DE3128223C2 - Spritzgießform zum Herstellen eines Batteriegehäuses - Google Patents
Spritzgießform zum Herstellen eines BatteriegehäusesInfo
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Abstract
Eine Einspritzform für die Herstellung von Batteriegehäusen, welche eine Vielzahl von dünnen, integral mit den Innenwänden des Gehäuses ausgeführten und von diesen mit spitzen Winkeln in das Zellenabteil oder die Zellenabteile des Gehäuses vorstehenden nachgiebigen Rippen enthalten, die zur Halterung der elektrochemisch aktiven Bestandteile der Batterie in den Zellenabteilen dienen. Der Formkern enthält einen die Form des Zellenabteils bestimmenden Dorn (24) für das oder jedes Zellenabteil. Der Dorn ist mit schwalbenschwanzförmigen Führungsbahnen (26) versehen, in welchen komplementär geformte Auswerfer (30) hin- und herbeweglich gleitend gelagert sind, die in den Führungsbahnen zwischen eingezogenen und vorgeschobenen Lagen bewegt werden können, um ein Ausformen des Gehäuses vom Dorn zu ermöglichen. Die zum Ausformen der Rippen bestimmten Abschnitte (32) des Formhohlraumes werden in den Seitenwänden (88) der Auswerfer ausgebildet. Die Auswerfer laufen zumindestens in einem Teil des Ausformungszyklus mit dem Gehäuse, um so die Rippen aus den Formungshohlräumen ohne zu großen Widerstand oder permanente Verformung zu befreien.
Description
Die Erfindung betrifft eine Spritzgießform zum Herstellen eines Batteriegehäuses gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
Blei-Säure-Akkumulatorbatterien für Kraftfahrzeuge weisen genormte Außenabmessungen in mehreren
Größenreihen auf. Typischerweise werden durch die Hersteller in jeder Größenklasse Akkumulatorbatterien
mit unterschiedlichen Energiekapazitäten hergestellt. Das wird dadurch erreicht, daß die Anzahl der in jedem
Zellenfach befindlichen positiven und negativen Platten verändert wird. Eine Veränderung der Plattenzahl führt
auch zu einer Änderung der Dicke des Zellenelements, das in das oder die Zellenfächer des Gehäuses eingesetzt
und dort festgehalten werden muß. Batterien mit niedriger Energiekapazität enthalten etwa 9 Platten pro
Zellenelement, während Batterien mit höherer Energiekapazität bis zu 16 Platten pro Element enthalten könneii.
Diese Elemente überdecken einen Dickenbereich von etwa 2,4 cm bei Batterien mit niedriger Energiekapazität
bis etwa 4,2 cm bei Batterien mit hoher Energiekapazität, je nach der Plattenzahl und den besonderen
Spezifikationen des Herstellers.
Bei den meisten heute handelsüblichen Batterien wird
jedes Zcllenelement von den das Zellenfach bestimmenden Wänden durch relativ dicke (z. B. 1,5 mm), integral
mit den Wänden geformte und senkrecht von ihnen abstehende Rippen auf Abstand gehalten, die mit den ZeI-lenelcmcntcn
in Eingriff stehen und diese fest in der Fachmitte halten. Größere, d. h. weiter von der Wand
abstehende Rippen werden bei den dünnen Zellenelementcn und entsprechend kleinere Rippen bei den dikkeren
Zellcnelementen eingesetzt. Diese Rippen werden einfach dadurch ausgebildet, daß Schlitze in die
massiven Formkerne eingeschnitten werden.
Um für alle eine Gehäusegröße aufweisenden Batterien
mit unterschiedlicher Energiekapar.ität nur eine Art von Gehäusen fertigen zu müssen, schlägt die US-PS
40 41 603 vor, die die Zellenelemente haltenden Rippen
in Übergröße zu fertigen und sie anschließend auf die erforderliche, von der Dicke des für das entsprechende
Gehäuse bestimmten Zellenelements abhängige Größe zurückzuschneiden. Für dieses Verfahren wird jeweils
ein getrennter Schneidvorgang erforderlich, für den geeignete Werkzeuge benötigt werden.
Ferner wurde bereits vorgeschlagen, an die Innenwände des Batterigchäuses dünne (ca. 0,6 mm) nachgiebige
Rippen anzuformen, die schräg zu den Innenwänden vorstehen und entsprechend der Stärke des in das
Zcllcnfach eingesetzten Zellenelementes abbiegen. Bei der Herstellung von Batteriegehäusen mit derartigen
Rippen ireien Schwierigkeiten auf, wenn die Rippen eine große Länge und Breite besitzen sollen. Hierbei
erweisl es sich als schwierig, dünne und schräge Schlitze
in einen Formkern mil gebräuchlichen Werkzeugen einzuschneiden, ohne Hintcrschncidungen und ähnliche
l-ormveranderungcn zu erzeugen, und anschließend die
Oberl lachen dieser Schlitze ausreichend glatt /u polieren,
um den Reibungswiderstand auf die Kippen wäh
3i 28 223
rend des Entfernens des Gehäuses aus der Form zu
vermindern. Auch wenn relativ glattwandige Schlitze vorgesehen werden, ergibt die große Fläche der die
Rippen bildenden Formoberfläche einen solchen Abziehwiderstand,
daß die zum Herausziehen der Rippen aus den schmalen Schlitzen notwendige Kraft die dünnen
Rippen oft streckt und deformiert Hierbei können die Rippen gelegentlich auch reißen, wobei Teile der
Rippen in den Schlitzen zurückbleiben, so daß die Gießform nicht sofort wieder beschickt werden kann, sondern
erst einer zeitaufwendigen Reinigung unterzogen werden muß. Ein weiterer Nachteil derartiger Gießformen
besteht in den außerordentlich langen Formzykluszeiten, die erforderlich sind, um eine gute Füllung der
dünnen, schlecht entlüfteten Hohlräume für die Rippen beim Gießen zu erreichen und um die Rippen während
des Ausformens störungsfrei aus den Hohlräumen zu entfernen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine
gattungsgemäße Spritzgießform zu schaff er mit der ein Batteriegehäuse mit dünnen an die Innenwände angegossenen
Rippen hergestellt werden kann, ohne daß die Rippen beim Ausformvorgang verformt oder abgerissen
werden.
Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Spritzgießform erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden
Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Die in den Gleitbahnen verschiebbaren Auswerfer unterstützen das Ausformen des Gehäuses durch gleichzeitiges
Stoßen auf die Bodenwand des Gehäuses und die oberen Teile der Rippen, um das Gehäuse vom Kern
der Gießform abzuziehen. Hierbei bewegen sich die Auswerfer, an denen eine Fläche der Rippen anliegt,
mindestens solange mit dem Gehäuse mit, bis die Rippen fast vollständig von den komplementären Flächen
der Gleitbahnen gelöst sind. Durch dieses Mitbewegen der Auswerfer mit den Rippen werden die durch das
Anhaften der Rippen an den Auswerfern ausgeübten Kräfte auf die Rippen solange verhindert, wie sich die
Rippen noch in ihren Formhohlräumen befinden, so daß die auf die Rippen wirkenden Kräfte so vermindert sind,
daß eine Verformung oder eine Beschädigung der Rippen
ausgeschlossen ist. Insbesondere werden die auf die Rippen wirkenden Kräfte von den Wurzeln der Rippen
abgelenkt, so sie früher Verformungen der Rippen bewirkten.
Aus der US-PS 35 09 603 ist zwar bereits eine Spritzgußform bekannt, bei der zur Ausbildung aufeinanderfolgender
ZellenfJchcr Kernteile vorgesehen sind, von denen in der Folge der Zellenfächer die zweiten Kernteile
relativ zu den dazwischenliegenden Kcrnteilen bewegbar sind, um beim Ausformvorgang zuerst nur jedes
zweite Kernteil aus dem geformten Batteriegehäuse herauszuziehen, während jedes benachbarte Kernteil in
dem von ihm gebildeten Zellenfach verbleibt, bis das
gesamte Batteriegehäuse von diesen Kernteilen mittels einer Abstreiferplatte abgezogen wird. Bei dieser
Spritzgießform ist zwar das Ausformen des Batteriegehäuses erleichtert, es sind jedoch keinerlei Maßnahmen
vorgesehen, mit denen dünne an Zwischenwände des Batteriegehäuses angegossene Rippen aus den entsprechenden
Schlitzen herausgezogen werden können.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Spritzgießform, die durch das erleichterte Auswerfen des Gehäuses
Wirtschaftlage l'ormzykluszeiten herbeiführt,
ohne daß es zu Pvschadigungen der Rippen kommt,
besteht darin, daß die Auswerfer und die Gleitbahnen für die Auswerfer in dei1 kernteilen getrennt hergestellt
und bearbeitet werden können, wodurch insbesondere das abschließende Polieren der die Hohlräume für die
Rippen bildenden Flächen wesentlich vereinfacht wird. Weitere vorteilhafte Ausführungsbeispiele der Erfindung
sind in den Untcra'nsprüchen beschrieben.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert: in der Zeichnung
zeigt
F i g. 1 eine perspektivische Darstellung eines aufgeschnittenen
Mehrzellen-Batteriegehäuses.
Fig.2 eine Draufsicht auf das Baueriegehäuse nach
Fig. 1.
F i g. 3 eine Seitenansicht eines Kemhalte-Abschnittes einer Spritzgießform in geöffneter Stellung (d. h. mit
zum Betrachter zu abgezogener Gegenform),
F i g. 4 eine Frontansicht des nach Linie 4-4 in F i g. 3 aufgeschnittenen Kernhalte-Abschnittes der Form im
geschlossenen Zustand (d. h. mit aufgesetzter Gegenform),
F i g. 5 einen Schnitt nach Linie 5-5 der F i g. 3, jedoch ebenfalls in geschlossener Lage (d. h. mit aufgesetzter
Gegenform),
Fig.6 eine Schnittansicht ähnlich Fig.4, jedoch bei
wie in Fig.4 abgezogener Gegenform, während eines frühen Zeitpunktes im Ausformzyklus, zu dem die Auswerferplatte
teilweise vorgeschoben und die Auswerfer voll vorgeschoben sind.
Fig. 7 eine Schnittdarstellung ähnlich Fig.6 mit abgezogener
Gegenform zu einem spaten Zeitpunkt des Ausformzyklus, zu dem die Auswerferplatte vollständig
vorgeschoben und die Auswerfer wieder zurückgezogen sind,
Fig.8 eine vergrößerte perspektivische Darstellung
eines Domes und der zugehörigen, eingezogenen Auswerfer der Form nach Fig. 3, und
Fig.9 eine vergrößerte perspektivische Darstellung
ähnlich F i g. 8 bei voll ausgefahrenen Auswerfern.
Die Fig. 1 und 2 zeigen Darstellungen eines mehrzelligen
Batteriegehäuses 2, das aus einem thermoplastisehen Kunststoff in Spritzgießformen spritzgegossen
wurde. Endwände 4, Seitenwände 6 und eine Bodenwand 8 bestimmen die Außenform des Gehäuses 2, und
Innenwände 10 unterteilen das Gehäuse 2 in eine Vielzahl von einzelnen Zellenfächern 12. Die elektrochemisch
aktiven Bestandteile der Ba iterie (d. h. die Platten, Separatoren und Verbinder) werden in jedes Zellenfach
12 durch die offene Oberseite (wie sie durch den Rand 16 bestimmt wird) des Gehäuses 2 eingesetzt und werden
dann entsprechend elektrisch verbunden, um die
so erforderliche Batteriespannung zu erzielen. Dünne flexible Rippen 14 sind integral mit den Innenwänden 10
und Endwänden 4 ausgebildet und bilden mit diesen einen Winkel von z. B. 60°. Die Rippen 14 besitzen
Grundabschnitte 13 an der Bodenwand 8 und Wurzeln 15 an den Innenwänden 10 bzw. Endwänden 4. Die Rippen
14 biegen sich dann entsprechend den unterschiedlich starken Einsätzen ab und dienen dazu, die aus den
elektrochemisch aktiven Bestandteilen bestehenden Einsätze von den Innenwänden 10 auf Abstand zu halten
und sie gegen eine Beschädigung infolge Vibrationen zu schützen.
Fig. 3 stellt den Kernhalteabschnitt 18 der Spritzgießform
in geöffneter Stellung von oben gesehen dar, wobei die stationäre Gegenform 74 auf den Betrachter
b5 zu abgezogen ist. In einer Presse bewegen sich der Kern
22 und die Gegenform 74 in Horizontalrichtung auseinander und trennen sich längs einer vertikalen Teillinie.
Andererseits stellen F i g. 4 und 5 Schnitte in Beschlösse-
ner Formstellung dar. in der der Kernhaltcabschnitt 18
zusammen mit der stationären Gegenform 74 die vollständige Spritzgießform bilden, bereit zur Aufnahme
des geschmolzenen Kunststoffes, beispielsweise Polypropylen PP.
Der Kernhalteabschnitt 18 der Spritzgießform enthält eine stationäre Stützplatte 20, einen Kern 22 und
eine Auswerfeinrichtung für das Gehäuse 2 vom Kern 22. Der Kern 22 besteht aus einer Vielzahl von Kernteilen
24, entsprechend der Größen der Zellenfächer 12. Die Kernteile 24 enthalten eine Vielzahl von schwalbenschwanzförmigen
(d. h. z. B. trapezförmigen) Gleitbahnen 26, die in den Oberflächen 28 der Kernteile 24 ausgebildet
sind. Die Gleitbahnen 26 jedes Kernteils 24 sind so aneinander gegenüber angeordnet, daß die darin ausgebildeten
Rippen 14 direkt in dem Zeüe.nfach 12 einander
gegenüberliegen. Die Gleitbahnen 26 in einem Kernteil 24 liegen darüber hinaus direkt gegenüber den
Gleitbahnen 26 im benachbarten Kernteil 24, so daß die darin ausgebildeten Rippen 14 wiederum an entgegengesetzten
Seiten der zwischen den Rippen 14 ausgebildeten Innenwand 10 einander gegenüberliegen. Eine
Vielzahl von entsprechend komplementär geformten Auswerfern 30 sind jeweils in die entsprechenden Gleitbahnen
26 eingepaßt, und sind zur Hin- und Herbewegung in diesen, wie später besprochen wird, ausgelegt.
In F i g. 8 und 9 besser dargestellte Einschnitte 32 in den divergierenden Flächen 88 der Auswerfer 30 bestimmen
die Formhohlräume für die Rippen 14. Die Auswerfer 30 sind mit einer Grundplatte 34 verbunden, die in einem
Einschnitt 47 in einer Auswerferbetätigungsplatte 40 sitzt. Die Grundplatte 34 besitzt einen Zapfenabschnitt
36, der gleitbar in einer angepaßten öffnung 38 in der
Auswerferbetätigungsplattc 40 sitzt. Ein Flansch 42 an
der Grundplatte 34 ist in der Grundstellung durch einen Spalt 44 von der Auswerferbetätigungsplatte 40 getrennt.
Schrauben 43 sind gleitend in öffnungen 45 in der Auswerferbetätigungsplatte 40 aufgenommen und
halten die Grundplatte 34 in dem Einschnitt 47 der Auswerferbetätigungsplatte 40, erlauben jedoch eine Relativbewegung
zwischen der Grundplatte 34 und der Auswerferbetätigungsplatte 40, um. wie spater besprochen
wird, Schrumpfmaße aufzunehmen.
Die Auswerferbetätigungsplatte 40 wird durch Hydraulikzylinder 46 betätigt, die mit Schrauben 48 an der
Auswerferbetätigungsplatte 40 angebracht sind. Die Kolbenstangen 50 der Hydraulikzylinder 46 treten gleitend
durch Öffnungen 52 der Auswcrferbetäiigungsplatte 40 hindurch und erlauben eine Einstellung des
Abstands zu der stationären Stützplatte 20 (Fig.4).
Stützen 51 sind in der Stützplatte 20 verankert und dienen
zur Führung dci AuSwcrfci beiäiigurigbpiaiic 40
während des Ausformvorgangs.
Die Kernteile 24 werden mittels stationärer Halteplatten 54 und 56 eng aneinander und am Kernhalteabschnitt
18 gehalten. Grundteile 58 der Kernteile 24 sind nach außen zu (auf das fertige Gehäuse 2 bezogen) auseinanderlaufend
gestaltet und in eine komplementär geformte Öffnung 60 in der vorderen Halteplatte 54 eingepaßt.
Die hintere Halteplatte 56 wird dann mit der vorderen Platte 54 verschraubt und dadurch werden die
Kernteile 24 eng aneinander verkeilt. Die stationären Halteplatten 54 und 56 sind starr an Stützen 62 und
Schienen 64 befestigt, die wiederum starr mit der stationären Stützplatte 20 verbunden sind und dazu dienen,
die Halteplatten 54 und 56 im Abstand von der Stützplatte 20 zu halten. Die Auswerfer 30 erstrecken sich
von der Grundplatte 34 durch eine Öffnung 57 in der hinteren Halteplatte 56 und reichen von dort durch die
Kernleilc24.
Eine Auswerferplatte 66 liegt der vorderen Halteplatte 54 benachbart und dient zusammen mit den Auswerfern
30 dazu, das Gehäuse 2 nach dem Gießvorgang von den Kcrnteilen 24 abzustreifen. Die Auswerferplatte 66
enthält einen kreuzförmigen Einschnitt 68, der mit der Gegenform 74, wie in Fig.4 und 5 dargestellt, zusammengepaßt
ist. Die Auswerferplatte 66 ist (Fig. 5) mit
ίο den Kolbenstangen 69 von Hydraulikzylindern 70 verschraubt,
die wiederum an der Stützplatte 20 festgeschraubt sind. Vier Leitstützen 72 (F i g. 3, 6 und 7) sind
an der vorderen stationären Halteplatte 54 verankert und dienen sowohl zur Führung der Auswerferplatte 66
als auch zur Ausrichtung des Kernhalteabschnittes 18 mit der Gegenform 74 während des Formschließvorganges.
Vier Koordinierungsstützen 73 sind mittels Befestigungsplatten 75 an der Auswerferbetätigungsplatte 40
verankert. Die Koordinierungsstützen 73 erstrecken sich mit Gleitsilz durch öffnungen in den Halteplatten
54 und 56 bis zur Anlage an die Rückseite der Auswerferplatte 66; sie dienen dazu, den Abstand zwischen der
Auswerferbetätigungsplatte 40 und der Auswerferplatte 66 während des Ausformens aufrechtzuerhalten.
Nur in den F i g. 4 und 5 ist die die Außenseite des fertigen Gehäuses 2 bestimmende stationäre Gegenform
74 der Spritzgießform gezeigt, und sie besteht grundsätzlich aus einem Hauptkörper 76 und einem darin
befindlichen Hohlraum 78. In üblicher Weise sind vier Wandteile 80 mit schrägen Außenwänden in diesen
Hohlraum 78 gleitend eingepaßt, um den Formhohlraum 82 zu bestimmen. Beim öffnen der Spritzgießform
läßt eine Feder 84, die mit zugehörigen (nicht gezeigten) Verbindungsgestängen zusammenwirkt, die Wandteile
80 längs den Schrägflächen 86 gleiten und sich dabei jeweils in Querrichtung vom Kern 22 wegbewegen, um
die Außenseite des Gehäuses 2 freizugeben. Beim Schließen gleiten diese Wandteile 80 in die in den F i g. 4
und 5 gezeigte Stellung zurück. Gleichfalls nicht dargestellte Einrichtungen zum Einspritzen von Kunststoffmaterial
in den Formhohlraum 82 sind in der Gegenform 74 vorgesehen. Derartige stationäre Gegenformen
74 sind auf dem Gebiet des Kunststoffspritzens wohlbekannt, so daß sich eine weitere Beschreibung erübrigt.
Anhand der Fig. 6 und 7 (und später 8 und 9) wird nachfolgend der Ausformungsvorgang eines fertigen
Batteriegehäuses 2 beschrieben. F i g. 6 und 7 zeigen die Anordnung der prinzipiellen Strukturteilelemente des
Kernhalteabschnittes 18 in verschiedenen Stufen während des Ausformungszyklus für das Gehäuse 2. Nachdem
das eingespritzte thermoplastische Material in dem Formhohlraum 82 fest geworden ist, trennt sich der
Kernhalteabschnitt 18 von der stationären Gegenform 74 und zieht das nun feste Gehäuse 2 mit sich, das fest
um den Kern 22 geschrumpft ist In diesem Zustand sind die verschiedenen, sich bewegenden Teile des Kernhalteabschnittes
18 im wesentlichen in der in Fi g. 4 dargestellten Lage. Nachdem der Kern 22 von der stationä
μ ren Gegenform 74 freigekommen ist werden die Hydraulikzylinder
70 beaufschlagt, und die Auswerferplatte 66 wird ein kurzes Stück, d. h. ca. 1,27 mm—3,18 πιπί= 0,050"—0,125") vorgeschoben, bis zur Anlage ar
den Rand 16 des Gehäuses 2; dieser Rand 16 hat sich eir
h5 wenig von der Fläche der Auswerferplatte 66 infolgt
des Schrumpfvorganges entfernt Dadurch wird di< Auswerferplatie 66 ein wenig von der vorderen Halte
platte 54 und den Enden der Koordinierungsstützen Ti
wegbewegt. Dann werden die Hydraulikzylinder 46 beaufschlagt
und schieben die Auswerferbetätigungsplatte 40 so weit vor, bis die Koordinierungsstützen 73 wieder
an der Rückseite der Auswerferplatte 66 anliegen. Gleichzeitig gleiten die Schrauben 43 in ihren zugehöri- ■>
gen öffnungen 45 und der Spalt 44 zwischen der Auswerferbetätigungsplatte
40 und der Grundplatte 34 wird geschlossen. Der Spalt 44 ist so festgcsci/.t, daß er
das am Rand 16 auftretende Schrumpfmaß aufnimmt und damit verhindert, daß die Auswerfer 30 Vertiefungen
oder Löcher in die Bodenwand 8 des Gehäuses 2 stoßen, bevor die Auswerferplatte 66 beginnt, das Gehäuse
2 vom Kern 22 abzudrücken. Nach diesen kurzen Anfangshüben bewegen sich die Auswerferplatte 66, die
Auswerferbetätigungsplatte 40, die Grundplatte 34 und die Auswerfer 30 zusammen vorwärts, um das Gehäuse
2, wie am besten in F i g. 6 zu sehen, von den Kemieilen
24 abzuschieben. Die Koordinierungsstützen 73 halten die Auswerferplatte 66 und die Auswerferbetätigungsplatte
40 in dem vorbestimmten Abstand zueinander und verhindern damit, daß die Auswerferbetätigungsplatte
40 die Auswerferplatte 66 überholt, wodurch die Auswerfer 30, wie bereits erwähnt, die Boden wand 8 des
Gehäuses 2 durchlöchern könnten.
Wenn die Auswerfer 30 so weit vorgeschoben sind (d.h. um eine Strecken von ca. 76,2 mm—88,9 mm
(= 3"—3 'Λ")), daß die Rippen 14 im wesentlichen frei
von den Kernteilen 24 sind, wird die Wirkung der Hydraulikzylinder
46 und damit die Bewegungsrichtung der Auswerferbetätigungsplatte 40 umgekehrt. Mit diesem
Umkehren der Bewegungsrichtung für die Auswerferbetätigungsplatte 40 gleiten die Schrauben 43 in den
zugehörigen öffnungen 45, bis ihre Köpfe an der Rückseite
der Auswerferbetätigungsplatte 40 anliegen, die Grundplatte 34 zurückziehen und damit auch die Auswerfer
30 in die Kernteile 24 zurückziehen (Fig.7). Während sich die Auswerfer 30 in die Kernteile 24 zurückziehen,
bewegt sich die Auswerferplatte 66 weiter nach vorne, um das Gehäuse 2 von den Kernteilen 24 zu
befreien (F i g. 7). Danach wird auch die Bewegungsrichtung der Auswerferplatte 66 umgekehrt und diese kehrt
zu der in F i g. 4 dargestellten Lage zurück. Daraufhin wird die Spritzgießform wieder geschlossen und es erfolgt
ein neuer Formzyklus.
Ein typisches Kernteil 24 mit Auswerfern 30 ist in unterschiedlicher Stellung in den Fig. 8 und 9 dargestellt.
Fig.8 zeigt dabei die Auswerfer 30 in der Einspritzstellung,
in der sie in das zugehörige Kernteil 24 zurückgezogen sind. In dieser Lage bildet der in die
auseinanderlaufenden Flächen 88 jedes Auswerfers 30 eingearbeitete Einschnitt 32 den für das Ausbilden der
Rippen 14 erforderlichen Hohlraum zusammenwirkend mit dem Seitenwänden 90 der komplementär geformten
Gleitbahnen 26 wobei zwischen den Auswerfern 30 und dem Kernteil 24 eine nicht dargestellte Entlüftung für
diesen Hohlraum vorgesehen ist Die Seitenwände 90 der Gleitbahnen 26 laufen von der Oberfläche 28 des
Kernteils 24 mit einem Winkel auseinander, der im wesentlichen gleich dem spitzen Winkel ist, den die Rippen
14 mit den Innenwänden 10 im. fertigen Gehäuse 2 ein- w schließen.
Hierzu 7 Blatt Zeichnungen
65
Claims (5)
1. Spritzgießform zum Herstellen eines Batteriegehäuses mit Boden- und Seitenwänden zur Bildung
mindestens eines Zellenfaches mit an den Innenwänden des Zellenfaches ausgebildeten, in das Zellenfach
vorspringenden Halterungsrippen, mit einem die Außenwände des Batteriegehäuses formenden
Formteil und einem die Innenwände des Batteriegehäuses formenden, mit Aussparungen zur Bildung
der Rippen versehenen Kern mit mindestens einem Kernteil zur Formung der Innenwände eines Zellenfaches,
und mit einer Auswerfereinrichtung mit in Nuten des Kernteils verschiebbar aufgenommenen
Auswerfern, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswerfereinrichtuiig zur Bildung einer Anzahl
von dünnen, nachgiebigen Halterungsrippen (14) im Kernteil (24) eine Anzahl von Gleitbahnen
(26) aufweist, die jeweils teilweise durch mindestens eine von der Kernteiloberfläche (28) nach innen mit
einem im wesentlichen dem Rippenwinkel entsprechenden spitzen Winkel verlaufende Seitenwand
(90) bestimmt sind, daß die in den Gleitbahnen (26) des Kernteils (24) verschiebbar aufgenommenen,
entsprechend komplementär ausgebildeten Auswerfer (30) jeweils einen Einschnitt (32) in mindestens
einer der mit den Seitenwänden (90) der Gleitbahnen zusammenwirkenden Flächen (88) aufweisen,
durch welchen zwischen dem Auswerfer (30) und der jo
zugeordneten Gleitbahn-Seitenwand (90) des Kernteils (24) ein Rippen-Formhohlraum gebildet ist, und
daß die Auswerfereinrichtung ferner eine die Auswerfer (30) während des Ausformens des Gehäuses
(2) von den Kernteilen (24) mit den Rippen (14) mit- J5
führende Einrichtung (46,40,34) aufweist.
2. Spritzgießform nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitbahnen (26) eines Auswerfers
(30) schwalbenschwanzförmig ausgebildet sind und die Seitenwände (90) der-Gleitbahnen (26)
von der Kernteiloberfläche (28) ausgehend im wesentlichen dem Rippenwinkel entsprechend divergieren,
und daß der Einschnitt (32) jeweils in beiden mit den Seitenwänden (90) der Gleitbahnen zusammenwirkenden
Flächen (88) der Auswerfer (30) vorgesehen ist.
3. Spritzgießform nach Patentanspruch 1 oder 2, bei welcher das Gehäuse einen oberen Rand aufweist
und die Auswerfereinrichtung eine erste und eine zweite Einrichtung zum Drücken auf den oberen
Rand des Gehäuses bzw. auf die Bodenwand des Gehäuses zum Ausformen des Gehäuses gegenüber
dem Kern aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Einrichtung durch eine Auswerferplatte (66)
und die zweite Einrichtung durch die Auswerfer (30) gebildet sind.
4. Spritzgießform nach Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß Einrichtungen (34, 40, 43, 44,
73) zur Abstimmung der Bewegung der Auswerfer (30) und der Aufwerferplatte (66) während des Aus- w)
formvorganges vorgesehen sind, derart, daß ein Überholen der Auswerferplatte (66) durch die Auswerfer
(30) verhindert ist. und daß die Auswerfer (30) sich während des Formvorganges zur Ausbildung
der Rippen- Kormhohlräume durch die Einschnitte to
(32) in ihrer zurückgezogenen Lage befinden und danach mil den Rippen (14) in die ausgefahrene Lage
laufen.
5. Spritzgießform nach einem der voerhergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
jedes Kernteil (24) mindestens zwei Paare von Gleitbahnen (26) aufweist, wobei jedes Paar an gegenüberliegenden
Seiten des Kernteils (24) Rücken an Rücken angeordnete Gleitbahnen (26) umfaßt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US17251380A | 1980-07-28 | 1980-07-28 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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| DE3128223C2 true DE3128223C2 (de) | 1984-08-30 |
Family
ID=22628024
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19813128223 Expired DE3128223C2 (de) | 1980-07-28 | 1981-07-16 | Spritzgießform zum Herstellen eines Batteriegehäuses |
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|---|---|
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| DE (1) | DE3128223C2 (de) |
| FR (1) | FR2487247A1 (de) |
| GB (1) | GB2080723B (de) |
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|---|---|---|---|---|
| USD845135S1 (en) | 2017-02-24 | 2019-04-09 | S. C. Johnson & Son, Inc. | Bottle neck with cap |
| CN113146931B (zh) * | 2021-04-28 | 2022-11-04 | 福州冠泓新材料科技有限公司 | 一种新能源汽车电池外壳成型制备工艺 |
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|---|---|---|---|---|
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| US3607440A (en) * | 1970-01-29 | 1971-09-21 | Esb Inc | Battery container having springlike packing ribs to accommodate elements of varying thicknesses |
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| GB2080723B (en) | 1984-04-11 |
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| FR2487247A1 (fr) | 1982-01-29 |
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