[go: up one dir, main page]

DE327841C - Explosionsfluessigkeitscheber mit im Zweitakt schwingender Fluessigkeitssaeule - Google Patents

Explosionsfluessigkeitscheber mit im Zweitakt schwingender Fluessigkeitssaeule

Info

Publication number
DE327841C
DE327841C DE1913327841D DE327841DD DE327841C DE 327841 C DE327841 C DE 327841C DE 1913327841 D DE1913327841 D DE 1913327841D DE 327841D D DE327841D D DE 327841DD DE 327841 C DE327841 C DE 327841C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
piston
pressure
loading
liquid
cylinder
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1913327841D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Application granted granted Critical
Publication of DE327841C publication Critical patent/DE327841C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02CGAS-TURBINE PLANTS; AIR INTAKES FOR JET-PROPULSION PLANTS; CONTROLLING FUEL SUPPLY IN AIR-BREATHING JET-PROPULSION PLANTS
    • F02C1/00Gas-turbine plants characterised by the use of hot gases or unheated pressurised gases, as the working fluid
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F04POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
    • F04FPUMPING OF FLUID BY DIRECT CONTACT OF ANOTHER FLUID OR BY USING INERTIA OF FLUID TO BE PUMPED; SIPHONS
    • F04F1/00Pumps using positively or negatively pressurised fluid medium acting directly on the liquid to be pumped
    • F04F1/06Pumps using positively or negatively pressurised fluid medium acting directly on the liquid to be pumped the fluid medium acting on the surface of the liquid to be pumped
    • F04F1/16Pumps using positively or negatively pressurised fluid medium acting directly on the liquid to be pumped the fluid medium acting on the surface of the liquid to be pumped characterised by the fluid medium being suddenly pressurised, e.g. by explosion

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Valve Device For Special Equipments (AREA)

Description

  • Explosionsflüssigkeitsheber mit im Zweitakt schwingender Flüssigkeitssäule. Die Erfindung bezieht sich auf Explosionspumpen, und zwar insbesondere auf eine Explosionspumpe mit im Zweitakt schwingender Flüssigkeitssäule und einem in der Verbrennungskammer befindlichen die Ladung steuernden Kolben-Explosionspumpen dieser Art sind bereits bekanntgeworden, und zwar wirkt bei derartigen Pumpen der die Ladung steuernde Kolben meist in derselben Weise wie bei einer Verbrennungskraftmaschine gewöhnlicher Bauart.
  • Hiervon unterscheidet sich der Anmeldungsgegenstand dadurch, daß die Hauptfunktion des die Ladung steuernden Kolbens darin besteht, die Verbrennungsprodukte von der eintretenden frischen Ladung zu trennen.
  • Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß der die Ladung steuernde Kolben die von ihm angesaugte und komprimierte Ladung nach Ausstoßung der Rückstände der vorigen Verbrennung von seiner Oberseite nach der Unterseite überschiebt, worauf die Verbrennung zwischen der Flüssigkeitssäule und dem Steuerkolben erfolgt.
  • Auf den beiliegenden Zeichnungen sind in Fig. I und 2 zwei Ausführungsbeispiele von Explosionspumpen gemäß der Erfindung im Schnitt dargestellt.
  • Bei der in Fig. I dargestellten Ausführungsform ist der Arbeitszylinder oder die eigentliche Verbrennungskammer 4. mit einem Zylinderkopf 5 versehen. Sie besitzt einen Ladekolben in Scheibenform 6, die bei jener Ausführungsform der Erfindung in der gezeichneten Stellung sich gegen die Stirnwand des Zylinders legt. Der Ladekolben braucht in die Arbeitskammer nicht dicht einzupassen, insbesondere nicht, wenn die Expansion in der Kammer unter den atmosphärischen Druck gelangen soll. Es tritt dann keinerlei Bestreben der verbrennbaren Gase auf, an dem Kolben vorbeizugehen und sich mit der Frischladung zu vermischen. In keinem Falle wird ein geringer Betrag an Undichtigkeif ernsthafte Folgen haben. Mit dem Scheibenkolben 6 ist ein Tauchkolben 7 verbunden, welcher durch den Zylinderkopf 5 hindurchgeht. Dieser Tauchkolben besitzt eine Anschlagwulst 8, welche den Kolbenhub beim Laden begrenzt. Erforderlichenfalls kann dieser Anschlag auch verstellbar an dem Tauchkolben so angeordnet sein, daß man den Hub des Ladekolbens ändern kann: Auch können andere Anordnungen zur Hubbegrenzung des Ladekolbens verwendet werden. In dem Kopf 5 befindet sich ein als Rückschlagventil ausgebildetes Einlaßventil g, welches vorteilhaft selbsttätig wirkt und sich öffnet, so bald der Druck innerhalb des- Zylinders unter den Atmosphärendruck fällt, sich jedoch schließt, wenn der Druck in dem Zylinder größer wird. In der Seitenwandung des Zylinders ist ein wenig unterhalb des Zylinderkopfes ein Auslaßventil zo angeordnet, welches so angeordnet ist, daß es sich selbsttätig öffnet, sobald der Druck innerhalb des Zylinders unter einen vorausbestimmten Wert fällt. Die Spindel des Ventils ro steht unter der Wirkung einer Feder '93, die so stark ist oder deren Stärke so geregelt werden kann, daß, wenn der Druck innerhalb des Arbeitszylinders auf den erforderlichen Betrag gefallen ist, das Auslaßventil sich von seinem Sitze abheben und somit in der gewünschten Zeit sich öffnen muß. In dem oberen Teil der Zylinderwandung ist eine Nut II angeordnet, durch die ein Teil des brennbaren Gemisches auf die andere Seite des Ladekolbens gelangt, wenn dieser sich nach oben bewegt. Die Flüssigkeitssäule I2 wirkt als Arbeitskolben. In dem oberen Teile des Zylinders ist eine mit einer Magnetmaschine oder einer anderen Elektrizitätsquelle I4 in Verbindung stehende Zündkerze I3 angeordnet. Der an diese angeschlossene Stromkreis besitzt einen Stromunterbrecher, welcher durch den Ladekolben geschlossen werden kann, sobald er an oder nahe seinem oberen Hubende angelängt ist. Der Zündstrom geht durch eine Stange I5 hindurch, welche in einem isolierten Querstück I6 geführt ist. Die Stange I5 trägt an ihrem unteren Ende ein Polstück 24, welches mit dem oberen Ende des Kolbens 7 in Berührung kommt und den Stromkreis schließt. Ihr Hub ist durch einen Anschlag 25 begrenzt. Gewöhnlich wird diese Stange durch eine Feder 26 nach unten gedrückt, so daß der Kontakt 24 von dem oberen Ende des Kolbens 7 mitgenommen wird, nachdem er damit in Berührung gekommen ist. Durch ein Rohr I7 wird brennbares Gemisch unter geeignetem Druck, der auch unterhalb des Atmoshärendruckes liegen kann, zugeleitet. Der Zylinder 4 ist an ein wagerechtes mit Wasser gefülltes Rohrstück I8, angeschlossen, das mit Wassereinlaßventilen I9 versehen ist. Diese ermöglichen den Eintritt des Wassers vom Zulaß 2o aus. Das Ableitungsrohr 2I mündet in einen Hochdruckbehälter 22 für die zu pumpende Flüssigkeit.
  • Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform trägt der Arbeitszylinder 3o einen Zylinderkopf 3I; dieser besitzt ein selbsttätiges Rückschlagventi132, durch welches das durch das Rohr 33 zugeführte brennbare Gemisch in die Arbeitskammer eintritt. Ein Auslaßventil 34 wirkt ähnlich wie das in Fig. I mit Io bezeichnete Auslaßventil. Die Flüssigkeitssäule 35 trägt bei dieser Ausführungsform einen Schwimmer 36 von beliebiger Anordnung. Er besteht beim Ausführungsbeispiel aus einem Kopf 37, der sich mit geringem Spiel in dem Zylinder bewegt, und einem Schaft 38 von geringerem Durchmesser. Der Schwimmer wird durch Führungen 39 in mittlerer Lage und in dem Zylinder gehalten. Das Spiel zwischen der Zylinderwandung und dem Schwimmerkopf 37 genügt, um das auf die Oberfläche des Schwimmers aus der Auspuffventilkammer oder sonstwie herabtropfende Wasser abzuleiten. Um den unteren Teil 38 ist genügend freier Raum vorlanden, um der Flüssigkeit 35 freien Zutritt zu dem Auspuffventil 34 zu geben und dieses in dem erforderlichen Zeitraum rasch zu schließen. Die Verwendung des Schwimmers ist ganz besonders vorteilhaft, wenn es sich darum handelt; ein Spritzen der Flüssigkeit möglichst zu verhindern. Der Ladekolben 41 besteht aus einer beweglichen Scheibe, welche durch eine Vorrichtung in Abhängigkeit von den Änderungen de3 Druckes in dem Arbeitszylinder oder der Flüssigkeitssäule bewegt wird. Er besitzt eine Kolbenstange 42, welche durch eine Bohrung des Zylinderkopfs 3I hindurchgeht. Mit dieser Kolbenstange ist die Kolbenstange 43 eines Kolbens 44 verbunden, welcher in einem kleinen Zylinder 45 arbeitet. Dieser steht in leitender Verbindung mit dem Hauptarbeitszylinder unterhalb _ des niedrigsten Flüssigkeitsspiegels, welcher durch die den Arbeitskolben bildende Flüssigkeitssäule erreicht werden kann, so daß der Kolben 4¢ immer unter dem Einfluß des Flüssigkeitsdruckes des Arbeitskolbens steht: Zwischen den Kolbenstangen 42 und 43 können beliebige Verbindungsglieder vorgesehen sein: beispielsweise ist ein Schwinghebel 47 mit zwei Bogenstücken vorgesehen, an deren einem 46 die Kolbenstange 42 durch ein Band 48, an deren anderem 49 die Kolbenstange 43 durch ein Band 5o angelenkt ist. Die Unterfläche des Kolbens 44 ist dem atmosphärischen Druck entweder unmittelbar oder durch eine Kammer 51: ausgesetzt, welche eine geringe Flüssigkeitsmenge 52 enthält, um eine Art Dämpfung zu erreichen. Der Ladekolben 4.= wird entweder durch sein Eigengewicht nach unten gezogen, oder es kann zur Beschleunigung dieser Bewegungen beispielsweise eine -Feder 53 angeordnet sein, deren unteres Ende in ein schalenförmiges Druckstück 54 der Kolbenstange 42 eingreift. Das obere Ende der Feder 53 drückt gegen ein Querstück 55, das beispielsweise durch. Säulen 56 mit dem Zylinderkopf 31 verbunden ist. Bei dieser abgeänderten Ausführungsform der Erfindung wird der Abwärtsgang des Kolbens durch einen Anschlag 57 im Arbeitszylinder begrenzt. Statt eines Überströmschlitzes in der Zylinderwandung besitzt der Ladekolben Kanäle 58, welche zweckmäßig durch Rückschlagventile 59 verschlossen sind. Diese schließen sich, wenn der Ladekolben nach unten geht, öffnen sich aber, -wenn der Ladekolben sich aufwärts bewegt, -so daß dann die Ladung durch die Kanäle überströmen kann. In manchen Fällen können diese .Ventile auch fortbleiben,- da- die engen Kanäle einem raschen Durchgang der Gase an sich schon genügenden Widerstand entgegensetzen. -Die Wirkungsweise der in Fig. i dargestellten Ausführungsform ist folgende: -Angenommen, eine Ladung brennbaren Gemisches sei in der Verbrennungskammer durchden Aufwärtsgang der Flüssigkeitssäule z2 komprimiert worden, so wird der Ladekolben 6 durch den Druck der unter ihm komprimierten Ladung fest gegen den Zylinderkopf 5 gedrückt, wodurch der Zündstromkreis geschlossen wird. In Fig. i ist diese Stellung dargestellt. Bei der nun erfolgenden Zündung wird die Flüssigkeitssäule durch die Verbrennung der Ladung nach unten getrieben, bis das Auspuffventil Io sich öffnet. Hierdurch kann gegebenenfalls auch noch eine geringe Menge von Luft eingesaugt werden, je nachdem die Expansion unter den atmosphärischen Druck getrieben wird oder nicht. In jedem Falle beginnen die verbrannten Gase durch das Auspuffventil sehr rasch zu entweichen, sobald dieses geöffnet ist. Der Ladekolben verbleibt in der dargestellten Lage, bis der Druck in dem Zylinder unter einen gewissen Wert sinkt, was vor oder nach dem Öffnen des Auspuffventils eintreten kann. Hierauf verläßt der Ladekolben den Zylinderkopf und beginnt seine Abwärtsbewegung unter Wirkung seines Eigengewichtes. Diese Wirkung kann aber auch noch durch die Ungleichheit des durch die Expansion der Ladung hervorgebrachten Drucks über und unter dem Ladekolben unterstützt werden, oder aber es kann eine Feder o. dgl. angeordnet sein, um den Abwärtsgang des Ladekolbens zu beschleunigen. Die Abwärtsbewegung des Ladekolbens hat einen Druckabfall hinter ihm zur Folge, wodurch das Einsaugen einer neuen Ladung durch das Einlaßventil g bewirkt wird. Da die Bewegung des Ladekolbens begrenzt ist, wird der, Betrag der Ladung immer auf das genaueste abgemessen. Die frische Ladung ist von den verbrannten Gasen getrennt durch den Ladekolben, der die verbrannten Gase vor sich her und ausschiebt. Das vollständige Ausschieben der Verbrennungsrückstände erfolgt alsdann beim Rückwärtshub der Flüssigkeitssäule 1z. Das Auspuffventil schließt sich ungefähr zu dem Zeitpunkt, da die Flüssigkeitssäule es erreicht. Vorteilhaft wird das Ventil so ausgebildet, daß es durch die Flüssigkeit geschlossen wird, sobald diese im Begriff steht, den Gasen durch das Ventil zu folgen. Es empfiehlt sich auch, eine geringe Menge verbrannten Gases oder Luft zwischen der Flüssigkeitssäule oder der Oberfläche des Schwimrners, sofern ein solcher benutzt wird, und dem Ladekolben: zu belassen, um als Luftkissen zu wirken. Sobald das Auspuffventil sich geschlossen hat, steigt der Druck in dem Zylinder rasch, so daß auch der Ladekolben 6 seine Aufwärtsbewegung beginnen muß. Aus leicht ersichtlichen Gründen ist es nicht zweckmäßig, eine unmittelbare Verbindung zwischen dem Flüssigkeitskolben und dem Ladekolben zu dessen Bewegung anzuordnen; ebenso wäre es auch bedenklich, den Ladekolben selbst unmittelbar mit einem Schwimmer zu verbinden.
  • Bei dem Erfindungsgegenstand werden die Änderungen der Drücke innerhalb der Arbeitskammer zur Bewegung des Ladekolbens benutzt, und bei der dargestellten Ausführungsform ist beispielsweise der Aufwärtsgang des Ladekolbens eine Folge des Unterschiedes der wirksamen Flächen seiner beiden Seiten. Die wirksame Fläche der Kolbenoberseite ist nämlich geringer als die der Unterseite. Wenn der Ladekolben sich in seiner unteren Stellung befindet und eine frische Ladung eingesaugt hat, wird beim Aufwärtsgang der Flüssigkeitssäule der Inhalt der Arbeitskammer komprimiert, wobei zuerst die Gasmenge unterhalb des Ladekolbens komprimiert und dieser unmittelbar angehoben wird, bis ein Druckausgleich auf beiden Seiten des Ladekolbens erreicht ist. Da die wirksame Fläche der Oberseite des Ladekolbens geringer ist als die seiner Unterseite, muß der Gesamtdruck auf die Kolbenunterfläche größer sein als der Gesamtdruck auf seine obere Fläche,. so daß also der Ladekolben seine Aufwärtsbewegung vollendet. Wären keinerlei Vorrichtungen vorhanden, um das Überströmen der Ladung um den Ladekolben herum zu ermöglichen, so würde offenbar ein Gleichgewichtszustand erreicht werden, wobei die Ladung nur oberhalb des Ladekolbens komprimiert würde. Dieser Zustand kann aber nicht eintreten, da jedes Ansteigen des Druckes der Ladung oberhalb des Kolbens diese zwingt, um den Ladekolben herum nach unten zu strömen, so daß der Ladekolben .seinen Aufwärtsgang vollenden kann. Zwischen dem Ra.u-n über und unter dem Kolben besteht während des ersten Teiles der Aufwärtsbewegung keine wirksame Verbindung, so daß die Bewegung des Ladekolbens während dieses Teiles des Hubes durch die Drucksteigerung oberhalb des Kolbens verzögert wird und der Kolben das Bestreben hat, nahe der Oberfläche der Flüssigkeitssäule zu verbleiben, wodurch ein Zerspritzen der Flüssigkeit verhindert wird. Sobald aber der Ladekolben bei seiner Aufwärtsbewegung den unteren Teil des Überströmschlitzes ii freigibt, entsteht ein Durchlaß für die Ladung um den Kolben herum, so daß dieser den Rest seines Weges rascher durchläuft und, wenn die Ladung gänzlich auf die untere Kolbenseite übergetreten ist, an den Zylinderkopf stoßt. In dem Augenblick, da der Ladekolben das obere Ende seines Weges erreicht hat, oder kurz davor; schließt sich auch der Zündungsstromkreis, die Ladung wird entzündet und somit der beschriebene Kreislauf wiederholt. Es genügt ein geringer Druck; um den Ladekolben zu veranlassen, seinen Aufwärtsgang zu beginnen. Es ist jedoch eine gewisse -Zeit notwendig, bis daß die Zündung erfolgen darf. Der Überströmschlitz ii ist daher insofern von Vorteil, als die verzögernde oder dämpfende Wirkung der Ladung den Gang des Ladekolbens bis zu einem solchen Betrage verzögert, daß er den Zündungsstromkreis beim ungefähren Erreichen der Höchstkompression schließt. Wenn der Ladekolben einmal gehoben ist, bleibt er so lange in seiner obersten Lage, als der Druck in der Verbrennungskammer über dem niedrigen Werte verbieibt, welcher zur Einleitung seiner Bewegung notwendig war. Auf diese Weise bleibt der Zündungsstromkreis für eine beträchtliche Zeitdauer geschlossen, und für den Fall, daß eine Zündung versagen sollte in dem Augenblick, wo der Kontakt entsteht, ist die Möglichkeit einer nachträglichen Zündung gegeben.
  • Die Wirkungsweise der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform ist im wesentlichen der eben beschriebenen gleich. In der gezeichneten Stellung der einzelnen Teile ist das Auspuffventil 34 offen und die Flüssigkeitssäule 35 beginnt ihren Aufwärtsgang. Sobald aber der Flüssigkeitsspiegel das Auspuffventil 34 erreicht, muß dieses sich schließen, und der Druck in dem engen Raum zwischen dem Schwimmer 36 und dem Ladekolben 4I muß somit rasch steigen und den Ladekolben nach oben treiben. Sobald aber der Ladekolben hochgeht, wird die über ihm befindliche Ladung komprimiert, und der Druck im ganzen Arbeitszylinder steigt an. Das Ansteigen des Druckes hält an, bis der Flüssigkeitsdruck auf den Kolben 44 so stark wird, daß er nach unten geht und dabei den Ladekolben 4I gegen den Zylinderkopf 3I mitnimmt. Die Ladung strömt inzwischen durch die Kanäle 58 auf die untere Seite des Ladekolbens über. Nunmehr wird die Ladung durch geeignete Maßnahmen entzündet, und der Schwimmer 36 und die Flüssigkeitssäule 35 werden durch die Expansion der Ladung nach unten getrieben. Wenn der Druck genügend gefallen ist, öffnet sich das Auspuffventil 34, und der Druck in dem Zylinder sinkt noch mehr. Hiermit fällt der Druck der Flüssigkeit auf den Kolben 44, und der Ladekolben 4I kann sich unter seinem Eigengewicht und dem Druck der Feder 53 nach unten bewegen. Dabei aber saugt er eine frische Ladung durch das Ventil 32 ein. Der Kreislauf wird dann wiederholt. Die Kolben 41 und 44 sind zweckmäßig durch nachgiebige Verbindungsmittel oder sonstige, einen toten Gang ermöglichende Vorrichtungen verbu-Zden, so daß der Kolben 41 bei seinem Aufw 'titsgang beschleunigt werden kann, ohne die Trägheit des Kolbens 44 überwinden zu müssen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRUcH: Explosionsflüssigkeitsheber mit im Zweitakt schwingender Flüssigkeitssäule und einem in der Verbrennungskammer verschiebbaren die Ladung steuernden Kolben, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerkolben die von ihm angesaugte und komprimierte Ladung nach Ausstoßung der Rückstände der vorigen Verbrennung von seiner Oberseite nach der Unterseite überschiebt, worauf die Verbrennung zwischen der Flüssigkeitssäule und dem Steuerkolben erfolgt.
DE1913327841D 1913-08-16 1913-08-16 Explosionsfluessigkeitscheber mit im Zweitakt schwingender Fluessigkeitssaeule Expired DE327841C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE327841T 1913-08-16

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE327841C true DE327841C (de) 1920-10-18

Family

ID=6185377

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1913327841D Expired DE327841C (de) 1913-08-16 1913-08-16 Explosionsfluessigkeitscheber mit im Zweitakt schwingender Fluessigkeitssaeule

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE327841C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2003074857A1 (de) * 2002-03-07 2003-09-12 Gerhard Stock Gasausdehnungselement für eine anordnung zum umwandeln von thermischer in motorische energie

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2003074857A1 (de) * 2002-03-07 2003-09-12 Gerhard Stock Gasausdehnungselement für eine anordnung zum umwandeln von thermischer in motorische energie

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE327841C (de) Explosionsfluessigkeitscheber mit im Zweitakt schwingender Fluessigkeitssaeule
DE727082C (de) Drehzahlregelung bei Einspritzbrennkraftmaschinen
DE403354C (de) Brennstoffpumpe fuer Verbrennungsmaschinen in Verbindung mit einem Luftventil
DE415819C (de) Verfahren zum Bremsen von Verbrennungskraftmaschinen
DE543249C (de) Vergaser mit Zusatzbrennstoffpumpe
DE322066C (de) Explosionspumpe mit schwingendem Fluessigkeitskolben
DE397839C (de) Explosionsmotor mit Stufenkolben
DE635817C (de) Ventillose Schmierpumpe
DE2159356A1 (de) Einspritzvorrichtung für Verbrennungsmotoren
DE495995C (de) Vorkammerdieselmaschine
DE59672C (de) Gasmaschine, deren Ventile durch die Gase ohne äufsere mechanische Steuerung bethätigt werden
DE473794C (de) Ruettelventil fuer Ruettelformmaschinen
DE639407C (de) Dieselschlagbaer mit auf der Schlagplatte ruhendem Zylinder und beweglichem Stufenkolben
DE386761C (de) Ruettelformmaschine
DE396477C (de) Steuerung fuer Explosionsmotoren
DE620029C (de) Verbrennungskraftmaschine mit frei fliegenden Arbeits- und Hilfskolben zum Antrieb von stossenden Werkzeugen
DE319635C (de) Rohoelmotor mit aeusserer Verbrennungskammer
AT163268B (de) Schlagwerkzeug, insbesondere Ramme mit innerer Verbrennung
AT288783B (de) Kraftstoff-Einspritzpumpe für Brennkraftmaschinen
DE673526C (de) Regeleinrichtung bei einer Brennkraftmaschine mit einem zwanglaeufig angetriebenen umlaufenden Ladegeblaese
AT149144B (de) Einspritzvorrichtung für Brennkraftmaschinen.
AT124139B (de) Zweitaktbrennkraftmaschine mit Hilfskolben.
CH223379A (de) Verbrennungskraftmaschine.
DE646526C (de) Dieselschlagbaer mit Stufenkolben
DE629068C (de) Brennstoffregelvorrichtung fuer Einspritzbrennkraftmaschinen