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DE3138562A1 - Schutzeinrichtung fuer dampfturbinenanlagen - Google Patents

Schutzeinrichtung fuer dampfturbinenanlagen

Info

Publication number
DE3138562A1
DE3138562A1 DE19813138562 DE3138562A DE3138562A1 DE 3138562 A1 DE3138562 A1 DE 3138562A1 DE 19813138562 DE19813138562 DE 19813138562 DE 3138562 A DE3138562 A DE 3138562A DE 3138562 A1 DE3138562 A1 DE 3138562A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
main
control line
trigger
devices
control input
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19813138562
Other languages
English (en)
Inventor
Kurt-Werner Dipl.-Ing. 4230 Wesel Carlheim
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens AG
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens AG, Siemens Corp filed Critical Siemens AG
Priority to DE19813138562 priority Critical patent/DE3138562A1/de
Priority to CH469382A priority patent/CH660509A5/de
Priority to JP16639482A priority patent/JPS5867907A/ja
Publication of DE3138562A1 publication Critical patent/DE3138562A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01DNON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
    • F01D21/00Shutting-down of machines or engines, e.g. in emergency; Regulating, controlling, or safety means not otherwise provided for
    • F01D21/16Trip gear
    • F01D21/18Trip gear involving hydraulic means

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Control Of Turbines (AREA)

Description

  • Schutzeinrichtung für DampfturbinennnlaSen
  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Schutz einrichtung für Dampfturbinenanlagen gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
  • Eine derartige Schutz einrichtung ist aus der DE-OS 1 551 219 bekannt. Diese bekannte Schutzeinrichtung umfaßt insgesamt vier Auslösegeräte, welche in der zum Kraftkolben des Dampf-Absperrventils führenden Druckfluidleitung in Hintereinanderschaltung angeordnet und jeweils einem Drehzahl-Wächter zugeordnet sind. Registriert nun einer dieser vier Drehzahl-Wächter eine Drehzahl, welche einen vorgegebenen Grenzwert überschreitet, so wird das zugeordnete Auslösegerät mit einem mechanischen oder einem elektrischen Schnellschluß-Signal beaufschlagt.
  • Beim Auftreten dieses Schnellschluß-Signals unterbricht dann das Auslösegerät die Druckfluidzufuhr zum Eraftkolben des Dampf-Absperrventils und bewirkt außerdem eine Druckentlastung des ßraftkolbens des Dampf-Absperrven tils. Auf diese Weise wird beim Auftreten einer unzulässig hohen Drehzahl ein Schnellschluß des Dampf-Absperrventils ausgelöst und eine rasche Stillsetzung der Dampfturbine bewirkt.
  • Die bekannte Hintereinanderschaltung der Auslösegeräte in der zum Eraftkolben des Dampf-Absperrventils führenden Druckfluidleitung hat den Vorteil, daß beim Auftreten eines Schnellschluß-Signals das jeweilige Auslösegerät eine Druckentlastung des Kraftkolbens bewirkt und gleichzeitig durch die Unterbrechung der Druckfluidzufuhr einen Druckaufbau durch nachströmendes Druckfluid sicher verhindert. Dieser Vorteil gilt jedoch nur für eine be- grenzte Anzahl der in Hintereinanderschaltung angeordneten Auslösegeräte, da jedes der Auslösegeräte auch eine Drosselstelle bildet, wodurch Druckverluste auftreten können und insbesondere die fiir einen Schnellschluß erforderlichen raschen Druckänderungen in der Druckfluidleitung beeinträchtigt werden können. Andererseits kann die Forderung nach einem Höchstmaß an Betriebssicherheit der Dampfturbinenanlage aber nur dann erfüllt werden, wenn neben der Drehzahl auch weitere für die Betriebssicherheit maßgebliche Betriebsgrößen überwacht werden und beim Uberschreiten vorgebbarer Grenzwerte über entsprechende weitere Auslösegeräte ein Schnellschluß des Dampf-Absperrventils ausgelöst wird.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Schutz einrichtung für Dampfturbinenanlagen zu schaffen, bei welcher ohne Beeinträchtigung der Funktionssicherheit die Anzahl der Auslösegeräte erhöht werden kann.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 aufgeführten Merkmale gelöst.
  • Bei der erfindungsgemäßen Schutzeinrichtung ist also ein zweistufiger Aufbau der Schnellschlußauslösung vorgesehen, wobei die Auslösegeräte die erste Stufe bilden, während die zweite Stufe durch ein Haupt-Auslösegerät gebildet wird. Dieses Haupt-Auslösegerät kann dann so ausgelegt werden, daß unabhängig von der Anzahl und dem Durchflußquerschnitt der Auslösegeräte der für eine rasche Druckentlastung des Kraftkolbens des Dampf-Absperrventils erforderliche Durchflußquerschnitt zur Verfügung steht. Die Auslösegeräte übernehmen damit nur noch die hydraulische Ansteuerung des Haupt-Auslösegeräts, wobei die im Falle einer Schnellschlußauslösung von dem betreffenden Auslösegerät zur Druckentlastung abzuführende Fluidmenge wesentlich geringer ist, als die zur Druckentlastung des Kraftkolbens des Dampf-Absperrventils abzuführende Fluidmenge. Für die Anordnung der Auslösegeräte in der ersten Stufe sind dabei zwei Möglichkeiten vorgesehen, wobei in der Haupt-Ansteuerleitung des Haupt-Auslösegeräts mindestens ein Auslösegerät angeordnet ist, während in einer Neben-Ansteuerleitung mindestens ein weiteres Auslösegerät angeordnet ist. Dabei kann sowohl die Anzahl der Auslösegeräte in der Haupt-Ansteuerleitung als auch die Anzahl der weiteren Auslösegeräte in der Neben-Ansteuerleitung erhöht-werden.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schutzeinrichtung ergeben sich weitere Möglichkeiten für die Erhöhung der Anzahl der Auslösegeräte durch ein von mindestens einem zusätzlichen Auslösegerät angesteuertes zweites Haupt-Auslösegerät, welches beim Auftreten eines zugeordneten Schnellschluß-Auslösesignals die Druckfluidzufuhr zum Kraftkolben des Dampf-Absperrventils unterbricht und eine Druckentlastung des Eraftkolbens bewirkt und durch eine zweite Haupt-Ansteuerleitung, welche den Steuereingang des zweiten Haupt-Auslösegeräts mit einer Druckfluidquelle verbindet und in welcher das zusätzliche Auslösegerät derart angeordnet ist, daß es beim Auftreten eines zugeordneten Schnellschluß-Signais die Druckfluidzufuhr zum Steuereingang des zweiten Haupt-Auslösegeräts unterbricht und eine Druckentlastung am Steuereingang des zweiten Haupt-Auslösegeräts bewirkt.
  • Auch hier kann dann die Anzahl der zusätzlichen Auslösegeräte in der zweiten Haupt-Ansteuerleitung erhöht werden.
  • Ein weiterer, mit der Anordnung eines zweiten Haupt-Auslösegeräts verbundener Vorteil ergibt sich dadurch, daß das erste Haupt-Auslösegerät durch einen Bypaß umgangen werden kann und die Funktionsfähigkeit des ersten Haupt-Auslösegeräts und der dem ersten Haupt-Auslösegerät zugeordneten Auslösegeräte bzw. weiteren Auslösegeräte ohne Stillsetzung der Dampfturbine überprüft werden kann, wobei während dieser Überprüfung die für die Betriebssicher- heit erforderliche Überwachung maßgeblicher Betriebsgrößen mit der Möglichkeit der Schnellschlußauslösung durch das zweite Haupt-Auslösegerät und die dem zweiten Haupt-Ausldsegerät zugeordneten zusätzlichen Auslösege räte gewährleistet ist.
  • Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schutz einrichtung ist in der Haupt-Ansteuerleitung ein Auslösegerät angeordnet, Welches einem mechanischen Drehzahl-Wächter zugeordnet ist. Damit ist gewährleistet, daß im Falle einer zu hohen Drehzahl das Haupt-Auslösegerät über die Haupt-Ansteuerleitung direkt angesteuert und die Schnellschlußauslösung mit dem höchstmöglichen Maß an Sicherheit herbeigeführt wird.
  • In der Haupt-Ansteuerleitung können auch zwei oder drei Auslösegeräte in Hintereinanderschaltung angeordnet sein.
  • Die Hintereinanderschaltung der Auslösegeräte hat hierbei den Vorteil, daß beim Auftreten eines SchnellschluB-Signals ein Druckaufbau am Steuereingang des Haupt-Auslösegeräts durch nachströmendes Druckfluid sicher verhindert wird.
  • In der Neben-Ansteuerleitung können zwei oder mehrere weitere Auslösegeräte in Nebeneinanderschaltung angeordnet sein. Durch diese Nebeneinanderschaltung ist auch bei einer größeren Anzahl von weiteren Auslösegeräten beim Auftreten eines Schnellschluß-Signals eine rasche Druckentlastung am Steuereingang des Haupt-Auslösegeräts gewährleistet.
  • In der zweiten Haupt-Ansteuerleitung können zwei oder mehrere zusätzliche Auslösegeräte in Hintereinanderschaltung angeordnet sein. Auch in diesem Falle hat die Hintereinanderschaltung der zusätzlichen Auslösegeräte den Vorteil, daß beim Auftreten eines Schnellschluß-Signals ein Druckaufbau am Steuereingang des zweiten Haupt- auslösegeräts durch nachströmendes Druckfluid sicher verhindert wird.
  • Bei einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß in der Haupt-Ansteuerleitung ein hydraulisch betätigbares Absperrorgan angeordnet rist, welches bei einem Druckabfall in der Neben-Ansteuerleitung die Druckfluidzufuhr zum Steuereingang des Haupt-Auslösegeräts unterbricht. Durch dieses hydraulisch betätigbare Absperrorgan wird also ein Druckaufbau am Steuereingang des Haupt-Auslösegeräts durch nachströmendes Druckfluid verhindert, wenn ein Schnellschluß über eines der in der Neben-Ansteuerleitung angeordneten weiteren Auslösegeräte ausgelöst wird.
  • Die in der Neben-Ansteuerleitung angeordneten weiteren Auslösegeräte sind vorzugsweise zu einem Anschlußmodul zusammengefaßt. Hierdurch kann die Schutzeinrichtung hinsichtlich Aufgabe und Anzahl der in der Haupt-Ansteuerleitung und ggf. auch in der zweiten Haupt-Ansteuerleitung angeordneten Auslösegeräte bzw. zusätzlichen Auslösegeräte standardisiert werden, während der Anschlußmodul über die Aufgabe und Anzahl der in ihm enthaltenen weiteren Auslösegeräte den jeweiligen Erfordernissen flexibel angepaßt werden kann.
  • Im folgenden sind Aufbau und Wirkungsweise von Ausführungsbeispielen der Erfindung anhand einer schematischen Zeichnung näher erläutert.
  • Dabei zeigt: Fig. 1 den Schaltplan eines ersten Ausführungsbeispiels einer Schutz einrichtung für Dampfturbinenanlagen und Fig. 2 den Schaltplan eines zweiten Ausführungsbeispiels einer Schutz einrichtung für Dampfturbinenanlagen, wobei einander entsprechende Teile in den beiden Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind.
  • Bei der in Fig. 1 dargestellten Schutzeinrichtung ist mit 1 ein Dampf-Absperrventil bezeichnet, welches in geöffne -tem Zustand den Dampf zutritt zu einer nicht dargestellten Dampfturbine freigibt und in geschlossenem Zustand den Dampfzutritt sperrt und dadurch die Dampfturbine stillsetzt. Die Betätigung des Dampf-Absperrventils 1 erfolgt durch eine hydraulische Stelleinrichtung 2, deren Eraftkolben 3 durch ein Druckfluid gegen die Kraft einer Feder 4 in Offenstellung gehalten wird. Das Druckfluid wird dabei über eine Druckfluidleitung 5 zugeführt, welche den Raum unter dem Kraftkolben 3 mit einer Druckfluidquelle 6 verbindet. In der Druckfluidleitung 5 sind ein Filter 7 und ein Haupt-Auslösegerät 8 angeordnet. Bei dem Haupt-Auslösegerät 8 handelt es sich um ein hydrrulisch angesteuertes Drei-Wege-Ventil mit zwei Schaltstellungen, wobei die in der Zeichnung dargestellte Schaltstellung der normalen Betriebsstellung entspricht, in welcher der Kraftkolben 3 mit Druckfluid beaufschlagt und das Dampf-Absperrventil 1 geöffnet ist. Beim Auftreten eines Schnellschluß-Auslösesignals nimmt das Haupt-Auslösegerät 8 die andere Schaltstellung ein, in welcher die Druckfluidzufuhr von der Druckfluidquelle 6 abgesperrt und gleichzeitig eine Druckentlastung des Kraftkolbens 3 des Dampf-Absperrventils 1 bewirkt wird. Hierbei muß die sich unterhalb des Kraftkolbens 3 befindliche Fluidmenge in möglichst kurzer Zeit in einen Ablauf A8 abfließen, um ein schnelles Schließen des Dampf-Absperrventils 1 durch die Feder 4 zu gewährleisten.
  • Die hydraulische Ansteuerung des Haupt-Auslösegeräts 8 erfolgt über eine Haupt-Ansteuerleitung 9, welche den Steuereingang E8 des Haupt-Auslösegeräts 8 mit der Druckfluidquelle 6 verbindet und in welcher von der Druckfluidquelle 6 ausgehend nacheinander ein Filter 10, ein hydrau- lisch betätigbares Absperrorgan 11, Auslösegeräte 12, 13 und 14 sowie eine Leitungsabzweigung 15 angeordnet sind.
  • Bei den in Hintereinanderschaltung angeordneten Auslösegeräten 12, 13 und 14 handelt es sich um Drei-Wege-Ventile mit zwei Schaltstellungen, wobei die in der Zeichnung dargestellten Schaltstellungen der normalen Betriebsstellung entsprechen, in welcher der Steuereingang E8 des Haupt-Auslösegeräts 8 mit Druckfluid beaufschlagt ist. Das mechanisch angesteuerte Auslösegerät 12 ist dabei einem mechanischen Drehzahl-Wächter 16 zugeordnet, dessen Bolzen 17 bei Überschreiten der Grenzdrehzahl so weit heraustritt, daß er eine Klinke 18 des Auslösegeräts 12 trifft und dadurch das Auslösegerät 12 umschaltet. In dieser Schaltstellung unterbricht dann das Auslösegerät 12 einerseits die weitere Druckfluidzufuhr zum Steuereingang E8 des Haupt-Auslösegeräts 8 und verbindet andererseits den Steuereingang E8 mit einem Ablauf A12. Diese Druckentlastung am Steuereingang E8 entspricht einem hydraulischen Schnellschluß-Auslösesignal, welches eine Umschaltung des Haupt-Auslösegeräts 8 und einen Schnell schluß des Dampf-Absperrventils 1 bewirkt. Das hydraulisch angesteuerte Auslösegerät 13 ist einem Wächter 19 zugeordnet, welcher den Lageröldruck der Dampfturbine überwacht und beim tberschreiten eines unteren Grenzwertes, d. h. bei einem unzulässigen Absinken des Lageröldruckes das Auslösegerät 13 umschaltet. In dieser zweiten Schaltstellung unterbricht das Auslösegerät 13 die Druckfluidzufuhr zum Steuereingang E8 des Haupt-Auslösegeräts 8 und verbindet den Steuereingang E8 mit einem Ablauf A13, wobei durch diese Druckentlastung am Steuereingang E8 wiederum ein Schnellschluß des Dampf-Absperrventils 1 ausgelöst wird. Das Auslösegerät 14 ist schließlich elektrisch angesteuert und einem Wächter 20 zugeordnet, welcher die axiale Wellenverlagerung der Dampfturbine überwacht. Überschreitet die axiale Wellenverlagerung einen vorgegebenen Grenzwert, so bewirkt der Wächter 20 eine Umschaltung des Auslösegeräts 14. In dieser zweiten Schaltstellung unterbricht das Auslösegerät 14 die Druckfluidzufuhr zum Steuereingang E8 des Haupt-Auslösegeräts 8 und verbind.et den Steuerein- gang E8 mit einem Ablauf A14, wobei durchvdamit verbundene Druckentlastung wieder ein Schnellschluß des Dampf-Absperrventils 1 ausgelöst wird.
  • Die bereits erwähnte Leitungsabzweigung 15 bietet die Möglichkeit, die Schutzeinrichtung so zu erweitern, daß die Überwachung weiterer für die Betriebssicherheit der Dampfturbinenanlage maßgeblicher Betriebsgrößen einbezogen werden kann. Hierzu ist an die Leitungsabzweigung 15 eine Neben-Ansteuerleitung 21 angeschlossen, in welcher im dargestellten Beispiel in Nebeneinanderschaltung weitere Auslösegeräte 22 bis 26 angeordnet sind. Bei diesen weiteren Auslösegeräten 22 bis 26 handelt es sich um Zwei-Wege-Ventile mit zwei Schaltstellungen, wobei die in der Zeichnung dargestellten Schaltstellungen der normalen Betriebsstellung entsprechen, in welcher Verbindungen zwischen der Neben-Ansteuerleitung 21 und Abläufen A22 bis A26 der weiteren Auslösegeräte 22 bis 26 unterbrochen sind. Das hydraulisch angesteuerte weitere Auslösegerät 22 ist einem Wächter 27 zugeordnet, welcher den Druck im Kondensator der Dampfturbinenanlage überwacht und im Falle einer unzulässig hohen Kondensatordruckes das weitere Auslösegerät 22 umschaltet. In dieser zweiten Schaltstellung des weiteren Auslösegeräts 22 ist dann die Neben-Ansteuerleitung 21 mit einem Ablauf A22 verbunden, was eine Druckentlastung am Steuereingang E8 des Haupt-Auslösegeräts 8 und damit einen Schnell schluß des Dampf-Absperrventils 1 zur Folge hat.
  • In gleicher Weise können über die weiteren Auslösegeräte 23 bis 26 zur Schnellschlußauslösung Verbindungen zwischen dem Steuereingang E8 des Haupt-Auslösegeräts 8 und Abläufen A23 bis 26 hergestellt werden. Die elektrisch angesteuerten weiteren Auslösegeräte 23, 24 und 25 sind dabei Wächtern 28 bzw. 29 bzw. 30 zugeordnet, welche je nach den Erfordernissen die Überwachung bestimmter Be- triebsgrößen übernehmen. So kann beispielsweise mit Hilfe der Wächter 28 bis 30 die Höhe des Dampfdruckes, die Verlagerung der Dampfturbine gegenüber dem Fundament und die Temperaturerhöhung im Falle eines Brandes der Damptturbinenanlage überwacht werden. Das weitere Auslösegerät 26 ermöglicht über eine Klinke 31 eine Handäusiösung des Schnellschlusses.
  • Die in Nebeneinanderschaltung angeordneten weiteren Auslösegeräte 22 bis 26 können also einen Schnellschluß des Dampf-Absperrventils 1 durch eine Druckentlastung am Steuereingang E8 des Haupt-Auslösegeräts 8 herbeiführen.
  • Damit diese Druckentlastung durch aus der Druckfluidquelle 6 nachströmendes Druckfluid nicht gestört oder verzögert werden kann, ist in der Haupt-Ansteuerleitung 9 das bereits erwähnte hydraulisch betätigbare Absperrorgan 11 angeordnet. Bei diesem Absperrorgan 11 handelt es sich um ein hydraulisch entspannbares Rückschlagventil, dessen Steuerleitung 32 an die Neben-Ansteuerleitung 21 angeschlossen ist. Wird nun eines der weiteren Auslösegeräte 22 bis 26 mit einem Schnellschluß-Signal beaufschlagt, so erzeugt es ein Schnellschluß-Auslösesignal, welches einer Druckentlastung in der Neben-Ansteuerleitung 21 entspricht. Als Folge dieser Druckentlastung in der Neben-Ansteuerleitung 21 wird dann die Druckfluidquelle 6 durch das Absperrorgan 11 abgesperrt. Dies bedeutet, daß die weiteren Auslösegeräte 22 bis 26 beim Auftreten eines zugeordneten Schnellschluß-Signals nicht nur eine Druckentlastung am Steuereingang E8 des Haupt-Auslösegeräts 8 bewirken, sondern auch mit geringer Verzögerung die weitere Druckfluidzufuhr zum Steuereingang E8 unterbrechen.
  • Die Neben-Ansteuerleitung 21 und die weiteren Auslösegeräte 22 bis 26 sind zu einem gestrichelt angedeuteten Anschlußmodul 33 zusammengefaßt, welcher an die Leitungsabzweigung 15 angeschlossen ist. Dieser Anschlußmodul 33 kann verschiedenen Uberwachungsfunktionen zugeordnet werden und ermöglicht damit eine flexible Anpassung an die jeweiligen Erfordernisse. Insbesondere ist die Anzahl der in dem Anschlußmodul 33 enthaltenen weiteren Auslösegeräte variabel, wobei in der Zeichnung Erweiterungsmöglichkeiten durch einen endseitigen Anschlußflansch 34 der Neben-Ansteuerleitung 21 angedeutet sind.
  • Bei der in Fig. 2 dargestellten Schutz einrichtung sind in der Haupt-Ansteuerleitung 9 wieder die Auslösegeräte 12, 13 und 14 angeordnet, während in der Neben-Ansteuerleitung 21 nur noch die beiden weiteren Auslösegeräte 22 und 23 vorgesehen sind. Unterschiedlich zu dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist dabei, daß das Auslösegerät 14 und das weitere Auslösegerät 23 nicht mehr von separaten Wächtern, sondern von einem zentralen Wächter W angesteuert werden. In diesem zentralen Wächter<W ist die Überwachung von insgesamt fünf Betriebsgrößen zusammengefaßt, was durch die Signale SS1 bis SS5 angedeutet ist. Überschreitet dabei nur eines dieser Signale SS1 bis SS5 einen vorgegebenen Grenzwert, so werden das Auslösegerät 14 und das weitere Auslösegerät 23 mit einem Schnellschluß-Signal beaufschlagt. Diese Signale SS1 bis SS5 sind beispielsweise einer Warte, einer elektrischen Drehzahl-Überwachung, einer elektrischen Überwachung der axialen Wellenverlagerung, einer elektrischen Überwachung der Lageröltemperatur und einer elektrischen Überwachung des Lageröldruckes zugeordnet.
  • Der Hauptunterschied zu der in Fig. 1 dargestellten Schutzeinrichtung ist jedoch darin zu sehen, daß in der Druckfluidleitung 5, welche den Raum unter dem graftkolben 3 des Dampf-Absperrventils 1 mit der Druckfluidquelle 6 verbindet, zusätzlich ein zweites Haupt-Auslösegerät 80 angeordnet ist. Bei diesem zweiten Haupt-Auslösegerät 80 handelt es sich um ein hydraulisch angesteuertes Drei-Wege-Ventil mit zwei Schaltstellungen, wobei die in der Zeichnung dargestellte Schaltstellung der normalen Be- triebsstellung entspricht, in welcher der Kraftkolben 3 mit Druckfluid beaufschlagt und das Dampf-Absperrventil 1 geöffnet ist. Beim Austreten eines Schnellschluß-Auslösesignals nimmt das zweite Haupt-Auslösegerät 80 die andere Schaltstellung ein, in welcher die Druckfluidzufuhr von der Druckfluidquelle 6 abgesperrt und gleichzeitig eine Druckentlastung des Kraftkolbens 3 des Dampf-Absperrventils 1 bewirkt wird.
  • Die hydraulische Ansteuerung des zweiten Haupt-Auslösegeräts 80 erfolgt über eine zweite Baupt-Ansteuerleitung 90, welche den Steuereingang E80 des zweiten Haupt-Auslösegeräts 80 mit der Druckfluidquelle 6 verbindet und in welcher zusätzliche Auslösegeräte 35 und 36 in Hintereinanderschaltung angeordnet sind. Bei diesen zusätzlichen Auslösegeräten 35 und 36 handelt es sich um Drei-Wege-Ventile mit zwei Schaltstellungen, wobei die in der Zeichnung dargestellten Schaltstellungen der normalen Betriebsstellung entsprechen, in welcher der Steuereingang E80 des zweiten Haupt-Auslösegeräts 80 mit Druckfluid beaufschlagt ist. Das zusätzliche Auslösegerät 35 ermöglicht über eine Klinke 37 eine Handauslösung des Schnellschlusses. Wird das zusätzliche Auslösegerät 35 über diese Klinke 37 umgeschaltet, so unterbricht es einerseits die weitere Druckfluidzufuhr zum Steuereingang E80 des zweiten Haupt-Auslösegeräts 80 und verbindet andererseits den Steuereingang E80 mit einem Ablauf A35. Diese Druckentlastung am Steuereingang E80 entspricht einem hydraulischen Schnellschluß-Auslösesignal, welches eine Umschaltung des zweiten Haupt-Auslösegeräts 80 undteinen Schnellschluß des Dampf-Absperrventils 1 bewirkt. Das elektrisch angesteuerte zu- sätzliche Auslösegerät 36 ist dem zentralen Wächter<W zugeordnet und wird somit umgeschaltet, wenn eines der Signale BS1 bis SS5 einen vorgegebenen Grenzwert überschreitet. In der zweiten Schaltstellung unterbricht das zusätzliche Auslösegerät 36 dann die Druckfluidzufuhr zum Steuereingang E80 des zweiten Haupt-Auslösegeräts 80 und ver- bindet den Steuereingang E 80 mit einem Ablauf A36, wobei durch die Druckentlastung am Steuereingang E80 wiederum ein Schnellschluß des I)ampf-AbspewrverltLls 1 ausgelöst wird.
  • Bei der in Fig. 2 dargestellten Schutzeinrichtung sind insgesamt drei Gruppen von Auslösegeräten vorgesehen, nämlich die Auslösegeräte 12 bis 14, die weiteren Auslösegeräte 22 und 23 und die zusätzlichen Auslösegeräte 35 und 36. Dabei kommt den Auslösegeräten 12 bis 14 und den zusätzlichen Auslösegeräten 35 und 36 ein sehr hoher Rang bezüglich der Funktionssicherheit zu, da sie jeweils neben einer Druckentlastung am Steuereingang E80 des Haupt-Auslösegeräts 8 bzw. des zweiten Haupt-Auslösegeräts 80 gleichzeitig die weitere Druckfluidzufuhr unterbinden.
  • Die Funktionssicherheit der weiteren Auslösegeräte 22 und 23 ist etwas geringer einzuschätzen, da bei einer Druckentlastung am Steuereingang E8 des Haupt-Auslösegeräts 8 die Sperrung der weiteren Druckfluidzufuhr über das Absperrorgan 11 nur mittelbar erfolgt und mit einer geringen Verzögerung eintritt weshalb werden die Auslösegeräte und die zusätzlichen Auslösegeräte solchen Betriebsgrößen zugeordnet, deren Überwachung unabdingbar ist, da bei unzulässigen Änderungen Gefahren für Mensch und Maschine auftreten könnten. Die Auslösegeräte und zusätzlichen Auslösegeräte werden also insbesondere der Uberwachung der Drehzahl, der Überwachung der axialen Wellenverlagerung und der Überwachung des Lageröldruckes zugeordnet, wobei die Sicherheit durch die Bildung von Redundanz schaltungen weiter erhöht werden kann. Die weiteren Auslösegeräte werden demgegenüber solchen Betriebsgrößen zugeordnet, deren Überwachung den jeweiligen Erfordernissen entsprechend als notwendig oder wünschenswert angesehen wird.
  • Bei den vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen wird durch den Schnell schluß des Dampf-Absperrventils oder mehrerer Dampf-Absperrventile ein rasches Stillsetzen der Dampfturbine im Gefahrenfall erreicht. In gieichcr' Weise kann durch die beschriebenen Schutzeinrichtungen aber auch ein Schnell schluß der Entnahmeventile einer Dampfturbine herbeigeführt werden.
  • 8 Patentansprüche 2 Figuren Leerseite

Claims (8)

  1. Patentansprüche 1 I Schutz einrichtung für Dampfturbinenanlagen, mit - mindestens einem Dampf-Absperrventil, dessen federbelasteter Kraftkolben bei Beaufschlagung durch ein Druckfluid den Dampfdurchtritt freigibt und bei einer Druckentlastung den Dampfdurchtritt sperrt, - mehreren Wächtern, welche jeweils bestimmte für die Betriebssicherheit der Dampfturbinenanlage maßgebliche Betriebsgrößen überwachen und beim Sberschreiten vorgebbarer Grenzwerte ein Schnell schluß-Signal erzeugen, - mehreren Auslösegeräten, welche jeweils einem Wächter oder mehreren Wächtern zugeordnet sind und beim Auftreten eines Schnellschluß-Signals ein hydraulisches Schnellschluß-Auslösesignal erzeugen, gekennzeichnet durch - mindestens ein von den Auslösegeräten (12, 13, 14) angesteuertes Haupt-Auslösegerät (8), welches beim Auftreten eines Schnellschluß-Auslösesignals die Druckfluidzufuhr zum Kraftkolben (3) des Dampf-Absperrventils (1) unterbricht und eine Druckentlastung des Kraftkolbens (3) des Dampf-Absperrventils (1) bewirkt, - eine Haupt-Ansteuerleitung (9), welche den Steuereingang (E8) des Haupt-Auslösegeräts (8) mit einer Druckfluidquelle (6) verbindet und in welcher mindestens ein Auslösegerät (in"', 13, 14) derart angeordnet ist, daß es beim Auftreten eines zugeordneten Schnellschluß-Signals die Druckfluidzufuhr zum Steuereingang (E8) des Haupt-Auslösegeräts (8) un- terbricht und eine Druckentlastung am Steuereingang (E8) des Haupt-Auslösegeräts (8) bewirkt, und - mindestens eine von der Haupt-Ansteuerleitung (9) abzweigende Neben-Ansteuerleitung (21), in welcher mindestens ein weiteres Auslösegerät (22 bis 26) derart angeordnet ist, daß es beim Auftreten eines zugeordnet ten Schnellschluß-Signals eine Druckentlastung am Steuereingang (E8) des Haupt-Auslösegeräts (8) bewirkt.
  2. 2. Schutzeinrichtung nach Anspruch 1, g e k e n n -z eichnet4urch - ein von mindestens einem zusätzlichen Auslösegerät (35, 36) angesteuertes zweites Haupt-Auslösegerät (80), welches beim Auftreten eines zugeordneten Schnellschluß-Auslösesignals die Druckfluidzufuhr zum Kraftkolben (3) des Dampf-Absperrventils (1) unterbricht und eine Druckentlastung des Kraftkolbens (3) bewirkt und - eine zweite Haupt-Ansteuerleitung (90), welche den Steuereingang (E80) des zweiten Haupt-Auslösegeräts (80) mit einer Druckfluidquelle (6) verbindet und in welcher das zusätzliche Auslösegerät (35, -36) derart angeordnet ist, daß es beim Auftreten eines zugeordneten Schnellschluß-Signals die Druckfluidzufuhr zum Steuereingang (E80) des zweiten Haupt-Auslösegeräts (80) unterbricht und eine Druckentlastung am Steuereingang (E80) des zweiten Haupt-Auslösegeräts (80) bewirkt.
  3. 3. Schutzeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß in der Haupt-Ansteuerleitung (9) ein Auslösegerät (12) angeordnet ist, welches einem mechanischen Drehzahl-Wächter (16) zugeordnet ist.
  4. 4. Schutz einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß in der Haupt-Ansteuerleitung (9) zwei oder drei Auslösegeräte (12, 13, 14) in Hintereinanderschaltung angeordnet sind.
  5. 5. Schutzeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß in der Neben-Ansteuerleitung (21) zwei oder mehrere weitere Auslösegeräte (22 bis 26) in Nebeneinanderschaltung angeordnet sind.
  6. 6. Schutz einrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß in der zweiten Haupt-Ansteuerleitung (90) zwei oder mehrere zusätzliche Auslösegeräte (35, 36) in Hintereinanderschals tung angeordnet sind.
  7. 7. Schutzeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß in der Haupt-Ansteuerleitung (9) ein hydraulisch betätigbares Absperrorgan (11) angeordnet ist, welches bei einem Druckabfall in der Neben-Ansteuerleitung (21) die Druckfluidzufuhr zum Steuereingang (E8) des Haupt-Auslösegeräts (8) unterbricht.
  8. 8. Schutzeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e daß die in der Neben-Ansteuerleitung (21) angeordneten weiteren Auslösegeräte (22 bis 26) zu einem Anschlußmodul (33) zusammengefaßt sind.
DE19813138562 1981-09-28 1981-09-28 Schutzeinrichtung fuer dampfturbinenanlagen Withdrawn DE3138562A1 (de)

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