DE3242031C2 - - Google Patents
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- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B41/00—Circuit arrangements or apparatus for igniting or operating discharge lamps
- H05B41/14—Circuit arrangements
- H05B41/30—Circuit arrangements in which the lamp is fed by pulses, e.g. flash lamp
Landscapes
- Discharge-Lamp Control Circuits And Pulse- Feed Circuits (AREA)
- Stroboscope Apparatuses (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anordnung zum
Betrieb mehrerer Blitzröhren mit den Merkmalen der Oberbe
griffe der Patentansprüche 1 bzw. 4. Derartige Blitzröhren
werden hauptsächlich, aber nicht ausschließlich, in der
professionellen Fotografie eingesetzt.
In ihrem normalen und stabilen Zustand sind Blitzröhren
isolierend und können, ohne daß ein Strom hindurchgeht, an
Kondensatoren, die mit hoher Spannung aufgeladen sind, nämlich
an die sogenannten Blitzlichtkondensatoren, angeschlossen
bleiben. Die Größe der elektrischen Kapazität dieser Blitz
lichtkondensatoren und der Wert der stabilisierten Spannung,
mit der sie geladen sind, bestimmen die elektrische Energie,
die bereitsteht, um an die Blitzröhre abgegeben zu werden. In
einem Generator ist ein Zündkreis immer bereit, an die
Blitzröhren einen kurzen Impuls mit sehr hoher Spannung zu
geben, der ihr Gas ionisiert und sie damit leitend macht.
Dieser Zündkreis, wie er in den Formen, wie sie in den Fig. 1
und 2 dargestellt sind, bekannt ist, beinhaltet im wesentli
chen einen Thyristor Q und eine solche Anzahl von Kondensator
Transformator-Kombinationsschaltungen (Caa, Ta; Cab, Tb; Cac,
Tc) wie Blitzröhren (Ea; Eb; Ec), so daß bei jedem Einschalten
des Thyristors Q alle Transformatoren Ta; Tb; Tc über ihre
Sekundärseite gleichzeitig Impulse sehr hoher Spannung
abgeben. Alle von ein und demselben Generator gespeisten
Blitzröhren werden somit im gleichen Augenblick unter
Einwirkung dieser sehr hohen Spannung gezündet. Sie verhalten
sich dann jede wie ein geringer Widerstand, der nach der
Formel I=U/R von einem starken Strom durchflossen wird.
Bei mehreren dieser Blitzröhren entlädt die Summe dieser
Ströme einen Blitzlichtkondensator Cf entsprechend einer
zeitabhängigen Exponentialfunktion während der gesamten Dauer
des Blitzes. Die Blitzröhren bleiben so lange gezündet, wie
der Blitzlichtkondensator ihnen Strom liefert und sie erlöschen nur
bei der vollständigen oder nahezu vollständigen Entladung des
Blitzlichtkondensators. Somit unterliegen im einfachsten Fall
bei mehreren identischen Blitzröhren, die während der gesamten
Dauer der Entladungen an den gleichen Blitzlichtkondensator
parallel angeschlossen sind, alle der gleichen Spannung und
sie werden alle vom gleichen Strom während der gleichen Zeit
durchflossen. Jede einzelne Blitzröhre verbraucht somit die
gleiche Energie.
Im nachfolgenden wird als Gobalblitz die Gesamtheit der
Blitze bezeichnet, die die Gesamtheit der Blitzröhren abgibt,
die von ein und demselben Blitzlichtkondensator bei jeder Entladung der
Blitzlichtkondensatoren gespeist werden. Als Auslösung wird
die Betätigung der Zündung der Blitzröhren bezeichnet, was
einen Globalblitz erzeugt sowie die Entladung der Blitzlicht
kondensatoren bewirkt.
Zur Vereinfachung werden bestimmte Sekundärphänomene, deren
Einfluß gering ist, vernachlässigt: insbesondere wird davon
ausgegangen, daß die gezündeten Röhren exakt ein Verhalten wie
ein Widerstand haben, daß ihre Zündung augenblicklich
geschieht, daß die von einer Röhre abgegebene Lichtenergie
exakt proportional der dieser Röhre während der gleichen Zeit
zugeführten elektrischen Energie ist und daß die Restspannung
gleich null ist, wobei diese Restspannung diejenige Spannung
ist, die noch an den Klemmen des Blitzkondensators herrscht,
wenn die Blitzröhren selbst erlöschen.
In der professionellen Fotografie ist es erforderlich, die in
jeder Blitzröhre bei jeder Auslösung verbrauchte Energie
regulieren zu können. Es muß somit einerseits das Regulieren
der Energie eines Blitzlichtkondensators und andererseits das Regulieren
der Verteilung dieser Energie zwischen den verschiedenen
Blitzröhren, die von ein und demselben Blitzlichtkondensator gespeist
werden, voneinander unterschieden werden. Im übrigen ist es
im Hinblick auf die bedeutenden Spannungen und Ströme, die in
einem Blitzlichtgerät erzeugt werden, sehr wünschenswert,
die Energiekreise zu vereinfachen, wobei die einfachste
Version darin besteht, daß ein einziger Blitzlichkondensator
Cf vorgesehen ist, der mit allen parallelgeschalteten
Blitzröhren verbunden ist, wie in Fig. 1 dargestellt. Es ist
wünschenswert, dieser sehr einfachen Ausgestaltung einen
Polarisationskreis für die Röhren zuzufügen, der ebenfalls
bekannt ist und in Fig. 2 dargestellt ist. In diesem Kreis
verstärken Polarisationskondensatoren Cpa, Cpb, Cpc die an den
Klemmen einer jeden Blitzröhre verfügbare Spannung im
Verhältnis zur Spannung des Blitzlichtkondensators Cf, um die
Zündung der Blitzröhren zu erleichtern. Die Kapazität der
Polarisationskondensatoren ist im Verhältnis zur Kapazität der
Blitzlichtkondensatoren gering und greift nicht störend in die
Energieberechnung ein.
Bei einer Anordnung nach den Fig. 1 und 2 kann man sehr gut
die Gesamtenergie variieren, indem man die
Ladespannung der Blitzlichtkondensatoren variiert, aber es ist
nur ein einziges Mittel bekannt, um die Verteilung der Energie
zwischen den verschiedenen, von ein und demselben Blitzlichtkondensator
gespeisten Blitzröhren zu variieren. Dies ist die Verwendung
von Röhren, die jede im gezündeten Zustand einen unterschied
lichen inneren Widerstand gegenüber den anderen Röhren haben.
Jedoch ist dieser innere Widerstand schon bei Herstellung für
immer festgelegt. Diese Verfahrensweise erfordert somit für
den Benutzer eine sehr große Anzahl von teuren Blitzröhren zu
bevorraten und sie jedesmal auszuwechseln, wenn er die
Verteilung der Engerie variieren will. Diese Verfahrensweise
ist sehr kostspielig-
Die DE-PS 8 84 910 beschreibt ein Verfahren und eine Anordnung
mit den Merkmalen des Oberbegriffs der Patentansprüche 1 bzw.
4. Dort sollen die Blitzröhren praktisch gleichzeitig gezündet
werden. Im Ausführungsbeispiel dieser Druckschrift ist
angegeben, daß die Blitzröhren mit geringer Zeitverzögerung
gezündet werden.
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, unter
Beibehalt des einfachen Aufbaus der Basiskreise, wie vor
stehend beispielsweise anhand der Fig. 1 und 2 beschrieben,
das Verfahren bzw. die Anordnung fühlbar zu verbilligen.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die kennzeichnenden
Merkmale der Patentansprüche 1 bzw. 4.
Die auf diese Weise gespeisten und zu aufeinanderfolgenden
Zeitpunkten gezündeten Blitzröhren können in unbegrenzter
Anzahl vorhanden sein. Dieses Verfahren er möglicht die
Verwirklichung wenig teurer Kreise geringer Leistung, eine
gute Trennung zwischen einerseits der Regulierung
der Gesamtenergie und andererseits der Regulierung der
Verteilung dieser Energie, und es ist dabei ferner möglich,
ein Verhältnis in der Größenordnung von 1-16 zwischen der
in der schwächsten Röhre und der in der stärksten Röhre
verbrauchten Energie zu erreichen und alle eingestellten
Verteilungen von der Maximalenergie bis
beispielsweise zu einem Sechzentel dieser Maximalenergie
aufrechtzuerhalten.
Die Blitzröhre, die mit der größten Energie versorgt werden
muß, wird dabei zuerst gezündet und die anderen folgen dann
in der Reihenfolge abnehmender Energie, die ihnen zugeordnet
ist. Der Augenblick des Erlöschens ist für alle Röhren gleich,
so daß, je später eine Röhre gezündet wird, ihr umso weniger
Energie verbleibt, die sie mit den anderen Röhren zu teilen
hat. Es ist nichtsdestoweniger erforderlich, daß alle Röhren
zum Blitzen gebracht werden, bevor die Blitzlichtkondensatoren
entladen sind.
Der Zeitpunkt der Zündung beziffert sich in Mikrosekunden und
Millisekunden und er bleibt unterhalb der Öffnungszeit eines
fotografischen Verschlusses für die Aufnahme eines sich
bewegenden Objektes.
Nachfolgend soll nun in Detail der Ablauf eines Globalblitzes
im Fall eines Blitzlichtkondensators untersucht werden, der zwei Blitzröh
ren Ea; Eb gemäß des erfindungsgemäßen Verfahrens speist.
Bezug genommen wird dabei auf die Fig. 3. Es ist beispielswei
se erwünscht, daß die Energie Wa der ersten Röhre Ea größer
ist als die Energie Wb der zweiten Röhre Eb, und zwar in einem
Verhältnis, wie es durch die nachfolgend angegebene Gleichung
(1) definiert ist. Zeitpunkt ta wird ein Globalblitz in
Gang gesetzt. Die insgesamt verfügbare Energie für die beiden
Röhren ist somit WA (Gleichung 2) und der elektrische Kreis
löst lediglich die erste Röhre Ea aus. Die zum Zeitpunkt tb
noch verfügbare Energie WB ergibt sich aus der Gleichung (3).
Nach diesem Zeitpunkt sind beide Röhren gezündet und verhalten
sich wie zwei gleiche parallel geschaltete Widerstände, die
sich gleichförmig die verfügbare Energie entsprechend der
Gleichung (4) teilen. Die Gleichungen (2) und (4) ermöglichen
somit die Ermittlung des Wertes Wa, gegeben durch die
Gleichung (5).
Die Gleichungen (1), (4) und (5) ermöglichen die Ermittlung
der Größe des Koeffizienten K entsprechend der Gleichung (6),
wobei man bemerkt, daß der Koeffizient K nur vom Verhältnis
J zwischen der Anfangsspannung (Ua) und der Spannung im
Augenblick der zweiten Auslösung (Ub) abhängt.
Diese Rechnung ist in der Praxis sehr exakt, wenn man in allen
Gleichungen Nutzspannungswerte berücksichtigt. Man nennt die
Blitzlichtnutzspannung die tatsächliche Spannung der Blitz
lichtkondensatoren vermindert um die Restspannung, deren
mittlerer Wert im Bereich von ungefähr 65 Volt liegt. Alle
theoretisch errechneten Werte werden um 65 Volt für eine
praktische präzise Anwendung erhöht.
Die mit der Gleichung 6 erhaltene Funktion wird prinzipiell
auch bei einer beliebigen Anzahl von Blitzröhren verwirklicht.
Die Energie der verschiedenen Röhren ist somit immer in
Proportionen verteilt, die ausschließlich durch das Verhältnis
J zwischen den Zündspannungen festgelegt werden. Hieraus
folgt, daß ein solches Verfahren vorzugsweise, jedoch nicht
exclusiv, dadurch durchgeführt wird, daß man den Zeitpunkt
jeder Zündung bestimmt, und zwar durch Vergleich zwischen
einem Bruchteil der ursprünglichen Nutzspannung und der
augenblicklichen Nutzspannung an den Klemmen der Blitzlicht
kondensatoren. Einem dieser Werte ordnet man einen einstellba
baren und jeder Röhre zueigenen Koeffizienten zu, und es ist die
Variation dieses Koeffizienten, beispielsweise mittels eines
Potentiometer, die das Regulieren der Energieverteilung
ermöglicht, wobei die Nutzspannung nach der tatsächlichen
Spannung, vermindert um die Restspannung, rekonstituiert
werden kann.
Es ergibt sich ferner aus der Gleichung (6), daß die Ver
teilung weder durch den Wert der anfänglichen Nutzladespannung
noch durch die Kapazität der Blitzlichtkondensatoren modifi
ziert wird. Dieses Verteilungsverfahren ist damit ohne
weiteres vereinbar mit einer Einstellung der Gesamtenergie
durch Variieren der Angangsspannung und durch Variieren der
Kapazität. Die Einstellung der Verteilung ist dabei immer
unabhängig von der Gesamtenergie und die Verteilungswerte
bleiben auch in extremen Fällen der Gesamtenergieregelung
erhalten. Darüber hinaus hat die Verteilungsregelung auch eine
sofortige Wirkung. Alle diese Vorteile sind bislang niemals
vereinigt gewesen.
Die Anordnung zur Durchführung des
vorstehend erläuterten Verfahrens
beinhaltet
Mittel zur Erfassung und Speicherung eines Bruchteiles der
anfänglichen Nutzspannung des Blitzlichtkondensators, Mittel
zum Vergleichen dieser gespeicherten Größe mit einem Bruchteil
der augenblicklichen Nutzspannung sowie Mittel zur Auslösung
der Zündung einer jeden Blitzröhre durch das von den verglei
chenden Mitteln abgegebene Signal. Die Gleichheit oder eine
gewählte Ungleichheitsrelation zwischen den beiden vergli
chenen Werten bewirkt die Zündung der entsprechenden Röhre und
zwar dies insbesondere durch Erscheinen eines Signals am
Ausgang des Vergleichsgeräts, das dann den Auslösestrom auf
den entsprechenden Thyristor schickt, wobei die Anordnung so
viel Zündthyristoren hat, wie Blitzröhren vorhanden sind,
wobei jeder Thyristor mit seinem Gate mit einem Vergleichsge
rät verbunden ist. Jedes Vergleichsgerät hat einen seiner
Eingänge verbunden mit einem Potentiometer, mit dem sich ein
einstellbarer Bruchteil der mittels eines Kondensators
gespeicherten angänglichen Nutzspannung erzeugen läßt, während
die anderen Eingänge aller Vergleichsgeräte mit einem mit
Widerständen versehenen Spannungsteilerkreis verbunden sind,
der eine Spannung gleich eines Bruchteils der augenblicklichen
Nutzspannung des Blitzlichtkondensators liefert. Dieser Kreis
beinhaltet ferner eine Zener-Diode,
um die tatsächliche Spannung um einen konstanten Wert
entsprechend der Restspannung zu reduzieren und somit wieder
auf die Nutzspannung zu kommen.
Eine derartige Anordnung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf
die beigefügten schematische Zeichnung näher beschrieben. Es
zeigen:
Fig. 4 das elektrische Schaltschema einer derartigen
Anordnung,
Fig. 5, 6 und 7 Diagramme zur Erläuterung der Funktions
weise der Anordnung nach Fig. 4.
Bei dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel, das die
nach den Fig. 1 und 2 bekannten Elemente aufgreift, die nicht
noch einmal beschrieben werden, ist an einem bestimmten Punkt
all ein Bruchteil einer augenblicklichen Nutzspannung präsent
und ein um einige Millivolt geringerer Bruchteil ist an einem
Punkt a10 präsent. Dieser Nutzspannungsbruchteil wird durch
einen Widerstand-Spannungsteiler R10, R11, R12 erhalten, der die
zwischen den Punkten a12 und 0 Volt herrschende Spannung durch
einen konstanten Koeffizienten teilt. Diese letztere Spannung
ist die Spannung des Blitzlichtkondensators Cf, reduziert um
einen konstanten Wert durch eine Zener-Diode Z13, die dem Wert
der Restspannung entspricht. Man rekonstruiert damit genau
die Nutzspannung, die in Betracht zu ziehen ist.
Der Spannungsteiler R10, R11, R12 ist über einen Verstärker 01 mit
einem Kondensator C5 verbunden, in dem ein Bruchteil der
anfänglichen Nutzspannung gespeichert ist. Der Kondensator C5
ist mittels eines Folgeverstärkers O4 mit dem gemeinsamen
Punkt a8 einer Mehrzahl von Potentiometern R8a, R8b . . . R8n
verbunden, die in gleicher Anzahl vorhanden sind wie Blitz
röhren Ea, Eb . . . En. Die Abgriffe Ma, Mb . . . Mn
der Potentiometer sind jeweils mit ersten Eingängen von
Vergleichsgeräten O8a, O8b . . . O8n verbunden, deren zweite
Eingänge alle mit dem schon genannten Punkten a10 verbunden
sind. Die Ausgänge der Vergleichsgeräte O8a, O8b . . . O8n sind
jeweils mit den Gates von Zündthyristoren Qa, Qb . . Qn
verbunden, die in gleicher Anzahl wie die Blitzröhren
vorhanden sind und von denen jeder einer der Blitzröhren Ea,
Eb . . . En zugeordnet ist.
Wenn in einem bestimmten Zeitpunkt to der Benutzer einen Blitz
anfordert, erscheint eine Spannung am Punkt a1. Dies bewirkt,
daß der in dem Kondensator C5 gespeicherte Bruchteil der
anfänglichen Nutzspannung durch den Folgeverstärker O4 zum
gemeinsamen Punkt a8 der Potentiometer R8a, R8b . . . R8n
geschickt wird. Die Haupt-Blitzröhre wird dann durch ihren
eigenen Auslösekreis gezündet, wenn das entsprechende
Vergleichsgerät sofort durchgängig wird, um Strom auf das
Gate seines Thyristors zu schicken. Hierzu genügt es, daß
eines der Potentiometer in der Maximalstellung steht, wie für
das Potentiometer R8b dargestellt, und daß ferner die am Punkt
a10 vorhandene Spannung in jedem Fall unterhalb derjenigen
des Punktes a8 liegt. Diese zweite Bindung erhält man dank
des Widerstandes R11, dessen Wert etwa 200×kleiner ist als derjenige des Widerstandes R10. Von dem Augenblick an, von dem
an die erste Röhre, beispielsweise die Röhre Eb, gezündet ist,
bleibt die Spannung am Punkt a8 unverändert, während der in
Betracht genommene Bruchteil der augenblicklichen Nutzspannung
progressiv absinkt, wie es in Fig. 5 und 6 gezeigt ist,
um sukzessive die Spannung der verschiedenen Abgriffe
Ma-Mn der anderen Potentiometer zu erreichen, wodurch
dann jeweils jede Blitzröhre Ea-En im gewünschten Augenblick
über die Vergleichsgeräte O8a-O8n, die Thyristoren Ua-Un,
die Kondensatoren Caa-Can und die Impulstransformatoren Ta-Tn
eingeschaltet wird.
Die Spannung am Punkt a7 kann dann auf 0 zurückfallen, was
insbesondere zur Wirkung hat, den Speicherkondensator C5 durch
den starken Widerstand R3 hindurch zu entladen (siehe Fig. 7).
Dieser Kondensator C5 lädt sich dann mit der neuen Nutzspan
nungsgröße auf, die ihm von dem Verstärker O1 zugeschickt
wird, der eine niedrige Ausgangsimpedanz hat und als schwel
lenloser Gleichrichter ausgebildet ist. Die zum Punkt a7
geschickte Spannungszacke kommt von einem Zeitglied, das von
einen Kondensator C1 und einem Widerstand R2 gebildet ist,
gesteuert durch einen Impuls auf das Gate des Thyristors Q1
und dessen Ausgang ein Umkehrtor P2 nachgeordnet ist. Dessen
Dauer von wenigen Millisekunden wird so eingestellt, daß sie
die angenommene Blitzdauer überschreitet.
Die vorliegende Erfindung kann in allen Fällen mit Vorteil
eingesetzt werden, in denen man eine Verteilung mit sehr
großem Variationsbereich der Lichtenergie von mehreren
Blitzröhren wünscht, die alle mit ein und demselben Blitzlicht
kondensator verbunden sind. Die Anzahl der Blitzröhren ist dabei
unbegrenzt und die Verteilerkreise sind indentisch, unabhängig
von der eingesetzten Gesamtenergie. Die vorstehend be
schriebene Anordnung kann bei allen Blitzlichteinrichtungen
eingesetzt werden, seien sie für die Industrie, für Hobbyfo
tografen, für Modeaufnahmen oder für Porträtaufnahmen
bestimmt.
Claims (6)
1. Verfahren zum Betrieb mehrerer Blitzröhren (Ea,
Eb . . .), die in Parallelschaltung von ein und demselben
Blitzlichtkondensator (Cf) gespeist werden und sukzessive
zu leicht zeitlich versetzten Zeitpunkten (ta, tb . . .)
gezündet werden,
dadurch gekennzeichnet ,
daß zum gezielten Variieren der Energieverteilung
zwischen den Blitzröhren die mit der größten Energie zu
speisende Blitzröhre zuerst gezündet wird und daß die
Zündzeitpunkte der anderen Röhren in der Reihenfolge der
ihnen zugeordneten abnehmenden Energie folgen.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Zündzeitpunkt (ta, tb . . .) einer jeden
Blitzröhre (Ea, Eb . . .) durch Vergleichen des gespei
cherten Wertes eines Bruchteils der anfänglichen Nutzspan
nung (Ua) des Blitzlichtkondendators (Cf) und dessen
augenblicklicher Nutzspannung bestimmt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Nutzspannung (Ua, Ub) gleich der tatsächlichen
Spannung ist, vermindert um eine Restspannung.
4. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der
vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie Speicher (C5; R8a, R8b . . . R8n) für mindestens
einen Bruchteil der anfänglichen Nutzspannung des
Blitzlichtkondensators (Cf), ferner mindestens ein
Vergleichsgerät (O8a, O8b . . . O8n) zum Vergleichen dieser
gespeicherten Größe mit der augenblicklichen Nutzspannung
sowie Mittel zur Auslösung (Qa, Qb . . . Qn) der Zündung
einer jeden Blitzröhre (Ea, Eb . . . En) durch ein von
den Vergleichsgeräten (O8a, O8b . . . O8n) ausgegebenes
Signal aufweist.
5. Anordnung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Mittel zum Auslösen der Zündung soviele Zündthy
ristoren (Qa, Qb . . . Qn) wie Blitzröhren (Ea, Eb . . . En)
aufweisen, daß jeder Thyristor mit seinem Gate
mit einem Vergleichsgerät (O8a, O8b . . . O8n) verbunden
ist, daß die Vergleichsgeräte einen ihrer Eingänge mit
je einem Potentiometer (R8a, R8b . . . R8n) verbunden
haben, das einen einstellbaren Bruchteil der mittels
eines Kondensators (C5) gespeicherten anfänglichen
Nutzspannung liefert, während die anderen Eingänge aller
Vergleichsgeräte (O8a, O8b . . . O8n) mit einem Spannungs
teiler (R10, R11, R12) verbunden sind, der eine Spannung
gleich einem Bruchteil der augenblicklichen Nutzspannung
des Blitzlichtkondensators (Cf) liefert.
6. Anordnung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der mit Widerständen (R10, R11, R12) aufgebaute
Spannungsteiler ferner eine Zener-Diode (Z13) aufweist,
deren Wert der Restspannung entspricht.
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