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DE3244381A1 - Federloses tellerventil - Google Patents

Federloses tellerventil

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Publication number
DE3244381A1
DE3244381A1 DE19823244381 DE3244381A DE3244381A1 DE 3244381 A1 DE3244381 A1 DE 3244381A1 DE 19823244381 DE19823244381 DE 19823244381 DE 3244381 A DE3244381 A DE 3244381A DE 3244381 A1 DE3244381 A1 DE 3244381A1
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DE
Germany
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seat
valve
seal
springless
seat ring
Prior art date
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DE19823244381
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English (en)
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DE3244381C2 (de
Inventor
Herbert 2059 Büchen Coura
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Otto Tuchenhagen GmbH and Co KG
Original Assignee
Otto Tuchenhagen GmbH and Co KG
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Application filed by Otto Tuchenhagen GmbH and Co KG filed Critical Otto Tuchenhagen GmbH and Co KG
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Publication of DE3244381A1 publication Critical patent/DE3244381A1/de
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Publication of DE3244381C2 publication Critical patent/DE3244381C2/de
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16KVALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
    • F16K17/00Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves
    • F16K17/02Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves opening on surplus pressure on one side; closing on insufficient pressure on one side
    • F16K17/12Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves opening on surplus pressure on one side; closing on insufficient pressure on one side weight-loaded
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16KVALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
    • F16K1/00Lift valves or globe valves, i.e. cut-off apparatus with closure members having at least a component of their opening and closing motion perpendicular to the closing faces
    • F16K1/32Details
    • F16K1/34Cutting-off parts, e.g. valve members, seats
    • F16K1/42Valve seats

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Safety Valves (AREA)
  • Lift Valve (AREA)

Description

  • Federloses Tellerventil
  • Die Erfindung betrifft ein federloses Tellerventil, insbesondere für automatisch reinigbare Anlagen der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie zu deren Sicherung gegen unzulässigen Unterdruck, mit einer Rippen führung im Sitzbereich und einer Weichdichtung zwischen Sitz und Ventilteller.
  • In Anlagen der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie kann es während der CIP-Reinigung (cleaning in place-Reinigung) in Folge unerwünschter aber in der Regel unvermeidbarer Temperaturschwankungen bzw. unstetiger Temperaturänderungen zu Druckänderungen kommen. So ergeben Temperaturabsenkungen aufgrund der thermodynamischen Gesetzmäßigkeiten bei geschlossenen Systemen entsprechende Druckabsenkungen, wobei insbesondere Tanks, Behälter und Apparate festigkeitsmäßig nicht so dimensioniert sind, daß sie den entstehenden Unterdrücken standhalten können. Derartige unterdruck gefährdete Anlagen bzw. Anlagenteile sind daher durch selbsttätig arbeitende, auf geringste Unterdrücke ansprechende Einrichtungen, die eine Belüftung bzw. Begasung des unter Unterdruck stehenden Raumes besorgen, zu sichern.
  • Da in der Regel die vorgenannten Sicherheitseinrichtungen während der Produktfahrt auch vom Produkt benetzt werden, ist die automatische Reinigung sämtlicher mit dem Produkt in Berührung kommender Oberflächen aus bakteriologischen Gründen eine unverzichtbare Forderung.
  • Da die vorgenannten Sicherheitseinrichtungen in der Regel als federlose Tellerventile ausgebildet sind und auf geringste Druckdifferenzen ansprechen müssen, muß in jedem Falle verhindert werden, daß Verklebungen zwischen Ventilteller und Sitz durch das vorhandene Produkt vermieden werden, da anderenfalls der Ansprechdruck des Ventils in unzulässiger Weise erhöht wird.
  • Die bekannten federlosen Tellerventile, die zur Bewältigung der vorstehend aufgezählten Forderungen eingesetzt werden, besitzen eine in den Ventilteller eingelegte Sitzdichtung mit vorzugsweise kreisförmigem Querschnitt. Die mit der Sitzdichtung korrespondierende Sitzfläche ist derart geneigt ausgebildet, daß Produkt aus dem Spaltbereich zwischen Sitzdichtung und Sitzfläche ablaufen kann.
  • Es hat sich nun bei den bekannten federlosen Tellerventilen zum einen gezeigt, daß die Dichtheit derartiger Ventile dann nicht gewährleistet ist, wenn geringste Ansprechdrücke gefordert werden. Dies resultiert allein daraus, daß als Schließkraft nur die außerordentlich geringe Gewichtskraft des federlosen Ventiltellers zur Verfügung steht und der Dichtring selbst nicht so herstellbar und in die Nut einbettbar ist, daß der Teller über die Dichtung auf der Sitz fläche überall einwandfrei aufliegt. Darüber hinaus erlauben es die bekannten Ventile nicht, den Ventilteller im Bedarfsfall zwangsweise anzulüften, um den Sitzbereich von etwaigen Produktresten einwandfrei abzureinigen oder gegebenenfalls vorhandene Verklebungen zwischen Ventilteller und Sitz aufzubrechen, um den erforderlichen Ansprechdruck während des Betriebs jederzeit sicherzustellen.
  • Die Erfindung hat sich nun zur Aufgabe gestellt, federlose Tellerventile der einleitend gekennzeichneten Gattung im Sitzbereich derart auszubilden, daß selbst bei kleinsten Ansprechdrücken, d.h. bei außerordentlich kleinen, aus der Gewichtskraft des Ventiltellers resultierenden Schließkräften eine einwandfreie Dichtheit zwischen Ventilteller und Sitz fläche gewährleistet ist.
  • Darüber hinaus sollen die Verklebungsgefahr durch Produkt im Sitzbereich verringert, die Herstellung in diesem Bereich insgesamt vereinfacht und die Kosten damit reduziert werden. Darüber hinaus soll die Erfindung ein zwangsweises Anlüften des Ventiltellers ermöglichen, um Verklebungen aufzubrechen oder die Sitzflächen zu reinigen.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das Kennzeichen des Anspruchs 1 gelöst. Eine besonders vorteilhafte Lösung der.Aufgabe in Bezug auf den Sitzbereich des Tellerventils ist durch das Kennzeichen des Nebenanspruchs 2 gegeben. Vorteilhafte Weiterbildungen des federlosen Tellerventils sind in den Unteransprüchen angegeben.
  • Durch das Vergießen der Weichdichtung im Sitzbereich wird die sonst unvermeidliche Spaltbildung zwischen Dichtung und Nut vermieden, die zum einen stets reinigungsunfreundlich und zum anderen bakteriologisch kritisch ist. Die spitzdachförmige Ausbildung des Sitzringes sorgt für eine einwandfreie beiderseitige Ableitung des Produkts aus dem Bereich der Dichtung in die benachbarten Räume. Durch die Adhäsionskräfte des Vergußmittels in Bezug auf die Dichtung setzt sich die beiderseitige dachförmige Abschrägung des Sitzringes auch im vergossenen Spaltbereich zur Dichtung hin fort. Die leicht aus dem Sitzring hervorstehende Weichdichtung ist nach ihrem Vergießen im Bedarfsfall bei hohen Anforderungen leicht planschleifbar. Die Sitzfläche des Ventiltellers, die planparallel zur Schmalseite der Sitzdichtung verläuft, ist auf einfachste Weise durch Pl andrehen herstellbar. Der unterhalb des Ventiltellers angeordnete Stößel ist zwangsweise automatisch in Hubrichtung des Tellerventils bewegbar. Damit wird im Bedarfsfall ein Losbrechen des Ventiltellers von seinem Sitz im Falle einer Verklebung möglich. Desweiteren können während der automatischen Reinigung des Ventils die Sitzflächen durch Anlüften des Ventiltellers über den Stößel freigelegt werden.
  • Eine vorteilhafte Weiterbildung des federlosen Tellerventils im Bereich seiner Dichtung sieht vor, daß die gesamte Weichdichtung aus einer Vergußmasse besteht, die Nut vollständig ausfüllt und zum Ventilteller hin konvex derart begrenzt, daß zwischen den spitzdachförmig abfallenden Flanken des Sitzringes ein stetiger Übergang ohne Wendepunkte vorhanden ist. Als besonders geeignet haben sich Vergußmassen erwiesen, die im Zweikomponentenverfahren hergestellt werden und auf Silikonbasis arbeiten. Diese silikonhaltigen Endprodukte sind sehr weich, sie sind wasserabstoßend und außerordentlich elastisch. Durch diese Eigenschaften der Dichtung erreicht man ein einwandfreies Schließen der federlosen Tellerventile selbst bei geringsten Unterdrücken. Bei einwandfreiem Ausgießen der für die Dichtung im Sitzring vorgesehenen Nut entstehend infolge der Oberflächenspannung der Vergußmasse ein zum Ventilteller hin gesehen konvex derart begrenztes Dichtungsprofil, daß sich zwischen Ventilteller und Dichtung eine einwandfreie linienförmige Berührung ausbilden kann. Beiderseits dieser Berührungslinie fällt die Weichdichtung stetig ab und geht ohne erkennbare Wendepunkte in die spitzdachförmig abfallenden Flanken des Sitzringes über. Schwer zu reinigende Schmutz ecken und unzugängliche Spalten zwischen Sitzring und Dichtung werden dadurch von vornherein vermieden.
  • Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung des federlosen Tellerventils sieht vor, daß eine topfförmige Spritzwanne, die an ihrem Umfang mehrere Eintrittsöffnungen besitzt, mit ihrem offenen Ende den Sitzring umschließt und mit diesem formschlüssig verbunden ist, daß der Stößel zentrisch und an seinem Umfang abgedichtet durch den Boden der Spritzwanne hindurchgeführt und daß ein Schlauchstutzen im Bodenbereich der Spritzwanne angeordnet ist. Durch diese Ausführungsform entsteht im Bezug auf die über den Sitzbereich des Ventils nach unten strömende Reinigungsflüssigkeit ein geschlossenes Gehäuse, aus welchem die Reinigungsflüssigkeit über den Schlauchstutzen ableitbar ist.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform des federlosen Tellerventils ist dadurch gekennzeichnet, daß der Stößel an einem federbelasteten Kolben eines Anlüftzylinders angeformt ist und daß der den Kolben aufnehmende Anlüftzylinder über ein federndes Verbindungsmittel mit dem Boden der Spritzwann formschlüssig verbunden ist. Durch diese Ausführungsform wird mit einem Minimum an Bauteilen eine zwangsweise Anlüftung des Ventiltellers erreicht.
  • Nach einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung des federlosen Tellerventils gemäß der Erfindung ist vorgesehen, daß Kolben und Stößel aus einem nichtmetallischen Werkstoff hergestellt sind, daß an der Stirnseite einer zentrischen, unterhalb des Ventiltellers an letzterem angeordneten Verlängerung ein metallisches Plättchen eingebettet ist und daß der vorzugsweise hohlzylinderförmige, an seinem dem Ventilteller zugewandten Stirnseite geschlossene Stößel eine in der Symmetrieachse des Tellerventils unterhalb der Verlängerung des Ventiltellers angeordnete, die Annäherung des Plättchens beispielsweise über eine Spannung signalisierende Meldeeinrichtung umschließt.
  • Durch diese Weiterbildung ist es möglich, die einwandfreie Schließlage des Ventiltellers zu melden. Dazu ist es, wie vorgeschlagen, aus Gründen der Empfindlichkeit erforderlich, die Meldeeinrichtung möglichst nahe an das metallische Plättchen innerhalb der Verlängerung des Ventiltellers heranzuführen. Um eine einwandfreie Rückmeldung des Ventiltellers sicherzustellen, sind Kolben und Stößel aus einem nichtmetallischen Werkstoff hergestellt.
  • Um ein Haften von Produkt an der inneren Mantelfläche des Sitzringes möglichst zu vermeiden und eine leichte Reinigung dieses Bereichs zu erreichen, ist nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung der Sitzring auf seiner Innenseite mit einer Beschichtung aus Polytetraflouräthylen versehen.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb des Ventiltellers an diesem vier relativ lange, ebene Führungsrippen angeordnet sind, die sternförmig von der Symmetrieachse des Ventiltellers nach außen verlaufen und diesen am Innenmantel des Sitzringes in jeder dffnungsstellung des Ventils zentrieren. Die langen Führungsrippen sorgen zum einen für eine ausreichende Führung des Ventiltellers selbst in seiner maximalen Offenstellung, zum anderen bilden jeweils benachbarte Führungsrippen einen vertikalen Kanal, in dem das von oben nach unten hindurchströmende Reinigungsmittel derart geführt wird, daß es, ohne durch die Eintrittsöffnungen hindurchzuspritzen, im Bodenbereich der Spritzwanne gesammelt und über den Schlauchstutzen abgeleitet werden kann.
  • Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, daß im Bodenbereich der Spritzwanne eine Öffnung für eine Heizung vorgesehen ist. Diese Heizung, die das Ventil auf eine bestimmte Temperatur aufheizen kann, ist dann notwendig, wenn die Funktionssicherung des Ventils auch bei relativ niedrigen Umgebungstemperaturen erreicht werden muß.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.
  • Es zeigen Fig. 1 einen Mittelschnitt durch ein federloses Tellerventil gemäß der Erfindung, Fig. 2 eine mit X in Fig. 1 gekennzeichnete Einzelheit des Sitzbereichs in vergrößerter Darstellung und Fig. 3 eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Weichdichtung gemäß der Erfindung.
  • Das federlose Tellerventil (Fig. 1) ist über einen Sitzring 2 in Verbindung mit einer diesen umschließenden Spritzwanne 4 mittels eines teilbaren Klemmringes 20 mit einem Gehäuse 3, welches gegen Unterdruck zu sichern ist, verbunden.
  • Eine Gehäusedichtung 5 zwischen dem Gehäuse 3 und den Sitzring 2 verhindert den Austritt von Produkt bzw. Reinigungsflüssigkeit aus dem Gehäuse 3 in die Umgebung des Ventils. Auf dem spitzdachförmig zum Gehäuse hin angeschrägten Sitzring 2 ruht ein als Flachteller ausgebildeter Ventilteller 1, der über vier relativ lange, ebene Führungsrippen la, die sternförmig von der Symmetrieachse des Ventiltellers 1 nach außen verlaufen, innerhalb des Innenmantels des Sitzringes 2 zentriert wird. Oberhalb des Ventiltellers 1 ist ein Anschlagstift ld angeformt, der durch Anschlag am Gehäuse 3 den maximalen Öffnungshub des Ventils begrenzt. Unterhalb des Ventil tellers 1 befindet sich in dessen Zentrum eine zylindrische Verlängerung le, die über die Fußenden der Führungsrippen la hinaus reicht. In die Stirnseite der Verlängerung le ist ein metallisches Plättchen lc eingebettet. Der Sitzring 2 ist an seinem dem Ventilteller 1 zugewandten Ende mit einer rechteckförmigen Nut 2c versehen, in der eine Sitzdichtung 2a mit rechteckigem Querschnitt hochkant mittels einer Vergußmasse 2b eingebettet ist (Fig. 2). Die Sitzdichtung 2a ragt geringfügig über den Sitzring 2 hinaus, wobei die Vergußmasse 2b die dachförmigen Begrenzungsflächen des Sitzringes 2 zur Sitzdichtung 2a hin verlängert.
  • Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die gesamte Sitzdichtung 2a (Fig. 3) aus einer Vergußmasse besteht, die die Nut 2c vollständig ausfüllt. Durch sorgfältiges Ausgießen der Nut 2c, wobei auf einwandfreies Ausgasen der Vergußmasse geachtet wird und Lufteinschlüsse unter allen Umständen vermieden werden, wird erreicht, daß sich die Sitzdichtung unter dem Einfluß der Oberflächenspannung der Vergußmasse zum Ventilteller 1 hin konvex begrenzt, so daß zwischen den spitzdachförmig abfallenden Flanken des Sitzringes 2 ein stetiger Übergang ohne Wendepunkte vorhanden ist.
  • Am Ventilteller 1 ist eine mit der Sitzdichtung 2a zusammenwirkende und zu dieser planparallele Sitzfläche 1b vorgesehen. Die Spritzwanne 4 weist vier über ihren Umfang gleichmäßig verteilte, unterhalb des Sitzringes 2 angeordnete Eintrittsöffnungen 4a auf und ist in ihrem Bodenbereich mit einem Schlauchstutzen 4c versehen. Der Boden 4b der Spritzwanne 4 ist verstärkt ausgebildet und umschließt in einer zentrisch in ihm angeordneten Öffnung einen Stößel lla, welcher hohlzylinderförmig ausgebildet und zum Ventilteller 1 hin mit einem Boden versehen ist. Der Stößel lla ist an seinem offenen Ende an einem Kolben 11 angeformt. Letzterer wird von einem Anlüftzylinder 10 umschlossen, welcher über ein federndes Verbindungsmittel 9 mit dem Boden 4b der Spritzwanne 4 formschlüssig verbunden ist. Stößel lla und Kolben 11 sind gegen die sie umhüllenden Mantel flächen mittels Stößel- bzw. Kolbendichtung 12 bzw. 14 abgedichtet. Der Kolben 11 stützt sich über eine Feder 8 gegen den Boden 4b der Spritzwanne 4 ab. In der unteren stirnseitigen Begrenzungsfläche des Anlüftzylinders 10 befindet sich eine Anschlußöffnung für Steuerluft 15. Außerdem ist in einer zentrischen Öffnung ein Flansch 7 angeordnet, welcher über eine Flanschdichtung 16 gegen den Anlüftzylinder 10 abgedichtet und mittels Verbindungsmittel 17, 18, 19 mit diesem verbunden ist. In den Flansch 7 ist zentrisch und mit der Symmetrieachse des Ventils zusammenfallend eine Meldeeinrichtung 13 eingeschraubt, die in den Stößel lla bis zu dessen stirnseitiger Begrenzungsfläche hineinreicht. Im Bodenbereich der Spritzwanne 4 ist außerdem eine Öffnung 4d für eine Heizung vorgesehen, die bei nicht vorhandener Heizung mittels eines Verschlußstopfens 6 geschlossen ist.
  • Das in seinem Aufbau beschriebene federlose Tellerventil öffnet dann selbsttätig, wenn infolge einer am Ventilteller 1 angestehenden Druckdifferenz die daraus resultierenden Druckkräfte größer sind als die aus der Masse des Ventiltellers 1 resultierende Gewichtskraft. Die Öffnungsbewegung des Ventiltellers 1 wird durch den Anschlagstift 1d am Gehäuse 3 begrenzt. Die Führungsrippen la sind in ihrer axialen Richtung gesehen so lang ausgeführt, daß sie den Ventilteller 1 in der maximalen Öffnungsstellung-noch hinreichend innerhalb des Sitzringes 2 führen. Die einwandfreie Schließstellung des Ventiltellers 1 wird über die die Annäherung des metallischen Plättchens innerhalb der Verlängerung le mit der Empfindlichkeit von ca. 1 mm signalisierende Meldeeinrichtung 13 angezeigt. In der Schließstellung des Ventils befindet sich zwischen der Meldeeinrichtung 13 und dem metallischen Plättchen lc lediglich noch der Boden des nichtmetallischen Stößels lla, wobei ein geringer Luftspalt zwischen dem Boden des Stößels lla und dem metallischen Plättchen lc die Funktionssicherheit (einwandfreie Schließlage) gewährleistet.
  • Durch Ansteuerung des Anlüftzylinders 10 über die Anschlußöffnung 15 wird der Kolben 11 gegen die Kraft der Feder 8 aufwärts bewegt, wodurch der-mit ihm verbundene Stößel lla den Ventilteller 1 über seine Verlängerung le vom Sitzring 2 abhebt. Durch die erfindungsgemäß vorgeschlagene Ausbildung des Kolbens 11 in Verbindung mit dem Stößel lla wird erreicht, daß die gesamte, durch den Innendurchmesser des Anlüftzylinders 10 bestimmte Kolbenfläche der Steuerluft als Angriffsfläche zur Verfügung steht. Die Neldeeinrichtung 13 ist zwar innerhalb des Kolbens 11 angeordnet, verringert aber nicht dessen wirksame Kolben fläche.
  • Durch das Anlüften des Kolbens 11 kann zum einen eine gegebenenfalls vorhandene Verklebung zwischen Ventilteller 1 und Sitzring 2 beseitigt werden, zum anderen ist in dieser Öffnungsstellung, die kleiner als die maximale Öffnungsstellung ist, eine Sitzreinigung mittels Reinigungsflüssigkeit aus dem Gehäuse 3 heraus möglich. Die Reinigungsflüssigkeit strömt nach dem Passieren des Sitzbereichs durch die von den Führungsrippen gebildeten vertikalen Kanäle nach unten, ohne über die Eintrittsöffnungen 4a in der Spritzwanne 4 in die Umgebung des Ventils zu verspritzen. Die Reinigungsflüssigkeit wird vielmehr im Bodenbereich der Spritzwanne 4 gesammelt und über den Schlauchstutzen 4c abgeleitet. Nach Wegnahme der Ansteuerluft werden Kolben und Stößel 11 bzw. lla über die Feder 8 in ihre Ruhelage zurückgeführt, wodurch der Ventilteller 1 infolge seiner eigenen Schwerkraft in seine Schließlage überführt wird. Die Rückmeldung dieser Schließlage ist nun wiederum möglich, da sich das in die Verlängerung le eingebettete metallische Plättchen lc im notwendigen Mindestabstand von der Meldeeinrichtung 13 befindet.
  • Der Anlüftzylinder 10 ist im Verhältnis zum Ventilteller 1 so dimensioniert, daß bei den überlicherweise zur Verfügung stehenden Steuerluftdrücken ein Anlüften des Ventiltellers 1 gegen maximal 1 bar Überdruck im Gehäuse 3 während der CIP-Reinigung möglich ist. Falls das federlose Tellerventil nicht mit einem Anlüftzylinder 10 ausgerüstet ist, ist durch die Beschichtung der Innenseite des Sitzringes 2 mit Polytetraflouräthylen im Regelfall sichergestellt, daß keine Verklebungsgefahr durch anhaftende Produktreste zwischen Sitzring 2 einerseits und Ventilteller 1 bzw. Führungsrippen la andererseits besteht. Falls das vorstehend beschriebene federlose Tellerventil bei relativ niedrigen Umgebungstemperaturen eingesetzt werden muß, besteht die Möglichkeit, über die Öffnung 4d im Bodenbereich der Spritzwanne 4 eine elektrische Heizung in das Ventil unterhalb des Ventiltellers 1 einzuführen. Diese Heizung sorgt für eine ausreichende Temperaturerhöhung innerhalb des Ventils und verhindert beispielsweise ein Festfrieren des Ventiltellers 1 auf seinem Sitz bzw. in der Rippenführung.
  • Leerseite

Claims (8)

  1. P- A T E N T 1 » S-P P Ü n Y F r\0 Federloses Tellerventil, insbesondere für automatisch reinigbare Anlagen der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie zu deren Sicherung gegen unzulässigen Unterdruck, mit einer Rippenführung im Sitzbereich und einer Weichdichtung zwischen Sitz und Ventilteller, dadurch gekennzeichnet, daß 1 eine Sitzdichtung (2a) in einem Sitzring.(2) angeordnet ist, die 1.1 vorzugsweise rechteckigen Querschnitt besitzt, 1.2 hochkant in eine Nut (2c) des Sitzringes (2) eingelegt ist und 1.3 geringfügig aus dem Sitzring (2) hervors.teht, wobei 1.4 die Nut (2c) parallel zur Hubrichtung angeordnet ist und 1.4.1 beiderseits der Sitzdichtung (2a) ausreichend breite Spalte bildet, die 1.4.2 mit einer Vergußmasse (2b) ausgefüllt sind; 2 daß der Sitzring (2) beiderseits der Nut (2c) spitzdachförmig abfällt und 3 der Ventilteller (1) eine Sitzfläche (lb) besitzt, die 3.1 planparallel zur Schmalseite der Sitzdichtung (2a) verläuft; 4 und daß der Ventilteller (1) über einen unterhalb desselben angeordneten Stößel (lla) zwangsweise automatisch in eine Offenstellung anlüftbar ist.
  2. 2. Federloses Tellerventil, insbesondere für automatisch reinigbare Anlagen der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie zu deren Sicherung gegen unzulässigen Unterdruck, mit einer Rippenführung im Sitzbereich, einer in einer Nut eines Sitzringes angeordneten Weichdichtung, wobei der Sitzring beiderseits der Dichtung spitzdachförmig abfällt, einer vorzugsweise rechteck förmi gen Nut, deren Längsseiten sich in Hubrichtung orientieren, einem Ventilteller mit einer rechtwinklig zur Hubrichtung angeordneten Sitzfläche, der durch einen Stößel zwangsweise automatisch anlüftbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß 1 die gesamte Sitzdichtung (2a) aus einer Vergußmasse besteht, die die Nut (2c) 1.1 vollständig ausfüllt und 1.2 zum Ventilteller (1) hin konvex derart begrenzt, daß 1.2.1 zwischen den spitzdachförmig abfallenden Flanken des Sitzringes (2) ein stetiger Übergang 1.2.2 ohne Wendepunkte vorhanden ist.
  3. 3. Federloses Tellerventil nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine topfförmige Spritzwanne (4), die an ihrem Umfang mehrere Eintrittsöffnungen (4å) besitzt, mit ihrem offenen Ende den Sitzring (2) umschließt und mit diesem formschlüssig verbunden ist, daß der Stößel (lla) zentrisch und an seinem Umfang abgedichtet durch den Boden (4b) der Spritzwanne (4) hindurchgeführt und daß ein Schlauchstutzen (4c) im Bodenbereich der Spritzwanne (4) angeordnet ist.
  4. 4. Federloses Tellerventil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Stößel (lla) an einem federbelasteten Kolben (11) eines Anlüftzylinders (10) angeformt ist und daß der den Kolben (11) aufnehmende Anlüftzylinder (10) über ein federndes Verbindungsmittel (9) mit dem Boden (4b) der Spritzwanne (4) formschlüssig verbunden ist.
  5. 5. Federloses Tellerventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß Kolben (11) und Stößel (lla) aus einem nichtmetallischen Werkstoff hergestellt sind, daß an der Stirnseite einer zentrischen, unterhalb des Ventiltellers (1) an letzterem angeordneten Verlängerung (le) ein metallisches Plättchen (lc) eingebettet ist und daß der vorzugsweise hohlzylinderförmige, an seiner dem Ventilteller (1) zugewandten Stirnseite geschlossene Stößel (lla) eine in der Symmetrieachse des Tellerventils unterhalb der Verlängerung (le) angeordnete, die Annäherung des metallischen Plättchens (1c) beispielsweise über eine Spannung signalisierende Meldeeinrichtung (13) umschließt.
  6. 6. Federloses Tellerventil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Sitzring (2) auf seiner Innenseite mit einer Beschichtung aus Polytetraflouräthylen versehen ist.
  7. 7. Federloses Tellerventil nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb des Ventiltellers (1) an diesem vier relativ lange, ebene Führungsrippen (la) angeordnet sind, die sternförmig von der Symmetrieachse des Ventiltellers (1) nach außen verlaufen und diesen am Innenmantel des Sitzringes (2) in jeder offenstellung des Ventils zentrieren.
  8. 8. Federloses Tellerventil nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß im Bodenbereich der Spritzwanne (4) eine Öffnung (4d) für eine Heizung vorgesehen ist.
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