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DE3137017A1 - "desodorierend wirkendes seifenstueck" - Google Patents

"desodorierend wirkendes seifenstueck"

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DE3137017A1
DE3137017A1 DE19813137017 DE3137017A DE3137017A1 DE 3137017 A1 DE3137017 A1 DE 3137017A1 DE 19813137017 DE19813137017 DE 19813137017 DE 3137017 A DE3137017 A DE 3137017A DE 3137017 A1 DE3137017 A1 DE 3137017A1
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Germany
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trichlorocarbanilide
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DE19813137017
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DE3137017C2 (de
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Manfred Ing.(grad.) 2000 Wedel Röckl
Gerhard Dipl.-Chem. Dr. 2351 Wiemersdorf Sauermann
Otto 2000 Hamburg Stelling
Klaus-Peter Dipl.-Phys. Dr. 2000 Hamburg Wittern
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Beiersdorf AG
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Beiersdorf AG
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    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D3/00Other compounding ingredients of detergent compositions covered in group C11D1/00
    • C11D3/48Medical, disinfecting agents, disinfecting, antibacterial, germicidal or antimicrobial compositions
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Description

Beiersdorf Aktiengesellschaft Hamburg
Desodorierend wirkendes Seifenstück
Die Erfindung betrifft ein Seifenstück mit desodorierender Wirkung nach dem Waschen, das als wesentliche Bestandteile 3,4,4'-Trichlorcarbanilid (TCC) als antibakterielles Mittel, einen Alkylphenoipolyglykoläther sowie geringe Mengen an Wollwachsalkoholen enthält.
Es ist bekannt, daß der häufig unangenehme Geruch, der bei vielen Menschen mit der Schweißabgabe (Transpiration) verbunden ist, durch die bakterielle Zersetzung des zunächst geruchlosen bzw. geruchsschwachen Schweißes durch die Bakterienflora der Haut verursacht wird. Zur Beseitigung dieses Übelstandes verwendet man in der Kosmetik Produkte, die entweder die Abgabe von Körperschweiß an die Hautoberfläche vermindern (Antitranspirantien) oder solche, die den Teil der bakteriellen Hautflora angreifen und abtöten, der die Zersetzung des Schweißes bewirkt (Deodorantien). Als desodorierend wirkende Mittel wurden neben Roli-on-Stiften, desodorierenden Stiften und Sprays auch bereits Stückseifen vorgeschlagen, die bedingt durch bestimmte Zusatzstoffe beim Waschvorgang auf der Haut desodorierende Wirkungen entfalten.
Zwar besitzen Seifenlösungen als solche bereits antibakterielle Eigenschaften, die jedoch zur Erzielung des erwünschten Effekts einer wirkungsvollen Deodorierung der Hautoberfläche nicht ausreichen. Es ist daher für Deodorantien in Form von Stückseifen erforderlich, diese mit antibakteriellen Zusätzen zu versehen, um beim Waschvorgang die gewünschte Wirkung auf der Haut zu erreichen. Als Substanzen, die zur Einarbeitung in Seifen geeignet sind, auf die bakterielle Hautflora einwirken und so auf der Haut einen Desinfektions- und Desodorierungseffekt herbeizuführen
vermögen, sind uä halogenierte PhenoJe, wie 2,2'-Dihydroxy-3,5,6,3',5',6lhexachlordiphenylmethan (Hexachlorophen), oder 3-Trifluormethyl-4,^'-dichlor-Ν,Ν'-diphenyiharnstoff (Irgasan CF3) vorgeschlagen worden. Diese werden gewöhnlich in Mengen von etwa 1 bis 2 Gew.-% in Seifen eingesetzt. Abgesehen davon, daß bezüglich der Verwendung von Hexachlorophen neuerdings gesundheitliche Bedenken bestehen, besitzen beide Substanzen nicht die für den Einsatz in Stückseifen notwendige hohe Lichtechtheit.
Es wurde daher versucht, die genannten Wirkstoffe durch einen anderen, nämlich 3,4,4'-Trichlorcarbanilid (TCC) zu ersetzen, dessen bakteriostatische, bakterizide und fungizide Eigenschaften bekannt waren. Beim Einarbeiten dieses Wirkstoffes in Grundseifen-Zusammensetzungen wurde jedoch festgestellt, daß damit hergestellte Stückseifen wegen des eingesetzten schwerlöslichen TCC-Pulvers häufig eine sandige Beschaffenheit aufweisen.
Aufgabe der Erfindung war die Entwicklung eines Seifenstücks mit desodorierender Wirkung auf der Haut nach dem Waschvorgang mit einem Gehalt an 3,4,4'-Trichlorcarbanilid (TCC), das die Eigenschaft der "Sandigkeit" und die damit verbundenen Nachteile nicht mehr aufweist.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung bestand darin, ein Seifenstück mit einem solchen Gehalt an 3,4,4'-Trichlorcarbanilid zu schaffen und bereitzustellen, der ausreicht, um ein gutes Aufziehen auf die Haut zu bewirken und einen langandauernden Desinfektions- und Desodorierungseffekt auf der Haut herbeizuführen, ohne daß es bei längerer Anwendung zu Reizwirkungen oder zu einer unerwünschten Veränderung der Hautflora kommt.
Es wurde überraschenderweise gefunden und darin liegt die Lösung der Aufgabe gemäß der Erfindung, daß dieses Ziel erreicht werden kann mit einem Seifenstück, das neben einer geringen Menge an 3,4,^'-Trichlorcarbanilid (TCC), einen Alkylphenolpolyglykoläther als Solubilisierungsmittel und eine geringe Menge an Wollwachsalkoholen enthält.
-s-
Gegenstand der Erfindung ist somit ein desodorierend wirkendes Seifenstück mit einem Gehalt an 3,4,4'-Trichlorcarbanilid (TCC) sowie an üblichen Zusatzstoffen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß es, jeweils bezogen auf 100 Gewichtsteile Grundseife,
a) 0,1 bis 1 Gewichtsteile, vorzugsweise 0,2 bis 0,5 Gewichtsteile, 3,^,^-Trichlorcarbanilid (TCC),
b) 1 bis 4 Gewichtsteile eines Alkylphenolpolyglykoläthers der allgemeinen Formel
worin R einen Alkylrest mit 6 bis 12 Kohlenstoffatomen bedeutet und η für eine der Zahlen 10 bis 16 ( = Anzahl der angelagerten Äthylenoxid-Moleküle) steht, und
c) 0,05 bis 1 Gewichtsteile Wollwachsalkohole enthält.
Es konnte vom Fachmann nicht vorhergesehen werden und war daher überraschend, daß durch Verwendung eines Alkylphenoipolyglykoläthers als Solubilisierungsmittel für den wasserunlöslichen Wirkstoff TCC einerseits jede Neigung einer damit hergestellten Stückseife zum "Sandigwerden" behoben werden kann, andererseits ein Mengenanteü von 0,13 bzw. 0,26 Gew.-% an 3,4,4'-Trichlorcarbanilid in Gegenwart der angegebenen Menge eines Alkylphenolpolyglykoläthers (1 bis 4 Gew.-20 in einer diese Komponenten enthaltenden Stückseife ausreicht, um nach dem Waschen auf der Haut einen Grad der Keimfreiheit an den die Zersetzung des Schweißes bewirkenden Hautbakterien und damit einen Desodorierungseffekt zu erzielen, der
ansonsten nur bei einem wesentlich höheren Gehalt an 3,4,4'-Trichlorcarbaniiid in derartigen Stückseifen erzielt werden kann (synergistischer Efiekt). Dies könnte anhand von Vergleichsversuchen, die von einem neutralen Institut in England durchgeführt wurden, bestätigt werden.
Hierdurch bedingt kann zur Erzielung des gewünschten Desodorierungseffekts auf der Haut der TCC-Gehait in der Seife um mehr als 50 %(bis zu etwa 75 % vermindert) werden.
Die energiedispersive Röntgenanalyse des Gehaltes an Cl-Ionen zeigt bei 1,3 Gew.-% TCC-Pulver enthaltenden Seifenstücken starke Inhomogenität der Seifenoberfläche (Schnitt) im Gegensatz zu Seifenstücken, die 0,26 Gew.-%, solubilisiertes TCC enthalten.
Gleichzeitig wurde gefunden, was anhand von Vergleichsversuchen an Probanden nachgewiesen werden konnte, daß durch Einarbeitung von zusätzlich einer geringen Menge an Wollwachsalkoholen (Komponente c)) neben dem Wirkstoff (TCC) und dem Alkylphenolpolyglykoläther in die Seife sowohl die auf die Haut übertragene Menge an TCC signifikant vergrößert werden kann (verbesserte Bioverfügbarkeit des Wirkstoffs auf der Haut), als auch die durch den Alkylphenolpolyglykoläther bedingte starke Entfettung der Haut behoben bzw. vermieden wird.
In der DE-OS 1 903 379 werden wässrige Zusammensetzungen zur Verwendung als Haar- und Kopf waschmittel, Hautreiniger und für ähnliche Zwecke beschrieben, die neben einem Detergent und einer geringen Menge Lanolinöl etwa 0,3 bis 1,5 Gew.-% eines wasserunlöslichen Bakteriostatikums, das vorzugsweise 3,4,4'-Trichlorcarbanilid (TCC) sein soll, sowie eine nicht ionische polyäthoxylierte organische Verbindung enthalten, die aus polyäthoxyliertem Lanolinalkohol, polyäthoxyliertem Sorbitanmonooleat oder polyäthoxyliertem Nonylphenol bestehen kann. Diese nicht-ionische polyäthoxylierte organische Verbindung soll als Solubilisierungsmittel dazu dienen, das als Bakteriostatikum verwendete Mittel sowie das Lanolinöl
♦ « t> * α-
in der wässrigen Lösung des Detergents löslich zu machen.
Bezüglich der genannten Solubilisierungsmittel wird in der DE-OS 1 903 379 lediglich festgestellt, daß diese die antibakterielle Aktivität des Bakteriostatikums (TCC) praktisch nicht beeinflussen; von einer Verwendbarkeit auch in Stückseifen, von einer Verbesserung der Bio-Verfügbarkeit des Wirkstoffs auf der Haut bei ihrer Mitverwendung oder gar von dem erfindungsgemäß aufgefundenen Kombinationseffekt bei der Einarbeitung einer Kombination aus TCC, Alkylphenolpolyglykoläther und WoIlwachsalkolholen in Seifen in einem bestimmten, festgelegten Mengenverhältnis ist dagegen an keiner Stelle dieser vorveröffentlichten Druckschrift die Rede. Hinzu kommt, daß es sich bei "Lanolinöl" um eine durch fraktionierte Kristallisation aus Wollfett erhältliche, flüssige Wollfettfraktion handelt, bei den erfindungsgemäß als Komponente c) eingesetzten Wollwachsalkoholen dagegen um die bei der Verseifung des Wollfetts (Wollwachses) mit alkoholischer Kalilauge erhältliche unverseifbare Alkoholfraktion des Wollfettes (Wollwachses) von fester, wachsartiger Konsistenz.
Der Ausdruck: "Grundseife" bezieht sich auf die fertige, nach dem Siedeverfahren im Kessel aus einem Fettansatz von etwa SO bis 85 % Talg und 15 bis 20 % Kokosöl durch Verseifen mit Natronlauge hergestellte, zumeist in Nudel- oder Granulatform übergeführte Seife mit einem Wassergehalt von etwa 11 bis Ik %, die in dieser Form ein Einarbeiten der Zusatzstoffe durch Versträngen und Verpressen unter Einwirkung hoher Scherkräfte mittels geeigneter Vorrichtungen ermöglicht, ohne daß die Masse zu klebrig oder umgekehrt zu brüchig wird. Anschließend nach erfolgter homogener Verteilung der Zusatzstoffe in der Seifenmasse - kann dann das Gemisch wie üblich piliert und zu Seifenstücken verformt werden.
Von den Alkylphenolpolyglykoläthern der oben genannten allgemeinen Formel, die erfindungsgemäß als Komponente b) eingesetzt werden, werden die Nonylphenolpolyglykoiäther mit 14 bis 16 angelagerten Äthylenoxid-Einheiten pro Mol Nonylphenol bevorzugt.
Zweckmäßig werden die Komponenten a) und b) in Form eines Gemisches aus den beiden Komponenten im Mengenverhältnis von 1 : 5 bis 1 : 10 der Grundseife zugesetzt. Ein derartiges Gemisch ist durch einfaches portionsweises Eintragen von TCC unter beständigem Rühren in den erwärmten Alkylphenolpolyglykoläther leicht herzustellen. Vorzugsweise wird das erhaltene Gemisch aus den beiden Komponenten a) und b) oberhalb von 25°C aufbewahrt, um bedingt durch den bei dieser Temperatur vorliegenden flüssigen oder pastösen Zustand ein leichteres Einarbeiten in die Grundseife zu ermöglichen.
Wollwachsalkohole (Komponente c)) sind die unverseifbaren Alkoholanteile (Alkoholfraktion) des Wollwachses (Wollfettes), die durch Spaltung des Wollwachses (Verseifung mit alkoholischer Kalilauge und anschließende Extraktion mit organischen Lösungsmitteln) erhalten werden. Sie stellen eine hellgelbe bis gelbbraune, ziemlich harte, wachsartige, in der Wärme plastische Masse vom Schmelzpunkt 54 bis 6O0C dar, die insbesondere als Emulgator zur Herstellung von W/O-Emulsionen eine große technische Bedeutung besitzt.
Da Seifen von Natur aus O/W-Emulgator-Eigenschaften aufweisen, war der synergistische Effekt, die Bioverfügbarkeit des TCC durch Zusatz der W/O-Emulgatoren Wollwachsalkohole drastisch zu erhöhen, völlig unerwartet, zumal der O/W-Emulgator Seife im großen Überschuß vorliegt.
Zur Herstellung der Seifenstücke können der Grundseife übliche Zusatzstoffe in den hierbei gebräuchlichen Mengen, jeweils bezogen auf 100 Gewichtsteile Grundseife, zugesetzt werden, wie Überfettungsmittel (1 bis 3 Gew.-%), Stabilisatoren (Antioxidantien, Komplexiermittel) (0,05 bis 0,5 Gew.-%), Parfüm (0,5 bis 3 Gew.-%) und gegebenenfalls Farbstoffe (0,05 bis 0,3 Gew.-%) sowie Hautschutzmittel wie Sorbit, Glycerin oder dergleichen (1 bis 5 Gew.-%).
Der Einsatz von Überfettungsmitteln in Toiletseifen dient dazu, die Entfettung der menschlichen Haut zu mildern (Rückfettung) und den Seifenstücken eine größere Geschmeidigkeit zu verleihen. Damit die Farbe der Grundseife nicht nachteilig beeinflußt wird, sollen Überfettungsmittel möglichst hellfarbig oder farblos sein; ihre Konsistenz soll so beschaffen sein, daß eine leichte und gleichmäßige Einarbeitung in die Grundseifenmässe im Knetwerk ermöglicht wird. Zur Vermeidung unerwünschter Einwirkungen auf die Parfümierung sollen Überfettungsmittel für Seifen weiterhin geruchlos, zumindest aber geruchsschwach sein, die Schaumkraft der Seife nicht nachteilig beeinflussen, vielmehr auf den Schaum stabilisierend einwirken und diesem eine dichte und sahnige Struktur vermitteln. Außerdem sollen sie durch Alkali, Licht und oxydative Umsetzungen nicht verändert werden. Überfettungsmittel, die gemäß der Erfindung verwendet werden können, sind insbesondere schwer verseifbare Wachsester, wie Lanolin (hellfarbenes gereinigtes Wollfett) oder neutrale Mineralöiprodukte, wie Vaseline und Paraffinöl. Daneben können als Überfettungsmittel auch als solche oder im Gemisch mit den vorgenannten Substanzen Fettsäuren. Fettsäureester von Polyalkoholen, acetyliertes Lanolin, äthoxyüerte Lanolin-Derivate, Fettalkohole, Lezithin sowie synthetisch oder halbsynthetisch hergestellte säure- und alkalibeständige flüssige Wachse und wachsartige Verbindungen, wie Ölsäureoleylester, Decyloleat oder 2-Octyldodecanol eingesetzt werden. Es handelt sich hierbei um Stoffe, die O/W-Emulgations-Systeme nicht stören.
Als Antioxidationsmittel können Verbindungen, wie beispielsweise 2,6-Di-tert-butyl-4-methylphenol, und als Komplexiermittel (Chelatbildner), die die Aufgabe haben, mit mehrwertigen Metallionen wasserlösliche Komplexe, sog. Chelate, zu bilden und die bedingt durch diese Fähigkeit die Beständigkeit der Seifen gegen farbliche und geruchliche Veränderungen erhöhen, Substanzen, wie das Tetranatriumsalz der Äthyiendiamintetraessigsäure (EDTA) eingesetzt werden.
» Λ * β # β
Zur Parfümierung der Seifenstücke sind solche Substanzen geeignet, die möglichst stabil, beständig gegen Alkali sind und die Haut nicht reizen. Als Farbstoffe werden - falls erforderlich - vorzugsweise Pigmentfarben eingesetzt (wasserlösliche Farbstoffe sind weniger geeignet, da diese häufig instabil werden und zumeist nicht lichtecht sind).
Die Erfindung wird anschließend anhand eines Beispiels näher erläutert:
Beispiel
100 kg in Nudelform vorliegende Grundseife (hergestellt nach dem Siedeverfahren im Kessel aus einem Fettansatz von SO Gew.-% Talg und 20 Gew.-% Kokosöl durch Verseifen mit Natronlauge ) mit einem Wassergehalt von 11 bis H %, die 0,35 % Kochsalz und 0,04 % freie Alkalität (bestimmt als NaOH) enthielt, wurden in einen Mischer mit Rührwerk gegeben und unter intensivem Rühren nacheinander und jeweils portionsweise mit 3,5 kg eines Gemisches aus 0,5 kg 3,4,4'-Trichlorcarbanilid (TCC) und 3,0 kg eines Nonylphenolpolyglykoläthers mit einem mittleren Äthoxylierungsgrad von 15, 1,652 kg Farbstoff paste und 1,3 kg Parfüm versetzt. Die Farbstoffpaste bestand aus einem Gemisch (Anreibung) aus:
0,60 kg Paraffinöl
0,30 kg Vaseline
0,60 kg Wollwachsalkohole
0,04 kg Bienenwachsersatz (der Zusammensetzung des natürlichen Bienenwachses angeglichenes Produkt vom Smp. 62-68° C).
0,05 kg 2,6-Di-tert.-butyl-4-methylphenol ("Ionol") 0,012 kg Farbstoff
0,05 kg Titandioxid
Nach erfolgtem guten Durchrühren wurde das weitgehend homogenisierte Gemisch unter Verwendung einer Vakuum-Doppelstrangpresse aufeinanderfolgend dreimal verstrangt und unter Verwendung einer Sieblochscheibe,
-Jl-
vor der Messer routieren (Messerkreuz), jeweils in Nudeiform überführt. Anschließend wurde die mit den Zusätzen versehene homogene Seifenmasse piliert, mittels einer beheizten Mundiochscheibe zu einem Strang ausgezogen, der zu sogenannten Rohlingen zerschnitten wurde, die alsdann nach Passieren ■5 einer Kühlschleuse zu Seifenstücken verpreßt wurden.
Die so herausgestellten Seifenstücke zeigten nach dem Waschen auf der Haut einen ausgezeichneten langanhaltenden desodorierenden Effekt, der besser war als der Effekt, der durch eine Placebo-Seife (ohne TCC) und genau so groß war wie der Effekt der durch eine 1,3 %ige TCC-Seife erzielt wurde.
Versuchsbericht:
Gegenstand der Untersuchung war die Beeinflussung der Übertragungsrate von 3,4,4'-Trichlorcarbanilid (TCC)-solubilisiert mit einem Nonylphenoipolyglykolather mit einem mittleren Äthoxylierungsgrad von 14,8 - auf menschliche Haut durch die Einarbeitung einer geringen Menge an Wollwachsalkoholen in Seifenstücken.
Geprüft wurden Stückseifen, die neben 0,26 % TCC, 1,74 % des Nonylphenolpolyglykoläthers und 0,6 % Wollwachsalkohole enthielten (4720) im Vergleich zu solchen Seifenstücken, die den gleichen Gehalt an TCC und Solubilisierungsmittei aufwiesen, jedoch ohne Zusatz von Wollwachsalkoholen gefertigt worden waren (4710), auf ihre Wirksamkeit, TCC auf die Haut zu übertragen.
Dabei wurden die Waschzeiten variiert: 9 Probanden (7 weiblich, 2 männlich) wuschen sich 2 Minuten lang den linken bzw. rechten Unterarm, 7 Probandinnen 40 Sekunden und weitere 7 10 Sekunden. Zusätzlich wurde bei einem Probanden Seifenverbrauch, Nutzungsgrad des vorhandenen TCC und der zeitliche Verlauf dieses Nutzungsgrades überprüft.
Ergebnis: Nach 2 Minuten Waschzeit konnte in allen Fällen bei der Wollwachsalkohole enthaltenden Seife (4720) eine signifikant höhere übertragene Menge an TCC ermittelt werden. Der bei Anwendung des paarweisen t-Tests gefundene t-Wert lag bei 2.426, der geforderte Wert (S = 95 %) bei 2.366.
Der zeitliche Verlauf der Übertragungsreaktion ist aus dem Diagramm ersichtlich. Dieses zeigt die Nutzung der in der abgewaschenen Seife vorhandenen TCC-Menge. Der Seifenverbrauch nach 30 Sekunden Waschzeit-Waschen eines Unterarms - betrug 1,58 g, nach 120 Sekunden = 2 Minuten
2 : 6,175 g. Die gewaschene Fläche wurde auf 1030 cm abgeschätzt. Die gefundenen Mengen betrugen: 0,9 Mg/cm bzw. 0,93 mg/Arm nach 30 Sekunden
2
und 1,0 pg/cm bzw. 1,03 mg/Arm nach 120 Sekunden. Dem entspricht eine verbrauchte TCC-Menge von 4,1 mg bzw. 16,1 mg und ein Nutzungsgrad von ca. 23 % (30 Sekunden) bzw. 6,4 % / 120 see Wie aus dem Diagramm weiterhin hervorgeht, wird innerhalb der ersten 30 Sekunden 90 % des nach 2 Minuten gefundenen TCCs übertragen.
Hieraus ergibt sich, daß die zusätzliche Einarbeitung von 0,6 % an Wollwachsalkoholen in die Seife gegenüber einer solchen ohne diesen Zusatz zu einer signifikant größeren Menge an auf die Haut übertragenem TCC führt. Dieses Ergebnis war überraschend und konnte vom Fachmann nicht vorausgesehen werden.
In einem weiteren Versuch wurde festgestellt, daß die TCC-Übertragungsrate beim Waschvorgang (wie oben beschrieben) mit einer Deo-Seife gemäß der Erfindung, die nur 0,26 % TCC enthielt, genauso gut ist wie diejenige Übertragungsrate, die mit einer 1,3 % TCC enthaltenden Seife, in der das TCC nicht durch Wollwachsalkohole und Solubilisation erhöht bioverfügbar gemacht wurde.
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Claims (2)

Patentansprüche
1. Desodorierend wirkendes Seifenstück mit einem Gehalt an 3,4,4'-Trichlorcarbanilid (TCC) sowie an üblichen Zusatzstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß es, jeweils bezogen auf 100 Gewichtsteile Grundseife,
a) 0,1 bis 1 Gewichtsteile, vorzugsweise 0,2 bis 0,5 Gewichtsteile, 3,4,4'-Trichlorcarbanilid (TCC),
b) 1 bis 4 Gewichtsteile eines Alkyiphenolpolyglykoiäthers der allgemeinen Formel
worin R einen Alkylrest mit 6 bis 12 Kohlenstoffatomen bedeutet und η für eine der Zahlen 10 bis 16 steht, und
c) 0,05 bis 1 Gewichtsteile Wollwachsalkohole enthält.
2. Seifenstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es die Komponenten a) und b) in Form eines Gemisches aus den beiden Komponenten im Mengenverhältnis von 1 : 5 bis 1 : 10 enthält.
DE3137017A 1981-09-17 1981-09-17 Desodorierend wirkendes Seifenstück Expired DE3137017C2 (de)

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