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DE320048C - Verfahren zur Herstellung eines Seifenersatzmittels - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Seifenersatzmittels

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Publication number
DE320048C
DE320048C DE1918320048D DE320048DD DE320048C DE 320048 C DE320048 C DE 320048C DE 1918320048 D DE1918320048 D DE 1918320048D DE 320048D D DE320048D D DE 320048DD DE 320048 C DE320048 C DE 320048C
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DE
Germany
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lime
final liquor
milk
final
soap
Prior art date
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Expired
Application number
DE1918320048D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ALBERT STUTZER DR
Original Assignee
ALBERT STUTZER DR
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ALBERT STUTZER DR filed Critical ALBERT STUTZER DR
Application granted granted Critical
Publication of DE320048C publication Critical patent/DE320048C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D7/00Compositions of detergents based essentially on non-surface-active compounds
    • C11D7/02Inorganic compounds
    • C11D7/04Water-soluble compounds
    • C11D7/06Hydroxides
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D7/00Compositions of detergents based essentially on non-surface-active compounds
    • C11D7/02Inorganic compounds
    • C11D7/04Water-soluble compounds
    • C11D7/10Salts

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Dairy Products (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung eines Seifenersatzmittels. Als fettloses Seifenersatzmittel hat man bereits Magnesiahydrat verwendet. Diese Verbindung ist in Wasser schwer löslich und erteilt dem Wässer nur schwach alkalische Reaktion, aber diese Alkalität genügt, um Schmutz von Körperteilen und von Wäschegegenständen zu entfernen und bietet den Vorteil, die Haut bzw. die Wäsche im Gegensatz zur Soda oder anderen, stark alkalischen, fettlosen Seifenersatzmitteln nicht anzugreifen.
  • Das Magnesiahydrat wird für den genannten Zweck meist in einer Beschaffenheit hergestellt, die der Schmierseife ähnlich ist. Man bereitet es beispielsweise dadurch, daß eine konzentrierte Lösung von schwefelsaurer Magnesia durch Natronlauge zersetzt wird. Bei den -verhältnismäßig hohen Preisen für Natronlauge und für schwefelsaure Magnesia hat man versucht, das in der Endlauge der Chlorkaliumfabriken vorhandene. Chlormagnesium zu verwenden und dieses durch Kalkhydrat zu zersetzen. Die genannte Endlauge enthält in rooo 1 durchschnittlich 400 kg Chlormagnesium (auf wasserfreies Salz bezogen), 35 kg schwefelsaureMagnesia und geringe Mengen von Chlornatrium und Chlorkalium.
  • Das aus der Endlauge durch Zugabe von Kalkmilch bisher hergestellte Seifenersatzmittel ist indes minderwertig, weil es harte kleine Körnchen enthält, die bei der Reinigung der Wäsche in den Geweben der Wäschegegenstände sich so festsetzen, daß sie durch Abspülen mit Wasser nicht zu entfernen sind. Die Körnchen sind selbst dann in diesem Seifenersatz enthalten, wenn man durch geeignete Maßnahmen dafür sorgt, daß die verwendete Kalkmilch keine harte Körnchen enthält, indem man mit Hilfe von Sieben oder durch Zentrifugen körnige Anteile des Kalkes von dem zarten Brei trennt und nur letzteren mit Endlauge mischt. In diesem Falle bilden sich die harten Körnchen, durch die der Seifenersatz minderwertig wird, nach 'der Zugabe der Kalkmilch zu der Endlauge. Es wurde nun gefunden, daß die Körnchenbildung in der mit Kalkmilch versetzten Endlauge auf der Ausscheidung zusammenhängender Kristallverbände von Gips beruht, der sich allmählich aus dem vorhandenen Magnesiumsulfat und der Kalkmilch bildet.
  • Es sei daran erinnert, daß aus einer Mischung von gebranntem Gips und Wasser die Erhärtung der Masse unter Kristallbildung von Gips ebenfalls langsam erfolgt. Versetze ich die nicht erwärmte Endlauge von Chlorkaliumfabriken mit Chlorkalzium, so bleibt die Mischung anfangs klar. Allmählich scheiden sich Kristalle von Gips aus. Erwärme ich die Mischung auf ungefähr 7o bis 8o°, so tritt die Kristallbildung fast sofort ein.
  • Ein gleicher Vorgang findet statt, wenn man Endlauge mit gelöschtem Kalk versetzt, insuesondere dann,- wenn weniger Kalk genotninen wurde, als zur Umsetzung aller Magnesiumverbindungen erforderlich ist. Letztere haben, auf rooo 1 Endlauge bezogen, ungefähr 25o kg Kalk zur vollständigen Um-Setzung nötig. Durch solche Mengen von Kalk würde eine harte, nicht gebrauchsfähige Masse erhalten werden. Nimmt man statt 250 kg nur 55 bis 65 kg Kalk, so ist das Erzeugnis der Schrriierse'ife-ähnlich, es hat aber einen großen, ersli8-v6u hlormagnesium. In diesembrschuß eines konzentrierten Lösung voi-irnägristxtri -tritt das aus Kalkhydrat und einem Teil des Chlormagnesiums entstandene Chlorkalzium mit Magnesiumsulfat in Wechselwirkung, bei gewöhnlicher Lufttemperatur, bei 15 bis zo° scheiden Gipskristalle nur langsam in zusammenhängendenMassensich aus, zumTeil erst nach Verlauf mehrerer Tage, weil das Chlormagnesium gewissermaßen entwässernd wirkt. Trägt man dagegen den Kalk in Endlauge ein, die vorher auf ungefähr 7o bis 8o° erwärmt wurde, so scheiden kleine Gipskristalle sehr schnell sich aus, ohne daß sie zu einer harten Masse sich zusammenschließen.
  • Die Bildung von harten Körnchen, die den Seifenersatz minderwertig machen, wird also durch das Erwärmen der Endlauge vermieden. Der Gips bleibt zwar in der Masse, aber die beim Erwärmen schnell entstehenden Gipskristalle sind sehr klein, gleichmäßig in der ganzen Masse verteilt und zeigen keinen zur Körnerbildung Anlall gebenden Zusammenhang, so daß sie nicht störend wirken.
  • Man kann auch den Gips zur Ausscheidung und Absonderung bringen, indem man das Verfahren in folgender Weise abändert: Die . Endlauge wird mit so viel Chlorkalzium versetzt, als zur Umwandlung der schwefelsauren Magnesia in Chlormagnesium und Gips nötig ist. Für je 35 kg schwefelsaurer NTagnesia sind ungefähr 33 kg Chlorkalzium erforderlich. Nach Ausfällung des Gipses wird dieser durch eine Nutsche von der Flüssigkeit getrennt und die letztere nun in der Wärme mit der erforderlichen Menge von Kalkmilch versetzt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜcHE: i. Verfahren zur Herstellung eines Seifenersatzmittels, dadurch gekennzeichnet, daß die auf 70 bis 8o° erwärmte Endlauge der Kalifabriken mit erheblich weniger als der dem Magnesiumgehalt der Endlauge äquivalenten Menge einer von gröberen Anteilen -befreiten Kalkmilch (für iooo 1 Endlauge zweckmäßig 55 bis 65 kg Atzkalk enthaltend) behandelt wird. a. Abänderung des Verfahrens gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die auf 7o bis 8o° erwärmte Endlauge zunächst mit so viel von einem leicht löslichen Kalksalz, am besten Chlorkalzium, versetzt wird, als zur Aus'scheidüng des in der Endlauge enthaltenen Sulfates in Form von Gips nötig- ist, daß der Gips durch Filtration von- der Flüssigkeit getrennt und letztere dann mit Kalkmilch behandelt wird.
DE1918320048D 1918-03-27 1918-03-27 Verfahren zur Herstellung eines Seifenersatzmittels Expired DE320048C (de)

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