DE3127410A1 - Fassung fuer selbstbrennende elektroden in einem elektrothermischen schmelzofen - Google Patents
Fassung fuer selbstbrennende elektroden in einem elektrothermischen schmelzofenInfo
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Description
Passung flir selbstbrennende Elektroden in einem elektrothermischen Schmelzofen.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Passung, die besonders flir selbstbrennende Elektroden in einem elektrothermischen
Schmelzofen geeignet ist, sie ist bewegbar in einer Aufhängungsvorrichtung aufgehängt. Die Passung umfaßt eine
Mehrzahl von Kontaktbacken, die mittels Druckvorrichtungen und einem außen rund um die Druckvorrichtungen angebrachten
Gegenhalt gegen die Elektrode gepreßt werden. Die Passung ist außerdem mit Vorrichtungen zur Führung von Strom, Kühlflüssigkeit
und/oder Druckmedium ausgerüstet.
Bei Konstruktionen dieser Art wird eine Lösung verlangt, die guten elektrischen Kontakt zwischen der Passung und der Elektrode
gibt, und durch die der zugeführte Strom so gleichmäßig wie möglich in die Elektrode verteilt wird. Außerdem wird
eine Lösung gefordert, die einen kontrollierten Nachschub der Elektrode ermöglicht, und bei der die Möglichkeit eines unkontrollierten
Nachschubs ausgeschaltet ist. Weiterhin wird eine Lösung verlangt, die soweit wie möglich betriebssicher sowie
billig in der Beschaffung und im Betrieb ist, und auch auf einfache Weise instandgehalten werden kann. Eine Elektrode
des selbstbrennenden Typs mußte bisher von einem Eisenmantel umgeben sein, so daß Teer, Pech und flüchtige Bestandteile
der rohen Elektrodenmasse nicht ohne weiteres während des Brennens entweichen können.
Um einen guten elektrischen Kontakt herzustellen, werden Kontaktbacken
benutzt, die die Elektrode umschließen und gegen den Elektrodenmantel gepreßt werden. Solche konventionellen
Kontaktbacken haben gewöhnlich ein vertikales Ausmaß von 800 - 1000 mm. Der sogenannte Druckpunkt der Backen gegen die
Elektrode liegt in der unteren Hälfte der Backen, damit diese den größten Kontaktdruck dort erhalten, wo der Strom in die
Elektrode übergeht. Die Backen sind gegen ein Eindrücken an ihrem oberen Ende» wo die Elektrodenmasse noch nicht gebacken
ist, gesichert.
Die selbstbrennende Elektrode, oder "Söderberg-Elektrode" besteht üblicherweise aus einem Eisenmantel, in den die Nasse
gefüllt wird. Dieser Mantel weist eine Eer^izahl von Eippen
auf, die dazu beitragen, den Strom in die Elektrodenmasse zu leiten, die gebacken wird, während die Elektrode allmählich
durch die Elektrodenfassung in den Ofen gesenkt wird. Der Elektrodenmantel
muß flüssigkeitsdicht sein, so daß flüssiger Teer, Pech oder ähnliche Bindemittel beim Erhitzen der Masse nicht
aus der Elektrode laufen.
Die an und für sich gut funktionierenden, konventionellen Fassungen
haben jedoch, gewisse Nachteile in Verbindung mit der
Herstellung und/oder Instandhaltung. Ferner ist die Möglichkeit der Regulierung bzw. Steuerung der Backgeschwindigkeit
und der Lage der Backzone sehr begrenzt» Hinzu kommt, daß das Material des Stahlmantels, z.B. bei der Herstellung von Si-Metallen
Probleme schafft, da der Mantel schmilzt und in das produzierte Metall übergeht und dieses verunreinigt.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine selbstbrennende Elektrode und eine Fassung für solche Elektroden zu erbringen, durch die
man nicht von einem umgebenden Stahlmantel abhängig ist. Ferner
hat die Erfindung zum Ziel, eine Lösung zu finden, die im Gebrauch flexibel ist und mit einfachen Mitteln verschiedenen
Elektrodeneystemen angepaßt v/erden kann.
Gemäß vorliegender Erfindung wird dies durch die Verwendung von Kontaktbacken erreicht, die sich wenigstens bis an den
Bereich erstrecken, wo die rohe Elektrodenmasse von der Schmelzhitze noch unbeeinflußt ist, wobei rund um die Elektrode
außen an den Kontaktbacken ein zylindrischer Körper angeordnet ist, der sich von dem Bereich der Druckvorrichtungen
nach oben erstreckt. Jede Kontaktbacke ist gleitbar gegen die
Innenfläche des zylindrischen Körpers gelagert, und jede Kontaktbacke
ist separat aufgehängt. Die Kontaktbacken können individuell im Verhältnis zueinander und im Verhältnis zu dem
umschließenden zylindrischen Körper "bewegt werden.
Gemäß einer Ausf(ihrungsform erstreckt sich der zylindrische
Körper aufwärts an dem Gebiet vorbei, wo die rohe Elektroden·? masse von der Hitze des Ofens noch unbeeinflußt ist. Die Kontaktbacken
und eventuell der umschließende zylindrische Körper erstrecken sich vorzugsweise hinauf bis zu einer Ebene,
die derjenigen entspricht, wo die rohe Elektrodenmasse den Elektroden zugeführt wird. Die Kontaktbacken haben mit Vorteil
eine solche seitliche Ausdehnung, daß sie einen in vertikaler Richtung aufgeteilten zylindrischen Körper bilden,
der die Elektrode ganz umschließt und dicht an dieser anliegt.
Gemäß einer weiteren, bevorzugten Ausfuhrungsform endet der
umschließende Körper nach unten auf einer Ebene über den Druckvorrichtungen. Der umschließende zylindrische Körper
ist von den Kontaktbacken frei unterstutzt, wodurch eine Bewegung einer oder mehrerer Kontaktbacken eine entsprechende
Bewegung des umschließenden zylindrischen Körpers zur Folge hat.
Der untere Teil der Kontaktbacken hat vorzugsweise eine nach unten in seitlicher Richtung abnehmende Ausdehnung. Die Länge
des abnehmenden Teils erstreckt sich nach unten wenigstens ab dem Bereich, wo die Einwirkung des radial ausgeübten Kontaktdruckes
der Backen nicht berücksichtigt werden muß.
Zur Steuerung der Kontaktbacken sind der umschließende zylindrische
Körper und/oder die Kontaktbacken mit zusammenwirkenden Vorrichtungen zur Steuerung der Bewegung der Kontaktbacken
im Verhältnis zu dem umschließenden zylindrischen Körper ausgerüstet. Die Steuerungsvorrichtungen können zum Beispiel
einen Schlitz in der Wand des zylinderförmigen Körpers umfassen sowie einen Zapfen, Bolzen o.a. auf der Kontakt-
"backe, wobei vorgesehen ist, daß diese Zapfen, Bolzen o.a.
gleitbar an dem Zylinderkörper in den Schlitz eingreifen. Einer besonders bevorzugten Ausführungsform zufolge ist auf der
Innenseite der Fassung zwischen den langgestreckten Backen und der Elektrode eine fltissigkeitsdichte Folie angeordnet,
die die Elektrode umschließt. Die Folie kann zum Beispiel aus Aluminium, synthetischen Textilien oder anderem bekannten Material
bestehen.
Erfindungsgemäß hat jede Kontaktbacke eine länge, die der Länge des Elektrodenmantels in einer "Söderberg"-Elektrode
entspricht.
Jede einzelne Kontaktbacke ist bewegbar an einer Aufhängungsvorrichtung aufgehängt, wie zum Beispiel einem hydraulischen
Zylinder« Die Aufhängungsvorrichtungen können separat oder
zusammen betätigt werden. Durch die Betätigung einer oder mehrerer Aufhängungsvorrxchtungen kann man eine individuelle Bewegung
der Backen aufwärts längs der Elektrodenwand erreichen.*
Beispielsweise kann man eine Nachlaßlänge der Elektrode durch die Fassung von 25 mm anwenden, und eine aus einem System von
acht Kontaktbacken bestehende Elektrodenfassung benutzen. Individuell eine der Backen 25 mm heben, hat die gleiche Wirkung,
wie wenn man die Elektrode 25 mm durch die Fassung nachläßt.
Ein solches Dosierungssystem,'das individuell eine Kontaktbacke
im Verhältnis zu den anderen Kontaktbacken hebt, kann beim Anschluß an ein Datenverarbeitungssystem die Lage der
Backzone in der Elektrode bestimmen. Das hat seinen.Grund darin, daß der über die Kontaktbacken durch die Elektrode gehende
StroTT der die Backgeschwindigkeit bestimmende Faktor
istο Durch ein Hinaufziehen einer oder mehrere Backen an der
Elektrode im Verhältnis zu den unteren, gegen fertiggebackene Masse klemmenden Backen kann die Steuerung eines solchen Systems verschiedene Backgeschwindigkeiten ermöglichen» Diese
Möglichkeit zu individueJler beweglicher Position der Kontaktbacken
um die Elektrode herum eröffnet für die Kontrolle der
Backverhältnisse der Elektrode Möglichkeiten von bisher unbekanntem
Ausmaß.
Bei einem System mit im Dreieck angeordneten Elektroden entsteht
aufgrund der Stromverhältnisse oft ein schiefes Backen in den Elektroden, was zu ungünstigen thermischen Spannungen
führt. Dies kann jetzt dadurch verhindert werden, daß man die Backen auf verschiedene Höhe einstellt.
Gemäß der Erfindung sind die Kontaktbacken nach oben verlängert,
so daß sie, vorzugsweise zusammen mit einer Folie, den früher benutzten Elektrodenmantel ersetzen können. Jede Backe
hat vorzugsweise eine Länge vcn 5 - 6 m. Die verlängerten inneren
Flächen der Backen sind so angefertigt und geformt, daß sie zusammen eine vollständig umschließende, glatt bearbeitete
zylindrische Fläche bilden mit einem inwendigen Durchmesser, der im wesentlichen dem äußeren Durchmesser der Elektrode
entspricht. Jede einzelne dieser Backen ist in einem Schlitz im umschließenden Zylinder befestigt und vertikal gesteuert,
so daß jede einzelne Kontaktbacke sich z.B. 250 mm
aufwärtsbewegen kann im Verhältnis zu einer, die sich überhaupt nicht nach oben bewegt hat. Die verhältnismäßige vertikale
Bewegung des umschließenden Zylinders ist auch z.B. maximal 2.50 mm. Die Backe, die jeweils den Impuls erhält, sich
im Verhältnis zu jeglicher anderen Backe nach oben zu bewegen, wird unabhängig von den anderen Backen den umschließenden Zylinder
um die gleiche Spanne heben, um die sie sich selbst bewegt.
Bei dieses^ System haben jetzt die Backen die Funktion des
früheren Elektrodenmantels in Bezug auf Zylinderform und mechanische Stärke gegen den Druck der Elektrodenmasse von innen
übernommen. Dieser Zylinder ist jedoch nicht flüssigkeitsdicht. Daher muß er mit einer flüssigkeitsdichten Folie
oder einem dünnen Blech aus Netall, synthetischen Textilien oder anderem Material ausgerüstet werden, wenn ein Stahlmantel
nicht benutzt wird. Ein Rippensystem verschiedener Aus-
führungen kann selbstverständlich weiterhin benutzt werden«
Falls gewünscht, steht auch einer Verwendung des konventionellen Elektrodenmantels nichts im Wege»
Hauptsache ist jedoch, eine stahlfreie "Söderberg"~Elektrode
zu schaffen.
Durch die Einstellung einer individuellen vertikalen Lage der Kontaktbacken, die von der Backzone gesteuert wird, ist die
Notwendigkeit von Rippen ausgeschaltet. Mittels einer flüssigkeitsdichten
Folie aus niclrieisernein Material ist diese
Elektrode realisiert. Das bedeutet, da.8 Schmelzofen für Silizium-Metall
mit "Söderberg"-Elektroden betrieben werden können, ohne daß das Material von durch di© Elektrode zugeführtem
Eisen verunreinigt wird. Im übrigen ist es eine bedeutende Einsparung, diese Fassung für nicht eisenhaltige Elektroden,
deh. ohne den üblichen Elektrodenmantel, bei allen Oefen benutzen
zu können.
Im folgenden wird eine bevorzugte Ausfuhrungsform der Erfindung
unter Hinweis auf die Zeichnungen beschrieben.
Fig. 1 ist ein Vertikalschnitt durch die Hälfte einer Elektrode mit einer Fassung gemäß vorliegender Erfindung,
Fig. 2 ist ein vertikaler Aufriß einer Elektrode mit Fassung,
Figo 3 ist ein Horizontalschnitt durch die Elektrode, die
Fassung und einen Kühlschild, nach der Linie III-III
der Fig. 1,
Fig. 4- ist sin horizontaler Aufriß von Folienrollen, die an
dem oberen Ende der Elektrode angeordnet sind*
Der Vertikalschnitt der Fig. 1 zeigt eine Hälfte einer Elektrode
1 mit der Elektrodenfassung 2. Die Elektrodenfassung 2 umfaßt eine Mehrzahl längs der Peripherie der Elektrode angeordneter
Kontaktbacken 3, die mittels dafür geeigneter Druckorgane 4 gegen die Elektrode 1 gepreßt werden, um einen ausreichenden
elektrischen Kontakt herzustellen. Als Gegenhalt
für die Druckvorrichtung 4 dient ein außerhalb und rund um die Elektrode 1 angebrachter Kühlschild 5· Dieser Kühlschild
ist im Verhältnis zu der Elektrode 1 stationär angebracht, und bildet eine integrierte Einheit mit einem gasdichten Gewölbe
6 oder einer Rauchhaube.
Der Kühlschild 5 hat eine vertikale Ausdehnung und ist im
Verhältnis zu dem Gewölbe 6 so angeordnet, daß er sich hinunter in den Ofen erstreckt bis zu einer Ebene, die unter dem
Bereich liegt, wo,die Bewegung der Kontaktbacken 3 erfolgt.
Eine Mehrzahl von vertikal verlaufenden stromführenden Schienen 7 ist an der Innenseite des Kühlschilds 5 angebracht. Die
Schienen 7 sind gegenüber dem KUhlschild 5 mittels isolierender
Vorrichtungen 8 elektrisch isoliert. Die vertikale Ausdehnung der Schienen 7 entspricht im wesentlichen der Bewegungsstrecke
der Kontaktbacken 3 im Verhältnis zum Kühlschild
5, wenn der Ofen in Betrieb ist. An ihrem oberen Ende sind die Schienen mit dem Stromführungsnetz (nicht gezeigt) mittels
Stromüberführungsschienen 9 verbunden. Durch einen Gleitkontakt Ί0 wird Strom von der Schiene 7 zu der Kontaktbacke 2 geleitet.
Der Gleitkontakt 10 steht andererseits mit der Druckvorrichtung 4 in Verbindung. Die Kontaktbacken 3 sind mittels
dazu geeigneter Aufhängungsvorrichtungen 11 in einem Rahmen 13 aufgehängt.
Die Kontaktbacken 3 und die Druckvorrichtungen 4 sind mit Zuführungsleitungen
für die Zuführung von Kühlwasser und/oder Druckmedium ausgerüstet. Da dies jedoch nicht Gegenstand der
Erfindung ist, sind diese Teile in den Zeichnungen nicht dargestellt. Der Kühlschild 5 ist an seinem oberen Ende mit einem
gaadichten Futter 12 gegen die Elektrodenfassung 2 abgedichtet.
Die Kontaktbacken 3 erstrecken sich nach oben mindestens bis
zu dem Bereich, wo die rohe Elektrodenmasse von der Schmelzhitze noch unbeeinflußt ist. Außerdem ist rund um die Elek-
trode 1, außen an den Kontaktbacke η 3? sin zylindrischer Körper
14- angeordnet, der sich von dem Bereich, der Druckvorrichtungen
4 nach oben erstreckt. Jede Kontaktbacke 3 ist gleitbar
gegen die Innenfläche des zylindrischen Körpers 14- gelagert,
und jede Kontaktbacke 3 ist separat durch eine eigene Aufhängungsvorrichtung
11 aufgehängt. Die Aufhängungsvorrichtungen 11 können individuell itn Verhältnis zueinander und im Verhältnis
zu dem umschließenden zylindrischen Körper 14 bewegt werden. Die Kontaktbacken 3 und eventuell der umschließende zylindrische
Körper 14 erstrecken sich aufwärts vorzugsweise zu einer Ebene, die derjenigen entspricht, wo rohe Elektrodenmasse
der Elektrode zugeführt wird.
Die Kontaktbacken 3 können mit Vorteil eine solche seitliche Ausdehnung haben, daß sie einen in vertikaler Richtung aufgeteilten
zylindrischen Körper bilden, der die Elektrode ganz umschließt und dicht an dieser anliegt. Der umschließende zylindrische
Körper 14 ist von den Kontaktbacken 3 frei unterstützt, wodurch eine Bewegung einer oder mehrerer Kontaktbacken
eine entsprechende Bewegung des umschließenden zylindrischen Körpers 14 zur Folge hat.
Der untere Teil der Kontaktbacken 3 hat vorzugsweise eine in
seitlicher Richtung nach unten abnehmende Ausdehnung. Die Länge des abnehmenden Teils erstreckt sich nach unten wenigstens
ab dem Bereich, wo die Wirkung des radial zugeführten Kontaktdruckes der Kontaktbacken 3 unberücksichtigt gelassen
werden kann. Aus praktischen Gründen können die Kontaktbacken 3 mit Vorteil aus einem oberen und einem unteren Teil zusammengesetzt
sein. Die beiden Teile können mittels Planschen o.äo verbunden sein. Die Flanschen 15 können als Unterstützung
für den umliegenden zylindrischen Körper 14 dienen. An ihrem oberen Ende können die Kontaktbacken 3 mit einem nach außen
gerichteten trichterförmigen Teil 16 versehen sein.
Zwecks Steuerung der Kontaktbacken 3 sind der umschließende Körper 14 und/oder die Kontaktbacken 3 mit zusammenwirkenden
Organen ausgerüstet. Diese dienen zur Steuerung der Bewegung
der Kontäktbacken im Verhältnis zu dem umschließenden zylindrischen Körper 14. Die Steuerungsorgane können z.B. einen
oder mehrere Schlitze 17 in der Wand des zylinderförmigen Körpers
14 umfassen, sowie einen Zapfen, Bolzen o.a. 18 an den Kontaktbacken 3. Diese Zapfen, Bolzen o.a. 18 greifen gleitbar
in die Schlitze 17 ein.
Auf der Innenseite der Fassung zwischen den langgestreckten
Backen 3 und der Elektrode 1 kann eine fllissigkeitsdichte Folie
19 (in Fig. 1 nicht gezeigt) angeordnet sein, die die Elektrode 1 umschließt. Die Folie 19 kann z.B. aus Aluminium,
synthetischen Textilien oder anderem bekannten Material bestehen. Die Folie 19 ist auf Rollen 20 aufgerollt, die auf
gleicher Ebene wie das obere Ende der Elektrode angeordnet sind. Die Anzahl der Folien 19 wird dem Umkreis der Elektrode
angepaßt, so daß die Folien 19 sich überlappen. Die Folien können zum Beispiel derartig zusammengeschweißt werden, daß
ein dichter Schlauch entsteht, in den die rohe Elektrodenmasse gefüllt wird.
Wie oben erwähnt, ist ^jede einzelne Kontaktbacke 3 bewegbar
durch eine Aufhängungsvorrichtung 11, wie z.B. einen hydraulischen Zylinder, aufgehängt. Diese Aufhängungsvorrichtungen
11 können separat oder gemeinsam betätigt werden. Bei der Betätigung einer oder mehrerer Aufhängungsvorrichtungen 11 kann
man eine individuelle Bewegung der Backen 3 aufwärts entlang der Elektrodenwand durchfuhren. Beispielsweise kann man eine
Nachlaßlänge der Elektrode durch die Fassung von 25 mm vorsehen
und eine Elektrodenfassung verwenden, die aus einem System von acht Kontaktbacken 3 besteht. Eine der Backen 3 individuell
25 mm anheben, hat die gleiche Wirkung wie ein Fachlassen
der Elektrode um 25 mm durch die Fassung. Die Backe 3» die jeweils den Impuls erhält, sich im Verhältnis zu jeglicher
anderen Backe 3 aufwärtszubewegen, wird unabhängig von den anderen den umschließenden Zylinder 14 um die gleiche lange heben,
um die sie sich selbst bewegt.
Leerseite
Claims (11)
1) lassung ftir selbstbrennende Elektroden in einem elektrothermischen
Schmelzofen, die eine Mehrzahl von Kontaktfbacken umfaßt, die mittels Druckvorrichtungen und einem außen rund
um die Druckvorrichtungen angebrachten Gegenhalt gegen die Elektrode gepreßt werden und die ebenfalls mit Vorrichtungen
zur Führung von Strom, Kühlflüssigkeit und/oder Druckmedium ausgerüstet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktbacken 3 sich wenigstens bis hinauf zu dem Bereich erstrecken, wo die rohe
Elektrodemnasse von der SchmelzJblitze noch unbeeinflußt ist,
daß rund um die Elektrode (fl) außen an den Kontaktbacken
(5) ein zylindrischer Körpefr (14-) angeordnet ist, der sich
von dem Bereich der Druckvorrichtungen (A-) aufwärts erstreckt
und gegen dessen Innenflächen jede Kontaktbacke gleitbar aufgelagert ist, wobei 3ede Kontaktbacke separat
aufgehängt ist und die Gleitbacken individuell im Verhältnis zueinander und im Verhältnis zu dem umschließenden zylindrischen Körper (IA) bewegbar sind.
2) Passung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zylindrische Körper (14) sich nach oben über den Bereich
hinaus erstreckt, wo die rohe Elektrodenmasse flüssig ist,
3) Fassung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kontaktbacken (3) und eventuell der umschließende
zylindrische Körper (14) sich nach oben "bis zu einer Ebene
erstreckt, die derjenigen entspricht, wo die rohe Elektrodenmasse der Elektrode zugeführt wird.
4) Fassung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kontaktbacken (3) eine solche seitliche Ausdehnung haben, daß sie einen zylindrischen Körper bilden,
der in vertikaler Richtung aufgeteilt ist und zusammen die Elektrode (1) umschließt.
5) Fassung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der umschließende zylindrische Körper (14) nach unten auf einer Ebene abgeschlossen ist, die in dem Bereich
der Backzone über den Druckvorrichtungen (4) liegt.
6) Fassung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der umschließende zylindrische Körper (14) von den Kontaktbacken (3) frei unterstützt ist, so daß eine Bewegung
einer oder mehrerer Kontaktbacken eine entsprechende Bewegung des umschließenden zylindrischen Körpers zur Folge hat.
7) Fassung nach einer der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der untere Teil der Kontaktbacken (3) eine nach unten in seitlicher Richtung abnehmende Ausdehnung hat.
8) Fassung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der
abnehmende Teil der Kontaktbacken (3) sich wenigstens ab dem Bereich nach unten erstreckt, wo der radial *J:ugeführte Kontaktdruck
der Backen unberücksichtigt gelassen werden kann.
9) Fassung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der umschließende zylindrische Körper (14) und/ oder die Kontaktbacken (3) mit einer Vorrichtung zur Steuerung
der Bewegung der Kontaktbacken im Verhältnis zu dem umschliessenden zylindrischen Körper (14) ausgerüstet sind.
10) Fassung nach Anspruch 9» dadurch gekennzeichnet, daß die
Steuerungsvorrichtungen einen Schlitz (17) in der Wand des zylindrischen Körpers (14) umfassen sowie einen Zapfen, Bolzen
(18) oder ähnliches auf den Kontaktbacken (3), wobei der Zapfen oder dergleichen gleifbar in den Schlitz eingreift.
11) Passung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß an der Innenseite der Fassung zwischen den langgestreckten Backen (3) und der Elektrode (1) eine fllissigkeitedichte
Fo}.ie angeordnet ist, die die Elektrode umschließt
und die vorzugsweise aus Aluminium, synthetischen Textilien oder anderem bekannten Material gebildet ist.
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