DE3246015C2 - Terpolymeres aus Acrylnitril, styrol und para-isopropenylphenol - Google Patents
Terpolymeres aus Acrylnitril, styrol und para-isopropenylphenolInfo
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Description
1 bis 55 Mol-% Struktureinheiten der Formel
H H"
H H"
\ I
und 10 bis 60 Mol-% Struktureinheiten der Formel
CH3 H'
CH3 H'
(H)
(III)
OH
besteht und ein zahlengemitteltes mittleres Molekulargewicht von 500 bis 200 000 besitzt.
2. Copolymer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es aus 40 bis 60 Mol-% Struktureinzhciten der
Formel (I), 2 bis 45 Mol-% Struktureinheiten der Formel (II) und 15 bis 58 Mol-% Struktureinheiten der
Formel (III) besteht.
3. Copolymer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß es ein zahlengemitteltes mittleres
Molekulargewicht von 500 bis 50 000 besitzt.
Beschreibung
Die Erfindung betrifft neue Copolymere (Mischpolymerisate), die durch Copolymerisation von Acrylnitril,
Styrol und Paraisopropenylphenol erhalten werden.
Stand der Technik
Herkömmlicherweise sind Copolymere vom Acrylnitril-Styrol-Typ (im folgenden als Harze vom AS-Typ
bezeichnet) gut bekannt und sind allgemein auf Anwendungsgebieten z. B. als Preß- und Formmaterialien und
dergleichen verwendet worden. Spezifische Beispiele hierfür sind Acrylnitril-Styrol-Copolymere (AS-Harze),
Acrylnitril-Butadien-Styrol-Harze(ABS-Harze).
AS-Harze als Form- oder Preßmaterialien werden einer Endbeschichtung unterworfen, um den ausgeformten
Gegenständen ein attraktives äußeres Erscheinungsbild zu verleihen und ihre Eigenschaften wie Witterungsbeständigkeit
zu erhalten. Diese Endbeschichtung wird im allgemeinen durch eine Acrylfarbe erzielt. AS-Harz-Preßteile,
die mit einer Acrylfarbe beschichtet sind, werden jedoch verschiedene Probleme auf, z. B. daß die
Acrylfarbe von dem AS-Harz häufig während des Gebrauchs abblättert und dadurch den kommerziellen Wert
derartiger Preßteile verschlechtert.
Es bind bereits Copolymere von Para-isopropenyiphenoi und Acrylnitril oder Styrol jeweils bekannt, jedoch
sind die Leistungs- und Dauercharakteristiken dieser Copolymere nicht vollständig beschriebenen worden, li.s
wurde festgestellt, daß dann, wenn die bekannten Copolymere zu AS-Harzen hinzugegeben werden, das crstcro
Copolymere eine schlechte Mischbarkeit mit diesem aufweist und kaum irgendeine erwünschte Verbesserung in
den Adhäsionseigenschaften liefern kann. Das letzte Copolymer bringt kein Problem in bezug auf die Mischbarkeit
mit AS-Harzen mit sich, hat jedoch keine merkliche Wirkung auf die Verbesserung von Adhäsionscigenschaften.
Um die vorstehend beschriebenen Nachteile von AS-Harzen zu beseitigen, haben die Erfinder intensive und
ausgedehnte Untersuchungen durchgeführt und haben gefunden, daß bestimmte Copolymere, die durch Copoly-
merisation von Acrylnitril, Styrol und Para-isopropenylphenol erhalten werden, hervorragende Wärmebeständigkeit
und Adhäsionseigenschaften besitzen und, wenn sie als Modifizierungsmittel für AS-Hsrze verwendet
werden, die Adhäsion zwischen den AS-Harzformteilen und der Acrylfarbe verbessern.
Beschreibung der Erfindung
Durch die Erfindung wird ein Copolymer geschaffen, das durch Copoiymerisation von bestimmten Mengen
Acrylnitril, Styrol und Para-isopropenylphenol erhalten wird, wobei dieses Monomer bisher niemals in bekannten
Harzen vom AS-Typ verwendet worden ist Dieses Copolymer vom AS-Typ besitzt Hydroxylgruppen, die
durch daj Para-isopropenylphenol eingeführt worden sind.
Das Copolymer der Erfindung besitzt nicht nur hervorragende Schlag- oder Stoßbeständigkeit und chemische
Beständigkeit wie übliche Harze vom AS-Typ, sondern außerdem eine besonders gute Wärmebeständigkeit, und
Adhäsionseigenschaften.
Das Copolymer gemäß der Erfindung kann als solches in wirksamer Weise als ein Preß- oder Formharz
verwendet werden. Darüber hinaus besitzt das erfindungsgemäße Copolymer phenolische Hydroxylgruppen,
obgleich es ein Harz vom AS-Typ ist Demzufolge kann das erfindungsgemäße Copolymer, wenn es in herkömmliche
Harze vom AS-Typ inkorporiert wird, deren Anstreichbarkeit (insbesondere die Adhäsion der
Farbe) und die Wärmebeständigkeit verbessern und ist deshalb in hohem Maße als ein Modifizierungsmittel für
Harze vom AS-Typ nützlich.
Weiterhin kann das Copolymer der Erfindung, da es phenolische Hydroxylgruppen besitzt trotz seiner
Thermoplastizität in wirksamer Weise eingesetzt werden, indem es mit verschiedenen wärmehärtenden Harzen
wie phenolischen Harzen, Melamin-, Guanamin-, Harnstoff-, Keton-, Epoxy-, Polyurethan-, Toluol-, Xylol-,
Alkyl- und Aminoalkydharzen kombiniert wird.
Beschreibung der Zeichnungen
Fig. 1 ist ein Diagramm, das die bevorzugten und die am meisten bevorzugten Bereiche des Mengenverhältnisses
der monomeren Bestandteile zeigt,
• Fig. 2 zeigt ein IR-Spektrum des Copolymeren aus Beispiel 1;
• Fig. 2 zeigt ein IR-Spektrum des Copolymeren aus Beispiel 1;
Fig. 3 zeigt ein I3C-NMR-Spektrum des Copolymeren aus Beispiel 1
die Fig. 4 und 5 zeigen jeweils ein IR-Spektrum und ein l3C-NMR-Spektrum des Copolymeren aus Beispiel 2.
Ausführungsform der Erfindung
Das Copolymer der Erfindung besteht aus 30 bis 65 Mol-°/o Struktureinheiten der Formel
H CN'
H CN'
C-C-
I I
H H
1 bis 55 Mol-% Struktureinheiten der Formel
H H"
H H"
(D
(&Pgr;)
und 10 bis 60 Mol-% Struktureinheiten der Formel
20
25
30
40
45
50
55
(III)
65
und besitzt ein zahlengemitteltes mittleres Molekulargewicht von 500 bis 200 000.
Das Copolymer der Erfindung kann durch Radikalpolymerisation hergestellt werden. Was das Polymerisationsverfahren
anbelangt, so sind jegliche bekannten Mittel auf die Erfindung anwendbar.
Spezieller schließen die Mittel, Vorrichtungen und Verfahren, die bei der praktischen Durchführung der
Erfindung angewendet werden können, z. B. Lösungspolymerisation, Polymerisation in Masse, Suspensionspolymerisation,
Emulsionspolymerisation chargenweise und kontinuierliche Polymerisation ein.
In der Radikalpolymerisation zur Herstellung des Copolymeren der Erfindung können Azo-Peroxid oder
Redox-lnitiatoren, als Polymerisation verwendet werden.
Spezifische Beispiele für derartige Initiatoren umfassen Azobisisobutyronitril, Azobis-2,4-dimethylvaIeronitril,
Azobiscyclohexancarbonitril, Azobis-2-amidinpropanhydrochlorid (Azo-Initiatoren); Benzoylperoxid, Lauroylperoxid,
Acetylperoxid, Cumolhydroperoxid, tert-Buty!hydroperoxid, Di-tert-Butylhydroperoxid (Peroxid-Initiatoren)
und Benzoylperoxid-N.N-dimethylanilin, Peroxodischwefelsäure-natriumhydrogensulfit (Redox-lnitiatoren).
Bei der Herstellung des Copolymeren der Erfindung werden die drei monomeren Bestandteile in einem
Verhältnis verwendet, so daß die Menge an Acrylnitril im Bereich von 30 bis 65 Mol-% und vorzugsweise 40 bis
60 MoI-0Zo, die Menge an Styrol in dem Bereich von 1 bis 55 MoI-0Zo und vorzugsweise 2 bis 45 MoI-0Zo und die
Menge von Para-isopropenylphenol in dem Bereich von 10 bis 60 MoI-0Zo und vorzugsweise 15 bis 58 MoI-0Zo
liegen, wobei die gesamte Menge der drei monomeren Bestandteile 100 MoI-0Zo ist.
In bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung werden im allgemeinen Lösungs-, Emulsions-, oder Suspensionspolymerisation
verwendet, weil sie das Abführen der Reaktionswärme und die Steuerung der Reaktion
gestatten. Wenn jedoch sichergestellt ist, daß diese Bedingungen erfüllt sind, wird die Verwendung von Massepolymerisation
nicht ausgeschlossen, insbesondere wenn die Polymerisation in einer kontinuierlichen Weise
durchgeführt wird.
Die Monomeren können in Masse, in Portionen oder in einer kontinuierlichen Weise zugeführt werden. Die
Reihenfolge der Zuführung der drei Monomeren sollte üblicherweise so sein, daß sie parallel zueinander
zugeführt werden, wobei sie vorher vermischt oder nicht vermischt worden sind. Während der Zeitdauer kann
das Verhältnis der drei Monomeren konstant gehalten oder geändert werden.
Die Copolymere, können in Form von statistischen Copolymeren, Block oder Pfropf-Copolymeren vorliegen.
Aufgrund ihres Herstellungsverfahrens sind sie jedoch meistens statistische Copolymere.
Das Molekulargewicht des Copolymeren der Erfindung kann durch Gelpermeationschromatographie seine
Molekularstruktur auf der Grundlage seines IR-Spektrums bestimmt und das Verhältnis von Acrylnitril-, Styrol-
und Para-isopropenylphenoleinheiten, kann von seinem NMR-Spektrum abgeschätzt werden. Darüber hinaus
kann das Copolymer auch durch seine Glasumwandlungstemperatur identifiziert werden.
Um hervorragende Adhäsionseigenschaften und Wärmebeständigkeit zu erzielen, sollte das Copolymer der
Erfindung ein zahlengemitteltes mittleres Molekulargewicht von 500 bis 200 000, vorzugsweise 500 bis 50 000
und am meisten bevorzugt 1000 bis 10 000 aufweisen.
Die vorstehend beschriebenen bevorzugten Bereiche für das Verhältnis der monomeren Bestandteile, sind in
dem Dreiecksdiagramm der Fig. 1 dargestellt. Der bevorzugte Bereich wird durch das sechseckige Gebiet in der
Mitte (durchgezogene Stücke) und der am stärksten bevorzugte Bereich durch den trapezförmigen Bereich
(unterbrochene Striche) wiedergegeben.
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele und das Anwendungsbeispiel weiter erläutert. Diese
Beispiele und das Anwendungsbeispiel schränken die vorliegende Erfindung nicht ein.
Wenn nichts anderes angegeben ist, sind die Teile, Prozentsätze und Verhältnisse Gewichtsangaben.
In einen Reaktor, der mit einem Rührwerk und einem Kondensator ausgestattet war, wurden 233 Teile
Methylisobutylketon (im folgenden als MIBK bezeichnet) gegeben und unter Rühren auf ihren Siedepunkt
erhitzt Unter Kochen am Rückflußkühler wurde eine Mischung, die aus 33 Teilen Acrylnitril (nachfolgend als
AN bezeichnet), 37 Teilen Styrol (im folgenden als St bezeichnet), 30 Teilen Para-isopropenylphenol (im
folgenden als PIPE bezeichnet) und 4,8 Teilen Azobisisobutyronitril (im folgenden als AIBN) bezeichnet)
bestand, tropfenweise über eine Zeitdauer von 3 Stunden hinzugegeben. Danach wurde die innere Temperatur
auf 100° C gesenkt und 0,5 Teile AIBN hinzugegeben. Dann wurde die Reaktionsmischung bei 1000C weitere 2
Stunden gerührt, um die verbliebenen Monomere weiter zu polymerisieren und dadurch eine Copolymerlösung
mit einem Feststoffgehalt von 300Zo zu erhalten. Diese Copolymerlösung wurde im Vakuum bei 17O0C 4 Stunden
getrocknet, um 92 Teile eines pulverförmigen Copolymeren (A) zu erhalten, Gelpermeationschromatographie
(im folgenden als GPC bezeichnet) und thermomechanische Analyse (im folgenden als TMA bezeichnet) zeigten,
daß dieses Copolymer ein zahlengemitteltes mittleres Molekulargewicht von 5500 und eine Glasumwandlungstemperatur
von 1030C besaß. Weiterhin lieferte IR-Absorptionsanalyse des Copolymeren ein IR-Spektrum (wie
es in Fig. 2 gezeigt ist), in dem die folgenden Absorptionscharakteristiken erkannt wurden.
Speziell wurden eine Absorptionsbande entsprechend v(OH) bei 3420 cm-'; eine Absorptionsbande entsprechend
v{C = N) bei 2240cm-'; Absorptionsbanden entsprechend dem Benzolkern v(C=C) bei 1615 und
1520 cm-'; eine Absorptionsbande entsprechend para-disubstituiertem S(C-H), aus der Ebene herausgebogen,
bei 834 cm-' und Absorptionsbanden aufgrund von monosubstituiertem 5(C-H)1 aus der Ebene herausgebogen,
bei 762 und 702 cm-' festgestellt.
Zusätzlich wurde in 13C-NMR-Spektrum des Copolymeren aufgezeichnet, indem deuteriertes Aceton als
Lösungsmittel und Tetramethylsilan als Standard verwendet wurden (die Bedingungen gelten auch für die
nachfolgenden Beispiele), wobei der Bereich des Spektrums von 100—170 ppm in Fig. 3 dargestellt ist. Die
verschiedenen in diesem Bereich des Spektrums markierten Signale können wie folgt zugeordnet werden: Signal
(a) ist dem Kohlenstoffatom in der 4-Stellung des aromatischen Ringes von PIPE-Einheiten zuzuordnen; Signal
(b) ist dem Kohlenstoffatom in der 1-Stellung des aromatischen Ringes von St-Einheiten zuzuordnen; Signal (c)
ist dem Kohlenstoffatom in der 1-Stellung des aromatischen Ringes von PIPE-Einheiten zuzuordnen; Signal (d)
ist den Kohlenstoffatomen in den 2- und 6-Stellungen von PIPE-Einheiten und in den 2-, 3-, 4-, 5- und 6-Stellungen
von St-Einheiten zuzuordnen; Signal (e) ist dem Nitril-Kohlenstoffatom von AN-Einheiten zuzuordnen; und
Signal (f) ist den Kohlenstoffatomen in den 3- und 5-SteIlungen von PIPE-Einheiten zuzuordnen. Das molare
Verhältnis von AN-, St- und PIPE-Einheiten, das aus den Signalintensitätsverhältnissen abgeschätzt wurde,
betrug 47 :34 :19.
Auf der Grundlage der obenstehenden Ergebnisse wurde das Produkt als Copolymer von Acrylnitril, Styrol
und Para-isopropenylphenol bestimmt.
Eine Copolymerlösung mit einem Feststoffgehalt von 29,5% wurde hergestellt, indem das Verfahren von
Beispiel 1 mit der Ausnahme wiederholt wurde, daß 32 Teile AN, 18 Teile St und 50 Teile PIPE verwendet !5
wurden. Danach wurde diese Copolymerlösung in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 aufgearbeitet, um 90 Teile
eines pulverförmigen Copolymeren (B) zu erhalten, das ebenfalls ein Beispiel für das Copolymer der Erfindung
war. GPC und TMA zeigten, daß dieses Copolymer ein zahlengemitteltes mittleres Molekulargewicht von 4900
und eine Glasumwandlungstemperatur von 115°C besaß. Weiterhin zeigte sein IR-Spektrum die gleichen
Absorptionseigenschaften, wie sie in Beispiel 1 festgestellt wurden. Darüber hinaus ergab sein l3C-NMR-Spektrum,
das unter den Bedingungen aus Beispiel 1 aufgezeichnet worden war, die gleichen Signale, wie sie in
Beispiel 1 festgestellt worden waren. Weiterhin wurde festgestellt, daß der erhöhte Anteil von PIPE gegenüber
Beispiel 1 sich in einem Anstieg in den Bereichen unter den Signalen (a), (c) und (f) wiederspiegelte. Das
I R-Spektrum und das 13C-NMR-Spektrum des Copolymeren sind jeweils in den Fig. 4 und 5 dargestellt. Auf der
Grundlage der vorstehend beschriebenen Ergebisse wurde das Produkt als ein Copolymer von Acrylnitril, Styrol
und Paraisopropenylphenol bestimmt. Das molare Verhältnis von AN-, St- und PIPE- Einheiten, wie aus den
Signalintensitätsverhältnissen abgeschätzt worden war, betrug 50 :19 :31.
Das Verfahren von Beispiel 1 wurde mit der Ausnahme wiederholt, daß verschiedene Ausgangsmaterialien,
Bedingungen und Meßverfahren, die in Tabelle 1 angegeben sind, verwendet wurden. Auf diese Weise wurden
eine Anzahl pulverförmiger Copolymere (C) bis (E) erhalten, wie sie in Tabelle 1 angegeben sind. Die Copolymeren
(F) und (G) stellen Vergleichspolymere dar.
Anmerkungen 5 Pulverförmiges Copolymer
Beispiele für die Erfindung (C) (D) (E)
Vergleichsbeispiele (F)
(G)+1)
(1) Monomere AN (Teile)
St (Teile) PIPE (Teile)
(2) AIBN als Initiator (Teile)
(3) Verfahren der Zuführung von (1) und (2)
(4) JOiymerisationstemperatur Rückflußtemperatur
| 30 30 5 50 65 20 |
35 40 25 |
40 60 |
64 36 |
| 4,8 3,0 | 3,0 | 4,8 | 1,0 |
| Tropfenweise Zugabe Polymerisation |
während | Tropfenweise Zugabe während Polymerisation |
Anfänglich in Masse zugeführt |
(5) Polymerisationszeit
(6) AIBN für Nachpolymerisation (Teile)
(7) Nachpolymerisationstemperatur
(8) Nachpolymerisationszeit
Zahlengemitteltes mittleres Molekulargewicht
AN/St/PIPE (molares Verhältnis)*2)
3 Stunden 0,5
Rückflußtemperatur 6O0C
3 Stunden 20 Stunden
0,5 nicht durchgeführt
| 1000C | 4000 | 1000C | nicht durchgeführt |
| 2 Stunden | 2 Stunden | nicht durchgeführt | |
| 5200 6500 | 4500 | 9000 | |
48/4/48 42/42/16 51/31/18 53/0/47
0/68/32
Anmerkungen:
+ l) Hergestellt durch Masse-Polymerisation.
+2) Monomer-Einheiten in dem Copolymer vorhanden.
Anwendungsbeispiel
Die Einflüsse der verschiedenen Copolymere, die in den vorstehenden Beispielen erhalten waren, wurden an
ausgeformten Teilen getestet, die durch Zugabe dieser Copolymere zu einem kommerziell erhältlichen Harz
vom AS-Typ (LITAC A-100, hergestellt, und vertrieben von Mitsui Toatsu Chemicals Co., Ltd) hergestellt waren.
Dieses kommerziell erhältliche Harz LITAC A-100 vom AS-Typ ist ein Copolymer, das durch die Polymerisation
von 25 Gew.-% Akrylnitril und 75 Gew.-% Styrol erhalten wird. Zur Bestimmung seines Molekulargewichts
wurde eine reduzierte Viskosität (&eegr;5&rgr;) von 0,84 erhalten, als eine Lösung von 0,5 g des Harzes in 100 ml
Dimethylformamid bei 300C gemessen wurde.
Speziell wurde das vorgenannte AS-Harz bei 1500C 5 Minuten mit 1,5 oder 10% Copolymer (A), mit 5%
Copolymer (B), (C), (D), (E), (F) oder (G) oder ohne irgendein Copolymer in einer Walzenmühle gemahlen. Die
Gleichmäßigkeit des gemahlenen Produktes wurde aus seinem äußeren Erscheinungsbild beurteilt. Dann wurden
die entstandenen gemahlenen Produkte pelletisiert. Unter Verwendung einer Spritzgußmaschine wurden
150 &khgr; 70 &khgr; 3 mm große ausgeformte Stücke und Dehnungsproben (ASTM No. 1 Hanteln) aus diesen Proben
hergestellt.
Eine große Oberfläche (150 &khgr; 70 mm) jedes einzelnen ausgeformten Teiles wurde mit einer kommerziell
erhältlichen Acrylfarbe (R-110, hergestellt und vertrieben von Nihon Paint Co., Ltd) bis zu einer Dicke beschichtet,
die einer Trockenfilmdicke von 15 &mgr; entsprach, getrocknet, indem es einen Tag lang stehen gelassen, und
dann einem Kreuzschnitt-Adhäsionstest entsprechend den japanischen Industriestandards JIS K. 5400 unterzogen
wurde.
Jede Dehnungsprobe wurde in einem Ofen bei 100°C eine vorherbestimmte Zeitdauer stehen gelassen und
dann entsprechend ASTM D-683 auf Dehnungsfestigkeit bzw. Zerreißfestigkeit untersucht
Die so erhaltenen Testergebnisse sind in Tabelle 2 angegeben.
Pellet-Bezeichnung
(i) (ii) (iii) (iv) (&ngr;) (vi)
(vii) Vergleichsversuche (viii) (ix) (x)
Zugegebenes Copolymer Typ
Menge (%)
Menge (%)
Gleichmäßigkeit des gemahlenen Produktes Abschältest (Grad des Abschälens, %)
Zugfestigkeit (kg/mm2)
Vor Behandlung bei 1000C
Nach 1 Monat Behandlung bei 1000C
Nach 2 Monaten Behandlung bei 1000C 690 710 720 700 730 690 690 620 600 600 Nach 3 Monaten Behandlung bei 1000C 670 680 700 680 710 680 680 560 500 540
Vor Behandlung bei 1000C
Nach 1 Monat Behandlung bei 1000C
Nach 2 Monaten Behandlung bei 1000C 690 710 720 700 730 690 690 620 600 600 Nach 3 Monaten Behandlung bei 1000C 670 680 700 680 710 680 680 560 500 540
+ i)O = gut;
&Dgr; = weniger gut; X = schlecht.
| (A) | (A) | (A) | (B) | (C) | (D) | (E) | (F) | (G) | — |
| 1 | 5 | 10 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | - |
| O | O | O | O | O | O | O | X | &Dgr; | - |
| 20 | 10 | 5 | 10 | 5 | 15 | 10 | 40 | 60 | 50 |
| 730 | 740 | 750 | 750 | 750 | 730 | 730 | 720 | 730 | 730 |
| 710 | 730 | 740 | 730 | 740 | 720 | 710 | 690 | 670 | 650 |
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
1. Copolymer, dadurch gekennzeichnet, daß es aus 30 bis 65 Mol-% Struktureinheiten der Formel
"H CN"
"H CN"
I I
-C-C-H H
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| JP56059189A JPS6044325B2 (ja) | 1981-04-21 | 1981-04-21 | 共重合体 |
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|---|---|
| DE3246015T1 DE3246015T1 (de) | 1983-06-01 |
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Family Applications (1)
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1982
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- 1982-04-19 GB GB08235733A patent/GB2121063B/en not_active Expired
-
1984
- 1984-07-30 US US06/635,496 patent/US4544727A/en not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE1153527B (de) * | 1961-06-19 | 1963-08-29 | Bayer Ag | Verfahren zur Herstellung von Mischpolymerisaten mit Phenolresten als Seitenketten aus ungesaettigten Phenolen und anderen olefinischen Verbindungen |
Also Published As
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