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TOLERANZGRENZEN-ANZEIGENKLEBETEIL FUR EINE MESSUHR UND
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VERFAHREN ZUM ANZEIGEN DER TOLERANZGRENZE BEI EINER MESSUHR Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein Toleranzgrenzen-Anzeigeklebeteil für eine Meßuhr, das
zur Anzeige von Toleranzgrenzen bei den Abmessungsfehlern eines zu messenden Gegenstandes
dient, sowie ein Verfahren zum Anzeigen einer Toleranzgrenze bei der Meßuhr.
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Bisher sind einige Aneigeeinrichtungen bzw. Meßuhren derart beschaffen,
dah ein Toleranzgrenzen-Zeiger auf einem Umfangsrandabschnitt eines Meßuhrdeckels
derart beweglich gelagert ist, daß sich die Toleranzgrenze beim Abmessungsfehler
eines zu vermessenden Gegenstandes anzeigen läßt.
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Bei Meßuhren der zuvor beschriebenen Bauart läßt sich der Toleranzgrenzen-Zeiger
leicht bewegen, so daß die Möglichkeit besteht, daß der Toleranzgrenzen-Zeiger ungewollt
bzw. zufällig bewegt wird.
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Wenn ein solches fehlerhaftes Arbeiten der Meßuhr wie zuvor beschrieben
nicht verhindert wird, kann es passieren, daß ein Erzeugnis mit einer außerhalb.der
Abmessungsfehlertoleranzgrenze liegenden Abmessung als ein Erzeugnis angesehen wird,
das innerhalb der Abmessungsfehlertoleranzgrenze liegt.
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Zusätzlich ist bei der zuvor beschriebenen Meßuhr eine Ringnut längs
dem Umfangsrandabschnitt des Meßuhrdeckels vorgesehen. Zwei ringförmige Federn,
die jeweils teilweise abgeschnitten sind, sind in diese Ringnut eingelegt.
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Toleranzgrenzen-Zeiger, die auf die Mitte des Meßuhrdeckels weisen,
sind einstückig an den zuvor beschriebenen Federn jeweils ausgebildet und die Federn
sind gesondert voneinander beweglich Hierbei ergibt sich der Nachteil, daß beim
Brechen oder Verlorengehen des Toleranzgrenzen-Zeigers oder der Toleranzgrenzen-Zeiger
viel Arbeit und Zeit zum Ersetzen desselben bzw. derselben erforderlich ist.
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Die Erfindung zielt darauf ab, eine Einrichtung mit einer vereinfachten
Auslegung zu schaffen, die zuverlässig die Einstellung eines Abmessungsfehlers bei
der Toleranzgrenze eines zu vermessenden Gegnstandes auf einem Anzeigeabschnitt
einer Meßeinrichtung bzw. einer Meßuhr gestattet.
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Hierzu sieht die Erfindung ein Klebeteil aus einem flexiblen Material
vor, das auf der Rückseite mit einer Klebstoffschicht versehen ist. Dieses Klebeteil
wird anstelle der üblichen beweglichen Toleranzgrenzen-Zeiger verwendet. Dieses
Klebeteil wird auf einer vorbestimmten Stelle auf dem Meßuhrdeckel oder auf der
Meßplatte der Meßuhr aufgebracht, wodurch man das zuvor erwähnte Ziel erreicht.
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Vorzugsweise ist das Klebeteil nach der Erfindung derart beschaffen,
daß ein Klebflächenstück, das auf der Rückseite mit einer Klebstoff schicht versehen
ist, auf einem Grundmaterial ablösbar aufgebracht ist. Das Klebflächenstück ist
mit Einteilungen bzw. Teilstrichen entsprechend den Einteilungen bzw. den Teilstrichen
auf der Meßplatte der Meßuhr versehen, für die das zuvor beschriebene Klebeteil
Verwendung findet. Das Klebflächenstück ist mit kreisförmigen Schnittlinien ausgebildet,
die solche Abmessungen haben, daß das Klebeteil auf die entsprechende Größe des
Neßuhrdeckels der zuvor beschriebenen Meßuhr zugeschnitten werden kann.
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Zusätzlich kann das Klebflächenstück vorzugsweise aus einem farbigen
oder lichtdurchlässígen Material ausgebildet sein.
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Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben
sich aus der nachstehenden Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen unter
Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung. Darin zeigt: Fig. 1 eine Draufsicht in
Teilschnittdarstellung einer Ausführungsform eines Toleranzgrenzen-Anzeigeklebeteils
nach der Erfindung, Fig. 2 eine Schnittansicht längs der Linie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 eine Draufsicht auf ein Toleranzgrenzen-Anzeigestück, das man durch Zuschneiden
und Abziehen des ringförmigen Flächenstücks nach Fig. 1 von dem Träger erhält, Fig.
4 eine Vorderansicht in Teilschnittdarstellung eines Toleranzgrenzen-Anzeigestücks
nach Fig. 3 in seinem Gebrauchszustand und Fig. 5 bis 7 Draufsichten von weiteren
Ausführungsformen nach der Erfindung.
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Die Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf bevorzugte Ausführungsformen
anhand der Zeichnung näher erläutert.
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Nach den Fig. 1 und 2 ist ein Klebflächenstück 20 auf seiner Rückseite
mit einer Klebstoffschicht 40 versehen, das ablösbar von einem Träger 1, einem Grundmaterial
ist.
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Dieses Flächenstück 20 hat darauf ausgebildete Schnitt-
linien
2c und 3c, die zueinander konzentrisch sind und die mit Hilfe eines Stanzstempels
oder dergleichen hergestellt sind. Die Bildung der Schnittlinien 2c und 3c mit Hilfe
eines Stanzstempels ist so ausgeführt, daß der Träger 1 nicht abgetrennt wird. Zusätzlich
werden ein ringförmiges Flächenstück 2 und ein kreisförmiges Einteilungsflächenstück
3 durch die Schnittlinien 2c und 3c gebildet. Dieses Einteilungsflächenstück 3 ist
an seinem Umfangsrandabschnitt mit Einteilungen bzw. Teilstrichen 3a durch Aufdrucken
oder dergleichen versehen. In einem von den Einteilungen 3a dieses Einteilungsflächenstückes
3 nach innen liegenden freien Raum sind Bezeichnungsflächenstücke 10 einschließlich
(+) und (-) durch Schnittlinien 10c und eine Vielzahl von Anzeigeflächenstücke 11
für das nicht-fehlerhafte Erzeugnis vorgesehen, die von Schnittlinien 11c gebildet
werden. In dieses Anzeigeflächenstück 11 für das nicht-fehlerhafte Erzeugnis sind
"gut", "ok", "schön" und dergleichen eingedruckt, die alle insgesamt zur Anzeige
von nicht-fehlerhaften Erzeugnissen 11 dienen.
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Das zuvor beschriebene Klebflächenstück 20 und folglich das ringförmige
Flächenstück 2, das Einteilungsflächenstück 3, die Bezeichnungsflächenstücke 10
und die Flächenstücke 11 zur Anzeige von nicht-fehlerhaften Erzeugnissen, sind aus
farbigem, lichtdurchlässigem oder gefärbtem semitransparenten Kunstharz in Flächenform,
d.h. aus flexiblen Materialien, wie Zellophan oder Vinylharz oder dergleichen ausgebildet
und sie sind auf ihrer Rückseite mit Klebstoffschichten 40 und einem Bindemittel
oder dergleichen wie zuvor beschrieben versehen. Somit sind das ringförmige Flächenstück
2 und das Einteilungsflächenstück 3 mit Klebstoffschichten 4 und 5 jeweils als Teile
von der Klebstoffschicht 40 versehen. Zusätzlich ist die äußere Fläche 1a des Trägers
1 durch entsprechend geeignetere Mittel, wie einen Harzüberzug, geglättet, wobei
zuvor
ein Bindemittel aufgebracht ist, so daß das ringförmige Flächenstück
2, das Einteilungsflächenstück 3, die Bezeichnur:gs-Plächenstücke 10 und die Flächenstücke
11 zum Anzeigen von nicht-fehlerhaften Erzeugnissen, die alle aufgebracht sind,
leicht abgezogen werden können.
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Das ringförmige Flächenstück 2, das auf den Träger 1 aufgebracht ist,
wird somit auf eine gewünschte Länge durch Verwendung der Einteilungen 3a zugeschnitten.
Das so abgeschnittene ringförmige Flächenstück 2 wird von dem Träger 1 abgelöst
bzw. abgezogen, um ein Toleranzgrenzen-Anzeigestück 21 zu bilden,, das teilweise
ausgeschnitten ist, wie dies in Fig. 3 gezeigt ist. Dieses Toleranzgrenzen-Anzeigestück
21 ist auf einem Meßuhrdeckel 7, bestehend aus einer transparenten Platte, beispielsweise
aus Glas, bei einer Meßuhr 6 entsprechend Fig. 4 aufgebracht. Das Toleranzgrenzen-Anzeigestück
21 kann somit die Toleranzgrenze vor Abmessungsfehler anzeigen. Ähnlich sind Bezeichnungen
(+) und (-) auf den Bezeichnungsflächenstücken 10 aufgebracht. Wenn das Meßgerät
bzw. die Meßuhr 6 verwendet wird, wozu der Nullpunkt auf eine gewünschte Position
eingestellt wird, so können die Bzeichnungsflächenstücke 10 auf einfache Weise angeben,
ob sich die Toleranzgrenze auf der (+) oder (-) Seite befindet. Obgleich in der
Zeichnung nicht gezeigt, werden die zuvor beschriebenen Anzeigeflächenstücke 11
für fehlerhafte Erzeugnisse erforderlichenfalls an Stellen entsprechend den abgeschnittenen
Teilen des Toleranzgrenzen-Anzeigestücks 21, d.h. entsprechend der Toleranzgrenze
für Abmessungsfehler eines zu vermessenden Gegenstandes im Meßuhrdeckel 7 aufgebracht.
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Bei der zuvor beschriebenen Ausführungsform ist ein Beispiel gezeigt,
bei der das Einteilungsflächenstück 3 mit Einteilungen bzw. Teilstrichen 3a versehen
ist, die nur von Linien gebildet werden. Wie in Fig. 5 gezeigt,
lassen
sich jedoch diese Linteilungen 3a durch Einteilunyen 3b ersetzen, die von Einteilungslinien
8 und Einteilungsziffern 9 gebildet werden. Wie ferner in Fig. 6 gezeigt, kann das
Klebeflächenstiick 20 mit einer kreisförmigen Schnittlinie 22c als ein scheibenförmiges
Flächenstück 22 ausgebildet werden. Einteilungen 3d bestehend aus Einteilungslinien
und Einteiungsziffern sind auf dem Klebeflächenstück 20 an der Stelle ausgebildet,
die in Berührung mit dem Außenumfang des scheibenähnlichen Flächenstücks 22 ist.
Bei der Verwendung von Einteilungen 3d wird ein TeiL des scheibenförmígen Flächenstücks
22 längs der Schnittlinie 22e abgetrennt, um das Toleranzgrenzen-Anzeigestück 22a
zu bilden, das auf den Meßuhrdeckel 7 aufgebracht werden kann. Hierbei werden die
Einteilungslinien und die Einteilunyszlffern der Einteilungen 3d im Maßstab gleich
den Einteilungslinien und den Einteilungsziffern auf der Meßplatte 17 der Meßuhr
6 gebracht, in der das Klebeteil eischließlich des Toleranzgrenzen-Anzeigestücks
22a Verwendung findet. in dem freien Raum auf dem Klebeflächenstück 20 werden durch
Schnittlinien 12c Flächenstücke 12 zur Anzeige von fehlerhaften Erzeugnissen zusätzlich
zu Bezeichnungsflächenstücken 10 mit (+) und (-) und Anzeigeflächenstücke 11 für
nicht-fehlerhafte Erzeugnisse gebildet.
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Auf diesen Flächen stücken zur Anzeige der fehlerhaften Erzeugnisse
sind Aufdrucke wie "schlecht", "n.g. (nicht gut)" und dergleichen vorgesehen. Diese
Anzeigenflächenstücke 11 für fehlerhafte Erzeugnisse werden erforderlichenfalls
auf den Abschnitt des schelbenförmigen Flächenstücks 22 aufgebracht, das unzerschnitten
bleibt, d.h.
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auf dem zuvor erwähnten Tolcranzyrenzen-Anzeigclstück 22a.
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Ferner wird ein nadelähnliches kleines Toleranzgrenzenstück 23 in
Fig. 7 auf den Meßuhrdeckel 7 als Toleranzgrenzen-Anzeigestück aufgebracht. Dieses
nadelähnliche kleine Toleranzgrenzenstück 23 ist auf der Rückseite, wie zuvor beschrieben,
mit einer Klebstoffschicht (nicht gezeigt) versehen und wird auf einen Träger, wie
zuvor
beschrieben, vor der Anwendung aufgebracht.
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Ferner lassen sich diE- Toleranzgrenzen-Anzeigestücke 21 und 22a,
das nadelähnliche, kleine Toleranzgrenzenstück 23 und dergleichen direkt auf die
Meßplatte 17 der Meßuhr 6 aufbringen. Ferner sind die Toleranzgrenzen-Anzeigestücke
21 und 22a nicht mit Eintei.lungen versehen.
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Solche Einteilungen können jedoch vorgesehen werden.
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Das Vorsehen von Ein teilungen auf den Toleranzgrenzen-Anzeigestücken
21 und 22a ermöglicht das Weglassen der Einteilungen auf der Meßuhr 6. Zusätzlich
braucht das Klebflächenstück 20 nicht notwendigerweise farbig und transparent zu
sein, sondern es kann ein farbloses, lichtdurchlässiges Element mit Einteilungen,
ein lichtundurchlässiges Element oder ein in verschiedenen Farben gehaltenes Element
sein, so daß keine Beschränkung auf eine bestimmte Farbe vorhanden ist. Ferner kann
das Klebflächenstück 20 ein großes Flächenstück sein, aus dem sich eine Vielzahl
von ringförmigen Flächenstücken 2, scheibenförmigen Flächenstücken 22 und dergleichen
ausbilden lassen.
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Wie sich aus der vorstehenden Beschreibung ergibt, sind die Toleranzgrenzen-Anzeigestücke
21, 22a und 23 nach der Erfindung an ihren Rückseiten mit Klebstoffschichten 4 versehen
und die Toleranzgrenzen-Anzeigestücke 21, 22a und 23 werden auf den Meßuhrdeckel
7 oder die Meßplatte 17 der Meßuhr 6 aufgebracht. Somit kann wirksam das Ersetzen,
Abbrechen oder Verlorengehen des Toleranzgrenzen-Zeigers vermieden werden, was bei
den bisherigen Meßuhren der Fall war. Zusätzlich ist das Einteilungsflächenstück
3 oder das Klebflächenstück 20 mit Einteilungen 3a, 3b oder 3d versehen, so daß
das Zuschneiden zum Einstellen der Toleranzgrenze zu dem Abmessungsfehler bei zu
vermessenden Gegenständen genau und leicht erfolgen kann.
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Wenn ferner das Klehflächenstück 20, d.h. das Toleranzgrenzen-Anzeigestück
21, 22a oder 23 von einem farbigen lichtdurchlässigen Flächenstück oder einem farbigen
semitransparenten Material gebildet wird, dann läßt sich die Sichtunterscheidung
erleichtern. Als Resultat ergibt sich dann, daß die Schwierigkeiten im Zusammenhang
mit einer fehlerhaften Messung und der Arbeit zum Ersetzen des Toleranzgrenzen-Zeigers
verbunden werden, wobei diese Schwierigkeiten bei den üblichen Meßeinrichtungen
vorhanden sind.
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