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Die Erfindung betrifft eine Meßvorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
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Aus der GB-PS 15 63 605 ist eine derartige Motorgeschwindigkeits- Meßvorrichtung bekannt, die in einen flachen Elektromotor integriert ist, der zum frequenzstabilen Antrieb von Plattenspielern, Magnetbandgeräten und dergleichen ausgelegt ist. Das von der Motorgeschwindigkeits- Meßvorrichtung erzeugte Meßsignal dient hier zur Drehzahlstabilisierung und wird über eine Meßspule erzeugt, die auf einer isolierenden Scheibe aufgebracht ist und zickzackförmig den gesamten Winkelbereich von 360° umfaßt. Die Meßspule ist hierbei zwischen den jeweils sternförmigen, gegenseitig versetzten Motor-Erregerspulen einerseits und einem Permanentmagnetring andererseits angeordnet, der eine Vielzahl von abwechselnd angeordneten Nord- und Südpolen umfaßt. Die Funktion der Meßspule besteht in der Erzeugung einer Meßspannung, deren Frequenz proportional der Motor-Drehzahl ist. Zur Erfassung von Drehgeschwindigkeiten bei Motorbewegungen, die geringer als 360° sind, ist die bekannte Meßvorrichtung nicht geeignet.
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Auch die aus der DE-PS 10 74 623 bekannte Motorgeschwindigkeits- Meßvorrichtung ist nicht zur Erfassung der Motor- Winkelgeschwindigkeit bei Motor-Gesamtbewegungen unterhalb eines Drehwinkels von 360° geeignet. Dort werden zur Erfassung der Drehzahl kontinuierlich umlaufender Motoren Wechselstromgeneratoren als Tachodynamos verwendet, bei denen gemäß einem Ausführungsbeispiel die Spannung der einzelnen Phasen nicht sinusförmig verläuft, sondern während eines bestimmten Winkelbereichs konstanten Wert besitzt. Zur Welligkeitsbeseitigung sind alle Phasen über Gleichrichter miteinander gekoppelt, so daß stets die jeweils größte Phasenspannung ausgekoppelt ist, d. h. über mehrere Gesamtdrehungen hinweg eine konstante Ausgangsspannung als Maß für die Drehzahl abgegeben wird. Über den konkreten Aufbau der dort offenbarten Meßvorrichtungen sind allerdings keine näheren Angaben entnehmbar. Eine Winkelgeschwindigkeitserfassung bei nicht kontinuierlich umlaufenden Motoren, wie etwa bei Schrittmotoren ist dort allerdings, wie bereits ausgeführt, nicht möglich.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Meßvorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 derart auszugestalten, daß bei einfachem Aufbau eine exakte Erfassung der Motor-Winkelgeschwindigkeit auch bei Drehungen unterhalb von 360° über einen großen Winkelbereich hinweg möglich ist.
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Diese Aufgabe wird mit den im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 genannten Merkmalen gelöst.
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Die erfindungsgemäße Meßvorrichtung zeichnet sich somit dadurch aus, daß die elektrische Wicklung toroidförmig nur auf einen Teilbereich der hochmagnetischen ringförmigen Platte gewickelt ist und der ringförmige Magnet nur zwei Magnetpole aufweist, von denen einer einen mindestens einen Halbkreis umschließenden Magnetisierungswinkel besitzt. Dies ermöglicht bei einer Motordrehung die Erzeugung einer Ausgangsspannung, die über einen beispielsweise weit mehr als 180° überdeckenden Drehwinkelbereich im wesentlichen konstant und der jeweiligen Winkelgeschwindigkeit proportional ist.
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Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
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Die Meßvorrichtung weist folgende Vorteile auf:
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Da der Winkelbereich für die Gewinnung des Meßsignals frei auf 150 Grad bis 220 Grad in Abhängigkeit von dem Magnetisierungswinkel des Magneten gewählt werden kann, kann die Meßvorrichtung bei einer Vielfalt von Spezialmotoren angewandt werden.
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Gemäß der Darstellung in Fig. 12 ist die Ausgangssignal-Kurvenform nicht sinusartig. Dabei ist der Winkelbereich groß, in welchem die erzeugte Spannung konstant ist, wie es bei B gezeigt ist. Daher kann die Geschwindigkeit eines Motors mit hoher Genauigkeit erfaßt werden.
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Die erzeugte Spannung ist nicht nur bei niedrigen Geschwindigkeiten, sondern auch bei höheren Geschwindigkeiten proportional zur Winkelgeschwindigkeit ω. <Selbst bei einem Betrieb mit kleinem Winkel kann direkt das der in der Figurenbeschreibung angegebenen Gleichung (5) entsprechende Signal gewonnen werden.
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Die Anzahl der Bauelemente ist verhältnismäßig gering. Daher kann die Meßvorrichtung leicht mit niedrigen Kosten hergestellt werden.
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Wenn die ringförmige Platte aus zwei Segmenten gebildet wird, kann die Spule leicht auf die Platte gewickelt werden.
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Nach Fig. 3 hat die ringförmige Platte einen durchgebogenen Teilbereich, während in der unteren Platte entsprechend dem durchgebogenen Teilbereich eine Ausnehmung ausgebildet ist. Daher kann der Spalt zwischen der ringförmigen Platte und dem Magneten weitgehend verkleinert werden, wodurch die Leistungsfähigkeit der Meßvorrichtung gesteigert wird.
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Der ringförmige Magnet ist aus zwei Segmenten zusammengesetzt. Daher kann schnell und mit geringen Kosten eine Vielzahl von ringförmigen Magneten hergestellt werden, welche geeignete Magnetisierungswinkel haben.
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Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
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Fig. 1 eine Schnittansicht, die ein Ausführungsbeispiel der Motorgeschwindigkeits-Meßvorrichtung zeigt,
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Fig. 2 eine Draufsicht, die eine ringförmige Eisenplatte zeigt, auf die in Toroidform an einem Teilbereich derselben eine Spule gewickelt ist,
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Fig. 3 eine Schnittansicht, die einen Teil einer Abwandlung der ringförmigen Eisenplatte zeigt,
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Fig. 4 eine Draufsicht auf die ringförmige Eisenplatte,
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Fig. 5 eine Draufsicht, die zwei Segmente veranschaulicht, welche die ringförmige Eisenplatte bilden,
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Fig. 6(a) bis 6(c) Draufsichten auf Ausführungsformen eines ringförmigen Magneten,
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Fig. 7 eine Draufsicht auf einen ringförmigen Magneten, der zur Untersuchung der magnetischen Flußverteilung in der ringförmigen Eisenplatte dient,
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Fig. 8 eine Darstellung, die die magnetische Flußverteilung in der ringförmigen Eisenplatte veranschaulicht,
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Fig. 9(a) und (b) Darstellungen, die die theoretische Ausgangssignal-Kurvenformen zeigen, welche erhalten werden, wenn die in Figur 6(a) bzw. 6(c) gezeigten Magneten verwendet werden,
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Fig. 10(a) bis 10(c) graphische Darstellungen, die Ausgangssignal-Kurvenformen zeigen, welche erzielt werden, wenn jeweils die in den Fig. 6(a) bis 6(c) gezeigten Magneten verwendet werden,
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Fig. 11 eine graphische Darstellung, die eine Ausgangssignal- Kurvenform zeigt, welche erzielt wird, wenn der in Fig. 6(a) gezeigte ringförmige Magnet verwendet wird, und
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Fig. 12 eine graphische Darstellung, die eine theoretische Ausgangssignal-Kurvenform der Meßvorrichtung zeigt.
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Ein Ausführungsbeispiel der Motorgeschwindigkeits- Meßvorrichtung weist gemäß Fig. 1 ein Meßvorrichtungs-Gehäuse 1 mit einer scheibenförmigen oberen Platte 1 A und einer scheibenförmigen unteren Platte 1 B auf, die durch einen Halter 2 in Abstand gehalten sind, so daß zwischen den Platten 1 A und 1 B ein Zwischenraum 1 C besteht. Die Platten 1 A und 1 B sind aus Kunstharz hergestellt.
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In die Platten 1 A und 1 B ist eine Drehwelle 3 eingeführt, die senkrecht zu den Platten 1 A und 1 B verläuft und frei drehbar ist. Die Drehwelle 3 wird an die Drehwelle eines (nicht gezeigten) Motors wie eines Schrittmotors angeschlossen, um damit die Geschwindigkeit bzw. Drehzahl des Motors zu erfassen.
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Die Meßvorrichtung hat ferner öllose bzw. Trocken-Metallager 4 und 5, die in die obere Platte 1 A bzw. die untere Platte 1 B eingefügt und auf die Drehwelle 3 aufgesetzt sind, so daß die Drehwelle 3 drehbar gelagert ist. Es ist anzumerken, daß das Metallager 5 in eine kreisförmige Ausnehmung 6 eingesetzt ist, die in der unteren Platte 1 B ausgebildet ist. An der inneren Fläche der unteren Platte 1 B ist beispielsweise mittels eines Klebstoffs eine ringförmige Platte 7 befestigt. Die ringförmige Platte 7 besteht aus einem Material mit hoher magnetischer Permeabilität. Bei dem Ausführungsbeispiel besteht die ringförmige Platte 7 aus Eisen, das verhältnismäßig preiswert ist, und wird daher nachstehend als "ringförmige Eisenplatte 7" bezeichnet. Die ringförmige Platte hat beispielsweise eine Dicke von 2 mm, einen Außendurchmesser von 30 mm und eine kreisförmige Öffnung mit einem Durchmesser von 10 mm. Gemäß der Darstellung in der Fig. 2 ist um einen Teilbereich der ringförmigen Eisenplatte 7 herum in Toroidform eine Spule 8 gewickelt. Zwischen der Spule 8 und der Eisenplatte 7 ist ein Isolierband oder dergleichen eingefügt. Die Spule 8 hat Anschlüsse 8 a, an denen eine Ausgangsspannung entwickelt wird.
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Gemäß der Darstellung in Fig. 1 ist in der inneren Fläche der unteren Platte 1 B eine Ausnehmung 9 derart ausgebildet, daß von ihr zwangsweise die auf die ringförmige Eisenplatte 7 gewickelte Spule 8 aufgenommen werden kann.
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Die ringförmige Eisenplatte 7 kann gemäß der Darstellung in Fig. 3 so abgewandelt werden, daß der Spalt zwischen der ringförmigen Eisenplatte 7 und einem (später beschriebenen) Magneten 11 verringert wird, um damit den Wirkungsgrad der Meßvorrichtung zu verbessern. Der eine Teilbereich der Eisenplatte 7, auf den die Spule 8 gewickelt ist, ist nach Fig. 3 beispielsweise mittels einer Presse nach unten zu durchgebogen, so daß ein durchgebogener Teilbereich 7 b entsteht. Falls die Spule 8 auf den auf diese Weise gebildeten durchgebogenen Teilbereich 7 b gewickelt wird, wird die Spule 8 von der Einkerbung aufgenommen, die durch den durchgebogenen Teilbereich 7 b gebildet ist. D. h. die Spule 8 ragt nicht, über die Oberfläche der ringförmigen Eisenplatte 7 hinaus, so daß dementsprechend der Spalt zwischen dem Magneten 11 und der Eisenplatte 7 verringert werden kann. Der durchgebogene Teilbereich und die darauf gewickelte Spule können vorteilhaft in die Ausnehmung 9 der unteren Platte 1 B eingesetzt werden.
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Es ist im allgemeinen schwierig, die Spule gemäß der Darstellung in Fig. 2 auf die ringförmige Eisenplatte 7 zu wickeln. Zur Vermeidung dieser Schwierigkeit kann die Eisenplatte 7 in zwei Teile, nämlich halbkreisförmige Segmente 7 A und 7 B gemäß der Darstellung in Fig. 5 aufgeteilt werden. In diesem Fall kann die Spule 8 mit einer geeigneten Stütze geformt werden und dann auf das Segment 7 A oder 7 B aufgesetzt werden. Danach werden die Segmente 7 A und 7 B gemäß der Darstellung in Fig. 4 miteinander verbunden. Damit kann auf einfache Weise die ringförmige Eisenplatte 7 mit der Spule 8 erzielt werden. Die Endflächen bzw. Stirnflächen 7 A-1 und 7 B-1 der Segmente sollten einer Hochglanzpolierung unterzogen werden. Die in der Fig. 5 gezeigten Segmente sind halbkreisförmig, jedoch besteht keine Einschränkung auf diese Gestaltung der Segmente. D. h. die Segmente können irgendeine beliebige Form haben, solange mit ihnen die in Fig. 4 gezeigte ringförmige Eisenplatte 7 gebildet werden kann.
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In Fig. 1 bezeichnet 10 ein scheibenförmiges Joch aus einem Material hoher magnetischer Permeabilität. Das Joch 10 ist an seiner Mitte in der Weise fest an der Drehwelle 3 und senkrecht zu dieser angebracht und hat beispielsweise eine Dicke von 1 mm und den gleichen Durchmesser wie die ringförmige Eisenplatte 7. An der unteren Fläche des Jochs 10 ist mittels eines Klebstoffs ein ringförmiger Magnet 11 befestigt. Der Magnet 11 besitzt gemäß den Darstellungen in den Figuren 6(a), 6(b) und 6(c) zwei Magnetpole (nämlich einen S-Pol und einen N-Pol). Einer der Magnetpole (gemäß Fig. 6 der N-Pol) hat eine Magnetpolbreite von mindestens 180 Grad. Der Magnet ist beispielsweise ein Ferritmagnet.
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Sobald die Drehwelle 3 gedreht wird, werden das Joch 10 und der Magnet 11 in bezug auf die ringförmige Eisenplatte 7 gedreht. An den Anschlüssen 8 a der Spule 8 wird eine der Drehung entsprechende Spannung entwickelt. Wenn die Drehwelle 3 an die Ausgangswelle eines zu messenden (nicht gezeigten) Motors angeschlossen ist, kann die Geschwindigkeit bzw. Drehzahl des Motors durch Messen der Ausgangsspannung der Spule 8 ermittelt werden.
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Der ringförmige Magnet 11 ist so ausgebildet, daß der N-Pol bzw. der S-Pol Magnetpolbreiten von 270 Grad bzw. 90 Grad nach Fig. 6(a), von 225 Grad bzw. 135 Grad nach Fig. 6(b) bzw. von 180 Grad und 180 Grad nach Fig. 6(c) haben. Es ist jedoch beachtlich schwierig, bei dem Herstellungsvorgang ein Magnetmaterial so zu magnetisieren, daß der Magnet die Magnetpolbreiten gemäß der vorangegangenen Beschreibung hat. Diese Schwierigkeit kann dadurch ausgeschaltet werden, daß ein Verfahren angewandt wird, bei dem der ringförmige Magnet 11 aus zwei Magnetsegmenten 11 A-1 und 11 B-1, 11 A-2 und 11 B-2 bzw. 11 A-3 und 11 B-3 gebildet wird, die geformt und magnetisiert werden, wie es in Fig. 6(a), 6(b) bzw. 6(c) gezeigt ist.
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Die Meßvorrichtung gemäß dem vorangehend beschriebenen Ausführungsbeispiel kann als Generator- Scheiben-Motorgeschwindigkeits-Meßvorrichtung bezeichnet werden. Das Prinzip der Vorrichtung nach dem Generator- System wird nun beschrieben. Falls die Verteilung des von dem Magneten 11 her zu der ringförmigen Eisenplatte 7 hin gerichteten Magnetflusses mit f ( R ) bezeichnet wird, dann gilt: &udf53;sb18&udf54;&udf53;np20&udf54;&udf53;vu10&udf54;°Kf(&udf57;°KV&udf56;°K)°k=°Kf°k¤(0+2°Kn&udf57;°Kp&udf56;°K)°k@,(1)&udf53;zl10&udf54;wobei n=0, ±1, ±2, . . .ist. Damit ist f( R ) eine periodische Funktion, wobei die Periode 2π ist. Für den Magnetkreis mit dem Magneten 11 und der Eisenplatte 7 gilt der folgende Ausdruck: &udf53;np40&udf54;&udf53;vu10&udf54;&udf53;vz3&udf54; &udf53;vu10&udf54;
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Es soll nun die Kurvenform des mittels der Meßvorrichtung (gemäß der Darstellung in Fig. 1) mit dem zweipoligen Magneten 11 erzeugten elektrischen Signals untersucht werden. Die magnetische Flußverteilung in der ringförmigen Eisenplatte 7 ist: &udf53;np40&udf54;&udf53;vu10&udf54;&udf53;vz3&udf54; &udf53;vu10&udf54;
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Zur Vereinfachung der Analyse wird der Ursprung entsprechend der Fig. 7 gewählt. Nimmt man an, daß bei R&sub1; der S-Pol zu dem N-Pol verschoben wird und bei R&sub2; der N-Pol zu dem S-Pol verschoben wird, dann gilt &udf53;np140&udf54;&udf53;vu10&udf54;&udf53;vz13&udf54; &udf53;vu10&udf54;
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Der Ursprung wird auf den Wert R&sub3; gewählt, der aus dem Ausdruck (4) erzielt wird. Daher entspricht die magnetische Flußverteilung in der ringförmigen Eisenplatte 7 der Darstellung in Fig. 8 und wird zu Φ (R ). Unter Verwendung von Φ (R )=0 kann der Ausdruck (3) folgendermaßen umgeschrieben werden. &udf53;np60&udf54;&udf53;vu10&udf54;&udf53;vz5&udf54; &udf53;vu10&udf54;
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Es wird nun die Kurvenform der elektrischen Erregung betrachtet, die mit der auf die ringförmige Eisenplatte 7 gewickelten Spule 8 erzeugt wird, wenn der ringförmige Magnet 11 mit einer Winkelgeschwindigkeit von ω gedreht wird.
Es gilt:
E=-dΦ/dt
(wobei E die durch Änderung des Magnetflusses induzierte erzeugte Spannung ist)
R=ω t, dR/dt/=ω und dR=ωdt.
Daher gilt: &udf53;np60&udf54;&udf53;vu10&udf54;&udf53;vz5&udf54; &udf53;vu10&udf54;Daher gilt &udf53;sb18&udf54;H@&udf53;np20&udf54;&udf53;vu10&udf54;°KE(&udf57;°KV&udf56;°K)°k=_°Kf(&udf57;°KV&udf56;°K)°k.@,(6)&udf53;zl10&udf54;
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Damit kann die Kurvenform des mittels des (in Fig. 1 gezeigten) Scheiben-Generators erzeugten elektrischen Signals aus dem Ausdruck (6) als Funktion von R gewonnen werden, wobei die Kurvenform gleichartig der Verteilung f( R ) des sich von dem ringförmigen Magneten 11 zu der ringförmigen Eisenplatte 7 erstreckenden Magnetflusses ist. Aus dem Ausdruck (5) ist ersichtlich, daß die (an den Spulen-Anschlüssen 8 a entwickelte) erzeugte Spannung zu der Winkelgeschwindigkeit ω proportional ist, wobei vorausgesetzt ist, daß die ringförmige Eisenplatte 7 nicht magnetisch gesättigt wird. Die Scheiben- Motorgeschwindigkeit-Meßvorrichtung beruht auf dem vorangehend beschriebenen Prinzip. Zur Einhaltung des Prinzips muß die (an den Anschlüssen 8 a) erzeugte Spannung V proportional zu der Drehgeschwindigkeit (bzw. Winkelgeschwindigkeit) ω sein. Diese Bedingung wird gemäß dem Ausdruck (5) erfüllt. D. h., es gilt V= μω (wobei V die erzeugte Spannung, ω die Drehgeschwindigkeit bzw. Winkelgeschwindigkeit und μ eine Proportionalitätskonstante bezeichnen). Es ist anzustreben, daß die Proportionalitätskonstante μ über einen weiten Winkelbereich konstant ist. D. h., es ist notwendig, daß die bei Drehung des (in Fig. 1 gezeigten) Generators mit einer konstanten Geschwindigkeit erzeugte Spannung über einen weiten Winkelbereich konstant ist.
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Zur Verwendung der Scheiben-Meßvorrichtung (nach Fig. 1) als Motorgeschwindigkeits- oder Motordrehzahl-Meßvorrichtung (oder Drehzahl- bzw. Geschwindigkeitsmeßgeber) muß die vorangehend beschriebene Bedingung hinsichtlich E( R ) erfüllt werden. Die Leistungserzeugungs-Kennlinie des Generator (nach Fig. 1) entspricht E( R )=-f( R ) . . . (6). Daher sollen der N-Pol und der S-Pol in dem ringförmigen Magneten 11 so geformt werden, daß der Ausdruck -f( R ) der vorstehend beschriebenen Bedingung entspricht. Kurvenformen von Ausgangssignalen, die erzielt werden, wenn die ringförmigen Magnete gemäß der Darstellung in Fig. 6(a) bzw. 6(b) verwendet werden, sind in den Fig. 9(a) bzw. 9(b) gezeigt. Wie aus den Fig. 9(a) und 9(b) ersichtlich ist, nimmt bei einer Zunahme des Winkels das Ausgangssignal in dem Falle ab, daß der in Fig. 1 gezeigte Generator als Motorgeschwindigkeits- Meßvorrichtung verwendet wird. Selbst wenn jedoch die Ausgangsspannung herabgesetzt ist, ist der Einsatz des Magneten, mit dem die erzeugte Spannung über einen weiteren Winkelbereich konstant ist, für die Motorgeschwindigkeits- Meßvorrichtung zweckdienlich, da der Motorgeschwindigkeits-Meßbereich dementsprechend gesteigert wird. Die Ausgangsspannung kann dadurch gesteigert werden, daß für den ringförmigen Magneten 11 anstelle eines Gummi- bzw. Weichmaterial-Magnets ein Ferritmagnet oder stattdessen ein Samarium- Seltenerdmagnet ersetzt; ferner kann die elektrische Schaltung abgeändert werden.
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Die Scheiben Motorgeschwindigkeits-Meßvorrichtung ist so ausgebildet, daß sie die vorstehende Bedingung erfüllt. Wenn ein zu prüfender bzw. zu überwachender (nicht gezeigter) Motor dreht, wird die an die Ausgangswelle des Motors angeschlossene Drehwelle 3 gedreht; d. h., der ringförmige Magnet 11 wird in Bezug auf die ringförmige Eisenplatte 7 und die Spule 8 gedreht. An den Anschlüssen 8 a der Spule 8 wird eine Spannung entwickelt, die der Geschwindigkeit bzw. Drehzahl des Motors entspricht. Die Kurvenformen der Ausgangssignale, die erzielt werden, wenn die ringförmigen Magnete 11 gemäß den Darstellungen in den Fig. 6(a), 6(b) bzw. 6(c) verwendet werden, sind in den Fig. 10(a), 10(b) bzw. 10(c) gezeigt. Wie aus der Fig. 10(c) ersichtlich ist, wird (a) der N-Pol allmählich zu dem S-Pol verschoben, d. h., die Verschiebung erstreckt sich über einen Winkel. Selbst falls beispielsweise der Magnet einen N-Pol und einen S-Pol hat, die jeweils 180 Grad einnehmen, ist der Winkel, für den der Magnetfluß konstant ist, nur ungefähr 150 Grad. (b) Selbst wenn der ringförmige Magnet 11 so magnetisiert ist, daß ein konstanter Magnetfluß erzielt wird, ist es in der Praxis unmöglich, eine vollständig lineare Spannung zu erhalten; d. h., ein (in der Fig. 10(c) mit einer gestrichelten Linie umgebener) Teil B der Kurvenform ist nicht parallel zu einer Linie A. (c) Das Ausgangssignal kann durch Steigerung der Windungsanzahl der Spule 8 vergrößert werden. In diesem Fall ist es jedoch unmöglich, die Spule 8 an einer einzigen Stelle (einem sehr schmalen Bereich) der Eisenplatte 7 anzubringen, so daß demgemäß die Bedingung (5) E(t)=ω f(t) nicht eingehalten werden kann. Falls jedoch der Wicklungswinkel der Spule 8 klein ist, kann die Bedingung (5) annähernd eingehalten werden. Die als (a) und (c) beschriebenen Erscheinungen bewirken eine Verkleinerung der linearen Teile der Ausgangsspannung (die einem (in Fig. 10(c) mit der gestrichelten Linie umgebenen) Teil B der Ausgangssignal- Kurvenform, der sich längs der Linie A oder parallel zu dieser erstreckt, und Teilen C entsprechen, die von dem Teil B verschieden sind). Andererseits wirkt die als (b) beschriebene Erscheinung als Störung, die die Ausgangssignal-Kurvenform unregelmäßig macht.
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Es wurde ein Versuch mit dem Generator ausgeführt, der den Magneten gemäß der Darstellung in Fig. 6(a) hat. (D. h., bei dem der N-Pol 270 Grad überdeckt.) Die Kurvenform des sich ergebenden Ausgangssignals ist in Fig. 11 gezeigt. Bei dem Versuch betrug bei 1550 Umdrehungen pro Minute die Ausgangsspannung 240 mV, die Ausgangssignal-Kurvenform erstreckte sich über ungefähr 200 Grad und die Welligkeitsspannung betrug 30 mV. Wie aus der Fig. 11 ersichtlich ist, erstreckt sich der (von der gestrichelten Linie umgebene) Teil B längs der Linie A. Es ist damit ersichtlich, daß der Winkel vergrößert wurde, der dem Teil entspricht, in welchem die erzeugte Spannung konstant ist. D. h., die Scheiben- Motorgeschwindigkeits-Meßvorrichtung gemäß dem Ausführungsbeispiel kann eine Ausgangssignal-Kurvenform gemäß der Darstellung in Fig. 12 liefern. Die Geschwindigkeit bzw. Drehzahl eines zu überwachenden bzw. zu messenden (nicht gezeigten) Motors kann mittels des vorangehend beschriebenen Teils B der Ausgangssignal- Kurvenform erfaßt werden (der den Bereich darstellt, aus welchem ein Motorgeschwindigkeits-Meßsignal gewonnen werden kann). Es kann eine Motorgeschwindigkeits- Meßvorrichtung geschaffen werden, bei der der mit der gestrichelten Linie umgebene Teil B (nämlich der Bereich, aus dem das Motorgeschwindigkeits-Meßsignal gewonnen werden kann) mindestens 150 Grad entspricht.
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Der Teil C der Ausgangssignal-Kurvenform ist nicht linear, da er von den Magnetkräften des N-Pols und des S-Pols beeinflußt wird. Daher ist selbst dann, wenn der Magnet 11 so ausgebildet ist, daß gemäß der Darstellung in der Fig. 6(c) sowohl der N-Pol als auch der S-Pol jeweils 180 Grad überdeckt, der dem Teil C der Kurvenform entsprechende Winkel nicht größer als ungefähr 140 Grad. Falls daher beabsichtigt ist, für einen speziellen Motor eine Motorgeschwindigkeit- Meßvorrichtung zu schaffen, bei der der dem Teil C entsprechende Winkel 150 Grad beträgt, muß der Magnetisierungswinkel eines der Pole, nämlich des N-Pol oder des S-Pol mehr als 180 Grad betragen.