DE324018C - Hughes- oder aehnliche Drucktelegraphenvorrichtung - Google Patents
Hughes- oder aehnliche DrucktelegraphenvorrichtungInfo
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- H04L—TRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
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Description
Bekanntlich kann eine Gegensprechvorrichtung mit Hughesdruckapparaten, wofür im
allgemeinen an beiden Enden der Telegraphenleitung zwei Apparate erforderlich sind, auch
derart angeordnet werden, daß man an jedem Ende der Leitung nur einen Apparat notwendig
hat.
Zu diesem Zwecke sind die Teile des Apparates auf die beiden Funktionen Geben und
ίο Empfangen verteilt, nämlich für das Geben:
Tastenbrett (Klaviatur), Schlitten, Stiftbüchse, Kontakthebel und Kontakte; für das Empfangen
: Elektromagnet, Organe für die Druckvorrichtung und der metallische Teil des Gestells
der Vorrichtung.
Die Erfindung besteht in einer Vorrichtung zur beliebigen Umwandlung der gewöhnlichen
Betriebsweise ein es Hughesapparates ohne Gegensprechen aber mit Kontrollschrift in diejenige
mit Gegensprechen jedoch ohne Kontrollschrift. Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der neuen Einrichtung dargestellt.
Wie Fig. ι zeigt, ist der Kontakthebel i wie
bei den Apparaten mit mechanischer Auslösung mittels eines Stückes Ebonit elektrisch
in zwei Teile geteilt, weil der Sendestrom jetzt nicht mehr durch den metallischen Teil
des Gestelles der Vorrichtung und des Elektromagnetsystems gehen darf.
Bei der Schaltung ist gemäß der Erfindung die bekannte Brückenschaltung (Fig. 2) beibehalten,
während die Nebenapparate auf einem besonderen ■ Tische des Gehilfen angebracht
sind (Fig. 3).
Die Kontrollschrift fällt, wie bekannt, beim Geben fort. :
Die bekannten Hughesapparate mit mechanischer Auslösung können für diese Schaltung
ohne weiteres verwendet werden, da bei diesen die Kontakthebel bereits, in zwei voneinander
isolierte Teile geteilt sind und daher mir die
Schaltung geändert zu werden braucht.
Das Gegensprechschaltbrett ist vermittels eines vierfachen Kabels mit dem Hughesapparat
verbunden, der eine Klinke hat, worin der vierfache Stöpsel des Kabels eingesteckt wird.
Das Schaltbrett braucht keine Klinke, da das Kabel fest mit dem Schaltbrett verbunden ist.
Die Einrichtung kann in dreifacher Weise gebraucht werden, und zwar:
a) Vereinfachter Mehrfachgebrauch,
b) Einfachgebrauch mit Beibehaltung des Schaltbrettes,
c) Normaler Einfachgebrauch ohne Schaltbrett. Der Stromlauf in den Fällen a, b und c
bei der gemäß dieser Erfindung abgeänderten Schaltung geht aus Fig. 1 hervor, wie folgt:
. a) Vereinfachte Gegensprech-Hughesvorrich-■tung
als Mehrfachvorrichtung gebraucht; die Linie, Batterie und Erdungsdrähte verbunden,
wie Fig. ι zeigt; der Griff kommutator steht auf Dx. Der Stromlauf ist folgender:
beim Geben: Batterie, B, wc, i, 1, 2, g, c,
von c ausgehend kann der Strom zwei Wege wählen, nämlich den einen über W1, 10, 11 nach
der Leitung und den anderen über. W2, 14,
Regulierwiderstand R, 12 nach der Erde. Der Weg von 11 bis 14 über die Magnetspule BB'
wird jetzt gemäß dem. Brückenprinzip nicht gebraucht. Die Empfangsorgane der Vorrichtung
arbeiten also nicht mit beim Geben;
. beim Empfangen: Leitung, 11, von hier wieder
. beim Empfangen: Leitung, 11, von hier wieder
zwei Wege, von welchen nur einer beim Empfangen Interesse hat, nämlich über das Galvanometer
G, 13, 4, 3, L, W, k', k, III, II, BB',
I, IV, M, 5, 6, 15, 16, 14 (von diesem Funkt
aus gibt es wieder zwei Wege zur Erde), nämlich 14, Regulierwiderstand R, 12, Erde und
14, w%, c, g, 2, i, Mc, E, 7, 8, 17, 18, Widerstand
BWy 12, Erde, und wenn zugleich Signale
gegeben werden» also Kontakthebel i gehoben ist von i, wc, i, B, Batterie, Erde.
Es ist klar," daß in diesem Fall der Sendestrom,
die Empfangsorgane der Einrichtung nicht beeinflußt und durch die Linie hindurch
nach dem Empfangsende fließt, während der Empfangsstrom zum Teil durch den Empfangselektromagnet fließt, und die Ernpfangsorgane
in Tätigkeit setzt.
b) Der vereinfachte Gegensprech-Hughesapparat als Einfachvorrichtung gebraucht unter
Beibehaltung des Schaltbrettes. Der Griffkommutator wird auf Sx eingestellt und der
Stöpsel c herausgenommen. Der Stromlauf ist nun folgender:
beim Geben: Batterie, B, wc, i, 1, 2, g, 15, 6,
5, M, IV, I, BB', II, III, %, V, W, L, 3, 4, 13,
χι, Leitung;
beim Empfangen: Leitung, ir, 13, 4, 3, L, W,
k', KIII, II, BB', I, IV, M, 5, 6,15, g, 2, 1, i,
Mc, E, 7, 8, 17, 19, 12, Erde. Der Strom fließt
also beim Geben und beim Empfangen wie : bei der normalen Hughesvorrichtung durch
das metallische Gestell und den Elektromagneten des Apparates.
c) Einfachgebrauch ohne Schaltbrett. Die Verbindungen werden jetzt wie beim .
normalen Hughesapparat hergestellt. Dazu ; wird der vierfache Stöpsel des mit dem Schaltbrett
verbundenen Kabels aus der Klinke des Hughesapparates genommen, und dann die
Leiter, die im zweiten und dritten Loch der Klinke am Apparat enden (Fig. 1 und 5) kurzgeschlossen (z. B. mit Doppelstöpsel und Schnur).
Die beiden anderen Leiter (7 und 3) bleiben isoliert. Die beiden Teile des Kontakthebels
werden vermittels dieser Verbindung wieder elektrisch verbunden und eine normale Hughesvorrichtung
ist wieder hergestellt worden.
Die vereinfachte Gegensprechschaltung gemäß der Erfindung bietet folgende .Vorteile:
A) Raumersparnis.
Außer der bekannten Ersparnis an Apparaten bietet die. Schaltung gemäß Fig. 3 den
großen Vorteil der Raumersparnis, was besonders für große Telegraphenämter wichtig ist.
Die verschiedenen Teile des Gegensprechschalttisches sind nämlich auf einem zu ver- ,
stellenden Brett montiert, das vermittels des t vierfachen Kabels mit dem Hughesapparat
verbunden und auf dem Tische des Gehilfen untergebracht ist.
Die vereinfachte Gegensprechschaltung nimmt daher nicht mehr Platz ein als ein normaler
Hughesapparat.
B) Vereinfachte Regulierung des Systems. Diese wird durch den Beamten selbst zu-
; stände gebracht, da dieser infolge des Platzes, den das Schaltbrett auf dem Tische des Gehilfen
einnimmt, den Regulierwiderstand bequem erreichen und zugleich das Galvanometer i- beobachten kann. Das Abgleichen findet statt,
i nachdem die zusammenarbeitenden Beamten i ihre Apparate in bekannter Weise in bezug
j auf Geschwindigkeit und Empfindlichkeit regu- : liert haben.
Sie stellen dazu den Umschalter auf Dx I und arbeiten weiter mit Gegensprechschaltung.
I Das Abgleichen findet statt, gleichgültig, ob I der Apparat geöffnet oder geschlossen ist, in-
; dem man den Kontakthebel hin und her bewegt und gleichzeitig den Widerstand R so
lange ändert, bis sich die Galvanometernadel vollständig in Ruhe befindet. I Der eine der Beamten hält während des
Abgleichens des anderen Beamten den Stromwender des Hughesapparates in der entgegen-I
gesetzten Richtung, damit der Anker des Elektromagneten nicht abgeschlagen wird. In
: letztem Falle würde der Totalwiderstand für i den hineinkommenden Strom eine Änderung
erleiden. Wenn beide "fertig sind, so stellen : sie den Stromwender wieder in die Anfangsläge
und fangen an, Berichte zu wechseln. Diese Regulierungsweise hat den Vorteil, daß sie
am Apparat selbst vorgenommen werden und auch während der Arbeit stattfinden kann. Wenn
der Beamte nur einen Augenblick einhält, benutzt man diese Gelegenheit zum Abgleichen,
indem man die Blanktaste drückt und die Galvanometernadel dazu beobachtet.
C) Abwechselnd Einfach- und Mehrfacharbeiten ohne Zeitverlust und mit wenigen
Handgriffen.
Dies ist besonders wichtig für diejenigen Telegraphenverbindungen, bei denen die Größe
des Verkehrs im allgemeinen die Einführung des Gegensprechbetriebes nicht notwendig macht, ·
aber wo doch schon während einiger stark besetzten Stunden eine Anhäufung von Telegrammen
vorkommt. So oft nun diese Anhäufung und die damit verbundene Verzöge- n0
rung droht, schaltet man zeitlich »mehrfach«, ' arbeitet den Vorrat Telegramme auf und
schaltet dann wieder »einfach«. Auf diese Weise wird jedesmal einer drohenden Verzöge- .
rung zuvorgekommen, ohne daß man eine etwa vorhandene Leitung mit den nötigen Vorrichtungen in Betrieb zu setzen braucht.
Für die Vermittlang der Koäetelegranrme
und chiffrierten Regierungstelegramme kann auch zeitlich einfach umgeschaltet werden,
damit man die Kontrollschrift während dieser wichtigen Vermittlungen nicht zu entbehren
brauclit. Sobald diese Telegramme vermittelt und kontrolliert sind, schaltet man. wieder
mehrfach.
D) Störung des elektrischen Gleichgewichten wird rascher entdeckt.
Infolge des Platzes des Schaltbrettes bemerkt der Beamte eine Störung des elektrischen
Gleichgewichtes sogleich; auch die Ord-. nung unter dem Personal wird ebenfalls dadurch
erhöht.
In Fig. 3 ist links die Anordnung für den Normal-Mehrfachbetrieb, rechts die für den
Vereinfachten Mehrfachbetrieb gezeichnet; es bedeuten: O — Beamter, (Tj) = Gehilfe, H =
Hughesapparat, P = Tisch des Gehilfen, DT — Schalttisch, DP — Schaltbrett auf dem Tische
des Gehilfen.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:i. Hughes- oder ähnliche Drucktelegraphenvorrichtung, gekennzeichnet durch eine Umschaltvorrichtung, mit Hilfe deren vom bedienenden Beamten nach Belieben gewechselt werden kann zwischen der gewöhnlichen Einfachtelegraphie, bei der der von der gebenden Vorrichtung abgehende Drahtbericht auch auf dem Papierstreifen dieser Vorrichtung erscheint, und der Gegensprechtelegraphie, bei der in an sich bekannter Weise Geber und Empfänger desselben Drucktelegraphen getrennt und selbständig arbeiten, derart, daß ein abgesandtes Telegramm nicht auf dem Papierstreifen der gebenden Vorrichtung erscheint, wohl aber der Drahtbericht, der von dem anderen Ende der Leitung im Telegraphenamt einläuft.
- 2. Hughes- oder ähnliche Drucktelegraphenvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß außer den gewöhnlichen nach außen führenden Kontakten (Fig. i, E, L, W, B) noch weitere vier nach außen führende Kontakte in einer Klinke angebracht sind (Fig. 1, 7, 5, ι und 3), die mittels eines vierfachen Kabels und zugehöriger Stöpsel mit dem den Umschalter nebst Zubehör tragenden Schaltbrett verbunden werden kann, und daß von den genannten Kontakten der erste (7) mit der Erdklemme (E) des Hughesapparates, der zweite (5) mit dem metallischen Gestell, der dritte (i) mit dem isolierten Teile des in bekannter Weise geteilten Kontakthebels und der vierte (3) mit der Leitungsklemme (Z,) elektrisch verbunden ist, während alle übrigen elektrischen Verbindungen der Hughestelegrapbenvorrichtung unverändert bleiben, außer derjenigen, die vom Isolierstücke (Sa) des Kontakthebels aufgehoben worden sind, und daß die Verbindungen im Umschalter so getroffen sind, daß durch einfaches Umlegen des Umschalters auf dem Schaltbrett vom Mehrfach- auf Einfachbetrieb und umgekehrt umgeschaltet werden kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE324018T | 1919-04-04 |
Publications (1)
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|---|---|
| DE324018C true DE324018C (de) | 1920-08-12 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1919324018D Expired DE324018C (de) | 1919-04-04 | 1919-04-04 | Hughes- oder aehnliche Drucktelegraphenvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE324018C (de) |
-
1919
- 1919-04-04 DE DE1919324018D patent/DE324018C/de not_active Expired
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