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Zusammenklappbarer Wagen mit Plattform
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Die Erfindung bezieht sich auf einen zum Transport platzsparend zusammenklappbaren
Wagen mit Plattform, insbesondere zum Abstellen von Hunden bei ihrer Herrichtung
und sonstigen Behandlung vor und bei Ausstellungen oder dergleichen.
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Vor der Ausstellung von Hunden, insbesondere vor der Bewertung derselben,
ist es notwendig, die Hunde entsprechend herzurichten und zu pflege, weil die Bewertungskriterien
maßgebend vom Äußeren des Hundes beeinflußt werden. Hierbei ergeben sich Probleme
beim Abstellen des Hundes, der vom Züchter bzw. der Pflegeperson ohne Schwierigkeiten
gepflegt bzw. behandelt werden soll.
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Dies setzt vor allem voraus, daß der Hund in einer Höhe abgestellt
werden kann, in der er vom Züchter bzw. der Pflegeperson leicht erreicht wird, so
daß sich die Behandlung ohne weitere Schwierigkeiten ermöglichen läßt. Dabei ist
auch zu beachten, daß zur Behandlung und Pflege des Hundes eine Reihe von Gerätschaften
benötigt wird, die ebenfalls ohne Schwierigkeiten an den benötigten Platz verbracht
werden sollen.
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Die Aufgabe der Erfindung besteht deshalb darin, einen zum Transport
platzsparend zusammenklappbaren Wagen zu schaffen, der eine Plattform zum Abstellen
von Hunden für die Herrichtung und Behandlung aufweist, wobei die Plattform im aufgeklappten
Zustand sicher und fest abgestützt ist, so daß auch größere
Hunde
ohne weiteres auf dieser Plattform abgestellt werden können. Andererseits soll das
Zusammenklappen schnell und ohne besondere Vorkenntnisse vonstatten gehen können,
so daß der zusammenklappbare Wagen auch von ungeübten Personen sofort benutzt werden
kann. Der Wagen soll vielseitig einsetzbar sein, so daß er universell verwendbar
ist, dabei in seiner Ausbildung kompakt sein, damit er eine lange Lebensdauer aufweist
und auch rauhem Betrieb widersteht.
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Zur Lösung dieser Aufgabe sind bei der Erfindung die im kennzeichnenden
Teil des Anspruches 1 angegebenen Gestaltungsmerkmale vorgesehen, wobei noch in
den weiteren Ansprüchen für die Aufgabenlösung vorteilhafte und förderliche Weiterbildungen
beansprucht sind.
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Durch die Abstützung der Plattform, einerseits durch schwenkbar angelenkte
Streben und andererseits durch die schwenkbare Zuggabel, ist die Plattform im aufgeklappten
Zustand sicher gehalten, so daß sie auch größere Hunde oder dergleichen aufzunehmen
vermag. Die Plattform ist dabei in einer Höhe abgestützt, die ein leichtes Behandeln
und Herrichten der Hunde ermöglicht, ohne daß die Pflegeperson sich bücken muß,
so daß also die Pflege ohne Schwierigkeiten möglich ist. Der Wagen läßt sich nach
Herausziehen der Zuggabel aus dem Wagenunterteil und durch Verschwenken der Plattform,
der Zuggabel und der Streben auf ein Höhenmaß verringern, welches nur noch einen
Bruchteil der Höhe beträgt, die der Wagen im aufgeklappten Zustand einnimmt Auf
diese Weise läßt sich der Wagen platzsparend unterbringen, beispielsweise im Kofferraum
eines Personenkraftwagens.
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Andererseits läßt sich der Wagen auch im zusammengeklappten Zustand
über die Zuggabel leicht manövrieren, so daß er, sobald er aus dem Kofferraum oder
dergleichen herausgehoben worden ist, ohne Schwierigkeiten zum eigentlichen Behandlungsort
gerollt werden kann.
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Die Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispiels im Zusainmenhang
mit der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine seitliche
Ansicht des zusammenklappbaren Wagens im aufgeklappten Zustand (ausgezogene Linien)
und im zusammengeklappten Zustand (strichpunktierte Linien), Fig, 2 eine perspektivische
abgebrochene Darstellung des Wagens mit in das Wagenunterteil eingesteckter Zuggabel,
also im aufgeklappten Zustand, Fig. 3 eine Draufsicht auf den Wagen gemäß Pfeil
III in Fig. 1 in abgebrochener Darstellung und Fig. 4 in perspektivischer Darstellung
die Zuggabel mit ihrer Anlenkung an der Plattform, die zusammengeklappt auf dem
Wagenunterteil aufliegt.
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In Fig. 1 ist der Wagen im aufgeklappten Zustand schematisch dargestellt.
Er besteht im wesentlichen aus dem Wagenunterteil 1, an dessen Unterseite zwei Räder-
bzw. Rollenpaare 2 und 3 angeordnet sind. Dabei sind die Räder 3 feststehend, während
die Räder 2 lenkbar sind, d.h. um die Vertikalachse 4 verdrehbar sind und durch
die Bremse 5 festgestellt werden können. Das Wagenunterteil 1 ist im wesentlichen
kastenartig ausgebildet und besteht, wie auch im wesentlichen die übrigen Teile
des Wagens, aus miteinander verbundenen Vierkantrohren. Am Wagenunterteil 1 ist
beidseitig jeweils eine Strebe 6 angelenkt
(Schwenkstelle 7), die
mit ihrem anderen Ende 8 schwenkbar (Schwelikstelle 9) an der Plattform 10 angelenkt
sind. Am anderen Ende der Plattform 10 ist die Zuggabel 11 schwenkbar bei 12 angelenkt.
Die Zuggabel 11 ist mit ihrem freien Ende 13 in den kastenartigen Aufbau des Wagenunterteils
1 eingeschoben und dort festgehalten und arretiert. Dies zeigt sich insbesondere
deutlich in Figur 2. Dabei sind im Bereich der Stirnseite 14 des Wagenunterteils
1 Haltestreben 15 angeordnet, die mit Abstand zur Stirnseite 14 des Wagenunterteils
1 verlaufen, so daß ein Zwischenraum gebildet wird, in die das freie Ende 13 der
Zuggabel 11 eingeschoben ist. Die Zuggabel 11 selbst, die auch in Figur 4 zur erkennen
ist, besteht im wesentlichen aus den beiden Längsstreben 16, die mit ihrem einen
Ende an der Unterseite der Plattform 10 schwenkbar angelenkt sind, während die anderen
Enden der längsstreben 16 miteinander über die Querstrebe 17 verbunden sind. Diese
Querstrebe 17 liegt, wie Figur 2 zeigt, im eingeschobenen Zustand der Zuggabel 11
am Boden 18 des Wagenunterteils 1 auf.
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In der in Fig. 1 bzw. Fig. 2 gezeigten aus- bzw. hochgeklappten Stellung
der Plattform 10 wird diese mit Abstand zum Wagenunterteil 1 in einer zur Behandlung
des auf der Plattform 10 abgestellten Hundes geeigneten Höhe durch die Streben 6
und die Zuggabel 11 abgestützt. Dabei ist noch innerhalb des die Plattform 10 bildendenden
Rahmens 19 ein Boden 20 angeordnetD dessen im aufgeklappten Zustand die Oberseite
bildende Seite mit einer geriffelten oder sonstwie rutschfest gemachten Gummimatte
21 bedeckt ist.
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Um die Plattform zur Auflage auf das Wagenunterteil 1 zu bringen,
wird zunächst die Zuggabel 11 gemäß Pfeil A aus dem Wagenunterteil 1 herausgezogen,
sodann verschwenken die Streben 6 gemäß Pfeil B, während gleichzeitig die Plattform
mit der daran schwenkbar angeordneten Zuggabel 111 gemäß Pfeil C um 180 Grad verschwenkt
wird, bis die vorher dle Oberseite bildende Seite der Plattform 10 nach unten weist
und die Plattform 10 auf dem Wagenunterteil 1 aufliegt, wie dies strichpunktiert
in Fig. 1 angedeutet ist. In dieser zusammgeklappten
Stellung nimmt
der Wagen nur noch einen Bruchteil der vorherigen Höhe ein, so daß er bequem beispielsweise
in einem Kofferraum eines Personenkraftwagens befördert werden kann. Damit ein unbeabsichtigtes
Aufklappen der zusammengeklappten Teile des Wagens verhindert wird, ist zweckmäßigerweise
noch eine oder sind mehrere Klammern 22 vorgesehen, die zwischen der Plattform 10
und dem Wagenunterteil 1 angeordnet sind und die zusammengeklappten Teile sicher
verklammern. Das Bewegen und Verfahren des Wagens geschieht über die herausgeklappte
Zuggabel 11 (vergleiche Fig. 4). Dabei ist die Breite der Zuggabel 11 gleich oder
geringfügig kleiner als die lichte Breite des Rahmens 19 der Plattform 10, während
die Länge der Zuggabel 11 geringfügig kleiner ist als die Länge der Plattform 10
bzw.
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die lichte Länge des Rahmens 19. Wird die Zuggabel 11 gemäß Pfeil
D nach unten geklappt, so liegt sie nach dem Zusammenklappen im wesentlichen innerhalb
des Rahmens 19 der Plattform 10.
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Der aus einzelnen miteinander verbundenen Vierkantrohren bestehende
kastenartige Aufbau des Wagenunterteils 1 kann noch mit Stirn-und Seitenwänden versehen
sein, so daß sich also ein geschlossener Kasten ergibt. In diesem geschlossenen
Kasten können die zur Pflege und Herrichtung des Hundes benötigten Gerätschaften
wie auch weitere Materialien, die bei der Pflege benötigt werden, aufbewahrt werden.
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In diesem Zusammenhang sei noch darauf hingewiesen, daß der erfindungsgemäße
Wagen mit Vorteil auch beispielsweise von ambulanten Händlern verwendet werden kann.
Im zusammengeklappten Zustand, in dem der Wagen leicht transportabel ist, können
im kastenartigen Aufbau des Wagenunterteils die zum Verkauf vorgesehenen Gegenstände
aufbewahrt sein. Nach dem Aufklappen des Wagens bildet die Plattform 10 die Stellfläche
für die zu verkauf enden Gegenstände, die auf der Plattform 10 für das Publikum
gut sichtbar angeordnet werden können wahrend weiteres Verkaufsmaterial noch im
Wagenunterteil 1 aufbewahrt wird. Ein solcher im ambulanten Gewerbe verwendeter
Stand ist leicht transportabel und läßt sich ohne Schwierigkeiten von einem Platz
zum anderen verbringen.
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Ea zeigt sich also, daß der Wagen nach der vorliegenden Erfindung
vielseitig
einsetzbar ist, dabei aufgrund seiner robusten Konstruktion auch rauhem Betrieb
widersteht und auch von ungeübten Personen leicht auf- bzw. abgebaut werden kann.
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Damit ergibt sich eine universelle Einsatzmöglichkeit des erfindungsgemäßen
Wagens.
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Die Einsatz- und Verwendungsmöglichkeiten des Wagens werden weiter
gesteigert durch die Anordnung verschwenkbarer Stützfüße 23 an der Plattform 10.
Diese Stützfüße 23 (in Fig. 1 und 4 strichpunktiert angedeutet), die über die Quer-
oder Bodenstrebe 24 miteinander verbunden sind, sind im Bereich der Anlenkung der
Zuggabel ii an der Plattform lo schwenkbar angelenkt und liegen im eingeschwenkten
Zustand innerhalb der Zuggabel 11. Um die Plattform 1o als Sitzfläche od. dgl. verwenden
zu können, werden die Stutzfüße 23 bei eingeklappter Zuggabel ii gemäß Pfeil E herausgeschwenkt
(in Fig. 1 ist eine Zwischenstellung der Stützfüße gezeigt), sodann wird die Plattform
1o um den Schwenkpunkt 12 um 180° nach außen verschwenkt, bis sich die Stützfüße
23 am Boden abstützen. In dieser Position (in Fig. 1 allgemein mit 25 bezeichnet
und strichpunktiert dargestellt) ist die Plattform 10 einerseits am Wagenunterteil
1 und andererseits auf den Stützfüßen 23 abgestützt und nimmt etwa in Sitzhöhe eine
waagerechte Lage ein. Die in dieser Position unterhalb der Plattform 10 liegende
Zuggabel 11 ist mit ihrem freien Ende an der Plattform lo mittels nicht weiter dargestellter
Klammern od. dgl. gehalten.
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Schließlich ist der Wagen nach der Erfindung nach entspreehenu der
Umrüstung und Ausstattung mit Werkzeugkästen auch zur Aufbewahrung von Werkzeug
geeignet, läßt sich also als Montagewagen verwenden, wobei der Monteur die jeweiligen
Montagearbeiten auch im Sitzen durchführen kann, was ein ermüdungsfreies Arbeiten
ermöglicht.
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