedreht, so daß die Eingriffsabschnitte geschlossen werden, um einen dazwischen
eingelegten Gegenstand zu pressen Ferner ist in Figur 8 mit 16 eine Werkzeughalteplatte
zum Halten der Werkzeugteile mit Hilfe der Wellen 15 bezeichnet. Mit 17 ist eine
exzentrische Antriebsquelle zum Antreiben des Motors 1 bezeichnet. Mit 18 ist ein
Hauptschalter bezeichnet, der betrieben wird, um den Motor 1 ein- oder auszuschalten.
Mit 19 ist ein Positionsdetektor zur Ermittlung einer Umdrehung der exzentrischen
zylindrischen Nockenscheibe 4' bezeichnet.
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Mit 20 ist ein Zeitdetektor einschließlich eines Zeitgebers bezeichnet,
der ermittelt, wenn die Zeitdauer für einen Arbeitszyklus der Nockenscheibe 4' einen
vorbestimmten Wert überschreitet. Mit 21 ist ein überlastungsdetektor bzw. ein überstromdetektor
und mit 22 eine Verzögerungsschaltung bezeichnet. Wenn eine abnorm große Reaktionskraft
infolge der Einwirkung eines abnorm großen Druckes auf die Preßwerkzeuganordnung
14 auftritt, steigt das Drehmoment des Motors und ein übergroßer Strom fließt in
den Motor 1, der denselben beschädigen kann. Der Uberstromdetektor 21 ist vorgesehen,
um diese Schwierigkeit zu überwinden. Dies bedeutet, daß der Überstromdetektor 21
arbeitet, um zu ermitteln, wenn der Strom des Motors größer als ein vor-
bestimmter
Wert wird. Die Verzögerungsschaltung 22 ist vorgesehen, um zu verhindern, daß der
Überstromdetektor betätigt wird, wenn beispielsweise infolge eines Spitzenwerts
des Anlaßstroms unmittelbar nach dem Einschalten des Hauptschalters des Motors ein
starker Strom auftritt. Die Verzögerungsschaltung 22 arbeitet daher derart, daß
das Arbeiten des Uberstromdetektors 21 unterdrückt wird, solange der Spitzenwert
des Anlaßstroms strömt.
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Wenn der Hauptschalter 18 eingeschaltet ist, läuft der Motor an. Das
Drehmoment des Motors wird auf die Nockenscheibe übertragen, so daß die Nockenscheibe
eine exzentrische Drehbewegung ausführt Die exzentrische Drehbewegung der Nockenscheibe
wird in eine lineare, hin- und hergehende Bewegung der Gleitplatte umgewandelt,
die auf den hin- und hergehend beweglichen Hebel übertragen wird, um denselben hin-
und hergehend zu bewegen Hierbei werden die Eingriffsabschnitte der Preß- oder Schneidwerkzeuganordnung
geschlossen, die über die Wellen 13 mit den vorderen Endabschnitten des hin- und
hergehend beweglichen Hebels und des stationären Hebels verbunden sind.
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Wenn eine abnorm große Reaktionskraft auf die Werkzeuganordnung beispielsweise
dann ausgeübt wird, wenn ein Material fälschlicherweise gepreßt wird, dessen physikalische
Eigenschaften die vorgegebene Leistungsfähigkeit der Presse überschreiten, so wird
der Motor überlastet, d.h. ein Uberstrom fließt in den Motor, der zur Beschädigung
desselben führen kann. Um dies zu verhindern, ermittelt der Uberstromdetektor, wenn
der Belastungsstrom einen vorbestimmten Wert überschreitet, um den Hauptschalter
zu öffnen. Beim Anlassen des Motors tritt ein übergroßer Anlaufstrom auf, der das
Mehrfache des Nennstroms betragen kann, da zum Anlauf die Trägheit des Motors überwunden
werden muß.
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Wenn dieser Anlaufstrom von dem Uberstromdetektor 21 ermittelt wird,
könnte der Hauptschalter zum Stillsetzen des Motors geöffnet werden. Um dies zu
verhindern, ist die Verzögerungsschaltung 22 mit dem überstromdetektor 21 verbunden.
Die Verzögerungsschaltung 22 verhindert daher ein Betreiben des Überstromdetektors
21 während des Zeitraums, in dem der Anlaufstrom fließt und anschließend kann der
Detektor 21 unbehindert betrieben werden. Wenn die elektrische Energieversorgungsquelle,
an die der Motor angeschlossen ist, Störungen unterworfen ist, wodurch die elektrische
Energie abnimmt, so nehmen im allgemeinen sowohl die Drehzahl/Minute als auch das
Drehmoment des Motors ab.
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In diesem Fall wird es unmöglich, die gewünschte Energie auf die Preß-
oder Schneidwerkzeuganordnung zu übertragen oder die Betriebszeit wird abnorm größer.
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Um diese Schwierigkeit zu überwinden, ist der1 Zeitdetektor 20 vorgesehen.
Dieser Zeitdetektor hat insbesondere einen Zeitgeber, der unmittelbar dann in Betrieb
gesetzt wird, wenn der Hauptschalter eingeschaltet wird und er ermittelt, wenn die
Zeitdauer für eine Umdrehung des Motors einen vorbestimmten Wert überschreitet,
um den Hauptschalter zur Unterbrechung der Stromversorgung des Motors zu betätigen.
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Die Kleinpresse nach der Erfindung kann nach Ausführung eines Arbeitszyklus
der Preß- oder Schneidwerkzeuganordnung angehalten werden. Währenddem die Nockenscheibe
eine Umdrehung durch das Reduktionsgetriebe, das Antriebszahnrad und das Kraftübertragungszahnrad
ausführt, bewegt sich der hin- und hergehend bewegliche Hebel einmal hin- und her,
so daß die Werkzeuganordnung einen Arbeitsvorgang, d.h. einen vollständigen Arbeitszyklus
ausführt. Um diesen Arbeitszyklus zu erfassen, ist eine Ausnehmung 24 in der Seite
des Kraftübertragungszahnrads der Seite gegenüberliegend angeordnet, an der die
Nockenscheibe vorgesehen ist und in dieser
Ausnehmung ist ein elektrischer
Schalter vorgesehen, mit dem eine Schubstange 25 gekoppelt ist, so daß der Positionsdetektor
19 ein Beendigungssignal für einen Arbeitszyklus liefert, um den Anlaßschalter 18
des Motors zur Unterbrechung der Energieversorgung zu betätigen. Der Positionsdetektor
kann im Bereich des unteren Totpunkts angeordnet sein, so daß er durch die exzentrische
Drehbewegung der Nockenscheibe ausgelöst werden kann, die mit dem Kraftübertragungszahnrad
ein Stück bildet.
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Bei der Kleinpresse nach der Erfindung ist es erwünscht, daß nach
dem Ende eines Arbeitszyklus und vor dem Beginn des nächsten Arbeitszyklus derselbe
nächste Arbeitszyklus mit der maximalen exzentrischen Stellung der Nockenscheibe
an einer Steile beginnt, die dem hin- und hergehend beweglichen Hebel gegenüberliegt.
Bei der Ausführungsform nach der Erfindung gemäß Figur 8 wird daher der Positionsdetektor
19 betätigt, um den Hauptschalter 18 zu öffnen und gleichzeitig die Anschlüsse des
Motors kurzzuschließen, so daß der Motor elektrisch gesteuert wird.
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Wie zuvor beschrieben, wird bei der Kleinpresse nach der Erfindung
der in dem Motor fließende Strom durch den Positionsdetektor unterbrochen, der ermittelt,
wenn ein Arbeitszyklus beendet ist. Wenn die Kleinpresse überlastet wird oder wenn
die Anzahl von Umdrehungen pro Minute oder das Drehmoment des Motors beispielsweise
durch die Verringerung der Versorgungsspannung kleiner werden, was zur Folge hat,
daß die für einen Arbeitszyklus erforderliche Zeit abnorm zunimmt, wird der Motor
durch die Verzögerungsschaltung und die überstromermittlungsschaltung oder den Zeitdetektor
gestoppt, um den Motor vor Beschädigungen zu schützen oder zu verhindern, daß die
beweglichen Bauteile der Kleinpresse verformt werden.
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Wenn ein Arbeitszyklus vollendet ist, wird ferner der dem Motor zugeführte
Strom unterbrochen und gleichzeitig werden die Anschlüsse des Motors Kurzgeschlossen,
so daß der Motor elektrisch gesteuert wird, so daß dessen Betrieb plötzlich gestoppt
wird. Daher ist die Kleinpresse nach der Erfindung ausreichend vor Beschädigungen
geschützt und sie hat ein ausgezeichnetes Betriebsverhalten.