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DE312817C - - Google Patents

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Publication number
DE312817C
DE312817C DENDAT312817D DE312817DA DE312817C DE 312817 C DE312817 C DE 312817C DE NDAT312817 D DENDAT312817 D DE NDAT312817D DE 312817D A DE312817D A DE 312817DA DE 312817 C DE312817 C DE 312817C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cylinder
lever
slide
repeat
card
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT312817D
Other languages
English (en)
Publication of DE312817C publication Critical patent/DE312817C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D43/00Looms with change-boxes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

AUSGEGEBEN AM 12. JUNI 1919
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Kartensparvorrichtung für Schützenwechsel, deren Zweck darin besteht, mit verhältnismäßig einfachen Mitteln komplizierte Muster mit drei oder mehr verschiedenen Rapporten ununterbrochen, d. h. bei abgepaßten Tüchern, wie' Sarongs,. Kopftüchern u. dgl. ohne Abstellung, des Stuhles, zwecks Auswechselung der. Rapportkarten weben zu können.
Um ein Muster, in dem mehrere verschiedene Rapporte miteinander mehr oder weniger regelmäßig abwechseln,"zu weben, benötigt man mehrere Kartenbänder. Jedes Band enthält dann nur die Karten für einen Rapport, d.h. für eine Gruppe von Schußfäden, welche als ein selbständiger Unterteil des Musters zu betrachten ist.
Maschinen, bei denen die Haupteinteiluhg des Gewebes selbsttätig von einem jedesmal zurückkehrenden gleichen Rapport abgewechselt wird, sind aus mehreren deutschen Patentschriften bekanntgeworden, ζ. B. aus den Patentschriften 272559, 1074.13 und 257402. Soll mit den1 bisher bekannten Webstühlen ein sehr kompliziertes Muster gewebt werden, so muß man für die verschiedenen Rapportbänder denselben Zylinder des Webstuhles benutzen.
Der damit verknüpfte Nächteil besteht darin, daß sobald mit dem einen Band der Rapport gewebt ist, und ein anderer Rapport gewünscht wird, der Webstuhl stillgesetzt werden muß, um das verwendete Kartenband durch ein anderes zu ersetzen.
Abgesehen von dem damit verbundenen X3S Zeitverlust wird dabei auch große Auf merksamkeit von dem Weber gefordert, weil die Rapporte in dem. Muster oft nicht direkt aneinander anschließen, sondern durch ein.An- N _. schlußgewebe noch voneinander getrennt sind.
Die Erfindung kennzeichnet sich im wesentr liehen dadurch, daß ein w.agerecht verschieb- ' ■ barer Schlitten,' der mehrere Rapportzylinder . trägt, verwendet wird, von denen , der eine (der Hauptrapportzylinder) unter .dem Ein- "45 fluß des über ihn laufenden Kartenbandes und der damit zusammenwirkenden Nadel mustergemäß selbsttätig durch eine entsprechend wagerechte , Verschiebung. des Schlittens einen der Nebenrapportzylinder
einschaltet, und dieser seinerseits nach vollendetem Arbeitsgang durch seine Karte einen der anderen Rapportzylinder in die Arbeitsstellung steuert. ..: ·.-..'. . V
Diese Einrichtung ermöglicht es, in einfacher Weise mit drei-oder mehr Rapportzylindern zu arbeiten. \
Auf beiliegender Zeichnung ist der Erfin: dungsgegenstand in zwei. ■.Ausführungsbe'iio-'spielen, dargestellt. Es bedeutet:
Fig. ι eine schematische: Ansicht der Vor-, richtung, ~ :. ·. .■'. ; ..-. ;' ' ■■ ■.■_ :
Fig.'2 bis 7 in Seitenansicht und* die Fig. 2a, 3a, 4a, '6a. und ya. in Draufsicht die wesentlichen zur.Vorrichtung gehörigen Einzelteile in mehreren Stellungen, während
■ Fig. 8 eine Ausführungsform unter Benutzung mehrerer Räpportzylinder . Veranschaulicht. ■ ■ ..-'■■·■■·,.- - . - ■
Der Hauptrapportzylinder 1 (Fig. 2 und 3) regelt die Einteilung des Gewebes und überwacht zu diesem, Zwecke die Reihenfolge der . Nebenrapportzylinder 2 bzw. I, II, III (Fig. 8), mit denen Einschläge eines einzigen
Rapportes in der ■, gewünschten Reihenfolge gemacht werden. , : .
Alle diese Zylinder sind in dem Schlitten 3 angeordnet, der über zwei Schienen 4 (Fig. 2) gleiten kann. ·; . ■ ■
Bei den verschiedenen Stellungen des Schlittens befindet sich entweder der Hatipt-
• räpportzylinder oder einer der Nebenrapportzylinder unter den Nadeln 5 der Nadelhebel 6. Der Haupt- und die Nebenrapportzylinder besitzen außer den Löchern7 7 (Fig. 4). für die Nadeln 5 noch ein besonderes Loch 8
bzw. 40. ' .: ■
Am Schlitten 3 ist ein Hebel 10 um
Achse 9 äusschwingbar befestigt, während ein Hebel 11 um einen festen Drehpunkt 34 an dem Maschinengestell drehbar gelagert ist (Fig. i, 2, .3, 6, 7 und 8). ;
\ Der Hebel 10 trägt eine Nadel 10a, welche
'dem Loche 8 des Hauptrapportzylinders entsprechend angeordnet ist und der andere Hebel 11 eine Nadel na, die dem Loche 40 des Nebenrap'portzylinders 2 entspricht. In Fig. 4 lind 4a ist die Lage der Löcher 8 für die Haupt- und 40 für die Nebenrapportzylinder angedeutet.
. Ein Schieber 12 (Fig. 1 bis 6), der von der Webstuhlwelle aus. beständig auf- und nieder-. bewegt wird, besitzt einen Wendehaken 13, der um einen am Schieber 12 befestigten Zapfen 14 drehbar ist (s. Fig. 1, 2 und 3). Dieser Wendehaken macht demzufolge seinerseits die Auf- und Abwärtsbewegung des Schiebers 12. mit.· Die beiden Enden 15 und 16 des Wendehäkens können hinter je einen Stift 17 und 18 einer Scheibe 19 greifen. Diese Scheibe wird von einer in dem Webstuhl-.g-estell ruhenden Achse 20 getragen (s. Fig.i, 2 und 3) ·:
Die letztere trägt eine Kurbel 21, die durch eine Öffnung eines Ansates des Schlittens 3 greift. ' ■ ■ . ,
Wird, mehr als ein Nebenrapportz)4inder verwendet, dann ersetzt man die Kurbel 21 und den geschlitzten Teil 22 des Schlittens durch Zahnrad 19a und Zahnstange 41, wie Fig. 8 dargesteflt' ist. ;: Hier muß der Schlitten mehr als zwei- verschiedene Stellungen einnehmen.
Wird die Achse 20 nach links 'oder ■ rechts gedreht, dann erfährt der Schlitten durch die Kurbel 21 ebenfalls eine Verschiebung nach links (Läge / Fig. 2) oder nach "rechts (Läger Fig· 3)· . :. -
Die Achse 20 wird in. Drehung gesetzt, · sobald eines der Wendehakenenden 15 oder 16 · hinter den' entsprechenden Stift 17 oder 18 der Scheibe 19 greift, und darauf gemeinsam mit dem Schieber 12 gehoben wird.
Der Wendehaken 13 besitzt'einen nach oben gerichteten Arm 23^ welcher einen Stift 24 trägt, auff dem das äußerste Ende des Sperrhebels 25 auf ruht (Fig. 2, 1 und 3). .
Der Sperrhebel 25 besitzt einen Ansatz (Fig. 2 und 1), der gewöhnlich den Arm 23 behindert, sich unter der Einwirkung der am Schieber 12 befestigten Feder 26 nach links zu bewegen. '
Solange der Stift 24 in dem Ansatz, ruht, wird der Arm 23 in seiner äußersten rechten Stellung festgehalten, demzufolge der eigentliehe Wendehaken 13 seine äußerste linke ' Stellung einnimmt.
Der Hebel 25 steht durch eine Gelenkstange mit dem bereits erwähnten Hebel 10 in Verbindung, der die· mit dem Loch 8 des Hauptrapportzylinders 1 übereinstimmende Nadel ioa besitzt (Fig. 2 und 4). ■
Bei jedem Niedergang" des Schiebers 12 und dem damit zusammenhängenden Stift 24 sinkt der Sperrhebel 25 und daher auch der Hebel ip mit seiner Nadel ioa in das Loch des Zylinders 1.
Bedeckt jedoch eine Karte des um den Hauptzylinder gelegten Kartenbandes das Loch 8,-so bleibt die Nadel ioa auf der Karte ruhen und verhindert ein Niedersinken des Hebels 10 und des Hebels 25. Der Stift 24 wird da'nn beim Sinken des Schiebers 12 frei von dem Ansatz des Sperrhebels 25, so daß die Feder 26 wirken kann und den Wendehaken 13 in seine äußerste rechte Lage zieht (Fig. 3). ■-■ ■ . .
Befindet sich der Wendehaken 13. in seiner äußersten rechten Lage, dann kann' das · Hakenende 15 hinter Stift 17 greifen und
diesen bei der Aufwärtsbewegung: des Schiebers 12 hochziehen. Der Stiff 18 bleibt .in diesem Falte außer Eingriff: mit dem Hakenende i6;. Der Hebel 21 bewegt' sich, da er an der Drehung der Scheibe, 19 teilnimmt, nach rechts und bewirkt dadurch eine Verschiebung des Sehlitten 3: von links (Stellung Γ)
nach rechts {Stellung r). :
Befindet sich aber der Schlitten schon in der Stellung r, dann kann das Hakenende 15 mit dem Stift 17 nicht in Eingriff kommen,
- demzufolge der Schlitten in seiner ; rechten Stellung stehen bleibt. ',..':
Befindet sich dagegen der Wendehaken 13 in seiner äußersten linken Läge (Fig. 2), so bleibt der Stift 17; außer dem Bereich des Hakenendes 15, dagegen greift das Hakenende 16 bei der Aufwärtsbewegung des Schiebers 12 hinter den.Stift 18, so daß; die Achse 20 und der Hebel 21 eine Drehung'nach links erhalten und der Schlitten von rechts (r) nach links (I) bewegt wird. :
Falls der Schlitten sich schon in dieser Stellung befinden sollte, dann: nimmt, der bereits in gehobener Lage befindliehe Stift 18 an der Bewegung des Hakenendes; nicht teil und der Schlitten bleibt daher in seiner Lage stehen. ;
Aus den vorstehenden Darlegungen ergibt sich folgendes:
Befindet sich auf dem Haupträpportzylinder ι eine Karte, die das Loch 8 bedeckt
- (Fig.'; 3), so gelängt der Zylinder in die Stellung r oder verbleibt in dieser, wobei sich der
.35 Nebenrapportzylinder 2 unter den Nadeln 5 der .Nadelhebel 6 befindet.
Liegt indessen auf dem Häuptrapportzylinder ι eine Karte, die das Loch 8 frei läßt, so wird hierdurch dafür gesorgt, daß der Schlitten in die linke Lage gelangt oder falls er sich bereits darin befindet, auch daselbst verbleibt, wobei der Hauptrappörtzylinder 1 mit den
. Nadeln 5 der Nadelhebel 6 zusammenwirkt.
Der Hauptrapportzylinder ι und der Nebenrapportzylinder 2 sind mit Sperrädern 27 und 28 (Fig. 6 und 7) versehen, in die ein Wendehaken 29 bzw. 30 greifen kann, der beim Ansteigen des Schiebers 12 dem betreffenden Zylinder eine Drehung um 90° erteilt.
Das Sperrad 27 Und. das Sperrad 28 sind nach entgegengesetzten Richtungen verzahnt, so daß das Rad 27 sich nur nach links, das Sperrad 28 dagegen nur nach rechts drehen läßt. ■■.■■'·■■'· . ■■·.·.■."'■ ! "'..'■
Der Wendehaken 30 des Sperrades 28 sitzt durch Zapfen 31 schwingbar am Schieber 12, macht also die Auf- und Abwärtsbewegung
desselben mit. ■ ■'■'·■
". 'Befindet sich der Schlitten in der Stellung/
(Fig. 7),..bei der der Nebenrapportzylirtder 2 nicht unter den Nadeln 5 der Hebel 6, liegt, so: kann; der Wendehaken,30 das Spe:rrad'28 nicht erfassen;,,weil, der1 Wendehaken: 30 jetzt eine so schräge Lage einnimmt, daß derselbe mit; seiner Stange auf .dem Sperrad aufruht und daher behindert wird, den untersten Zahn zu erfassen :und dahef: den Nebenrapportzylinder auch nicht in Drehung setzen 'kann.
Befindet sich dagegen der Schlitten in der Stellung r\ (Fig. . 6)-,;..■ der Nebenrappprtzylinder 2. also unter den Nadeln 5, dann kann der Wendehaken 30 das Sperrad 28 wohl erfassen, weil derselbe jetzt eine beinähe-senkrechte Lage einnimmt, der: Wendehaken; 30 beim-Niedergang des Schiebers',über den üriter sten Zahn her abgleitet·, dadurch etwas nach hinten gedruckt wird, um später in seine' Ursprüngliche Lage zurückzufallen; und; mit die^ stm Zahn in Eingriff kommt, demzufolge der Nebenrapportzylinder in diesem Falle beim Ansteigen des Schiebers 12 um 90° gedreht wird und eine neue Karte unter die Nadelhebel 6 bringt. ■■..',"'· ■·.-/ :■'...
Der Wendehaken 29 des Sperrades 27 sitzt durch Zapfen 32 schwingbar am Schieber 12 und macht ebenfalls dessen Auf- und Abbewegung'mit.-" , ; ;■ ■ ;: >
Befindet sich der Schlitten in der Stellung/ (Fig. 7), bei der der Hauptrappörtzylinder 1 unter den Nadeln 5 liegt, so greift der Wendehaken 29 in das Sperrad 27 ein und der Hauptrappörtzylinder wird bei jeder aufsteigenden Bewegung des Schiebers 12 um 900 gedreht, so daß eine neue Karte des Bandes für den Hauptrappörtzylinder unter die Nadelhebel gelangt. '
Nimmt der. Schlitten dagegen; die Stel- ; lung r ein (Fig. 6), bei der der Hauptrappörtzylinder sich nicht, unter den Nadelhebeln befindet, dann karin der Wendehaken 29 das Sperrad 27 nicht erfassen. Der Hauptrapportzylirider wird in diesem Falle nicht gedreht, es sei denn, daß in diesem Äugenblick auf dem Nebenrapportzylinder : 2. eine / Karte liegt, die das Loch 40 dieses Zylhi-.105 ders -bedeckt. . Ί ' ' ' .
Der: Hebel 11, der um eine feste Achse 34 am Maschinengestell drehbar ist, besitzt eine Nadel ι ϊα die dem Loche 40 des arbeitenden Nebenrapportzylinder gegenüberliegt (Fig. 4, 6 und 7).' :■· . . ; . : . . ■ -\
Dieser Hebel 11 ruht auf einem Stift ,33 des Wendehakens 29. und besitzt einen Ansatz; der nicht gegen den Stift 33 drückt, wenn der Schlitten sich in Stellung / befindet. Der Wendehaken 29 kann sodann frei in das Sperrad 27 greifen (Fig. 7).
'■■ Befindet sich jedoch der Schlitten 3 in der StellungV, so drückt der Ansatz, solange der Hebefii auf Stift 33 ruht, diesen'Stift so- rao
weit: nach rechts, ;daß der Wendehaken 29 außer dem Bereich' des Sperrades 27 bleibt, demzufolge dieses nicht gedreht werden kann
. (Fig..6),.;: .-.■._.■■-■-■
Beim Sinken des Schiebers 12 sinkt jedoch auch der Wendehaken 29 mit Stift 33 und
mit dem darauf ruhenden "Hebel 11, dessen •Nadel-dann in\ Loch 40 des -Nebenrapport-
'" zyliriders 2 einfällt, es sei denn, daß dieses Loch durch eine volle Karte gerade bedeckt
In diesem Falle kann der Hebel H mit seinem Ansatz, der den Stift 33 nach rechts drückt; nicht mit dem letzteren sinken und ■15 der Stift klinkt aus dem Ansatz, worauf der Wendehaken 29 unter dem Einfluß seines Gewichtes sogleich um Zapfen- 32 nach links schwingt' und~ das Sperrad 27 ergreift, dem-'. 'zufolge der Häuptrapportzyiinder beim An-
ao steigen des Schiebers 12 um 90° nach links gedreht wurde· (s. Fig. 6).
Alle Karten desNebe.nrapportbandes lassen das Loch 40 des Nebenrapportzylinders 2 offen, so daß der Hauptrapportzylinder 1 in Ruhe verbleibt und ein Kartenwechsel auf ^diesem nicht erfolgt. v
Die letzte Karte des Nebenrapportbandes bedeckt jedoch das Loch 40 des Nebenrapportzylinders, was zur Folge hat, daß der
Häuptrapportzyiinder ι umr 90°'gedreht wird Und die folgende Karte seines Bandes nach oben zu liegen kommt.
Falls "diese Karte das Loch 8 des Hauptrapportzylinders wie die vorangehende Karte ebenfalls bedeckt, so bleibt der Schlitten in der Stellung r stehen und das Nebenrapportband läuft noch einmal herum, bis die Karte, die das Loch 40 des Nebenrapportzylinders bedeckt, wieder nach oben angelangt ist und der Hauptrapportzylinder eine weitere Vierteldrehung ausführt.
Sofern die Karte, die dann auf den Hauptrapportzylinder zu liegen kommt, sein Loch 8 freiläßt, w.ird der Schlitten 3 von rechts nach
•45 links bewegt und der Nebenrapportzylinder außer Betrieb gesetzt, während der Hauptrapportzylinder ι unter die Nadeln 5 der Nadelhebel zu liegen kommt und mit diesem zusammen arbeitet, um das Anschlußgewebe zum; nächsten Nebenrapport zu erzeugen.
Bei jeder Aufwärtsbewegurig des Schiebers 12 wird nunmehr der Hauptrapportzylinder 1 um eine Vierteldrehung.,bewegt und nimmt die neue Karte seines Bandes nach oben!.
. Soll nach Fertigstellung des Anschlußgewebes wieder ein anderer Nebenrapport erscheinen, dann muß die letzte Karte des Hauptrapportzylinders 1 sein Loch 8 bedecken, worauf wieder eine entsprechende Verschiebung des Schlittens nach rechts er-.
folgt, die den Nebenrapportzylinder unter "die Nadelhebel in die Arbeitsstellung bringt, in der er schrittweise gedreht wird. .
Es ist einleuchtend, daß man auf diese Weise sehr mannigfaltige Muster erzeugen ■kann, die die verschiedenartigsten . Nebenrapporte auf weisen, welche durch Anschlußmuster voneinander getrennt sind. ■—Fig! 8 zeigt ein ' Ausführungsbeispiel, bei dem ein ■ Haupträpportzylinder TV und drei 70- ^NebenräppOrtzylinder I, II und III vorgesehen sind. Hierbei ist" es erforderlich, daß der Wendehaken 23 ersetzt wird durch unabhängig voneinander arbeitende Wendehaken 23* und 23;/, die mit ihren oberen Enden am Schalter 12 befestigt sind. Die Wendehaken wirken unabhängig voneinander mit ihren ■Enden 15 bzw. ro auf das Zahnrad I9a ein und-tragen Stifte 241 bzw. 24/jr.
• Das Zahnrad iga überträgt seine Bewegung durch eine Zahnstange 41 auf den Schlitten 3.
Die Nebenrapportzylinder besitzen Wendehaken 30^, 3011, 30^', die sämtlich um dieselbe Achse am Schieber 12 drehbar sind und von je "einer Feder nach rechts gezogen werden. Für den Hauptrapportzylinder IV ist außerdem noch ein Wendehaken 29 mit einem Stift 33 vorgesehen. '
Auf dem. Hauptrapportzylinder arbeiten zwei um die Achse 9 des Schlittens 3 dreh-'90 "bare Hebel 1 o^ und ίο11. Die Hebel ίο1 und 1011 sind mit einer Nadel versehen, und wirken mit Löchern 8 und 8^. des Hauptzylinders zusammen. An jedem Hebel iorund ioZJ ist ein Schlitz vorgesehen, worin sich Stifte der Hebel 42.und 42^ bewegen können. Diese Hebel sind drehbar um eine feste Achse des Gestelles und also Unabhängig von der Bewegung des Schlittens. Jeder Hebel ist mit einem Anschlag" versehen, worin Stifte 24' und 24^ greifen können,· welche auf den Wendehaken 23·^ und 2317 angebracht sind. :
Stehen z. B. die Nädelhebel 6 über Zylinder III und sind die beiden Löcher 8 und 8a ' des Hauptzylinders unbedeckt, dann kann keiner der Wendehaken 23 hinter die Stifte des Zahnrades iga greifen und der Rappörtzylinder II bleibt in der Arbeitslage stehen.
Ist dagegen' das Loch 8a des Hauptzylinders bedeckt, ' dann kann die Nadel des Hebels ioIJ nicht sinken und wird also der Stift 24/J des Wendehäkens 237 frei von dem Anschlag des Hebels 421 und greift also der Wendehaken hinter einen der Stifte des Zahnrades I9a und der Schlitten wird bei dem nächsten Hochgang des Schiebers 12 mittels des Zahnrades 1% und der Zahnstange 41 von links nach rechts verschoben, wodurch der .Rapportzylinder II unter der Nadel der Nadelhebel 6 gelangt.. ■ . - . ' ■
Ist jedoch das Loch-8 bedeckt, dann wird der Schlitten von rechts nach links verschoben und der Hauptzylinder kommt unter die Nadeln der Hebel 6.
Auf die Rapportzylinder wirkt auch ein Hebel 11, der mit Aussparungen 11111, ι i!I und 111 versehen ist, und um .eine Achse 34 des Gestelles drehbar ist. Der Hebel 11 ist also ganz unabhängig von dem Schlitten. Am Hebeln ist eine Nadel iifl vorgesehen, die zusammenwirkt mit' Loch 4ο7 bzw. 4O/J und 4O/7J der Rapportzylinder I, II oder III.
Steht einer der Rapportzylinder, z. B. Zylinder HI unter den Nadeln 5 der Hebel 6 und ist das Loch 40111 dieses Zylinders von einer Karte unbedeckt, dann wird der Stift 33 hinter die Aussparung III des Hebels 11 festgehalten und kann der Wendehaken 29 also bei dem Aufgang des Schiebers ,12 den Hauptzylinder nicht berühren.
Ist jedoch das Loch 40™ bedeckt, dann wird der Stift 33 frei aus der Aussparung ii111 und der Haken 29 wird von seiner Spiralfeder zurückgezogen und greift in= den Hauptzylinder.

Claims (4)

  1. Patent-Anspruch: , '
  2. Kartensparvorrichtung für Schützen-' wechsel;, gekennzeichnet durch einen wagerecht verschiebbaren Schlitten, mit mehreren Rapportzylindern, von denen der eine, der Hauptrapporfzylinder, unter dem Einfluß des über ihm laufenden Kairtenbandes und der damit zusammenwirkenden Nadel mustergemäß selbsttätig durch eine entsprechend wagerechte Verschiebung des Schlittens einen der Nebenrapportzylinder einschaltet und dieser seinerseits nach vollendetem Arbeitsgang durch eine Karte einen der anderen Rapportzylinder in die Arbeitsstellung steuert.
  3. Hierzu
  4. 4. Blatt Zeichnungen.
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