Objektiv-Scharfeinstellvorrichtung für Filmkameras o.dgl.
Die Erfindung betrifft eine Objektiv-Scharfeinstellvorrichtung für Filmkameras o.dgl., welche das Objektiv so
verstellt, daß es automatisch und kontinuierlich auf ein Aufnahme-Objekt scharfgestellt ist. Insbesondere betrifft
die Erfindung eine verbesserte Vorrichtung der Art, die ein unnötiges Verstellen des Objektivs aufgrund der
Feststellung eines "Unendlich"-Einstellzustands verhindert.
Ein Beispiel für ein Scharfeinstellsystem, auf das die Verbesserung gemäß der Erfindung anwendbar ist, findet
sich in der US-PS 4 251 145.
Im allgemeinen weist eine automatische Scharfeinstellvorrichtung für eine Filmkamera o.dgl. zwei Entfernungsmeßelemente
auf, die entsprechend dem Auszug des photographischen Objektivs verschoben werden. Wenn das von j
einem Aufnahme-Objekt reflektierte Licht in gleichen '!
Anteilen auf die beiden Entfernungsmeßelemente zurückgeworfen wird, ist das Objektiv auf das Aufnahmeobjekt
scharf eingestellt. Wenn die auf das eine Meßelement fallende Lichtmenge dagegen von der Lichtmenge am anderen
Meßelement abweicht, ist das Objektiv unscharf, d.h. zu kurz oder zu weit eingestellt. Das Objektiv
wird daher in einer entsprechenden Richtung verstellt und auf das Aufnahmeobjekt scharfgestellt. In diesem
Fall werden die schwachen Ausgangssignale der Entfernungsmeßelemente integriert, um ihren Rauschabstand
zu vergrößern. Bis zum Abschluß der Integration wird der Objektivantriebs-Motor nach Maßgabe des Ergebnisses
der vorhergehenden Integration angesteuert.
Im Fall eines im Abstand "Unendlich" befindlichen Aufnahmeobjekts ist bei einer aktiven automatischen Scharfeinstellvorrichtung
der beschriebenen Art die vom Aufnahmeobjekt reflektierte und von den Entfernungsmeßelementen
empfangene Lichtmenge praktisch gleich Null, so daß die erwähnte Integration unmöglich durchzuführen
ist. In diesem Fall wird daher bei der bisherigen Vorrichtung die Scharfeinstellung des Objektivs so verstellt,
daß letzteres auf "Unendlich" eingestellt ist. Wenn in diesem Fall jedoch Hintergrundobjekte, wie
Himmel, Berge und Wolken, in großer Entfernung vorhanden sind, während sich das eigentliche Aufnahmeobjekt
gemäß Fig. 3 im näheren Bereich befindet, wird das Aufnahmeobjekt unscharf abgebildet. Wenn weiterhin ein
Entfernungsmeß-Lichtstrahl o.dgl. von einem Aufnahmeobjekt
vollständig absorbiert wird, kann die Integration ebenfalls nicht durchgeführt werden, so daß
das Aufnahmeobjekt unscharf abgebildet ist. Wenn darüber
hinaus gemäß Fig. 4 ein Kameraschwenk durchgeführt wird, verändert sich der Brenn- oder Einstellpunkt mehr-
BAD ORiGINAL
fach, weil sich mehrere Personen und Hintergrundobjete
in unterschiedlichen Entfernungen befinden, so daß das Aufnahmeergebnis bezüglich der Abbildungsschärfe
unzufriedenstellend wird.
Aufgabe der Erfindung ist damit insbesondere die Schaffung einer Scharfeinstellvorrichtung, welche diskriminiert
bzw. entscheidet, ob die' Scharf- bzw. Entfernungseinstellung
innerhalb eines Einstell-Toleranzbereichs liegt oder nicht, in welchem die Aufnahmebilder
auch bei nicht vollkommen einwandfreier Einstellung vergleichsweise scharf sind, und das Unterscheidungsergebnis speichert, und bei welcher die Richtung, in
welcher das Objektiv zur Scharfeinstellung verstellt werden soll, bestimmt und das Bestimmungsergebnis gespeichert
wird, wobei die beiden so gespeicherten Ergebnisse jedesmal erneuert werden, wenn die Integration
entsprechend durchgeführt wird. Wenn die Integration nicht möglich ist, wird das Objektiv in die "Unendlich"-Einstellung
verstellt, jedoch nur unter der Voraussetzung, daß die betreffenden, gespeicherten Ergebnisse
vorbestimmte Bedingungen erfüllen, so daß ein unnötiges Verstellen des Objektivs auf "Unendlich" ebenso wie
eine Aufnahme, die aufgrund einer unscharfen Einstellung sowie der häufigen Änderung des Scharfeinstellpunkts
(focusing point) eine mangelhafte Bildgüte besitzt, vermieden werden.
Diese Aufgabe wird durch die in den beigefügten Patentansprüchen
gekennzeichneten Merkmale gelöst.
Im folgenden ist eine bevorzugte Ausführungsform der
Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. Es zeigens
I A. V V T W
Fig. 1 eine graphische Darstellung' zur Erläuterung der grundsätzlichen Fokussier- bzw. Scharfeinstell-Diskriminieroperation
gemäß der Erfindung,
Fig. 2 ein logisches Blockschaltbild einer Ausführungsform einer Scharfeinstellvorrichtung
gemäß der Erfindung,
Fig. 3a bis 3f Zeitdiagramme zur Erläuterung der Arbeitsweise der Vorrichtung nach Fig. 2 und
Fig. 4 und 5 schaubildliche Darstellungen zur Veranschaulichung der bei den bisherigen Vorrichtungen
auftretenden Schwierigkeiten.
Im folgenden ist zunächst anhand von Fig. 1 das Scharfeinstell-Bestimmungsprinzip
erläutert, auf das sich die Erfindung stützt. In Fig. 1 sind mit VA und VB Integrationsgrößen bezeichnet, die durch Integrieren
der Ausgangssignale von Entfernungsmeßelementen erhalten werden. Insbesondere ist die Größe VA die Integrations·
größe eines Systems, bei dem bei zu kurz bzw. in Richtung "Nah" eingestellter Entfernung (Nah-Einstellzustand) ein
großes Ausgangssignal geliefert wird? die Größe VB ist die Integrationsgröße eines Systems, bei dem bei Entfernungs-
bzw. Scharfeinstellung auf zu große Entfernung bzw. in Richtung "Weit" (Weit-Einstellzustand)
ein großes Ausgangssignal geliefert wird. Wenn die größere dieser beiden Integrationsgrößen VA und VB
(z.B. die Größe VA gemäß Fig. 1) einen vorbestimmten Schwellenwert VH erreicht, während die kleinere Größe
(gemäß Fig. 1 die Größe VB bzw. VB1) einen vorbestimmten
unteren Schwellenwert VL erreicht, wird bestimmt, daß das Objektiv innerhalb eines Einstell-Toleranzbereichs
BAD ORIGlMAL
eingestellt ist? ist dies nicht der Fall, so wird bestimmt,
daß .das Objektiv außerhalb des Einstell-Toleranzbereichs,
d.h. unscharf eingestellt ist. In diesem Fall wird das Objektiv in der Richtung verstellt, in welcher
die beiden Integrationsgrößen VA und VB koinzidieren, d.h. in welcher im angenommenen Fall die Integrationsgröße VB vergrößert wird. Während einer Zeitspanne (t),
die bei der Bestimmung der Richtung und der Geschwindigkeit der Verstellung des Objektivs in Abhängigkeit vom
beschriebenen neuen Integrationsergebnis verstreicht, erfolgt die Verstellung des Objektes in einer Richtung
und mit einer Geschwindigkeit, die nach Maßgabe des vorhergehenden Integrationsergebnisses bestimmt werden.
Im folgenden ist eine bevorzugte Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Objektiv-Scharfeinstellvorrichtung
anhand von Fig. 2 beschrieben, gemäß welcher zwei Entfernungsmeßelemente 11 und 12 Entfernungsmeß-Lichtstrahlen
abnehmen, die von einem lichtemittierenden Element 10 ausgesandt und von einem Aufnahme-Objekt reflektiert
werdeni die Entfernungsmeßelemente liefern in Abhängigkeit davon elektrische Ausgangssignale (mit Größen)
entsprechend den einfallenden Lichtmengen. Im Entfernungsmeßelement 11 ist die einfallende Lichtmenge
im Fall einer zu kurzen Einstellentfernung groß, während beim Entfernungsmeßelement 12 die einfallende Lichtmenge
bei einer zu großen Einstellentfernung groß ist. Integrationsschaltungen 13 und 14 integrieren die Ausgangssignale
der Entfernungsmeßelemente 11 bzw. 12 unter Lieferung von Ausgangs-Integrationsgrößen VA
bzw. VB. Die Integrationsgrößen VA und VB werden in einer Gruppe von Komparatoren 16 mit großen und kleinen
Schwellenwerten VH bzw. VL verglichen. Genauer gesagt;
die Gruppe der Komparatoren 16 umfaßt einen Kompara-
ί tor 17 zum Vergleichen der Integrationsgröße VA mit
Ϊ dem Schwellenwert VH, einen Komparator 18 zum Ver-
] gleichen der Integrationsgröße VB mit dem Schwellen
wert VH, einen Komparator 19 zum Vergleichen der Integrationsgröße
VA mit dem Schwellenwert VL sowie einen Komparator 20 zum Vergleichen der Integrationsgröße
VB mit dem Schwellenwert VL.
Ein Richtung-Diskriminier- und -Speicherabschnitt 25
empfängt das Ausgangssignal V de.s Komparators 17 oder
das Ausgangssignal V des Komparators 18 zur Bestimmung der Verstellrichtung des Objektivs, d.h. zur Bestimmung
oder Entscheidung, ob das Objektiv auf eine zu kurze oder eine zu große Entfernung eingestellt ist, sowie
zur Speicherung des Ergebnisses dieser Bestimmung. Das Ausgangssignal V des Komparators 18 wird geliefert,
wenn die Integrationsgröße VA größer ist als die Integrationsgröße VB, nämlich im Fall einer zu
kurzen Einstellentfernung. Das Ausgangssignal V wird über e'ri ODER-Glied 26 einer Eingangsklemme D eines
D-Flip-Flops 2 7 aufgeprägt und weiterhin über ein ODER-Glied 28 an die Setzklemme S eines 'S-R-Flip-Flops 29 angelegt.
Die Rückstell- oder Rücksetzklemme R des S-R-Flip-Flops
29 ist mit der Ausgangsklemme des Komparators 18 verbunden, um das Ausgangssignal V abzunehmen, das
dann geliefert wird, wenn die Integrationsgröße VA kleiner ist als die Integrationsgröße VB, nämlich im
Fall einer zu großen Einstellentfernung. Infolgedessen speichert das S-R-Flip-Flop 29 das Ausgangssignal V
oder V , d.h. den betreffenden Einstellzustand für zu kurze oder zu große Einstellentfernung. Das Ausgangssignal
V„ wird weiterhin an eine Eingangsklemme D eines anderen D-Flip-Flops 30 angelegt. Ein ODER-Glied'31 legt
- 11 -
ein Triggersignal an die D-Flip-Flops 27 und 30 an. Die Eingangsklemmen des ODER-Glieds 31 sind mit den Ausgangsklemmen
der Komparatoren 17 und 18 verbunden. Die Ausgangsklemme des ODER-Glieds 31 ist über ein ODER-Glied
32 und eine Verzögerurigsschaltung 33 an die Triggerklemmen
T der beiden D-Flip-Flops 27 und 30 angeschlossen. Wenn daher der Komparator 17 (oder 1.8) das Ausgangssignal
V (bzw. V) liefert, wird das D-Flip-Flop 27 (oder 30) zur Erzeugung eines Ausgangssignals Q (bzw. Q.J
mit einer vorbestimmten Verzögerungszeit getriggert.
Das D-Flip-Flop 27 oder 30 legt ein Richtungssignal an den Schaltkreis 36 eines Objektivantriebs-Motors 35 an
Das bei einer zu kurzen Einstellentfernung erzeugte Ausgangssignal
Q. wird an die Richtungsklcmme "Weit" des Schalterkreises 36 angelegt, so daß der Motor 35 in
einer Richtung anläuft, in welcher der Brennpunkt des nicht dargestellten Objektivs auf eine größere Einstellentfernung
verlegt wird. Andererseits wird das bei einer zu großen Einstellentfernung gelieferte Ausgangssignal
Q_ an die Richtungsklemme "Nah" des Schalterkreises 36 angelegt, so daß sich der Motor 35 in der entgegengesetzten
Richtung dreht und dabei den Brenn- bzw. Einstellpunkt des Objektivs auf eine kürzere Einstellentfernung
verlegt.
Ein Scharfstelltoleranzbereich-Diskriminier- und -Speicherabschnitt
40 weist ein UND-Glied 41 und ein D-Flip-Flop 42 auf. Die Eingangsklemmen des UND-Glieds 41 sind mit
den Ausgangsklemmen der Komparatoren 19 und 20 verbunden. Wenn das UND-Glied 41 von den Komparatoren 19 und
20 die Ausgangssignale V bzw. V empfängt, die dann geliefert werden, wenn die Einstellung des Objektivs
im Scharfstelltoleranzbereich liegt, wird dieses UND-Glied
in den Durchschaltzustand versetzt. Die Eingangs-
klemme D des D-Flip-Flops 42 ist so mit der Ausgangsklemme des UND-Glieds 41 verbunden, daß bei Eingang
eines noch zu beschreibenden Triggersignals das D-Flip-Flop
42 den Ausgangszustand des UND-Glieds 41 speichert. Genauer gesagt: Wenn sich das UND-Glied 41,
wie beschrieben, im Durchschaltzustand befindet, speichert das Flip-Flop 42 die Anzeige für den Zustand, daß
die Objektiveinstellung innerhalb des Scharfstelltoleranzbereichs liegt, während das Flip-Flop 42 dann, wenn sich
das UND-Glied 41 im Sperrzustand befindet, die Anzeige · dafür speichert, daß die Objektiveinstellung außerhalb
des Scharfstelltoleranzbereichs liegt. Die Triggerklemme
T des D-Flip-Flops 42 ist an die Ausgangsklemme des ODER-Glieds 31 angeschlossen, so daß dieses Flip-Flop 42 bei
jedesmaliger Lieferung des Ausgangssignals V oder V
getriggert wird. Der Ausgangskreis des D-Flip-Flops 42 ist zur Lieferung eines invertierten Ausgangssignals Q.
angeordnet. Das D-Flip-Flop 4 2 erzeugt das invertierte Ausgangssignal Q jedoch nur dann, wenn in seinem getriggerten
Zustand kein Signal an die Eingangsklemme D angelegt
j wird, d.h: nur dann, wenn die Objektiveinstellung außer-
halb des Toleranzbereichs liegt.
Eine Taktschaltung 45 (Fig. 2) dient zur Steuerung der längsten Zeitspanne bei der beschriebenen Integration.
\ Die Taktschaltung 45 beginnt die Taktsteuerung in Synchro-
\ nismus mit dem Beginn der Integration in den Integrations-
schaltungen 13 und 14 mit Hilfe eines von einer Schritttakt- bzw. Zeitschaltung 46 gelieferten Signals. Die
j Ausgangsklemme der Taktschaltung 45 ist an die eine
j Eingangsklemme eines UND-Glieds 51 angeschlossen, das
einen noch näher zu beschreibenden Unendlicheinsteil-Diskriminierabschnitt
50 bildet. Hierbei wird ein Ausgangssignal, das dann erzeugt wird, wenn aufgrund der
[ Unmöglichkeit der Durchführung der beschriebenen Inte-
COPY
gration eine vorbestimmte längste Integrationszeit taktgesteuert (clocked) worden ist, an die eine Eingangsklemme
des UND-Glieds 51 angelegt. Die Ausgangsklemme der Taktschaltung 45 ist mit der anderen Eingangsklemme
des ODER-Glieds 32 verbunden. Das bei Festlegung der längsten Integrationszeit erzeugte Ausgangssignal
wird somit als Triggersignal über die Verzögerungsschaltung 33 an die D-Flip-Flops 27 und 30 angelegt. Die
Ausgangsklemme des ODER-Glieds 32 ist mit der Zeitschaltung 46 verbunden. Das bei Bestimmung der längsten
Integrationszeit erzeugte Ausgangssignal wird daher über die Zeitschaltung 46 als Integrations-Stopsignal
an die Integrationsschaltungen 13 und 14 sowie als Takt-Freigabesignal an die Taktschaltung 45 angelegt. Wenn
eine der Integrationsgrößen VA und VB in den beiden Systemen den Schwellenwert VH erreicht und das Ausgangssignal
V oder V erzeugt wird, wird das ODER-Glied in den Durchschaltzustand versetzt. Wenn das ODER-Glied
auf beschriebene Weise auch dann in den Durchschaltzustand versetzt wird, wenn die Taktschaltung
die längste Integrationszeit noch nicht festgelegt hat, werden somit das Integrations-Stopsignal und das
Takt-Freigabesignal zur Zeitschaltung 46 geliefert.
Bei Eingang eines Startsignals von einem Scharfstell-Befehlselement
(z.B. einer Start-Drucktaste) 47 legt die Zeitschaltung 46 periodisch Integrationsbefehle
an die Integrationsschaltungen 13 und 14, einen Gleichlauf- bzw. Taktbefehl an die Taktschaltung 4 5 und einen
Lichtemissionsbefehl an ein lichtemittierendes Element IO an. Offensichtlich liefert die Zeitschaltung 46
in Abhängigkeit vom Ausgangssignal des ODER-Glieds 32 Signale zur Beendigung oder Freigabe dieser Befehle,
ähnlich wie im vorstehend beschriebenen Fall, Das
Scharfstell-Befehlselement 47 ist über eine Verzögerungsschaltung 48 und das ODER-Glied 28 an die Setzklemme S
des S-R-Flip-Flops 29 angeschlossen. Beim Einsetzen des
Scharfeinstellvorgangs wird daher der Richtungdiskriminier- und Speicherabschnitt 25 veranlaßt, den Nah-Scharf
stellzustand mittels des S-R-Flip-Flops 29 zu speichern.
Der ünendlicheinstell-Diskriminierabschnitt 50 weist
zwei UND-Glieder 51 und 52 auf. Das UND-Glied 51 ist mit der einen Eingangsklemme an die Ausgangsklemme der
Taktschaltung 45 und mit der anderen Eingangsklemme an die Ausgangsklemme Q des D-Flip-Flops 42 angeschlossen.
Das UND-Glied 51 wird daher in den Durchschaltzustand versetzt, wenn die Taktschaltung 45 wegen nicht möglicher
Integration die längste Integrationszeit bestimmt, wobei der Scharfstelltoleranzbereich-Diskriminier- und
-Speicherabschnitt 40 die Anzeige dafür speichert, daß die Objektiveinstellung außerhalb des Scharfstelltoleranzbereichs
liegt. Das UND-Glied 52 ist mit seiner einen Eingangsklemme an die Ausgangsklemme Q
des S-R-Flip-Flops 29 und mit der anderen Eingangsklemme an die Ausgangsklemme des UND-Glieds 51 angeschlossen.
Die Ausgangsklemme des UND-Glieds 52 ist mit der anderen Eingangsklemme des ODER-Glieds 26 verbunden. Das UND-Glied
52 wird daher in den Durchschaltzustand versetzt, wenn ein Ausgangssignal vom UND-Glied 51 vorliegt, und
der Richtungsdiskriminier- und Speicherabschnitt 25 den Nah-Scharfstellzustand speichert. Das Ausgangssignal
des UND-Glieds 52 wird über das ODER-Glied 26 an die Eingangsklemme D des D-Flip-Flops 27 angelegt.
BAD ORIGIMAL
Eine Impulsbreitenbestimmungsschaltung (Impulsbreitenmodulator)
55 nimmt die Integrationsgrößen VA und VB der beiden Systeme ab, um eine Impulsbreite entsprechend
dem Pegelunterschied zwischen den Integrationsgrößen zu bestimmen und zu speichern. So_oft durch
das ODER-Glied 31 ein Signal an diese Schaltung 55 angelegt wird, wird die in ihr gespeicherte Impulsbreite
durch eine Impulsbreite entsprechend den neuen Integrationsgrößen VA und VB ersetzt. Wenn das Ausgangssignal
der Taktschaltung 45 an diese Schaltung 55 angelegt wird, bleibt in ihr die vorherige Impulsbreite
erhalten= Die gespeicherte Impulsbreite, die in Abhängigkeit von der Größe des Unscharfeinstellzustands
fortlaufend erneuert wird, wird dem Schaltkreis 36 zur Bestimmung der Zeitspanne eingespeist, während welcher
der Motor 35 an Spannung gelegt wird. Wenn insbesondere der Pegelunterschied zwischen den Integrationsgrößen
VA und VB sowie das Ausmaß der Unscharfeinstellung groß sind, wird die Impulsbreite vergrößert, um die
Zeitspanne zu verlängern, während welcher der Motor an Spannung liegt. Wenn andererseits der Pegelunterschied
zwischen den Integrationsgrößen VA und VB klein ist, wird die Einschaltzeitspanne des Motors 35 verkürzt.
Im folgenden ist die Arbeitsweise der Schaltung mit dem vorstehend beschriebenen Aufbau erläutert. Zunächst
ist diese Arbeitsweise anhand des Falls beschrieben, in welchem ein in einer vergleichsweise kurzen Entfernung
befindliches Aufnahme-Objekt aufgenommen wird und der Integrationsvorgang normal erfolgt. Wenn die
Zeitschaltung 46 in Abhängigkeit vom Startsignal des Scharfeinstell-Befehlselements 47 das lichtemittierende
Element 10 zur Lichtabgabe veranlaßt, wird der vom Aufnahme-Objekt reflektierte Entfernungsmeß-Lichtstrahl
auf die beiden Entfernungsmeßelemente 11 und 12 zurück-
geworfen. Die Entfernungsmeßelemente 11 und 12 wandeln diesen Lichtstrahl in elektrische Signale um, die den
Integrationsschaltungen 13 und 14 eingespeist werden, welche aus den elektrischen Signalen die Integrationsgrößen VA und VB ableiten. Die Größen der Integrationsgrößen VA und VB werden in Abhängigkeit vom Ausmaß
der Unscharfeinstellung sowie in Abhängigkeit davon verändert, ob sich das Objektiv im Nah- oder im Weiteinstellzustand
befindet. Wenn das Objektiv auf den Nahbereich scharfgestellt ist, ist der prozentuale
Anstieg der Integrationsgröße VA größer , während bei einer Einstellung des Objektivs auf den weiteren Entfernungsbereich
der prozentuale Anstieg die Integrationsgröße VB größer ist. Im Nah-Einstellzustand erreicht
somit gemäß Fig. 1 die Integrationsgröße VA den Schwellenwert VH eher, woraufhin der Komparator 17 ein Ausgangssignal
V liefert. Das Ausgangssignal V wird über das ODER-Glied 2 8 an die Setzklemme S des S-R-Flip-Flops
angelegt, um den Pegel an der Setzklemme S auf einen hohen logischen Pegel anzuheben. Auf diese Weise wird
der Nah-Einstellzustand im Richtungdiskriminier- und -Speicherabschnitt 25 gespeichert. Das Ausgangssignal
V wird weiterhin an die Eingangsklemme D des D-Flip-Flops 27 angelegt, um den Pegel dieser Eingangsklemme
D auf den hohen logischen Pegel zu erhöhen. Außerdem wird das Ausgangssignal V über das ODER-Glied 31 der
Impulsbreitenbestimmungsschaltung 55 eingegeben, so daß die in letzterer gespeicherte Impulsbreite auf
eine den neuen Integrationsgrößen VA und VB entsprechende Impulsbreite erneuert wird, welche dem Schaltkreis
36 eingespeist wird. Darüber hinaus wird das Ausgangssignal V über die ODER-Glieder 31 und 32 der Verzögerungsschaltung
33 eingegeben. Nach einer vorbestimmten
Verzögerungszeit werden daher die Pegel der Triggerkleitimen
T der D-Flip-Flops 27 und 30 auf den hohen logischen Pegel erhöht. Bei diesem Vorgang liefert
nur das D-Flip-Flop 27, dessen Eingangsklemme D auf dem hohen logischen Pegel liegt, ein Ausgangssignal
Q., das dem Schaltkreis 36 eingespeist wird. Bei Eingang des Signals Q. und des Signals von der Impulsbreitenbestimmungsschaltung
55 setzt der Schaltkreis 36 den Motor 35 so in Drehung, daß sich der Scharfeinstellpunkt
des Objektivs entsprechend dem Ausmaß der Unscharfeinstellung , d.h. dem Unterschied zwischen
den Integrationsgrößen VA und VB5 verlagert.
Im Weit-Einstellzustand erzeugt der Komparator 18 ein
Ausgangssignal V , wobei die Rücksetzklemme R des S-R-Flip-Flops 29 auf den hohen logischen Pegel erhöht wird
und der Richtungdiskriminier- und Speicherabschnitt den Weit-Einstellzustand speichert. Weiterhin wird durch
das Signal V die Eingangsklemme D des D-Flip-Flops auf den hohen logischen Pegel gebracht. Die anderen
Vorgänge sind ähnlich wie im Fall des Nah-Einstellzustands; insbesondere betätigt der Schaltkreis 36
den Motor 35 derart, daß der Brenn- bzw. Einstellpunkt des Objektivs auf eine kürze Einstellentfernung verlegt
wird. Fig. 3a ist ein Zeitdiagramm zur Veranschaulichung der vorstehend beschriebenen Arbeitsweise, wobei die
ausgezogenen Linien für den Nah-Einstellzustand und die gestrichelten Linien für den Weit-Einstellzustand
stehen»
Im folgenden ist nun der Fall beschrieben, in welchem während des vorstehend umrissenen Betriebs die Integration
aus den anhand von Fig. 4 oder 5 zu erläuternden Gründen unmöglich wird. Als Ergebnis der Integration
im beschriebenen Normalbetrieb können vier Arten von
Informationen erhalten werden: (1) Die Objektiveinstellung liegt innerhalb des Einstelltoleranzbereichs
mit Nah-Einstellzustand (OK); (2) die Objektiveinstellung
ist im Nah-Einstellzustand außerhalb des Einstelltoleranzbereichs (NG); (3) die Objektiveinstellung
liegt im Weit-Einstellzustand innerhalb des Einstelltoleranzbereichs (OK); und (4) die Objektiveinstellung
liegt im Weit-Einstellzustand außerhalb des Einstell-Toleranzbereichs (NG). Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung
wird das Objektiv nur dann in die Unendlich-Einstellposition verstellt, wenn der oben unter (2)
erwähnte Zustand vorliegt und die Integration unmöglich wird, während in den anderen Zuständen (1), (3) und (4)
die Linseneinstellung erhalten bleibt, wenn eine Integration unmöglich wird, so daß ein unnötiges Verstellen
des Objektivs vermieden wird.
Die Zeitdiagramme gemäß Fig. 3c, 3d, 3e und 3f entsprechen
den vorstehend beschriebenen vier Zuständen. In diesen Zeitdiagrammen stehen die ausgezogenen Linien
für den Fall, in welchem das Ergebnis der ersten vorhergehenden Integration dasselbe ist wie bei der zweiten
vorhergehenden Integration, während die- gestrichelten Linien den Fall veranschaulichen, in welchem sich das
Ergebnis der ersten vorhergehenden Integration von demjenigen der zweiten vorhergehenden Integration
unterscheidet. Im folgenden ist zunächst anhand des Zeitdiagramms gemäß Fig. 3c der oben unter (1) beschriebene
Fall erläutert. Im Richtungsdiskriminier- und Speicherabschnitt 25 liegt die Setzklemme S des S-R-Flip-Flops
29 auf dem hohen logischen Pegel, wobei das Ausgangssignal Q erzeugt und der Nah-Einstellzustand
gespeichert wird. Wenn die Objektiveinstellung innerhalb des Einstelltoleranzbereichs liegt, haben
BAD ORIGINAL
beide Integrationsgrößen VA und VB den unteren Schwellenwert VL erreicht, und die beiden Komparatoren 19 und
20 erzeugen die Ausgangssignale V bzw. V . Infolgedessen geht das UND-Glied 41 auf den hohen logischen
Pegel über und der Pegel der Eingangsklennme D des D-Flip-Flops
42 wird auf den hohen logischen Pegel erhöht. Infolgedessen ist der Ausgangszustand des D-Flip-Flops
42, das durch das Ausgangssignal des ODER-Glieds 31 getriggert worden ist, bevor die Integration
unmöglich wird, derart, daß das invertierte Ausgangssignal Q„ den niedrigen logischen Pegel besitzt. Infolgedessen
wird der Pegel an der Ausgangsklemme des UND-Glieds 51 auf "Niedrig" gehalten, obgleich die Taktschaltung
45 die längste Integrationszeit bestimmt, weil eine Integration unmöglich ist, und ihre Ausgangsklemme
auf den hohen logischen Pegel übergeht. Auch wenn hierbei das Ausgangssignal Q des S-R-Flip-Flops
den hohen logischen Pegel besitzt, wird somit das Ausgangssignal des UND-Glieds 52 auf dem niedrigen logischen
Pegel gehalten,und der Pegel der Eingangsklemme D des D-Flip-Flops 27 bleibt ebenfalls auf "Niedrig". Demzufolge
wird der Motor 35 nicht in Drehung versetzt, d.h. er bleibt in seiner eingenommenen Stellung, wenn die
Integration unmöglich wird bzw. wurde.
Die erwähnten Zustände (3) und (4) sind nachstehend anhand von Fig. 3d und 3f beschrieben. Wenn bei nicht
durchführbarer Integration der Weit-Einstellzustand vorliegt, liegt an der Rücksetzklemme R des S-R-Flip-Flops
29 der hohe logische Pegel an, während das Ausgangssignal Q den niedrigen logischen Pegel besitzt.
Infolgedessen liegt sowohl an der Ausgangsklemme des UND-Glieds 52 als auch an der Eingangsklemme D des
D-Flip-Flops 27 ein niedriger logischer Pegel an. Dem-
zufolge wird der Motor 35 nicht in Drehung versetzt, d.h. er bleibt in der von ihm bei nicht durchführbarer
Integration eingenommenen Stellung.
Der oben unter (2) erwähnte Zustand ist im folgenden anhand von Fig. 3e erläutert. In diesem Fall liegt bei
nicht durchführbarer Integration der Nah-Einstellzustand vor, so daß das Ausgangssignal Q des S-R-Flip-Flops
den hohen logischen Pegel besitzt. Da die Linseneinstellung außerhalb des Einstelltoleranzbereichs liegt,
liegt die Ausgangsklemme des UND-Glieds 41 ebenso wie die Eingangsklemme D des D-Flip-Flops 42 auf dem niedrigen
logischen Pegel. Infolgedessen wird das invertierte Ausgangssignal Q2 des D-Flip-Flops 42 nach dessen Triggerung
durch das Ausgangssignal des ODER-Glieds 31 vor der Nichtdurchführbarkeit der Integration auf den hohen
logischen Pegel erhöht. Wenn daher der Pegel an der Ausgangsklemme der Taktschaltung 45 wegen der nicht durchführbaren
Integration auf den hohen logischen Pegel übergeht, wird das UND-Glied 51, ebenso wie das UND-Glied
52, in den Zustand des hohen logischen Pegels versetzt. Der Pegel an der Eingangsklemme D des D-Flip-Flops 27
wird daher über das ODER-Glied 26 auf den hohen logischen Pegel erhöht. Dies bedeutet, daß der Unendlicheinstell-Diskriminierabschnitt
50 ein Befehlssignal zum Verstellen des Objektivs in die Unendlich-Einstellposition
abgegeben hat. Wenn somit das Ausgangssignal der Taktschaltung 45 als Triggersignal über die Verzögerungsschaltung
33 dem D-Flip-Flop 27 eingegeben wird, wird das Ausgangssignal Q geliefert, so daß
sich der Motor in Vorwärtsrichtung dreht und dabei das Objektiv in die Unendlich-Einstellposition bringt.
BAD ORIGINAL
Im folgenden ist anhand des Zeitdiagramms gemäß Fig. 3b der Fall beschrieben, in welchem die erste Integration
nicht durchführbar ist, unmittelbar nachdem das Scharfstell- bzw. Einstell-Befehlselement 47 den
Startbefehl geliefert hat. In diesem Fall wird der Startbefehl über die Verzögerungsschaltung 48 und
das ODER-Glied 2 8 an die Setzklemme^S des S-R-Flip-Flops
29 angelegt, um den Pegel der Setzklemme S auf den hohen logischen Pegel zu erhöhen. Dies bedeutet,
daß der Richtungdiskriminier- und-Speicherabschnitt 25 veranlaßt wird, einen falschen Nah-Einstellzustand
zu speichern. Ähnlich wie im vorher beschriebenen Fall wird daher der Motor 35 in Vorwärtsrichtung in Drehung
versetzt? um das Objektiv in die Unendlich-Einstellposition zu verstellen.
Wie aus der vorstehenden Beschreibung hervorgeht, wird mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung mittels des normalen
Integrationsvorgangs unter Speicherung des betreffenden Zustands festgestellt bzw. entschieden, ob
der Unschärfezustand des Bilds eines Aufnahme-Objekts innerhalb des Einstell-Toleranzbereichs liegt oder
einem Nah- oder Weit-Einstellzustand entspricht. Wenn dabei eine Integration nicht durchführbar ist, wird der
Objektivantriebs-Motor nach Maßgabe des genannten, gespeicherten
Inhalts betätigt. Aus diesem Grund wird selbst in dem Fall, in dem sich ein Aufnahmeobjekt
zwar gemäß Fig. 5 im Bild- bzw. Sucherfeld befindet, sich dabei aber so schnell bewegt, daß die Objektentfernung
augenblicklich nicht gemessen werden kann, die Schwierigkeit vermieden, daß sich die Scharfein-Stellposition
des Objektivs stark verändert und dabei in den Unscharfebereich gelangt. Im Falle eines Kameraschwenks,
bei dem im Nahbereich befindliche Aufnahmeobjekte in einer Panoramaaufnahme z.B. gefilmt werden,
verändert sich die Einstellposition ebenfalls nicht wesentlich, so daß eine Aufnahme zufriedenstellender
Güte erhalten wird. Außerdem läßt sich die Aufnahme einer Landschaft oder einer Szene gleichmäßig bzw.
ohne Einstelländerungen durchführen, weil der Startbefehl durch einfache Betätigung der Start-Drucktaste
ausgegeben werden kann.
3AD ORIGINAL
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