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"Klemmenleiste"
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Die Erfindung betrifft eine Klemmenleiste, bestehend aus einer Tragschiene
und einer Mehrzahl von auf der Tragschiene angeordneten Reihenklemmen, insbesondere
Schaltanlagen-Reihenklemmen, wobei jede Reihenklemme ein aus Isolierstoff bestehendes
Klemmengehäuse und einen in dem Klemmengehäuse angeordneten, ggf. aus dem Klemmengehäuse
herausragenden, metallischen Leiteranschlußkörper aufweist und wobei das Klemmengehäuse
einen Fußbereich mit Befestigungsausnehmungen u. dgl. zum Befestigen auf der Tragschiene
und einen Kopfbereich mit dem Leiteranschlußkörper aufweist.
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Elektrische Reihenklemmen für Klemmenleisten der in Rede stehenden
Art sind seit langem in verschiedenen Ausführungsformen bekannt (vgl. den Gesamtkatalog
"Phönix-Klemmen" 1980, herausgegeben von der Anmelderin). Derartige elektrische
Reihenklemmen sind mit den verschiedensten Leiteranschlußkörpern bekannt, beispielsweise
mit Schraubanschlußkörpern, Klemmanschlußkörpern, Steckanschlußkörpern, Klammeranschlußkörpern,
Wqckelanschlußkörpern usw..
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Diese elektrischen Reihenklemmen werden in einer Linie auf einer Tragschiene
aufgereiht, und zwar so, daß die Klemmengehäuse benachbarter Reihenklemmen unmittelbar
aneinander zur Anlage kommen. Je nach dem Einsatzbereich solcher elektrischer Reihenklemmen
werden unterschiedlich lange Isolierstrecken durch unterschiedlich starkes Material
für die Klemmengehäuse verwirklicht.
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Lange Luftstrecken und Kriechstrecken werden durch entsprechende Ausgestaltung
des Klemmengehäuses verwirklicht, beispielsweise durch das Vorhandensein einer durchgehenden
Rille im Fußbereich, des sogenannten "elektrischen Grabens".
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Bei der Klemmenleiste, von der die Erfindung ausgeht (vgl. den Gesamtkatalog
"Phönix-Klemmen" 1980, Seite 179, rechte Spalte), wird eine Verlängerung der Isolierstrecken
zwischen den Leiteranschlußkörpern benachbarter Reihenklemmen dadurch verwirklicht,
daß die Mittelebene des Leiteranschlußkörpers jeder elektrischen Reihenklemme gegenüber
der Mittelebene der Tragschiene versetzt ist, so daß dann, wenn benachbarte Reihenklemmen
jeweils um 1800 versetzt zueinander auf der Tragschiene aufgereiht werden, die Leiteranschlußkörper
benachbarter Reihenklemmen in Längsrichtung der Tragschiene gesehen auch versetzt
zueinander angeordnet sind.
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Es hat sich nun gezeigt, daß die bislang bekannten Klemmenleisten
mit elektrischen Reihenklemmen hinsichtlich der Länge der Luftstrecken und der Kriech
strecken insbesondere dann nicht befriedigen, wenn davon ausgegangen werden muß,
daß sie in einer feuchten oder nassen Umgebung eingesetzt werden sollen.
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Diese Problematik stellt sich in zunehmendem Maße beispielsweise bei
Kernkraftwerken, wo damit gerechnet werden muß, daß ein Rohrbruch in der Speisewasserleitung
innerhalb des Sicherheitsbehälters auftritt. Bei einem derartigen Rohrbruch verdampft
das unter hohem Druck stehende, weit über normale Siedetemperatur aufgeheizte Wasser
sofort in den Sicherheitsbehälter hinein und kondensiert an den kühleren Aggregaten,
beispielsweise auch an den elektrischen Installationen, die die Sicherheitseinrichtungen
mit Gleich- und Wechselspannung versorgen. Die Verbindung von hoher Temperatur,
Feuchtigkeit und hohem Druck führt zu einer ausgesprochen aggressiven Atmosphäre,
der die Klemmengehäuse bislang bekannter elektrischer Reihenklemmen noch nicht optimal
gewachsen sind. Letzteres liegt u. a. auch daran, daß die konstruktiv vorhandenen
Luftstrecken und Kriechstrecken durch die Feuchtigkeit erheblich verkürzt werden.
Insbesondere zwischen den Klemmengehäusen benachbarter Reihenklemmen vermag Feuchtigkeit
durch Kapillarwirkung aufzusteigen, es bildet sich ein hoch leitfähiger Nässefilm
zur Tragschiene hin. Ähnliches gilt bei Reihenklemmen, bei denen das Klemmengehäuse
aus zwei schalenförmigen Gehäusehälften besteht, auch für das Innere des Klemmengehäuses.
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Ausgehend von dem zuvor erläuterten Stand der Technik liegt der Erfindung
nun die Aufgabe zugrunde, die Klemmenleisten der in Rede stehenden Art so auszugestalten
und weiterzubilden, daß die Luftstrecken und Kriechstrecken in den Reihenklemmen
und zwischen den Reihenklemmen erheblich vergrößert sind.
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Die erfindungsgemäße Klemmenleiste, bei der die zuvor aufgezeigte
Aufgabe gelöst ist, ist zunächst und im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, daß
die Klemmengehäuse von auf der Tragschiene benachbarten Reihenklenunen zumindest
im Kopfbereich versetzt zueinander angeordnet sind. Der Erfindung liegt dabei die
Erkenntnis zugrunde, daß der unmittelbare Kontakt der Klemmengehäuse benachbarter
Reihenklemmen insbesondere im Kopfbereich ausgeschaltet
werden
muß, um die Kapillarwirkung, die zur Ausbildung eines Nässefilmes führt, auszuschalten.
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Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die zuvor grundsätzlich erläuterte
Lehre der Erfindung zu verwirklichen. Zunächst besteht die einfachste Verwirklichungsmöglichkeit
für die erfindungsgemäße Lehre darin, zwischen den Klemmengehäusen benachbarter
Reihenklemmen Distanzstücke auf der Tragschiene anzuordnen. Diese Lösung ist allerdings
nicht nur mit einem zusätzlichen Aufwand verbunden, sondern führt außerdem dazu,
daß in Längsrichtung der Tragschiene ein relativ großer Raumbedarf gegeben ist.
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Eine andere Lösungsmöglichkeit besteht darin, die Klemmengehäuse
benachbarliter Reihenklemmen abwechselnd im wesentlichen oberhalb und unterhalb
der Hauptebene der Tragschiene anzuordnen. Die Reihenklemmen ragen in diesem Fall
jeweils abwechselnd in entgegengesetzten Richtungen von der Tragschiene ab.
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Die Klemmengehäuse benachbarter Reihenklemmen kommen dabei nur im
Fußbereich aneinander zur Anlage. Bei dieser Lösung kann zwar auf gesonderte Distanzstücke
verzichtet werden, so daß der Platzbedarf in Längsrichtung der Tragschiene relativ
gering ist, jedoch wird der Platzbedarf in der Höhe relativ groß und die Zugänglichkeit
der einzelnen Reihenklemmen kann unter Umständen behindert sein.
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Eine weitere Lösungsmöglichkeit besteht darin, die Kopfbereiche der
Klemmengehäuse benachbarter Reihenklemmen einer erfindungsgemäßen Klemmenleiste
in unterschiedlichen Abständen von der Tragschiene anzuordnen. Die Kopfbereiche
der Klemmengehäuse der Reihenklemmen einer Klemmenleiste werden hier praktisch in
zwei Ebenen übereinander angeordnet. Auch hierbei kann auf Distanzstücke verzichtet
werden, da verwirklicht werden kann, daß sich die Klemmengehäuse benachbarter Reihenklemmen
nur im Fußbereich berühren.
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Eine ganz besonders vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Lehre ist dadurch gekennzeichnet, daß die Mittelebenen der Klemmengehäuse benachbarter
Reihenklemmen im Kopfbereich versetzt zueinander angeordnet sind.
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Diese Lösung hat die Vorteile, daß auf Distanzstücke zwischen den
einzelnen Reihenklemmen einer Klemmenleiste verzichtet werden kann, daß prinzipiell
nur eine Art von Reihenklemmen verwendet werden muß, daß ferner der Platzbedarf
quer zur Tragschiene relativ gering ist und daß schließlich die Zugänglichkeit der
Leiteranschlußkörper benachbarter Reihenklemmen weitestgehend unbehindert ist.
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Bei der zuvor erläuterten erfindungsgemäßen Klemmenleiste ist sowohl
eine symmetrische Tragschiene als auch eine unsymmetrische Tragschiene verwendbar.
Welche Art von Tragschiene Verwendung findet, hat lediglich für die Ausgestaltung
der Klemmengehäuse der Reihenklemmen eine Bedeutung, nicht aber im Rahmen der erfindungsgemäßen
Lehre. Im übrigen sind hinsichtlich der Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Klemmenleiste
auch Mischformen der zuvor erläuterten Konstruktionen möglich, was im einzelnen
einer Erläuterung nicht bedarf.
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Was die Relhenklemmen betrifft, aus denen eine erfindungsgemäße Klemmenleiste
im wesentlichen aufgebaut wird, so sind sehr viele Ausgestaltungen möglich, die
im folgenden nur beispielhaft erläutert werden sollen.
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Soll eine Klemmenleiste verwirklicht werden, bei der die Kopfbereiche
der Klemmengehäuse benachbarter Reihenklemmen in unterschiedlichen Abständen von
der Tragschiene angeordnet sind, so kann jeweils abwechselnd mit einer ganz normalen,
bekannten Reihenklemme eine Reihenklemme vorgesehen sein, bei der zwischen dem Fußbereich
und dem Kopfbereich des Klemmengehäuses ein im wesentlichen C-förmiger oder 0-förmiger
Umwegbereich vorgesehen ist.
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Durch den Umwegbereich wird bei dieser Reihenklemme gewissermaßen
ein Träger für den Kopfbereich gebildet, wobei dort, wo sich der Kopfbereich benachbarter
Reihenklemmen befindet, ein Freiraum gegeben ist.
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Soll eine Klemmenleiste verwirklicht werden, bei der die Mittelebenen
der Klemmengehäuse benachbarter Reihenklemmen im Kopfbereich versetzt zueinander
angeordnet sind, so empfiehlt es sich, jede der Reihenklemmen so auszugestalten,
daß die Mittelebene des Klemmengehäuses im Kopfbereich gegenüber
der
Mittelebene der Tragschiene versetzt ist. Vorzugsweise ist dabei das Klemmengehäuse
im Kopfbereich vollständig auf einer Seite der Mittelebene der Tragschiene angeordnet.
Bei dieser Lösung können die Kopfbereiche der Klemmengehäuse benachbarter Reihenklemmen
nicht mehr aneinander zur Anlage kommen, sofern benachbarte Reihenklemmen jeweils
um 1800 gegeneinander versetzt auf der Tragschiene angeordnet werden. Hier braucht
also tatsächlich nur eine Art von Reihenklemmen zum Aufbau erfindungsgemäßer Klemmenleisten
verwendet zu werden.
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Zunächst gibt es verschiedenste Möglichkeiten, das Versetzen des Kopfbereiches
des Klemmengehäuses gegenüber der Mittelebene der Tragschiene zu verwirklichen.
So kann die Mittelebene des Klemmengehäuses im Fußbereich und/oder im Kopfbereich
in einem spitzen bis rechten Winkel zur Mittelebene der Tragschiene verlaufen. Alle
Kombinationsmöglichkeiten sind hier möglich. Im Ergebnis bilden dann mehrere auf
einer Tragschiene angeordnete Reihenklemmen eine Klemmenleiste von U-förmiger oder
V-förmiger Struktur.
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Je nach dem. wie im einzelnen die elektrische Reihenklemme geometrisch
gestaltet ist, kann zwischen dem Fußbereich und dem Kopfbereich des Klemmengehäuses
auch noch ein übergangsbereich vorgesehen sein. Die Mittelebene des Klemmengehäuses
kann dabei auch im übergangsbereich oder nur im Übergangsbereich in einem spitzen
bis rechten Winkel zur Mittelebene der Tragschiene verlaufen.
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Da es sein kann, daß die Übergangsbereiche der Klemmengehäuse benachbarter
Reihenklemmen einander in Längsrichtung der Tragschiene gesehen überdecken, ist
es zweckmäßig, zur Verhinderung einer Kapillarwirkung zwischen den übergangsbereichen
der Klemmengehäuse die Tiefe des Klemmengehäuses einer Reihenklemme im Obergangsbereich
geringer als im Fußbereich und im Kopfbereich zu wählen. Dabei ist berücksichtigt
worden, daß die Klemmengehäuse benachbarter Reihenklemmen im Fußbereich ohne weiteres
aneinander zur Anlage kommen können, daß dies aber nicht nur im Kopfbereich, sondern
auch im übergangsbereich, so vorhanden, verhindert werden soll.
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Nach einer weiteren Lehre der Erfindung, der besondere Bedeutung zukommt,
sind auf den Außenseiten des Klemmengehäuses im Kopfbereich und/oder im Übergangsbereich
die äußeren Kriechstrecken verlängernde Rippen vorgesehen.
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Die Rippen sind dabei vorzugsweise in vertikaler Richtung gesehen
abwechselnd auf den Außenseiten vorgesehen. Durch diese Maßnahme ergibt sich, daß
bei gleichgerichteter, also nicht um 1800 abwechselnder Anordnung von Reihenklemmen
auf einer Tragschiene, niemals zwei Rippen benachbarter Reihenklemmen aufeinanderzu
ragen können. Die Querschnittsform der Rippen ist hier zwar grundsätzlich beliebig,
jedoch hat es sich gezeigt, daß eine im wesentlichen dreieckige Querschnittsform
der Rippen wegen der geringen Größe der sich bildenden Tropfen optimal ist.
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Hinsichtlich der eingangs erläuterten Gefahr des Auftretens von Kriechströmen
im Inneren einer elektrischen Reihenklemme, bei der das Klemmengehäuse aus zwei
schalenförmigen Gehäusehälften besteht, geht eine weitere Lehre der Erfindung dahin,
die Gehäusehälften auf den Innenseiten mit die inneren Kriechstrecken verlängernden
Rippen zu versehen. Dabei sollten diese Rippen auch hier in vertikaler Richtung
gesehen abwechselnd auf den Innenseiten vorgesehen sein. Dieser Lehre kommt insoweit
auch unabhängig von den zuvor erläuterten Lehren eine besondere Bedeutung zu, da
hier berücksichtigt wird, daß eine Kapillarwirkung nicht nur zwischen den Klemmengehäusen
benachbarter Reihenklemmen, sondern auch innerhalb einer aus zwei Gehäusehälften
bestehenden Reihenklemme auftreten kann. Was die Querschnittsform der Rippen angeht,
so gilt hier das oben Gesagte entsprechend.
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Die eingangs erläuterte Problematik hinsichtlich einer optimalen Isolation
auch in feuchter oder nasser Umgebung erfordert auch besondere Isolatlonen der Leiteranschlußkörper.
Insoweit ist es bei einem als Schraubanschlußkörper ausgebildeten Leiteranschlußkörper
vorteilhaft, die Schächte der Anschlußschrauben und/oder die Leitereinführungsbereiche
mit Isolierkappen abzudecken. Ist andererseits als Leiteranschlußkörper ein Anschlußpfosten
für einen Klammeranschluß oder einen Wickelanschluß vorgesehen, so empfiehlt es
sich, die elektrische Reihenklemme so auszugestalten, daß auf den Anschlußpfosten
ein Schrumpfschlauch aus Isoliermaterial aufsetzbar ist.
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Die Isolation bei einer Reihenklemme der zuvor erläuterten Art kann
durch Verlängerung der Luftstrecken und Kriechstrecken weiter verbessert werden,
wenn das Klemmengehäuse einen den Anschlußpfosten im unteren Bereich umgebenden
Isolierkragen aufweist oder mit einem solchen Isolierkragen versehen ist. Wenn dieser
Isolierkragen dann noch eine faltenbalgartige oder schraubenförmige Außenseite und/oder
auf der Außenseite einen im wesentlichen parallel zu dem Anschlußpfosten verlaufenden
Führungskanal aufweist, so läßt sich der anzuschließende Leiter ohne weiteres mehrfach
um den Isolierkragen wickeln und/oder in dem Führungskanal nach unten zum Fußpunkt
des Leiteranschlußkörpers hin führen, so daß ein Schrumpfschlauch besonders gut
abdichtend aufgesetzt werden kann. Der kriechstrom- und korrosionsempfindliche Bereich
einer solchen Reihenklemme wird also hier gleich mehrfach geschützt.
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Schließlich hat es sich gezeigt, daß auch indirekt Kriechstrombrücken
über an den Leiteranschlußkörpern angeschlossene Leiter gebildet werden können.
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Deshalb ist es zweckmäßig, wenn die Klemmengehäuse der Reihenklemmen
mit Führungshaken für anzuschließende Leiter versehen sind, so daß die entsprechenden
Leiter so geführt werden können, daß sie nur im Fußbereich zwischen zwei Reihenklemmen
zu liegen kommen.
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Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich Ausführungsbeispiele
darstellenden Zeichnung näher erläutert; es zeigt Fig. 1 in rein schematischer Darstellung,
sehr stark vereinfacht, verschiedene Ausführungsbeispiele einer erfindungsgemäßen
Klemmenleiste, Fig. 2 detaillierter ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Klemmenleiste in Stirnansicht, Fig. 3 in Draufsicht den Gegenstand nach Fig. 2,
Fig.
4 detaillierter ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Klemmenleiste
in Stirnansicht, Fig. 5 in perspektivischer Ansicht, schräg von oben gesehen, den
Gegenstand nach Fig. 4, Fig. 6 ausschnittweise den Übergangsbereich eines Klemmengehäuses
einer Reihenklemme der Klemmenleisten gemäß Fig. 3, Fio. 7 ausschnittweise den Übergangsbereich
des Klemmengehäuses einer Reihenklemme der Klemmenleiste nach Fig. 2 und Fig. 8
in rein schematischer Darstellung, sehr stark vereinfacht, geometrische Gestaltungsmöglichkeiten
für Reihenklemmen einer erfindungsgemäßen Klemmenleiste.
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Fig. 1 zeigt in rein schematischer Darstellung, sehr stark vereinfacht,
eine Klemmenleiste 1, bestehend aus einer Tragschiene 2 und einer Mehrzahl von elektrischen
Reihenklemmen 3, die auf der Tragschiene 2 hintereinander bzw.
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nebeneinander angeordnet sind. Erkennbar sind in dieser Darstellung
nur zwei Reihenklemmen 3. Jede der Reihenklemmen 3 weist ein aus Isolierstoff bestehendes
Klemmengehäuse 4 und einen in dem Klemmengehäuse 4 angeordneten metallischen Leiteranschlußkörper
5, hier ein Schraubanschlußkörper, auf.
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Das Klemmengehäuse 4 weist einen Fußbereich 6 mit Befestigungsausnehmungen
7 zum Befestigen auf der Tragschiene 2 und einen Kopfbereich 8 mit dem Leiteranschlußkörper
5 auf.
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Wie sich aus Fig. 1deutlich ergibt, sind bei der erfindungsgemäßen
Klemmenleiste 1 in allen Ausführungsformen die Klemmengehäuse 4 von auf der Tragschiene
2 benachbarten Reihenklemmen 3 zumindest im Kopfbereich versetzt zueinander angeordnet.
Dazu sind bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. la die Kopfbereiche 8 der Klemmengehäuse
4 benachbarter Reihenklemmen in unterschiedlichen Abständen von der Tragschiene
2 angeordnet. Bei dem Ausführungsbeispiel
nach Fig. Ib sind die
Mittelebenen 9 der Klemmengehäuse 4 benachbarter Reihenklemmen 3 im Kopfbereich
8 versetzt zueinander angeordnet.
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Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. la sind zwei Arten von Reihenklemmen
3 vorgesehen, nämlich eine "normale" Reihenklemme 3 und eine Reihenklemme 3, bei
der zwischen dem Fußbereich 6 und dem Kopfbereich 8 des Klemmengehäuses 4 ein im
wesentlichen C-förmiger Umwegbereich 10 vorgesehen ist. Diese beiden Arten von Reihenklemmen
3 sind stets abwechselnd auf der Tragschiene 2 angeordnet.
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Bei dem in Fig. Ib dargestellten Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Klemmenleiste 1. ist nur eine Art von Reihenklemmen 3 vorgesehen. Bei dieser Reihenklemme
3 ist die Mittelebene 9 des Klemmengehäuses 4 im Kopfbereich 8 gegenüber der Mittelebene
11 der Tragschiene 2 versetzt, verläuft nämlich sowohl im Fußbereich 6 als auch
im Kopfbereich 8 in einem spitzen Winkel zur Mittelebene 11 der Tragschiene 2.
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Fig. 2 zeigt detaillierter das in Fig. 1b schematisch dargestellte
Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Klemmenleiste 1. Zur besseren Verständlichkeit
sind die Klemmengehäuse 4 der beiden erkennbaren Reihenklemmen 3 geöffnet. Diese
Reihenklemmen 3 sollen nun näher erläutert werden: Wie Fig. 2 deutlich erkennen
läßt, ist die Mittelebene 9 des Klemmengehäuses 4 im Kopfbereich 8 gegenüber der
Mittelebene 11 der Tragschiene 2 versetzt.
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Genaue gesagt ist das Klemmengehäuse 4 im Kopfbereich 8 vollständig
auf einer Seite der Mittelebene 11 der Tragschiene 2 angeordnet. Das ist hier dadurch
verwirklicht, daß die Mittelebene 9 des Klemmengehäuses 4 im Kopfbereich 8 in einem
spitzen Winkel zur Mittelebene 11 der Tragschiene 2 verläuft. Die gesamte Klemmenleiste
1 bekommt dadurch in Stirnansicht eine V-förmige Gestaltung.
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Wie Fig. 2 ferner zeigt, ist zwischen dem Fußbereich 6 und dem Kopfbereich
8 des Klemmengehäuses 4 ein Übergangsbereich 12 vorgesehen. Die Mittelebene 9
des
Klemmengehäuses 4 im Übergangsbereich 12 verläuft in einem spitzen Winkel zur Mittelebene
11 der Tragschiene 2.
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Aus Fig. 3 ergibt sich, daß die Klemmengehäuse 4 benachbarter Reihenklemmen
3 im Kopfbereich 8 nicht aneinander zur Anlage kommen, so daß auch durch Kapillarwirkung
gebildete Nässefilme nicht entstehen können. Die Kriechstrecken werden noch dadurch
verlängert, daß die Tiefe des Klemmengehäuses 4 im Obergangsbereich 12 geringer
ist als im Fußbereich 6 und im Kopfbereich 8. Dadurch ist gewährleistet, daß benachbarte
Reihenklemmen 3 praktisch nur im Fußbereich 6 aneinander zur Anlage kommen, wohingegen
im Kopfbereich 8 wegen der räumlichen Versetzung und im übergangsbereich 12 wegen
der geringeren Tiefe des Klemmengehäuses 4 reichliche Luftstrecken und damit reichliche
Kriechstrecken verwirklicht sind.
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Das in Fig. 4 dargestellte Ausführungsbeispiel 'einer Reihenklemme
3 unterscheidet sich von dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel zunächst
und in erster Linie durch eine geänderte geometrische Gestaltung. Jede Reihenklemme
3 weist hier eine im wesentlichen L-förmige Struktur auf, so daß die Klemmenleiste
1 insgesamt in Stirnansicht gesehen U-förmig gestaltet ist.
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Der Leiteranschlußkörper 5, hier Anschlußpfosten, ist hier so angeordnet,
daß seine Mittelebene gegenüber der Mittelebene 11 der Tragschiene 2 versetzt ist,
jedoch parallel zu der Mittelebene 11 der Tragschiene 2 verläuft. Die Mittelebene
9 des Klemmengehäuses 4 fällt im Kopfbereich 8 mit der Mittelebene des Leiteranschlußkörpers
5 zusammen, so daß das Klemmengehäuse 4 im Kopfbereich 8 vollständig auf einer Seite
der Mittelebene 11 der Tragschiene 2 angeordnet ist. Die Mittelebene 9 des Klemmengehäuses
4 im Fußbereich 6 verläuft hingegen in einem spitzen Winkel zur Mittelebene 11 der
Tragschiene 2. Die seitliche Versetzung des Klemmengehäuses 4 im Kopfbereich 8 wird
also in vollem Umfange im Fußbereich 6 erzielt.
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Die Anschlußpfosten des Leiteranschlußkörpers 5 sind in das einstückige
Klemmengehäuse 4 eingegossen. Um die Kriechstrecken auf den Außenseiten des Klemmengehäuses
4 zu verlängern, sind im Kopfbereich 8 quer zur Mittelebene
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des Klemmengehäuses 4 verlaufende, im Querschnitt dreieckige Rippen 13 vorgesehen.
Fig. 4 läßt andeutungsweise erkennen, daß die Rippen 13 in vertikaler Richtung gesehen
abwechselnd auf den Außenseiten des Klemmengehäuses 4 vorgesehen sind. Werden die
Reihenklemmen 3, in Abweichung von der Darstellung in Fig. 4, gleichgerichtet auf
der Tragschiene 2 angeordnet, so gewährleistet diese Anordnung der Rippen 13, daß
niemals zwei Rippen 13 benachbarter Reihenklemmen 3 aufeinanderzu ragen können.
Die vorgegebenen Luftstrecken und Kriechstrecken sind also in allen Fällen gleichermaßen
lang und nicht durch Kapillarwirkung gefährdet.
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Was die Verlängerung der Kriechstrecken betrifft, so zeigt auch Fig.
2 noch eine Besonderheit. Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel einer
elektrischen Reihenklemme 3 besteht nämlich das Klemmengehäuse 4 aus zwei schalenförmigen
Gehãusehälften, von denen jeweils in Fig. 2 nur eine eingezeichnet ist. Zwischen
den Gehäusehälften des Klemmengehäuses 4 kann sich im Inneren des Klemmengehäuses
4 ein Nässefilm bilden, der die hier relevante Kriechstrecke elektrisch verkürzt.
Zur Verlängerung der inneren Kriechstrecke sind daher die Gehäusehälften auf den
Innenseiten mit entsprechenden, im Querschnitt dreieckigen Rippen 14 versehen. Diese
Rippen 14 sind im Übergangsbereich 12 vorgesehen, dort aber nur in dem Bereich,
in dem die Klemmengehäuse 4 benachbarter Reihenklemmen 3 einander nicht überdecken.
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Dadurch werden die Kriechstrecken von der dem Leiteranschlußkörper
5 näheren Kante der Tragschiene 2 so verlängert, daß sie etwa den Kriechstrecken
von der ferneren Kante der Tragschiene 2 entsprechen. Diese Rippen 14 sollten im
übrigen in vertikaler Richtung gesehen abwechselnd auf den Innenseiten der Gehäusehälften
des Klemmengehäuses 4 vorgesehen sein.
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Bei dem in den Fig. 4 und 5 dargestellten Ausführungsbeispiel einer
Reihenklemme 3 sind, wie gesagt, als Leiteranschlußkörper 5 Anschlußpfosten vorgesehen.
Um eine weitere Isolierung zu gewährleisten, weist'das Klemmengehäuse 4 einen den
Anschlußpfosten des Leiteranschlußkörpers 5 im unteren Bereich umgebenden Isolierkragen
15 auf. Der Isolierkragen 15 ist in Fig. 5 besonders deutlich zu erkennen. Aus Fig.
5 ergibt sich im übrigen auch, daß der Isolierkragen 15 eine schraubenförmige Außenseite
und auf der Außenseite
einen im wesentlichen parallel zu dem Anschlußpfosten
des Leiteranschlußkörpers 5 verlaufenden Führungskanal 16 aufweist. Die schraubenförmige
Gestaltung der Außenseite des Isolierkragens 15 führt nicht nur zu verlängerten
Kriechstrecken in diesem Bereich, sondern hat den zusätzlichen Effekt, daß ein anzuschließender
Leiter 17 um den Isolierkragen herum gewickelt werden und dann im Führungskanal
16 nach unten abgeführt werden kann. über diese Verbindungsstelle läßt sich dann
ohne weiteres ein in Fig. 5 nicht dargestellter Schrumpfschlauch aus isolierendem
Material stülpen, der wegen dieser Konstruktion besonders eng und gut isolierend
an dem Isolierkragen 15 anliegt.
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Zusätzliche Isoliermaßnahmen sind auch bei der in den Fig. 2 und 3
dargestellten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Reihenklemme 3 vorgenommen
worden, nämlich durch Kappen 18 aus isolierendem Material, mit denen die Schächte
für die Schrauben des als Schraubanschlußkörper ausgebildeten Leiteranschlußkörpers
5 verschlossen werden können.
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In den Fig. 6 und 7 ist nochmals deutlicher gezeichnet, wie die Kriechstrecken
im Übergangsbereich 12 des Klemmengehäuses 4 bei verschiedenen Reihenklemmen 3 durch
Rippen 13 bzw. 14 mit dreieckigem Querschnitt verlängert werden. Fig. 6 zeigt dabei
ausschnittweise die Übergangsbereiche 12 zweier gleichgerichtet angeordneter Reihenklemmen
3 gemäß Fig. 4, während Fig. 7 im Schnitt das Klemmengehäuse 4 einer Reihenklemme
3 gemäß Fig. 2 ausschnittweise zeigt In Fig. 4 ist im übrigen noch deutlich zu erkennen,
daß und wie an den Klemmengehäusen 4 der Reihenklemmen 3 Führungshaken 19 für anzuschließende
Leiter 17 vorgesehen sind. Zwei Leiter 17 sind auch eingezeichnet.
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Fig. 8 zeigt schließlich noch einmal zusammenfassend verschiedene
geometrische Gestaltungsmöglichkeiten für eine erfindungsgemäße Reihenklemme 3.
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Angedeutet sind jeweils nur die Mittelebenen 11 bzw. 9 der Tragschiene
2 bzw. des Klemmengehäuses 4, und zwar für zwei um 1800 gegeneinander versetzt auf
der Tragschiene 2 angeordnete Reihenklemmen 3.
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In Fig. 8a verläuft die Mittelebene 9 des Klemmengehäuses 4 durchgehend
in einem spitzen Winkel zur Mittelebene 11 der Tragschiene 2. In Fig. 8b verläuft
die Mittelebene 9 des Klemmengehäuses 4 im Fußbereich 6 im rechten Winkel und im
Kopfbereich 8 parallel zur Mittelebene 11 der Tragschiene 2, wodurch dann tatsächlich
die Mittelebene 9 des Klemmengehäuses 4 im Kopfbereich 8 gegenüber der Mittelebene
11 der Tragschiene 2 seitlich versetzt ist. In Fig. 8c verläuft die Mittelebene
9 des Klemmengehäuses 4 im Fußbereich 6 in einem spitzen Winkel zur Mittelebene
11 der Tragschiene 2, während die Mittelebene 9 im Kopfbereich 8 parallel zur Mittelebene
11 der Tragschiene 2 verläuft. In Fig. 8d schließlich verläuft die Mittelebene 9
des Klemmengehäuses 4 im Kopfbereich 8 im rechten Winkel zur Mittelebene 11 der
Tragschiene 2, während die Mittelebene 9 im Fußbereich 6 parallel zur Mittelebene
11 der Tragschiene 2 verläuft. Eine Vielzahl anderer Gestaltungsmöglichkeiten sind
hier noch denkbar.
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