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DE3244714A1 - Verfahren zur herstellung eines verbund-schicht-werkstoffes mit matrix auf polysulfon-basis in der funktionsschicht - Google Patents

Verfahren zur herstellung eines verbund-schicht-werkstoffes mit matrix auf polysulfon-basis in der funktionsschicht

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Publication number
DE3244714A1
DE3244714A1 DE19823244714 DE3244714A DE3244714A1 DE 3244714 A1 DE3244714 A1 DE 3244714A1 DE 19823244714 DE19823244714 DE 19823244714 DE 3244714 A DE3244714 A DE 3244714A DE 3244714 A1 DE3244714 A1 DE 3244714A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
functional layer
solvent
metallic substrate
polysulfone
layer
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE19823244714
Other languages
English (en)
Inventor
Erich Dipl.-Chem. Dr.phil.nat. 6365 Rosbach Hodes
Walter Ing.(grad.) 6330 Wetzlar Schneider
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Glyco AG
Original Assignee
GLYCO METALL WERKE
Glyco Metall Werke Daelen und Loos GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by GLYCO METALL WERKE, Glyco Metall Werke Daelen und Loos GmbH filed Critical GLYCO METALL WERKE
Priority to DE19823244714 priority Critical patent/DE3244714A1/de
Publication of DE3244714A1 publication Critical patent/DE3244714A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D69/00Friction linings; Attachment thereof; Selection of coacting friction substances or surfaces
    • F16D69/02Composition of linings ; Methods of manufacturing

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Sliding-Contact Bearings (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstel-
  • lung eines Verbund-Schichtwerkstoffes mit einer auf einem metallischen Substrat angebrachten Funktionsschicht, die eine im wesentlichen aus thermisch belastbaren Polymeren aus der Gruppe der Polysulfone aufgebaute Matrix aufweist, bei welchem Verfahren eines Dispersion von das tribologische Verhalten der Funktionsschicht bestimmenden oder beeinflussenden Füllstoffen in einer Lösung von Polymerem auf Poly-sulfon-Basis in unter Wärmeeinwirkung austreibbarem Lösungsmittel auf die durch Aufrauhen vorbereitete Oberfläche eines metallischen Substrates in gewünschter Schichtdicke aufgebracht wird, wonach das Lösungsmittel aus dieser Schicht unter Wärmeeinwirkung ausgetrieben und nach dem vollständigen Entfernen des Lösungsmittels das verbliebene Polysulfon zu einer die Füllstoffe einschließenden Matrix zusammengesintert wird.
  • Aus DE-AS 26 33 940 sind eine Überzugsdispersion und damit beschichtete Gegenstände bekannt. Diese bekannte Überzugsdispersion soll ein thermoplastisches, aromatisches Polyäthersulfon als Lösung oder Dispersion mit Teilchengröße von weniger als 25 um in einem Verdünnungsmittel enthalten, wobei dieser Lösung bzw. Dispersion PTFE-Teilchen beigemischt sein können. U.a. soll diese Überzugsdispersion zur Bildung nichtklebender, reibungsarmer Beschichtung vieler Gegenstände geeignet sein. Jedoch hat sich herausgestellt, daß eine mit dieser bekannten Überzugsdispersion hergestellte Beschichtung auf metallischen Substraten keine ausreichende Haftfestigkeit erreichen läßt, um einen solchen Verbund-Schichtwerkstoff als Gleit- bzw. Reibelemente oder zur Herstellung von Gleit- bzw. Reibelementen zu benutzen.
  • Aufgabe der Erfindung ist es demgegenüber, einen thermisch und mechanisch, insbesondere dynamisch hochbelastbaren Verbund-Schichtwerkstoff zu schaffen, insbesondere einen Zweischichtverbundwerkstoff, bei dem die Funktionsschicht eine im wesentlichen aus thermisch belastbaren Polymeren aus der Gruppe der Polysulfone aufgebaute Matrix enthält und dabei erhöhte Haftfestigkeit auf metallischem Substrat aufweist. Das Herstellungsverfahren soll einfach sein, und der Verbund-Schichtwerkstoff soll gut und sicher bearbeitbar bzw. weiterverarbeitbar sein, insbesondere ein gutes Umformverhalten aufweisen.
  • Es hat sich überraschenderweise gezeigt, daß diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst wird, daß das Aufrauhen der die Funktionsschicht tragenden Oberfläche des metallischen Substrates durch Strahlen mit Korund vorgenommen wird und daß die auf die aufgerauhte Oberfläche des metallischen Substrates aufgebrachte Schicht zum Austreiben des Lösungsmittels durch Erhitzen des metallischen Substrates erwärmt wird. Der gemäß der Erfindung hergestellte Verbund-Schichtwerkstoff wird einem erheblichen Anforderungsprofil gerecht und zeichnet sich aus durch gute Haftung zum metallischen Substrat, thermische Beständigkeit bei mechanisch-dynamischen Belastungen bei erhöhter Temperatur, gutes Reib- bzw. Gleitverhalten, gute Kavitationsbeständigkeit.
  • Dabei hat sich überraschend gezeigt, daß die gewünschte Haftfestigkeit der Funktionsschicht auf dem metallischen Substrat nur durch Aufrauhen der Substratoberfläche durch Strahlen und ausschließlich durch die Benutzung von Korund als Strahlmittel erreichbar ist.
  • Besonders vorteilhafte Ergebnisse lassen sich erzielten, wenn Polysulfon oder Polyäthersulfon mit Kornfraktion 100% < 25 um zu der sechsfachen Menge Lösungsmittel gegeben und unter Rühren in dieser gelöst wird, wobei das Lösungsmittel einer der folgenden Stoffe oder ein Gemisch ist, das einen oder mehrere der folgenden Stoffe enthält: N-Methylpyrrolidon, Methylenchlorid-1,2-Trichloräthan, Dimethylformamid. Es hat sich herausgestellt, daß eine auf der Grundlage einer solchen Lösung bzw. Dispersion gebildete Funktionsschicht besonders gute Haftung auf der durch Strahlen mit Korund vorbereiteten Oberfläche eines metallischen Substrates ergibt, wenn das metallische Substrat zum Austreiben des Lösungsmittels erhitzt wird.
  • Als besonders vorteilhaft hat sich überraschend herausgestellt, in die Lösung von Polymerem auf Polysulfonbasis zusätzlich zu den das tribologische Verhalten bestimmenden oder beeinflussenden Füllstoffen noch Glasmehl und/oder Glimmer, insbesondere synthetischen Glimmer, in einer Kornfraktion 100% < 40 um einzumischen. Das Glasmehl und/oder deGlimmer, insbesondere der synthetische Glimemr kann dabei in einer Menge zwischen 5 und 15 Vol.-%, bevorzugt bei 8 Vol.-%, bezogen auf den Feststoffgehalt eingemischt werden. Wie überraschend festgestellt wurde, besteht offenbar eire funktionelle Zusammenwirkung zwischen dem Aufrauhen der Substratoberfläche durch Strahlen mit Korund und der Beigabe von Glasmehl und/oder Glimmer, insbesondere synthetischen Glimmer in die Funktionsschicht. Es werden nämlich bei Benutzung beider Merkmale besonders hohe Tragfähigkeit und Verschleißfestigkeit in Verbindung mit besonders guter Haftfähigkeit der Funktionsschicht erreicht, wobei die freie Oberfläche der Funktionsschicht frei von jeglichen klebrigen Eigenschaften ist.
  • Bevorzugt wird beim erfindungsgemäßen Verfahren das von Lösungsmittel befreite Polymere auf Polysulfon-Basis zum Zusammensintern zur Matrix von der Seite des metallischen Substrates her auf eine Temperatur von mindestens 460° C erhitzt und für die Dauer von 60 sec. bis maximal 360 sec.
  • auf dieser Temperatur gehalten.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren kann kontinuierlich im Durchlauf eines bandförmigen Substrates durchgeführt werden.
  • Ein solcher kontinuierlicher Verfahrensablauf ist wie folgt: Polyäthersulfon oder Polysulfon wird in Lösungsmitteln wie N-Methylpyrrolidon, Methylenchlorid-1,2-Trichloräthan und/ oder Dimethylformamid gelöst, wobei durch die Zugabe des Polymerwerkstoffes zu der 6-fachen Menge des Lösungsmittels durch Rühren eine Lösung erreicht wird. Die Kornfraktion der verwendeten Polymerpulver liegt zu 100% unterhalb 25 um.
  • Nach Fertigstellung eines oben beschriebenen Ansatzes (Lösung) werden die zur Beeinflussung des tribologischen Verhaltens notwendigen Füllstoffe in der erforderlichen Menge in der Lösung dispergiert.
  • Nach Fertigstellung der "Lösung" bzw. Dispersion wird diese in einem kontinuierlichen Bandschichtverfahren auf beispielsweise metallische Träger in Bandform aufgebracht, um Halbzeug aus einem Schichtverbund zu fertigen, aus welchem dann Lagerschalen, Lagerbuchsen, Anlaufscheiben u.a. bekannte Formen von Lagerelementen gefertigt werden.
  • Die Beschichtung des kontinuierlich fortlaufenden Trägerbandes erfolgt über ein Auftragsrakel durch Aufstreichen.
  • Hierbei sind jedoch alle denkbaren Beschichtungsverfahren, wie beispielsweise Tauchen, Spritzen, Spachteln u.dgl., anwendbar, da die Viskosität der Lösung bzw. der Dispersion in weiten Grenzen variiert werden kann, so daß sich für jedes einzelne Beschichtungssystem eine geeignete Viskosität einstellen läßt. Das Substratband, insbesondere Stahlband ist vor dem Beschichten durch Strahlen mit Korund (A1203) zu behandeln. Hierdurch ergaben sich bei Dornbiegeprüfungen Haftfestigkeitswerte, die bei jeglichem anderen Aufrauhen und auch bei Strahlen der Substratoberfläche mit anderen bekannten Strahlmitteln bei weitem nicht erreichbar waren.
  • Nach Aufbringen der Lösung bzw. Dispersion auf die vo-rbehandelte Substratoberfläche wird der flüchtige Bestandteil der Beschichtung entfernt. Dies erfolgt durch induktive Erwärmung des metallischen Trägerwerkstoffes (Substrat) bis zur vollständigen Verflüchtigung des Lösungsmittels.
  • Hierbei wurde überraschend und unerwartet festgestellt, daß bei einer Erwärmung der Bandbeschichtung, welche nicht über den Trägerwerkstoff bzw. von der Seite des Trägerwerkstoffs her erfolgt, beispielsweise bei Erwärmung durch Heizstrahler, die Beschichtung nach erfolgtem Sintervorgang in Form einer Folie wieder abgezogen werden konnte.
  • Nach erfolgter Verflüchtigung der Lösungsmittel durchläuft das Band eine Sinterstrecke, wobei eine Temperatur von mindestens 4600C innerhalb der Sinterstrecke erreicht werden muß, welche wiederum über den Trägerwerkstoff auf den Schichtverbund zumindest für die Dauer von 60 Sekunden bis maximal 360 Sekunden einwirkt.
  • Nach dem Durchlaufen der beschriebenen Schritte kann das Band nach erfolgter Abkühlung mittels Druckluft oder einem anderen Kühlmedium aufgewickelt und/oder weiterverarbeitet werden.
  • Nachfolgend werden einige Beispiele aufgeführt, welche nach dem beschriebenen Verfahren hergestellte Werkstoffe beschreiben und tribologisch auf einer Stift/Walze-Prüfeinrichtung hinsichtlichverschiedener Merkmale, wie beispielsweise Verschleißwiderstand und Reibverhalten, untersucht wurden.
  • Beispiel 1: Ein metallischer Träger (Stahl St4, DIN 1624) wird durch Strahlen mit Al203-Strahlmittel vorbehandelt und mit Polysulfon-Lösung wie beschrieben beschichtet auf eine Schichtdich von 100 um. Es wurden keine Füllstoffe zur Eigenschaftsverbesserung im Hinblick auf das tribologische Verhalten verwendet.
  • Versuchsbedingungen Gleitgeschwindigkeit: 100 min 1, entspr. 0,523 m/s stat. Belastung: ca. 700 N spez. Belastung: 8,9 N/mm2 Prüfblättchen-: 10 mm Walzen-# des Gegenläufers: 100 mm p.v.-Wert: 4,68 N/mm2 . m Härte: 60 HRC Rt: 2,78 um Ra: 0,24 um Rz: 1,78 um Anhand der aufgeführten Versuchsbedingungen wurden folgende Ergebnisse erzielt: Temperatur der Verschleißwalze: Temperatur des Probekörpers: 100°C Reibmoment in N/mm nach 5 min: 25 Verschleiß in um nach 6 min.: 100 Beispiel 2: Herstellung wie in Beispiel 1 beschrieben, jedoch anstelle von Polysulfon wurde Polyäthersulfon verwendet.
  • Temperatur der Verschleißwalze: Temperatur des Probekörpers: 940C Reibmoment in N/mm nach 5 min: 19 Reibmoment in N/mm nach 10 min: 20 Verschleiß in um nach 11 min.: 100 Beispiel 3: Analog Beispiel 1, jedoch mit Anteilen von Füllstoffen aus niedermolekularem PTFE, Teilchengröße ca.5 bis 7 um mit einem mittleren Molekulargewicht von 35.000 bis 100.000, sowie metallischem Blei in einer Korngröße 100% < 40 um, in einem Anteil von je 20 Vol.-%, bezogen auf die Polymer-Matrix.
  • Temperatur der Verschleißwalze nach Versuchsablauf 510C Temperatur des Probekörpers: 720C Reibmomente in N/mm nach 5 min: 8,1 Reibmomente in N/mm nach 10 min: 8,1 Reibmomente in N/mm nach 15 min: 7,0 Reibmomente in N/mm nach 20 min: 8,5 Reibmomente in N/mm nach 25 min: 9,0 Reibmomente in N/mm nach 30 min: 9,2 Der Verschleiß des Probekörpers betrug 60 um nach einer Laufzeit von T = 30 min.
  • Beispiel 4: Wie Beispiel 3, jedoch Polyäthersulfon mit 20 Vol.-% PTFE, 20 Vol.-% Blei.
  • Temperatur der Verschleißwalze nach 30 min: 530C Temperatur des Probekörpers: 80°C Reibmomente in N/mm nach 5 min: 7,9 Reibmomente in N/mm nach 10 min: 9,1 Reibmomente in N/mm nach 15 min: 9,8 Reibmomente in N/mm nach 20 min: 10,0 Reibmomente in N/mm nach 25 min: 11,0 Reibmomente in N/mm nach 30 min: 12,0 Verschleiß nach einer Laufzeit von 30 min: 98 um Beispiel 5: Polysulfon mit 14 Vol.-% PTFE, 8 Vol.-% Blei, 8 Vol.-% Glasmehl (Glasmehl in einer Kornfraktion 100% <40 µm).
  • Temperatur der Verschleißwalze: 56°C Temperatur des Probekörpers: 65°C Reibmomente in N/mm nach 5 min: 7,9 Reibmomente in N/mm nach 10 min: 8,0 Reibmomente in N/mm nach 15 min: 8,2 Reibmomente in N/mm nach 20 min: 8,0 Reibmomente in N/mm nach 25 min: 8,5 Reibmomente in N/mm nach 30 min: 8,9 Der Verschleiß betrug 9 um nach 30 min. Laufzeit.
  • Beispiel 6: Polyäthersulfon mit der Zusammensetzung wie Beispiel 5.
  • Temperatur der Verschleißwalze: 49°C Temperatur des Probekörpers: 510C Reibmomente in N/mm nach 5 min: 8,2 Reibmomente in N/mm nach 10 min: 7,5 Reibmomente in N/mm nach 15 min: 7,2 Reibmomente in N/mm nach 20 min: 7,2 Reibmomente in N/mm nach 25 min: 7,4 Reibmomente in N/mm nach 30 min: 7,8 Der Verschleiß betrug 8,3 um nach 30 min. Laufzeit.
  • Beispiel 7: Wie Beispiel 5, jedoch wurde der Glasmehlanteil durch Glimmer ersetzt (Glimmer der Fa. Omya mit der Bezeichnung MIKA M).
  • Temperatur der Verschelißwalze: 49°C Temperatur des Probekörpers: 52°C Reibmomente in N/mm nach 5 min: 7,8 Reibmomente in N/mm nach 10 min: 7,6 Reibmomente in N/mm nach 15 min: 7,3 Reibmomente in N/mm nach 20 min: 7,0 Reibmomente in N/mm nach 25 min: 6,8 Reibmomente in N/mm nach 30 min: 6,8 Der Verschleiß betrug 4,5 um nach 30 min. Laufzeit.
  • Beispiel: Wie Beispiel 7, jedoch Polyäthersulfon als Matrix.Werkstoff.
  • Temperatur der Verschleißwalze: 490C Temperatur des Probekörpers: 56°C Reibmomente in N/mm nach 5 min: 8,0 Reibmomente in N/mm nach 10 min: 7,8 Reibmomente in N/mm nach 15 min: 7,7 Reibmomente in N/mm nach 20 min: 7,6 Reibmomente in N/mm nach 25 min: 7,5 Reibmomente in N/mm nach 30 min: 7,5 Verschleiß nach 30 min. Aufzeit 4,5 um.
  • Durch die Hinzufügung von Füllstoffen, welche im Rahmen der aufgeführten Beispiele verwendet wurden, ist die Bindung zwischen Trägerwerkstoff und Kunststoff nicht nachteilig beeinflußt worden. Wie sich überraschenderweise gezeigt hat, wirkt sich Glimmer sehr vorteilhaft auf das Verhalten unter tribologischer Beanspruchung aus.
  • Während sowohl Polysulfon und auch Polyäthersulfon nur unbefriedigenden Verschleißwiderstand zeigen, so wird dieser insbesondere durch Glimmer erheblich verbessert.
  • Die Erzielung eines Zweischichtverbundes, welcher mit gutem thermischen Verhalten auch bei Temperaturen >100°C bis 2000C einsetzbar ist, wird durch einen Schichtverbund nach beschriebenen Herstellungsverfahren und Zusammensetzung erreicht.
  • Wobei z.T. der Werkstoffverbund durch die Beschränkung auf relativ dünne Gleit- und Reibschichten von ca. 50 bis 300 um, bevorzugt zwischen 100 und 200 um, kavitative Belastung, wie sie in Stoßdämpfern und Pumpen auftreten, standhält und aufgrund der metallischen Bleibestandteile in der Polymer-Matrix und auch der verhältnismäßig geringen Kunststoff-Schichtdicken Temperaturspitzen verkraften kann.
  • Eine ausreichende Haftung wird durch die beschriebenen Verfahrensschritte herbeigeführt, wobei die wirkenden Adhäsionskräfte, insbesondere bei der Erwärmung vom Substrat her, voll zur Anwendung kommen.
  • Den Schichtaufbau eines Ausführungsbeispiels des Schichtverbundwerkstoffes ist in der Zeichnung wiedergegeben.
  • Hierbei ist ein Trägerwerkstoff 1, beispielsweise aus Stahl, vorgesehen, welcher durch Strahlen mit Korund (Korngröße 100% lmm, 78% 0,5mm, 22% 0,2mm) eine Aufrauhung und Vergrößerung der Oberfläche 2 erhält, auf der über geringe mechanische Verklammerung aber hohe Adhäsionswirkung die Polymer-Matrix 3 aus einem Polysulfon oder Polyäthersulfon gebunden ist. In der Polymer-Matrix 3 sind feindispers Füllstoffe 4 verteilt, welche das tribologische Verhalten positiv beeinflussen. Ferner enthält die Matrix 3 in feiner Verteilung die Tragfähigkeit und Verschleißfestigkeit der Funktionsschicht erhöhende Teilchen 5 aus Glas, Glimmer oder synthetischem Glimmer.
  • Verfahren zur Herstellung eines Verbund-Schichtwerkstoffes mit Matrix auf Polysulfon-Basis in der Funktionsschicht Bezugszeichenliste 1 Trägerwerkstoff (Substrat) 2 aufgerauhte Oberfläche von 1 3 Polymermatrix 4 feindisperse Füllstoffe für tribologisches Verhalten 5 Teilchen zur Erhöhung der Tragfähigkeit und Verschleißfestigkeit (Glas, Glimmer, synthetischer Glimmer) Leerseite

Claims (5)

  1. Verfahren zur Herstellung eines Verbund-Schichtwerkstoffes mit Matrix auf Polysulfon-Basis in der Funktionsschicht Patentansprüche Verfahren zur Herstellung eines Verbund-Schichtwerkstoffes mit einer auf einem metallischen Substrat angebrachten Funktionsschicht, die eine im wesentlichen aus thermisch belastbaren Polymeren aus der Gruppe der Polysulfone aufgebaute Matrix aufweist, bei welchem Verfahren eine Dispersion von das tribologische Verhalten der Funktionsschicht bestimmenden oder beeinflussenden Füllstoffe in einer Lösung von Polymerem auf Polysulfon-Basis in unter Wärmewirkung austreibbarem Lösungsmittel auf die durch Aufrauhen vorbereitete Oberfläche eines metallischen Substrates in gewünschter Schichtdicke aufgebracht wird, wonach das Lösungsmittel aus dieser Schicht unter Wärmeeinwirkung ausgetrieben und nach dem vollständigen Entfernen des Lösungsmittels das verbliebene Polysulfon zu einer die Füllstoffe einschließenden Matrix zusammengesintert wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufrauhen der die Funktionsschicht tragenden Oberfläche des metallischen Substrates durch Strahlen mit Korund vorgenommen wird und daß die auf die aufgerauhte Oberfläche des metallischen Substrates aufgebrachte Schicht zum Austreiben des Lösungsmittels durch Erhitzen des metallischen Substrates erwärmt wird.
  2. 2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Polysulfon oder Polyäthersulfon mit Kornfraktion 100% <25 µm zu der 6-fachen Menge Lösungsmittel gegeben und unter Rühren in dieser gelöst wird, wobei das Lösungsmittel einer der folgenden Stoffe oder ein Gemisch ist, das einen oder mehrere der folgenden Stoffe enthält: N-Methylpyrrolidon, Methylenchlorid/1,2-Trichloräthan, Dimethylformamid.
  3. 3) Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in die Lösung von Polymerem auf Polysulfon-Basis zusätzlich zu den das tribologische Verhalten bestimmenden oder beeinflussenden Füllstoffen noch Glasmehl und/oder Glimmer, insbesondere synthetischer Glimmer, in einer Kornfraktion 100% < 40 um eingemischt wird.
  4. 4) Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Glasmehl, der Glimmer und/oder synthetischer Glimmer in einer Menge zwischen 5 und 15 Vol.-%, bevorzugt 8 Vol.-%, bezogen auf den Feststoffgehalt, eingemischt wird.
  5. 5) Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das von Lösungsmittel befreite Polymere auf Polysulfon-Basis zum Zusammensintern zur Matrix von der Seite des metallischen Substrates her auf eine Temperatur von mindestens 4600 C erhitzt und für die Dauer von 60 sec. bis maximal 360 sec. auf dieser Temperatur gehalten wird.
DE19823244714 1982-12-03 1982-12-03 Verfahren zur herstellung eines verbund-schicht-werkstoffes mit matrix auf polysulfon-basis in der funktionsschicht Ceased DE3244714A1 (de)

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