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DE3136089C2 - Oberflächenmodifizierte Tonerdehydrat-Masse und ihre Verwendung als Füllstoff für thermoplastische Harzmassen aus Polyäthylen, Polypropylen, Polyvinylchlorid sowie Gemischen und Copolymerisaten derselben - Google Patents

Oberflächenmodifizierte Tonerdehydrat-Masse und ihre Verwendung als Füllstoff für thermoplastische Harzmassen aus Polyäthylen, Polypropylen, Polyvinylchlorid sowie Gemischen und Copolymerisaten derselben

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DE3136089C2
DE3136089C2 DE3136089A DE3136089A DE3136089C2 DE 3136089 C2 DE3136089 C2 DE 3136089C2 DE 3136089 A DE3136089 A DE 3136089A DE 3136089 A DE3136089 A DE 3136089A DE 3136089 C2 DE3136089 C2 DE 3136089C2
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DE
Germany
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alumina hydrate
weight
polypropylene
polyethylene
parts
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DE3136089A
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Patrich Vincent Murrysville Pa. Bonsignore
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Alcoa Corp
Original Assignee
Aluminum Company of America
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Publication date
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K9/00Use of pretreated ingredients
    • C08K9/04Ingredients treated with organic substances

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  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

Abstract

Eine oberflächenmodifizierte Tonerde-hydrat-Masse aus pulverisierten Tonerde-hydrat-Teilchen mit einer mittleren Teilchengröße kleiner als 15 μm, die mit 0,2 bis 5 Gew.-% des Tonerde-hydrats eines Gemisches von C ↓1 ↓0-C ↓2 ↓0-Carbonsäuren mit einem Titer unter 30 ° C und einem Jodwert von 15 oder niedriger überzogen sind, werden als geeignete Füllstoffe für thermoplastische Harze aus der Gruppe: Polyäthylen, Polypropylen, Polyvinylchlorid, deren Gemische und Copolymerisate, vorgeschlagen. In Mengen bis zu 190 Gewichtsteilen je 100 Gewichtsteile des thermoplastischen Harzes inkorporiert, zeigen derartige Kompositmassen verbesserte physikalische Eigenschaften, insbesondere eine verbesserte Schlagzähigkeit, Zugfestigkeit und Dehnung, ein verbessertes Aussehen und verbesserte Flexibilität, verglichen mit ansonsten gleichen Harzkompositmassen, die nur ein nichtmodifiziertes Tonerde-hydrat verwenden. Neben den modifizierten Tonerde-hydrat-Massen und den sie enthaltenden Kompositmassen wird ein Verfahren zur Dispergierung von Tonerde-hydrat-Pulver in thermoplastischen Harzen vorgeschlagen.

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein oberflächenmodifiziertes Tonerdehydrat, das als verträglicher Füllstoff für thermoplastische Harze verwendet wird.
Anorganische Materialien wie Tonerdehydrat, Talkum und Calciumcarbonat werden häufig als Füllstoffe in thermoplastischen Harzen, einschließlich Polypropylen, Polyäthylen und Polyvinylchlorid (starr und flexibel) verwendet. Die Füllstoffe führen zu einer erhöhten mechanischen Festigkeit. Steifigkeit und im Falle von Ton- ^rdehydrat zu einer erhöhten Flammwidrigkeit und verminderten Raucherzeugung. Mit Füllstoff versehene thermoplastische Harze finden als Formgußkomponenten in Automobilen, Geräte- und Maschinengehäusen und als cxtrudierte Komponenten in Platten- und Rohrform, z. B. bei der Ummantelung von Draht und Kabel, weitverbreitete Anwendung.
Wenn Tonerdehydrat zu thermoplastischen Harzen in Mengen gegeben wird, die man zur Erreichung eines vernünftigen Grades an Flammwidrigkeit benötigt (d. s. etwa 35 bis 65 Gew.-%). können die Hydrate die physikalischen Eigenschaften negativ beeinflussen, selbst wenn man sie gleichförmig dispergiert. Beim Inkorporieren in Polypropylen setzen sie beispielsweise die Flexibilität und Schlagzähigkeit herab. Noch stärker werden die physikalischen Eigenschaften durch die erschwerte gleichmäßige Dispergierung von Tonerdehydrat in den Harzen beeinträchtigt. Grobe Heterogenitäten, die durch nichtdispergierte Agglomerate verursacht werden, können physikalische Eigenschaften, insbesondere die Schlagzähigkeit und äußere Qualitäten, wie den Glanz und die Oberflächenglätte, stark beeinträchtigen. Deshalb galt bisher die Verwendung von Tonerdehydrat, das ansonsten ein ausgezeichneter und
to billiger flammwidrigmachender Füllstoff ist, für die meisten Anwendungen, wo die Beibehaltung der physikalischen Eigenschaften erforderlich ist, als unzweckmäßig. Aus der DE-OS 22 62 126 sind modifizierte thermoplastische Massen bekannt, die neben einem thermoplastischen Kunststoff ein anorganisches Füllstoffmaterial enthalten, das mit mindestens einer ungesättigten aliphatischen oder aromatischen Carbonsäure mit 3-11 Kohlenstoffatomen, wie Acrylsäure, in einem Anteil von 0,05 — 20% modifiziert worden ist. Ähnliere füllstoffhaltige thermoplastische Massen werden auch in der DE-OS 23 30 022 beschrieben, die 30-95 Gew.-% eines thermoplastischen Materials und 5 — 70% einer Mischung aus Polyolefin (15-60%) und eines mit einer solchen ungesättigten Carbonsäure mit 3—11 Kohlen-Stoffatomen modifizierten Füllstoffs (40-85%) enthalten. Die ungesättigten Carbonsäuren besitzen Jodwerte von 50 oder höher und dienen bei den bekannten Massen aufgrund ihrer Reaktivität und Polymerisierbarkeit zur Teilchenagglomerierung. Zweckmäßigerweise werden deshalb auch freie Radikale erzeugende Initiatoren zugesetzt, damit es beim Mischen der Komposite bei Temperaturen von 120 —300° C zu einer Umsetzung zwischen den so modifizierten Füllstoffen und den thermoplastischen Materialien kommt. Durch solche Um-Setzungen bleiben die physikalischen Eigenschaften der thermoplastischen Materialien nicht unverändert. Neben der Polymerisierbarkeit der ungesättigten C 3 — C 11-Säuren stört bei den bekannten Massen auch die teilweise Flüchtigkeit der Carbonsäuren. Aluminiumoxide, die mit solchen ungesättigten Carbonsäuren behandelt worden sind, besitzen auch keine besonders große Langzcitalterungsstabilität.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, modifizierte Tonerdehydrat-Massen, insbesondere zur Verwendung als Füllstoffe in thermoplastischen Massen, zur Verfügung zu stellen, die in den thermoplastischen Massen gut dispergiert werden können und als Füllstoffzusätze diesen Massen erwünschte Flammwidrigkeitseigcnschaften geben, ohne daß ihre Inkorporierung zu einer Beeinträchtigung der physikalischen Eigenschaften wie Flexibilität, Schlagzähigkeit und der Oberflächeneigenschaften wie Glanz und Glätte führt. Die Oberflächenmodifizierung sollte dabei auf nichtreaktive und nichtfiiichtige Modifizierungsmaterialien zurückgreifen.
Diese Aufgabe wird durch die in Anspruch I angegebene oberflächenmodifizierte Tonerdehydrat-Masse gelöst, die mit thermoplastischen Harzen verträglich ist und sich dadurch auszeichnet, daß sie pulverisiertes Tonerdehydrat mit einer mittleren Teilchengröße kleiner als etwa 15 μιη und etwa 0,2 bis 5% - bezogen auf dasTonerdehydrätgewieht - eines flüssigen Gemisches aus Qo-Cro-Carbonsäuren mit einem Titer unter etwa 300C und einem Jodwert von etwa 15 oder niedriger aufweist.
Bevorzugte Ausgestaltungen dieser oberflächenmodifizierten Tonerde-Masse sind Gegenstand der Unteransprüche 2 bis 7. Die Verwendung dieser oberflä-
chenmodifizierten Tonerdehydrate als Füllstoff für thermoplastische Harzmassen aus Polyäthylen, Polypropylen, Polyvinylchlorid oder Gemischen oder Copolymerisaten derselben gemäß Anspruch 8 ist ein weiterer Erfindungsgegenstand.
Durch Verwendung der oberflächenmodifizierten Tonerdehydrat-Masse werden erfindungsgemäß thermoplastische Harzkompositmassen zugänglich, die 100 Gewichtsteile eines thermoplastischen Harzes aus Polyäthylen, Polypropylen, Polyvinylchlorid oder Gemischen oder Copolymerisaten derselben und bis zu 190 Gewichtsteile der Hydrat-Masse gemäß der Erfindung enthalten.
Beim Dispergieren von pulverisiertem Tonerdehydrat mit einer mittleren Teilchengröße kleiner als 15 μΐη in einem thermoplastischen Harz werden erfindungsgemäß zunächst die Oberflächeneigenschaften durch Mischen des Hydrats mit 0,2 bis 5 Gew.-°/o eines Gemisches von C,o-C2o-Carbonsäuren mit einem Titer unter 300C und einem Jodwert von 15 oder niedriger modifiziert und bis zu 65% dieser Hydratmasse, bezogen auf das Gesamtgewicht aus Hydratmasse und Harz, mit dem thermoplastischen Harz gemischt.
Der Titer des Carbonsäuregemisches ist dessen Erstarrungstemperatur. Die Gemische der gesättigten Carbonsäuren haben einen Jodwert von etwa 15 oder niedriger und zweckmäßigerweise einen Jodwert von 12 oder niedriger. Ein besonders zweckmäßiges Fettsäuregemisch hat einen Jodwert von etwa 3 oder niedriger und ist im Handel unter der Bezeichnung »Isostearinsäure« erhältlich.
Erfindungsgemäß sind Gemische von gesättigten Cio-Cm-Carbonsäur· η geeignet und gesättigte Ci6-Caj-Säuren besonders günstig. Isostearinsäure stellt ein Gemisch von vorwiegend gesättigten Cie-Carbonsäuren dar. Der Titer des Säuregemische.s lieg» vorzugsweise unter etwa 20° C und am günstigsten bei etwa 8 bis 10°C.
Die erfindungsgemäße oberflächenmodifizierte Tonerdehydrat-N/Jasse enthält vorzugsweise etwa 0,2 bis 2% der Cio-CM-Carbonsäuren, insbesondere Isostearinsäure, bezogen auf das Gewicht des Hydrats. Eine besonders bevorzugte Tonerdehydrat-Masse, die auch in den Beispielen erläutert wird, enthält etwa 1% Isostearinsäure.
Das pulverisierte Tonerdehydrat weist eine mittlere Teilchengröße kleiner als etwa 15 μΐη. bevorzugt kleiner als etwa 5 μιη und insbesondere kleiner als etwa 2 μπ\ auf. Besonders günstig ist es, wenn im wesentlichen das gesamte Tonerdehydrat eine Teilchengröße kleiner als etwa 2 μηι hat, wobei eine nominale Teilchengröße von etwa 1 μιη gegeben ist. Das Tonerdehydrat enthält bevorzugt etwa 15 bis 35 Gew.-°/o Wasser, bestimmt durch 1 stündige Calzinierung bei 538° C.
Die bevorzugte oberflächenmodifizierte, mit Isostearinsäure überzogene Tonerdehydrat-Masse wird mit einem thermischen Harz gemischt, um gefüllte thermoplastische Harzkompositmassen zu bilden. Geeignete Harze sind Polyäthylen, Polypropylen, Polyvinylchlorid und Gemische und Copolymerisate derselben. Bis zu etwa 190 Gewichtsteile an thermoplastischem Harz weiden mit 100 Gewichtsteilen der überzogenen Hydratmasse abgemischt, um eine gefüllte thermoplastische Kompositmasse zu bilden. Solche gefüllten thermoplastischen Massen verfügen über verbesserte Flexibilität. Schlagzähigkeit und besseres Aussehen, verglichen mit gefüllten Harzmassen, in welchen nichtmodifiziertes Tonerdehydrat verwendet wird.
Der Begriff »Tonerdehydrat« bezieht sich hier auf AI2O3 · Af H2O, wobei χ von 1 bis 3 variiert; der Wassergehalt des Tonerdehydrats variiert vorzugsweise zwischen 15 und 35 Gew.-% des Tonerdehydrats, bestimmt durch 1 stündige Calzinierung bei 538° C. Das Tonerdehydrat kann aus zahlreichen Quellen bezogen werden, am üblichsten als das Produkt des Bayer-Verfahrens.
»Thermoplastisches Harz« bezieht sich auf polymere Massen, die mehrere Male erhitzt und erweicht werden können, ohne eine grundlegende Veränderung in ihren Eigenschaften zu erfahren.
Der Begriff »Isostearinsäure« wird hier so benutzt, daß er nicht nur wörtlich auf 16-Methylheptadecansäure beschränkt ist, sondern auch für Gemische aus gesättigten Cie-Fettsäuren der allgemeinen Formel C17H35COOH steht Es gibt relativ komplexe Gemische vor; Isomeren, die bei Raumtemperatur flüssig sind und hauptsächlich der Reihe der methylverzweigten Vertreter angehören, weiche gegenseitig löslich sind und voneinander eigentlich nicht getrennt werden können.
Wenngleich die meisten der verzweigtkettigen Carbonsäuren insgesamt auch 18 Kohlenstoffatome enthalten, müssen nicht notwendigerweise sämtliche Moleküle exakt djese Anzahl aufweisen. Die Keüenverzweigung wird hauptsächlich von Methyl gestellt, kann jedoch
auch etwas Äthyl enthalten. Die Verzweigung konzentriert sich typischerweise hauptsächlich zur Mitte der Kette hin, ist jedoch ziemlich statistisch. Methoden zur Herstellung von Isostearinsäuren werden in den US-PS 26 64 429 und 28 12 342 beschrieben. Eine geeignete handelsgängige Isostearinsäure hat folgende Eigenschaften:
Titer, 0C Minimum Maximum
35 Jodwert
Säurewert 10,0
Verseifungswert 3.0
40 Molekulargewicht ca. 284 191 201
197 294
Das erfindungsgemäße oberflächenr.iodifizierte Tonerdehydrat kann durch Homogenmischen oder Abmisehen mit mehr oder weniger konventionellen Mitteln eines kleintciligen Tonerdehydrats mit der geeigneten Menge an Isostearinsäure wirtschaftlich hergestellt werden, um hierdurch auf die kleintciligen Oberflächen einen Überzug aus Isostearinsäure aufzubringen. Die Isostearinsäure ist bei Raumtemperatur eine Flüssigkeit und kann so direkt auf das Tonerdehydrat aufgebracht werden. Doppelkonusmischer, rotierende Tellermischer und Bandschneckenmischer können ebenso angewendet wurden wie Mittel- und Hochleistungs-Pulvermisch-
vorrichtungen. Das Überziehen kann bei Raumtemperatur oder höheren Temperaturen erfolgen.
Beispiele
Ein im Handel erhältliches Tonerdehydrat, dessen Zusammensetzung in Tabelle I angegeben ist. wurde für sämtliche Vergleichstests in diesen Beispielen eingesetzt. Dieses Tonerdehydrat wurde - wenn angegeben — in einem PVC-Hochleistungspulvermischer 15 min mit 1% Isostearinsäure überzogen, wobei die Mischtemperatur bis auf 660C steigen durfte.
Tabelle I
Typische Zusammensetzung und Eigenschaften des handelsgängigen Tonerdehydrats
Al2O3, Gew.-% 64,7
SiO2,Gew.-% 0,04
Fe2O3, Gew.-°/o 0,01
Na2O (totai), Gew.-°/o 0,45
Na2O (löslich), Gew.-°/o 0,10
Feuch '.igkeit (1IC0 C), Gew.-% 0,3
Schüttdichte, lose, g/cm3 0,128-0,224
Schüttdichte, gepackt, g/cm^ 0,256 - 0,449
spezifisches Gewicht, g/cm3 2,40
spezifische wirksame 6 — 8 Oberfläche, m2/g
Teilchenverteilung, kumulativ, bestimmt mit Elektronenmikroskop auf Gewichtsbasis
10
15
weniger als 2 μΐη (%) 100
weniger als 1 μπι (%) 85
weniger als 0,5 μΐη (%) 28
Beispiel 1
Wirkung eines Isostearinsäureüberzugs
auf Tonerdehydrat auf die Schlagzähigkeit
von gefülltem Polypropylen
Das oben spezifizierte Tonerdehydrat wurde in Polypropylen einer Spezifikation mit hohem Schlagzähigkeitsgrad (Schmelzfluß 2,0 dg/min, ASTM D 1238-70) auf einem Labor-Zweiwalzenmahlwerk bei 199° C 7 min lang eingemischt Die bogenförmige Masse wurde entfernt, gekühlt, granuliert, dann unter Kompression bei 193°C zu 0,003 m starken Testplatten ausgeformt. Die Schlagzähigkeit wurde gemäß ASTM D-256-78, Methode A (Ausnahme: nicht gekerbt) bestimmt.
Tabelle II
Schlagzähigkeit von gefülltem Polypropylen
Testprobe Tonerdehydrat Tonerdehydrat Sauerstoffindex Schlagzähigkeit
(Teile je 100 Teile Überzug ASTM D 2863-77 Izod1) ohne
Polypropylen) Kerben Nm/m
C-5b) 45 kein Überzug 21 124,2
C-6") 45 1% Isosiearinsäure 21 178,2
C-2 100 kein Überzug 24 48,6
C-7 100 1% Isostearinsäure 23,5 97,2
') nach ASTM D 256-78. Methode A, Ausnahme: Ohne Kerben
b) enthält auch 6 Teile Verstärkungsmineralfaser je 100 Teile Polypropylenharz
Beispiel 2
Beeinflussung der physikalischen Eigenschaften von Polypropylen durch mit Isostearinsäure oberflächenmodifiziertes Tonerdehydrat
Die Methode des Beispiels 1 wurde angewendet. Der Polypropylen-Basiskunststoff war eine handelsgängige Spezifikation mit hoher Schlagzähigkeit.
Test Tonerde Tonerdehydrat Izod-Sch!agzähigkeitc) mit Sauer UL-94 Zugfestigkeit (N/mm2)f) bei Deh
probe hydrat3) Überzug ohne Kerbung stoff VNTC> an Streck Bruch nung
(Teile je Kerbung index'1) grenze
lOOTeile
Polypropyien) 23.22 18,62 4,3
H-I 50 kein Überzug 121,5 V,5 21.5 Versagen 19,53 13,88 15,7
G-2 50 1% Isostearinsäure 275.4 3.24 21,5 Versagen 18,13 11.22 1.0
1-4 15C kein Überzug 10.26 17.28 29,0 V-O 11,22 14,49 1,0
1-9 150 1% Isostearinsäure 56,70 26,5 V-O 14,49
J) oben spezifiziertes Tonerdehydrat
b) Isosiearinsäure aus dem Handel
c) Nm/m ASTM: D 256-78. Methode A ») ASTM 0=2863=77
') Underwriters Laboratories Vertical Burn Test f) ASTM,D638-77a
Man erkennt, daß sich bei dem gefüllten Polypropylen, das das mit Isostearinsäure oberflächenmodifizierte Tonerdehydrat enthält. Dehnung und Schlagzähigkeit erhöhen.
Beispiel 3
Eine Vergieichsbewcrtung wurde mit gefülltem Polyäthylen und Polypropylen bezüglich des Schmelzfluß-
Verlaufs in einem spiralförmigen Spritzgußformwerkzeug durchgeführt. Das verwendete Polypropylen war die in Beispiel 1 und 2 verwendete Spezifikation mit hoher Schlagzähigkeit und einem Schmelzfluß von 2,0 dg/g (ASTM D 1238-70), und das verwendete Polyäthylen (PE) hatte einen Schmelzindex von 18. Bei diesem Test lag die Formungstemperatur bei 193- 196'1C. wobei in sämtlichen Proben der gleiche Spritzdruck angewendet wurde.
Tabelle IV
Schmelzfluß des gefüllten Polyäthylens und Polypropylens im spiralförmigen Formwerkzeug
Probe KunMstoff- Tonerdehydrat Tonerilehydr.il Überzug I'ornifluß Polyäthylen und Polypropylen Sehr vereinfachend kann der Formgießbar- werden. 1 (Ml) 0 Schlagzähigkeit-Modi Aussehen
h;ir/ (Teile je 100 auf, wenn das Tonerdehydrat mit Isostearinsäure ober- 3 verbesserte Schmelzfluß für die bessere Oberflächeneigenschaften, wie fizierungsmittel
Teile Harz) flächenmodifi/iert war. keil und die besseren Glanz und Glätte, verantwortlich gemacht 0.61 Titandioxid- Pigment
N3B PE 67 kein äure 0,83 Gleitmittel (Calciumstearat spröde, rauhe Oberfläche
N2B PE 67 1% Isostearins 0,24 c Polyäthvlenwachs) glatt
NhR PF IV) äure 0.73
N5B PE 150 1% Isostearins 0,24 glatt, spröde
NlOA PP 67 kein äure 0.25 rauhe Oberfläche. Löcher
N9B PP 67 1% Isostearins 0,16 gute f-'üllung
NI3B PP 150 kein äure 0.24 rauhe, große Luftlöcher
Ν12Λ PP 150 1% Isostearins rauhe Oberfläche
Im allgemeinen trat ein Dcueutena oesserer ."icnmeiz- Komponente
fluß bei dem gefüllten Gewichisteile
b.O
3.0
und 3,0
Beispiel 4
Beeinflussung des Schmelzverarbeitungsverhaltens von
_» n\//— Hi J L -τ· i.i j... . . ι-, ι.
aiaiicn I tc-iviiIwcii uuilii I UIlCl UCIiyui UlC. UIC ΙΛΟ-stearinsäure-Oberflächenüberzügc aufweisen
Eine starre PVC-Vinylstandardmasse wurde gemäß folgender Formulierung hergestellt:
Komponente
Gewichtsteile
PVC-Harz
Wärmestabilisator
Verarbeitungshilfsmittel
100
■>
1.5
Dieses Gemisch wurde mit dem oben spezifizierten Tonerdehydrat zu 35 Teilen je 100 Teile Harz trocken und homogen gemischt. Das trockene Biend wurde dann hinsichtlich des Schmelzfusionsvcrhaltens in einem Torsionsrheometer bewertet. Die Fusionswerte wurden mit einem Rollkopf Nr. 6 (Brabender Plasticorder Torsionsrheometer) unter folgenden Bedingungen erhalten:
. Emfpindlichkeit 1:5x5
Dämpfung 6 s
Geschwindigkeit 50 Upm
Temperatur 228° C
Belastung 55 g
Die Ergebnisse sind in Tabelle V zusammengefaßt.
Tabelle Y
Schmelzfusionsverhalten von starren PVC-Massen, die Tonerdehydrate enthalten
Probe Zeit bis z. Torsions Tempera Zeit beim Torsions Zeit bis Torsions Zeit
Schmel- moment b. tur beim Ver moment zum moment b. bis
zen (min) Schmel Schmel schmelzen beim Stabili S:-bilisie- Abbau
zen zen (min) Ver- sieren rung (min)
(m-g) schmeizen (m-g) (m-g)
(m-g)
100 Teile PVC + 35 0.65 880 172° C 1,0 2525 64 1350 8.4
Teile Tonerdehydrat
100 Teile PVC + 35 0,6 600 171°C 1,0 2400 8,8 1350 10,8
Teile Tonerdehydrat
mit 1 %
Isostearinsäure

Claims (8)

Patentansprüche:
1. Oberflächenmodifizierte Tonerdehydrat-Masse, die mit thermoplastischen Harzen verträglich ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Masse pulverisiertes Tonerdehydrat mit einer mittleren Teilchengröße kleiner als etwa 15 μπι und etwa 0,2 bis 5%, bezogen auf das Gewicht des Tonerdehydrates, eines flüssigen Gemisches aus Cio—Cio-Carbonsäuren mit einem Titer unter etwa 300C und einem Jodwert von etwa 15 oder niedriger aufweist.
2. Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Säuregemisch lsostearinsäure enthält.
3. Masse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Titer des Säuregemisches unter etwa 200C und vorzugsweise bei etwa 8 bis 100C liegt.
4. Masse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie etwa 0,2 bis 2%, vorzugsweise 1%, an Cio—C2o-Carbonsäuren enthält.
5. Masse nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Tonerdehydrat eine mittlere Teilchengröße kleiner als etwa 5 μπι und vorzugsweise kleiner als etwa 2 μπι aufweist.
6. Masse nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß im wesentlichen das gesamte Tonerdehydrat eine Teilchengröße kleiner als etwa 2 μιη aufweist.
7. Masse nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Tonerdehydrat etwa 15 bis 35 Gew.-% Wasser enthält, bestimmt durch I stündige Calzinierung bei 538° C.
8. Verwendung des oberflächenmodifizierten Tonerdehydrats nach einem der Ansprüche 1 bis 7 als Füllstoff für thermoplastische Harzmassen aus Polyäthylen. Polypropylen, Polyvinylchlorid oder Gemischen oder Copolymerisaten derselben in einer Menge bis zu etwa 190Gew.-Teilen je 100Gew.-Tei-Ie des thermoplastischen Harzes.
DE3136089A 1980-09-12 1981-09-11 Oberflächenmodifizierte Tonerdehydrat-Masse und ihre Verwendung als Füllstoff für thermoplastische Harzmassen aus Polyäthylen, Polypropylen, Polyvinylchlorid sowie Gemischen und Copolymerisaten derselben Expired DE3136089C2 (de)

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