DE3240783A1 - Moebelbauteil - Google Patents
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Description
Möbelbauteil
Beschreibung
10. Die Erfindung betrifft einen Möbelbauteil gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruches.
Bei Vollschaumstoffmöbeln ist eine unzweckmäßig große
Masse des teuren Werkstoffes.erforderlich. Wenn zur
Materialeinsparung Hohlräume vorgesehen werden, sind diese zumeist mit versteifenden statischen feilen aus Holz,
Kunststoff oder Metall ausgefüllt, die nicht nur teuer in der Herstellung sind, sondern auch individuell nach
Maß gefertigt werden müssen. Das Aufbringen der Schäumen
stoffschichten auf diese versteifenden Heile gestaltet
sich schwierig, auch wenn diese Teile eingeschäumt werden.
Bei anderen Möbelbauteilen, bei denen Schaumstoffoder andere Polster-Schichten auf einen statischen
Unterbau aufgebracht werden, sind für die Herstellung
nicht nur Fachkräfte erforderlich, sondern auch ein
unrationeller manueller Arbeitseinsatz. Häufig sind ferner bestimmte Bereiche des Unterbaus federnd auszubilden,
damit gewünschte Federungseigenschaften des Möbelbauteiles erreicht werden (Federkern),was eben-
falls teuer und arbeitsintensiv ist. Der Möbelbezug und auch die Polsterschichten werden üblicherweise
angenäht oder mit Klammern oder Stiften festgelegt, was mühsam und zeitaufwendig ist. und zudem Spezialgeg5
rate und Fachleute erforderlich macht. Allgemein ist
hervorzuheben, daß derartige in ein Möbel oder einen Möbelbauteil baulich eingegliederte Teile relativ
schwierig und deshalb teuer herzustellen und einzubauen sind, wobei hinzukommt, daß diese Teile auf den Typ oder
die Art des Möbelstückes abgestimmt ssin müssen.
Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde,
einen Möbelbauteil der eingangs genannten Art zu schaffen, der bei gleichem Aussehen und gleicher Verwendbarkeit
einfacher und preiswerter herstellbar ist, als die bekannten.
10
10
Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden
Teil des Hauptanspruchs angegebenen Merkmale
gelöst. Unabhängig von der Type und der Form des MöbelbauieLls oder eines unter Verwendung dieses Bauteils herge-
stellten Möbels, und auch unabhängig davon, ob im Möbelbauteil Werkstoff eingespart,, ein statischer Unterbau
geschaffen oder vorbestimmte !Federungseigenschaften erreicht
werden sollen, wird wenigstens eine selbsttragende Metall-Gitterhülle eingesetzt,die einfach und
preiswert herstellbar und universell an die jeweiligen
Gegebenheiten anpaßbar ist. Die Gitterhülle läßt sich praktisch in beliebiger Form, Größe und mit den'jeweils
gewünschten Eigenschaften, die auf den Verwendungszweck, die Form und die Type des Möbelbauteils bzw. des Möbels
abgestimmt sind, ausbilden und zweckmäßigerweise vorfertigen. ' ■ ■
Ein wichtiger Gedante der Erfindung geht aus Anspruch 2
hervor. Der frei bleibende Innenraum der mit der geschrumpften Folie bedeckten Gitterhülle trägt zu der gewünschten
Materialeinsparung an Polstermaterial oder Schaumstoff bei.
Alternativ oder in Kombination mit dem Prinzip der vorerwähnten Ausführungsförm ist auch eine Ausführungsform
vorteilhaft, wie sie aus Anspruch 3 hervorgeht. Hier
bildet die mit der geschrumpften Schrumpffolie bedeckte
Gitterhülle den statischen Unterbau oder eine Armierung
im Möbelbauteil oder einem unter Verwendung dieses Möbelbauteils
hergestellten Möbels. Die Gitterhülle ersetzt den bisher notwendigen, stabilen Unterbau, wobei sich
Anforderungen an die Stabilität, die Gestaltfestigkeit,
das Gewicht, und die Form gerade bei einer Gitterhülle besondere einfach erfüllen lassen.
Ein weiterer, alternativer und auch in Kombination mit den vorhergehenden Prinzipien wichtiger Gedanke ist in
Anspruch 4 enthalten. Auch die Feder-Punktion läßt sich
durch eine entsprechende Ausgestaltung der Gitterhülle utrL die Auswahl der sie bedeckenden, geschrumpften Schrumpffolie
erzielen, wobei es - wie erwähnt - ohne weiteres auch möglich ist, der Gitterhülle dann statische oder verdrängende
Aufgaben zuzuweisen.
Die Verdrängungsfunktion, die statische Punktion und die
Federung kann die Gitterhülle dann besonders gut erbringen, wenn sie gemäß Anspruch 5 ausgebildet ist. Die geschrumpfte
Folie bildet infolge der allseitigen Ver- Spannung mit der Gitterhülle einen statischen Verbund
mit dieser und erhöht auch deren Flächenelastizität. Zudem sorgt die Folie dafür, daß auch bei einer dünnen,
die Gitterhülle abdeckenden Polsterschicht oder Schaumstoffschicht
das Skelett der Gitterhülle nach außen nicht
störend zu erfühlen ist. Die Schrumpffolie kann ferner 30
dazu benutzt werden, die Polster - oder Schaumstoffschichten
an der Gitterhülle festzulegen und gestattet die Anwendung moderner Arbeitsverfahren, z.B. des Sinschäumens,
des Festklebens oder dergleichen der Bau-
komOonenten des Möbelbauteils. Es ist natürlich auch
35
möglich, die mit der Schrumpffolie bedeckte Gitterhülle
unmittelbar als Unterbau für den Möbelbauteil zu verwenden, auf den Polster- oder Schaumstoffschichten aufgelegt
oder gegen den diese Baukomponenten angelehnt werden.
Eine weitere, zweckmäßige Ausführungsform der Erfindung geht aus Anspruch 6 hervor. Dieses Herstellungsverfahren
für die Gitterhülle ist besonders preiswert einfach. Es sind praktisch alle denkbaren, geometrischen Formen für
die Gitterhülle realisierbar, wobei für ihre Verformung einfache Vorrichtungen oder Maschinen nutzbar sind. Die
Schrumpffolie ist ohnedies elastisch und paßt sich der Jeweiligen Form der Gitterhülle exakt an.
Ein weiterer, wichtiger Gedanke der Erfindung geht aus Anspruch 7 hervor. Die offenen Enden können bei dieser
Gestalt der Gitterhülle entweder frei bleiben oder auch durch die geschrumpfte Schrumpffolie verschlossen werden.
Wenn die Gitterhülle in einem Möbelbauteil enthalten ist und darin von allen denkbaren Richtungen Belastungen ausgesetzt
wird, können die offenen Enden auch so belastungsauf
nehmend ausgebildet sein, wie die anderen Oberflächenbereiche der Gitterhülle, nämlich mit Längsoc
und Querstreben.
Eine andere, preiswerte Ausführungsform der Erfindung
geht aus Anspruch 8 hervor. Hierbei ist es von Vorteil, das Gittergewebeabschnitte mit unterschiedlichen Eigenschäften
oder Materialien zu der Gitterhülle zusammengebaut werden können, die dann in unterschiedlichen Belastungsrichtungen
unterschiedliche Eigenschaften gewährleisten.
Ein weiterer, zweckmäßiger Gedanke der Erfindung ist in Anspruch 9 enthalten. Die beidseitige Bedeckung der
Gitterhüllenoberflächen iührt nicht nur zur einer be-
sonders guten Gestaltfestigkeit bzw. Flächenelastizität
dieser Oberflächen, sondern es sind dabei auch die Längsund Querstreben gegen Einflüsse von außen, z.B. Feuchtigkeit,
geschützt.
5
5
Die Flächenelastizität und auch die Gestaltfestigkeit
der Gitterhülle kann weiterhin gemäß Anspruch 10 erhöht sein. Die in federn Freiraum auf die dort doppelt
liegende Folie ausgeübten Belastungen werden unmittelbar in die angrenzenden Längs- und Querstreben eingeleitet.
Besonders zweckmäßig ist es ferner, gemäß Anspruch 11
vorzugehen. Baustahlgewebe ist in unterschiedlichen
15
Strebenstärken, Strebenabständen und Flächengewichten
handelsüblich und außerordentlich preiswert. Federstahldraht-Gittergewebe sind zwar teurer, jedoch sind sie
für bestimmte Verwendungszwecke besser brauchbar, insbesondere wenn es auf eine gute Federung ankommt. Es liegt
auf der Hand, daß auch Kombinationen aus diesen beiden iletallgittergewebearten in ein und derselben Gitterhülle
möglich sind.
Eine weitere, zweckmäßige Ausführungsform der Erfindung geht aus Anspruch 12 hervor. Bei dieser Ausbildung wird
in Eichtung von der oberen zur unteren Fläche bewußt eine Federung erzielt, so daß die Gitterhülle die
Funktion eines bisher üblichen, teuren Federkerns zu über nehmen vermag. Gleichzeitig kann sie aber auch eine
Verdrängungsfunktion ausführen und auch ein statischer Teil des Möbelbauteils bzw. eines Möbels sein. Die aufgeschrumpfte
Schrumpffolie spannt dabei die Gitterhülle sozuaagen vor, wodurch das Einfederungsverhalten
noch verbessert wird. Wenn diese Gitterhülle allseits von einer Schrumpffolie bedeckt ist, läßt sich auch die
eingeschlossene Luft zur Federung nutzen.
Um eine möglichst gleichmäßige Flächenelastizität bzw. Federung der Gitterhülle erreichen zu können, ist auch
eine Ausführungsform zweckmäßig, wie sie aus Anspruch
hervorgeht.
Wenn die Gitterhülle unterhalt) des Sitzbereiches eines Sitzmöbels oder im Liegebereich eines Liegemöbels angeordnet
ist, wird eine besonders gute Federung dann erzielt, wenn die Merkmale von Anspruch 14- gegeben sind.
Eine weitere Verbesserung des Federungskomforts eines Möbelbauteils bzw. eines unter Verwendung dieses Möbelbauteils
gebauten Möbels läßt sich gemäß Anspruch 15 erzielen. Vorteilhaft ist dabei auch, daß sich diese
zusätzlichen Schraubenfedern sehr einfach baulich in die Gitterhülß eingliedern und festlegen lassen.
Eine weitere=, zweckmäßige Ausführungsform der Erfindung
geht aus Anspruch 16 hervor. Dieser längsdurchgehende Bücksprung gestattet es der Gitterhülle, bei Belastungen
in vorbestimmter Richtung einzufedern und trotzdem eine hohe Gestaltfestigkeit beizubehalten, so daß die Gitterhülle
neben der Federung auch eine statische und gegebenenfalls
verdrängende Funktion in dem Möbelbauteil ausübt.
Wichtig ist im Zusammenhang damit auch die Maßnahme gemäß Anspruch 17, da damit der Federungskomfort für
den Möbelbauteil in dem Bereich oberhalb des Rücksprunges gezielt vorherbestimmbar ist. Wichtig ist dabei auch, daß
sich diese zusätzlichen Schraubenfedern im Bücksprung gut unterbringen und festlegen lassen.
Eine weitere, zweckmäßige Ausführungsform der Erfindung
geht aus Anspruch 18 hervor. Auch bei dieser Ausbildung
übernimmt die Gitterhülle je.nach ihrer Auslegung eine Verdrängungs-,
Bewehrungs- und/oder Federungsaufgabe im Möbelbauteil. Die Herstellung des Möbelbauteils ist besonders
einfach, da an der Oberfläche der Schrumpffolie der Schaumstoff besonders gut haftet, ohne daß die Gitterhülle
einer speziellen Vorbereitung bedürfte.Andererseits
ist auch bei unter Verwendung von Auflagen oder Zusatzteilen hergestellten Möbelbauteilen die Anbringung dieser
£eile an der Gitterhülle besonders vereinfasht. Bevor-10.
zugt werden diese Teile nämlich festgeklebt, was an der ebenen glatten und trotzdem dauerhaft kraftübertragenden
Folie besonders wirkungsvoll ist.
Ein weiterer, zweckmäßiger Gedanke geht danach aus An-1^
spruch 19 hervor. .'Mit dieser Ausschäumung des Kücksprunges
läßt sich gezielt eine bestimmte Federungseigenschaft des Xiöbelbauteils in einer bestimmten Belastungsrichtung vorherbestimmen, da der Schaumstoff innerhalb
des KückSprunges als zusätzliche Federkraft oder Federungs-
dämpfung wirksam ist.
Ein weiterer, wichtiger Gedanke ist in Anspruch 20 enthalten, Gerade bei Schaumstoffmöbeln ist es nämlich
schwierig, die Beschläge oder Standfüße so anzubringen, daß sie auch dauerhaft halten und die Belastungen einwandfrei
in den Möbelbauteil einleiten. An der Metallgitterhülle lassen sich nun diese Beschläge besonders
einfach und trotzdem haltbar anbringen, und zwar zweckmäßigerweise schon bei der Herstellung der Gitterhülle,
die dann nurmehr als vorgefertigte Baueinheit bei der Möbelherstellung verwendet wird* Dadurch vereinfachen
sich die Arbeiten bei der Herstellung des Möbelbauteils bzw. eines Möbels.
Ein weiterer, zweckmäßiger Gedanke ist in Anspruch 21
enthalten» Die einzelnen Gitterhüllen sind sozusagen bau-
kastenartig miteinander kombinierbar und miteinander verbindbar,
so daß mit einer Gitterhüllengrundform oder-Größe unterschiedlich große Möbel oder verschiedene Möbelbauteil-
typen geschaffen werden können.
5
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Eine alternative Ausführungsform wird auch durch Anspruch 22 angesprochen. Diese schrumpffolienfreie Oberfläche
kann beispielsweise an der Unterseite eines Möbelunter— teils angeordnet sein. Denkbar ist ferner, sie an einer
Seitenfläche vorzusehen, wo dieser Möbelbauteil mit einem anderen, dazu passenden baulich kombiniert wird, und wo
keine Polsterschichten notwendig sind, da der "Verbindung sbereich dann ohnedies nach außen hin nicht erkennbar
ist.
1,5
1,5
Ein weiterer, vorteilhafter Gedanke ist in Anspruch 23 enthalten. Die Gitterhülle wird demzufolge auch als Grundkörper
für Möbelbauteile verwendet, die nicht als Sitzoder Liegemöbel dienen, sondern nur mit diesen aus
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ästhetischen oder architektonischen Gründen kombiniert werden. Beispielsweise könnte zu einem französichem
Bett, das unter Verwendung der Gitterhülle als tragender Unterbau bzw. als Matratzenauflage gestaltet ist,
ein Nachtkästchen oder ein Bettkasten für das Bettzeug 25
geschaffen werden, wobei die Gitterhülle jeweils das
Skelett des Nachtkästchens bzw. des Bettkastens bildet,
das außenseitig von Kunststoff, Schaumstoff oder Polsterschichten abgedeckt wird, die im Aussehen und Bezug dem
des Bettes gleichen, wobei der Innenraum der Gitterhülle zur Unterbringung von Gegenständen nutzbar sein
kann. Solche Zusatzteile würden dann keinen eigenen Korpus benötigen, da die Gitterhülle die Form und auch
eine ausreichende Gestaltfestigkeit vorgibt.
Ein weiterer, besonders wichtiger Gedanke ist in Anspruch 24 enthalten. Die ebenen Gittergewebeabschnitte
lassen sich besonders einfach beidseitig mit aufgeschrumpften Schrumpffolien bedecken. Bei der nachfolgenden
Verformung besteht keine Gefahr, daß die Folien beschädigt werden« Wenn die offenen Bohrenden einer solchen
durch Biegen hergestellten Gitterhülle dann ebenfalls ver schlossen werden müssen, läßt sich dies durch einfaches
Aufschrumpfen einer kappenartigen Schrumpffolie bewerkstelligen.
Ein weiterer, zweckmäßiger Gedanke der Erfindung ist in
Anspruch 25 enthalten. Diese flächigen, abstehenden Bereiche
der Gitterhülle, die durch entsprechendes Biegen erzeugbar sind, übernehmen im Möbelbauteil eine tragende
oder versteifende oder formgebende Aufgabe« ·
Ein weiterer, besonders wichtiger Gedanke der Erfindung ist in Anspruch 26 hervorgehoben. Eine geschäumte oder
aus Schaumstoff bestehende Schrumpffolie ist nämlich gegen Beschädigungen widerstandsfähiger, als die üblichen,
20
glatten und verhältnismäßig dünnen Schrumpffolien.
Zudem wird bei der Gitterhülle dann der sogenannte (Drommeleffekt unterbunden, das heißt,eine Geräuscherzeugung
in den gespannten, freien Flächenbereichen der
geschrumpften Schrumpffolie. Ferner wird bei Verwendung 25
einer solchen Schrumpffolie die Haftung des auf die Gitterhülle aufgeschäumten Schaumstoffes oder der da-
-ran festgeklebten Polsterauflagen verstärk« Wenn eine
derartige Gitterhülle nur als Unterbau eines Möbelbau-3Q
teils dient, auf den Polsterauflagen, z.B. Matratzen oder Kissen nur aufgelegt werden, so ist eine derartige
Schrumpffolie sehr griffig, so daß diese Auflagen selbständig kaum verrutschen können.
Ein weiterer, zweckmäßiger Gedanke der Erfindung ist in
Anspruch27 erläutert. Bei einer perforierten Schrumpf-
^ folie kann beim Einfedern der Gitterhülle die verdrängte
Luft weitgehend geräuschlos entweichen und wird beim Ausfedern wieder angesaugt. Dies ist für bestimmte
Anwendungsfälle wünschenswert.Eine oberflächenstrukturierte
Schrumpffolie hat hingegen den Vorteil, daß die Haftung zu den umgebenden Polsterschichten verbessert
wird bzw. ein Formschluß entsteht, der Relativbewegungen erschwert.
2Q Eine weitere, zweckmäßige Ausführungsform eines Möbelbauteils
geht aus Anspruch 28 hervor. Die Schrumpffolie sichert hierbei die Lage der aufgeklebten Polsterschichten.
Alternativ oder additiv können die Polsterschichten auch durch eine weitere, äußere Schrumpffolie auf der Gitterhülle
lagegesichert und auch druckvorgespannt sein. Dies
ist auch insofern günstig, als beim Aufbauen des Möbelbauteils nicht die bisher mühsame punktweise Anheftung
der Polsterschichten erforderlich ist., sondern diese entweder durch die äußere Schrumpffolie gehalten oder an der
inneren Schrumpffolie einfach festgeklebt werden.
Ein weiterer, zweckmäßiger Gedanke geht aus Anspruch 29
hervor. Speziell Vollschäumstoffmöbel, aus Hart- oder
Weichschaumstoff, haben häufig den Nachteil eines zu geringen Gewichtes bzw. eines zu hoch liegenden Schwerpunktes,
so daß sie sehr leicht umkippen oder wegrutschen. Die Gitterhülle vermeidet dieseaNachteil und bringt durch
ihre Verdrängerfunktion in diesem Möbelbauteil oder einem unter Verwendung dieses Möbelbauteiles geschaffenen Mobels
auch den Vorteil einer definierten, tiefen Schwerpunktlage, was der Stabilität des Möbels und seinem Benutzungskomfort
zugute kommt. Der Ballastkörper kann dabei innerhalb der Gitterhülle festgelegt sein oder auch
eine Basis der Gitterhülle bilden, z.B. in Form einer Betonplatte,in
die die Gitterhülle kraftübertragend eingebettet ist.
Schließlich ist eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung auch durch Anspruch 30 erläutert, bei der ein
herkömmieher Federkern unterhalb einer Sitz- oder Liegefläche
im Möbelbauteil angeordnet ist. Die Unterbringung des Federkerns im Möbelbauteil und der Aufbau des Möbelbauteils
um den Federkern erforderte bisher viel materielle Arbeit. Erfindungsgemäß wird durch den mit
oder ohne den Polsterschichten in die Folie eingehüllten Federkern ein vorfertigbares Bauteil geschaffen, das
sich einfach verarbeiten läßt. Günstig ist ferner, daß weitere Polsterschichten oder der Möbelbezug an der Folie
durch Kleben festgelegt werden, so daß das bisher mühselige punktweise Anheften, Annähen oder Festklammern ent
fällt.
Anhand der Zeichnungen werden nachstehend Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes beschrieben.
Es zeigen:
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20
Fig. 1 ein Sitzmöbel aus mehreren Möbelbauteilen in Schrägansicht,
Fig. 2 ein Detail einer Gitterhülle, wie sie in Fig. 1 in den Möbelbauteilen vorgesehen ist, in vergrößerter
Darstellung und im Schnitt,
Fig. 3 einen Schnitt durch einen Möbelbauteil,
Fig. 4 einen Schnitt durch eine andere Ausführungsform
eines Möbelbauteiles,
Fig. 5 einen Schnitt durch eine weitere Ausführungsform
eines Möbelbauteils,
Fig. 6 einen Schnitt durch eine weitere Ausführungsform
eines Möbelbauteils,
Fig. 7 einen Schnitt durch eine weitere Ausführungsform
eines Möbelbauteils,
Fig. 8 einen Schnitt durch ein Sitzmöbel, 5
Fig. 9 einen Schnitt durch ein Liegemöbel,
Fig. 10 einen Schnitt durch eine weitere Ausführungsform eines Möbelbauteils, und
10.
Fig. 11a und 11b zwei schematische Schnittdarstellungen
weiterer Ausführungsvarianten von Gitterhüllen.
Ein Sitzmöbel 1 gemäß Fig. 1 besteht aus mehreren Möbelbauteilen,
nämlich einem Lehnenteil 2, Seitenteilen 3, und einem Sitzteil 4-. Das Sitzmöbel 1 steht auf Füßen 5.
In den Möbelbauteilen sind - strichliert angedeutet selbsttragende
Metall-Gitterhüllen 6a, 6b und 6c ent-' halten, deren Aufbau im Detail aus Fig. 2 erkennbar ist.
Diese Gitterhüllen dienen sowohl als Verdrängungskörper, die durch ihren freien Innenraum Material einsparen, als
auch als die gewünschte Gestaltfestigkeit erbringende
Bewehrungen für die Möbelbauteile. Die Gitterhüllß 6a im
Möbelbauteil 4 erbringt zusätzlich eine Funktion ähnlich
einem Federkern, das heißt sie stützt die Polsterung der Sitzfläche ab und federt unter einer Belastung ein.
Auh die Gitterhülle 6c könnte zumindest im oberen Bereich
des Lehnenbauteiles 2 federnd ausgebildet sein.
Die einzelnen Gitterhüllen 6a, 6b, 6c sind in angedeuteten
Befestigungsstellen 7 miteinander verbunden, so daß sie
für sich alleine betrachtet einen statischen und tragfühigen Unterbau für das Sitzmöbel 1 bilden.
13-
Anhand der Fig. 2 wird der Aufbau der Gitterhülle 6b im
Detail erläutert. Die Gitterhülle 6b besteht beispielsweise aus einem Gittergewebeabschnitt mit Längs- und
Querstreben 8, 9/die in Kreuzungspunkten 10 miteinander
verbunden sind. Ein derartiges Gittergewebe ist beispielsweise
handelsübliches Baustahlgewebe. Ferner könnten die Längs- und Querstreben 8, 9 auch aus Federstahldraht
bestehen. Zur Herstellung der Gitterhülle 6b ist ein in der Größe vorherbestimmter Gittergewebeabschnitt
in flächiger Form beidseitig mit jeweils einer geschrumpften Schrumpffolie 11, 12 bedeckt, die in den
!Freiflächen innerhalb der Längs- und Querstreben 8, 9 in
den Bereichen 13 miteinander verschweißt oder verklebt
oder auf sonstige Weise verbunden .sind. Die Schrumpf-
folien 11, 12 schmiegen sich eng an die Längs- und Querstreben 8, 9 an und bilden mit den Längs- und Querstreben
8, 9 einen tragfähigen Verbund. Nach dem Bedecken des Gittergewebeabschnittes ist dieser gebogen
worden, so daß die Gitterhülle 6b entstanden ist, die
eine im Querschnitt rechteckige oder quadratische, rohrartige Gestalt mit offenen Enden hat. Über diese offenen
Enden kann dann jeweils eine kappenartige, nicht dargestellte weitere Schrumpffolie geschrumpft sein, die
z.B. mit der äußeren Schrumpffolie 11 verklebt oder ver-
schweißt ist, so daß die Gitterhülle 6b allseits geschlossen ist. Wenn dies erforderlich sein sollte, um
z.B. die Gitterhülle 6b sehr gestaltfest auszubilden, könnten die offenen Enden auch durch Gittergewebeflächen
abgedeckt sein.
Anstelle der in Fig. 1 dargestellten, drei Gitterhüllen 6a und 6b für den Sitzteil 4 und die Seitenteile 3
könnte auch eine einstückige Gitterhülle durch Biegen og eines ebenen Gittergewebeabschnittes verwendet werden,
wobei diese Gitterhülle dann in einem Zug gebogen sein könnte. Zweckmäßigerweise sind aber einfache quader— oder
würfelförmige Gitterhüllen zu komplizierteren Baumformen,
z.B. dem Möbelunterbau gemäß Fig. 1, zusammengesetzt, da hierfür wenige wahlweise kombinierbare Gitterhüllen-Grundgrößen
ausreichen, deren Herstellung und Lagerhaltung einfächer
ist und die außerordentlich universell miteinander kombinierbar sind.
Des Sitzmöbel Λ könnte auch einstückig aus Hartschaum, z.B.
Styropor, geformt sein, wobei wiederum die einzelnen Gitterhüllen eine Verdrängungs^-bzw^ Versteifungsfunktion
erfüllten.
In Fig. 3 ist ein Möbelbauteil, z.B. der Lehnenteil 2 von Fig. 1, in einem Schnitt erkennbar. Die Gitterhülle 6c ist
in einer sie allseits umgebenden Schaumstoff- oder Polster
materialschicht 14- eingehüllt* Beispielsweise ist diese
Schaumstoffschicht 14 auf die Außenseite der Gitterhülle
6c aufgeschäumt oder besteht aus formgeschnittenen Schaumstoff teilen, die aufgeklebt Tiiid miteinander verklebt
sind. Die Gitterhülle 6c dient hier als Verdrängungskörper,
der durch seinen leeren Innenraum Material einspart. Zusätzlich kann hierbei die Gitterhülle 6c die Gestaltfestigkeit des Möbelbauteiles 2 erhöhen,
was z.B. bei Verwendung von Schaumstoff wichtig ist, der für sich allein keine ausreichende Gestaltfestigkeit
hatte. Bei Hartschaum ist diese Funktion der
Gitterhülle 6c vernachlässigbar, da Hartschaum ohnedies
gestaltfest ist. Allerdings ist bei solchen Möbelbauteilen, die unter Verwendung von Hartschaum hergestellt
sind, deren zu geringes Gewicht oft von Nachteil . Unter hauptsächlicher Verwendung von Hartschaumstoff hergestellte
Möbel neigen zum Umkippen bzw. leichten Verrutschen. Die Gitterhülle 6c erhöht hierbei wünschenswert
__ das Gewicht des Möbelbauteiles und damit des unter Ver-
Wendung dieses Möbelbauteiles hergestellten Möbels.
Pig. 4 zeigt in einem Schnitt, wie der Sitzteil 4 in
Fig. 1 im Detail aufgebaut ist. Die Gitterhülle 6a hat hier neben einer Verdrängungsfunktion zusätzlich auch die
Aufgabe, dem Sitzteil 4 eine bestimmte Federung zu verleihen, was insbesondere von Bedeutung ist, wenn die
Gitterhülle 6a mit Schaumstoff 14 umgeben oder in diesen eingeschäumt ist, da der Schaumstoff in der Sitzfläche
nicht nur federn, sondern auch durchgängen würde. Die
Gitterhülle 6a besitzt an ihren beiden Seitenflächen Rücksprünge 15, die in den Bereichen 16 mit Schaumstoff
ausgefüllt sind. Diese Rücksprünge 15 führen, insbesondere
wenn die Gitterhülle 6a zumindest im Bereich dieser Seitenflächen aus einem Federstahldrahtgewebe besteht,
zu dem gewünschten Einfedern unter einer Belastung in !Richtung eines Pfeiles 18. Die Gitterhülle 6a wirkt hier
wie ein herkömmlicher Federkern. Die Rücksprünge 15 lassen
das Einfedern in Richtung des Pfeiles 18 zu, wobei der Schaumstoff in den Bereichen 16 eine zusätzliche und
wünschenswerte Dämpfung bzw'. Einstellung des Federverhaltens gewährleistet bzw. ermöglicht. Wenn die Gitterhülle 6a aus einem grazilen Stahldrahtgittergewebe gebogen
ist, kann zusätzlich im Innenraum ein Zusatzteil 1? mittragend eingesetzt sein, das zweckmäßigerweise
ebenfalls aus einem Metallgittergewebeabschnitt gebogen ist, z.B. zick-zack-förmig oder mäanderförmig. Zweckmäßigerweise
wird die Gitterhülle 6a so in den Bauteil 4 eingegliedert, daß das in der Zeichenebene gemäß Fig.
liegende, offene Ende im Sitzteil 4 gemäß Fig. 1 vorne
liegt. Vie erwähnt, ist die Gitterhülle 6a mit der ge-30-
schrumpften Schrumpffolie bedeckt, an der der Schaumstoff
14 besonders gut anhaftet. Das offene Ende der Gitterhülle 6a kann - falls erforderlich - auch durch eins aufgeschrumpfte
Schrumpffolie verschlossen sein. Die
die Gitterhülle 6a umgebende Polsterschicht 14 kann ent-35
weder direkt aufgeschäumter Kunststoff-Schäumstoff sein,
wie auch konfektionierte Schaumstoffabschnitte, die aufgeklebt
sind, oder übliche Polsterschichten, die an der Schrumpffolie festgeklebt sind.
5
5
Fig. 5 zeigt eine Ausführungsvariante eines Möberbauteiles
4-', der als Sitzteil für das Sitzmöbel von Fig. 1
oder für einen Hocker oder für ein Liegemöbel verwendbar ist. Die Gitterhülle 6 hat hier nicht nur eine Verdrangungsfunktion
zur Materialeinsparung, da sie außenseitig bis auf die Unterseite nur von dünnen Schaumstoffschichten
14- eingehüllt ist, die unmittelbar auf der
Schrumpffolie der Gitterhülle 6a aufgeschäumt sein können, sondern sie wirkt infolge der Kücksprünge 15 mi* der Ausschäumung
in den Bereichen 16 auch einfedernd und bildet zugleich den statischen Unterbau für den Möbelbauteil 4·1,
der diesen Gestaltfestigkeit und Standfestigkeit verleiht.
Bei dieser Ausführungsform ist die Unterseite der Gitterhülle 6a ohne eine abdeckende Polsterungs- oder
Schaumstoffschicht ausgebildet. Es könnte gegebenenfalls
auch diese Unterseite ohne aufgeschrumpfte Schrumpffolien 11, 12 bleiben, so daß der Innenraum nach außen offen
ist. Dann kann gegebenefalls eine St off abdeckung 20 über
die öffnung gespannt sein. An der Gitterhülle 6a sind
Füße 21 oder Beschläge zum Festlegen der Füße angebracht.
Die Beschläge 21 könnten auch als Yerbindungsbeschlage
ausgebildet sein, so daß ein Möbelbauteil 41 mit einem
dazu passenden, anderen verbunden und kombiniert werden
kann.
30
30
Im Inneren der Gitterhülle 6a ist strichliert wiederum
ein Zusatzteil 1? mittragend angeordnet, das die Federeigenschaften
des Möbelbauteiles 41 verbessert. Anstelle
oder zusätzlich zu einem oder mehreren solcher Zusatz-SB
teile können auch Spiral- oder Schraubenfedern im Innenraum der Gitterhülle 6 vorgesehen sein.
Aus Pig. 6 ist im Schnitt ein weiterer Möbelbauteil 4"
erkennbar, dessen statischen, gestaltgebenden Innenaufbau eine Gitterhülle 6'a bildet, die ä&seits in eine
Polster- oder Schaumstoffschicht eingehüllt ist. Die Gitterhülle 6*a weist eine gerade Bückwand 23 auf, so daß
die Gitterhülle und der Möbelbauteil in diesem Bereich wenig einfedera. Die andere, vordere Wand besitzt wiederum
einen Rücksprung 15, der mit Schaumstoff ausgefüllt ist, so daß dor Möbelbauteil hier federt. An der Unterseite
der Gitterhülle 6'a sind Beschläge 24 von vornherein befestigt,
die die Püße oder andere Beschläge 21 tragen, mit denen der Möbelbauteil auf dem Untergrund steht. Bei
einer Belastung in Richtung eines Pfeiles 26 ist der
Möbelbauteil 4" verhältnismäßig steif, während er bei Belastungen in Biehtung eines Pfeiles 25 nachgiebig ist.
Der Möbelbauteil 41 könnte beispielsweise eine Couch oder
ein Diwan bzw. ein Sitzelement sein, wobei die Vorderseite V im Bereich des Bücksprunges liegt. Die Gitterhülle
6'a erfüllt hier sowohl eine verdrängende als auch eine Gestaltfestigkeit verleihende als auch eine federnde
!funktion.
In Fig. 7 ist eine alternative Ausführungsform eines
Möbelbauteils 27 erkennbar, der ohne polsternde oder einhülende Schichten auf Füßen 21 steht und aus einer
Gitterhülle 6a besteht, die mit den Schrumpffolien 11, bedeckt ist. Die linke und die rechte Vertikalseite des
im Grundzug quaderfÖrmigen Möbelbauteils 2? weist jeweils
einen Bücksprung 15 auf, in denen in Längsrichtung mehrere Schraubenfedern 28 sitzen. Der Möbelbauteil 27
ist in sich gestaltfest und zudem federnd. Er könnte gegebenenfalls
auch mit Zusatzteilen 17 oder innenliegenden Schraubenfedern 22 ausgestattet sein. Der Möbelbauteil
27 kann mit aufgelegten oder aufgeklebten Pölsterungs-35
oder Schaumstoffschichten versehen werden, falls dies notwendig ist. Er könnte auch mit gleichartigen oder
ι ähnlichen dazupassenden Möbelbaut eilen verbunden werden,
z.B. um eine größere Auflagefläche für ein© Matraze oder
Polsterschichten zu bilden.
In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, daß die
Gitterhülle 6a nicht zwingend an beiden Seiten mit einer
geschrumpften Schrumpffolie bedeckt zu sein braucht, sondern gegebenenfalls nur außen oder nur innen. Der Kicksprung könnte auch eine von der gezeigten Form abweichende Form haben, z.B. eine U-förmig gekrümmte
Biegung oder einen zick-zack-förmigen Verlauf· Der Höbelbauteil 27 bildet in dieser Ausführung sozusagen einen
gestaltfesten und trotzdem federnden Federkern, der zusätzlich bei Einbringung in ein Möbel auch eine verdrängende Funktion auszuüben vermag.
In Fig. 8 ist im Schnitt ein Sitz- oder Liegemöbel 1'
gezeigt, das einen statischen, verdrängenden und gleichzeitig bereichsweise federnden Unterbau aus zwei Gitter-
"■"■"
hüllen 6a und 6c enthält, die in Befestigungsstellen 33
und 32 miteinander verbunden sind. Sie Gitterhülle 6a
weist die bereits erläuterten Bücksprünge 15 auf, von
denen der vorne !Legende im Bereich 16 mit Schaumstoff
ausgefüllt ist. Die Gitterhülle 6c hat die Form eines
rechteckigen Rohres mit geringen Federeigenschaften·
Die Unterseite des Unterteils aus den beiden Gitterhüllen
6a und 6c ist unbelegt, während die weiteren Oberflächen
mit Schaumstoff oder Polsterschichten 14- abgedeckt sind.
Die Polsterung kann aus formgeschäumten oder geschnittenen Schaumstoff platten hergestellt sein, die zum Beispiel im
Bereich einer Folie 31 miteinander verbunden sind oder
stumpf aufeinander stoßen und in den anderen Bereichen
an den Schrumpffolien der Gitterhüllen 6a, 6c festgeklebt oder auf andere Weise angehaftet sind. Der Möbel
bauteil 1' konnte auch ein Sitzelement sein, das be-
liebig mit anderen Sitzelementen zusammensetzbar oder
verbindbar ist, wobei dann zweckmäßigerweise die Seitenflächen jedes einzelnen Sitzelementes ohne Polsterung sind,
da daß dort die freien Seitenflächen der Gitterhüllen miteinander verbunden werden können, z.B. um aus Sitzelementen
eine Couch oder Eckcouch zu formen. Der Unterbau dieser Eckcouch besteht demzufolge dann aus Mehreren,
gegebenenfalls gleichartigen, Gitterhüllen, wobei zwei Grundgrößen der Gitterhüllen, z.B. 6a und 6c, ausreichen.
in Pig. 9 ist ein sogenanntes französisches Bett 34 im
Schnitt dargestellt, wobei erkennbar ist, daß der tragende Unterbau dieser im wesentlichen aus Schaumstoff bestehenden
Möbelkonstruktion eine Gitterhülle 35 von länglicher,kastenartiger Gestalt ist. Die Gitterhülle
enthält mehrere Zusatzteile 17 oder auch Schraubenfedern 22, so daß sie eine gewünschte Flächenelastizität und
Federung hat. An der Unterseite der Gitterhülle 35 sind wiederum Beschläge oder Füße 21 angebracht, die hier in
den Schaumstoff 14 eingebettet sind, der die Gitterhülle
35 allseits umschließt.
Ferner ist strichliert angedeutet, daß an der Kastenform
der Gitterhülle 35 flächige Bereiche 36 und 37 ausgeformt
sind, z.B. durch entsprechendes Biegen oder nachträgliches
Befestigen, die versteifende oder formgebende Einlagen im Κορί-und Fußteil 39 bzw. 38 des Möbels 34
bilden und vollständig in das Kopf- bzw. Fußteil 38, eingegliedert sind. Gegebenenfalls sind die Enden dieser
so Bereiche 37, 36 zu kastenartigen Profilen 40 verformt,
die eine gute Biegefestigkeit erbringen und dem Schaumstoff guten Halt bieten.
Die Gitterhülle 35 kann ohne Schwierigkeiten so ausgelegt werden, daß sie ähnliche Federungseigenschaften
erbringt, wie eine herkömmliche Matratze, dabei aber
dem Möbel 34 die geforderte Gestaltfestigkeit verleibt. Der Benutzer würde dann unmittelbar auf der Oberseite
der Liegefläche zwischen dem Kopfteil und dem Fußteil 38, 39 liegen. Wenn hingegen die Gitterhülle 35 mit einer
etwas höheren Steifigkeit ausgelegt wird, kann in diese Mulde auch eine Matratze 41 eingelegt werden.
Die Gitterhülle 35 könnte ferner, falls sie aus Federstahldraht-Gittergewebe
und Schrumpffolien-Abdeckung besteht, als Matratzen-Federkera Verwendung finden, und
zwar anstelle des bisher üblichen Matratzenfederkerns.
Sie könnte ferner sowohl als Yerdrängerkörper als auch
als gestaltgebender und federnder Unterbau in einer
Schaumstoffmatratze enthalten sein, wo sie zweckmäßiger-, weise vollständig eingeschäumt ware.
Derartige Gitterhüllen können ferner als tragender Unterbau für andere Möbelteile oder Möbelzubehörteile verwendet werden, z.B. Nachttische, Bettkästen, Hocker,
Schränkchen oder dergleichen. Pur ein Nachttischehen
wird beispielsweise die Gitterhülle an wenigstens einer Seite ohne abdeckende Schrumpffolie ausgeführt und außenseitig
mit Polsterschichten oder Dekorschichten belegt,
wobei die offene Seite ,auch mit einer Türe verschlossen
25
werden kann, so daß Zugriff zum Inneren des Nachttischchens
möglich ist.
In Fig. 10 ist im Schnitt ein Möbelbauteil B erkennbar,
der als vorfertigbares Zwischenprodukt bei der Her-
stellung von Möbeln verwendbar ist. Der Möbelbauteil B ist zum Einsetzen in ein Sitzmöbel 42 bestimmt, wo
er den Sitzteil 43 bildet. Er enthält einen üblichen
Federkern F, der auf einem Stützrahmen 44 aufliegt und
innenliegende Schraubenfedern 45 enthält, die an der Unterseite eines oberen Stützrahmens 46
befestigt sind. Der Stützrahmen 46 wird von einer zähelastischen Kappe 47 abgedeckt, auf der polsternde
Schichten 48, 49, z.B. Schaumstoffschichten, aufgebracht sind. Diese vorbeschriebenen Komponenten sind in einer
geschrumpften Schrumpffolie 50 enthalten, die den Federkern F auf seinem Rahmen 44 und auch die Kappe und die
Polsterschichten 47, 48, 49 lagesichert. An der Innenseite
der Schrumpffolie 50 kann ein Klebstoffauftrag 51,
z.B. ein Heißschmelzklabes vorgesehen sein, der eine Verbindung
zwischen der Folie 50 und der oberen Polsberschieht
49 herstellt, z.B. beim Aufschrumpfen der Folie unter
. Wärmeeinwirkung. Auf der Oberseite der Folie liegt eine
Gleitschicht 52, z.B. Vlieseline, die außenseitig
schließlich vom eigentlichen Möbelbezug 53 abgedeckt 15
wird. Für eine gute Lagesicherung der Gleitschicht 52
ist gegebenenfalls die Folie 50 oberflächenstrukturiert
(Noppung 5^). Eine derartige Qberflächenstrukturierung
könnte auch an der Innenseite der Folie 50 vorgesehen
sein. Zwischen den Polfefc erschiebt en 48, 49 und der Kappe
20
47 ist ebenfalls ein Klebstoff oder Haftmittelauftrag
55 bzw. 56 erkennbar, der aber nicht zwingend notwendig
ist. Die Folie 50 ist gegebenenfalls zumindest an der Unterseite perforiert (Durchgänge 57) so daß beim Einfedem
des Federkern die verdrängte Luft ausströmen kann und dann wieder nachgesaugt wird. Der Höbelbezug 53
kann besonders haltbar an der Folie 50 festgeklebt sein, z.B. bei 58, so daß bei diesem Möbelbauteil B jegliches
Nageln, Fähen oder Festklammern der einzelnen Komponenten entbehrlich ist.
Bei allen vorgeschriebenen Gitterhüllen ü die Schrumpffolie
entweder eine übliche, glatte und dünne Kunststoffolie
oder auch, was für diesen Anwendungszweck besonders vorteilhaft ist, eine aufgeschäumte Schrumpffolie bzw. eine aus Schaumstoff hergestellte Schrumpffolie.
Diese Folie, die auch für die Folie 50 Verwendung finden kann, hat hinsichtlich ihrer Griffigkeit und der
Vermeidung des sogenannten Trommeleffektes, der zu unangenehmer
Geräuschentwicklung führt, Vorteile gegenüber einer glatten Folie. Sie ist zudem verletzungsunanfälliger
und läßt ein besonders gutes Festkleben bzw. Anhaften der umgebenden oder eingeschlossenen Polsterschichten zu.
Bei dem Möbelbauteil B könnte bei einfacheren Ausführungen die Gleitschicht 52 entfallen und der Möbelbezug
53 unmittelbar auf der Oberfläche der Folie 50, die dann zwecknäßigerweise ein© Schäumstoff-Schrumpffolie ist,
aufliegen.
In den Fig. 11a und 11b sind Gitterhüllen 59 und 61 im
Schnitt schematisch dargestellt, die speziell für leichte Schaumstoff- oder Hartschäumstoff-Möbel bestimmt sind.
Derartige Möbel haben nämlich häufig den Nachteil eines zu geringen Gewichtes bzw. eines zu hoch liegenden Schwerpunktes, so daß sie leicht üMkippen bzw:, verrutschen.
Die Gitterhüllen 59 und 61 werden in solche Möbel baulich
eingegliedert, damit zum einen Material gespart wird und zum anderen eine bestimmte Gestaltfestigkeit
trotz der Materialersparnis gewährleistet werden kann. Die Gitterhülle 59 hat die Form eines U-förmigen Troges
mit schräg einwärts geneigten Seitenwänden und ist in eine Ballastplatte 60, z.B. eine Betonplatte, baulich integriert,
z.B. eingebettet. Die Ballastplatte 60 führt zu einem tiefliegenden Schwerpunkt bzw. einer verbesserten Kippoder
Rutschfestigkeit des mit der Gitterhülle 59 ausgestatteten Möbelbauteils bzw. Möbels. Eine einfachere Ausführungsform
ist die Gitterhülle 61, bei der das Ballastgewicht 62 mit Befestigungselementen 63 an der Unterseite
der Gitterhülle 61 festgelegt ist. Auch hier erbringt die Ballastplatte eine Verbesserung der Standfestigkeit,
Kippsicherheit und der Rutscheigenschaften eines Möbels bzw. Möbelbauteils.
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Claims (1)
- GRÜNECKER. KINKELDEY, STOCKMAIR & PARTNER5 Frau Angelika Kirchner-Carl Waldstrasse 16 8644- PressigPATENTANWÄLTEMTENT ATTORNEYSA. GRÜNECKER, txt wo DR H. KINKECOEr, of«-··« OR W. STOCKMAIR. an.-* DR K. SCHUMANN, η« P. Ή. JAKOB. o*t ~α DR β BEZOLD. ο»ί<ο<ιμ W. MEISTER. [>»>.«<i H. HILGERS. ο*, »ο OR H. MEYER-PLATH. Ot80OO MÜNCHEN 22 MAXIMUMSTRASSE *3PH20 Möbelbauteil2 5 Pat ent ansprach ew. 138230 (Ι.) Möbelbauteil, insbesondere für Sitz- oder Liegemöbel, dadurch gekennzeichnet , daß der Möbelbauteil (1, 2, 3, 4, 4«, 4", 27, 29, 30, 34, 42, 43, B) wenigstens eine selbsttragende Metall-Gitterhülle (6a, 6'a, 6b, 6c, 35, 59, 61) enthält oder aus ihr besteht,35 deren Oberflächen mit einer geschrumpften Schrumpffolie (11, 12) bedeckt sind.2. Möbelbauteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die mit der Schrumpffolie bedeckte Gitterhülle (6b, 6c) einen Verdrängungskörper innerhalb des aus Schaumstoff oder Polsterschichten (14-) aufgebauten Möbel- bzw. Möbelbauteils bildet.3. Möbelbauteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mit der Schrumpffolie bedeckte Gitterhülle (6'a, 6a, 6c, 35, 59» ^O den oder einen statischen, tragenden Teil des Möbelkorpus bzw. - Unterbaus bildet.4. Möbelbauteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die mit der Schrumpffolie bedeckte Gitterhülle (6a, 6'a, 35) zumindest Bereichsweise federnd ausgebildet ist und einen Sitz-, Liege- oder Matrazenfederkern bildet.5. Möbelbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da-durch gekennzeichnet , daß die geschrumpfte Schrumpffolie (12, 11) die Gitterhülle allseitig umhüllt.6. Möbelbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet , daß die Gitterhülleaus einem Gittergewebeabschnitt mit miteinander verbundenen, geraden Längs- und Querstreben (8, 9) durch Biegen hergestellt ist.7. Möbelbauteil nach Anspruch 6, dadurch g e k e η η zeichnet , daß der Gittergewebeabschnitt zu rohrartiger Geaalt mit offenen Enden gebogen ist.8. Möbelbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet , daß die Gitter-hülle aus mehreren Gittergewebeabschnitten zusammengesetzt ist.9- Möbelbauteil nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet , daß die Oberflächen der Gitterhülle innen- und außenseitig mit einer geschrumpftenSchrumpffolie (11, 12) bedeckt sind. 510. Möbelbauteil nach Anspruch 9* dadurch gekennzeichnet , daß in den Freiräumen (13) zwischen den Längs- und Querstreben (8, 9) die innenseitige Folie (12) mit der außenseitigen Folie (11) verschweißt bzw. verbunden ist.11. Möbelbauteil nach wenigstens einem der Ansprüche bis 10, dadurch gekennzeichnet , daß die Gitterbülle aus einem Baustahlgewebe oder aus einemFederstahldraht-Gittergewebe hergestellt ist.12. Möbelbauteil nach wenigstens einem der Ansprüche bis 11, dadurch gekennzeichnet , daß dieGitterhülle eine annähernd kastenförmige Gestalt be-20sitzt, und daß eine obere Fläche und eine untere Fläche der Gitterhülle durch von einem geraden Verlauf abweichend gebogene, einfedernde Gittergewebeabschnitte oder Gitterstreben verbunden sind.13» Möbelbauteil nach den Ansprüchen Λ% 4 und 12, dadurch gekennzeichnet , daß zusätzlich im Innenraum der Gitterhülle gebogene Einzelstreben oder Gittergewebeabschnitte (17) angeordnet sind.14. Möbelbauteil nach Anspruch 13, dadurch g e k e η η zeichnet , daß im Innenraum der Gitterhülle U-, zick-zack- oder mäanderförmig gebogene Einzelstreben oder Gittergewebeabschnitte (1?) angeordnet sind.15· Möbelbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet , daß im Inneren der Gitterhülle (6a) zwischen der oberen Fläche und der unteren Fläche zusätzliche Schraubenfedern (22) angeordnet sind.16. Möbelbauteil nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet , daß wenigstens eine Seitenfläche über die Gitterhüllenlänge -wenigstens einen längsdurchgehenden Rücksprung (15) aufweist.Möbelbauteil nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet , daß in dem Rücksprung(15) zusätzlichSchraubenfedern (28) eingesetzt sind. 1518. Möbelbauteil nach den Ansprüchen 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet , daß die mit der geschrumpften Folie bedeckte Gitterhüllß zumindest teilweise in Kunststoff weich- oder -Hartschaum eingeschäumt oder mit auf-geklebten oder aufgelegten polster-formgeschäumten oder konfektionierten Kunststoff-Schaumstoff-Auflagen belegt ist.19· Möbelbauteil nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet , daß der Kücksprung(i5) ebenfalls mit Weichschaumstoff ausgefüllt, vorzugsweise ausgeschäumt, ist.or. 20. Möbelbauteil nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet , daß an der Gitterhülle Beschläge (21, 24, 32), z.B. für Standfüße, Verbindungsteile, Anbauteile oder dergleichen, angebracht bzw. anbringbar sind.21. Möbelbauteil nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet , daß mehrereGitterhüllen (6a, 6b, 6c; 6a, 6c) miteinander verbunden sind.und einen statischen und/oder federnden und/oder verdrängenden Unterbau für den Möbelbauteil bzw. dasMöbel bilden.
522. Möbelbauteil nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Gitterhülle (6a) wenigstens eine 'schrumpffolienfreie Oberfläche (19) aufweist, die gegebenenfalls mit einer Bespannung,- Verblendung oder starren Abdeckung (20) versehen ist.23ο Möbelbauteil nach wenigstens einem der Ansprüche1 bis 22, dadurch gekenn ze ichnet, daß 15die Gitterhülle einen statischen Grundkörper für Möbelzubehörteile wie Nachttische, Ablagekörper, Einfassungen, Beleuchtungseinheiten, Bettkästen, Wäschekästen oder dergleichen, bildet, die in Form und Aussehen dem Sitz- oderLiegemöbel bzw. Möbelbauteil gleichen. ZO24. Möbelbauteil nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß die in flächiger S1Orm mit den aufgeschrumpften Schrumpffolien bedeckten Gittergewebeabschnitte zu den Gitterhüllen verformt sind.25« Möbelbauteil nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Gitterhülle (35) zusätzlich flächige und abstehende Bereiche (37ϊ 36) mit aussteifender bzw. formgebender Funktion im Möbelbauteil aufweist.26. Möbelbauteil nach den vorhergehenden Ansprüchen, gekennzeichnet durch eine geschäumte oder aus Schaumstoff bestehende Schrumpffolie.27· Möbelbauteil nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 26, gekennzeichnet durch eine perforierte,(Löcher 57) oder oberflächenstrukturierte (Strukturierung 54) Schrumpffolie (5D).28. Möbelbauteil nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 27, dadurch gekennzeichnet , daß auf der mit der geschrumpften Schrumpffolie bedeckten Gitterhülle Polsterschichten aufgeklebt oder durch eine außenliegende, geschrumpfte Schrumpffolie lagegesichert sind.29- Möbelbauteil nach einem der Ansprüche Λ bis 28, dadurch gekennzeichnet , daß in die Gitterhülle (59» 61-) ein Ballast körper (60 ? 63)baulich eingegliedert ist.30. Möbelbauteil nach einem der Ansprüche Ί bis 28, dadurch gekennzeichnet , daß ein herkömmlicher Federkern (3?) mit seinem Stützrahmen (44) und gegebenenfalls mit abdeckenden Polsterschichten(48, 49) von einer geschrumpften Schrumpffolie (50) eingehüllt ist.
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