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FreB gitter
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Die Erfindung betrifft ein Freßgitter für Viehställe, dessen Einsperröffnungen
jeweils auf mindestens einer Seite durch eine verschwenkbare Doppelarmstange begrenzt
sind welche durch Einwirkung des sich dem Futter zuwendenden Tiers auf den unteren
Arm ausder Offenstellung in die verriegelte Schließstellung schwenkbar ist und bei
Entriegelung vermöge eines mit der Doppelarmstange verbundenen Gewichts selbsttätig
in die Öffnungsstellung schwenkt.
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Ein solches Selbstfanggitter ist bekannt aus der DE-AS 21 53 863.
Dabei besteht die Doppelarmstange aus einem mittig gelagerten Doppelarmbügel, dessen
unterer A als gerades Rohr ausgebildet iste Dabei besteht die Schwierigkeit, daß
die Tiere sich mit ihren Halsketten, Glocken oder Impuls gebe für den Fütterungsautomaten
am unteren
Stangenende verfangen. Hierbei kommt noch erschwerend
hinzu, daß auch die Verriegelungsorgane am unteren Ende der Doppelarmstange ausgebildet
sind. Sie können bei dieser Anordnung leicht beschädigt werden. Das die Selbstöffnungsfunktion
herbeiführende Gewicht muß gesondert an der Doppelarmstange durch Schweißen, Verschrauben
oder dergl.
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befestigt werden.
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Grundsätzlich müssen alle Selbstfangfreßgitter so ausgebildet sein,
daß in Offenstellung nur eine einzige Öffnung vorhanden ist, in die die Tiere den
Kopf einführen können. Im allgemeinen wird dies durch stationäre Rohrabsperrungen
verhindert. Hierdurch werden die Kosten des Freßgitters erhöht.
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Es ist somit Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Selbstfangfreßgitter
der eingangs genannten Art derart abzuwandeln, daß trotz einfacherer Bauart die
Tiere sich nicht am unteren Ende der Doppelarmstange verfangen können.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Gewicht
als Verlängerung des unteren Arms ausgebildet ist, welche zu der der Einsperröffnung
abgewandten Seite hin gebogen ist.
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Weitere vorteilhafte Ausbildungen sind in den Unteransprüchen charakterisiert.
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Das erfindungsgemäße- Selbstfangfreßgitter hat den Vorteil, daß die
Doppelarmstange kein unteres, freies Ende aufweist und auch im unteren Bereich frei
von Verriegelungsorganen ist. Die Tiere können sich daher nicht mit Halsketten,
Glocken, Impulsgebern oder dergl. am unteren Ende der Stange verfangen. Dies ist
durch die zur Seite und
nach oben gebogene Verlängerung wirksam
verhindert. Gleichzeitig erhält man als lleitere, vorteilhafte Funktion der selbsttätigen
Öffnung der Doppelarmstange durch Schwerpunktverlagerung Die Herstellung ist daher
äußerst vereinfacht, und gesonderte Arbeitsvorgänge zur BeSestigwag eines Gewichte
sind nicht erforderlich. Darüber hinaus wirkt das U-förmig umgebogene, verlängerte,
untere Ende der Doppelarmstange als Sperre. Bei geöffneter Doppelarmstange wird
auf diese Weise verhindert, daß das Tier seinen Kopf an der falschen Stelle in das
Einsperrgitter einführt0 Hierdurch können zusätzliche, stationäre Sperrstangen des
Einsperrgitters eliminiert werden0 Sämtliche Verriegelungsorgane befinden sich im
oberen Bereich des Einsperrgitters. Sie sind daher vor Verschmutzungen und Beschädigungen
durch das Tier gesichert0 Insbesondere müssen auch an den unteren Enden der Doppelarmstangen
keine Verriegelungsorgane vorgesehen sein. Dies hat die bereits oben erläuterten
Vorteile. Die Verriegelung am oberen Ende der Doppelarmstangen kann äußerst einfach
ausgeführt werden, und zwar in Form eines unbeweglichen, am oberen Ende der Doppelarmstange
vorgesehenen Fangorgans, welches mit einer Verriegelungsklaue an einem oberen, stationären
Querholm zusammenwirkt. Hierdurch entfallen Klappergeräusche, welche bei herkömmlichen
Einsperrgittern auftreten, wenn die Kühe fressen, ohne sich einzusperren. Die Betätigungsstange
für die Entriegelung ist vorzugsweise im Inneren des oberen Querrohrs untergebracht
und kann somit vor Verschmutzung geschützt werden. Gesonderte Führungen für die
Betätlgungsstange sind nicht erforderlich, und das Freßgitter ist insgesamt von
niedrigerer Bauart. Die Verriegelungsklauen
sind verschwenkbar auf
dem oberen, durchgehenden Rohr gelagert. Von jeder Verriegelungsklaue ragt ein Finger
durch eine Öffnung in das Innere des Rohrs. Die Verriegelungsklauen werden normalerweise
unter Einwirkung der Schwerkraft in Verriegelungsstellung gehalten. Zur Entriegelung
wird die Betätigungsstange bewegt, welche mit einem Anschlagelement mit schräger
Angriffsfläche an dem Finger der Verriegelungsklaue angreift und diese anhebt.
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Beim Verriegeln gleitet das Fangorgan an einer schrägen Angriffsfläche
der Verriegelungsklaue entlang und hebt diese so weit an, aß das Verriegelungsorgan
in die Verriegelungsklaue einrasten kann.
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Im folgenden wird die Erfindung anhand von Zeichnungen näher erläutert;
es zeigen: Fig. 1 eine Seitenansicht einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Freßgitters; Fig. 2 einen Längs schnitt durch einen Teilbereich der Fig. 1 gemäß
Linie II-II der Fig. 3; Fig. 3 einen Querschnitt entlang der Linie III-III der Fig.
2; Fig. 4 eine Seitenansicht einer abgewandelten Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 5 einen Längsschnitt ähnlich dem der Fig. 2; und Fig. 6 einen Querschnitt ähnlich
dem der Fig. 3.
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Das allgemein mit 10 bezeichnete Freßgitter gemäß Fig. 1 umfaßt einen
unteren Holm 12 und einen oberen Holm 14, welche beide rohrförmig ausgebildet sind.
Fig. 1 zeigt einen Auschnitt eines Freßgitters mit drei Einsperröffnungen I, II
und III. Jede Einsperröffnung ist auf der rechten Seite durch eine feststehende
Stange 16 begrenzt, die mit den beiden Holmen 12 und 14 verschweißt ist und senkrecht
angeordnet
ist. Auf der anderen Seite ist jede Einsperröffnung durch eine verschwenkbare Doppelarmstange
18 begrenzt. Zur Halterung dient jeweils eine vertikale Stange 20, welche mit den
beiden rohrförmigen Holmen 12 und 14 verschweißt ist, sowie ein daran angeschweißter
Arm 22. Am Ende des Arms 22 ist die Doppelarmstange angelenkt. Fig. 1 zeigt die
Schließstell g der Doppelarmstange mit ausgezogenen Linien, während di gestrichelte
Linie bei der Einsperröffnung 1 die Offenstellung zeigt.
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Jede Doppelarmstange 18 besteht aus einem oberen Arm 24, einem unteren
Arm 26 und einer einstückig mit dem unteren Arm 26 ausgebildeten Verlängerung 28,
welche U-förmig zur Seite und nach oben gebogen ist0 In der Schließstellung wird
die Einsperröffnung einerseits durch die Stange 16 und auf der anderen Seite durch
den oberen Arm 24 und den unteren Arm 26 begrenzt sowie oben und unten durch die
beiden rohr£Ursigen Holme 12 und 14. Die Tiere haben daher ausreichend Bewegungsfreiheit
für den Kopf in vertikaler Richtung. In Offenstellung wirkt die U-förmig gebogene
Verlängerung 28 im Sinne einer Sperrend so daß das Tier seinen Kopf nicht unterhalb
des Querarms 22 durch das Gitter stecken kann0 Das im Trog vorhandene Futter ist
somit einzig und allein durch die Einsperröffnung zugänglich.
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Jede Doppelarmstange 18 trägt am oberen Ende ein Verriegelungsorgan
309 welches beispielsweise als Bügel ausgebildet sein kann. Dieser Bügel ist starr
mit dem oberen Ende der Doppelarmstange verbunden und liegt sowohl in Öffnungsstellung
als auch in Schließstellung auf dem oberen, rohrförmigen Holm 14 a = In Schließstellung
ist der Bügel 30 mit einer Verriegelungsklaue 32 verriegelte Jede Verriegelungsklaue
32 ist mit Hilfe eines Bolzens 34 und einer Mutter 36 an einer Platte 38 angelenkt,
welche
am rohrförmigen Holm 14 angeschweißt ist. Außerdem trägt
jede Verriegelungsklaue 32 einen Finger 40, welcher durch eine Öffnung 42 in das
Innere des Holms 14 ragt. Jede Verriegelungsklaue 32 weist eine Einrastausnehmung
44 für den Fangbügel auf sowie eine schräge Fläche 46, an der der Fangbügel 30 wahrend
des Verriegelungsvorgangs entlanggleiten kann. Im rohrförmigen, oberen Holm 14 ist
eine Betätigungsstange 48 vorgesehen, welche Anschläge 50 aufweist, die mit den
Fingern 40 zusammenwirken.
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Im folgenden soll die Arbeitsweise des erfindungsgemäßen Freßgitters
erläutert werden. Zunächst wird die Betätigungsstange nach rechts geschoben, so
daß die Anschlagelemente 50 außer Eingriff mit den Fingern 40 geraten.
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Vermöge der Schwerkraft haben die Verriegelungsklauen daher die in
Fig. 2 mit ausgezogenen Linien dargestellte Verriegelungsposition. Nun werden die
Doppelarmstangen von Hand in die Schließstellung gebracht. Dabei gleitet der Fangbügel
30 entlang der schrägen Fläche 46 der Verriegelungsklaue 32, und diese wird gegen
die Schwerkraft angehoben. Sobald der Fangbügel 30 in den Bereich der Einrastausnehmung
44 gerät, fällt die Verriegelungsklaue 32 wieder herab. Nun ist die Doppelarmstange
24 in Schließposition verriegelt. Danach wird das Futter hinter dem Freßgitter verteilt.
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Nun wird die Betätigungsstange 48 nach links bewegt. Die Anschlagelemente
50 greifen dabei an den Fingern 40 an, und diese werden angehoben. Die Verriegelungsklaue
32 wird nun gemäß der Pfeillinie A in Fig. 2 im Uhrzeigersinn geschwenkt, so daß
der Fangbügel 30 freigegeben wird.
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Da der Schwerpunkt der Doppelarmstange vermöge der umgebogenen Verlängerung
links von der Anlenkstelle liegt, klappt die Doppelarmstange aufgrund ihres eigenen
Gewichts
in die in Fig. 1 gezeigte Offenstellung, in der der Schwerpunkt
unterhalb des AtleAkp X tes liegt. Nun wird die Betätigungsstange 48 wieder nach
rechts bewegt, so daß sämtliche Verriegelungsklauen wieder in die aktive Position
zurückfallen. Nunmehr ist das hinter dem Freßgitter dargebotene Futter f die Tiere
zugänglich, jedoch nur durch die dafür vorgesehenen Einsperröffaungen.
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Es ist den Tieren nicht möglich, durch andere Öffnungen im Freßgitter
zum Futter zu gelangen. Insbesondere wirkt die U-förmig gebogene Verlängerung 28
im Sinne einer Versperrung des Zugangs des Futters unterhalb des Haltearms 22. Die
Tiere wenden sich nun durch die offenen Einsperröffnungen dem Futter zu, und sie
müssen beim Fressen notwendigerweise den Kopf absenken. Dabei greift der Hals der
Tiere am unteren Arm 26 an, und dieser wird entgegen der Schwerkraft durch Einwirkung
des Tiers im Uhrzeigersinn verschwenkt, bis der Fangbügel 30 in die Verriegelungsklaue
32 einrastet.
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Wenn nun die Tiere wieder entlassen werden sollen, wird die Betätigungsstange
48 wiederum nach links bewegt.
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Hierdurch werden sämtliche Verriegelungsklauen 32 in die inaktive
Position geschwenkt und sämtliche Doppelarmstangen schwenken selbsttätig in Gegenuhrzeigerrichtung
in die Offenstellung. In dieser Stellung können die Tiere nun ihren Freßplatz verlassen.
Sie können aber auch jederzeit zu etwa hinter dem Freßgitter angebotenem Futter
gelangen, ohne sich dabei einzusperren. Dabei wird zwar die Doppelarmstange durch
das Tier im Uhrzeigersinn verschwenkt, sie wird jedoch nicht in Schließposition
verriegelt, da die Verriegelungsklauen durch die Betätigungsstange 48 mit den zugeordneten
Anschlägen 50 in der inaktiven Schwenkposition gehalten werden.
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Da die Betätigungsstange innerhalb des oberen, rohrförmigen Holms
14 untergebracht ist, kann eine Verschmutzung weitgehend ausgeschlossen werden.
Eine gesonderte Führung für die Betätigungsstange ist nicht erforderlich. Da die
Betätigungsstange nicht, wie üblich, oberhalb des oberen Holms 14 angeordnet wird,
ist das Selbstfanggitter insgesamt niedriger. Auch alle anderen Organe der Verriegelungseinrichtung
sind über der Einsperröffnung vorgesehen, so daß auch diese durch das Tier nicht
verschmutzt oder beschädigt werden können.
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Am unteren Ende des unteren Arms 26 ist kein freies Ende vorgesehen
und auch kein Verriege lungse lement so daß nicht mehr die Gefahr besteht, daß die
Tiere sich dort mit Halsketten, Glocken, Impulsgebern oder dergl. verfangen. Wenn
die Tiere bei inaktiver Stellung der Verriegelungsklauen 32 fressen, werden die
Doppelarmstangen notwendigerweise in Bewegung gehalten. Da sie jedoch am oberen
Ende keine beweglichen Teile tragen, kommt es bei dieser Betriebsweise nicht zu
Klappergeräuschen.
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Die Fig. 4 bis 6 zeigen mehrere Abwandlungen des erfindungsgemäßen
FreBgitters. Zunächst soll die Abwandlung der Verriegelung erläutert werden. Gemäß
den Fig. 1 bis 3 ist die Betätigungsstange U-förmig ausgebildet. Bei den Ausführungsformen
der Fig. 5 und 6 ist eine rohrförmige, runde Betätigungsstange 50 vorgesehen. Diese
trägt zur Herbeiführung der Entriegelung Kunststoffhülsen 52 mit konisch abgeschrägtem
Ende 54. Die Kunststoffhülsen 52 (z.B. Polyamid) entsprechen mit ihrem Außendurchmesser
dem Innendurchmesser des rohrförmigen Holms 14. Sie dienen daher als Gleitelemente
für die Führung des Rohrs 50. Dies hat den Vorteil, daß die Betätigungsstange
noch
präziser und ruhiger geführt ist. Außerdem kommt es bei Zusammenwirken der Kunststoffhülsen
52 mit dem Finger 40 der Verriegelung nicht zu Geräuschen.
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Der Fangbügel 30 ist wiederum am oberen Ende der Doppelarmstange 24
angeschweißt. Nunmehr besteht er jedoch aus einem U-förmig gebogenen Flacheisen
56, welches mit seiner Basis an der Doppelarmstange 24 angeschweißt ist.
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Zwischen den beiden freien Enden erstreckt sich ein Verriegelungsbolzen
58, welcher mit einer Mutter 60 gesichert ist.
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Fig. 4 zeigt wiederum drei Einsperröffnungen 1, II und III. Gemäß
Einsperröffnung II (Fig. 5, 6) ist die Verriegelungsklaue 32 mit Hilfe einer Rohrschelle
62 am oberen Holm 14 gehaltert. Durch Positionierung der Rohrschelle 62 kann die
Öffnungsweite der Einsperröffnung variiert werden.
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Fig. 4 zeigt eine abgewandelte Bauweise der Rahmenteile des Einsperrgitters.
Diese können nämlich an Ort und Stelle miteinander verschraubt werden. Daher müssen
keine sperrigen Vorrichtungen verzinkt oder transportiert werden. Der Zusammenbau
mit Hilfe von Buchsen oder T-Stücken ist auf äußerst einfache Weise möglich. Dabei
können die Befestigungsplatten 38 an den T-Stücken 64 der die Einsperröffnungen
begrenzenden, stationären Stangen 16 angeschweißt sein. Bei einer bevorzugten Ausführungsform
wird bei der Montage auf dem Verriegelungsbolzen 58 eine Kunststoffhülse aufgeschoben,
wodurch Klappergeräusche bei der Verriegelung unterbunden werden.
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Fig. 4 zeigt zwei verschiedene Bauweisen des stationären Rahmens des
Freßgitters. Links ist ein Freßgitter mit
oberem und unterem Holm
dargestellt. Rechts ist eine Ausführungsform gezeigt, bei der der untere Holm entfällt,
da sämtliche vertikalen Stangen 16 und 20 in den Boden eingelassen sind. Bei der
in Fig. 4 links dargestellten Ausführungsform kann die Weite der Einsperröffnung
II auch einfach dadurch variiert werden, daß man die Position der vertikalen Stange
16 verschiebt.
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