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Schleifmaschine
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Die Erfindung betrifft eine Schleifmaschine mit einem linear verschiebbaren
Tisch, einem Ständer, mindestens einer Schleifspindel mit mindestens einer Schleifscheibe,
einem Werkstückträger und einem Schleifscheibenmagazin zum Bereithalten mehrerer
Schleifscheiben, wobei der Werkstückträger und die Schleifspindel relativ zueinander
zustellbar sind und die Bewegungsrichtung des Tisches, der Schleifspindel und des
Werkstückträgers drei Maschinenachsen definieren.
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Als Maschinenachsen werden die Bewegungsrichtungen des Tisches, des
Werkstückträgers und der Schleifspindel bezeichnet, die aufeinander senkrecht stehen.
Durch die Richtung der Linearbewegung des Tisches ist die X-Achse, durch die Richtung
der Linearbewegung der Schleifspindel die Y-Achse und durch die Richtung der Linearbewegung
des Werkstückhalters die Z-Achse festgelegt. Die Linearbewegung der Schleifspindel
erfolgt bei herkömmlichen Schleifmaschinen gewöhnlich vertikal in Längsrichtung
der Maschinensäule, so daß die Y-Achse der Maschine vertikal verläuft. Die Z-Achse,
die Bewegungsrichtung des Werkstückhalters und die X-Achse, die Bewegungsrichtung
des Tisches, verlaufen senkrecht zueinander und zur Y-Achse, gewöhnlich in einer
horizontalen Ebene. Bei Sondermaschinen kann die Lage der Maschinenachsen zueinander
auch vertauscht sein.
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Die US-PS 2 804 727 beschreibt eine Innenrundschleifmaschine mit einem
Schleifscheibenmagazin, in welchem Schleifscheiben als Ersatz für verbrauchte Schleifscheiben
bereitgehalten werden. Das Magazin ist als zu einer Seite hin geneigte Rinne ausgebildet,
in der die
Schleifscheiben unter gegenseitiger Umfangsberührung
liegen. Für den Schleifscheibenwechsel ist ein Handhabu-ngsgerät vorgesehen, welches
in einem Arbeitszyklus die gerade verbrauchte Schleifscheibe von der Spindel abnimmt,
zu einer Abwurfstelle überführt, dort in einen Fallsctacht abwirft, dem Magazin
die nächste bereitgehaltene Schleifscheibe entnimmt, zur Spindel überführt und dort
an die Spindel übergibt. Mit dieser Vorrichtung ist es nur möglich, abgenutzte Schleifscheiben
durch neue zu ersetzen, wobei die von der Schleifspindel abgenommene Schleifscheibe
für den weiteren Bearbeitungsvorgang nicht mehr zur Verfügung steht. Außerdem ist
für den Schleifs#cheibenwechsel ein Handhabungsgerät erforderlich.
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Aus der DE-AS 20 24 212 ist eine weitere Schleifmaschine mit einem
Schleifscheibenmagazin bekannt, in dem die Schleifscheiben axial nebeneinander angeordnet
sind. Das Magazin ist von der Maschine entfernt angeordnet und über Handhabungsgeräte
mit diesem verbunden. Um eine Schleifscheibe von der Schleifspindel in das Magazin
zu überführen und umgekehrt, ist eine mehrmalige Obergabe der Schleifscheibe erforderlich.
Dies bedeutet einen hohen technischen Aufwand.
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Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, eine Schleifmaschine
der eingangs beschriebenen Art mit einem Schleifscheibenmagazin anzugebe!n, welche
den vollautomatischen Wechsel von Schleifscheiben bei kurzen Wechselzeiten erlaubt,
die möglichst vielseitig für unterschiedliche Schleifarbeiten verwendbar ist und
die möglichst geringen technischen Aufwand für den automatischen Schleifscheibenwechsel
erfordert.
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Gelöst wird diese Aufgabe gemäß der Erfindung dadurch, daß das Schleifscheibenmagazin
für jede bereitzuhaltende Schleifscheibe eine Schleifscheibenhalterung mit Mitteln
zum Erfassen und Halten des Schleifscheibenflansches aufweist, daß das Schleifscheibenmagazin
und die Schleifspindel relativ zueinander aus einer Arbeitsposition in eine Übergabeposition
und zurück verfahrbar angeordnet sind, daß das Schleifscheibenmagazin in der Arbeitsposition
außerhalb des Arbeitsbereichs der auf der Schleifspindel befindlichen Schleifscheibe
steht, daß in der Übergabeposition von Schleifspindel und Schleifscheibenmagazin
die Spindelachse und die Achse einer Schleifscheibenhalterung des Schleifscheibenmagazins
miteinander fluchten und axial zueinander bewegbar sind und daß die Übergabe der
Schleifscheibe unmittelbar von derSchleifspindel auf die Schleifscheibenhalterung
des Schleifscheibenmagazins und umgekehrt erfolgt. Vorzugsweise sind die Schleifspindel
und/oder das Schleifscheibenmagazin zum Schleifscheibenwechsel nur in den Maschinenachsen
relativ zueinander verfahrbar. Diese Ausbildung der erfindungsgemäß vorgeschlagenen
Schleifmaschine gestattet die direkte Übergabe der Schleifscheiben von der Schleifspindel
auf das Schleifscheibenmagazin, ohne daß aufwendige Handhabungsgeräte erforderlich
sind. Dadurch, daß jede Schleifscheibe im Schleifscheibenmagazin einen definierten
Platz erhält, ist die Wiederverwendung von von der Schleifspindel abgenommenen Schleifscheiben
jederzeit möglich.Die Ausnutzung der Maschinenachsen der Schleifmaschine für den
Schleifscheibenwechsel setzt den technischen Aufwand herab, während die direkte
Übergabe der Schleifscheiben von der Spindel auf das Schleifscheibenmagazin und
umgekehrt gleichzeitig auch zu einer sehr kurzen Wechsel zeit führt.
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verfahrbar ist. Die erfindungsgemäß vorgeschlagene Anordnung des Magazins
oberhalb der Schleifmaschine über dem Kopf der Bedienungsperson erspart Platz im
Arbeitsbereich der Schleifmaschine.
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Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Schleifmaschine nach
der Erfindung ergibt sich, wenn in das Schleifscheibenmagazin eine Vorrichtung zum
Reinigen des Aufnahmekegels der Schleifspindel integriert ist. Die Vorrichtung zum
Reinigen des Spindel kegels ist gemäß der Erfindung zweckmäßigerweise als Gehäuse
mit Innenkonus ausgebildet und weist im Bereich des Innenkonus KUhlmittel- oder
Luftzufiihrungen und/oder Filzbeläge und/oder Bürsten auf. Mit dieser Vorrichtung
werden getrennte Einrichtungen zum Reinigen des Spindel kegels und gesonderte Arbeitsgänge,
die von Hand ausgeführt werden müßten, erspart. Gleichzeitig wird der Sitz der Schleifscheiben
auf der Schleifspindel verbessert.
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In weiterer Ausführung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Schleifscheibenhalterungen
des Schleifscheibenmagazins in der Übergabeposition in Richtung der Schleifspindelachse
verschiebbar sind. Diese Ausbildung der Schleifmaschine nach der Erfindung ist besonders
dann von Bedeutung, wenn die Maschine selbst keine Z-Achse aufweist, wenn also eine
Bewegung des Werkstücks parallel zur Schleifspindel nicht vorgesehen ist. Bei Einsatz
von Schleifscheiben mit Flanschen, welche zum Spannen des Schleifscheibenflansches
einen axial verlaufenden konzentrischen Spannbolzen aufweisen, ist gemäß der Erfindung
vorgesehen, daß jede Schleifscheibenhalterung des Schleifscheibenmagazins konzentrisch
um ihre Achse herum angeordnete, über eine axiale Zugstange betätigbare Greifer
aufweist, welche den an dem Schleifscheibenflansch angebrachten Spannbolzen ergreifen
und halten.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist das Schl-eifscheibenmagazin
als Drehmagazin mit mehreren, um seine Drehachse herum angeordneten Schleifscheibenhalterungen
ausgebildet. Auf diese Weise kann jede Schleifscheibenhalterung kurzfristig für
einen Schleifscheibenwechsel in eine mit der Spindelachse fluchtende Position gebracht
werden. Das Schleifscheibenmagazin kann einen um eine horizontale Achse drehbaren
Träger aufweisen, welcher rings um die Trägerachse parallel zu dieser angeordnete
Halterungen für die bereitzuhaltenden Schleifscheiben trägt. Das Schleifscheibenmagazin
kann nach der Erfindung auch aus einem um eine vertikale Achse drehbaren Tragkörper
bestehen, welcher rings um seine Drehachse herum horizontal angeordnete Halterungen
für die bereitgehaltenen Schleifscheiben trägt. Eine Vergrößerung der Aufnahmekapazität
des Schleifscheibenmagazins ergibt sich gemäß der Erfindung dadurch, daß der um
eine vertikale Achse drehbare Tragkörper des Schleifscheibenmagazins in mindestens
zwei Ebenen übereinander rings um seine Drehachse herum horizontal angeordnete Halterungen
für die bereitgehaltenen Schleifscheiben aufweist. Diese Ausführung des Magazins
ist auch besonders geeignet für Doppelkopfschleifmaschinen mit zwei parallelenSchl
eifspindein Hier kann der Schleifscheibenwechsel auf beiden Spindeln gleichzeitig
erfolgen. Gemäß der Erfindung, ist es auch möglich, das Schleifscheibenmagazin als
Linearmagazin mit mehreren neben- und/oder übereinander angeordneten Schleifscheibenhalterungen
auszubilden. Es kann auf dem Tisch angeordnet und mit diesem in X-Richtung verfahrbar
sein. Vorteilhaft ist es auch, dieses Linearmagazin überkopf anzuordnen, wobei die
Halterungen parallel zur Schleifspindel auszurichten sind. In diesem Fall ist das
Linearmagazin zum Schleifscheibenwechsel horizontal quer zur Schleifspindel verfahrbar,
während die Schleifspindel vertikal bis zur Höhe der Halterungen des Magazins
Zur
Identifizierung der im Schleifscheibenmagazin enthaltenen Schleifscheiben und zur
Vorgabe von Meßwerten flir die Zustellung von Schleifscheibe und Werkstück ist dem
Schleifscheibenmagazin gemäß der Erfindung eine Meßeinrichtung zur Erfassung der
Durchmesser der bereitgehaltenen Schleifscheiben zugeordnet.
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Eine technisch besonders einfache Ausführung der erfindungsgemäß vorgeschlagenen
Schleifmaschine ergibt sichdadurch, daß das Schleifscheibenmagazin auf dem in einer
Maschinenachse verfahrbaren Maschinentisch angebracht ist.
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Ist der Maschinentisch zusätzlich auf einem in Z-Richtung verfahrbaren
Support gelagert, so kann das Schleifscheibenmagazin in Richtung der X-Achse und
in Richtung der Z-Achse der Schleifmaschine zum Schleifscheibenwechsel relativ zur
Schleifspindel positioniert werden. Eine andere Möglichkeit besteht darin, daß das
Schleifscheibenmagazin ortsfest am Maschinenrahmen angebracht ist und daß die Schleifspindel
zum Schleifscheibenmagazin verfahrbar ist. In diesem Fall ist der das zu bearbeitende
Werkstück tragende Werkstückhalter vertikal verfahrbar gehaltert. Besonders zweckmäßig
ist es in diesem Fall wenn die Schleifspindel außerdem um eine vertikale Achse schwenkbar
ist.
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Um zu verhindern, daß sich in den Schleifscheiben unter der Wirkung
der Schwerkraft einseitig, Flüssigkeit sammelt, was beim späteren Einsatz der betreffenden
Scheiben zu Unwucht führen würde, ist gemäß der Erfindung vorgesehen, die Schleifscheiben
im Schleifscheibenmagazin in langsamer Rotation zu halten.
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Der Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß bei Schleifmaschinen
herkömmlicher und spezieller Bauart ohne großen technischen Aufwand für Handhabungsgeräte
ein
vollautomatischer Schleifscheibenwechsel ermöglicht wird.
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Dies ist besonders für NC-gesteuerte Maschinen von Bedeutung. Die
für den Schleifscheibenwechsel erforderliche Zeit ist infolge der direkten Übergabe
der Schleifscheiben von der Schleifspindel in das Schleifscheibenmagazin und umgekehrt
äußert kurz, so daß der Schleifscheibenwechsel keine lange Unterbrechung des Bearbeitungsvorganges
erfordert. Im Schleifscheibenmagazin können Schleifscheiben mit unterschiedlichen
Profilen und Durchmessern bereitgehalten werden, so daß unterschiedliche Bearbeitungsvorgänge
am Werkstück durchgefUhrt werden können, ohne daß das Werkstück umgespannt werden
muß. Die Schleifmaschine nach der Erfindung zeichnet sich also durch vielseitige
Verwendbarkeit aus. Eine weitere Rationalisierung und Erhöhung der Funktionssicherheit
der Maschine ergibt sich dadurch, daß in das Schleifscheibenmagazin gleichzeitig
auch eine Vorrichtung zum Reinigen des Aufnahmekonus der Schleifspindel und eine
Meßeinrichtung integriert sein können.
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Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung näher erläutert.
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Es zeigen: Figur 1 eine Schleifmaschine nach der Erfindung in perspektivischer
Darstellung, Figur 2 eine andere Schleifmaschine nach der Erfindung in Draufsicht,
Figur 3 eine Vorderansicht einer weiteren Schleifmaschine nach der Erfindung in
schematischer Darstellung, Figur 4 eine Seitenansicht der Maschine nach Figur 3
in schematischer Darstellung, Figur 5 einen Ausschnitt aus der Vorderansicht einer
weiteren Schleifmaschine nach der Erfindung, Figur 6 eine Draufsicht auf ein Schleifscheibenmagazin
mit Reinigungsvorrichtung, Figur 7 eine Draufsicht auf ein Schleifscheibenmagazin
mit axial verschiebbarer Schleifscheibenhalterung, Figur 8 eine Ansicht eines Schleifscheibenmagazins
mit Meßeinrichtung.
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In Figur 1 ist eine spezielle Ausführungsform einer Schleifmaschine
nach der Erfindung in perspektivischer Darstellung gezeigt. Das zu bearbeitende
Werkstück 1 ist in einen Werkstückträger 14 eingespannt, der an einem Ständer 2
vertikal verfahrbar geführt ist. Die Bewegungsrichtung des Werkstückträgers 14 in
vertikaler Richtung legt die Maschinenachse Z fest.
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Auf einem Maschinenbett 5 ist ein Tisch 10 in herkömmlicher Weise
horizontal verschiebbar geführt, dessen Bewegungsrichtung die Maschinenachse X bestimmt.
Faltenbälge 10' decken nicht gezeigte Führungen des Tisches 10 ab und schützen sie
vor Verschmutzungen. Auf dem Tisch 10 ist eine quer zur Maschinenachse X des Tisches
verlaufende Querführung 16 angebracht, auf welcher ein Schleifspindelstock 4 horizontal
verfahrbar geführt ist, dessen Bewegungsrichtung die dritte Maschinenachse Y festlegt.
Die Führungen des Schleifspindelstocks 4 sind durch Faltenbälge 4' abgedeckt. Im
Schleifspindelstock 4 ist eine Schleifspindel 3 horizontal gelagert. Sie trägt eine
von einem Antrieb 3' angetriebene Schleifscheibe 6. Zum Abrichten dient ein Abrichtwerkzeug
8, welches im Schleifspindelstock 4 relativ zur Schleifscheibe bewegbar angeordnet
und von einem Antrieb 8' angetrieben ist. Der Schleifspindelstock 4 ist also in
der horizontalen Ebene in Richtung der Maschinenachsen X und Y verfahrbar (vergl.
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Pfeile).
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Gemäß der Erfindung ist die Schleifmaschine mit einem am Maschinenbett
5 über eine Säule 18 befestigten, stationären Schleifscheibenmagazin 9 ausgerüstet.
Dieses besteht aus einem um eine horizontale Achse drehbaren Tragkörper 7, welcher
als kreisringförmige Scheibe ausgebildet und rings um seine Drehachse mit vier achsparallelen
Schleifscheibenhalterungen versehen ist, von denen nur drei mit den Bezeichnungen
lla - c zur Aufnahme von Schleifscheiben 6, 6a
und 6b gezeigt sind.
Der drehbare Tragkörper 7 ist in einem von der Säule 18 getragenen stationären Rahmen
12 gelagert und durch einen Antrieb 17 schrittweise antreibbar.
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Um den Schleifspindelstock 4 um eine vertikale Achse schwenken zu
können, ist eine Bogenführung 13 vorgesehen, die ein Verschwenken der Querführung
16 auf dem Tisch 10 gestattet. So ist auch das Schleifen schrägverlaufender Flächen
möglich.
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Der Schleifscheibenwechsel läuft bei der in Figur 1 dargestellten
Flachschleifmaschine wie folgt ab: Der Schleifspindelstock 4 wird in der horizontalen
Ebene in Richtung der Maschinenachsen X und Y so verschoben, daß die Schleifspindel
3 axial mit der freien Halterung llc des Tragkörpers 7 fluchtet. Die Schleifscheibe
6 wird von der Spindel 3 auf die Halterung llc automatisch direkt übergeben. Die
Spannmittel, mit denen die Schleifscheibe auf der Halterung llc und auf der Spindel
3 befestigt sind und die diesen automatischen Wechsel gestatten, sind weiter unten
beschrieben. Die Zwischenschaltung eines Handhabungsgerätes ist zur Obergabe der
Schleifscheibe nicht erforderlich. Nach der Obergabe wird der Tragkörper 7 so weit
gedreht, daß die gewünschte Schleifscheibe 6a oder 6b in die Obergabeposition gelangt,
wo sie direkt auf die Schleifspindel 3 Ubergeben wird. Sodann fährt der Schleifspindelstock
4 wieder zurück in seine Arbeitsposition. In der Zeichnung sind zwei bereitgehaltene
Schleifscheiben 6a und 6b gezeigt. Es ist natürlich auch möglich, Tragkörper mit
mehr oder weniger bereitgehaltenen Schleifscheiben zu verwenden.
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Vorzugsweise ist vorgesehen, den Tragkörper 7 zwischen den Übergabevorgängen
in langsamer Rotation zu halten, damit sich die in den bereitgehaltenen Schleifscheiben
ggf. enthaltene Flüssigkeit unter der Wirkung der Schwerkraft nicht einseitig sammelt.
So wird Unwucht beim Einsatz der betreffenden Scheiben vermieden. Anstatt den Tragkörper
zu rotieren, können auch die am Tragkörper gehaltenen Schleifscheiben einzeln langsam
gedreht werden.
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Figur 2 zeigt eine Draufsicht auf eine Flachschleifmaschine herkömmlicher
Bauart in vereinfachter Darstellung, deren Aufbau von dem der in Figur 1 gezeigten
Maschine abweicht. An einem Ständer 21 ist ein eine Schleifspindel 22 tragender
Schleifspindelträger 23 vertikal in Richtung der Maschinenachse Y verschiebbar geführt.
Die Schleifspindel 22 trägt an ihrem vorderen Ende eine Spannvorrichtung 24 zur
Arretierung eines Schleifscheibenflansches. Diese Spannvorrichtung besteht aus rings
um die Spindelachse herum angeordneten Greifern 27, die über eine axial in Richtung
des Doppelpfeiles 29 bewegliche Zugstange 28 betätigbar sind. Die Betätigung der
Zugstange 28 kann hydraulisch, pneumatisch, elektromagnetisch oder elektromotorisch
erfolgen. Diese Art der Verspannung für Schleifscheibenflansche durch die Schleifspindel
hindurch ist an sich bekannt.
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Die Schleifspindel 22 ist von einem Schutzgehäuse 31 umgeben, dessen
Vorderseite 32 in Richtung des Doppelpfeiles 33 bewegbar ist, so daß die Vorderseite
zum Schleifscheibenwechsel entfernt werden kann und die Schleifspindel zugänglich
ist.
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Auf einem Maschinenbett 34 ist ein Support 36 in einer horizontalen
Ebene in Richtung der Schleifspindelachse beweglich geführt, dessen Bewegungsrichtung
die
Maschinenachse Z festlegt. Die Führungen des Supports 36 sind
durch Faltenbälge 37 abgedeckt und geschützt. Der Support 36 trägt einen quer zu
seiner Bewegungsrichtung bewegbaren Tisch 38, dessen Bewegungsrichtung die Maschinenachse
X definiert. Die Führungen des Tisches 38 auf dem Support 36 sind durch Faltenbälge
39 geschützt. Der Tisch 38 trägt eine in der Figur 2 der Einfachheit und der Übersichtlichkeit
halber nicht dargestellte Werkstückaufnahme.
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Sie ist nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung und bedarf daher
keiner näheren Beschreibung.
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Gemäß der Erfindung trägt der Tisch 38 ein Schleifscheibenmagazin
41 (im folgenden auch kurz als Magazin bezeichnet), das aus einem um eine vertikale
Achse in Richtung des Doppelpfeiles 42 schrittweise drehbaren Tragkörper 43 besteht,
welcher Schleifscheibenhalterungen 44a bis d aufweist. Jede Schleifscheibenhalterung
ist mit einer Spannvorrichtung 46 ausgestattet, die weiter unten im Zusammenhang
mit Figur 6 näher beschrieben ist, Zum Schleifscheibenwechsel werden das Magazin
41, das in Figur 2 in der Arbeitsposition der Maschine gezeigt ist, durch Verschieben
in Richtung der Maschinenachsen X und Z und die Schleifspindel durch Verschieben
in Richtung der vertikalen Maschinenachse Y in die Übergabeposition gebracht, in
welcher die Achse der Schleifscheibenhalterung 44a mit der Achse der Schleifspindel
22 fluchtet. Sodann wird das Schleifscheibenmagazin 41 in Richtung der Z-Achse so
weit zur Schleifspindel 22 hin vorgeschoben, daß der Aufnahmekonus 47 der Schleifspindel
den Flansch 26 der Schleifscheibe 49a aufnimmt. Durch Anziehen der Zugstange 28
in Richtung des Pfeiles 29 vom vorderen Ende der Schleifspindel weg schließen sich
die Greifer 27 um den Spannbolzen 48 des Flansches 26 und halten die Schleifscheibe
positionsgerecht auf der Schleifspindel fest.
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Gleichzeitig läßt die Spannvorrichtung 46 der Schleifscheibenhalterung
44a den Schleifscheibenflansch los, so daß die Schleifscheibe nur noch von der Schleifspindel
22 getragen wird. Anschließend fährt das Magazin 41 in die Arbeitsposition der Maschine
zurück. Die Vorderseite 32 des Schutzgehäuses 31 wird geschlossen, und der neue
Arbeitsvorgang kann beginnen. Nach Beendigung des Arbeitsgangs wird die eben benutzte
Schleifscheibe 49a in umgekehrter Reihenfolge der Schritte wieder auf die freie
Halterung 44a abgegeben. Nach einer entsprechenden Drehung des Tragkörpers 43 in
Richtung des Pfeils 42 steht eine andere Schleifscheibe zur Übergabe auf die Schleifspindel
22 bereit.
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Solange sich das Magazin 41 in der in Figur 2 gezeigten Arbeitsposition
befindet, können Schleifscheiben des Magazins ausgewechselt werden, ohne daß eine
Unterbrechung des Schleifvorgangs erforderlich wird. So ist eine sehr rationelle
Ausnutzung der Maschine möglich.
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In den Figuren 3 und 4 ist eine andere Schleifmaschine Typs als in
Figur 2 in einer schematischen Vorder- und Seitenansicht dargestellt. Gleiche Teile
sind mit denselben Bezugszeichen versehen wie in Figur 2, jedoch vermehrt um 300.
Ein Maschinenbett 334 trägt einen in Richtung der Schleifspindelachse verfahrbaren
Ständer 321, dessen Bewegungsrichtung eine horizontale Maschinenachse Z definiert.
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Am Ständer 321 ist ein Schleifspindelträger 323 vertikal verschiebbar
geführt. Die Bewegungsrichtung des Schleifspindel trägers definiert die vertikale
Maschinenachse Y.
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Der Schleifspindelträger ist mit einem Aufnahmekonus 347 für die Aufnahme
eines Schleifscheibenflansches ausgerüstet. Auf dem Maschinenbett 334 ist quer zur
Bewegungsrichtung des Ständers 321, also in Richtung der X-Achse, verschiebbar ein
Tisch 338 gelagert.
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Der Arbeitsbereich der Schleifscheibe ist durch eine Abdeckhaube 57
geschützt. Im Falle der Figuren 3 und 4 ist das Schleifscheibenmagazin nicht auf
dem Tisch 338 befestigt, sondern es ist als Linearmagazin 58 ausgebildet und von
einem Portal 59 oberhalb der Maschine getragen.
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Das Linearmagazin 58 besteht aus horizontal nebeneinander angeordneten
Schleifscheibenhalterungen 61 a - d, die mittels einer von einem Motor 62 angetriebenen
Spindel 63 in Richtung eines Doppelpfeils 64 bewegbar sind. Jede Schleifscheibenhalterung
61a bis 61d trägt eine Schleifscheibe 349a bis 349d, die durch Verschieben des Linearmagazins
58 in Richtung des Doppelpfeils 64 nach Bedarf für den Schleifscheibenwechsel bereitgestellt
werden können. Diese Ausführungsform der Schleifmaschine nach der Erfindung hat
den Vorteil, daß das Magazin 58 oberhalb der Schleifmaschine, also über dem Kopf
der Bedienungsperson, angeordnet ist und daher keinen Platz im Arbeitsbereich der
Maschinen beansprucht. Durchgeführt wird der Schleifscheibenwechsel in diesem Fall
durch Verschiebung des Schleifspindelträgers 323 in Y-Richtung nach oben und durch
Verschiebung des den Schleifspindelträger tra-genden Ständers 321 in Z-Richtung,
wobei gleichzeitig durch Verschieben des Magazins 58 in Richtung des Pfeils 64 die
jeweils gewünschte Halterung 61a, b, c oder d in Obergabeposition gebracht wird.
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Figur 5 zeigt einen Ausschnitt aus einer Ansicht einer anderen Ausführungsform
der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Schleifmaschine, die im wesentlichen mit der
in Figur 2 beschriebenen übereinstimmt. Gleiche Teile sind daher mit gleichen Bezugszeichen
versehen, jedoch vermehrt um 500. Am Ständer 521 ist ein Schleifspindelträger 523
in Y-Richtung vertikal verschiebbar gelagert, der eine Schleifspindel 522 mit horizontaler
Spindelachse trägt.
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Die Schleifspindel 522 ist von einem Schutzgehäuse 531
umgeben.
Die vertikalen Führungen des Schleifspindelträgers 523 sind durch Schiebebleche
67 abgedeckt und geschützt. Auf dem Tisch 538, der in Richtung der Maschinen achse
X verschiebbar gelagert ist, ist ein als Drehmagazin ausgebildetes Schleifscheibenmagazin
541 angeordnet, das in zwei horizontalen Ebenen 69 und 69' übereinander rings um
seine Drehachse herum Schleifscheibenhalterungen 544 aufweist, welche Schleifscheiben
549 tragen. Das Magazin 541 ruht, wie auch die im Zusammenhang mit den Figuren 2,
6, 7 und 8 dargestellten Magazine, auf einem als Rundschalttisch ausgebildeten Teiltisch
73, der eine schrittweise Drehung des Magazins bewirkt und nach der Drehung eine
positionsgenaue Arretierung gewährleistet. Derartige Drehtische sind bekannt und
werden beispielsweise von der Firma SMP (69500 Bron France) vertrieben. Die in Figur
5 gezeigte Ausführungsform der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Schleifmaschine bietet
im Schleifscheibenmagazin eine vergrößerte Anzahl von Speicherplätzen für bereitzuhaltende
Schleifscheiben. Durch Vermehrung der Anzahl der Ebenen kann die Anzahl der Speicherplätze
noch vergrößert werden.
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Der Zugriff zu den Speicherplätzen in verschiedenen Ebenen des Drehmagazins
ist durch die Verschiebbarkeit der Schleifspindel in Y-Richtung gewährleistet. Die
Maschine bietet also die Möglichkeit, auf geringem Raum eine große Anzahl von Schleifscheiben
bereitzuhalten. Besondere Bedeutung hat dieses Magazin für Doppelkopf-Schleifmaschinen
mit zwei parallelenSchleifspindeln> da es hier den gleichzeitigen Schleifscheibenwechsel
auf beiden Spindeln gestattet.
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Figur 6 zeigt eine Draufsicht auf ein Schleifscheibenmagazin, wie
es beispielsweise in der in Figur 2 gezeigten Maschine eingesetzt werden kann. Gleiche
Teile sind daher mit den gleichen Bezugszeichen wie in Figur 2 versehen, jedoch
vermehrt um 600. Das Schleifscheibenmagazin 641
ist als Drehmagazin
ausgebildet, welches um eine vertikale Drehachse in Richtung des Doppelpfeiles 642
schrittweise drehbar ist. Zu diesem Zweck ist es, was in Figur 6 nicht dargestellt
ist, wie das Magazin 541 der Figur 5 auf einem Teiltisch gelagert. Das Magazin 641
weist Schleifscheibenhalterungen 644a, b und c auf, welche Schleifscheiben 649a,
b und c tragen. Die Schleifscheiben sind auf Flanschen 626 befestigt. Jeder Flansch
weist einen zweiseitigen Spannbolzen 648 auf, der an seinen axialen Enden Spannköpfe
74 und 74' trägt. Die Spannvorrichtung 646 in der Schleifscheibenhalterung 644a
weist Greifer 76 auf, die schwenkbar an einer Zugstange 77 angelenkt sind.
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Die Zugstange ist mittels eines Kolbens hydraulisch, elektromagnetisch,
elektromotorisch oder pneumatisch in Richtung eines Doppelpfeiles 79 bewegbar. Wird
die Zugstange 77 in der Darstellung der Figur 6 nach oben bewegt, so öffnen sich
die Greifer 76 und geben den Spannkopf 74' frei. Wird die Zugstange in umgekehrter
Richtung -bewegt, schließen sich die Greifer um den Spannkopf 74', so daß der Flansch
626 auf der Halterung 644a festgehalten wird.
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Gemäß der Figur 6 trägt der Tragkörper 643 des Magazins 641 an einer
Seite eine Vorrichtung 81 zum Reinigen des Aufnahmekonus der Schleifspindel. Diese
besteht aus einem Gehäuse 82 mit einem Innenkonus 83, in dessen Bereich Kühlmittel-
oder Luftzuführungen 84 münden. Außerdem ist der Innenkonus mit einem Filzbelag
86 versehen, an dessen Stelle auch Bürsten vorgesehen sein können. Vor der Aufnahme
einer neuen Schleifscheibe aus dem Magazin kann mit der Reinigungsvorrichtung 81
jeweils der Aufnahmekonus der Schleifspindel gereinigt werden, so daß der Sitz der
Schleifscheiben auf dem Aufnahmekonus verbessert wird.
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Dank der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Vorrichtung erfolgt das Reinigen
des Aufnahmekonus ebenfalls vollautomatisch.
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In Figur 7 ist ein Schleifscheibenmagazin 741 in Draufsicht gezeigt,
welches wie das im Zusammenhang mit Figur 2 beschriebene aufgebaut ist. Gleiche
Teile sind mit denselben Bezugszeichen, vermehrt um 700, bezeichnet. Der Tragkörper
743 des Magazins enthält wieder vier Schleifscheibenhalterungen 744a bis d mit Schleifscheiben
749a bis d. Die Spannvorrichtung für den Schleifscheibenflansch ist wie bei dem
Schleifscheibenmagazin 641 nach Figur 6 ausgebildet und nicht im einzelnen dargestellt.
Sie ist im zylindrischen Lagerbolzen 66 enthalten. Nach Figur 7 ist der Lagerbolzen
66 der Schleifscheibenhalterung 744a in einem Zylinder 51 im Tragkörper 743 gelagert
und in diesem in Richtung eines Doppelpfeiles 52 axial bewegbar.
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Als Antrieb für die Axialbewegung der Schleifscheibenhalterung 744a
dient ein Kolben 53, der im Zylinder 51 pneumatisch, elektromotorisch, elektromagnetisch
oder hydraulisch betätigbar ist. Diese Ausbildung des Schleifscheibenmagazins 741
ist für solche Fälle besonders geeignet, in denen die Schleifmaschine keine in Z-Richtung
verlaufende Maschinenachse hat, in denen also eine Verschiebung des Tisches 738
in Richtung der Spindel achse nicht vorgesehen ist.
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Figur 8 zeigt ein Schleifscheibenmagazin 841 der vorbeschriebenen
Art, das auf einem Teiltisch 73 auf einem linear in X-Richtung bewegbaren Tisch
838 angeordnet ist.
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Diesem Magazin 841, das im übrigen ebenso aufgebaut ist wie die zuvor
beschriebenen, ist eine Meßeinrichtung 54 zugeordnet, welche mit einem Meßarm 56
den Umfang der Schleifscheiben 849 im Magazin 841 abtastet und an einer Skala 55
anzeigt. Der Meßwert kann zur Identifizierung einer Schleifscheibe oder auch zur
Steuerung der Zustellung oder des Abrichtwerkzeuges benutzt werden. Es ist selbstverständlich,
daß anstelle einer den Meßwert
anzeigenden Skala 55 eine Verbindung
zu einer Steuereinrichtung vorgesehen sein kann, welche die entsprechenden Steuerungen
automatisch vornimmt.
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