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DE3202240A1 - Verfahren und vorrichtung zum abtrennen von teilchen aus einem fliessfaehigen medium, insbesondere zum entstauben von gas - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zum abtrennen von teilchen aus einem fliessfaehigen medium, insbesondere zum entstauben von gas

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DE3202240A1
DE3202240A1 DE19823202240 DE3202240A DE3202240A1 DE 3202240 A1 DE3202240 A1 DE 3202240A1 DE 19823202240 DE19823202240 DE 19823202240 DE 3202240 A DE3202240 A DE 3202240A DE 3202240 A1 DE3202240 A1 DE 3202240A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
stage
medium
separation
particles
gas
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE19823202240
Other languages
English (en)
Inventor
Egon 6209 Aarbergen Keller
Peter 4040 Neuss Kreutz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Aqseptence Group GmbH
Original Assignee
Passavant Werke AG and Co KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Passavant Werke AG and Co KG filed Critical Passavant Werke AG and Co KG
Priority to DE19823202240 priority Critical patent/DE3202240A1/de
Publication of DE3202240A1 publication Critical patent/DE3202240A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B04CENTRIFUGAL APPARATUS OR MACHINES FOR CARRYING-OUT PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES
    • B04CAPPARATUS USING FREE VORTEX FLOW, e.g. CYCLONES
    • B04C3/00Apparatus in which the axial direction of the vortex flow following a screw-thread type line remains unchanged ; Devices in which one of the two discharge ducts returns centrally through the vortex chamber, a reverse-flow vortex being prevented by bulkheads in the central discharge duct
    • B04C3/04Multiple arrangement thereof
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D45/00Separating dispersed particles from gases or vapours by gravity, inertia, or centrifugal forces
    • B01D45/12Separating dispersed particles from gases or vapours by gravity, inertia, or centrifugal forces by centrifugal forces
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B04CENTRIFUGAL APPARATUS OR MACHINES FOR CARRYING-OUT PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES
    • B04CAPPARATUS USING FREE VORTEX FLOW, e.g. CYCLONES
    • B04C9/00Combinations with other devices, e.g. fans, expansion chambers, diffusors, water locks
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B07SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS; SORTING
    • B07BSEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS BY SIEVING, SCREENING, SIFTING OR BY USING GAS CURRENTS; SEPARATING BY OTHER DRY METHODS APPLICABLE TO BULK MATERIAL, e.g. LOOSE ARTICLES FIT TO BE HANDLED LIKE BULK MATERIAL
    • B07B9/00Combinations of apparatus for screening or sifting or for separating solids from solids using gas currents; General arrangement of plant, e.g. flow sheets
    • B07B9/02Combinations of similar or different apparatus for separating solids from solids using gas currents
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B04CENTRIFUGAL APPARATUS OR MACHINES FOR CARRYING-OUT PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES
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    • B04C2009/002Combinations with other devices, e.g. fans, expansion chambers, diffusors, water locks with external filters

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Cyclones (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Abtrennen
  • von Teilchen aus einem fließfähigen Medium, insbesondere zum Entstauben von Gas 3e schreibung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Abtrennen von Teilchen aus einem gasförmigen oder flüssigen Medium, insbesondere zum Entstauben von Gas, wobei in einer oder mehreren Abscheiderstufen ein von den Teilchen im wesentlichen befreiter Teilstrom des Mediums als Reinprodukt abgezogen und der mit Teilchen angereicherte Reststrom des Mediums einer weiteren Abscheidung zugeführt wird.
  • Ein Verfahren dieser Art, bei dem Abscheidung in den Abscheiderstufen durch Wirbelkammerabscheidung erfolgt, ist bekannt (Passavant-Prospekt ~Fliehkraftabscheidung") und wird vorzugsweise zur Entstaubung von Gas verwendet und daher im folgenden in diesem Zusammenhang beschrieben. Die Erfindung ist jedoch auch anwendbar für andere Arten der Abtrennung von Teilchen aus einem fließfähigen Medium, z. B. zur Abtrennung von Tröpfchen aus einem Gas oder zum Abscheiden der Trägerflüssigkeit aus einer Emulsion. Wesentlich ist jedoch, daß bei allen diesen Verfahren angestrebt wird, im wesentlichen die gesamte Menge des Mediums als von den Teilchen befreites Reinprodukt zu gewinnen, wobei der Restgehalt an Teilchen im Reinprodukt sehr gering sein soll und insbesondere z. B. beim Entstauben von Luft durch gesetzliche Vorschriften auf eine sehr geringe Reststaubmenge begrenzt ist.
  • Bei dem bekannten Verfahren erfolgt die Teilchenabtrennung durch Fliehkraftabscheidung in Wirbelkammern spezieller Bauart, die eine kreiszylindrische Wirbelkammer mit zwei von den Stirnwänden her bis in Nähe der Achsmitte vorstehenden Tauchrohren für den Abzug des Reingases sowie einen mit der Wirbelkammer über deren ganze axiale Länge mittels einer rechteckigen Öffnung in Verbindung stehenden, gekrümmten Strömungskanal von flach rechteckigem Querschnitt für die Zuführung des Rohgases und die Abführung des Restgases. Das Volumenverhältnis des durch die Tauchrohre abgezogenen Reingases zu dem zuströmenden Rohgas wird auf einen relativ kleinen Wert (z. B. 20 -25 5') eingestellt, was bedeutet, daß sich in der Wirbelkammer ein stabiler Kreiswirbel mit hoher Verweilzeit des Gases ausbildet, der zusammen mit der gekrümmten Form des Strömungskanales eine sehr vollständige Abscheidung auch feiner Feststoffteilchen gewährleistet.
  • Es hat sich gezeigt, daß in einer solchen Wirbelkammer eine Abscheidung auch feinen Staubes mit einem Wirkungsgrad von z. B. 90-99,5 96 möglich ist und daß man durch Hintereinanderschaltung von Stufen nach und nach den überwiegenden Teil des Trägermediums als Reingas abziehen kann, so daß nur noch ein relativ geringes Restvolumen, in welchem sich die abgeschiedenen Partikel angesammelt haben, auf das nachgeschaltete Filter aufgegeben werden muß.
  • Die Wirksamkeit dieser Fliehkraft-Teilchenabtrennung hängt selbstverständlich von der Teilchengröße und der Homogenität der Größenverteilung der Teilchen ab. Es hat sich gezeigt, daß bei sehr,feinem Stäuben mit einem erm heblichen Korngrößenanteil unter 0,2 tdie vorstehend genannten optimalen Abscheidungswerte bzw. die gesetzlich für das Ausblasen der Gase vorgeschriebenen Höchstgrenzen des Staubgehaltes im Reingas nicht immer erzielt werden können. Man kann versuchen, den Abscheidewjrkungsgrad der einzelnen Stufen zu verbessern, indem man das Absaugeverhältnis des abgezogenen Reingases zum zuströmenden Rohgas verrringert. Die hierdurch erzielbare Steuerung des Wirkungsgrades ist aber begrenzt, und um insgesamt die erforderliche Gasmenge zu reinigen, muß die Zahl der Stufen bzw. die Zahl der Wirbelkammern in jeder Stufe erhöht werden, was zu einem höheren Investitionsaufwand und Platzbedarf und außerdem zu einem unerwünscht hohen Druckverlust in der Anlage führt.
  • Ähnliche Schwierigkeiten ergeben sich, wenn man für die Abscheidung des Reinproduktes andere Abscheidereinrichtungen verwenden will. So sind z. B. Zyklone theoretisch zur Direktabscheidung von Teilchen aus einem Gas geeignet, versagen aber bei der Abscheidung von feineren Stäuben, da in diesem Fall der Reststaubgehalt im abgezogenen Reingas unzulässig hoch ist, und daher die gesamte Reingasmenge nochmals durch ein Filter geleitet werden müßte. Filter, wie z. B. Sackfilter oder Elektrofilter, sind zwar ebenfalls zur Entstaubung von Gas geeignet, stellen aber sehr aufwendige und auch kostenintensive Einrichtungen dar, insbesondere, wenn sie so groß dimensioniert werden müssen, daß sie die gesamte Abgasmenge z. B. eines tauberzeugenden Produktionsprozesses verarbeiten können.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Wirksamkeit eines Verfahrens der eingangs genannten Art, insbesondere beim Vorhandensein von Teilchen mit sehr kleiner Korngröße und/oder einer sehr inhomogenen Korngrößenverteilung, zu verbessern.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der insgesamt zu behandelnde Strom des Mediums in einer vorgeschalteten Sichterstufe in einen eine Feinfraktion der Teilchen und einen eine Grobfraktion der Teilchen enthaltenden Teilstrom aufgeteilt und nur der die Grobfraktion enthaltende Teilstrom der Abscheiderstufe zugeführt und der die Feinfraktion enthaltende Teilstrom anderweitig gereinigt wird.
  • Hierdurch wird der Vorteil erzielt, daß der für die nachfolgende Abscheidung besonders problematische Feinkornanteil der Feststoffteilchen mittels Sichtung ausgeschieden und mit einem relativ geringen Teilvolumen des Mediums direkt einer Reinigung, z. B. mittels Filter, zugeführt und daher mit Sicherheit ausgeschieden werden kann, wofür wegen der kleinen Teilstrommenge kein übermäßig großer Aufwand nötig ist. Andererseits wird hierdurch der Abscheidewirkungsgrad der nachgeschalteten, mit der Grobfraktion der Teilchen und der Hauptmenge des Mediums beaufschlagten Abscheiderstufen ganz erheblich, so daß man entweder bei unverändertem Betrieb und unveränderter Zahl dieser Stufen den Reststaubgehalt im Reingas stark herabsetzen kann oder bei unverändertem Reststaubgehalt die aus jeder Stufe abgezogene Reingasmenge erhöhen und damit die Zahl der Stufen bzw. die Kapazität jeder einzelnen Stufe verringern kann.
  • Der in der Sichterstufe abgezweigte Teilstrom des Trägermediums soll möglichst klein sein, um das Filter nicht unnötig zu belasten, während der mit diesem Teilstrom abgezogene Feinkornanteil der Feststoffteilchen möglichst groß sein soll, um die nachgeschalteten Wirbelkammer-Abscheiderstufen möglichst zu entlasten. Dies wird erfindungsgemäß vorzugsweise dadurch erreicht, daß die Sichtung in der Sichterstufe durch Wirbelkammerabscheidung erfolgt, wobei jedoch der Abscheidewirkungsgrad in der Sichterstufe durch unterschiedliche Dimensionierung und Absaugeverhältnisse auf einen niedrigeren Wert als in den nachfolgenden Wirbelkammer-Abscheiderstufen eingestellt ist. Mit anderen Worten, die als Sichterstufe vorgeschaltete Wirbelkammer oder Wirbelkammerkombination wird bewußt als schlechter Abscheider" betrieben, um daraus eine möglichst geringe Gasmenge mit möglichst hoher Beladung an feinkörnigem Staub abzuziehen, im Gegensatz zu den nachfolgenden Abscheiderstufen, wo man bestrebt ist, eine möglichst große Reingasmenge mit möglichst geringem Reststaubanteil abzuziehen.
  • Weitere vorteilhafte Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
  • Eine Ausführungsform der Erfindung wird anhand der Zeichnungen näher beschrieben.
  • Fig. 1 zeigt ein Fließschema des erfindungsgemäßen Verfahrens.
  • Fig. 2 zeigt in perspektivischer, teilweise weggebrochener Ansicht eine Wirbelkammer für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
  • Fig. 3 zeigt das Schema einer mehrstufigen Entstaubungsanlage gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.
  • Gemäß dem Fließschema nach Fig. 1 gelangt der zu reinigende Gesamtstrom 30 des zu reinigenden Mediums, z. B. Gas, der mit Teilchen, z. B. Staub, von sehr inhomogener Korngrößenverteilung beladen ist, in eine Sichterstufe 31, und wird dort durch einen Sichtungs- oderKLassiervorgang aufgeteilt in einen geringen Teilstrom 32 (z. B. 10 5' des Gesamtstroms), der nur die Feinfraktion der Teilchen enthält, und in einen großen Teilstrom oder Hauptstrom 33 (z. B. 90 5' des Gesamtstroms), der die Grobfraktion der abzutrennenden Teilchen enthält. Dieser Teilstrom 33 wird einer Reihe von hintereinander geschalteten Abscheiderstufen A1, A2, A3 zugeführt, wobei in jeder Stufe ein Teilstrom 34 des von den Teilchen im wesentlichen vollständig befreiten Mediums als Reinprodukt abgezogen und ein entsprechend kleinerer Reststrom 35 des Mediums, der mit den Teilchen angereichert ist, zur nächsten Abscheiderstufe weitergeleitet wird. Der Reststrom 35' aus der letzten Abscheiderstufe A3 wird einem Filter F zugeführt, dem auch der in der Sichterstufe S abgezweigte Teilstrom 32 mit der Feinfraktion der Teilchen zugeführt wird. In dem Filter F werden die beiden Teilströme 32 und 35', die zusammen nur einen kleinen Teil (z. B. 20 5') des ursprünglichen Gesamtstroms 30 darstellen, die aber noch praktisch die Gesamtmenge der ursprünglich vorhandenen Teilchen enthalten, von diesen Teilchen befreit, so daß der Rest des Mediums als Reingasstrom 36 aus dem Filter abgezogen werden kann, während die abgeschiedenen Teilchen 37 völlig vom Gas bzw. sonstigem Trägermedium befreit sind.
  • Man erkennt, daß die Abscheiderstufen A1, A2, A3, die auf die Verarbeitung großer Gasmengen ausgelegt sein müssen, durch das erfindungsgemäße Verfahren von der problematischen Abscheidung des Feinstaubanteils befreit sind und daher mit optimalem Abscheidewirkungsgrad arbeiten können und ein auch strengen Anforderungen genügendes Reinprodukt ergeben. Andererseits wird das Filter F, welches zur vollständigen Abscheidung von sowohl feinem als auch grobem Staub geeignet ist, nur mit einem geringen Bruchteil der insgesamt zu reinigenden Gasmenge beaufschlagt und kann daher entsprechend kosten- und betriebsgünstig ausgestaltet sein.
  • Die Vorteile der Erfindung zeigen sich insbesondere dann, wenn sowohl für die Sichtung als auch für die Abscheidung Wirbelkammern spezieller Bauart verwendet werden. Solche Wirbelkammern sind an sich bekannt und werden daher im folgenden nur wegen des besseren Verständnisses anhand von Fig. 2 kurz erläutert. Die Wirbelkammer gemäß Fig. 2 besteht aus einem gekrümmt verlaufenden, flach rechteckigen Strömungskanal 1, mit dem eine kreisförmig zylindrische Kammer 2 über die ganze Höhe durch eine rechteckige Öffnung, die von zwei Kanten 3, 4 begrenzt ist, in Verbindung steht. Von den Stirnwänden der Kammer 2 her erstrecken sich axial zwei Tauchrohre 5 bis nahe zur Achsmitte der Kammer 2. Im Betrieb wird staubbeladenes Rohgas entsprechend den Pfeilen 6 von links her durch den Strömungskanal 1 zugeleitet und nach rechts entsprechend den Pfeilen 7 abgeleitet. Durch die Krümmung des Strömungskanals 1 ergibt sich ein erster Fliehkrafteffekt, durch den gröbere Staubteilchen an der Kammer 2 vorbeigeleitet werden und sich im abgezogenen Reststrom ansam- meln. Ein Teil des zugeführten Gasstromes bildet in der Kammer 2 eine kreiszylindrische Strömung entsprechend den Pfeilen 8 aus. In dieser Strömung ergibt sich ein starker Fliehkrafteffekt, der auch feine Teilchen radial nach außen bewegt, so daß sie sich mit dem im Strömungskanal weitergeleiteten Restgasstrom vereinigen. Ein einstellbarer, relativ geringer Teil des Gasstromes wird als Reingas durch die Tauchrohre 5 axial nach beiden Seiten abgezogen. Da dieser Reingasstrom typischerweise nur einen kleinen Teil des Rohgasstromes (z. B. 20 - 25 5') darstellt, bildet sich die Kreisströmung 8 als stabiler Wirbel mit hoher Verweilzeit aus, was eine gründliche Abscheidung der Teilchen gewährleistet.
  • Der Abscheidewirkungsgrad, d. h. der Reststaubgehalt im Reingasstrom, hängt außer von den Mengenverhältnissen der Roh-, Rein- und Restgasströme auch von den Abmessungen der Wirbelkammer ab und kann durch diese beeinflußt werden.
  • Fig. 3 zeigt das Schema einer mit liegend angeordneten Wirbelkammern gemäß Fig. 1 ausgerüsteten mehrstufigen Staubabscheideanlage gemäß der Erfindung. Es sind vier Abscheiderstufen vorgesehen, die mit I, II, III, IV bezeichnet sind und jeweils aus einer von Stufe zu Stufe abnehmenden Zahl von parallel geschalteten Wirbelkammern 10 bestehen. Vorgeschaltet ist eine mit S bezeichnete Sichterstufe, nachgeschaltet ist ein Filter F.
  • Das staubbeladene Rohgas wird bei 11 aufgegeben und gelangt in den Strömungskanal der als Sichter betriebenen Wirbelkammer 12, wo über die Tauchrohre ein Teilstrom mit der Feinfraktion des Staubes abgezogen und über die Leitung 13 direkt dem Filter F zugeführt wird. Die überwiegende Menge des Gases zusammen mit der darin verbliebenen überwiegenden Staubmenge, die aber von den Feinstanteilen befreit ist, gelangt in die Eintrittskammer 14 der ersten Abscheiderstufe I, wo sie in die Strömungskanäle der parallel geschalteten Wirbelkammern 10 eintritt. Aus den Tauchrohren dieser Wirbelkammern wird eine Teilmenge des Geblase 16 abgezogen.
  • gas über die Leitung 15 mittels der Pumpe 16 abgezogen.
  • Die restliche Rohgasmenge mit entsprechend angereichertem Staubgehalt gelangt in die Eintrittskammer 16 der nächsten Abscheiderstufe II, in deren Wirbelkammern durch weitere Staubabscheidung ein weiterer Teilstrom des Gases als Reingas über die Leitung 18 abgezogen wird. Entsprechendes erfolgt in den weiteren Abscheiderstufen III und IV. Der aus der Stufe IV austretende Restgasstrom, der nur einen geringen Bruchteil des ursprünglichen Rohgasstromes darstellt, aber nach wie vor den überwiegenden Teil der Staubmenge enthält, tritt nun in den Filter F ein, an dessen Filtertüchern 19 od.dgl. dieser Staub mit hohem Wirkungsgrad abgeschieden wird, in den Sammeltrichter 20 fällt und mittels einer Austragsvorrichtung 21 ausgetragen werden kann.
  • Das im Filter F gereinigte Gas, bestehend aus dem aus der Abscheiderstufe IV kommenden Restrohgas und aus dem in der Sichterstufe 12 mit der Feinstaubfraktion abgetrennten und über die Leitung 13 zugeführten Teilstrom, wird bei 22 ebenfalls mittels der Pumpe 16 abgezogen.
  • Die Anzahl der Stufen der Anlage, die Anzahl der Wirbelkammern in jeder Stufe sowie auch die Anzahl und Anordnung der Wirbelkammern in der Sichterstufe s sind selbstverständlich nur als Beispiel zu verstehen und können je nach den Bedürfnissen beliebig verändert werden.
  • Die Wirbelkammern der Abscheiderstufe I, II, III, IV sind so gestaltet und werden so betrieben, daß sich ein größtmöglicher Anteil an abgezogenem Reingas bei einem möglichst geringen Reststaubgehalt dieses Reingases ergibt. Typischerweise kann z.B. in jeder Abscheiderstufe ein Anteil von 20% des jeweils zuströmenden Rohgases oder Restrohgases als Reingas entnommen werden, wobei die Staubabscheidung z.B.##mit einem Wirkungsgrad von 94% erfolgen kann, so daß der Reststaubanteil im abgezogenen Reingas in der Leitung 15 z.B. 6% der ursprünglichen Staubbeladung betragen kann.
  • Durch die Vorschaltung der Sichterstufe s werden diese Verhältnisse aber wesentlich verbessert. Die Sichterstufe selbst wird, wie erwähnt, als "schlechter§ Abscheider ausgebildet und betrieben, so daß z.B. nur 10% des zuströmenden Gasstromes als Teilstrom über der Leitung 13 ausgeleitet werden, wobei jedoch der Abscheidegrad in der Wirbelkammer 12 nur z.B. 90% beträgt, so daß die abgezogenen 10% Gasstrom auch 10% des Staubanteils mit sich führen, der aber praktisch den gesamten Feinstkornanteil der ursprünglichen Staubbeladung des Rohgases darstellt. Hierdurch können die Wirbelkammern der nachgeschalteten Abscheiderstufen I, II, III, IV mit wesentlich besserem Wirkungsgrad, z.B. 97%, betrieben werden, so daß sich insgesamt eine deutliche Senkung des Reststaubgehaltes in der Leitung 15 ergibt.
  • Bei einem praktischen Beispiel wurde in einer Entstaubungsanlage mit sechs hintereinander geschalteten Wirbelkammerstufen und einem nachgeschalteten Filter bei konventionellem Betrieb (ohne vorgeschaltete Sichterstufe) bei einer Korngrößenverteilung des Staubes, die erhebliche Anteile mit Korngrößen unter 0,2#i aufweist, ein Wirkungsgrad pro Abscheiderstufe von ca. 93%. Bei einer Startbeladung des zuströmenden Rohgases von 2500 mg/m3 betrug der Reststaubgehalt des aus den Wirbelkammerabscheiderstufen abgezogenen Reingases 166,5 mg/m3 , und nach Hinzufügung des durch das Filter F gereinigten Restgasanteiles ergab sich hinter dem Gebläse 16 ein Reststaubgehalt des Reingases von 128 mg/m3 (sämtliche Werte bezogen auf Normalzustand des Gases).
  • Durch Vorschaltung der Sichterstufe s wurden diese Verhältnisse entscheidend verbessert: In der Sichterstufe S wurde ein Anteil von 10% des zuströmenden Gases mit einer Beladung durch die Feinstfraktion des Staubes von 147 mg/m3 abgetrennt und dem Filter F zugeleitet. Durch diese Entfeinerung des Korngrößenspektrums des den Abscheiderstufen zugeleiteten Rohgases konnte der Abscheidewirkungsgrad in den Wirbelkammern der Abscheiderstufen auf 97% gesteigert werden, und der Reststaubanteil in den aus den Abscheiderstufen abgezogenen Reingasströmen in der Leitung 15 betrug nur noch 65 mg/m3, was zusammen mit dem im Filter F gereinigten Gasstrom ( der jetzt ein größeres Volumen durch die zusätzlich aus der Sichterstufe s abgezoge- nen 10% hatte) ergab einen Reststaubanteil hinter dem Gebläsel6 von 50 mg/m3. Gegenüber dem Verfahren ohne vorgeschaltete Sichtung ergibt sich somit eine Verbesserung des Reststaubgehaltes um ca. den Faktor 2,5. Selbstverständlich kann man sich stattdessen auch mit dem bisherigen Reststaubgehalt begnügen und dafür die Zahl bzw. Größe der Abscheiderstufen verringern.
  • Ähnliche Verhältnisse ergeben sich, wenn nicht Staub aus Gas, sondern z.B. Flüssigkeitströpfchen aus Gas oder Feststoffteilchen aus Flüssigkeit abgetrennt werden sollen.
  • Leerseite

Claims (9)

  1. Verfahren und Vorrichtung zum Abtrennen von Teilchen aus einem fließfähigen Medium, insbesondere zum Entstauben von Gas Patentansprüche 1. Verfahren zum Abtrennen von Teilchen aus einem gasförmigen oder flüssigen Medium, insbesondere zum Entstauben von Gas, wobei in einer oder mehreren Abscheiderstufen ein von den Teilchen im wesentlichen befreiter Teilstrom des Mediums als Reinprodukt abgezogen und der mit Teilchen angereicherte Reststrom des Mediums einer weiteren Abscheidung zugeführt wird, dadurch g e k e n n z e i c h n e t daß der insgesamt zu behandelnde Strom des Mediums in einer vorgeschalteten Sichterstufe in einen eine Feinfraktion der Teilchen und einen eine Grobfraktion der Teilchen enthaltenden Teilstrom aufgeteilt und nur der die Grobfraktion enthaltende Teilstrom der Abscheiderstufe zugeführt und der die Feinfraktion enthaltende Teilstrom anderweitig gereinigt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß die Abscheidung in jeder Abscheiderstufe durch Wirbelkammerabscheidung erfolgt und der mit Teilchen angereicherte Reststrom des Mediums von der letzten Abscheiderstufe in einem Filter gereinigt wird, und daß die Aufteilung in der Sichterstufe mittels Wirbelkammerabscheidung erfolgt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß der Abscheidewirkungsgrad der Wirbelkammerabscheidung in der Sichterstufe auf einen geringeren Wert eingestellt ist als der Abscheidewirkungsgrad in den nachgeschalteten Abscheidestufen.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß in der Sichterstufe das Verhältnis des mit der Feinfraktion abgezogenen Teilstroms zu dem zuströmenden Gesamtstrom des Mediums auf einen kleineren Wert eingestellt ist, als in jeder nachfolgenden Abscheidestufe das Verhältnis des als Reinprodukt abgezogenen Teilstroms zum jeweils der Stufe zuströmenden Gesamtstrom.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß die Menge des in der Sichterstufe mit der Feinfraktion abgezogenen Teilstroms des Mediums ca. 5 bis 15%, vorzugsweise ca. 10 % des insgesamt zuströmenden Mediums beträgt.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß in jeder Abscheiderstufe die Menge des als Reinprodukt abgezogenen Teilstroms des Trägermediums ca. 15 bis 30 5', vorzugsweise 20 bis 25 5' des der jeweiligen Stufe zuströmenden Reststromes des Mediums beträgt.
  7. 7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 5, mit mehreren hintereinander ede von geschalteten Abscheiderstufen, von denen u einer oder mehreren parallel beaufschlagten Wirbelkammern gebildet sind, und einem nachgeschalteten Filter, wobei jede Abscheiderstufe mit ihrem den Reststrom des ungereinigten Mediums führenden Auslaß mit der nachfolgenden Stufe und die letzte die Stufe mit dem Filter verbunden ist un X as Reinprodukt führenden Auslässe jeder Stufe sowie der das Reinprodukt führende Auslaß des Filters mit dem Abzug verbunden sind, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß eine Sichterstufe (S) vorgeschaltet ist, deren Auslaßleitung (13) für den die Feinfraktion enthaltenden Teilstrom des Mediums mit dem Filter (F) verbunden ist.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß die Sichterstufe aus einer oder mehreren Wirbelkammern besteht.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß jede Wirbelkammer der Sichterstufe durch unterschiedliche Dimensionierung einen geringeren Abscheidewirkungsgrad als die Wirbelkaml mern jeder nachgeschalteten Abscheidestufe aufweist.
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