DE3240084A1 - Elektronische schlagwerksuhrenschaltung und verfahren zum frequenzgenauen gewinnen vorgegebener toene durch digitale frequenzteilung - Google Patents
Elektronische schlagwerksuhrenschaltung und verfahren zum frequenzgenauen gewinnen vorgegebener toene durch digitale frequenzteilungInfo
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Description
FP 645 Z1
Fg/Pa ~S"
EUROSIL GMBH, D-8057 Eching
Elektronische Schlagwerksuhrenschaltung und
Verfahren zum frequenzgenauen Gewinnen vorgegebener Töne durch digitale Frequenzteilung
(Zusatzanmeldung zur Patentanmeldung P 32 19 731.4)
Die Erfindung betrifft eine elektronische Schlagwerksuhrenschaltung gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 sowie ein
Verfahren zum frequenzgenauen. Gewinnen vorgegebener Töne durch digitale Frequenzteilung gemäß dem Oberbegriff des
Anspruches 8.
Bekanntlich lassen sich aus einer vorgegebenen Frequenz mittels
digitaler Frequenzteiler nicht belieb'iige Ausgangsfrequenzen gewinnen, weil bei der digitalen Frequenzteilung primär
ganzzahlige Divisoren wirksam sind. Im Beitrag von
D. Gössel "Digitale Erzeugung musikalischer Tonintervalle"
(Seiten 184 bis 190 des Buches PHILIPS, UNSERE1-FORSCHUNG IN
DEUTSCHLAND; 1964) ist dargestellt, wie hinderlich diese Einschränkung ist, wenn, durch eine Folge von Tönen einer
Oktave, eine Melodie dargestellt werden soll. Um hinreichend viele Einzeltöne in hinreichend genauer Grundfrequenz-Relation
zueinander aus einer einzigen Taktfrequenz über digitale Frequenzteiler zu gewinnen wird dort vorgeschlagen,die
Eingangs-Taktfrequenz und demzufolge auch die Anzahl der einzelnen Teilerstufen so weit heraufzusetzen, daß die Frequenzabweichungen
zwischen den einzelnen sich dabei ergebenden Tönen der Oktave in Hinblick auf den vorgesehenen Einsatzfall
gerade noch vertretbar bleiben. Andererseits ergibt sich aus denselben dortigen Darlegungen, daß hinsichtlich
einzelner Töne bei vertretbarem SchaItungsaufwand doch ganz
beträchtliche Frequenzabweichungen unumgänglich sind.Das mag für den dortigen Anwendungsfall (Referenztongerät für
das Stimmen von Tasten-Musikinstrumenten) hinnehmbar sein; wenn jedoch die dort erzielbaren Töne zu (Mehrton-)Klängen
gemischt werden sollen, deren Aufeinanderfolge ihrerseits eine Melodie ergeben soll, kommt es zu einzelnen Dissonanzen
mit dem Ergebnis nicht mehr hinnehmbarer Abweichungen
vom gewünschten Klangeindruck.
10
10
Diese Problematik wiegt desto schwerer, als bei einer Schaltungsrealisierung
für niedrige Betriebsspannung in CMOS-Technologie aus physikalischen Gründen einer Frequenzerhöhung
seitens der Eingangs-Taktfrequenz vergleichsweise enge
^5 Grenzen gesetzt sind. Ferner wird aus technologischen Gründen
die Substratfläche durch Frequenzteilerschaltungen verglichen mit der Ausbildung von logischen Gatterschaltungen
- überproportional belegt, weshalb eine starke Erhöhung der Eingangs-Taktfrequenz bei vorgegebener Fläche eines integrierten
Schaltkreises nicht ohne weiteres möglich ist.
In Erkenntnis dieser Zusammenhänge und Probleme liegt der
Erfindung die Aufgabe zugrunde, die gattungsgemäße Schaltung bzw. das gattungsgemäße Verfahren dahingehend weiterzubilden,
daß ohne großen schaltungstechnischen Mehraufwand eine praktisch beliebig gute Annäherung an eine bestimmte,
vorgegebene Ausgangsfrequenz möglich ist; und das sogar
auch dann noch, wenn die Eingangs-Taktfrequenz kein Vielfaches der gewünschten Ausgangsfrequenz darstellt, welches
mittels einfacher digitaler Teilerschaltungen darstellbar ist.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß im wesentlichen dadurch
gelöst, daß bei der Schaltung gemäß dem Oberbegriff des An-Spruches 1 bzw. bei dem Verfahren gemäß dem Oberbegriff des
Anspruches 8 zusätzlich die im jeweiligen kennzeichnenden Teil angegebenen Maßnahmen getroffen werden.
- BAD ORIGfMAL
Das Wesen der Erfindung liegt also insbesondere darin, die
Erzeugung der Ausgangsfrequenz durch sukzessiven Abruf abgespeicherter
digitalisierter Amplitudenwerte, einer vorgegebenen Schwingungsform dadurch geringfügig zu modifizieren
(in der Grundschwingungs-Frequenz also geringfügig zu erhöhen oder zu erniedrigen), daß die Zyklen der schrittweisen
Speicher-Auslesung ohne Eingriff in diese Speicherorganisation - also bei beibehaltener Auflösung des Schwingungsverlaufes über der Zeit - geringfügig zeitlich gedehnt oder
gestaucht werden; indem beim zyklischen Auslesen jeweils die Fortschaltung von einem bestimmten Speicherplatz auf
den ihm nachfolgenden geringfügig positiv oder negativ verzögert (also verzögert oder beschleunigt) wird. Das·ist
insbesondere dadurch realisierbar, daß vor dem Adressenzähler
für die zyklische Speicheradressierung (also Auslesung) ein umsteuerbares Verzögerungsglied eingesetzt wird, das
für bestimmte Grundtöne (die bei exakter digitaler Frequenzteilung
eine zu große Frequenzabweichung von der Sollfrequenz aufweisen wurden) die Speicher-Weiterschaltung im beschriebenen
Sinne beeinflusst. Diese (positiv oder negativ wirkende) "Verzögerungs"-Beeinflussung an bestimmten Stellen
(Adressen) der Speicherauslesung ist dabei, im Rahmen dieser Zusatzerfindung, dahingehend zu verstehen, daß sie
nicht etwa nur bei einem einzigen Speicherauslesezyklus wirksam gemacht wird, sondern an der jeweiligen Adresse
bei jedem Zyklus der Folge,und die Schwingung des aktuellen Grundtones liefert. Die für diese Beeinflussungen in
Betracht gezogenen Speicherplätze sind vorzugsweise diejenigen, an denen geringe Unterschiede der quantisierten Amplitudenwertfolge
über der Zeit vorliegen; so daß durch diesen Frequenzkorrektureingriff keine hörbaren, störenden
Amplitudensprünge auftreten. Für welche Ton-Grundfrequenzen solche Eingriffe erforderlich sind, ergibt sich aus der
Sollfrequenz in Relation zur schaltungstechnisch vorgege-
...4 BAD ORIGINAL
benen Eingangs-Taktfrequenz und zum ebenfalls schaltungstechnisch
vorgegebenen Frequenzteiler, ist also schon bei der Abspeicherung der Tonfrequenz-Information durch zusätzliche
Informationseinspeicherung gleich mit berücksichtigbar. ...
Die Funktion eines solchen umsteuerbaren Verzögerungsgliedes wiederum lässt sich schaltungstechnisch besonders elegant
durch derartigen Eingriff in die Frequenzteiler-Funktion des Zählpulsfolgegebers - der also durch digitale Frequenzteilung aus der Eingangs-Taktfrequenz die Zählfrequenz
für den Adressenzähler gewinnt - realisieren, daß die Fortschaltung des Adressenzählers bei jeweiligem Erreichen einer
indizierten Speicheradresse des zyklisch auszulesenden Amplitudenspeichers beeinflusst (also verzögert oder beschleunigt)
wird. Bei einer Frequenzteilung auf Basis einer Impulszählung, wie sie für große und veränderliche Teilerfaktoren
(Divisoren) üblicherweise bevorzugt wird, genügt für die Realisierung der Wirkung des Verzögerungsgliedes
ein entsprechender Eingriffen die Zähler-Abfrage; etwa
durch Modifikation des Ansprechverhaltens eines Vorgabe-Abfrage-Komparators,
in dem Sinne, daß sein Ansprechaugenblick um einen Zählschritt (also auf Erscheinen des vorigen
aber nächsten Eingangs-Taktimpulses) verändert wird.
Größere, sowohl verzögernde wie beschleunigende, Eingriffe in die Adressen-Fortschaltung während des Amplitudenspeicher-Auslesezyklus
lassen sich dagegen einfacher dadurch realisieren, daß (bei Freigabe aus dem Amplitudenspeicher)
vorübergehend die Tonfrequenz-Information modifiziert wird, indem dem entsprechenden Zahlenwert ein Korrekturwert hinzuaddiert
oder abgezogen wird.
Im Ergebnis kommt es durch alle diese Maßnahmen also während
jedes Speicherabfragezyklus zu einer vorübergehenden
Umschaltung des wirksamen digitalen Teilerverhältnisses mit
dem Ergebnis, daß die Abfragezyklen ohne sonstige Beeinflussung
geringfügig gestreckt oder gestaucht und die Grundfrequenz des aus dem Speicher rückgewonnen Amplitudenverlaufes
dementsprechend auf einen Wert korrigiert wird, der kein ganzzahliges Teilerverhältnis zur Eingangs-Taktfrequenz
darstellt.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich
aus nachstehender Beschreibung von in der Zeichnung unter Beschränkung auf das Wesentliche mittels Blockschaltbildern
vereinfacht dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispielen zur erfindungsgemäßen Lösung. Bezugnehmend auf die
Gesamtdarstellung in der einzigen Zeichenungs-Figur der. Hauptanmeldung zeigt:
Fig. 1 Zwischen dem Adressenzähler und seinem Zählpulsfolgegeber
die Einschaltung eines der erläuterten umsteuerbaren VerzÖgerungsglieder für die zyklische
lokale Beeinflussung der Speicher-Auslesung,
Fig. 2 ein einfaches Funktionsbeispiel für ein solches
Verzögerungsglied mit einem entsprechend angepass- ■- ten Zählpulsfolgegeber und
Fig. 3 ein weitergebildetes Ausführungsbeispiel für ein solches Verzögerungsglied, nun unter Beibehaltung
des ursprünglichen Zählpulsfol^gebers gemäß z.B. Fig. 1.
■ .
Zum periodischen Auslesen von Amplitudenspeichern 4 durch aufeinanderfolgende Ansteuerung ihrer Speicheradressen 5
mittels Adressenzählern 22 liefern, wie in der Hauptanmeldung beschrieben, Zählpulsfolgegeber 23 Zählpulsfolgen. Deren
Pulsfolgefrequenzen bestimmen, im Verhältnis zum Zähl-
... 6 BAD ORIGINAL
-h-
unfang des Adressenzählers 22, die aufeinanderfolgenden AuS-leseperioden
der Amplitudenspeicher 4, und somit die Grundfrequenzen der darin digitalisiert abgespeicherten Amplitudenverläufe
von Klängen aus Grund- und Oberwellen nach deren Rückgewinnung durch Digital-Analog-Wandlung vor einer Audioschaltung
2. Jene Zählpulsfolge wird durch Impulsfrequenzteilung aus der höherfrequenten Taktfrequenz aus einem Taktgeber
20 gewonnen. Der aktuelle Teilerfaktor (Divisor), und damit die momentane Grundfrequenz des aus dem Amplitudenspeicher
4 ausgelesenen Tonsignales, ist aus einem Melodienspeicher 24 nach Maßgabe eines eingespeicherten Klangfolgeprogrammes
(Melodie) vorgegeben, um diese Melodie, nach der elektroakustisehen Umwandlung in der Audioschaltung 2, hörbar
abzustrahlen.
Ausgehend von einer vorgegebenen Taktfrequenz ist durch die digitale Frequenzteilung innerhalb des Zählpulsfolgegebers
nicht ein beliebiger Bruchteil jener Taktfrequenz als Zählpulsfolgefrequenz
für den Adressenzähler 22 erzielbar.
-
Eine für die Gegebenheiten der Praxis realistische Taktfre-
quenz beträgt beispielsweise 2 =131 072 Hz für einen Amplitudenspeicher 4 mit über η = 64 Speicheradressen 5 nacheinander
abrufbaren, digitalisiert abgespeicherten Amplitudenwerten.
Wenn die Grundfrequenz der ausgelesenen, und für die Audioschaltung 2 in ein kontinuierliches Signal rückzuwandelnden,
Amplitudenwertfolge dem Noten-Ton "h" = 246,70 Hz entsprechen soll, ergibt die Ansteuerung des Adressenzählers22
mit einer im Zählpulsfolgegeber 23 durch den Wert 7 geteilten Taktfrequenz eine Grundfrequenz von 292,57 Hz; eine Division
der Taktfrequenz durch 9 ergäbe eine Ausgabe-Grundfrequenz von 227,56 Hz. Bei der vorgegebenen Taktfrequenz wäre
für den exakten Ton "h" eine Division durch 8,3 erforderlich.
Diese Division ist aber mittels digitaler Teiler nicht möglich, und die Division durch den Wert 8 ergäbe schon
--.; - -BADORlGiNAL
256,00 Hz. Der Ton "h" ist unter den vorgegebenen Randbedingungen
also günstigenfalls mit dieser Abweichung von + 3,77 % Genauigkeit erzielbar. Entsprechende Ungenauigkeiten
ergeben sich bei Ableitung anderer Töne aus der gegebenen Taktfrequenz mittels anderer ganzzeiliger Teilungsfaktoren. Eine Überlagerung von Klängen mit derartigen Frequenzabweichungen
ihrer Grundfrequenzen von den Sollfrequenzen erbringt jedoch Dissonanzen und keinesfalls den anzustrebenden
Klangcharakter.
Bei gleicher Taktfrequenz wären zwar günstigere Ergebnisse
erzielbar, wenn pro Grundperiode eine geringere Anzahl an Amplitudenwerten digitalisiert abgespeichert wäre, der Adressenumfang
η also verringert würde. Das würde aber auf-rgrund
des Shannon-Abtasttheorems die Ordnungszahl der im Amplitudenverlauf erfassten Qberwellen zu stark in Hinblick
auf den gewünschten natürlichen Klangcharakter reduzieren.
Um dennoch mit vertretbarem Taktgeber- und Teileraufwand
eine wesentlich genauere Annäherung an vorgegebene Frequenzen,
insbesondere an gemäß ausgewählten Tönen vorgegebene Grundfrequenzen zu erzielen, ist der Ansteuerung des Adressenzählers
22 ein umsteuerbares Verzögerungsglied 130 vorgeschaltet; das je Speicherauslesezyklus für eine oder mehrere
der Speicheradressen 6 (n) eine (positive oder negative)
Verzögerung der Fortschaltung auf die nächstfolgende Speicheradresse 5 (n + 1) durch Verkürzung oder Verlängerung
des momentanen Zählimpulses oder der Zählimpulspause und dementsprechend eine Stauchung oder Dehnung der aufeinanderfolgenden
Auslesezykluszeiten bewirkt. Denn es wird dann in jedem Zyklus das Durchlaufen des fest vorgegebenen
Adressenumfanges η geringfügig zeitlich gestaucht oder gedehnt;
trotz des schaltungstechnisch beibehaltenen digitalen
Teilerverhältnisses im Zählpulsfolgegeber 23 entspricht das einer geringen Variation des wirksamen Teilerverhältnisses,
also einer geringfügigen Verringerung bzw. Erhöhung der Grundfrequenz.
BAD ORIGIWAL *"8
Durch Vorgabe definierter Umsteuerungen eines derart wirkenden Verzögerungsgliedes 130 für die jeweiligen, aus dem Melodienspeicher
24 gerade vorgegebenen Töne lässt sich somit trotz nur grober Annäherung des schaltungstechnischen Teilerverhältnisses
die gewünschte Ausgangs-Grundfrequenz bei. der Speicherauslesung praktisch fast beliebig gut annähern.
Es ist hierfür lediglich der Melodienspeicher 24 für jeden der aufeinander auszulesenden Töne zusätzlich mit einer Verzögerungsinformation
131 (nach Maßgabe der gegebenen Taktfrequenz und der Auslegung des Zählpulsfolgegebers 23) auszustatten,
nämlich über Anzahl und/oder Wert der Fortschalt-Verzögerungen
pro Zyklus.
Jene vorübergehende Variationen der Zählpulsfolgefrequenz
während jeweils eines Melodienspeicher-Auslesezyklus sind zweckmäßigerweise über diesen Auslesezyklus, also über den
Umfang η der Speicheradressen 5 verteilt, um keine Auswirkungen auf den akustischen Amplitudeneindruck nach der Digital-Analog-Wandlung
hervorzurufen. Aus diesem Grunde erfolgt jener Eingriff in die Zählpulsfolge zweckmäßigerweise auch möglichst nur dann, wenn der im Amplitudenspeicher
4 digitalisiert abgespeicherte Amplitudenverlauf einen geringen Gradienten, also geringe Amplitudenwert-Schwankungen
von einer (n) zur nächstfolgenden (n + 1) Adresse 5 aufweist. Im in Fig. 1 dargestellten prinzipiellen Realisierungsbeispiel
ist hierfür jedes der η adresssierbaren Bytes (also eine jede der η Adressen 5) mit wenigstens einer
zusätzlichen Speicherzelle ausgestattet, in der (dargestellt durch ein "x") als Verteilungsinformation 133
abgespeichert ist, welche Amplitudenwerte der abgespeicherten Amplitudeiiwertfolge sich aufgrund geringen Gradientens
für einen Frequenzkorrektur-Eingrj.ff in die Zählpulsfolge
für den Adressenzähler 22 besonders eignen. Innerhalb des Verzögerungsgliedes 130 ist symbolisch durch
eine Torstufe 132' berücksichtigt, daß - falls für den mo-
24008
-ß '
mentan aufgerufenen Grundton im Melodienspeicher 24 eine
positive oder negative Verzögerung information 131 enthalten
ist - nur bei Erreichen bestimmter (n) der Speicheradressen 5 die Verzögerung oder Beschleunigung des Weiter-Schaltens
auf die nächste (n + 1) der Speicheradressen 5 erfolgen kann.
Untersuchungen haben gezeigt, daß es für die Belange der
Praxis in der Regel schon reicht, während eines Teiles jedes
Amplitudenspeicher-Auslesezyklus den im Zählpulsfolgegeber 23 vom Melodienspeicher 24 momentan vorgegebenen,
wirksamen digitalen Teilerfaktor um den Wert Eins zu erhöhen
oder zu erniedrigen. So erbringt für die beim obigen Berechnungsbeispiel vorausgesetzten Randbedingungen (Taktfrequenz
: 131 072 Hz; Umfang des Amplitudenspeichers 4 : Bytes, also η = 64 beim Zähler 22 für die sukzessive Ansteuerung
der Speicheradressen 5) ein wirksamer Teilerfaktor von 8 während 45 Adressenschritten und ein wirksamer
Teilerfaktor von 9 während der verbleibenden 19 Adressenschritte eine Ausgangs-Grundfrequenz von 246,84 Hz und damit
nur noch die in der Praxis vernachlässigbare Abweichung von 0,05 % von der Sollfrequenz 246,7 Hz entsprechend dem
^. Ton "h". Die Wirkung des umsteuerbaren Verzögerungsgliedes
130 ist also durch eine vorübergehende Erhöhung des Teilerfaktors um den Wert Eins realisiert. Die Verzögerungsinformation
131 besteht dann einfach aus einer Zahl, die angibt, wie viele Adressen verzögert weiterschalten sollen,
um im Ergebnis die Grundfrequenz des Klanges etwas abzusenken. Ein diesbezügliches Ausführungsbeispiel ist in Fig.2
dargestellt. Der Zählpulsfolgegeber 123 ist im wesentlichen wie der Zählpulsfolgegeber 23 nach der Hauptanmeldung aufgebaut;
jedoch mit der Besonderheit, daß ein Komparator 125 vorgesehen ist, der auch bei Überschreiten des vorgegebenen
Wertes (B) durch die Zahlenfolge (A) noch ein Signal ausgibt, nämlich an einem Verzögerungsausgang 134.
...10 BAD ORIGINAL
-yi-
-A-
Beim normalen, unbeeinflussten Betrieb zur Ansteuerung des Adressenzählers 22 mit Zählpulsen ist im in Fig. 2 dargestellten
Realisierungsbeispiel ein dem Komparator-Ausgang 135 nachgeschaltetes UND-Glied 136 über einen Umschalter
137 freigegeben, so daß bei der Koinzidenzbedingung (A = E) das UND-Glied 136, durchschaltet und damit über ein ODER-Glied
138 ein Rücksetzpuls auf den Zähler 26 sowie ein Zähl puls -auf den Adresszähler 22 geliefert werden. Wenn jedoch
für die momentan gewünschte Grundfrequenz - also für die mo mentanen Amplitudenspeicher-Auslesezyklen - zur geringfügigen
Frequenzabsenkung eine Feinkorrektur des im Zählpulsfol
gegeber 123 vorgegebenen Teilerverhältnisses erforderlich ist, liefert der Melodienspeicher 24 außer der Frequenzinformation
(Vorgabewert B) eine Verzögerungsinformation 131 zum Setzen eines RückwärtsZählers 139. Dieser wird bei Erreichen
jeder Speicheradresse 5 im Amplitudenspeicher 4 vom Adressenzähler 22 um einen Schritt zurückgesetzt, unter der
eine Verteilungsinformation 133 an eine Torschaltung 132 ge liefert wird. Über die Torstufe 132' wird der Umschalter
137 auf den wirksamen Teilerfaktor B + 1 gesetzt, wenn die
Verteilungsinformation 133 ansteht und der Rückwärtszähler 139 noch nicht auf Null zurückgezählt wurde. Daraus folgt
ein Sperren des UND-Gliedes 136 während der entsprechenden
Speicheradressen 5. Das ODER-Glied 138 schaltet in diesen Fällen erst bei A
> B und somit erst nach einem weiteren Takt der höherfrequenten Taktpulsfolge aus der Taktquelle
20 durch, nämlich nun angesteuert vom Verzögerungsausgang 134 des !Comparators 125.
Wenn bei größerer Variationsbreite der Verzögerungs-Eingriff in beiden Richtungen möglich sein soll, kann gemäß
Fig. 3 das Verzögerungsglied 130u einen über einen Torsteuereingang
132" vorübergehend freigebbaren Addierer 140 (vor dem Komparator-Eingang für die momentane Grundfrequenzvorgabe
B) aufweisen. Die vom Melodienspeicher 24 zum
BAD ORIGiMAL '
jeweiligen Ton gelieferte Verzögerungsinformation 131 weist
dann auch eine binärverschlüsselte Mehrbit-Information Über die Größe der Teil endschaltung (_+ v) auf; mit der Folge,
daß der Komparator 25 im Zuge jedes Auslesezyklus vorübergehend
auf einen ganz anderen Vergleichswert (B' = B + v) umschaltet, also das resultierende Teilerverhältnis im Zählpulsfolgegeber
223 für die Folge der AmpIitudenspeieher-Auslesezyklen
nun periodisch stärker(für stärkere Dehnung oder
Stauchung der resultierenden Zyklusdauern)verändert wird.
10
Das ist in Fig. 3 für den Fall skizziert, daß diese betragsmäßig
größere Teilerumschaltung bei jeder im Amplitudenspeicher
4 enthaltenen Verteilungsinformation 133 eintreten soll
Sollen die Verteilungsinformationen 133 unabhängig von auf-
'5 tretenden Zyklusfrequenzen sein, dann ist - insoweit entsprechend
den Gegebenheiten nach Fig. 2 - die Verzögerungsinformation 131 mit der Anzahl der Adressen 5 zu versehen,
bei welchen eine Teilerbeeinflussung auftreten soll; und diese Anzahl ist wieder in einen Zähler zu übergeben, nach
dessen Zählende im momentanen Zyklus keine Addition + ν
mehr wirksam wird. <
BAD ORIGIMAL
FF 643 Z1
Fg/Pa
Fg/Pa
Bezugszeichenliste
2 Audiοschaltung
4 Amplitudenspeicher
5 Speicheradressen von 4 (1...n)
20 Taktgeber (für 23-22) ' ■
22 Adressenzähler (für Adressierung von 5/4) 23,123 Zählpulsfolgegeber (zwischen 20 und 22)
24 Melodienspeicher (zur Steuerung von 23, 123) 25,125 Komparator (in 23, 123; zwischen 24 und 26)
26 Zähler (in 23, 123; hinter 20)
130 umsteuerbares Verzögerungsglied (vor 22)
131 Verzögerungsinformation (bei 24)
132 Torschaltung (vor 139); 132' Torstufe (für 133)
133 Verteilungsinformation (bei 4)
134 Verzögerungsausgang (von 125)
135 Komparatorausgang (von 125)
136 UND-Glied
137 Umschalter
138 ODER-Glied
139 Rückwärtszähler
140 Addierer (in 130" zwischen 24 und 23/25)
Claims (12)
- FP 643 Ζ1
Fg/PaPatentansprücheElektronische Schlagwerksuhrenschaltung; mit einer zeitgesteuerten Signalsteuerschaltung für eine speicherprogrammierte Klangerzeugungsschaltung mit Amplitudenspeicher (4), in dem eine Folge diskreter Amplitudenwerte einer Periode eines Schwingungsgemisches aus Grundwelle und Oberwellen digitalisiert abgespeichert ist, die mit unterschiedlich vorgebbarer Zyklusfrequenz,zur Ansteuerung einer Audioschaltung (2) über einen Digital-Analog-Wandler, auslesbar ist, wobei für Überlagerung mehrerer Klänge jedem Klang ein Amplitudenspeicher (4) zugeordnet ist, deren Ausgangssignale einander überlagert sind, und wobei für die Adressierung der Amplitudenspeicher (4) diesen Adressenzähler (22) vorgeschaltet sind, die aus einem Taktgeber (20) über Zählpulsfolgegeber (23) ansteuerbar sind, welche aus einem.Melodienspeicher (24) umschaltbare Teilerverhältnisse· aufweisen, insbesondere nach Patent.. .-. ■ (Patentanmeldung P 32 19 731.4),dadurch gekennzeichnet,daß dem Adressenzähler (22) ein vom Melodienspeicher (24) ..--...■
umsteuerbares Verzögerungsglied (13o) vorgeschaltet ist. - 2. Elektronische Schlagwerksuhrenschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,daß nach Maßgabe der Ausgangsfrequenz des Taktgebers (20) und des Teilerverhältnisses des Zählpulsfolgegebers (23) bestimmte Tonfrequenz-Informationen im Melodienspeicher (24) mit einer positiv oder negativ wirkenden Verzögerungsinformation (131) ausgestattet sind.BAD ORIGINAL
- 3. Elektronische Schlagwerksuhrenschaltung nach Anspruch 1 oder 2,dadurch gekennzeichnet,daß das umsteuerbare Verzögerungsglied (130) eine Torstufe (132') aufweist, die aus dem Amplitudenspeicher (4) an'steuerbar ist.
- 4. Elektronische Schlagwerksuhrenschaltung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,daß im Amplitudenspeicher (4) bestimmten Amplituden-Adressen (5, n) Verteilungsinformationen (133) zugeordnet sind.
- 5. Elektronische Schlagwerksuhrenschaltung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,daß die Verteilungsinformationen (133) den Adressen (5>n) des Amplitudenspeichers (4) zugeordnet sind, bei denen die Folge der digitalisiert abgespeicherten Amplitudenwerte die geringeren Gradienten aufweist. 20
- 6. Elektronische Schlagwerksuhrenschaltung nach einem der vorangehenden Ansprüche,dadurch gekennzeichnet,daß mittels des umsteuerbaren Verzögerungsgliedes (13Ό1) ' eine Umschaltung auf ein um den Wert eins verändertes Teilerverhältnis im Zählpulsfolgegeber (123) ermöglicht ist.
- 7. Elektronische Schlagwerksuhrenschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,dadurch gekennzeichnet,daß das umsteuerbare Verzögerungsglied (130f) einen Addierer (140) aufweist, in den die Grundfrequenzinformation vom Melodienspeicher (24) und ein positiver oder negativer Zahlenwert als Verzögerungsinformation (131) zu einer Steuerinformation für den Zählpulsfolgegeber (23) zusammengefaßt sind....14BAD ORfOWAL
- 8. Verfahren zum frequenzgenauen Gewinnen vorgebbarer Töne durch digitale Frequenzteilung, insbesondere für die Gewinnung überlagerter Klänge mittels zyklisch ausgelesener Amplitudenspeicher gemäß Patent , ... (Patentanmeldung P 32 19 731.4),dadurch gekennzeichnet,daß die Weiterschaltung der Adressierung zum Auslesen der Amplitudenspeicher innerhalb eines jeden der Auslesezyklen vorübergehend geändert, nämlich positiv oder negativ verzögert wird.
- 9. Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,daß jeder Grundton-Information entsprechend der Dauer eines Amplitudenspeicher-Auslesezyklus eine Verzögerungsinformation über Anzahl und gegebenenfalls Betrag der Verzögerungen bei der Zyklus-Adressenweiterschaltung zugeordnet ist. "-.-. - 10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,daß denjenigen der zyklisch'auszulesenden Amplitudeninformationen, die einen vergleichsweise geringen Gradienten aufweisen, Verteilinformationen für die Freigabe der Verzögerung bei der Adressen-Fortschaltung zugeordnet sind. - 11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet,daß die Verzögerungsinformation eine Umschaltung des wirksamen Teilerfaktors für die Gewinnung von Zählpulsen für die Adressen-Weiterschaltung um den Wert eins während einer bestimmten Anzahl von Adressen jedes Auslese-Zyklus bewirkt.BAD ORIGINAL- VSr -
- 12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet,daß die Verzögerungsinforrnation einen Zahlenwert beinhaltet, um den die Information über die momentane Grundfrequenz als dem momentanen Amplitudenspeicher-Auslesezyklus jeweils erhöht oder erniedrigt wird.
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Applications Claiming Priority (2)
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ID=25802022
Family Applications (1)
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1983
- 1983-05-25 US US06/498,086 patent/US4476765A/en not_active Expired - Fee Related
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Also Published As
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| US4476765A (en) | 1984-10-16 |
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