DE320275C - Verfahren zur Bearbeitung der Spitzen der Gangplatte von Flecht- und Kloeppelmaschinen - Google Patents
Verfahren zur Bearbeitung der Spitzen der Gangplatte von Flecht- und KloeppelmaschinenInfo
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- DE320275C DE320275C DE1919320275D DE320275DD DE320275C DE 320275 C DE320275 C DE 320275C DE 1919320275 D DE1919320275 D DE 1919320275D DE 320275D D DE320275D D DE 320275DD DE 320275 C DE320275 C DE 320275C
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23D—PLANING; SLOTTING; SHEARING; BROACHING; SAWING; FILING; SCRAPING; LIKE OPERATIONS FOR WORKING METAL BY REMOVING MATERIAL, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23D67/00—Filing or rasping machines or devices
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Braiding, Manufacturing Of Bobbin-Net Or Lace, And Manufacturing Of Nets By Knotting (AREA)
Description
No.
LsZZMl VOOR DEN
L UDJ-ITiIEELEN EIGENOOM. >j
AUSGEGEBEN
AM 16. APRIL 1920
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- JVr 320275 KLASSE 49 b GRUPPE 2
WiIh. Körting, Maschinenfabrik in Barmen.
Verfahren zur Bearbeitung der Spitzen der Gangplatte von Flecht-
und Klöppelmaschinen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. Juni 1919 ab.
Bei Flecht- und Klöppelmaschinen mit Gangplatte bereitet die genaue Bearbeitung
der Spitzen der Gangplatte an den Kreuzungsstellen der Klöppelbahn erhebliche Schwierigkeiten. Bisher erfolgte die Bearbeitung
der Spitzen fast ausschließlich von Hand durch Feilen nach einer Schablone oder einem Lineal. Diese Arbeitsweise ist umständlich,
zeitraubend und kostspielig, und sie hat außerdem den schwerwiegenden Nachteil,
daß die entgegengesetzten Flanken von zwei gegenüberliegenden Spitzen niemals genau parallel verlaufen, was für einen ungestörten
Lauf der Klöppel unbedingtes Erfordernis ist.
Diese Mängel der bekannten Arbeitsweise sollen durch das den Gegenstand der Erfindung
bildende Verfahren zur Bearbeitung der Spitzen der Gangplatte von Flecht- und Klöppelmaschinen beseitigt werden. Das
neue Verfahren besteht im wesentlichen darin, daß die entgegengesetzten Flanken der
beiden gegenüberliegenden Spitzen gemeinsam durch ein Werkzeug bearbeitet werden.
Der Vorschub oder die Einstellung dieses Werkzeuges erfolgt durch Schwenken um
den gemeinsamen Mittelpunkt der beiden Spitzen. Durch das neue Verfahren wird zunächst
erreicht, daß die entgegengesetzten Flanken zweier gegenüberliegender Spitzen der Gangplatte vollkommen genau parallel
verlaufen. Ferner wird die Arbeitszeit erheblich verkürzt, mithin eine Ersparnis an
Arbeitslohn erzielt. Die Bearbeitung der beiden Spitzen erfolgt zweckmäßig durch ein
gemeinsames stoßend oder feilend wirkendes Werkzeug oder durch einen Fräser. Wird
ein stoßend oder feilend wirkendes Werkzeug benutzt, so erstreckt sich dasselbe nach beiden
Seiten der Drehachse, und es ist auf seinen beiden Seiten mit Arbeits- (Schneid-) Kanten
oder -flächen versehen. Die zur Ausführung des neuen Verfahrens benutzte Maschine ist
gemäß der Erfindung mit zwei durchbohrten, zwei benachbarte Pfeiler der Flechtmaschine
umschließenden Füßen versehen, wodurch eine genaue Einstellung der Maschine zum Werkstück
erreicht wird. Der um eine senkrechte Achse drehbare Werkzeugträger oder -halter
ist dabei auf einem in wagerechter Ebene 5" rechtwinklig zur Verbindungslinie der beiden
Pfeiler verschiebbaren Schlitten angeordnet, so daß die Drehachse leicht und genau auf den
gemeinsamen Mittelpunkt der beiden zu bearbeitenden Spitzen eingestellt werden kann.
Auf der Zeichnung ist in Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel
der zur Ausübung des neuen Verfahrens benutzten Vorrichtung im senkrechten Schnitt dargestellt. Fig. 2 zeigt
schematisch die Arbeitsweise der Vorrichtung.
Auf der Zeichnung bezeichnet 1 die Grundplatte, 2 die Gangplatte einer Flechtmaschine,
3 die zur Aufnahme der Teller dienenden Pfeiler. 4 sind die in der Gangplatte durch
Stanzen o. dgl. hergestellten ovalen, durch Schlitze verbundenen Löcher, welche den
äußeren Teil der Klöppelbahn bilden. An
den Kreuzungsstellen der Bahn sind durch Abarbeiten der schraffierten Teile die
Spitzen 5 herzustellen derart, daß die ent-' gegengesetzten Flanken von zwei gegenüberliegenden
Spitzen genau parallel zueinander verlaufen.
Die neue Vorrichtung ist nut zwei Füßen 6 versehen, welche durch die Öffnungen 4 der
Gangplatte auf die Grundplatte 1 aufgestellt werden. Die Füße 6 enthalten je eine senkrechte
Bohrung 7. Mittels dieser Bohrungen umschließen die Füße 6 zwei benachbarte Pfeiler 3 der Flechtmaschine, wodurch eine
genaue Einstellung der Vorrichtung zum Werkstück erreicht ist. Die Füße 6 tragen
das Bett 8 für einen Schlitten 9, welcher in wagerechter Ebene rechtwinklig zur Verbindungslinie,
der beiden Pfeiler 3, 3 verschiebbar ist. Die Verschiebung des Schlittens 9 erfolgt durch eine daran angeordnete Zahnstange
10 und ein am Bett 8 gelagertes Ritzel 11. Im Schlitten 9 ist der Werkzeugträger
oder Stößel 12 auf und ab beweglich und um eine in der Mitte zwischen den beiden
Pfeilern 3, 3 liegende senkrechte Achse dreh- · bar gelagert. Der die Antriebsvorrichtung
des Stößels 12 tragende Oberteil 13 ist auf
dem Schlitten 9 konzentrisch zum Stößel 12 drehbar angeordnet und mit dem Stößel so
verbunden, daß beide gemeinsam gedreht werden können. Die Drehung erfolgt durch _
einen am Oberteil 13 angeordneten Zahnkranz 14 und ein am Schlitten 9 gelagertes
Ritzel 15. Der Zahnkranz 14 erstreckt sich
nur über einen Teil des Umfanges des Oberteils 13. Er kann mittels eines Klemmringes
16 beliebig verstellt werden, damit bei Erreichung einer gewissen Stellung des
Stößels bzw. des Werkzeuges der Zahnkranz außer Eingriff mit dem Ritzel 15 kommt. Am
unteren Ende des Stößels 12 ist das Werkzeug 17 befestigt, das beispielsweise als Feile
ausgebildet ist. Das Werkzeug erstreckt sich nach zwei Seiten der Drehachse und ist auf ·
seinen beiden Seiten gehauen, d. h. mit x^r- ,
beitsflächen versehen. An Stelle einer Feile
könnte natürlich auch ein stoßend wirkendes Werkzeug vorgesehen sein, das auf beiden
Seiten mit Arbeite- (Schneid-) Kanten versehen ist. ' I
Beim Aufsetzen der Vorrichtung- auf die. ; Grundplatte der Flechtmaschine befindet sich ;
das Werkzeug 17 in der in Fig. 2 in vollen j Linien dargestellten Lage, in welcher es j
parallel zur Verbindungslinie der beiden j Pfeiler 3,3 liegt. Durch Verschieben des ·
Schlittens 9, wobei die Drehachse des Stößels 12 sich auf der Verbindungslinie der ■
beiden Spitzen 5, 5 bewegt, wird die Drehachse genau auf den gemeinsamen Mittelpunkt
α der beiden Spitzen eingestellt. Die .
Einstellung kann an einer am Schlitten 9 bzw. am Bett 8 vorgesehenen Skala abgelesen
werden. Ferner wird der Zahnkranz 14 so eingestellt, daß derselbe außer Eingriff mit
dem Ritzel 15 kommt, wenn das Werkzeug ! in die in Fig. 2 strichpunktierte Lage gedreht
: ■ ist. Auch diese Einstellung ist an einer am Fuße des Oberteils 13 bzw. am Schlitten 9
angebrachten Skala ablesbar. Alsdann wird ■ die Auf- und Abbewegung des Werkzeuges ·
durch ein nicht dargestelltes Getriebe und gleichzeitig der Werkzeugvorschub in Richtung
des Pfeiles s durch das Ritzel 15 eingeleitet,
worauf das Werkzeug zu gleicher Zeit die rechte Flanke 5' der oberen Spitze S
und die linke Flanke 5' der unteren Spitze 5 (Fig. 2) bearbeitet, d. h. die schraffierten
Teile wegfeilt. Hat das Werkzeug die strichpunktierte Stellung 17' erreicht, so ist
die Bearbeitung der beiden Flanken beendigt. In dieser Stellung ist auch der Zahnkranz 14
außer Eingriff mit dem Ritzel 15 gekommen, so daß der Vorschub des Werkzeuges aufhört.
Werkzeugantrieb und Vorschub werden nunmehr stillgesetzt und das Werkzeug in die in vollen Linien gezeichnete Mittelstellung
zurückgedreht. Alsdann wird der Zahnkranz 14 im entgegengesetzten Sinne derart
eingestellt, daß er außer Eingriff mit dem Ritzel 15 kommt, wenn das Werkzeug die in
Fig. 2 punktierte Stellung erreicht. Hierauf wird wieder die Arbeitsbewegung des Werk- "
zeuges sowie der Vorschub eingeleitet. Letzterer erfolgt jedoch jetzt im entgegengesetzten
Sinne wie vorher, d. h. in Richtung des Pfeiles v. Das Werkzeug bearbeitet dann die
linke Flanke S5 der oberen und die rechte
Flanke 5'2 der unteren Spitze 5, 5 gleichzeitig. Hat das Werkzeug die punktierte Stellung
17s erreicht, so wird der Vorschub wieder
selbsttätig dadurch unterbrochen, daß der Zahnkranz 14 den Eingriff in das Ritzel 15
verläßt. Die Vorrichtung wird dann, nachdem das Werkzeug in die Mittelstellung zurückgebracht
ist, abgehoben und beim nächsten Spitzenpaar auf die Grundplatte der Maschine gestellt. Um die Spitzen 5, 5 während
der Bearbeitung zu stützen, können Böckchen oder Stützen 18 vorgesehen werden,
welche unter den Spitzen auf der Grundplatte ι aufgestellt werden.
Zum Antrieb des Stößels 12 kann irgendein
bekanntes Getriebe, z. B. eine Kurbeloder Kurbelschleife, Anwendung finden. Der Antrieb kann von Hand oder maschinell erfolgen.
Die Vorrichtung kann ortsbeweglich oder auch ortsfest sein. Im letzteren Falle wird nach Fertigstellung jedes Spitzenpaares
das Werkstück bewegt, um ein anderes Spitzenpaar unter die Vorrichtung zu bringen.
Au Stelle eines stoßend oder feilend wirkenden Werkzeuges könnte auch ein umlaufender
Fräser angeordnet Averden. Der Vorschub desselben muß jedoch in senkrechter
Richtung erfolgen, wobei die Schwenkbarkeit des \Verkzeugträgers dazu dient, das Werkzeμg
genau in tangentialer Richtung zu den Öffnungen 4 der Gangplatte einzustellen.
Claims (5)
- Patent-Ansprüche:ι. Verfahren zur Bearbeitung der Spitzen, der Gangplatte von Flecht- und Klöppelmaschinen, dadurch gekennzeich-IS net, daß die entgegengesetzten Flanken (51, 51 bzw. 5!, 52) zweier gegenüberliegender Spitzen (5, 5) gemeinsam bearbeitet \verden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorschub oder die Einstellung des Werkzeuges (17) durch Schwenken des Werkzeuges um den gemeinsamen Mittelpunkt (z) der gegenüberliegenden Spitzen (5, 5) erfolgt.
- 3. Stoßend oder feilend wirkendes Werkzeug zur Ausführung· des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkzeug (17) sich nach, zwei Seiten der Schwenkachse erstreckt und auf seinen beiden Seiten mit Arbeitsflächen oder -kanten versehen ist.
- 4. Vorrichtung- zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung durchbohrte, zwei benachbarte Pfeiler (3,3) der Flechtmaschine umschließende Füße (6, 6) besitzt, welche ein Bett (8,8) für einen-rechtwinklig zur Verbindungslinie der beiden Pfeiler verschiebbaren Schlitten (9) mit dem um eine senkrechte Achse drehbaren Werkzeugträger (12) tragen.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeugvorschub mit Hilfe" eines am drehbaren Oberteil (13) des Werkzeugschlittens (9) verstellbar angeordneten Zahnkranzes (14) derart erfolgt, daß bei Erreichung der Endstellung (ιγ1 bzw. 17s) des Werkzeuges (17) der Zahnkranz außer Eingriff mit dem den Vorschub bewirkenden Ritzel (15) kommt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE320275T | 1919-06-03 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE320275C true DE320275C (de) | 1920-04-16 |
Family
ID=6154143
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1919320275D Expired DE320275C (de) | 1919-06-03 | 1919-06-03 | Verfahren zur Bearbeitung der Spitzen der Gangplatte von Flecht- und Kloeppelmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE320275C (de) |
-
1919
- 1919-06-03 DE DE1919320275D patent/DE320275C/de not_active Expired
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