DE328314C - Verfahren und Vorrichtung zum Anwaermen von Rohrleitungen bei Druckluftfluessigkeitshebern - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Anwaermen von Rohrleitungen bei DruckluftfluessigkeitshebernInfo
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Anwärmen von Rohrleitungen bei Druckluftflüssfgkeitshebern. Um ein Verstopfen der Rohrleitungen bei der Förderung von Flüssigkeiten, die im kalten Zustande zähflüssig sind oder erstarren, oder bei der Förderung von Stoffen, die durch Erwärmen verflüssigt sind, aus einem Montejus zu vermeiden, ist es notwendig, diese Leitungen vorher auf eine genügend hohe Temperatur zu erhitzen.
- Diese Erhitzung wurde bisher in der Regel in der Weise vorgenommen, daß die in Frage kommenden Leitungen mit Dämpfen entsprechend hoher Temperatur behandelt wurden, d. h. daß genügende Mengen von Dampf durch die Leitungen geschickt wurden. Dieses Verfahren bedingt gewisse Nachteile, da eine Kondensation des Dampfes in den kalten Leitungen nicht zu vermeiden ist und das so gebildete Wasser die später durchzuschickenden Stoffe unter Umständen ungünstig beeinflussen kann. Außerdem wird auch durch die Erzeugung des notwendigen Dampfes und der erforderlichen hohen Temperatur ein entsprechender Brennstoffaufwand bedingt, der unter Umständen recht erheblich werden kann.
- Diese Übelstände werden bei dem Gegenstand der vorliegenden Erfindung dadurch vermieden, daß die Förderung der in Betracht kommenden Flüssigkeiten aus dem Montejus durch die Leitungen durch Druckluft oder ein brauchbares indifferentes Gas oder einen entsprechenden Dampf erfolgt, der den nötigen Wärmeinhalt aus der vorher erhitzten, im Montejus befindlichen zu fördernden Masse erhält. Die in Betracht kommenden Flüssigkeiten besitzen in der Regel eine vergleichsweise hohe Temperatur, und Wenn die Druckluft, die ihre Förderung aus dem Montejus bewirken soll, vorher in den Montejus öder durch die zu befördernde Flüssigkeit selbst geleitet wird, so wird sie so stark -erhitzt, daß sie beim darauffolgenden Durchleiten durch die in Frage kommenden- Rohrleitungen diesen eine ausreichend hohe Temperatur verleiht, so daß die Förderung des eigentlichen Gutes ohne Störung und ohne Bildung von Ausscheidungen u. dgl. erfolgen kann.
- Zur Durchführung dieses neuen Verfahrens geht man zweckmäßig so vor, daß in die Rohrleitung ein Zv@ischenstück eingeschaltet wird, das eine bequeme Umleitung der. durch den Montejus zu leitenden Druckluft gestattet.
- Eine solche Einrichtung ist beispielsweise in der beiliegenden Zeichnung dargestellt, und zwar in Fig. x in ihrer Anordnung an einem Montejus, in Fig. -, in vergrößertem Maßstabe im Schnitt.
- M ist der Montejus, in dem sich beispielsweise heißes flüssiges Steinkohlenteerpech von einer Temperatur von annähernd 3oo° C und einem Erstarrungspunkt von etwa 7o' C befindet. In das Gefäß M führt die Leitung D für die Druckluft und die Ableitung R für das herauszudrückende Pech. Um die Leitung R dicht an der Oberseite 'des Montejus M ist ein Flansch F gelegt. An dieser Stelle ist die Rohrleitung durch eine Öffnung 0 unterbrochen, die durch ein Ventil V geschlossen werden kann. Vom Innern des Montejus wird so bei geöffnetem Ventil ein direkter Weg W für die Druckluft geschaffen. Bevor das heiße flüssige Steinkohlenteerpech abgedrückt wird, läßt man bei geöffnetem Ventil V kalte Luft aus der Leitung D eintreten, die durch den Weg W in die Rohrleitung kommt. Durch Berührung mit dein heißen flüssigen Pech ist die Luft aber entsprechend erwärmt und kann diese Wärme nunmehr auf die Wände der Rohrleitung übertragen. Haben diese dann die- gewünschte Temperatur erhalten, so wird das Ventil V geschlossen, und die Druckluft drückt dann das heiße flüssige Pech durch die Rohrleitungen, ohne daß eine Erstarrung eintreten kann.
- Die Maßnahme, die Druckluft durch Berührung mit dem heißen Pech o. dgl. zu erhitzen, bietet den weiteren Vorteil, daß sie sich mit den über dem heißen Pech befindlichen Dämpfen anreichert. Wenn sich diese nun zunächst in der Rohrleitung niederschlagen, so werden die etwa von vorhergegangenen Arbeitsprozessen noch vorhandenen Rückstände erweicht bzw. aufgelöst, und es wird dadurch erreicht, daß sie nick: störend bei der weiteren Arbeit wirken können.
- Wenn man die Druckluft zwecks Vorerhitzung durch die geschmolzene Masse hindurchleitet, so wird ihre Erhitzung entsprechend beschleunigt und die Flüssigkeit gleichzeitig umgerührt, was in manchen Fällen sehr wichtig sein kann. In Fällen, wo die Bildung geringer Kondenswassermengen keine Rolle spielt, kann man als Druckmittel auch Dampf anwenden.
Claims (2)
- PATENT-ANSPRÜCHE: i. `Verfahren zuni Anwärmen der Rohrleitungen bei Drucklufthebern für zähflüssige oder leicht erstarrende Flüssigkeiten, dadurch gekennzeichnet, daß die für die Förderung der Flüssigkeiten zu verwendende Druckluft'durch Berührung mit der zu fördernden heißen Flüssigkeit selbst auf die für die Erwärmung- der Rohrleitungen notwendige Temperatur erhitzt und dann in die zu erwärmende Rohrleitung geleitet wird.
- 2. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrleitung (R) für die Flüssigkeit an einer Stelle mit einer durch ein Ventil (V) zu verschließenden Öffnung (0) versehen ist und die Rohrleitung an dieser Stelle mit einem mit dem Druckgefäß (M) verbundenen Stutzen (F) umgeben ist, .so daß bei.geöffnetem Ventil (V) eine direkte Verbindung (W) zwischen dem oberhalb des Stutzens liegenden Teil der Rohrleitung und dem Gefäß vorhanden ist.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE328314T | 1920-02-18 |
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| DE328314C true DE328314C (de) | 1920-11-01 |
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|---|---|---|---|
| DE1920328314D Expired DE328314C (de) | 1920-02-18 | 1920-02-18 | Verfahren und Vorrichtung zum Anwaermen von Rohrleitungen bei Druckluftfluessigkeitshebern |
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- 1920-02-18 DE DE1920328314D patent/DE328314C/de not_active Expired
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