DE329097C - Pflugscharanordnung bei Motor- und anderen Pfluegen - Google Patents
Pflugscharanordnung bei Motor- und anderen PfluegenInfo
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-
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- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01B—SOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
- A01B61/00—Devices for, or parts of, agricultural machines or implements for preventing overstrain
- A01B61/04—Devices for, or parts of, agricultural machines or implements for preventing overstrain of the connection between tools and carrier beam or frame
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Description
Um den schädlichen Einfluß der beim Pflügen oft genug auftretenden Schwierigkeiten
zu beseitigen, die durch im Boden liegende Hindernisse, wie Steine u. dgl., verursacht
werden und welche früher oft eine Zerstörung oder Beschädigung des Pflugschars
verursachten, hat man bereits. Einrichtungen geschaffen, welche, wenn das Pflugschar auf ein solches Hindernis trifft,
ίο ein Ausweichen des Pflugschars ermöglichen
. und dasselbe wieder in den Erdboden zurückbringen, wenn das Hindernis passiert ist.
Die bekannten Vorrichtungen dieser Art stellen den Pflugkörper derart unter die Wirkung
einer Feder, daß der Pflugkörper bei allzu großem Widerstände im Erdboden
zurückweichen kann und nach Überwindung des Widerstandes durch die Feder wieder in
die Arbeitstage zurückgeführt wird. Diese
so bekannten Vorrichtungen haben aber Nachteile.
So tritt zunächst in allen Fällen bei dem Zurückweichen des Pflugkörpers eine Schwingbewegung desselben ein, wobei aber,
zumal jeweils der Hub begrenzt ist, leicht ein Festhaken am Hindernis stattfinden kann.
Außerdem aber wird .die Feder in außerordentlich starkem Grade beansprucht, und
zwar nicht nur, wenn größere Hindernisse zu passieren sind, sondern auch schon bei der
normalen Pflugarbeit. Infolgedessen werden die Federn bei solchen Einrichtungen in überstarkem
Grade beansprucht und sind daher häufig Brüchen ausgesetzt.
Die vorliegende Erfindung will Nachteile der erwähnten Art beseitigen, und zwar geschieht
dies dadurch, daß ' der Pflugkörper nicht durch eine Schwingbewegung, sondern beim Auftreffen auf Hindernisse im Erdboden
durch eine Bewegung schräg nach rückwärts und aufwärts aus dem Bereich des Hindernisses gebracht wird. Zu diesem
Zweck liegt die Griessäule des Pflugschars schlittenartig in festen Führungen, die mit
der Furchensohle einen spitzen Winkel einschließen, wobei die Griessäule selbst unter
Wirkung einer Feder steht. Bei Auftreten eines größeren Widerstandes im Erdboden
folgt daher das Pflugschar den Kräftekomponenten und wird in den schrägen Führungen
schräg nach rückwärts und aufwärts bewegt und kann daher -das Hindernis passieren, nach
dessen Überwindung aber das Pflugschar durch die auf die Griessäule wirkende Feder
wieder in die Arbeitslage zurückgebracht wird.
Diese Ausbildung hat zugleich den Vorteil, daß das Pflugschar in der Arbeitslage durch
einen in eine Kerbe der Griessäule eintretenden, federnden Bolzen gesichert werden kann,
der aus der Kerbe heraustritt und eine Ver- -6o Schiebung der Griessäule schräg nach aufwärts
und rückwärts zuläßt, wenn das Pflugschar gegen einen Widerstand im Boden anstößt,
dagegen in seine Verriegelungslage wieder zurückkehrt, wenn das Pflugschar unter Wirkung der auf die Griessäule wirkenden
Feder in die Arbeitslage zurückgedrückt wird. Im Gegensatz zu den bekannten Einrichtungen
ist' daher die auf die Griessäule wirkende Feder im Beharrungszustand fast
ganz ungespannt und bleibt auch in diesem Zustande· bei der normalen Pflugarbeit, sowie
bei der Überwindung resp. Beseitigung klei» nerer Hindernisse," da in diesem Falle durch
den in die Kerbe der Griessäule eintretenden Bolzen das Pflugschar dauernd in der Arbeitslage gehalten wird. Nur wenn große Hindernisse
überwunden werden müssen, welche ohne Beschädigung des Pfluges nicht beseitigt
werden können, tritt das Ausklinken und die Aufwärtsbewegung des- Pflugschars ein,
so daß daher die Feder als solche nur in diesen seltenen Fällen und dann auch nur in dem
zulässigen Grade beansprucht wird. Der Gegenstand der Erfindung ist auf der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht,
und zwar ist
Fig. ι eine Seitenansicht der-neuen Pflugscharanordnung
teilweise im Schnitt in der Arbeitslage.
Fig. 2 ist .eine gleiche Ansicht, jedoch nach Verschiebung des Pflugschars unter dem Einfluß
größerer Hindernisse, wie z. B. Steine.
Fig. 3 ist ein Schnitt durch die Griessäule, und .
Fig, 4 ist eine Vorderansicht des oberen Endes der Griessäule.
Die Griessäulea jedes Pflugschares ist im
oberen Teil mit einem schlittenartigen Führungsstück b versehen, und dieser Schlitten
gleitet in Führungen f, welche unter Vermittlung von Bolzen oder anderen Befestigungsmitteln derart am Pflugrahmen befestigt sind,
daß gegebenenfalls durch Abscheren der BoI-zen oder durch Lösen der Befestigungsmittel
auf anderem Wege ein Freiwerden des ganzen Pflugschares vom Pflugrahmen eintreten
kann, wenn ein Schar ein größeres Hindernis . unterfaßt. Die obere Verlängerung des
schlittenartigen Teiles b wird von einem Gehäuse c umgeben, das gleichfalls auf dem
Pflugrahmen befestigt ist und welches zunächst zur Aufnahme einer Feder d dient, die
auf das obere Ende des Schlittens b derart einwirkt, daß durch die Feder das Pflugschar
dauernd in seiner Arbeitslage gehalten wird. Jedoch ist das Pflugschar entgegen der Federwirkung
der Höhe nach verstellbar. Auf die Seitenfläche des Schlittens b wirkt ein BoI-zen
g, der unter Wirkung einer Feder h steht . und der ebenfalls innerhalb des Gehäuses c
angeordnet ist. An geeigneter Stelle hat der Schlitten b an der Seitenfläche eine Kerbe e,
in welche das Ende des Federbolzens ein- -,
dringt (vgl. Fig. ι).-
Bei der beschriebenen Ausbildung ist es wesentlich, daß die Griessäule und die schlittenartige"
Verlängerung b des Pflügschares schräg· nach hinten und nach aufwärts gerichtet
istj also im wesentlichen in Richtung
einer Linie verläuft, die mit der Furchensohle einen spitzen Winkel einschließt. In der glei-
- chen Richtung liegen natürlich auch die Führungen/. Trifft daher die Spitze des Pflugschars
auf ein Hindernis, das nicht ausgehoben werden kann, so wird unter dem Einfluß
des Druckes und'zugleich unter'Berücksichtigung
der Vorwärtsbewegung des Pfluges ein Druck schräg nach aufwärts herbeigeführt, der zur Folge hat, daß der Federbolzen g aus
der Kerbe e herausgedrückt wird und der Schlitten fr sich schräg nach aufwärts und
nach hinten verschiebt, wobei die Feder d zusammengedrückt wird' (vgl. Fig. 2). Sobald
das Hindernis überwunden ist, wird unter 'dem Einfluß der Feder d der Schlitten b
niedergedrückt, bis die normale Arbeitslage
des Schlittens wieder erreicht ist, wobei das Ende' des Federbolzehs g wieder in die
Kerbe e eingreift und somit die Griessäule in der Arbeitslage wieder sichert. Kleinere
Hindernisse, die nicht solchen Druck hervorrufen, daß der Federbolzen g aus der Kerbe
ausgehoben wird, können daher eine Verstellung des Pflugschars nicht veranlassen.
Wird ein sehr großes Hindernis vom Pflugschar unterfaßt, so daß eine Druckwirkung'
schräg nach aufwärts.nicht zustande kommen kann, so tritt ein Abscheren der die Führun-.gen
f am Pflugrahmen haltenden Bolzen ein, go
so daß also dann' das ganze Pflugschar gelockert
wird und natürlich nachher zu erneuter Arbeitsleistung wieder befestigt werden
muß.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Pflugscharanordnung bei Motor- und anderen Pflügen, bei welcher der Pflugkörper derart unter Wirkung einer Feder steht, daß er bei allzu großem Widerstand im Erdboden zurückweichen kann und nach Überwindung des Widerstandes durch die Feder wieder in die<Arbeitslage zurückgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Griessäule (α, b) des Pflugschars schlittenartig in festen Führungen (/) ■ liegt, die mit der Furchensohle einen spitzen Winkel .einschließen, wobei die Griessäule (fi) unter Wirkung einer Feder (d) steht, so daß' bei Auftreten eines größeren Widerstandes im Erdboden das Pflugschar den Kräftekomponenten folgen und in den schrägen Führungen .schräg nach rückwärts! und aufwärts zurückweichen kann, durch die auf die Griessäule wirkende Feder nach Überwinden des Hindernisses aber wieder in die Arbeitslage zurückgebracht wird. · 2, Pflugscharanordnung nach An* ia<?Spruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Pflugschar in der Arbeitslage durch einen in eine Kerbe (e) der Griessäule (b) eingreifenden federnden Bolzen (g) gesichert wird, der aber aus der Kerbe heraustritt und eine Verschiebung der Griessäule schräg nach aufwärts und hinten zuläßt, wenn das Pflugschar gegen einen Widerstand, im Boden anstößt, dagegen in seine Verr-iegelungslage wieder zurückkehrt, wenn das Pflugschar unter Wirkung der auf die. Griessäule (b) ■ wirkenden ■Feder (d) in die Arbeitslage zurückgedrückt wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE329097T | 1918-09-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE329097C true DE329097C (de) | 1920-11-19 |
Family
ID=6186700
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1918329097D Expired DE329097C (de) | 1918-09-13 | 1918-09-13 | Pflugscharanordnung bei Motor- und anderen Pfluegen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE329097C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE896273C (de) * | 1940-04-24 | 1953-11-09 | Johann Wilhelm Ludger Printz | Einstell- und Aushebevorrichtung fuer paarweise angeordnete Schlepperanbaupfluege |
| FR2500986A1 (fr) * | 1981-03-06 | 1982-09-10 | Lely France | Perfectionnements aux outils de travail du sol munis d'un dispositif de securite a rearmement automatique |
-
1918
- 1918-09-13 DE DE1918329097D patent/DE329097C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE896273C (de) * | 1940-04-24 | 1953-11-09 | Johann Wilhelm Ludger Printz | Einstell- und Aushebevorrichtung fuer paarweise angeordnete Schlepperanbaupfluege |
| FR2500986A1 (fr) * | 1981-03-06 | 1982-09-10 | Lely France | Perfectionnements aux outils de travail du sol munis d'un dispositif de securite a rearmement automatique |
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