DE3131111C2 - Kreiselgerät zur Bestimmung der Nordrichtung - Google Patents
Kreiselgerät zur Bestimmung der NordrichtungInfo
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- DE3131111C2 DE3131111C2 DE19813131111 DE3131111A DE3131111C2 DE 3131111 C2 DE3131111 C2 DE 3131111C2 DE 19813131111 DE19813131111 DE 19813131111 DE 3131111 A DE3131111 A DE 3131111A DE 3131111 C2 DE3131111 C2 DE 3131111C2
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Abstract
Bei einem bandaufgehängten Meridiankreisel wird die Auslenkung α ↓A der Kreiseldrallachse gegenüber einer Gehäusereferenz durch einen Abgriff abgegriffen und das Abgriffsignal über einen hochverstärkenden Verstärker auf einen Drehmomenterzeuger gegeben. Dieser wirkt um die Hochachse auf den Meridiankreisel und fesselt diesen an die Gehäusereferenz. Es ist ein Kalman-Filter (52) vorgesehen, welches das System des gefesselten Meridiankreisels nachbildet. Auf das Kalman-Filter (52) wird als Filtereingangssignal die Differenz des auf den Drehmomenterzeuger aufgeschalteten Signals Mg und eines von dem Kalman-Filter (52) gelieferten Schätz wertes M g dieses Signals aufgeschaltet.
Description
wert Mg des auf den Drehmomenterzeuger (24) geschalteten Signals,
(m) Die in dem sechsten Summierpunkt (84) gebildete Summe wird durch Integrationsmittel (96) integriert, wodurch der besagte Schätzwert Mg des auf den Drehmomenterzeuger (24) geschalteten Signals (Mg) erhalten wird.
(m) Die in dem sechsten Summierpunkt (84) gebildete Summe wird durch Integrationsmittel (96) integriert, wodurch der besagte Schätzwert Mg des auf den Drehmomenterzeuger (24) geschalteten Signals (Mg) erhalten wird.
4. Kreiselgerät nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß
(n) in den zweiten Summierpunkt (58) zusätzlich das fiiit einem zcitHuiiangigen ι an.tor λ2ι rnuitiplizierte
zweite Filtereingangssigna' addiert wird,
(o) in dem vierten Summierpunkt (70) zusätzlich das mit einem zeitabhängigen Faktor Xn multiplizierte
zweite Filtereingangssignal addiert wird,
(p) durch die Integrationsmittel (80), die einen Schätzwert &0 des Winkels zwischen Gerätereferenz
O) und Nord liefern, zusätzlich das mit einem zeitabhängigen Faktor AT31 multiplizierte
zweite Filtereingangssignal integriert wird und
(q) im sechsten Summierpunkt (84) zusätzlich das mit einem zeitabhängigen Faktor K41 multiplizierte
zweite Filtereingangssignal addiert wird.
5. Kreiselgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
(r) zur Bildung des ersten Filtereingangssignals in einem achten Summierpunkt (106) ai". Summe
gebildet wird von
(r,) dem auf den Drehmomenterzeuger (24) tatsächlich aufgeschalteten Signal Mg,
(T2) mit negativem Vorzeichen, dem von dem
Kaiman-Filter (52) gelieferten Schätzwert Mg dieses auf den Drehmomenterzeuger
(24) aufgeschalteten Signals und
(r3) einem Signai, das die Varianz des Meß-Rauschprozesses
des auf den Drehmomenterzeuger (24) aufgeschalteten Signals darstellt, und
(s) zur Bildung des zweiten Filtereingangssignals in einem siebten Summierpunkt (108) die Summe gebildet wird von
(s) zur Bildung des zweiten Filtereingangssignals in einem siebten Summierpunkt (108) die Summe gebildet wird von
(51) dem von dem Abgriff(20) gelieferten, die
Abweichung des Meridiankreisels (12) von der Gehäusereferenz (y) darstellenden
Signal aA,
(52) mit negativem Vorzeichen, dem von dem
Kaiman-Filter (52) gelieferten Schätzwert aA dieses die Abweichung des
Meridiankreisels (12) von der Gehäusereferer;z (y) darstellenden Signals und
(53) einem Signal, das die Varianz des Meß-
und Rausc'uyrozesses der Abweichung des Meridiankreisels (12) von der GehäuDie
Erfindung betrifft ein Kreiselgerät zur Bestimmung der Nordrichtung enthaltend
(a) einen in einem Gehäuse pendelnd aufgehängten ίο Meridiankreisel,
(b) einen Abgriff, der auf die Auslenkung des Meridiankreisels
gegenüber einer Gehäusereferenz anspricht,
(c) einen Drehmomenterzeuger, der
(C1) um die Hochachse auf den Meridiankreisel
wirkt und
(C2) von dem Signal des Abgriffs im Sinne einer
Fesselung des Meridiankreiseis an die Gehäusereferenz beaufschlagt ist, und
(d) eine Signalauswerterschaltung, v'o
(d) eine Signalauswerterschaltung, v'o
(d 1) von dem auf der. Drehmomenterzeuger aufgeschalteten
Signal beaufschlagt ist,
(d2) ein Filter zur Unterdrückung von Störungen
(d2) ein Filter zur Unterdrückung von Störungen
enthält und
(d3) ein gefiltertes Signa! liefert, welches die
Abweichung der Gehäusereferenz von Nord darstellt.
Durch die DE-PS 19 41 808 ist ein Kreiselgerät zur
Bestimmung der Nordrichtung mit einem an einem Band in einem Gehäuse aufgehängten Meridiankreisel
bekannt, bei welchem ein Abgriff zur Erzeugung eines Signals nach Maßgabe der Azimut-Auslenkung des
Kreisels gegenüber einer durch die Bandnullage gege-
J5 benen Gehäusereferenz vorgesehen ist. Auf den Meridiankreisel wirkt ein Drehmomenterzeuger, der von
dem Signal des Abgriffs über einen hochverstärkenden Verstärker beaufschlagt ist. Dieser Drehmomenterzeuger
übt auf den Meridiankreisel ein Drehmoment um die Azimutachse aus, das dem Kreiselrichtmoment,
d. h. jem durch die Erddrehung hervorgerufenen, die Kreiseldrallachse nach Nord ausrichtenden Drehmoment
entgegenwirkt. Der Meridiankreisel schwingt dann nicht mit seiner Kreiseldrallachse in. die Nordrich-5
tung ein, was eine langwierige Prozedur wäre, da der an einem Band aufgehängte Meridiankreisel ein praktisch
ungedämpftes Schwingungssystem mit langer Schwingungsperiode darstellt. Vielmehr wird der Meridiankreisel
elektrisch an die Gehäusereferenz, d. h. die
><> Bandnullage, gefesselt. Das dazu auf den Meridiankreisel
auszuübende Drehmoment ist proportional dem Kreiselrichtmoment und damit bei kleinen Winkeln
zwischr'i Kreiseldrallachse und Nord proportional diesem
Winkel. Wenn man bei hinreichend hoher Verstärkung des von dem Abgriff gelieferten Signalb auch den
Winkel zwischen Kreiseldrallachse und Gehäusereferenz vernachlässigen kann, ist das Drehmoment des
Drehmomenterzeugers proportional dem Winkel zwischen Gehäusereferenz und Nord. Kann man voraussetzen,
daß der Drehmomenterzeuger linear arbeitet, so liefert das verstärkte Signal des Abgriffs, das auC den
Drehmomenterzeuger aufgeschaltet wird, tin Maß für diesen Winkel zwischen Gehäusereferenz und Nord.
Dieses Signal kann zur Anzeige der Nordrichtung (DE-AS 20 08 702) oder zu Navigationszwecken (DE-AS
25 45 025) benutzt werden.
Durch die elektrische Fesselung des Meridiankreisels wird die SchwinEunesoeriode des Svstems wesentlich
verkürzt. Es kann dann in einer verglichen mit vorbekannten, sich frei einstellenden bandaufgehängten
Meridiankreiseln kurzen Zeit die Nordabweichung, d. h. der Winkel zwischen Gerätereferenz und Nord
bestimmt werden. Trotzdem dauert es noch unerwünscht lange, bis sich tatsächlich ein stationärer Wert
für die Nordabweichung eingestellt hat. Auch wird die Messung durch äußere Störungen beeinträchtigt.
Um den Einfluß solcher äußerer Störungen zu eliminieren, ist es bekannt, das auf den Drehmomenterzeuger
aufgeschaltete, als Maß für die Nordabweichung dienende Signal auf einen Analog-Digital-Wandler zu
geben, der ein diesem Signal entsprechendes Digitalsignal liefert. Dieses Digitalsignal ist auf einen Rechner
aufgeschaltet, der zur rekursiven Mittelwertbildung aus den in vorgegebenen Zeitabständen abgetasteten Digitalsignalen
eingerichtet ist. Durch die Mittelwertbildung wird der Einfluß von Störungen unterdrückt.
Dadurch, daß die Mittelwertbildung rekursiv erfolgt, ist jedoch sichergestellt, daß ein Meßwert relativ schnell
zur Verfügung steht (DE-OS 25 45 026 und DE-OS 26 18 868 sowie US-PS 40 75 764). Wenn der Meßwert
auch zunächst unter Umständen mit einem Fehler behaftet ist, so wird er jedoch verbessert in dem Maße,
wie die Mittelwertbildung erfolgt. Dem Analog-Digital-Wandler ist üblicherweise noch ein Tiefpaßfilter vorgeschaltet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Kreiselgerät der eingangs definierten Art, die Zeit
innerhalb welcher ein Meßwert mit einer gewünschten Genauigkeit erhalten wird, weiterzu verkürzen und den
Einfluß von mechanischen Störungen auf die Messung zu unterdrücken.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß
(e) das Filter zur Unterdrückung von Störungen ein Kaiman-Filter ist,
(e,) welches das System des gefesselten Meridiankreisels
nachbildet,
(e2) auf welches als erstes Filtereingangssignal
die Differenz des auf den Drehmomenterzeuger aufgeschalteten Signals (Mg) und
eines von dem Kaiman-Filter gelieferten Schätzwert (Mg) dieses Signals aufgeschaltet
ist, und
(0 dieser Schätzwert (Mg) als schnell in einen wahren Wert einlaufendes, von Störungen weitgehend
freies Maß für die Abweichung einer Gerätereferenz von Nord ausgegeben wird.
Bei einem Kaiman-Filter wird das Meßgrößen liefernde System durch ein Modell nachgebildet. Ein sich
aus einem solchen Modell ergebender Schätzwert für eine der Meßgrößen wird mit dem tatsächlich in dem
System gemessenen Wert der Meßgröße verglichen und aus der Differenz ein Filtereingangssignal gebildet.
Diese Filiereingangssignale werden multipliziert mit geeigneten zeitabhängigen Funktionen auf Integrationsmittel
gegeben und verändern Parameter des Modells solange, bis die Filtereingangssignale verschwinden.
Dann entspricht das Modell der Realität, und an dem so erhaltenen Modell können Schätzwerte
für Meßgrößen des Systems, z. B. wie im vorliegenden
Fall für den Winkel Ct0 zwischen Gerätereferenz und
Nord gewonnen werden.
Es hat sich gezeigt, daß durch Anwendung eines solchen
Kaiman-Filters zur Bestimmung eines Schätzwertes Zt0 für den Winkel zwischen Gerätereferenz und
Nord bei einem Kreiselgerät der vorliegenden Art gegenüber dem geschilderten bekannten Gerät eine erhebliche
Verbesserung sowohl hinsichtlich der Einstellzeit als auch hinsichtlich der Unterdrückung von
mechanischen Störungen erzielt werden kann.
Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachstehend unter Bezugnahme auf die zugehörigen Zeichnungen näher erläutert:
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachstehend unter Bezugnahme auf die zugehörigen Zeichnungen näher erläutert:
Fig. 1 ist eine schematisch-perspektivische Darstellung
des mechanischen Aufbaus des Kreiselgeräts;
Fig. 2 zeigt als Blockdiagramm die Verknüpfung der verschiedenen Meßgrößen des Kreiselgeräts und des Kaiman-Filter für die Signalverarbeitung;
Fig. 2 zeigt als Blockdiagramm die Verknüpfung der verschiedenen Meßgrößen des Kreiselgeräts und des Kaiman-Filter für die Signalverarbeitung;
Fig. 3 veranschaulicht den Einstellvorgang bei einem
bekannten Kreiselgerät und bei einem Kreiselgerät mit einem Kaiman-Filter;
Fig. 4 veranschaulicht die Beeinflussung des Einstellvorgangs durch Störungen bei einem bekannten
Kreiselgerät und dem Kreiselgerät mit Kaiman-Filter. Das Kreiselgerät enthält ein Gehäuse 10, in welchem
ein Meridiankreisel 12 mit einem Mast 14 mittels eines Bandes 16 aufgehängt ist. Das Gehäuse 10 definiert ein
Koordinatensystem mit der vertikalen Achse ζ und den dazu uiiJ zueinander senkrechten Achsen .vundj·. Die
Achse y stellt dabei eine Gerätereferenz dar. Wenn der Meridiankreisel 12 mit seiner Kreiseldrallachse 18 in
jn der durch die y- und die z-Achse bestimmten Ebene
liegt, ist das Band 16 entspann!.. Diese Stellung wird
daher als Bandnullage bezeichnet. Die Auslenkung des Meridiankreisels 12 gegenüber der Gerätereferenz y
wird mittels eines hier als Potentiometer angedeuteten Abgriffs 20 erfaßt. Das Signal des Abgriffs ist über einen
hochverstärkenden Verstärker 22 auf einen Drehmomenterzeuger
24 geschaltet. Die Kreiseldrallachse ist mit 26 bezeichnet.
Es werden im folgenden die nachstehenden Bezeichnungen benutzt, die auch aus Fig. 1 ersichtlich sind:
Es werden im folgenden die nachstehenden Bezeichnungen benutzt, die auch aus Fig. 1 ersichtlich sind:
a = Azimutwinkel zwischen Kreiseldrallachse 26
und Nord,
a0 = Azimutwinkel zwischen Gehäusereferenz y
und Nord,
aA = Auslenkung der Kreiseldrallachse 26 gegenüber
der Gehäusereferenz,
β = Elevationswinkel der Kreiseldrallachse 26,
ca = Drehfederkonstante der Bandaufhängung,
m = Masse des von dem Meridiankreisel i2 gebildeten Kreiselpendels,
r = Länge des Kreiselpendels,
r = Länge des Kreiselpendels,
g = Erdbeschleunigung,
Ix = Trägheitsmoment des Kreiselpendels um die
x-Achse,
/. = Trägheitsmoment des Kreiselpendels um die
?-Achse,
H = Kreiseldrall,
a>r = Winkelgeschwindigkeit der Erddrehung,
ψ = geographische Breite,
ψ = geographische Breite,
Mg = das dem Drehmomenterzeuger 24 vom Verstärker
22 zugeführte Signal,
My = Hω, sin φ, Mn — Hfj>t cos e>,
V = Verstärkungsgrad des Verstärkers,
My = Hω, sin φ, Mn — Hfj>t cos e>,
V = Verstärkungsgrad des Verstärkers,
= γ a£ = Übertragungsfunktion des Ver-
1 + T\ s stärkers,
s - Variable der Laplace-Transformierten,
K,k (ι, k- 1, 2, 3, 4) = zeitabhängige Funktionen,
VSh - die Varianz des Meß-Rauschprozesses des
auf der. Drehmomenterzeuger aufgeschalteten Signals,
VaA = die Varianz des Meß-Rauschprozesses der
Abweichung der Kreiseldrallachse 26 von der Gehäusereferenz,
Ma -■= Störmoment um Hochachse Z,
Mß = Störmoment um ,v-Achse
Wy.W. = Leistungsschichten der Systerarauscheingänge.
Im oberen Teil von Fig. 2 ist das Kreiselgerät, das generell mit 28 bezeichnet ist, als Blockdiagramm dargestellt.
Die Momentengleichung für die Momente um die Hochachse ζ (Fig. 1) lautet
I1O = Μα-Ηω, cos φ sin α -Hß-[ VFR(s) + C„] aA.
Es ist also La gleich der Summe der um die Hochachse ζ wirkenden Momente, nämlich der Störmomente
Mn, des Kreiselrichtmoments infolge der Horizontalkomponente
der Erddrehung H <u, cos ρ sin α, des
Kreiselmoments infolge einer Drehgeschwindigkeit um die .v-Achse Hβ sowie des von dem Drehmomenterzeuger
24 und dem Band 16 auf den Meridiankreisel 12 ausgeübten Drehmoments. Dieses letztere Drehmoment
ist proportional dem Winkel aA, um den die Kreiseldrallachse
26 gegen die Gehäusereferenz ausgelenkt ist. Der Proportionalitätsfaktor enthält einmal den Verstärkungsgrad
des Verstärkers 22 (in den der Einfachheit halber der Faktor des Drehmomenterzeugers 24 mit
eingerechnet ist). Der Verstärkungsgrad des Verstärkers 22 besitzt ein Zeitverhalten FK (j) mit einer Übertragungsfunktion,
das in Gleichung (1) (mathematisch nicht ganz korrekt) als Faktor angedeutet ist.
Als Momentengleichung um die x-Achse ergibt sich
Ixß = Mß+H ω, sin φ+ Ha - mrg sin β. (2)
/Jjistwieder gleich der Summe der um die x-Achse
wirkenden Momente, nämlich der Störmomente Mß infolge äußerer Einwirkungen, des Kreiselmoments
H ω, sin φ, das auf die Vertikalkomponente der Erddrehung
zurückzuführen ist, eines Kreiselmoments Ha infolge von Drehgeschwindigkeiten α um die
Hochachse ζ sowie mit umgekehrtem Vorzeichen eines Pendelmoments P= mrgsinß, das bei einer Auslenkung
des Meridiankreisels 12 mit dem Mast 14 aus der Lotrichtung und damit bei einer Auslenkung der Kreiseldrallachse
26 aus der Horizontalebene auftritt. Da es sich um einen schweren Kreisel handelt, können α und
ß, d. h.die Nutation, vernachlässigt werden. Im Fall der Feinausrichtung, wenn also die Kreiseldrallachse 26
schon im wesentlichen nach Nord ausgerichtet und 05 klein ist, können sin α durch α und sinjS durch β ersetzt
werden. Aus den Gleichungen (1) und (2) ergeben sich dann die folgenden linearisierten Modellgleichungen
Hß = -MNa-Mg+Wz
mit dem Kompensationsmoment bzw. dem auf den Drehmomenterzeuger 24 aufgeschalteten Signal
Dabei ist die Drehfederkonstante C„ vernachlässigbar,
da der Verstärkungsgrad V in der Praxis um drei Zehnerpotenzen größer ist als C11. Die Störmomente Mß
und Ma sind in den Gleichungen (3) und (4) als stochastische
Signale mit W, und W. bezeichnet.
Diese Modellgleichungen (3) und (4) sind in dem Blockdiagramm im oberen Teil von Fig. 2 dargestellt.
ίο Ein Summierpunkt 30 repräsentiert Gleichung (4).
Die Abweichung α der Kreiseldrallachse 26 von Nord, die, wie noch ersichtlich wird, im Punkt 32 des Blockdiagramms
erscheint, wird multipliziert mit Ms = H ω,
cos φ, wie durch den Block 34 dargestellt ist. Dieses Produkt
erscheint mit negativem Vorzeichen an dem Summierpunkt. Ein weiterer Summand im Summierpunkt
ist das von dem Drehmomenterzeuger 24 gelieferte Drehmoment Mr das proportional der Abweichung aA
der Kreiseldrallachse 26 (mit dem Azimutwinkel a) von der Gehäuserefsrenz (mit dem Azimutwinkel ^0) ist
und im Punkt 36 des Blockdiagramms erscheint. Diese Abweichung a0, die von dem Abgriff 20 erhalten wird,
wird mit dem Verstärkungsfaktor des Verstärkers 22 multipliziert, wie durch Block 37 dargestellt ist, und
erscheint ebenfalls mit negativem Vorzeichen am Summierpunkt
30. Der dritte Summand, der am Summierpunkt wirksam wird, ist die das Störmoment um die z-Achse
repräsentierende Größe W1. Nach Gleichung (4) ergibt der Summierpunkt 30 als Summe Hß. Die
jo Abweichung der Kreiseldrallachse von Nord im Azimut,
d. h. um die z-Achse bewirkt somit eine Winkelgeschwindigkeit^ um die x-Achse (F i g. 1). Diese Winkelgeschwindigkeit
ergibt sich aus dem Summensignal am Summierpunkt 30 durch Division durch H, was durch
einen Block36 dargestellt ist. Der Auslenkungswinkel^Ö
um die x-Achse ergibt sich daraus durch Integration, dargestellt durch einen Block 38. Die Kreiseldrallachse
26 sucht also bei einem Winkel α im Azimut gegenüber Nord ihren Elevationswinkel β zu ändern. Der Elevationswinkel
β bewirkt jedoch gemäß Gleichung (3) durch das Pendelmoment P= m ■ τ ■ g eine Winkelgeschwindigkeit
α um die Azimutachse z.
Ein Summierpunkt 40 in Fig. 2 repräsentiert Gleichung
(3).
Der ElevationswinkelA der sich aus der durch Block 38 symbolisierten (durch das System erfolgenden) Integration
ergibt, wird mit P = mrg multipliziert. Dieses Produkt wird mit positivem Vorzeichen an dem Summierpunkt
40 wirksam. Mit negativem Vorzeichen wird
so weiterhin My = Hm, sin φ und die das Störmoment darstellende
Größe My wirksam. An dem Summierpunkt 40 srgibt sich dann nach Gleichung (3) Ha. Die Winkelgeschwindigkeit
α um die Azimutachse ζ ergibt sich durch Division durch H, was durch den Block 44 dargestellt
ist. Durch Integration der Winkelgeschwindigkeit a, dargestellt durch Block 44, ergibt sich α im Punkt 32.
Ein Summierpunkt 48 repräsentiert den Abgriff 2Θ, wo die Differenz des Winkels O0 zwischen Gehäusereferenz
und Nord und des Winkels α zwischen Kreiseldrallachse 26 und Nord gebildet wird und den Winkel aA liefert
Eine Größe W^ (i) = ß0 stellt stochastische Störungen
von βο dar, die integriert, wie durch Block 5β dargestellt,
den Winkel O0 ergeben. Als Anfangswert der Integration
ist O0 (Ό) vorgegeben.
Dieses Blockdiagramm stellt somit in linearisierter Form das in Fig. i gezeigte Kreiselgerät 28 dar.
Eine Signalauswerterschaltung enthält ein Kaiman-Filter 52, das im unteren Teil von F i g. 2 dargestellt ist.
Dieses Kaiman-Filter 52 bildet das durch das Blockdiagramm dargestellte Modell des Kreiselgeräts 28
nach. Es liefert Schätzwerte fur die verschiedenen Größen, die durch ein Dach (") gekennzeichnet sind. Mg ist
beispielsweise ein Schätzwert für das von dem Drehmomenterzeuger 24 auf den Meridiankreisel ausgeübte
Drehmoment bzw. das auf den Drehmomenterzeuger aufgeschaltete Signal. Als erste Filtereingangsgröße
dient die Differenz des Signals Mg und des von dem Kaiman-Filter 52 gelieferten Schätzwerts Λ/gdieses Signals.
Fakultativ kann auf das Kaiman-Filter 52 zusätzlich als zweites Filtereingangssignal die Differenz eines die
Abweichung aA des Meridiankreisels 12 von der Gehäusereferenz
y darstellenden Signals und eines von dem Kaiman-Filter 52 gelieferten Schätzwerts aA dieses
Signals aufgeschaltet sein. Das ist in Fig. 2 gestrichelt angedeutet.
Die FiliCTcingärigsiigriäic werden mit zeitabhängigen
Faktoren multipliziert und integriert, wobei durch die Integrale die Parameter des Modells verändert werden,
bis die Filtereingangssignale verschwinden. Es kann dann davon ausgegangen werden, daß das so modifizierte
Modell dem realen System entspricht, so daß die an dem Modell abgegriffenen Schätzwerte die im
System auftretenden realen Größen wiedergeben.
Bei dem bevorzugten Ausfuhrungsbeispiel besitzt das Kaiman-Filter 52 folgende Struktur:
In einem ersten Summierpunkt 54 wird die Differenz gebildet eines ersten Signals, das einen Schätzwert Mg
für das auf den Drehmomenterzeuger 24 geschaltete Signal darstellt, und eines zweiten Signals, das den mit
H ω, cos φ multiplizierten Schätzwert a des Winkels
zwischen Kreiseldrallachse 26 und Nord darstellt, wobei, wie gesagt, H der Kreisdrall, ω, die Winkelgeschwindigkeit
der Erddrehung und φ die geographische Breite ist. Die erhaltene Differenz wird durch den Kreiseldrall
H dividiert, wie durch Block 56 angedeutet ist. In einem zweiten Summierpunkt 58 wird die Summe
gebildet der durch den Kreiseldrall //dividierten Differenz
von dem ersten Summierpunkt 54 und des mit einem zeitabhängigen Faktor Af22 multiplizierten ersten
Filtereingangssignals, wobei die Multiplikation durch den Block 60 dargestellt ist. Und die in dem zweiten
.Summierpunkt 58 gebildete Summe wird durch Integrationsmittel 62 integriert. Das so erhaltene Signal, das
einen Schätzwert β für den Elevationswinkel der Kreiseldrallachse
26 darstellt, wird mit einem Faktor P = mrg multipliziert, wie durch Block 64 dargestellt ist, wobei m
die Masse des Meridiankreisels 12, rdie Länge des Kreiselpendels (Fig. 1) undgdie Erdbeschleunigung ist. In
einem dritten Summierpunkt 66 wird die Summe gebildet von dem mit /"multiplizierten Integral von den Integrationsmitteln
62 und einem Signal Mv = Hm, sin φ.
Die in dem dritten Summierpunkt 66 gebildete Summe wird durch den Kreiseldrall H dividiert, wie
durch Block 68 angedeutet ist. In einem vierten Summierpunkt 70 wird die Summe gebildet von der durch
den Kreiseldrall H dividierten Summe von dem dritten Summierpunkt 66 und dem mit einem zeitabhängigen
Faktor Kn multiplizierten ersten Filtereingangssignal,
wobei der Faktor AT12 durch Block 72 dargestellt ist. Die
in dem vierten Summierpunkt 70 gebildete Summe wird durch Integrationsmittel 74 integriert, wobei das so
erhaltene Signal den besagten Schätzwert a des Winkels zwischen Kreiseldrallachse und Nord darstellt, der,
multipliziert mit dem durch Block 76 dargestellten Faktor MK = H oe cos φ in dem ersten Summierpunkt 54
subtrahiert wird. Das erste Filtereingangssignal wird mit einem zeitaöhängigen Faktor AT32, dargestellt durch
Block 78, multipliziert und dann durch Integrationsmittel 80 integriert, wobei ein Signal erhalten wird, das den
Schätzwert ä0 für den Winkel zwischen Gerätereferenz>»
und Nord darstellt. In einem fünften Summierpunkt 82 wird die Differenz gebildet von der integrierten Summe
von dem vierten Summierpunkt 70 und dem mit dem Faktor AT32 multiplizierten und integrierten ersten
Filtereingangssignal, wobei ein Signal erhalten wird,
ίο das einen Schätzwert αλ für die Auslenkung des Meridiankreisels
12 gegen die Gehäusereferenz.y darstellt. In einem sechsten Summierpunkt 84 wird die Summe
VT0
gebildet von dem mit einem Faktor ~zr multiplizierten
gebildet von dem mit einem Faktor ~zr multiplizierten
Signal, das im Punkt 86 durch die Division der Sumrr.evom
dritten Summierpunkt 66 durch den Kreiseldrall H
erhalten wurde, der mit einem Faktor^-multiplizierten
t\
Differenz von dem fünften Summierpunkt 82, dem mit einem zeitabhängigen Faktor Ä'42 multiplizierten Filtereingangssignal
sowie, mit negativem Vorzeichen,
dem mit einem Faktor—multiplizierten Schätzwert Mg
des auf den Drehmomenterzeuger 24 geschalteten Signals. Dabei ist der Faktor -^ durch Block 88, der
'ι
Faktor —durch Block 90, der Faktor AT42 durch Block 92
Ά 1
und der Faktor γ durch Block 94 symbolisiert. Die in
dem sechsten Summierpunkt gebildete Summe wird durch Integrationsmittel 96 integriert, wodurch der
besagte Schätzwert Mg des auf den Drehmomenterzeuger 24 geschalteten Signals erhalten wird.
Fakultativ kann in den zweiten Summierpunkt 58 zusätzlich das mit einem zeitabhängigen Faktor AT2!,
dargestellt durch den gestrichelten Block 98, multiplizierte zweite Filtereingangssignal addiert werden, welches,
wie gesagt, die Differenz eines die Abweichung des Meridiankreisels 12 von der Gehäuse« ferenz,y darstellenden
Signals und eines von dem Kaiman-Filter 52 gelieferten Schätzwerts aA dieses Signals ist. In dem
vierten Summierpunkt 70 würde dann zusätzlich das mit einem zeitabhängigen Faktor Kn, dargestellt durch
den gestrichelten Block 100, multiplizierte zweite Filtereingangssignal addiert. Durch die Integrationsmittel
80, die einen Schätzwert S0 des Winkels zwischen Gerätereferenz.)'
und Nord liefern, würde zusätzlich das mit einem zeitabhängigen Faktor AT31 multiplizierte zweite
so Filtereingangssignal integriert. Der Faktor AT3, ist durch
Block 102 symbolisiert. Schließlich würde im sechsten Summierpunkt 84 zusätzlich das mit einem zeitabhängigen
Faktor AT41, dargestellt durch Block 104, multiplizierte
zweite Filtereingangssignal addiert.
Zur Bildung des ersten Filtereingangssignals wird in einem achten Summierpunkt 106 die Summe gebildet
von dem auf den Drehmomenterzeuger 24 tatsächlich aufgeschalteten Signal Mg, mit negativem Vorzeichen
dem von dem Kaiman-Filter 52 gelieferten Schätzwert Mg dieses auf den Drehmomenterzeuger 24 aufgeschalteten
Signals und einem Signal VUp das die Varianz des
Meß-Rauschprozesses des auf den Drehmomenterzeuger 24 aufgeschalteten Signals Mg darstellt Zur Bildung
des zweiten Filtereingangssignals wird in einem siebten Summierpunkt 108 die Summe gebildet von dem von
dem Abgriff 20 gelieferten, die Abweichung des Meridiankreisels 12 von der Gehäusereferenz y darstellenden
Signal aA, mit negativem Vorzeichen dem von dem
H
Kalma-ii-Filter 52 gelieferten Schätzwert aA dieses die
Abweichung des Meridiankreisels M von der Gehäusereferenz y darstellenden Signals und einem Signal VaA,
das die Varianz des Meß-Rauschprozesses der Abweichung des Meridiankreisels von der Gehäuserefevenz
darstellt.
Wie man sieht, bildet das Kaiman-Filter 52 das linearisierte
System des Kreiselgeräts 28 nach. Die Blöcke 88, 90, 94 mit dem Integrator 96 sind eine Nachbildung
des Verstärkers 22, dessen Übertragungsfunktion mit
(6)
1 + T\ s
angenommen v/ird. Dieses Modell wird durch die FiI-tereingangssignale
von den Summierpunkten 106 und 108 mit zeitabhängigen Faktoren, dargestellt durch die
Blöcke 60, 98, 72,100,102, 78, 92 und 104, die auf die
Eingänge von Integrationsmitteln 62, 74, 80 und 96 gegeben werde»., solange variiert, bis die Filtereingangssignale
verschwinden und das Modell rter Realität angepaßt ist.
Die F i g. 3 und 4 veranschaulichen die durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Signalverarbeitungsmittel
gegenüber dem Stand der Technik erzielten Vorteile.
In Fig. 3 stellt die Linie 110 den realen Wert des Winkels ar0 zwischen Gerätereferenz und Nord dar. Kurve
112 zeigt, wie die Anzeige eines Geräts etwa nach DE-OS 19 41 808 in diesen Wert a0 einläuft, wenn das auf
den Drehmomenterzeuger 24 geschaltete Signal Mg zur Signalverarbeitung lediglich über einen Tiefpaß geleitet
wird. Kurve 114 zeigt das Einlaufen des Meßwerts, wenn zusätzlich zu dem Tiefpaß noch ein Mittelwertfilter
nach Art der US-PS 40 75 764 vorgesehen ist. Kurve 116 schließlich zeigt das Einlaufen der Anzeige in den
realen Wert bei Verwendung des beschriebenen KaI-man-Fiiters
52. Es zeigt sich, daß die beschriebene Signalverarbeitung etwa dreimal so schnell ist wie die
Signalverarbeitung nach dem Stand der Technik. Die beschriebene Signalverarbeitung gestattet die Schätzung
des Winkels a0 auf 1~ genau nach ungefähr 20
Sekunden, während sich bei der bekannten Anordnung noch nach 60 Sekunden nur eine Genauigkeit von etwa
3" ergibt.
Fig.4 zeigt das Verhalten hinsichtlich der Unterdrückung
äußerer Störungen wieder im Vergleich zu den vorbekannten Lösungen.
Linie 118 zeigt den realen Wert des Winkels ao- Kurve
120 zeigt den Verlauf des Schätzwerts a0 bei Auftreten so
von Störungen, wenn das Signal Mg lediglich über ein Tiefpaßfilter geleitet wird. Kurve 122 zeigt den Verlauf
des Schätzwerts bei den gleichen Störungen unter Verwendung eines Tiefpasses mit einem Mittelwertfilter
nach der US-PS 40 75 764. Kurve 124 schließlich zeigt den zeitlichen Verlauf des Schätzwertes, wenn ein Kaiman-Filter
52 der beschriebenen Art verwendet wird.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
65
Claims (1)
- Patentansprüche:1. Kreiselgerät zur Bestimmung der Nordrichtung enthaltend(a) einen in einem Gehäuse (10) pendelnd aufgehängten Meridiankreisel (12),(b) einen Abgriff (20), der auf die Auslenkung (aA) des Meridiankreisels gegenüber einer Gehäusereferenz (y) anspricht,(c) einen Drehmomenterzeuger (24), der(C1) um die Hochachse (z) auf den Meridiankreisel (12) wirkt und(C2) von dem Signal des Abgriffs (20) im Sinne einer Fesselung des Meridiankreisels (12) an die Gehäusereferenz (y) beaufschlagt ist, und(d) eint Signalauswerterschaltung, die(d,) von dem auf den Drehmomenterzeuger aufgeschalteten Signal (Mg) beaufschlagt ist,(d2) ein Filter zur Unterdrückung von Störungen enthält und(d3) ein gefiltertes Signal liefert, welches die Abweichung (σ0) der Gehäusereferenz (y) von Nord darstellt,
dadurch gekennzeichnet, daß(e) das Plier zur Unterdrückung von Störungen ein Kaiman-Filter (52) ist, M (e,) welches das System des gefesselten Meri-diankreiseh, (M) nachbildet,
(e2) auf welches als e. jtes Filtereingangssignal die Differenz des auf den Drehmomenterzeuger aufgeschalteten Signals (Mg) und eines von dem Kaiman-Filter (52) gelieferten Schätzwerts (Mg) dieses Signals aufgeschaltet ist, und
(0 dieser Schätzwert (Mg) als schnell in einen wahren Wert einlaufendes, von Störungen weitgehend freies Maß für die Abweichung einer Gerätereferenz von Nord ausgegeben wird.3. Kreiselgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf das Kaiman-Filter zusätzlich als zweites Filtereingangssignal die Differenz eines die Abweichung des Meridiankreisels (12) von der Gehäusereferenz darstellenden Signals (aA) un<i eines von dem Kaiman-Filter (52) gelieferten Schätzwerts (aA) dieses Signals aufgeschaltet ist.3. Kreiselgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kaiman-Filter (52) folgende Struktur besitzt:(a) In einem ersten Summierpunkt (54) wird die Differenz gebildet(a,) eines ersten Signals, das einen Schätzwert Mg für das auf den Drehmomenterzeuger (24) geschaltete Signal darstellt, und fee(a2) eines zweiten Signals, das den mit Ηω, cos φ multiplizierten Schätzwert a des Winkels zwischen Kreiseldrallachse (26) und Nord darstellt, wobei
H der Kreiseldrall b5ω, die Winkelgeschwindigkeit der Erddrehung und
Φ die geographische Breite ist.(b) Die erhaltene Differenz wird durch den Kreiseldrall H dividiert.(c) In einem zweiten Summierpunkt (58) wird die Summe gebildet(cj) der durch den Kreiseldrall H dividierten Differenz von dem ersten Summierpunkt (54) und(C2) des mit einem zeitabhängigen Faktor Kn multiplizierten ersten Filtereingangssignals.(d) Die in dem zweiten Summierpunkt (58) gebildete Summe wird durch Integrationsmittel (62) integriert,(e) das so erhaltene Signal, das einen Schätzwert jj für den Elevationswinkel der Kreiseldrallachse darstellt, wird mit einem Faktor P = m ■ τ-g multipliziert, wobeim die Masse des Meridiankreisels,
r die Länge des Kreiselpendels und
g die Erdbeschleunigung ist.
(0 In einem dritten Summierpunkt (66) wird die Summe gebildet von
(fj) dem mit P multiplizierten Integral vonden Integrationsmitteln (62) und
(f2) einem Signal M, = Ha, sin φ.
(g) Die in dem dritten Summierpunkt (66) gebildete Summe wird durch den Kreiseldrall H dividiert.(h) In einem vierten Summierpunkt (70) wird die Summe gebildet von(hi) der durch den Kreiseldrall H dividierten Summe von dem dritten Summierpunkt (66) und(h2) dem mit einem zeitabhängigen Faktor Kn multiplizierten ersten Filtereingangssignal.(i) Die in dem vierten Summierpunkt (70) gebildete Summe witu durch Integrationsmittel (74) integriert, wobei das so erhaltene Signal den besagten Schätzwert a des Winkels zwischen Kreiseldrallachse (26) und Nord darstellt,
(j) Das erste Filtereingangssignal wird(j,) mit einem zeitabhängigen Faktor K32multipliziert und dannU2) durch Integrationsmittel (80) integriert, webei ein Signal erhalten wird, das den Schätzwert a0 für den Winkel zwischen Gerätereferenz (y) und Nord darstellt,
(k) In einem fünften Summierpunkt (82) wird die Differenz gebildet von
(k,) der integrierten Summe von dem viertenSummierpunkt (70) und
(k2) dem mit dem Faktor Kn multiplizierten und integrierten ersten Filtereingangssignal, wodurch ein Signal erhalten wird, das einen Schätzwert aA für die Auslenkung des Meridiankreisels (12) gegen die Gehäusereferenz (y) darstellt,
(I) In einem sechsten Summierpunkt (84) wird die Summe gebildet von(11) dem mit einem Faktor \~~f~) multiplizierten Signal, das durch die Division der Summe vom dritten Summierpunkt (66) durch den Kreiseldrall //erhalten wurde,(12) der mit einem Faktorf-—!multipliziertenDifferenz vom fünften Summierpunkt (82),(13) dem mit einem zeitabhängigen Faktor K42 multiplizierten Filtereingangssignal sowie,(14) mit negativem Vorzeichen, dem miteinem Faktor hpi multiplizierten Schätzsereferenz 00 darstellt.
Priority Applications (3)
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|---|---|---|---|
| DE19813131111 DE3131111C2 (de) | 1981-08-06 | 1981-08-06 | Kreiselgerät zur Bestimmung der Nordrichtung |
| GB08221650A GB2103364B (en) | 1981-08-06 | 1982-07-27 | Gyroscopic instrument for determining north direction |
| FR8213830A FR2511145B1 (fr) | 1981-08-06 | 1982-08-05 | Appareil gyroscopique pour la determination de la direction du nord |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813131111 DE3131111C2 (de) | 1981-08-06 | 1981-08-06 | Kreiselgerät zur Bestimmung der Nordrichtung |
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE3131111A1 DE3131111A1 (de) | 1983-02-24 |
| DE3131111C2 true DE3131111C2 (de) | 1984-05-17 |
Family
ID=6138702
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19813131111 Expired DE3131111C2 (de) | 1981-08-06 | 1981-08-06 | Kreiselgerät zur Bestimmung der Nordrichtung |
Country Status (3)
| Country | Link |
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| FR (1) | FR2511145B1 (de) |
| GB (1) | GB2103364B (de) |
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| GB2103364A (en) | 1983-02-16 |
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|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
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