DE3245075C2 - - Google Patents
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- G11B7/08—Disposition or mounting of heads or light sources relatively to record carriers
- G11B7/09—Disposition or mounting of heads or light sources relatively to record carriers with provision for moving the light beam or focus plane for the purpose of maintaining alignment of the light beam relative to the record carrier during transducing operation, e.g. to compensate for surface irregularities of the latter or for track following
- G11B7/0908—Disposition or mounting of heads or light sources relatively to record carriers with provision for moving the light beam or focus plane for the purpose of maintaining alignment of the light beam relative to the record carrier during transducing operation, e.g. to compensate for surface irregularities of the latter or for track following for focusing only
- G11B7/0909—Disposition or mounting of heads or light sources relatively to record carriers with provision for moving the light beam or focus plane for the purpose of maintaining alignment of the light beam relative to the record carrier during transducing operation, e.g. to compensate for surface irregularities of the latter or for track following for focusing only by astigmatic methods
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- Optical Recording Or Reproduction (AREA)
- Optical Head (AREA)
- Automatic Focus Adjustment (AREA)
- Lenses (AREA)
- Focusing (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein optisches
Fokusfehlerdetektorsystem zum Feststellen von Abweichungen
zwischen der Abbildungsebene eines Ojektivsystems in
einem optischen System und einer strahlungsreflektierenden
Fläche in diesem System, auf welcher Fläche abgebildet
werden muß, welches Fokusfehlerdetektorsystem eine Strahlungsquelle,
das Objektivsystem, ein astigmatisches System
aus zwei Zylinderlinsen, die im Weg eines von der reflektierenden
Fläche reflektierten Bündels angeordnet sind,
und einen aus vier Teildetektoren zusammengesetzten strahlungsempfindlichen
Detektor enthält.
Ein derartiges Fokusfehlerdetektorsystem kann in
einer Anordnung zum Lesen eines Aufzeichnungsträgers mit
einer optisch lesbaren, strahlungsreflektierenden Datenstruktur
zum ständigen Fokussieren des Lesebündels auf
die Datenstruktur benutzt werden.
Eine derartige Lesevorrichtung ist u. a. aus der
US-PS 40 25 949 bekannt. Diese Vorrichtung dient beispielsweise
zum Lesen eines Aufzeichnungsträgers, in dem
ein Videoprogramm gespeichert ist. Die Datenstruktur besteht
dabei aus einer Vielzahl von Datengebieten, die in
der Spurrichtung mit Zwischengebieten abwechseln. Die
erwähnten Gebiete können beispielsweise entlang einer
spiraligen Spur angeordnet sein. Die Datengebiete beeinflussen
ein Lesebündel anders als die Zwischengebiete.
Die Daten können in der Frequenz der Datengebiete und/oder
im Verhältnis der Länge dieser Gebiete zu der der Zwischengebiete
codiert sein. Die Daten können auch digital codiert
sein. Außer Video- und Audiodaten können am Aufzeichnungsträger
auch Digitaldaten, beispielsweise von und zu einem
Rechner, gespeichert sein.
Für eine ausreichende Spieldauer des Aufzeichnungsträgers
werden bei beschränkten Abmessungen dieses Trägers
die Einzelheiten der Datenstruktur besonders klein sein.
So beträgt beispielsweise, wenn ein Videoprogramm von 30
Minuten an einer Seite eines runden, scheibenförmigen
Aufzeichnungsträgers in einem ringförmigen Gebiet mit
einem Außenradius von etwa 15 Zentimetern und einem Innenradius
von etwa 6 Zentimeter gespeichert ist, die Spurbreite
etwa 0,6 Mikrometer und beträgt die mittlere Länge
der Datengebiete etwa ein Mikrometer.
Zur Ermöglichung des Lesens dieser kleinen Details ist ein
Objektivsystem mit einer verhältnismäßig großen
numerischen Öffnung zu verwenden. Die Schärfentiefe eines
derartigen Objektivsystems ist jedoch gering. Da in der
Lesevorrichtung Schwankungen im Abstand von der Fläche der
Datenstruktur zum Objektivsystem auftreten können, die
größer als die Schärfentiefe sind, sind Maßnahmen zu
treffen, um diese Schwankungen zu detektieren und damit die
Fokussierung nachstellen zu können.
Hierzu kann das vom Aufzeichnungsträger herrührende Lesebündel
mit Hilfe beispielsweise einer Zylinderlinse
astigmatisch gemacht werden. Zwischen den Brennlinien des
astigmatischen Systems, das vom Objektivsystem und von der
Zylinderlinse gebildet wird, kann ein aus vier Teildetektoren
zusammengesetzter, strahlungsempfindlicher
Detektor angeordnet werden. Bei Schwankungen in der
Position der Fläche der Datenstruktur gegen das Objektivsystem
ändert sich die Form des auf dem zusammengesetzten
Detektor gebildeten Bildflecks. Diese Formänderung läßt
sich durch geeignete Kombination der Ausgangssignale der
Teildetektoren detektieren.
Ein derartiges Fokusfehlerdetektorsystem mit nur einer
Zylinderlinse, wie es aus der DE-AS 25 01 124 bekannt
ist, kann nicht nur in Vorrichtungen zum Lesen eines
strahlungsreflektierenden Aufzeichnungsträgers, sondern
allgemein auch in optischen Systemen benutzt werden, in
denen Abweichungen zwischen der gewünschten und der
reellen Position einer strahlungsempfindlichen Fläche, auf
der die Abbildung erfolgen soll, detektiert werden müssen.
Es wird dabei an Mikroskope, an bei der Herstellung von
integrierten Schaltkreisen benutzte Systeme zum Projizieren einer
Maske auf ein Substrat
usw. gedacht.
Das Fokusfehlerdetektorsystem mit nur einer Zylinderlinse
liefert ein Signal, das aus regeltechnischer Sicht
nicht ideal ist. Die Kennlinie, die den Verlauf des Fokusfehlersignals
als Funktion der Abweichung zwischen der
gewünschten und der reellen Fokussierungsfläche darstellt,
ist gekrümmt und um den Nullpunkt herum außerdem asymmetrisch.
Der nicht-lineare Verlauf ist eine Folge davon,
daß das Bündel in zwei zueinander senkrechten Richtungen
verschiedene Konvergenzen aufweist. Der asymmetrische Verlauf
der Kennlinie wird durch die nicht-symmetrische Lage
der Abbildungen der Pupille des Objektivsystems in bezug
auf die Fläche der Teildetektoren verursacht. Diese Asymmetrie
ist insbesondere ernsthaft, wenn der strahlungsempfindliche
Detektor in verhältnismäßig großem Abstand vom
Objektivsystem angeordnet ist, welche Situation in einer
Schreib- oder Lesevorrichtung auftreten kann, in der nur
das Objektivsystem bewegbar ist und die übrigen optischen
Elemente der Vorrichtung fest angeordnet sind.
In der US-PS 40 25 949 ist eine Verbesserung der
Kennlinie des Fokusfehlersignals durch die Verwendung von
zwei Zylinderlinsen mit gleicher Stärke beschrieben, deren
Zylinderachsen quer zueinander angeordnet sind, welche
Linsen in einem parallelen Bündel angeordnet sind. Dadurch
entsteht ein Bündel, das in zwei zueinander senkrecht verlaufenden
Flächen die gleiche Konvergenz besitzt, wodurch
das Fokusfehlersignal einen linearen Verlauf um den Nullpunkt
besitzt. Jedoch liegen auch jetzt die Abbildungen
der Objektivpupille nicht symmetrisch in bezug auf die
Detektorfläche, so daß das Signal immer noch asymmetrisch
ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
Fokusfehlerdetektorsystem zu schaffen, das ein Signal
erzeugt, das sowohl linear um den Nullpunkt herum als
auch symmetrisch ist, nicht nur um den Nullpunkt herum,
sondern auch im weiteren Bereich. Diese Aufgabe wird im
erfindungsgemäßen System dadurch gelöst, daß die zwei
Zylinderlinsen in einem nicht-kollimierten Bündel angeordnet
sind und verschiedene Linsenstärken besitzen derart,
daß die mit diesen Linsen geformten Abbildungen der Pupille
des Objektivsystems symmetrisch in bezug auf die Detektorfläche
liegen, und daß das aus diesen Linsen herrührende
Bündel gleiche Konvergenzen in zwei zueinander senkrecht
verlaufenden Ebenen besitzt.
Eine erste bevorzugte Ausführungsform des Fokusfehlerdetektorsystems
ist weiter dadurch gekennzeichnet,
daß die zwei Zylinderlinsen in einem konvergierenden Bündel
angeordnet und beide negative Linsen sind.
Eine zweite Ausführungsform des Fokusfehlerdetektorsystems
ist dadurch gekennzeichnet, daß die zwei Zylinderlinsen
in einem divergierenden Bündel angeordnet und beide
positive Linsen sind.
Das Fokusfehlerdetektorsystem kann mit großem
Vorteil in einer Lesevorrichtung oder in einer kombinierten
Schreib/Lesevorrichtung benutzt werden, in der der Detektor
des Fokusfehlerdetektorsystems in großem Abstand vom
Objektivsystem angeordnet ist.
Die Erfindung wird jetzt beispielsweise anhand
ihrer Verwendung in einer Lesevorrichtung und in einer
kombinierten Schreib/Lesevorrichtung anhand der Zeichnung
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Lesevorrichtung mit dem Fokusfehlerdetektorsystem,
Fig. 2 den in dieser Vorrichtung benutzten strahlungsempfindlichen
Detektor,
Fig. 3a und 3b den Verlauf eines Strahlenbündels
in einem bekannten Fokusfehlerdetektorsystem mit nur einer
Zylinderlinse,
Fig. 4 die Kennlinie des Fokusfehlersignals eines
Fokusfehlerdetektorsystems mit nur einer Zylinderlinse,
Fig. 5a und 5b den Verlauf eines Strahlenbündels
in einem Fokusfehlerdetektorsystem mit zwei Zylinderlinsen
nach der Erfindung,
Fig. 6 die Kennlinie des Fokusfehlersignals dieses
Fokusfehlerdetektorsystems, und
Fig. 7 eine kombinierte Schreib/Lesevorrichtung
mit zwei erfindungsgemäßen Fokusfehlerdetektorsystemen.
In Fig. 1 ist ein runder, scheibenförmiger Aufzeichnungsträger
1 im Radialschnitt dargestellt. Die
Datenstruktur ist durch die Datenspuren 2 angegeben. Der
Aufzeichnungsträger wird von einem Lesebündel 6 aus der
Strahlungsquelle 5 angestrahlt, die beispielsweise durch
einen Gaslaser, wie einen He-Ne-Laser, oder durch einen
Halbleiterdiodenlaser, wie einen AlGaAs-Laser, gebildet
werden kann. Ein Objektivsystem, das der Einfachheit halber
mit einer einzigen Linse 11 angegeben ist, fokussiert das
Lesebündel zu einem Lesefleck 12 in der Ebene der Datenspuren
2. Der Brennpunktabstand einer gegebenenfalls vorhandenen
Hilfslinse 9 ist derart gewählt, daß die Pupille
des Objektivsystems entsprechend ausgefüllt wird, so daß
der Lesefleck die der numerischen Apertur des Objektivsystems
zugeordnete beugungsbegrenzte Abmessung besitzt.
Dieses Bündel wird vom Aufzeichnungsträger reflektiert und,
wenn der Aufzeichnungsträger mit Hilfe des vom Motor 4 getriebenen
Drehtellers 3 gedreht wird, entsprechend den in
einem zu lesenden Spurteil gespeicherten Daten moduliert.
Das modulierte Bündel wird von einem Bündeltrennelement
13 auf ein strahlungsempfindliches Detektorsystem 15
reflektiert, das dieses Bündel in ein elektrisches Signal
umwandelt. Das Trennelement kann von einem halbdurchlässigen
Spiegel, aber auch von einem polarisationsempfindlichen
Teilprisma gebildet werden. Im letzten Fall ist in den
Strahlungsweg eine λ/4-Platte 14 aufgenommen, worin λ die
Wellenlänge des Lesebündels ist.
Zur Ermöglichung der Detektion von Abweichungen
zwischen der Fokussierungsfläche des Objektivsystems und
der Datenstrukturfläche, oder Fokusfehlern, ist im Strahlungsweg
hinter dem Bündelverteiler ein astigmatisches
System 16 angeordnet und wird als Detektorsystem ein aus
vier Teildetektoren zusammengesetzter Detektor benutzt.
Dieser Detektor ist in Fig. 2 dargestellt. Die astigmatische,
vom Objektivsystem 11 und vom System 16 gebildete Optik
bildet den Lesefleck 12 in zwei astigmatischen Brennlinien
19 und 20 ab, von denen eine, 20, in der Zeichenebene und die
zweite, 19, quer zu dieser Ebene liegt. Der Detektor 15 ist
in einer Ebene angeordnet, die entlang der optischen Achse
gesehen, zwischen den Brennlinien 19 und 20 liegt. Die
Trennlinien zwischen den Teildetektoren A, B, C und D
schließen einen Winkel von 45° mit den astigmatischen
Brennlinien 19 und 20 ein und verlaufen vorzugsweise parallel
bzw. senkrecht zur Spurrichtung an der Stelle des Leseflecks.
Die Form des am Detektor 15 gebildeten Strahlungsflecks
12′ wird durch das Maß der Fokussierung des Bündels
6 auf der Datenfläche bestimmt. Bei einer korrekten Fokussierung
ist dieser Strahlungsfleck rund, wie er in Fig. 2
mit einem ausgezogenen Kreis dargestellt ist. Tritt eine
Defokussierung auf, besitzt der Strahlungsfleck 12′ eine
langgezogene Form, wie sie mit den gestrichelten Kurven
dargestellt ist, wobei die Längsrichtung des Flecks durch
das Vorzeichen der Defokussierung bestimmt wird. Wenn die
Signale der Teildetektoren mit SA, SB, SC und SD bezeichnet
werden, sieht das Fokusfehlersignal Sf wie folgt aus:
Sf = (SA+SB)-(SC+SD).
Erfindungsgemäß besteht das astigmatische System
16 aus zwei Zylinderlinsen 17 und 18 mit verschiedenen
Stärken und mit zueinander senkrecht verlaufenden Zylinderachsen.
In der in Fig. 1 dargestellten Lage, in der die
Linsen 17 und 18 in einem konvergierenden Bündel angeordnet
sind, sind diese Linsen negative Linsen. Wären diese Linsen
in einem divergierenden Bündel angeordnet, müßten die
Linsen positive Linsen sein. Im letzten Fall, in dem ein
divergierendes Bündel in ein konvergierendes Bündel umgewandelt
werden muß, müssen die Linsen 17 und 18 eine
größere Stärke haben, als im Falle das Bündel bereits
konvergierend ist. Deshalb wird die Ausführung mit einem
konvergierenden Bündel 6′ und mit zwei divergierenden Linsen
17 und 18 bevorzugt. Die Zylinderlinsen 17 und 18 haben
derartige Stärken, daß die mittels dieser Linsen geformten
Abbildungen der Pupille des Objektivsystems in bezug auf
die Detektorfläche 15 symmetrisch liegen.
Der Vorteil der Verwendung der zwei Zylinderlinsen
läßt sich am besten damit erläutern, indem von einem
Fokusfehlerdetektorsystem ausgegangen wird, in dem nur eine
positive Zylinderlinse 23 benutzt wird, beispielsweise
in der Position der Linse 17 in Fig. 1. In Fig. 3a und 3b
ist der Teil des Strahlungswegs von der Linse 23 dargestellt,
wobei Fig. 3a einen Schnitt entlang der Zeichenebene
in Fig. 1 und Fig. 3b einen Schnitt in einer Ebene
quer zur Zeichenebene der Fig. 1 darstellen. Die astigmatischen
Brennlinien sind mit 24 und 25 und die Position des
Detektors 15 mit P15 bezeichnet.
Da die Linse 23 nur in einer Ebene, der Zeichenebene
in Fig. 3b, eine Linsenwirkung hat, ist die Konvergenz
des Bündels in zwei Schnitten ungleich. Infolgedessen
weist das Fokusfehlersignal einen nicht-linearen Verlauf
um den Nullpunkt herum auf. In Fig. 4 ist der Verlauf dieses
Signals Sf als Funktion der Defokussierung Δf dargestellt.
Das Signal Sf zeigt außer einem gekrümmten Verlauf um den
Nullpunkt noch einen asymmetrischen Verlauf. Dies ist eine
Folge davon, daß in den zwei Querschnittebenen nach Fig. 3a
und 3b die Abbildungen der Pupille des Objektivsystems
nicht symmetrisch in bezug auf die Ebene P15 des Detektors
liegen. Die betreffenden Pupillenabbildungen liegen in den
Positionen PV und PH. Ein Verlauf des Signals Sf gemäß
Fig. 4 ist jedoch für das Servosystem, mit dem die Fokussierung
nachzuregeln ist, unvorteilhaft. Die Fokussierung
kann beispielsweise durch Verschieben des Objektivsystems
nachgeregelt werden.
Wenn nun, wie die Erfindung beschreibt, zwei
Zylinderlinsen in einem konvergierenden oder einem divergierenden
Bündel angebracht werden, verfügt man über einen
ersten einstellbaren Parameter, und zwar die Position
dieser Linsen in bezug auf das Objektivsystem. Ein zweiter
einstellbarer Parameter ist dabei die Stärke der Zylinderlinsen.
Durch geeignete Wahl dieser zwei Parameter wird
erreicht, daß sowohl die Konvergenzen des Bündels in den
zwei Schnitten gleich sind, als die Pupillenabbildungen
in bezug auf die Detektorebene symmetrisch liegen. Die
Folge davon ist, daß das Signal Sf um den Nullpunkt einen
linearen Verlauf aufweist und dieses Signal einen symmetrischen
Verlauf hat, nicht nur um den Nullpunkt, sondern auch
im weiteren Bereich, wie in Fig. 6 dargestellt.
Wenn die zwei Zylinderlinsen in einem parallelen
Bündel angeordnet sind, wie in der US-PS 40 25 949 beschrieben
wird, üben die Positionen dieser Linsen keinen
Einfluß auf den Strahlengang aus. Dabei können nur die
Konvergenzen des Bündels in den zwei Schnitten angeglichen
werden, und zwar durch die Verwendung von Zylinderlinsen
mit gleichen Stärken.
In Fig. 5a und 5b ist der Strahlungsweg in einem
erfindungsgemäßen Fokusfehlerdetektorsystem dargestellt.
Die zwei negativen Zylinderlinsen sind mit 17 und 18 bezeichnet.
Wären diese Linsen nicht vorhanden, würde das
Bündel 6′ im Punkt 12′ fokussiert und die Pupille des
Objektivsystems an der Position Po abgebildet werden. Bei
Aufstellung der Zylinderlinsen 17 und 18 entstehen zwei
astigmatische Brennlinien 19 und 20. Die Zylinderlinse 17
bildet die Pupille des Objektivsystems in einer Ebene Pv ab,
die in verhältnismäßig großem Abstand von der Detektorebene
P15 liegt. Die Zylinderlinse 18, die stärker negativ
als die Linse 17 ist, bildet die Pupille in einer Ebene PH
ab, die links von der Detektorebene P15 im gleichen Abstand
zu dieser Ebene wie Pv liegt. 27 ist eine konvergierende
Linse, die im Strahlungsweg angeordnet ist, wenn das vom
Objektivsystem herrührende Bündel ein kollimiertes Bündel
ist.
In einer verwirklichten Ausführung des Fokusfehlerdetektorsystems
nach Fig. 5a und 5b, die in einer Vorrichtung
zum Lesen eines optischen Aufzeichnungsträgers
benutzt wurde, betrug der Brennpunktabstand der Linse 17
etwa -80 mm, der der Linse 18 etwa -25 mm und der der
Linse 27 etwa 100 mm. Der Abstand zwischen den Linsen 27
und 17 betrug etwa 51 mm und der zwischen den Linsen 17
und 18 etwa 33 mm. Der Abstand zwischen P15 und der Linse 18
betrug etwa 64 mm.
Außer in einer Vorrichtung zum Lesen eines eingeschriebenen
Aufzeichnungsträgers läßt sich die Erfindung
auch in einer Vorrichtung zum Einschreiben eines Aufzeichnungsträgers
und in einer kombinierten Schreib/Lesevorrichtung
benutzen. In Fig. 7 ist eine Ausführung letztgenannter
Vorrichtung schematisch dargestellt. Darin werden zwei
Strahlungsflecke auf der Datenfläche gebildet, die in Richtung
der Spuren 2 gesehen, in kurzem Abstand, beispielsweise
10 µm auseinander liegen. Die Anordnung enthält eine
erste Strahlungsquelle 5 in Form eines Diodenlasers, der
ein Lesebündel 6 erzeugt. Dieser Diodenlaser ist ein Teil
eines sogenannten Lichtgriffels 30, in den weiter noch ein
Kollimatorobjekt 31, das das Bündel parallel macht, und
eine Zylinderlinse 32 zum Korrigieren des Astigmatismus
des Diodenlaserbündels aufgenommen wird. Im Weg des parallelen
Bündels ist ein zusammengesetztes Prisma 33 angeordnet,
das einen ersten, neutralen Bündelverteiler 34 und einen
zweiten, polarisationsempfindlichen Bündelverteiler 36
enthält. Ein Teil des Bündels 6 wird vom Prisma 34 auf einen
reflektierenden Prisma 37 gerichtet zurückgeworfen, das
das Bündel zum Objektivsystem 11 reflektiert, das das Bündel
zu einem Lesefleck in der Datenebene fokussiert. Die Polarisationsrichtung
des Bündels 6 ist derart gewählt, daß es
vom polarisationsempfindlichen Prisma 35 durchgelassen wird.
Vorzugsweise sind das Objektivsystem 11 und das Prisma 37
auf einem in radialer Richtung bewegbaren Schlitten 38 angeordnet
und sind die anderen Elemente fest angeordnet.
Letztgenannte Elemente können sich in verhältnismäßig
großem Abstand vom Objektivsystem befinden.
Ein zweiter Lichtgriffel 30′, der einen Diodenlaser
5′ und ein Kollimatorobjektiv 31′ und eine Zylinderlinse
32′ enthält, erzeugt ein kollimiertes Schreibbündel 6′.
Die Polarisationsrichtung dieses Bündels ist derart, daß
es vom Prisma 36 nahezu vollständig reflektiert wird.
Dieses Bündel durchläuft den gleichen Weg wie das Lesebündel
6. Das Schreibbündel 6′ kann außer zum Schreiben selbst,
dazu verwendet werden, in zuvor angebrachten Servospuren
vorhandene Servodaten zu lesen, so daß die Position des
Strahlungsflecks in radialer und tangentialer Richtung
nachgestellt werden kann.
Die vom Aufzeichnungsträger reflektierten Schreibbündel
und Lesebündel müssen von gesonderten Detektoren
15′ und 15 aufgefangen werden, wobei zu vermeiden ist,
daß Strahlung des Schreibbündels bzw. des Lesebündels
den Detektor 15 bzw. den Detektor 15′ erreicht. Dazu werden
Bündel mit verschiedenen Polarisationsrichtungen und polarisationsempfindlichen
Elementen im Strahlungsweg benutzt.
Zur Reduzierung des möglich restlichen Übersprechens werden
vorzugsweise Diodenlaser verwendet, die verschiedene Wellenlängen,
beispielsweise 840 nm für den Schreiblaser und
780 nm für den Leselaser, aussenden und sind den Detektoren
15 und 15′ wellenlängenselektive Filter 46 und 46′ vorgeschaltet.
Im Strahlungsweg ist eine kräftig selektive λ/4-
Platte 39 angeordnet, die nur die Polarisationsrichtung des
Schreibbündels 6′ dreht. Diese Platte wird zweimal durchsetzt,
so daß die Polarisationsrichtung des Bündels 6′
insgesamt über 90° gedreht wird, wodurch das vom Aufzeichnungsträger
reflektierte Schreibbündel vom Prisma 36 durchgelassen
wird. Nach dem Durchgang durch das zusammengesetzte
Prisma 33 erreichen die Bündel 6 und 6′ mit gleicher
Polarisationsrichtung ein zweites zusammengesetztes Prisma
41, das einen polarisationsempfindlichen Bündelverteiler 44
und ein reflektierendes Prisma 42 enthält. Dem zusammengesetzten
Prisma 41 ist eine kräftig selektive λ/2-Platte
40 vorgeschaltet, die die Polarisationsrichtung des Schreibbündels
6′ allein über 90° dreht. Dieses Bündel wird vom
Prisma 33 zum Detektor 15′ reflektiert. Das Lesebündel b
wird vom Prisma 44 durchgelassen und anschließend vom
Prisma 42 auf den Detektor 15 reflektiert.
Im Weg des Bündels 6 ist eine konvergierende Linse
45 angeordnet, die aus dem parallelen Bündel ein konvergierendes
Bündel herstellt. Zur Ermöglichung der Ableitung
eines Fokusfehlersignals ist erfindungsgemäß ein astigmatisches
Linsensystem 16 aus zwei plankonkaven Zylinderlinsen
17 und 18 ungleicher Stärke und zueinander senkrecht
verlaufenden Zylinderachsen angeordnet und besteht der
Detektor 15 aus vier Teildetektoren, wie in Fig. 2 dargestellt.
Diese Detektoren werden, außer zum Detektieren von
Fokusfehlern, weiter noch zum Lesen der eingeschriebenen
Daten und zum Detektieren von Spurnachführungsfehlern
benutzt.
Vorzugsweise sind auch im Weg des vom Prisma 44
reflektierten Schreibbündels 6′ eine konvergierende Linse
45′ und zwei plankonkave Zylinderlinsen 17′ und 18′ angebracht
und besteht auch der Detektor 15′ aus vier Teildetektoren.
Diese Detektoren werden zum Lesen eines in
zuvor angeordneten Servospuren vorhandenen Taktsignals,
zum Detektieren von Spurnachführungsfehlern des Schreibflecks
und zum Detektieren von Fokusfehlern des Schreibbündels
benutzt. Dadurch ist es möglich, einen Unterschied
in den Brennpunkten des Schreibbündels und des Lesebündels
zu korrigieren.
Wie aus obiger Beschreibung hervorgeht, werden im
Fokusfehlerdetektorsystem keine besonderen Eigenschaften
der Datenstruktur, des Aufzeichnungsträgers oder der Schreib/
Lesevorrichtung benutzt. Die einzige Anforderung besteht
darin, daß die Datenfläche reflektierend ist. Deshalb
kann die Erfindung in vielerlei Systemen benutzt werden,
wobei ein Strahlungsfleck auf einer reflektierenden Fläche
gebildet werden muß. Es kann dabei an ein abtastendes
Mikroskop und an ein System zum Projizieren von Maskenmustern
auf ein Substrat für die Herstellung von integrierten Schaltkreisen
usw. gedacht werden.
Claims (5)
1. Optisches Fokusfehlerdetektorsystem zur Feststellung
von Abweichungen zwischen der Abbildungsebene
eines Objektivsystems in einem optischen System und einer
strahlungsreflektierenden Fläche in diesem System, auf
welcher Fläche abgebildet werden muß, welches Fokusfehlerdetektorsystem
eine Strahlungsquelle, das Objektivsystem,
ein astigmatisches System aus zwei Zylinderlinsen, die im
Weg eines von der reflektierenden Fläche herrührenden
Bündels angeordnet sind, und einen aus vier Teildetektoren
zusammengesetzten strahlungsempfindlichen Detektor enthält,
dadurch gekennzeichnet, daß die zwei Zylinderlinsen in
einem nicht kollimierten Bündel angeordnet sind und verschiedene
Linsenstärken besitzen derart, daß die mit
diesen Linsen geformten Abbildungen der Pupille des Objektivsystems
in bezug auf die Detektorfläche symmetrisch liegen
und daß das aus diesen Linsen herrührende Bündel gleiche
Konvergenzen in zwei zueinander senkrecht verlaufenden
Ebenen besitzt.
2. Optisches Fokusfehlerdetektorsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die zwei Zylinderlinsen in
einem konvergierenden Bündel angeordnet und beide negative
Linsen sind.
3. Optisches Fokusfehlerdetektorsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die zwei Zylinderlinsen in
einem divergierenden Bündel angeordnet und beide positive
Linsen sind.
4. Optisches Fokusfehlerdetektorsystem nach einem
oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der strahlungsempfindliche
Detektor den Datendetektor einer Vorrichtung zum Lesen
eines Aufzeichnungsträgers bildet.
5. Optisches Fokusfehlerdetektorsystem nach einem
oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Strahlungsquelle, in
dessen optischem Weg das Fokusfehlerdetektorsystem angeordnet
ist, das Schreib- oder Lesebündel einer Vorrichtung
zum Schreiben oder Lesen von Daten in einen oder von einem
Aufzeichnungsträger ist.
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