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BESCHREIBUNG
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Die vorliegende Erfindung betrifft Aufgeber zur Zuführung von Schüttgütern,
genauer zur Zuführung und Dosierung von nassen ungesiebten Brennstoffen mit Toneinschlüssen.
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Die Erfindung kann zur Zuführung und Dosierung von nassen ungesiebten
Brennstoffen mit Toneinschlüssen vom Bunker zur Eintrittstelle in die Mühle von
Staubaufbereitungssystemen in Kesselanlagen von Wärmekraftwerken Anwendung finden,
sie kann ferner kontinuierliche Dosierung und Zuführung von Brennstoffen mit niedrigerer
Feuchtigkeit bewerkstelligen und als Dosierer sowohl mit einem Förderer als auoh
ohne diesen in der Hütten-, Kohle und chemischen Industrie sowie in der Landwirtschaft
erfolgreich angewandet werden.
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Die wissenschaftliche und praktische Bedeutung der Forschungen zum
Problem des Bewegungsmechanismus von Schüttgütern (Brennstoffen) unter der Wirkung
ihres Eigengewichts ist kaum zu überschätzen, da die physikalisch-mechanischen Eigenschaften
der Schüttgüter (Brennstoffe) und deren Auströmungsgesetzmäßigkeiten die Konstruktion
der Brennstoffbunker sowie den Aufbau der Dosierer und der Aufgeber maßgeblich beeinflussen.
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Die richtige Wahl der Auslauftechnologie und der konstruktiven Ausgestaltung
des Bunkers ist nur aufgrund einer allssitlgen Untersuchung der Gesetzmäßigkeiten
der Brennstoff bewegung möglich, da der Brennstoff komplizierte Kornzusammensetzung
und eine Feuchtigkeit besitzt.
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Ohne die Schüttgütermechanik zu kennen, kann man die vielen Fragen,
die beim Ausströmen von Brennstoff aus dem Bunker auftreten, nicht richtig lasern.
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Der Untersuchung der physikalisch-mechanischen igenschaften von Schüttgütern
und der Gesetzmäßigkeiten ihrer Bewegung und Ausströmung sind nicht wenige in- und
ausländische Arbeiten gewidmet.
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Viele in- und ausländische Arbeiten auf dem Gebiet der Mechanik schüttbarer
Medien erörtern die Hauptparameter, die den physikalischen Zustand eines Schüttguts
kennzeichnen; vorgeschlagen sind ferner verschiedene Methoden zur Bestimmung der
minimalen Größe der Bunkerauslauföffnung je nach dem Neigungswinkel der Wände des
Auslauftrichters, den Normal-- und den Tangentialspannungen, die im Material entstehen.
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Behandelt sind ferner Probleme der Brückenbidung im Schütgut (Brennstoff)
und Maßnahmen zur Gewährleistung einer ununterbrochenen gleichmäßigen Ausströmung
desselben.
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Es wurden Empfehlungen zum Konstruktieren von Behältern unter Beachtung
von physikalisch-mechanischen Eigenschaften gegeben.
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Es sind ferner Typen von Ausräumgeräten und Aufgebern angeführt,
die die Ausströmung des Materials (Brennstoffs) durch die Auslauföffnung stimulieren,
u.s.w. sollen.
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Die Ausströmung von Schüttgütern (Brennstoffen) aus dem Bunker geht
in der Regel mit Unterbrechungen vor sich. Die findet seinen Ausdruck im systematischen
Steckenbleiben des Brennstoffs in der Auslauföffnug, Hängenbleiben größerer Brennstoffmassen
an den Wänden, Ausbilden von stabilen Brücken u. dgl.
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Die Beseitigung der genannten Nachteile geschicht in der Regel von
Hand, mit Hilfe von Lanzen. Derartige Arbeiten setzen hohen Arbeitsaufwand voraus,
und die Abnahme der Anzahl der
und funktionierenden Mühlen stört
die Feuerführung bewirkt die Zunahme von Wärmeverlusten, vornehmlich infolge der
mechanisohen Unvollkommenheit der Verbrennunge hierbei wird der Wirkungsgrad des
Kesselsgregats verringert, der Brennstoffverbrauch dagegen erhöht.
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Die gegen die Brückenbildung und daß Steckenbleiben gerichteten Maßnahmen
erbringen nicht immer den erwarteten Effekt, sie führen mitunter zur Vergrößerung
der Schwierigkeiten.
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Zahlreiche Beobachtungen in Kraftwerken sowie das Studium in- und
ausländischen Schriften lassen feststellen, daß ein positiver Effekt durch Vergrößerung
der aus lauföffnung und des Neigungswinkels der Bunkerwände sowie durch Brennstofflockerung
in der Zone der Auslauföffnung zu erzielen ist.
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Jede dieser Maßnahmen, einzeln angewendet, kann jedoch nor male Bunkerarbeit
nicht gewährleisten, insbesondere beim Zuführen eines Brennstoffs mit schlechten
Schüttbarkeitseigenschaften.
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Daher ist es zweckmäßig, bei Lösungen die Konstruktion von Bunker
und Aufgeber betreifend komplexe Maßnahmen vorzusehen, die eine kontinuierliche
3rennstoff zuführung gewährleisten sollen.
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Bekannt aind Konstruktionen der Aufgeber zur Zuführung von Schüttgütern
(Brennstoffen) (siehe z.B. SU-Urheberscheine 477884 und 278000), die zur Zuführung
von nassen ungesiebten Brennstoffen mit Toneinschlüssen, die zum Anhaften und Brückenbilden
neigen, vom Bunker zur Eintrittsstelle in die Mühle in Staubaufbereitungssystemen
bestimmt sind, welche in sowohl unter Unterdruck
wie auch unter
Druck arbeitenden Kesselanlagen von Wärmekraftwerken funktionieren, und einen Dosierer
mit einen Einlaufstutzen und einem Kratzband, das in GEstahlt eines über die Antriebskettenräder
und Führungsrollen einer Spann- und einer Zwischenwelle gespannten mehrreihigen
Bandes ausgeführt ist, das zwei übereinander liegende arbeitende Trüme besitzt,
sowie einen unter dem Dosierer angeordneten Förderer enthält, bei dem das untere
arbeitende Kratzbandtrum das Material (Brennstoff) zu dem Verbraucher fördert.
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Beim Betrieb solcher Aufgeber kann ein Anhaften des Materials (Brennstoffs)
auf oberen und unteren Dosierertischen sowie als dem unteren Förderertisch, unter
den Kratzern der Kratzbänder eintreten, falls die Materialien (Brennstoffs) einen
erhöhten Tongehalt aufweisen.
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Das Anhaften des Materials (Brennstoffs) auf den Tischen von Dosierer
und Förderer führt zum Aufpressen und häufigen Stillsetzen des Aufgebers sowie zu
großem Arbeitsaufwand bei der Besetigung der Aufpressungen von Material (Brennstoff)
und zur Verkürzng der Funktionsdauer des Aufgebers bis zum ersten Ausfall.
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Da die Verbrennung von ungesiebten minderwertigen Brennstoffen in
Zukunft weiter zunehmenwird, werden häufige Stillsetzungen des Aufgebers zur Beseitigung
von Aufpressungen hohe Verluste bringen.
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Am nächsten nach seinen technischen Inhalt kommt dem Erfindungsgegenstand
ein Aufgebes zur Zuführung von Schüttgütern nach dem SU-Urheberschein 278000.
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Jedoch kann dieser Aufgeber mit feuchten ungesiebten
minderwertigen
Brennstoffen von hohen Tongehalt nicht zu verlässig arbeiten.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Aufgeber zur Zuführung
von Schüttgütern (Brennstoffen) zu schaffen, der dank veränderter Konstruktion von
Dosierer und Förderer verschiedene Schüttgüter (Brennstoffe) mit unterschiedlichen
Schüttbarkeits- und physikalisch-mechanischen Eigenschaften verarbeiten kann.
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Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß in einem Aufgeber zur Zuführung
von Schüttgütern (Brennstoffen), der einen Dosierer mit einem rechteckigen Einlaufstutzen,
unter dem längs der kürzeren Seite des Einlaufstutzens geneigt in wegungsrichtung
des Schüttgutes ein Kratzband angebracht ist, das untere und obere arbeitende Trüme
sowie leerlaufende Trüme besitzt, und einen Förderer enthält, dessen arbeitende
Trüme unter den unteren arbeitenden Trümen des Kratzbandes liegen, erfindungsgemäß
jedes arbeitendes Trum des Kratzbandes des Dosierers mit einem Schichtregler versehen
ist und die leerlaufenden Trüme des Förderers im Dosierer über den unteren arbeitenden
Trümen des Kratzbandes des Dosierere angeordnet sind.
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Die Ausführung des Aufgebers zur Zuführung von Schüttgütern mit einer
Konstruktion, bei der jedes arbeitendes Trum des Kratzbandes des Dosierers mit einem
Schichtregler versehen ist, während die leerlaufenden Börderertrüme im Dosierer
über den unteren arbeitenden Trümen des Kratzbandes des Dosierers angeordnet sind,
gewährleistet eine zuverlässige Arbeit des Aufgebers auch unter spezifischen Bedingungen,
beispielsweise d.h. im feuchten Klima mit feuchtem Brennstoff.
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Zweckmäßigerweise ist der Neigungswihkel der oberen arbeitenden Trüme
der Kratzbänder des Dosierers im Bereich von 200 bis 450 veränderlich.
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Diese Veränderlichkeit der Neigungswinkel der oberen arbeitenden
Trüme der Kratzbänder ist vorgesehen mit Xüoksicht auf die Veränderung der physikalisch-mechanischen
Eigenschaften des Materials (Brennstoffs) seiner Schüttfähigkeit, des Gehalts an
Toneinschlüssen und Sand sowie der starken Veränderung der Eigenschaften des Materials
(Brennstoffs) je nach der Saison.
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Im folgenden wird die Erfindung durch Ausführungsbeispiele unter
Bezugnahme auf beiliegende Zeichnungen erläutert; in den Zeichnungen zeigt Fig.
1 Aufgeber zur Zuführung von Schüttgütern gemäß der Erfindung im Schnitt; Fig. 2
Aufgeber zur Zuführung von Schüttgütern in Draufsicht.
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Fig. 3 teilweisen Längsechnitt des Dosierers und Gesamtschnitt des
Förderers; Der Aufgeber zur Zuführung von Schüttgütern (Brennstoffen) gemaB der
Erfindung enthält einen Dosierer 1 (Fig.l und 2) sowie einen Förderer 2 zur Förderung-des
Schüttguts zu dem Verbraucher.
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Der Dosierer 1 besitzt einen rechteckigen Stutzen 3 (Fig. 1). Unter
dem rechteckigen Einlaufstutzen 3 des Dosierera 1 sind Kratzbänder 4 (Fig. 2 und
3) angebracht.
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Jedes Kratzband 4 besitzt ein oberes arbeitendes Trum 5 (Fig.l),
ein unteres arbeitendes Trum 6 sowie ein leerlaufendes Trum 7.
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Der Dosierer 1 besitzt ein Gehäuse 8, in dessen oberem Teil unmittelbar
unter dem Bunker mit Schüttgut (in den Zeichnungen nicht abgebildet) der Einlaufstutzen
3 angebracht ist, während sich im unteren Teil des Gehäuses 8 ein Auslaufstutzen
9 befindet, durch welchen das Schüttgut (Brennstoff) aus dem Dosierer 1 auf den
Förderer 2 gelangt.
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Die arbeitenden Trüme 5 und 6 des Kratzbandes 4 be gen sich über
Tische 10 und 11. Die Tische 10 und 11 sind am Gehäuse 8 des Dosierers 1 befestigte
Die Kratzbänder 4 erhalten ihre Bewegung von einer An triebswelle 12 (Fig.l) mit
Sternrädern sowie einer Spannwelle 13 und einer Zwischenwelle 14.
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Zur Regelung der Höhe der Schüttgutschicht (Brennatoffschicht) beim
Austritt aus dem Einlaufstutzen 3 sind in der Bewegungsrichtung der Kratzbänder
4 Sohichtregler 15 und Sohiohtregler 16 vom Messertyp angeordnet, die siah im Gehäuse
8 des Dosierers 1 befinden. Der Sohlchtregler 15 bei in det sich in der Nähe des
Einlaufstutzene 3 über den oberen arbeitenden Trüme 5, der Schichtregler 16 befindet
sioh in der Nähe der Antriebswelle 12 mit Sternrändern über den unteren arbeitenden
Trümen 6 des Kratzbandes 4 des Dosierers 1.
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Beim Arbeiten mit feuchten Brennstoffen wird die Sahichtstärke duroh
den Schichtregler 15 geregelt, der Schichtregler 16 wird dabei abgeschaltet.
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Beim Arbeiten mit weniger feuohten Brennstoffen wird der Sohiohtregler
15 abgeschaltet, und die Schichtstärke wird durch den Sohichtregler 16 geregelt.
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Die zwei vorgesehenen Schichtregler 15 und 16 gewähr leisten eine
zuverlässige Arbeit des Aufgebers mit Brenn
stoffen, deren Eigenschaften
sich unter spezifischen Bedingungen stark verändern.
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Das leerlaufende Trum 17 des Förderers 2 befindet sich im Gehäuse
8 über dem unteren arbeitenden Trum 6 des Dosierers 1.
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Diese konstruktive zuführung des Förderers 2 verringert die Höhenabmessungen
des Aufgebers.
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Das arbeitende Trum 6 des Dosierers 1 befindet sich über dem arbeitenden
Trum 18 des Förderers 2.
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Die oberen arbeitenden Trume 5 des Kratzbandes 4 des Dosierers 1
weisen einen Neigungswinkel auf, der sich in einem Bereich von 200 bis 450 ändert.
Dies bietet die Möglichkeit, eine zuverlässige Arbeit des Aufgebers mit Materialien
zu gewährleisten, deren physikalisch-mechanische Eigenschaften sich stark verändern.
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Die Antriebswelle 12 mit Sternrädern des Dosierers 1 wird mit Hilfe
einer (in den Zeichnungen nicht abgebildeten) Sicherheitskupplung mit einem Antrieb
19 (Fig. 2) verbundon.
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Der Aufgeber zur Zuführung von Schüttgütern (Brennstoffen) arbeitet
in folgender We;Lse Das rohe Schüttgut (Brennstoff), das sich im Bunker befindet,
gelangt unter der Einwirkung seines Eigengewichts in den Einlaufstutzen 3 (Fig.l)
des Dosierers 1. Der Einlaufstutzen 3 ist mit dem (in der Zeichnung nicht abgebildeten)
Bunker unmittelbar verbunden. Der Austrittsquerschnitt des Bunkers soll etwas kleiner
als der Querschnitt des Einlaufstutzens 3 sein um die Entstehung von einzelnen Flächen
zu vermeiden, die den Einlauf des Schüttgutes (Brennstoffes) in den Dosierer 1 des
Aufgebers hemmen. Da Schüttgut, das aus
dem Bunker in den Einlaufstutzen
3 eintritt, gelangt auf den geneigten Tisch 10 des Dosierers 1 und wird von den
oberen arbeitenden Trümen 5 des Bandes 4 bewegt, wonach eo auf den unteren Tisch
duroh eine Öffnung zwischen dem Tisch 10 und der Antriebswelle 12 mit Sternrädern
herabgeworfen wird.
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Danach wird das Schüttgut (Brennstoff) vom unteren Tisch 11 durch
die unteren arbeitenden Trüme 6 des Kratzbandes 4 zu dem Auslaufstutzen 9 des Dosierers
1 g erfördert, wird dann aus dem Auslaufstutzen 9 auf der Förderer 2 2 geleitet
und au den Verbraucher weitergefördert.
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Wenn aus dem Bunker ein feuchter Brennstoff kommt. erfolgt die Schichtregelung
mit Hilfe des Schichtreglers 15, während der Sehlohtregler 16 (Fig .1) abgeschaltet
wird.
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Wird dem Aufgeber ein gut schüttbarer Brennstoff zugeführt, erfolgt
die Schichtregelung durch den Schichtregler-16, während der Schichtregler 15 abgeschaltet
wird oder zur Einstellung der Brennstoffzufuhr zum unteren Tisch 11 des Dosierers
1 dient.
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Es sind zwei Schutzarten der Mechanismen des Dosierers 1 und des
s Förderers 2 vorgesehen: elektrischer Schutz, der den Elektromotor beim Übersteigen
eines vorgeschriebenen Stromwertes abschaltet, und mechanischer Schutz, der in der
Abscherung des Stiftes an den Sicherheitskupplungen des Dosierere 1 und der Förderers
2 (in den Zeichnungen nicht abgebildet) besteht.
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Der Aufgeber kann mit Brennstoffen arbeiten, deren ph kalisch-mechanische
Eigenschaften sich stark verändern.
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Die Regelung der Arbetisleistung erfolgt durch Verändern der Drehzahl
der Elektromotoren der Antriebe in einem Bereich
von 5 t 1 (1500/300
U/min) synchron bot dem Dosierer 1 und dem Förderer 2.
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Die Konstruktion des Aufgebers zur Zuführung von Schüttgütern ist
einfach in der Herstellung.
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L e e r s e i t e