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Vorrichtung zum selbsttätigen Anzeigen des Warmlaufens eines Lagers
mit einem an ihm befestigten Bügel. Die Erfindung bezieht sich auf solche Vorrichtungen
bekannter Art, bei welchen nahe am Entstehungsherde der Wärmeentwicklung eine Röhre
angeordnet ist, in welcher sich ein ,elektrisch leitendes Material von großem Ausdehnungskoeffizientenbefindet,
in dessen Bewegungsbereich der eine. Kontakt eines elektrischen Stromkreises liegt,
während der andere nach einer Skala verstellbare Kontakt von dem durch die Wärmeausdehnung
veränderten Material gebildet wird. Bei einer durch Wärmewirkung hervorgerufenen
Verbindung beider Kontakte wird ein elektrischer Stromkreis geschlossen, in den
ein hörbares oder sichtbares Signal eingeschaltet ist.
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Die neuen Kennzeichen und; Merkmale der Erfindung bestehen darin,
daß zwischen einem am Lager befestigten Bügel h und einer Rohrschelle die Thermometerröhre
in d-er Höhe verstellbar und derart befestigt ist, daß die empfindlichen Glasteile
mit den harten Metallteilen nicht in Berührung kommen.
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Auf der Zeichnung ist der Gegenstand -der Erfindung .in beispielsweisen
Ausführungsformen dargestellt, und zwar -zeigen: Fig. i und 3 je einen Längsschnitt
durch die an einem Lager befindliche Vorrichtung, Fig. 2 eine Seitenansicht und
Fig. q. einen Grundriß von Fig. i.
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Das als Beispiel veranschaulichte Stehlager besitzt in bekannter Weise
das nicht mitgezeichnete Gehäuse, den Deckel b, die Lagerschalen c und die Welle
d. An geeigneter Stelle des Lagers ist in möglichster Nähe der `'Vene, als dem Herd
der durch das Warmlaufen entstehenden Hitze, eine Röhre e aus durchsichtigem Material,
z. B. Glas, angeordnet. Der untere, kugelförmig erweiterte Teil f (Ballon) ist zweckmäßig
in das Lager eingelassen, um die ,durch die gleitende Reibung der rotierenden Welle
entstehende Wärme möglichst ungeschwächt auf den aus Quecksilber o. dgl. bestehenden
Inhalt T des Ballons f und der Röhre e zu übertragen. In Fig. 2 ist eine Ausführungsform
dargestellt, bei welcher der untere Teil f ringförmig ausgebildet ist, welcher die
Lagerschalen c vollständig umschließt. Die Röhre e in Fig. i und q. wird dadurch
am Läger gehalten, daß am Deckel b mittels Schrauben g o. dgl. ein Rohrschellenbügel
lt. befestigt ist, der einen abnehmbaren Deckel i besitzt. Zur Schonurig
der Glasröhre e, und zu ihrer Erhaltung in der eingestellten Höhenlage, ist die
Ausbiegung in dem Bügel 1z und in der Rohrschelle i mit einem weichen Belag aus
Stoff, Gummi o. dgl. versehen: Das obere Ende der Röhre e trägt einen Bund l und
w ird' durch einen konischen; Stöp= sel in aus weichem Material, z. B. Gummi, luftdicht
verschlossen. Es ist natürlich vorgesehen, die Röhre e. in bekannter Weise luftleer
zu machen, damit sich das Quecksilber in derselben ungehindert ausdehnen kann. Auf
dem Stöpsel m befindet sich eine Platte n, die unter dem Einfluß geeigneter Spannvorrichtungen
steht, um den Stöpsel gegen seinen Sitz zu,drücken. Bei dem dargestellten Aus>
führun
gsbeispiel kommen zu diesem Zweck eine Anzahl gebogener Krampen o zur Verwendung,
deren eines Ende auf der Platte yz aufliegt, während das andere Ende verstellbare
Schraubenbolzen p trägt, die sich gegen den Bund L stützen. Durch Anziehen der Schrauben
p wird -der Stöpsel in gegen seinen Sitz gepreßt.
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In den Stöpsel m ist ein metallischer Stift q eingelassen, der mit
einer Klemmvorrichtung zum Anschluß eines elektrischen Leitungsdrahtes versehen
ist, der über ein elektrisches Alarmsignal r zu einer elektrischen Stromquelle s
führt. " Die Klemmvorrichtung besteht aus einer Mutter t und einem festen Bund u,
an deren Stelle auch eine zweite Mutter treten kann. Zwischen t und
u
wird ein Draht -v befestigt, der bei mehreren Lagern nach der Klemmvorrichtung
der nächsten Röhre führt und von der letzten Röhre aus erst über das Alarmsignal
r zur Batterie s.
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Durch den Bund u führt ein Querstift w
(Fig. 3), an dessen
einem oder beiden freien Enden ein Zeiger x o. dgl. angebracht ist, der das Ende
des Stiftes außen anzeigt, während an der Röhre e eine Skala, angeordnet sein kann,
um die Kontaktgebung zwischen Stift q und Quecksilberniveau und damit die Signalgebung
auf die Erreichung eines- bestimmten Wärmegrades einstellen zu können. Durch den
Bund u werden dem durchgeführten Querstift w Haltbarkeit gegeben und außerdem dient
er (u) als Unterlage für den festzuklemmenden Leitungsdraht. Die Zei= gerspitzen
stimmen mit dem Ende des Stifts q genau überein. Das Ganze, .der Längsstift q mit
dem Bund u der Spannvorrichtung und dein durch ihn festeingeschobenen Querstift
w mit den Zeigern x, läßt sich längs der Glanzröhre e verschieben.
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Am Ballon f befindet sich ein Stutzen y, durch den ein elektrischer
Leitungsdraht z in das im Ballon vorhandene Quecksilber führt und der zweckmäßig
in das Glas eingeschmolzen ist. Der Draht z führt unter Verwendung geeigneter Bindeglieder,
z. B. einer Klemme h, zum anderen Pol der elektrischen. Stromquelle s. Ist durch
die beim. beginnenden Warmlaufen entstehende Hitze das Quecksilber infolge seiner
Ausdehnung bis. an den Stift q gelangt, so wird der - Stromkreis geschlossen und
ein Alarmsignal 'gegeben. Der Stromverlauf ist hierbei folgender: Vom Pluspol- der
Batterie s durch den Draht z zum Ouecksilher, von' hier zutn Stift q, über
Leitungsdraht v und Klingel r
zum negativen Pol der Batterie s. In
der gezeichneten Stellung kommt das Quecksilber mit dem Stift q nicht in Berührung
und ist der Stromkreis infolgedessen unterbrochen.