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DE324083C - - Google Patents

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Publication number
DE324083C
DE324083C DE1913324083D DE324083DA DE324083C DE 324083 C DE324083 C DE 324083C DE 1913324083 D DE1913324083 D DE 1913324083D DE 324083D A DE324083D A DE 324083DA DE 324083 C DE324083 C DE 324083C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
column
nitrogen
pressure
air
liquid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1913324083D
Other languages
English (en)
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Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Application granted granted Critical
Publication of DE324083C publication Critical patent/DE324083C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F25REFRIGERATION OR COOLING; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS; MANUFACTURE OR STORAGE OF ICE; LIQUEFACTION SOLIDIFICATION OF GASES
    • F25JLIQUEFACTION, SOLIDIFICATION OR SEPARATION OF GASES OR GASEOUS OR LIQUEFIED GASEOUS MIXTURES BY PRESSURE AND COLD TREATMENT OR BY BRINGING THEM INTO THE SUPERCRITICAL STATE
    • F25J3/00Processes or apparatus for separating the constituents of gaseous or liquefied gaseous mixtures involving the use of liquefaction or solidification
    • F25J3/02Processes or apparatus for separating the constituents of gaseous or liquefied gaseous mixtures involving the use of liquefaction or solidification by rectification, i.e. by continuous interchange of heat and material between a vapour stream and a liquid stream
    • F25J3/04Processes or apparatus for separating the constituents of gaseous or liquefied gaseous mixtures involving the use of liquefaction or solidification by rectification, i.e. by continuous interchange of heat and material between a vapour stream and a liquid stream for air

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Separation By Low-Temperature Treatments (AREA)

Description

  • Verfahren zur Trennung atmosphärischer Luft oder anderer Gasgemische in ihre Bestandteile. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Trennung von Gasgemischen in ihre Bestandteile, welches sich insbesondere zur Trennung von atmosphärischer Luft in Sauerstoff und Stickstoff eignet.
  • Verwendet man bei diesem Verfahren beispielsweise atmosphärische Luft, so wird diese in bekannter Weise zuerst abgekühlt und gereinigt, dann in einer Kolonne in Gegenstrom mit von oben herabrieselndem flüssigen Stickstoff gebracht, in welchem sich der Sauerstoff auflöst, während der reine Stickstoff am oberen Teil des Apparates entweicht. Der Sauerstoff wird dabei aus dem absteigenden Gemisch von flüssigem Stickstoff und Sauerstoff dadurch gewonnen, daß man den als Lösungsmittel dienenden Stickstoff durch die Verflüssigungswärme von gasförmigem, in. der Kolonne zirkulierendem Stickstoff zur Verdampfung bringt. Der Sauerstoff sammelt sich in flüssigem Zustand im unteren Teil des Apparates, während der Stickstoff gasförmig nach oben steigt und dort zum Teil abgeführt, zurr Teil als Hilfsgas angesaugt, komprimiert und nach Abkühlung wieder in die Vorrichtung zurückgeführt wird, um dort von neuem unter Abgabe seiner latenten Wärme verflüssigt zu werden.
  • Die Verluste werden durch Zuführung flüssiger Luft ausgeglichen.
  • Was dieses Verfahren und die Vorrichtung, die zur Ausführung desselben dient, von diesem bekannten Verfahren und den dazu verwandten Vorrichtungen unterscheidet, ist der Umstand, daß der reine gasförmige, im oberen Teile der Vorrichtung durch einen oder mehrere Kompressoren angesaugte Stickstoff unter verschiedenen und passend gewählten Drucken in verschiedenen Höhen in den Apparat gebracht wird, und zwar an solchen Punkten, bei welchen der Stickstoff unter dem ihm jeweils gegebenen Druck sich stets vollkommen verflüssigt, obgleich die Temperatur des Mittels, in welches er eingeführt wird, je nach der chemischen Zusammensetzung des Gemisches an diesen Punkten verschieden ist.
  • Im folgenden ist ein Ausführungsbeispi e1 dieses Verfahrens in der Anwendung zur Trennung von Luft in ihre Bestandteile beschrieben. Zur Ausführung dieses Verfahrens bedient man sich der in den Zeichnungen schematisch dargestellten Vorrichtung, in welchen Fig. z einen Längsschnitt und Fig. 2 einen Grundriß zeigt.
  • In einer Kolonne a sind eine bestimmte Anzahl paralleler Böden b, welche beispielsweise mit Hauben c oder mit durchbohrten Platten, die mit Überlaufrohren d versehen sind, angeordnet.
  • Diese Böden werden zweckmäßig in drei Reihen b, b', b" von je sechs Platten beispielsweise, die mit bi, b2 : . . b,3; b'1, b'2 ... 1'g ; b"1, b"2 . . . 1"e bezeichnet sind, angeordnet.
  • Am oberen Ende der Kolonne befindet sich ein Rohr e zum Abführen der Gase, welche teilweise durch einen Kompressor f angesaugt werden, der unter zwei verschiedenen Drucken arbeitet. Der Raum zwischen dem Boden des Kompressorzylinders und dem beweglichen Kolben g und der Raum zwischen dem Kolben und der Stopfbüchse h wirken nämlich wie je ein Kompressor mit einfachem Effekt. Sie werden durch Abzweigungen e' und e" bedient. Man könnte natürlich auch zwei oder mehrere getrennte Kompressoren verwenden, aber die angegebene Vorrichtung ist einfacher.
  • Die in den unteren Teil des Zylinders gesaugten Gase werden auf einen geeigneten Druck (beispielsweise 4 bis 5 Atmosphären) komprimiert, dann in normalen Austauschern, die in der Zeichnung nicht dargestellt sind, abgekühlt und durch ein Rohr i in ein Schlangenrohr y geschickt, das in dem bei der Inbetriebsetzung mit flüssiger Luft gefüllten unteren. Teil der Kolonne angeordnet ist. Dort verflüssigen sich die einströmenden Gase, wodurch die flüssige Luft, welche die Verflüssigungsschlange benetzt, zum Sieden gebracht wird. Die Schlange setzt sich vom unteren Teil der Kolonne durch alle Böden fort, bis sie oben in ein Querstück endet, das mit einem Regelungsventil k versehen ist, welches die im Innern gebildete Flüssigkeit auf die oberste Platte entweichen läßt. Ein Ventil 1, das am Eingang der Schlange j angebracht ist, gestattet, die Einführung der Gase in diese Schlange zu regeln oder ganz abzudrosseln.
  • Ein Zweigrohr i', welches mit einem Hahn 1' versehen ist, gestattet, den Gasstrom, der von dem unteren Teil des Kompressors herkommt, ganz oder teilweise in den Teil der Schlange j zu leiten, welcher sich auf der ersten direkt über dem Boden der Kolonne liegenden Platte b1 befindet. Es können sich daher die durch den unteren Teil des Kompressors verdichteten Gase in zwei Ströme teilen, welche sich auf dem untersten Boden der Kolonne vereinigen, und nachdem sie verflüssigt. worden sind, nach dem oberen Teil der Kolonne aufsteigen.
  • Die durch den oberen Teil des Kompressors zusammengepreßte Luft teilt sich ebenfalls in zwei Ströme, welche durch die Rohre m und m' abgeführt werden, die mit den Regelungsventilen n und n' versehen sind. Einer dieser Ströme . gelangt in eine Schlange y', die, von dem ersten Boden b'1 der zweiten Plattenreihe ausgehend, bis zum oberen Teil der Kolonne parallel zur ersten angeordnet ist. Der andere Strom mündet in eine dritte Schlange j", welche sich von dem ersten Boden b" der dritten Plattenserie bis zum oberen Kolonnenende parallel zu den beiden 'ersten fortsetzt.
  • Die beiden Schlangen j' und j" enden wie j in Querstücken mit Regelungsventilen k', k". Die drei Schlangen p, j', y" schleudern also sämtlich die verflüssigten Gase, welche sie führen, auf die oberste Platte b"8.
  • Bei Inbetriebnahme füllt, wie oben bereits auseinandergesetzt ist, flüssige Luft alle Platten der Kolonne an. Diese flüssige Luft siedet in allen Platten, indem sie schnell ihren Stickstoff verliert und sich fortschreitend nach dem unteren Teil der Kolonne in eine Flüssigkeit verwandelt, die reiner .Sauerstoff ist. Ihre Dämpfe treten bei r aus. Die bei e angesaugten und dann in den drei Schlangen verflüssigten .Gase enthalten am Anfang etwa 7 Prozent Sauerstoff, denn es sind die Gase, welche sich aus der flüssigen Luft unter atmosphärischem Druck entwickeln. Aber in dem Maße, wie diese Flüssigkeit sich auf die oberste Platte ergießt, entwickeln sich neue Dämpfe, welche ärmer an Sauerstoff sind. Diese werden selbst wieder teilweise angesaugt, von neuem verflüssigt und _ auf die oberste Platte zurückgeführt und so fort in beständigem Kreislauf. Der Sauerstoffgehalt der angesaugten Gase wird so fortschreitend vermindert, um schließlich sehr schnell gleich Null zu werden. Man erhält also in' kurzer Zeit chemisch reinen Stickstoff, welcher gasförmig aus der Kolonne. heraustritt bzw. flüssig auf die erste Platte fließt.
  • Die Temperatur der Platten wechselt, wie bekannt, je nach ihrer Stellung iä der Kolonne zwischen - !82' der Temperatur des unter Atmosphärendruck siedenden flüssigen Sauerstoffs am Boden der Kolonne und - 195' der Siedetemperatur des flüssigen Stickstoffs im oberen Teil der Kolonne.
  • Die Anordnung der vier Gaszuführungen i, i', m, m' hat nun den Zweck, auf den Platten der Kolonne ebenso viele voneinander unabhängige Heizstellen zu schaffen, durch Anwendung gestaffelten Druckes für den als Heizmittel dienenden komprimierten Stickstoff.
  • Der Stickstoff muß beispielsweise einem Druck von 4,5 Atmosphären unterworfen werden, um am Boden der Kolonne, das heißt bei - 18?', in der Schlange j vollständig verflüssigt zu werden; dagegen bedarf es nur eines Druckes von 2,5 bzw. 1,2 Atmosphären, um ihn in den Schlangen j' bzw. j" zu verflüssigen. Die drei Ventile k, k', k" gestatten, den Druck und die Flüssigkeitsabgabe jeder der Schlangen j, 9' und j" getrennt zu regeln. Zur ständigen Kontrolle der Drucke dienen Manometer o, o'-, o"; ebenso können die ausströmenden Flüssigkeitsmengen jederzeit kontrolliert werden, indem man durch eine Öffnung P die drei Ausflüsse beobachtet, welche durch eine in geeigneter Weise angebrachte Glühlampe p' erleuchtet werden.
  • Ist einmal die Kolonne in regelrechtem Betrieb, so läßt man in üblicher Weise atmosphärische Luft, die in gewöhnlichen Austaüschern his in die Nähe ihres Verflüssigungspunktes abgekühlt ist, von q aus in die Kolonne eintreten, in der sie. dem Strom des reinen herabrieselnden Stickstoffs entgegen von unten nach oben durch die Platten streicht. Die Eintrittsstelle q der Luft ist ein wenig unterhalb der Mitte der Kolonne angeordnet, damit. die auf der in dieser Höhe angebrachten Platte gebildeten Gase etwa die gleiche Zusammensetzung wie die atmosphärische Luft haben.
  • Infolge der Speisung der dreiunabhängigen Entnahmestellen unter verschiedenen Drucken entsteht auf jeder Platte ein Sieden von gleicher Stärke, wenn die Regelung genau ist.
  • Die unter annähernd atmosphärischem Druck zugeführte atmosphärische Luft wird dadurch in zwei Gasströme umgewandelt, von denen der eine aus reinem Stickstoff besteht, der oben austritt, während der andere, aus reinem Sauerstoff bestehende abgeführt wird. Die Summe derselben stellt genau das in den Apparat eingeführte Luftvolumen dar.
  • Der flüssige Stickstoff, der notwendig ist, um das Wiedereintreten von Wärme infolge von Strahlungsverlusten zu kompensieren und um das Verfahren aufrechtzuerhalten, wird durch das Rohr s, das mit einem Ventil s' versehen ist, eingeführt. Wird flüssige Luft in die Kolonne eingeführt, so läßt man sie etwas tiefer in die Abteilung b' eintreten.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCH9: z. Verfahren zur Trennung atmosphärischer Luft oder anderer Gasgemische in ihre Bestandteile, bei dem gekühlte Luft dem in der durchweg beheizten Rektifikationskolonne herabrieselnden flüssigen Stickstoff entgegengeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der als Heizmittel dienende gasförmige Stickstoff unter staffelförmigem Drucke in verschiedenen Höhen in die Kolonne eingeleitet wird, wobei der Druck des Stickstoffes in den verschiedenen Teilen der Kolonne gerade so groß bemessen wird, daß bei der dort herrschenden Temperatur Verflüssigung des Stickstoffes eintritt. a. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, bestehend aus einer an sich bekannten Kolonne mit übereinander angeordneten Böden, die mit Durchbohrungen und LTberlaufröhren versehen sind, gekennzeichnet durch zwei oder mehrere für die Einführung des reinen gasförmigen, unter verschiedenen Drucken verflüssigten Stickstoffes bestimmte und mit Regelungsventilen versehene Rohrschlangen, die von verschiedenen Höhen in der Kolonne ausgehen, sich parallel im Innern der Kolonne bis zum Gipfel erstrecken und in die Flüssigkeiten, welche auf jeder Platte zurückgehalten werden, eintauchen. DERLIN GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
DE1913324083D 1912-07-02 1913-07-01 Expired DE324083C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR191309357X 1912-07-02

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE324083C true DE324083C (de) 1920-08-17

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ID=32606843

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DE1913324083D Expired DE324083C (de) 1912-07-02 1913-07-01

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FR (1) FR457031A (de)
GB (1) GB191309357A (de)

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FR457031A (fr) 1913-09-10
GB191309357A (en) 1914-04-16

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