DE3130389C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Prüfungsverfahren für das
Anschweißen von Bauteilen, insbesondere Schweißbolzen, an Werk
stücke mittels gezogenem Lichtbogen, bei dem das Bauteil mit
einer Schweißpistole auf das Werkstück gesetzt und unter Aus
führung eines Schweißhubes von diesem unter Zündung eines Vor
stromlichtbogens in einem Rückhub angehoben und unter Zuschaltung
eines Schweißlichtbogenimpulses in einem Vorhub wieder an das
Werkstück herangeführt wird, wobei durch eine Ablaufsteuerung
der Rückhub und der Vorhub sowie der Schweißlichtbogen ausge
löst werden.
Ein die Dauer des Vorhubs betreffendes Prüfverfahren für ein Bolzenschweißverfahren mit gezogenem Lichtbogen ist in der DE-OS
28 00 176 beschrieben.
Es ist weiterhin aus der DE-OS 16 15 517 bekannt, bei einem
Bolzenschweißverfahren mit gezogenem Lichtbogen sicherzu
stellen, daß innerhalb des Schweißlichtbogenimpulses eine
vorgegebene, innerhalb eines bestimmten Bereiches liegende
Energiemenge verbraucht wird. Hierzu wird die Stromstärke
des Schweißlichtbogens gemessen, der vorzeitig abgeschaltet
wird, wenn seine Stromstärke unterhalb oder oberhalb des
vorgegebenen Bereichs liegt. Hierbei wird also stets der
eigentliche Schweißvorgang begonnen, was insbesondere bei
vorzeitiger Abschaltung des Schweißstromes zu unvollkommenen
Verschweißungen führt.
Es ist darüber hinaus aus der DE-AS 24 43 958 bekannt, bei
einem Bolzenschweißverfahren mit Spitzenzündung den Über
gangswiderstand zwischen der betreffenden Unterlage und dem
aufgesetzten Schweißbolzen zu messen, um aufgrund des ermit
telten Übergangswiderstandes das Einschalten des Schweiß
stromes zu verhindern, wenn der Wert des gemessenen Über
gangswiderstandes größer als ein vorbestimmter Wert ist. Auf
diese Weise wird verhindert, daß an den Schweißelektroden
eine zu hohe Spannung steht, die eine Gefahr für das Bedie
nungspersonal darstellen würde.
Es hat sich in der Praxis gezeigt, daß beim Schweißverfahren
mit gezogenem Lichtbogen gelegentlich Fälle ungenügender
Verschweißung auftreten, die auf eine Verschmutzung der
miteinander zu verschweißenden Flächen zurückzuführen sind.
Dabei handelt es sich insbesondere um Öl- oder Fettrückstän
de auf dem Werkstück, bei dem es sich meist um vorher einem
Ziehvorgang ausgesetzte Bleche handelt, die zu diesem Zweck
mit einem Ziehfett versehen worden waren. Da nun das hier
zugrundegelegte Schweißverfahren meist in Fertigungsstraßen
verwendet wird, die weitgehend automatisch ablaufen, ist es
unvermeidbar, daß gelegentlich derart verschmutzte Teile in
die Fertigungsstraße gelangen. Eine unzureichende Verschwei
ßung wird dann erst meist am Ende der Fertigungsstraße
bemerkt, wo die fehlerhafte Verschweißung nur mit großem
Aufwand nachgearbeitet werden kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unzureichend
oder ungeeignet vorbereitete Oberflächen an der zu ver
schweißenden Stelle so frühzeitig zu erkennen, daß weitere
Schweißvorgänge unterbunden oder der laufende Schweißvorgang
noch beeinflußt wird. Dieses Problem wird dadurch gelöst,
daß nach Zündung des Vorstromlichtbogens dessen mittlere
Spannung gemessen und bei Überschreiten eines Höchstspan
nungswertes ein Signal ausgelöst wird.
Es hat sich überraschenderweise gezeigt, daß zum Beispiel
eine stark verschmutzte, zum Beispiel verfettete Oberfläche
auf den Verlauf des Schweißlichtbogenimpulses praktisch
keinen Einfluß hat, obwohl gerade der Schweißlichtbogen
impuls für die Verschweißung verantwortlich ist. Dagegen
ist aber der Vorstromlichtbogen gegenüber Verschmutzungen
bzw. unzureichend vorbereiteten Oberflächen relativ emp
findlich. Es hat sich jedenfalls gezeigt, daß derart unzu
reichend vorbereitete Oberflächen zu einer erhöhten Span
nung des Vorstromlichtbogens führen, was offenbar auf Ver
dampfungserscheinungen oder dergleichen zurückzuführen ist.
Diese Erscheinungen wirken sich beim Vorstromlichtbogen so
stark aus, daß sie durch eine Messung ohne großen Aufwand
erfaßt werden können. So beträgt die unter normalen Betriebs
bedingungen herrschende Spannung längs des Vorstromlicht
bogens etwa 20-25 Volt, während im Falle von Verschmutzungen
sich Spannungen von 30-40 Volt ergeben. Die normale Be
triebsspannung des Vorstromlichtbogens hebt sich also deut
lich von seiner Spannung im Verschmutzungsfalle ab. Die
Spannung des Vorstromlichtbogens insbesondere im Verschmut
zungsfalle ist eine durch eng aufeinanderfolgende Spannungs
spitzen überlagerte Gleichspannung, von der beispielsweise
über ein RC-Glied eine mittlere Spannung herausgesiebt wird,
die zu einem eindeutigen Meßergebnis führt.
Durch das bei Überschreiten eines Höchstspannungswertes
ausgelöste Signal wird nun bereits vor dem Zünden des Schweiß
lichtbogenimpulses angezeigt, daß sich eine unzureichende Ver
schweißung ergeben würde, so daß auf jeden Fall eine solche
angezeigt und ggfs. sogar verhindert werden kann.
Es ist zunächst möglich, das Signal in einen Alarm umzusetzen
so daß das Bedienungspersonal sofort auf eine unzureichende
Schweißung hingewiesen wird. Darüber hinaus ist es möglich, das
Signal zur Sperrung des weiteren Ablaufs der Ablaufsteuerung
zu verwenden. In diesem Falle kann entweder vor Zündung des
Schweißlichtbogenimpulses die Ablaufsteuerung gestoppt wer
den, so daß es zu keiner Verschweißung kommen kann, oder,
falls das nicht mehr möglich ist, die Auslösung von wei
teren Schweißvorgängen verhindert werden.
Die bei der Spannungsmessung ermittelte Spannung eröffnet
die Möglichkeit, nicht nur das Überschreiten des Höchst
spannungswertes zu signalisieren, sondern gleichzeitig die
ermittelte Spannung auch dazu auszunutzen, das möglich
Unterschreiten eines Mindestspannungswertes festzustellen
und in diesem Falle ein weiteres Signal auszulösen. Eine
Unterschreitung eines Mindestspannungswertes durch die am
Vorstromlichtbogen gemessene Spannung kann sich beispiels
weise dann ergeben, wenn sich durch irgendeine Fehlfunktion
ein Kurzschluß über die Lichtbogenstrecke ergibt. Ein sol
cher Fall tritt beispielsweise dann ein, wenn der Vorstrom
lichtbogen zu einem so starken Erschmelzen des Metalls des
Bauteils führt, daß ein erschmolzener Metalltropfen eine
Brücke bildet. In diesem Fall wäre die richtige Ausbildung
des Schweißlichtbogenimpulses fraglich, es könnte sich also
eine ungenügende Schweißung ergeben. Ein derartiger Fall kann
also ebenfalls durch die Messung der mittleren Spannung des
Vorstromlichtbogens festgestellt werden.
In den Figuren ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dar
gestellt. Es zeigt
Fig. 1 ein Blockschaltbild für eine Schaltungsanordnung
zur Realisierung des Prüfungsverfahrens einschließ
lich im Prinzipschaltbild einer Bolzenschweißpistole,
Fig. 2, 3 Diagramme für verschiedene Betriebsfälle im Rahmen
des Prüfverfahrens.
In der Fig. 1 ist in schematischer Darstellung eine Schweiß
pistole 1 gezeigt. Am vorderen Ende der Schweißpistole 1 ragt
das Abstützrohr 2 heraus, das auf das Werkstück 3 aufgesetzt
ist. Im Inneren des Abstützrohres 2 verläuft der Bolzenhalter
4, der an seinem vorderen Ende den Schweißbolzen 5 trägt. Der
Bolzenhalter 4 ist in bekannter Weise mittels des Hubmagneten
6 in die Bolzenschweißpistole 1 gegen die Spannung einer nicht
dargestellten Feder einziehbar. Mit der Einschaltung des Hub
magneten 6 wird der Bolzenhalter 4 zusammen mit dem Schweiß
bolzen 5 um ca. 1,5 mm in die Bolzenschweißpistole 1 eingezo
gen (Rückhub), mit Ausschalten des Hubmagneten 6 wird dann
aufgrund der Spannung der Feder der Bolzenhalter 4 zusammen mit
dem Schweißbolzen 5 wieder nach vorne getrieben (Vorhub). Diese
Vorgänge und die dazu erforderlichen Bauteile sind bekannt.
In den Handgriff 7 der Bolzenschweißpistole 1 laufen eine An
zahl von Leitungen hinein, die für den normalen Betrieb der
Bolzenschweißpistole 1 erforderlich sind. Über die Leitungen
10 und 11 verläuft der Erregerstromkreis für den Hubmagneten
6. Aus dem Handgriff 7 verläuft weiterhin die Leitung 13, die
sowohl den Strom des Vorstromlichtbogens als auch den Strom
des Schweißlichtbogenimpulses führt. Weiterhin ist das Werk
stück 3 mit der Leitung 14 verbunden, so daß ein die Leitung
13, den Bolzenhalter 4, den Bolzen 5, das Werkstück 3 und die
Leitung 14 enthaltender Stromkreis existiert. Die Leitungen
10, 11, 13 und 14 sind an die Ablaufsteuerung 8 angeschlossen,
die eine bekannte Baugruppe darstellt und in dieser Form stän
dig im Zusammenhang mit Bolzenschweißpistolen verwendet wird.
Die Ablaufsteuerung 8 liefert an ihren Klemmen 16 und 17 die
Spannung für die Erregung des Hubmagneten 6. Außerdem gibt
die Ablaufsteuerung 8 an ihren Klemmen 18 und 19, die für die
Erzeugung des Vorstromlichtbogens und des Schweißlichtbogen
impulses erforderliche Spannung ab. In der Ablaufsteuerung 8
ist der Zeitkontakt 9 eingezeichnet, bei dessen Schließen
der Erregerstrom für den Hubmagneten 6 fließt. Der Schaltkon
takt 9 wird in bekannter Weise durch die Ablaufsteuerung einge
schaltet. Wenn nun aufgrund eines in bekannter Weise erfolgen
den Anstoßes der Ablaufsteuerung 8 der Schaltkontakt 9 ge
schlossen wird, dann zieht der Hubmagnet 6 den Bolzenhalter 4
mit dem Bolzen 5 vom Werkstück 3 ab und unterbricht auf diese
Weise den Kontakt zwischen dem Schweißbolzen 5 und dem Werk
stück 3. Infolgedessen wird der die Klemmen 18 und 19 über
brückende Kurzschluß, gebildet durch den Berührungskontakt
zwischen Bolzen 5 und Werkstück 3, aufgehoben, so daß an den
Klemmen 18 und 19 zunächst die von der Ablaufsteuerung 8 ge
lieferte Spannung für die Ausbildung des Vorstromlichtbogens
entstehen kann, die in der weiter unten beschriebenen Weise
für die Messung der mittleren Spannung des Vorstromlicht
bogens ausgenutzt wird. Dieser Vorstromlichtbogen wird durch
das Abheben des Bolzens 5 vom Werkstück 3 gezündet, und zwar
für eine durch die Ablaufsteuerung 8 in bekannter Weise be
stimmte Zeitspanne. Außerdem wird von der Ablaufsteuerung der
Stromkreis für den Hubmagneten 6 durch Öffnung des Schalt
kontaktes 9 wieder unterbrochen, etwa gleichzeitig die Spannung
für den Schweißlichtbogenimpuls an die Klemmen 18 und 19 ange
legt, so daß sich während der Abfallzeit des Hubmagneten 6
und der Rückkehrbewegung (Vorhub) des Bolzens 5 der Schweißlicht
bogenimpuls ausbildet und die Verschweißung zwischen Bolzen 5
und Werkstück 3 ausführt. Mit dem Abklingen des Schweißlicht
bogenimpulses taucht der Schweißbolzen dann in die am Werk
stück 3 entstandene Schmelze ein, wodurch der Schweißvorgang
beendet wird.
Die vorstehend beschriebenen Vorgänge seien nachstehend anhand
des Diagramms gemäß Fig. 2 näher erläutert. Fig. 2a zeigt die
von der Ablaufsteuerung 8 gesteuerte Betätigung des Schalt
kontaktes 9 als Impuls 52. Mit dem Einschalten des Schalt
kontaktes 9 zum Zeitpunkt t 1 erfolgt die Erregung des Hub
magneten 6, dessen seitlicher Bewegungsablauf dargestellt ist, in Fig. 2b, dessen Rückhub zum Zeitpunkt
t 3 beendet ist. Die Abschaltung des Hubmagneten 6 durch Öffnung
des Schaltkontaktes 9 erfolgt dann, wiederum unter Einfluß der
Ablaufsteuerung 8, zum Zeitpunkt t 5, an den sich nach einer durch
die elektrischen Bauelemente bedingten Verzögerungszeit die Ab
fallzeit des Hubmagneten 6 anschließt. Diese ist mit dem Ein
tauchen des Bolzens 5 in die Schmelze auf dem Werkstück 3 zum
Zeitpunkt t 6 beendet.
Mit dem Abheben des Bolzens 5 von dem Werkstück 3 unmittelbar
nach dem Zeitpunkt t 1 bildet sich der Vorstromlichtbogen zwi
schen Bolzen 5 und Werkstück 3 aus und zwar zum Zeitpunkt t 2.
Die über den Vorstromlichtbogen gemessene Spannung ist in
Fig. 2c dargestellt. Sie besitzt im normalen Betriebsfall die
mittlere Höhe U 1 und währt etwa bis zum Zeitpunkt t 5, in dem
nämlich die Spannung für den Schweißlichtbogenimpuls zuge
schaltet wird. Unter der Wirkung dieser Spannung bildet sich
über die dann noch bestehende Lichtbogenstrecke die Spannungs
erhöhung 50 aus, die mit dem Eintauchen des Bolzens 5 in die
Schmelze auf dem Werkstück 3 zum Zeitpunkt t 6 kurzgeschlossen
wird. Der Schweißlichtbogenstromimpuls allein ist in Fig. 2d
dargestellt, die deutlich zeigt, daß im Verlauf der Abfall
flanke des Schweißlichtbogenstromimpulses 51 zum Zeitpunkt t 6
ein scharfer Stromanstieg aufgrund des Kurzschlusses auftritt,
an den sich dann das endgültige Abklingen des Stromes an
schließt.
Im Zusammenhang mit der Fig. 1 sei nunmehr erläutert, wie die
mittlere Spannung des Vorstromlichtbogens gemessen wird. Hier
zu ist an die Klemmen 18 und 19 der Impedanzwandler 24 an
geschlossen, der lediglich dafür sorgt, daß die ihm über die
Klemmen 18 und 19 zugeführte Spannung in gleicher Höhe weiter
gegeben wird, ohne dabei infolge des hochohmigen Einganges des
Impedanzwandlers 24 die an den Klemmen 18 und 19 anstehende
Spannung zu belasten, wobei jedoch die vom Impedanzwandler 24
an seinen Ausgangsklemmen 22 und 23 abgegebene Spannung mit
relativ niedrigem Innenwiderstand geliefert wird, so daß also
der nunmehr als Spannungsquelle dienende Impedanzwandler 24
entsprechend belastbar ist. Die derart nur hinsichtlich ihres
Innenwiderstandes durch den Impedanzwandler 24 beeinflußte
Spannung an den Klemmen 18 und 19, die die Spannung über der
Lichtbogenstrecke darstellt, wird dann über das vereinfacht
als Schaltkontakt dargestellte Tor 25 und den Widerstand 26
dem Kondensator 27 zugeführt. Das Tor 25 besitzt die Steuer
leitungen 28/29 mit welchen die an den Klemmen 16/17 an
stehende Spannung zugeführt wird, d. h. also die Spannung zur
Erregung des Hubmagneten 6. Die der Steuerleitung 28/29 zu
geführte Spannung entspricht also hinsichtlich ihres Verlaufs
der Darstellung gemäß Fig. 2a. Während des Zeitraumes zwischen
den Zeitpunkten t 1 und t 5 ist also das Tor 25 - siehe Fig. 2e -
geschlossen und schaltet die vom Impedanzwandler 24 gelie
ferte Spannung durch. Die an den Klemmen 16/17 anstehende
Spannung (siehe Fig. 2a) wird die Leitung 28/29 weiter
hin dem als monostabile Kippschaltung wirkenden Schalter 30
zugeführt, der aus der Vorderflanke des ihm über die Leitung
28/29 zugeführten Impulses 52 den in Fig. 2f dargestellten
Impuls 53 bildet, der somit zum Zeitpunkt t 1 einsetzt und
kurze Zeit danach zum Zeitpunkt t 4 endet.
Durch den vom Schalter 30 abgegebenen Impuls 53 wird für eine
gleiche Zeitspanne der vereinfacht als Schalter dargestellte
Kontakt 32 geschlossen, der für diese Zeitspanne den Konden
sator 27 überbrückt. Der Schaltkontakt 32 bewirkt auf diese
Weise die Ableitung einer möglicherweise auf dem Kondensator
27 vorhandenen Restladung, die dann über den vorhandenen Innen
widerstand des Schaltkontaktes 32 abfließen kann. Mit der zum
Zeitpunkt t 4 eintretenden Öffnung des Schaltkontaktes 32
steht dann der Kondensator 27 für die Aufladung durch die an
den Klemmen 22 und 23 anstehende Spannung über den Widerstand
26 zur Verfügung. Widerstand 26 und Kondensator 27 wirken
dabei als RC-Glied, das dafür sorgt, daß sich am Kondensator
27 die möglicherweise der Lichtbogenspannung überlagerten
Spannungsspitzen ausgleichen, so daß also schließlich am
Kondensator eine mittlere Spannung des Vorstromlichtbogens
steht, und zwar die in Fig. 2g dargestellte Spannung U 2.
Mit der Auswertung dieser Spannung U 2 muß nun natürlich solange
gewartet werden, bis der Kondensator 27 vollständig aufgeladen
ist. Der Zeitpunkt der Messung muß jedoch vor dem Beginn des
Schweißlichtbogenstromimpulses 51 liegen, da anderenfalls die
durch diesen Stromimpuls 51 erhöhte Spannung 50 die Messung
verfälschen würde. Um diese beiden Bedingungen einzuhalten,
wird mit Ende des Impulses 52 (Einschaltdauer Kontakt 9) das
Tor 25 gesperrt und es erfolgt die Freigabe der Messung der
Spannung am Kondensator 27 mittels des Zeitschalters 33, der
nachstehend erläutert wird.
Der Betrieb des Zeitschalters 33 erfolgt bei Einlegen der
Brücke A. Seine Betriebsweise besteht darin, ihn am Ende
der Einschaltdauer des Schaltkontaktes 9, also zum Zeitpunkt
t 5, zu starten und damit den Ausgang eines Spannungsdiskrimi
nators 34 für die Dauer eines vom Zeitschalter 33 erzeugten
Impulses 42 freizugeben (siehe Fig. 2h). Zu diesem Zweck ist
der Zeitschalter 33 an die Leitungen 28/29 angeschlossen.
Er bildet in diesem Betriebsfalle lediglich aus der zum Zeit
punkt t 5 auftretenden Rückflanke des durch die Öffnung des
Schaltkontaktes 9 bestimmten Schaltimpulses 52 den Impuls 42,
der die vorstehend erwähnte Freigabe bewirkt.
Im Spannungsdiskriminator 34 ist zur Feststellung eines Über
schreitens eines Höchstspannungswertes U 3 (U 4 in Fig. 2i) bzw. eines
Unterschreitens eines Mindestspannungswertes durch die Spannung
U 2 am Kondensator 27 der Vergleicher 35 vorgesehen, dem in
bekannter Weise an den Klemmen 47 und 48 jeweils der Höchst
spannungswert U 3 undder Mindestspannungswert zugeführt werden.
Werden diese Spannungswerte über- bzw. unterschritten, so wird
durch die in diesem Fall am Ausgang 49 des Spannungsdiskrimi
nators 34 abgegebene Spannung bewirkt, daß das Relais 36 an
spricht, sofern gleichzeitig der Zeitschalter 33 geschlossen
ist. Die Schließungsdauer des Zeitschalters 33 ist durch den
obenerwähnten Impuls 42 definiert. Aus zeitlichen Gründen
ist mit dem Relais 36 nur die Sperrung von weiteren Schweißun
gen möglich, der bereits anlaufende Schweißlichtbogenimpuls
kann nicht mehr gestoppt werden. Für den Kontakt 36 a, der
über die Leitungen 38 in die Ablaufsteuerung 8 eingreift,
wird die Startmöglichkeit für weitere Schweißungen unter
brochen. Das Relais 36 verriegelt sich über den Kontakt 36 b,
die Selbsthaltung muß von Hand durch den Schalter 60 zurück
gestellt werden. Das Relais 36 kann auch zur Auslösung eines
Alarms verwendet werden.
Soll der laufende Schweißvorgang noch vor dem Einsetzen des
Schweißlichtbogens unterbrochen (Fig. 2) oder der Vorstrom
lichtbogen verlängert (Fig. 3) werden, so muß der Meßvorgang
vor dem Zeitpunkt t 5, also vor dem Abschalten des Pistolen
magneten 6 liegen. Im Gegensatz zu der oben beschriebenen
Wirkungsweise des Zeitschalters 33 mit Anstoß durch die Rück
flanke des zum Zeitpunkt t 5 endenden Schaltimpulses 52 (Fig. 2a)
wird bei der jetzt gewünschten Betriebsweise durch Einlegen
der Brücke B ein Zeitschalter 61 verwendet, dessen Auslösung
von der zum Zeitpunkt t 1 auftretenden Vorderflanke des Impulses
52 abhängig ist. Von dieser Vorderflanke wird nach einer in
den Zeitschalter 61 eingebauten Verzögerungszeit Vz ein Meß
impuls 43 abgeleitet, der kurz vor dem Zeitpunkt t 5 liegt
(siehe Fig. 3i). Zu diesem Zeitpunkt steht der Vorstromlicht
bogen kurz vor seinem Ende, dementsprechend ist der Konden
sator 27 vollständig aufgeladen (siehe Fig. 3f) so daß also
jetzt zur Zeit des Impulses 43 die Spannungsmessung mittels
des Spannungsdiskriminators 34 vorgenommen werden kann.
Die am Ausgang 49 des Spannungsdiskriminators 34 abgegebene
Spannung wird durch den von dem Impuls 43 geschlossenen Zeit
schalter 61 dem Relais 37 zugeführt, und zwar so frühzeitig,
daß bei Feststellung des Überschreitens des Höchstspannungs
wertes U 3 die Auslösung des Schweißstromlichtbogenimpulses
23 noch verhindert werden kann, nämlich mittels des Relais 37
und seines Kontaktes 37 a.
Das Relais 37 sperrt die Schweißung nur für die Dauer eines
normalen Ablaufs der Ablaufsteuerung 8. Mit Einlegen auf der
Brücke A wird auch in der oben beschriebenen Weise das Relais
36 erregt, das dann die Ablaufsteuerung 8 gänzlich solange
stoppt, bis seine Rückstellung durch Öffnung des Kontaktes
60 erfolgt.
Claims (4)
1. Prüfverfahren für das Anschweißen von Bauteilen,
insbesondere Schweißbolzen, an Werkstücke mittels
gezogenem Lichtbogen, bei dem das Bauteil mit einer
Schweißpistole auf das Werkstück gesetzt und unter
Ausführung eines Schweißhubes von diesem unter Zündung
eines Vorstromlichtbogens in einem Rückhub abgehoben
und unter Zuschaltung eines Schweißlichtbogenimpulses
in einem Vorhub wieder an das Werkstück herangeführt
wird, wobei durch Ablaufsteuerung der Rückhub und der
Vorhub sowie der Schweißlichtbogenimpuls ausgelöst
werden, dadurch gekennzeichnet, daß nach Zündung des
Vorstromlichtbogens (Fig. 2c) dessen mittlere Spannung
(U 1) gemessen und bei Überschreiten eines Höchstspan
nungswertes (U 3) ein Signal ausgelöst wird.
2. Prüfverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Signal in einen Alarm umgesetzt wird.
3. Prüfverfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß das Signal zur Sperrung des weiteren Ablaufs der
Ablaufsteuerung (8) verwendet wird.
4. Prüfverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die bei der Spannungsmessung ermittelte
Spannung (U 1) gleichzeitig hinsichtlich des Unterschreitens ei
nes Mindestspannungswertes und in diesem Falle zur Auslösung
eines weiteren Signals ausgenutzt wird.
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813130389 DE3130389A1 (de) | 1981-07-31 | 1981-07-31 | Pruefverfahren fuer das anschweissen von bauteilen, insbesondere schweissbolzen, an werkstuecken mittels gezogenem lichtbogen |
| GB08221923A GB2103136B (en) | 1981-07-31 | 1982-07-29 | Arc stud welding |
| BR8204514A BR8204514A (pt) | 1981-07-31 | 1982-07-30 | Processo de controle de qualidade de soldagens a arco esticado |
| JP13359982A JPS5825877A (ja) | 1981-07-31 | 1982-07-30 | ア−ク溶接の状態を検査する方法 |
| FR8213425A FR2510447A1 (fr) | 1981-07-31 | 1982-07-30 | Procede de verification du caractere satisfaisant des conditions de soudage a l'arc de goujons |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813130389 DE3130389A1 (de) | 1981-07-31 | 1981-07-31 | Pruefverfahren fuer das anschweissen von bauteilen, insbesondere schweissbolzen, an werkstuecken mittels gezogenem lichtbogen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE3130389A1 DE3130389A1 (de) | 1983-02-17 |
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